Allgemeinanamnese in der Erwachsenen-Diagnostik

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    • Allgemeinanamnese in der Erwachsenen-Diagnostik

      Hallo,
      ich absolviere zur Zeit die Diagnostik. ADOS, ein Intelligenztest und die Elternbefragung liegen bereits hinter mir. Als nächster Termin steht eine Allgemeinanamnese auf dem Plan. Anwesend sollen ich und meine Eltern sein.
      Kann mir jemand sagen, ob sich die Anamnese eurer Erfahrung nach vorwiegend auf die Gegenwart oder Kindheit bezieht? Immerhin bin ich fast vierzig und bezweifle, dass meine Mutter viel zu meinen heutigen Umständen zu sagen hätte.
      Abendsterns Cornichon hat Mehltau!

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    • Ich fürchte da kann man dir nicht konkret weiterhelfen, da jede Diagnoseeinrichtung das individuell unterschiedlich handhabt, wann welches Thema in welcher Form angegangen und / oder abgefragt wird. Im Normalfall sollte es aber Fragen sowohl zur Kindheit als auch zum Erwachsenenalter im Verlauf des Diagnoseprozesses geben. Und zwar auch an dich, nicht nur an deine Mutter. Wäre seltsam sonst.
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.
    • Zombie Boy wrote:

      Hallo,
      ich absolviere zur Zeit die Diagnostik. ADOS, ein Intelligenztest und die Elternbefragung liegen bereits hinter mir. Als nächster Termin steht eine Allgemeinanamnese auf dem Plan. Anwesend sollen ich und meine Eltern sein.
      Kann mir jemand sagen, ob sich die Anamnese eurer Erfahrung nach vorwiegend auf die Gegenwart oder Kindheit bezieht? Immerhin bin ich fast vierzig und bezweifle, dass meine Mutter viel zu meinen heutigen Umständen zu sagen hätte.
      Das hängt ja von der Diagnostikstelle (in meinem Fall UK Köln) und vom Einzelfall ab. Bei mir wurden meine Eltern gar nicht befragt, es wurden lediglich die Grundschulzeugnisse einbezogen. Falls die Zeugnisse nicht aussagekräftig genug gewesen wären, hätte man wohl noch die Eltern befragt.
      Die Gespräche drehten sich schon um den Verlauf des bisherigen Lebens insgesamt, Kindheit also auch, aber nicht im Fokus (ich war zu dem Zeitpunkt 35).
      Life is now
    • Zombie Boy wrote:

      Kann mir jemand sagen, ob sich die Anamnese eurer Erfahrung nach vorwiegend auf die Gegenwart oder Kindheit bezieht? Immerhin bin ich fast vierzig und bezweifle, dass meine Mutter viel zu meinen heutigen Umständen zu sagen hätte.
      Schön, dass Du mal wieder hier herumgeisterst. :)
      Das meiste wird sich auf die Kindheit beziehen. Wenn man damals schon sehr auffällig war, deutet das in der Regel auf ASS hin. Manche Symptome können auch andere Ursachen haben, wenn sich das erst in späterem Alter zeigt.
      Meine Mutter musste nur einen Fragebogen ausfüllen.
      Die Gespräche der Psychiaterin mit mir bezogen sich letztendlich auch alle auf die Kindheit, Schulzeit vor allem.
      Die Art und Weise, wie man überhaupt auf Fragen reagiert und antwortet, ist ebenfalls aussagekräftig, dafür ist das Thema ja dann letztendlich zweitrangig. Da kann es auch mal was aus der Gegenwart sein. Das hilft dann wiederum einzuschätzen, wie groß der Leidensdruck ist und ob dieser wirklich zu Einschränkungen im privaten oder beruflichen Leben führt (was aber eher für den GdB bzw. SBA relevant wäre danach)
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
      Im Übrigen bin ich der Meinung, dass das Teilnehmer-Limit von Privatkonversationen verdoppelt werden sollte.