Visuelle Wahrnehmung - Detailwahrnehmung und etwas nicht "als Ganzes" wahrnehmen

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    • Visuelle Wahrnehmung - Detailwahrnehmung und etwas nicht "als Ganzes" wahrnehmen

      Letztens las ich hier irgendwo: „Die Schnecke auf der Straße sehe ich, aber nicht den LKW der auf mich zu kommt…“ (oder so ähnlich). Das fand ich so interessant, daß ich diesen Thread eröffne.


      Das Thema der optischen „Detailwahrnehmung“ und etwas nicht als „Ganzes“ wahrnehmen zu können beschäftigt mich jetzt schon eine ganze Weile. Ich habe mir hier schon einige Beiträge zur „Detailwahrnehmung“ angesehen. Da sind dann z.B. Bilder drin und es kommt die Frage: „Was seht ihr zuerst?“ Wenn mir jemand so eine Frage stellt, dann bin ich quasi schon „vorbelastet“. Genau so wenig würde funktionieren, wenn mir jemand so eine Frage stellen würde, nachdem ich mir ein Bild angesehen habe. Als ob ich mir merken würde, wo ich zuerst hin sehe…


      Darum will ich in diesen Thread mal meine Wahrnehmung (als VA) beschreiben. Sollte ich wirklich ein Aspie sein, dann kenne ich den Unterschied zur „normalen“ Wahrnehmung ja nicht.


      Achtung: Das wird garantiert ein längerer Beitrag. Wer das wirklich alles lesen möchte, sollte vorher noch mal auf die Toilette gehen und sich was zu Essen und Trinken holen ;) Ich muß diesen Beitrag wohl in mehrere unterteilen, da sich leider nur drei Anhänge pro Beitrag anhängen lassen.


      Ich beginne mal mit der „Detailwahrnehmung“. Da ich gerade im Urlaub war und dabei sehr viel Wandere, hatte ich reichlich Gelegenheit darauf zu achten. Wenn ich also zu Fuß unterwegs bin, dann ist mein Blick normalerweise nach unten gerichtet. So ca. drei Meter voraus. Gelegentlich hebe ich den Blick etwas an um eventuelle „Hindernisse“ (z.B. andere Leute) frühzeitig auszumachen und einen „Ausweichkurs“ planen zu können. Bei interessanter Landschaft geht der Blick auch öfter mal zum Horizont und nach links und rechts.


      Wenn ich so vor mich hinlaufe, dann wird mein Blick absolut automatisch von allem „ungewöhnlichem“ auf dem Weg angezogen. Egal ob Zigarettenkippen, Kaugummi, abgerissene Kabelbinder, Flaschenverschlüsse, Gummibänder, Taschentücher usw. Bisher dachte ich immer, daß ich das so mache, weil ich mich über weggeschmissenen Müll ärger. Aber auch jede „Tretmiene“ (Hundescheiße [ärgert mich auch immer]), jeder Vogelschiß, sonstiges „natürliches“ (z.B. einzelne Blätter) oder ungewöhnliche Stelle des Weges (z.B. gerissener Pflasterstein) fallen mir auf. Mein Blick bleibt daran immer „kleben“ bis der Gegenstand genau „identifiziert“ ist. Selbst so was Winziges wie Ameisen „springen“ mir ins Auge, wenn sie sich bewegen. Egal ob es sich um hellen oder dunklen Sandboden, geschotterten Weg oder gar frischen, also noch sehr dunklen Asphalt handelt. Das soll jetzt nicht heißen, daß ich garantiert jede Ameise sehe… Auch „unbewegliches“ wie Schnecken fallen mir auf. Keine Ahnung, wie viele Schnecken ich im Urlaub vor dem Zertreten werden gerettet habe… Liegt etwas abseits des eigentlichen Blickfeldes, dann erfasse ich das etwas später und mein Blick wandert automatisch dahin.


      Liegt ein Steinchen da, sehe ich eben ein Steinchen. Liegen da drei, vier Steinchen, dann sehe ich drei oder vier Steinchen. Ab einer „unüberschaubaren“ Menge erkenne ich eben nur „eine Schüppe voll“ Steinchen und fange nicht an jedes einzeln zu betrachten.


      Fährt ein Auto an mir vorbei, dann wandert der Blick automatisch auf das Kennzeichen. Es sei denn, etwas Interessanteres hat meinen Blick angezogen oder der Verkehr ist so dicht, daß mich das zu sehr anstrengen, bzw. vom eigentlichen Wandern ablenken würde.


      Auf einem geschotterten Wanderweg blieb mein Blick (mal wieder…) an einer Zigarettenkippe (Filter von Marlboro) hängen. Ich dachte mir nur: „Warum fällt dir bloß ein orangefarbener Filter zwischen ähnlich farbigen und geformten Steinen auf…? Hast Du jetzt wirklich so eine Detailwahrnehmung, oder hast Du nur zufällig diesen einen der „50“ Filter auf den letzten Metern Wanderweg entdeckt…?“ Experiment gestartet: Bin umgekehrt, Blick nach oben und ein paar Meter zurück gegangen, so daß ich ganz sicher an „meiner“ Zigarettenkippe vorbei gegangen bin. Wieder umgekehrt, Blick wie gewohnt nach unten und den Weg ganz normal gegangen, ohne „explizit“ nach der Kippe zu suchen. Ohne Mühe wiederentdeckt. Danach dann ganz langsam weiter gegangen und den Weg nach weiteren Kippen „gescannt“, ob ich nicht doch nur zufällig die „eine von 50“ wiederentdeckt habe. Erst nach etlichen Metern habe ich eine weitere gefunden. Also, ein Zufallstreffer ist eher unwahrscheinlich. Ich hänge das Bild mit „meiner“ Kippe mal an. Wegen geringer erlaubter Dateigröße leider sehr schlechte Qualität.
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      The post was edited 1 time, last by H. M. Murdock ().

    • Und jetzt wird es mir unheimlich… 8o Ganze 12 Tage später ging ich denselben Wanderweg erneut. Ich habe mich noch gefragt: „Finde ich „meine“ Kippe wohl wieder?“ Die ungefähre Position konnte ich auf ca. 20 Meter eingrenzen. Ich ging den Weg also ganz normal ohne explizit nach der Kippe zu suchen. Neben bei bemerkt, wenn ich wandere, dann lege ich ein ordentliches Tempo vor. Hat schon mehr was vom Marschieren. Ich dachte mir noch: „Man, daß ist doch absolut unwahrscheinlich sie wiederzufinden…“ Aber ich habe sie gefunden. Die Position hat sich geringfügig verändert. Aber da ich nicht der einzige bin der den Weg geht, ist das ja durchaus normal. Natürlich besteht die Möglich, daß es sich dabei um eine andere Kippe handelt, was ich aber für unwahrscheinlich halte. Zum einen hatte sie den gleichen Schriftzug der deutlich nach oben zeigte (Marlboro) und auch die Länge des weißen Papiers vor dem Filter war genau gleich. Um sicher zu gehen habe ich auch dieses Mal wieder ein Foto gemacht und später mit dem älteren Foto verglichen. Anhand der Pflanzen am Wegesrand und einiger auffälligeren Steine bin ich mir sehr sicher, daß es „meine“ Kippe ist.


      So viel erst mal zu meiner (Detail-)Wahrnehmung beim Wandern. Zum Thema „etwas nicht als Ganzes wahrzunehmen“ schreibe ich demnächst was. Wird sonst zu viele auf einmal.
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    • Freu mich über deinen langen Text, da kann ich mich ein bisschen geistig dran abarbeiten :o

      (Bin auch nicht diagnostiziert, das vorneweg.)

      H. M. Murdock wrote:

      Wenn ich also zu Fuß unterwegs bin, dann ist mein Blick normalerweise nach unten gerichtet. So ca. drei Meter voraus. Gelegentlich hebe ich den Blick etwas an um eventuelle „Hindernisse“ (z.B. andere Leute) frühzeitig auszumachen und einen „Ausweichkurs“ planen zu können. Bei interessanter Landschaft geht der Blick auch öfter mal zum Horizont und nach links und rechts.
      Ist bei mir genauso.

      H. M. Murdock wrote:

      Wenn ich so vor mich hinlaufe, dann wird mein Blick absolut automatisch von allem „ungewöhnlichem“ auf dem Weg angezogen. Egal ob Zigarettenkippen, Kaugummi, abgerissene Kabelbinder, Flaschenverschlüsse, Gummibänder, Taschentücher usw. Bisher dachte ich immer, daß ich das so mache, weil ich mich über weggeschmissenen Müll ärger. Aber auch jede „Tretmiene“ (Hundescheiße [ärgert mich auch immer]), jeder Vogelschiß, sonstiges „natürliches“ (z.B. einzelne Blätter) oder ungewöhnliche Stelle des Weges (z.B. gerissener Pflasterstein) fallen mir auf. Mein Blick bleibt daran immer „kleben“ bis der Gegenstand genau „identifiziert“ ist. Selbst so was Winziges wie Ameisen „springen“ mir ins Auge, wenn sie sich bewegen. Egal ob es sich um hellen oder dunklen Sandboden, geschotterten Weg oder gar frischen, also noch sehr dunklen Asphalt handelt. Das soll jetzt nicht heißen, daß ich garantiert jede Ameise sehe… Auch „unbewegliches“ wie Schnecken fallen mir auf. Keine Ahnung, wie viele Schnecken ich im Urlaub vor dem Zertreten werden gerettet habe… Liegt etwas abseits des eigentlichen Blickfeldes, dann erfasse ich das etwas später und mein Blick wandert automatisch dahin.
      Das oben beschriebene ist bei mir alles auch so. Ich sehe auch z.B. ständig irgendwelche Muster. Einmal lief ich mit einer Kollegin zusammen in der Pause die Straße entlang und sagte zu ihr: "Oh, guck mal, das ist ja ein Gesicht! :o " Sie hat verwundert reagiert, um nicht zu sagen, irritiert. Es war ein sehr kleines Gebilde an einer Hauswand - aus einem kleinen Plastikkästchen mit Kabeln bestehend, und mein Gehirn hat die Formen sofort wieder zu etwas Sinnvollem zusammenfügen müssen.

      Durch das auf den Boden schauen bzw. auf Details hab ich auch nie einen Überblick über meine Umgebung. Wenn ich in der Gegend von meinem Freund mit dem Fahrrad eine bestimmte Strecke fahre, merke ich mir eine Stelle, wo ich abbiegen muss nur dadurch, dass da vor einem Haus eine bestimmte Metallfigur steht. Ich sehe diese Figur (sie hat auch eine prägnante Farbe) und weiß: hier muss ich abbiegen. Ich habe überhaupt keinen Überblick über die Straßen an sich, deshalb habe ich auch einen sehr schlechten Orientierungssinn.

      Das mit den Insekten ist auch so - ich bin sicher, ich habe sehr viel weniger Insekten zertreten in meinem Leben, als der Durchschnitts-Fußgänger. Ich sehe auch sehr kleine Insekten und mache dann einen Schritt an ihnen vorbei oder über sie hinweg.

      Ich finde auch regelmäßig Münzen auf der Straße oder auf dem U-Bahnhof und sammle die dann auf. Meistens sind es leider nur Ein- oder Zwei-Cent-Münzen. Hab auch schon dreimal (glaube ich) Geldscheine gefunden.

      Das Identifizieren des Gesehen ist mir auch sehr wichtig. Ich MUSS wissen, was ich da sehe, sonst beunruhigt es mich.

      H. M. Murdock wrote:

      Fährt ein Auto an mir vorbei, dann wandert der Blick automatisch auf das Kennzeichen.
      Ist bei mir genauso. Ich gucke immer auf das Kennzeichen.

      Exkurs

      Etwas anderes zum Thema Autos ist mir letztens mal aufgefallen - betrifft thematisch zwar etwas anderes, aber ich geb es trotzdem an dieser Stelle mal wieder: wenn ein Auto auf mich zukommt, z.B. beim Überqueren der Straße, dann sehe ich immer nur das Auto, als wäre es allein unterwegs. Es ist mir nicht bewusst, dass da ein Mensch drin sitzt. Ich gucke das Auto an und, wenn es zu schnell auf mich zukommt, meckere innerlich das Auto an. Wie gesagt wurde mir das letztens mal bewusst, dass da jemand DRIN SITZT und dass es vielleicht sinnvoller wäre, mit dem Fahrer Blickkontakt aufzunehmen, als nur das Metallgehäuse anzustarren. Oft sieht man die Fahrer ja auch gar nicht hinter der Scheibe, aber ich kann mir vorstellen, dass den meisten Menschen dennoch auch dann bewusst ist, dass da jemand drin sitzt, der das Auto fährt.

      Das Gleiche habe ich mit Gebäuden. Ich hab mich immer gewundert, wenn jemand sagte: oh, wie die Räume in diesem Haus wohl aufgeteilt sind! - oder etwas ähnliches. Denn ich sehe immer nur eine Fassade und es ist mir überhaupt nicht bewusst, dass es hinter dieser Fassade weitergeht.

      Zurück zur Detailwahrnehmung

      Ich wurde schon oft gefragt: "Hast du das gar nicht gesehen???" Zum Beispiel war ich mit meinem Freund im Wald und da war so eine kleine Hütte aus drei Wänden und einem Dach bestehend, darin standen Möbel. Ich hab als erstes den Schrank gesehen, der da stand, bzw. nicht mal den Schrank als Ganzes, sondern ein Vogelnest, das auf dem Schrank von Vögeln gebaut worden war. Dann hab ich mir den Schrank angesehen: die Holzstruktur, die Türen, die etwas verzogen waren, das Schloss an der Tür... bin dann zurückgetreten vom Schrank und hab weiter geguckt, was da so drin stand. Dann habe ich irgendwann das Dach erfasst und gesagt, dass das ja halb eingebrochen ist. Mein Freund hat mich verwundert gefragt, ob ich das nicht gleich gesehen hätte. Als wir auf diese Hütte zugegangen sind, habe ich also kein Gesamtbild davon erfasst, sondern sofort ein Detail fokussiert und mich dann von diesem ausgehend "weitergehangelt", und erst ganz zum Schluss habe ich "das Ganze" gesehen.

      Oder auf dem Weihnachtsmarkt. Ich habe die ganzen einzelnen Gegenstände in den Verkaufsständen gesehen, und irgendwann sagte meine Schwester, dass die Dekoration mit den Lichtern auf den Budendächern so schön sei. Daraufhin hab ich hochgeguckt und gestaunt, weil es wirklich sehr schön aussah - ich hätte das im Gehen eigentlich sehen müssen, hab ich aber nicht, weil mein Blick permanent an Einzelheiten auf oder unter Augenhöhe festhing.

      Zum Wandern noch etwas, was ich wonanders schon mal beschrieben habe: ich war im Wald spazieren - dasselbe, Blickfeld sehr eingeschränkt... ich gehe so vor mich hin und dann hab ich mich an einer Stelle umgedreht und sehe schräg hinter mir einen wirklich riesigen gefällten Baumstamm-Stumpf mit nach oben ragenden Wurzeln, der einen Meter neben dem Weg lag, auf dem ich ging. Ich war ja quasi direkt darauf zugegangen - und hatte ihn trotzdem überhaupt nicht wahrgenommen.

      Das ist etwas, was mich dann auch immer ein wenig beängstigt, weil ich fürchte, einmal eine Gefahr auch nicht wahrzunehmen.
    • @H. M. Murdock So, wie du deine Wahrnehmung beschreibst, ist meine auch. Bis zum Aspergerverdacht war mir aber nicht mal klar, dass andere offenbar eine andere haben. Allerdings habe ich auch schon früh auf recht unsanfte Weise gelernt, dass es niemanden interessiert, was ich sehe :d
      Das für mich bisher krasseste Erlebnis war während eines Spaziergangs mit dem Hund über eine Kleewiese. Ich gehe da täglich drüber, völlig gedankenverloren wie immer, beuge mich, ohne mich überhaupt bewusst dazu entschieden zu haben, runter und fasse ein Kleeblatt. Beim Betrachten sehe ich, dass es fünfblättrig (!!!) ist. Ich hatte nicht danach gesucht, mich hat die Wiese gar nicht interessiert, aber irgendeine Abweichung im Muster muss meinem Hirn wohl aufgefallen sein, und dann ist es zwingend nötig, dass ich dem nachgehe. Ich habe dann weiter geschaut, aber da waren dann nur noch dreiblättrige (ich dachte, vielleicht ist das eine besondere Sorte, die massenhaft fünfblättrige Mutationen hat oder so :d ).
      Ich hatte auch übrigens beim Medizinertest mit der bpqd-Aufgabe absolut keine Probleme und war lange vor den anderen Testteilnehmer fertig, ohne einen einzigen Fehler. Angeblich schafft den keiner in der vorgegebenen Zeit ohne Fehler :roll:
      plakos.de/d2-test/#Was_ist_ein_bq_pd-Test

      Seit ich weiß, dass meine Wahrnehmung irgendwie abweichend ist, versuche ich besser zu verstehen, wie Nicht-Autisten (visuell) wahrnehmen, und zu "vergleichen" (Anführungszeichen, weil das ja nicht wirklich möglich ist. Mir ist dabei klar geworden, dass ich eine Landschaft z.B. bewusst zusammensetze aus dem Muster, das dunkle Elemente (Wald) und helle (Wiesen) ergeben sowie gf. bunte (Ortschaften), aus dem Muster der Horizontlinie, Zäunen und Wegen, und aus "besonderen" Dingen wie einzeln stehende Bäume, einzelne Tiere, ein Stallgebäude... (ich bin stark kurzsichtig und sehe trotz Brille in der Ferne nicht sehr gut, daher fehlen mir da kleine Details, und die Muster treten hervor). Das scheint sich grundlegend von der Wahrnehmung anderer zu unterscheiden, die irgendwie das Ganze als eins erfassen. Für mich besteht auch das zusammengesetzte Bild aus den Einzelaspekten, die ich aktiv in Beziehung zueinander setzen muss.
      Es darf genau so sein.

      The post was edited 1 time, last by Platypus ().

    • @Lefty Ja, die Situation in der Hütte, im Wald und auf dem Weihnachtsmarkt läuft bei mir auch so ab :d
      Gesichter in irgendwelchen Anordnungen sehe ich dagegen meist nicht, auch Tiere in Wolkenformationen fallen mir nicht auf. Wenn mich jemand darauf hinweist, kann ich das zwar rekonstruieren, aber es ist nicht meine eigene Konstruktion. Ich nehme eher die einzelnen Formen und ihre Beziehung zueinander und Wiederholungen in der Ausrichtung der Elemente wahr, bilde aber keine Assoziationen.
      Es darf genau so sein.
    • Ein weiteres Beispiel ist das Puzzeln. Ich bearbeite gerade eine bestimmte Stelle, beim Suchen nach weiteren Teilen, die dorthin gehören, fällt mir ein anderes Puzzleteil auf, das nicht dorthin gehört, das ich aber sofort als zu einer andere Stelle zugehörig erkenne. Ich greife es und setze es ohne zu Zögern an der richtigen Stelle an. Es kann auch eine Stelle sein, an der ich zuletzt vor zwei Stunden dran war. Ich erkenne an der Form und dem, was darauf zu sehen ist, sofort, wo es hingehört. Das geht natürlich nicht die ganz Zeit so, aber es passiert immer wieder während eines Puzzlespiels. Mich fasziniert daran, dass ich nicht denke: mal sehen, das könnte vielleicht hierhin passen - sondern sofort die Bewegung ausführe und das Teil anlege.

      Letztens habe ich mit meinem Freund ein neues Puzzle begonnen (1000 Teile, farblich sehr einheitlich, das ganze Puzzle hat nur sehr wenige Farbnuancen). Wir hatten gerade mal ein paar wenige Einzelteile zusammengefügt (hier zwei Teile, da drei Teile, weil es nichts greifbares Großes gab, womit man hätte anfangen können) und da sagte er: ich suche hier noch ein halbes Gesicht. Ich: zeig mal her. Dann hat er mit das Teil gezeigt (die Teile sind zudem recht klein) und ich konnte sehen, dass auf dem zu suchenden Teil nur minimal etwas von dem Gesicht zu erkennen sein würde.
      Ich hab meinen Blick dann über die ganzen Teile schweifen lassen und hatte nach vielleicht 15 Sekunden das Teil gefunden. Auch da hab ich nicht gedacht: vielleicht ist es das. Nein, ich habe es ihm hingehalten und gesagt: bitte schön. Und es war auch das richtige Teil.
      Bei ihm funktioniert das übrigens genauso. Ich sage, guck mal, ich suche das Teil, das hier ranpasst. Und nach ein paar Sekunden hält er es mir hin.

      Das klappt natürlich nicht immer, aber doch erstaunlich oft. Die Puzzles sind immer nur 1000 bis 1500 Teile groß. Wie es bei größeren wäre, weiß ich nicht, da hat man ja eine viel größere Menge an Teilen "abzuscannen".

      The post was edited 1 time, last by Lefty ().

    • Zu @H. M. Murdocks Beispiel mit der Zigarettenkippe im Wald: Geht mir ganz genauso. Bin ich in der Natur, muss ich mich gelegentlich dazu zwingen, mal nach oben zu sehen: Baumwipfel, Wolkenformationen usw. sind ja auch ganz schön. Prinzipiell: Jede Störung des Musters "Weg" (egal ob asphaltiert, betoniert, staubiger Erdweg oder Waldboden) durch etwas, das nicht dahingehört, sehe ich sofort. Und dazu gehören eben auch Kleinstlebewesen: Von den blauschwarzen Mistkäfern, die jetzt die Waldwege zahlreich bevölkern, sehe ich jeden einzelnen. Und ich drehe sie auch um, wenn sie auf dem Rücken liegen und zappeln...

      Autokennzeichen: Auch da habe ich den Zwang zum Hinkucken. Ich sehe sofort: Ist das jemand aus meiner Stadt oder einer der Gefährlichen vom Land? Ich erkenne sofort, wenn in der Buchstaben-Zahlen-Kombination ein Sinn steckt (MA-MA 111 --> Frau hat Kind im Januar 2011 gekriegt). Den Autotyp erkenne ich oft nicht oder habe ihn gleich vergessen.

      Die Fokussierung aufs Detail ist mir vor gut einem Jahr beim Betrachten eines Bildes des US-Fotokünstlers Jeff Wall aufgefallen. Großformatiges Bild im Querformat. Ich erkenne sofort im linken Drittel des Fotos eine eher biedere Frau, unauffällig gekleidet, langweilige Dauerwellenfrisur, eine Frau, wie man sie aus US-Filmen zuhauf kennt. Ich denke ein bisschen darüber nach, warum der Künstler sie als Motiv gewählt hat (Kritik an der US-Mittelschicht und ihrer Spießigkeit?), und dann bemerke ich im rechten Teil des Bildes einen Mann. Er steht nicht auf der gleichen Höhe wie die Frau, sondern schräg hinter ihr, schon ein bisschen im dunkleren Hintergrund. Ich überlege: Gibt's da eine Beziehung? Bedroht der Mann die Frau vielleicht (wofür es keinen Anlass gibt)? Nimmt der Künstler eine feministische Position ein: Frauen in den Vordergrund, Männer in die zweite Reihe? - und dann erst nehme ich die Bildmitte zwischen den beiden Menschen überhaupt wahr. Da steht groß und unübersehbar (aber eben nicht für mich!) auf einem Stativ eine Kamera, und ihr Objektiv ist auf den Betrachter des Bildes gerichtet. Ich hab's nicht gesehen. Fehlende zentrale Kohärenz.
      Mein Grundgesetz = "Ein Grundgesetz, in dem Humanität, Teilhabe und Glücksstreben noch expliziter festgeschrieben stehen."
      (Jagoda Marinic, Frankfurter Rundschau vom 23. Mai 2019, dem 70. Jahrestag des GG der BR Deutschland)
    • Platypus wrote:

      Allerdings habe ich auch schon früh auf recht unsanfte Weise gelernt, dass es niemanden interessiert, was ich sehe
      @Platypus
      Das ging mir auch so. Und schlimmer noch, meine Wahrnehmungen wurden mir abgesprochen.
      Das ist heutzutage noch so, wenn ich z.B. beim Auto ein Detail bemerke (etwas, das auf einen Schaden hinweist) und damit zur Werkstatt gehe. meistens wird gesagt, da sei nichts. das würde ich mir "einbilden". Das geht dann so über mehrere Wochen, bis die Mitarbeiter der Werkstatt dann auch endlich etwas bemerken. Der Schaden ist dann aber schon so groß, dass es für mich richtig teuer wird. Also eigentlich bezahle ich deren Unvermögen, Details wahrzunehmen.
    • Danke für eure Beiträge und Entschuldigung, daß ich mich erst jetzt wieder melde. Habe gerade viel um die Ohren, so daß mir die Zeit für ausfühliche Antworten fehlt. Zumal ich für Beiträge immer extrem lange brauche... :m(: Und eines meiner Probleme, die "Aufschieberietis" ;) , tut ihr übriges... :nerved:


      @Linnea
      Ja, das Phäneomen der selektiven Wahrnehumg kenne ich gut. Seit ich ein eher nicht so verbreitetes Auto fahre, sehe ich trotzdem andauernd welche des gleichen Typs und denke mir: "Man, davon fahren ja Massen rum..." obwohl das devinitiv nicht so ist.

      In welchem Zusammenhang siehst Du die selektive Wahnehmung mit der von mir beschriebenen Detailwahrnehmung?



      Lefty wrote:

      "Oh, guck mal, das ist ja ein Gesicht! "
      :lol: Kommt mir auch sehr bekannt vor. Im letzten Urlaub spiegelte sich etwas in der Seitenscheibe eines Wohnmobils. Da die Scheiben aus Kunststoff sind und dadurch eine leicht gewölbte Oberfläche haben, wurde die Spiegelung verzerrt. Auf den ersten Blick habe ich gleich "Joda" erkannt :lol:


      Lefty wrote:

      deshalb habe ich auch einen sehr schlechten Orientierungssinn.
      Tja, der Orientierungssinn... Eigentlich habe ich einen sehr guten Orientierungssinn. Wenn ich einmal irgend wo war, den Weg selber gegangen / gefahren bin, dann finde ich da normalerweise auch nach Jahren wieder hin. Es sei denn, die Umgebung hat sich zu sehr verändert, oder ich nehme Jemanden mit der mich durch sein Gelaber ablenkt oder alleine durch seine Anwesenheit nervös macht. Bin ich aber nur Beifahrer, dann habe ich echt Probleme mir Strecken zu merken. Warum das so ist, weiß ich nicht. Wahrscheinlich weil ich mich dann nicht stark genug auf die Umgebung konzentriere. Beschreibt mir jemand den Weg anhand von z.B. Gebäuden oder sonstigen Dingen, dann ist das eher schwierig für mich, es sei denn, es sind wirklich auffällige Gebäude (große Kirchen, McDoof usw.). Wenn die Dinge nicht deutlich genug herausstechen, dann werde ich von allem Anderen quasie "erschlagen". Noch dazu kommt der Streß in solchen Situationen (andere Verkehrsteilnehmer, Schilder und sonstige Verkehsregeln beachten usw.). Dafür ist mein "Prozessor" scheinbar nicht schnell genug... Mir sind Wegbeschreibungen in der Form von: "Zweite links, dann gerade durch den Kreisverkehr und die erste dann rechts..." wesentlich lieber.

      Ich sollte mal jemanden in Bielefeld von der Stadthalle abholen. Ich habe mir die Gegend per Google-Maps angesehen, damit ich eine ungefähre Vorstellung hatte wie es vor Ort aussieht. Mein Navi hat mich hin geführt. Als dann kam: "Sie haben ihr Ziel erreicht." war ich total verwirrt. Es sah ganz anders aus, als ich es mir vorgestellt hatte. Ich bin dann noch eine ganze Weile mit dem Auto da rumgeirrt, stand kurz vor dem Ausrasten (ok, ich bin schon etwas ausgerastet, meine Selbstgespräche waren schon etwas lauter und alles andere als freundlich zu mir selbst, da ich mich mal wieder für zu blöd gehalten habe...) bis ich endlich was wiedererkannt habe. Das Navi hat mich direkt vor die Halle geführt, ich habe sie aber nicht als solche erkannt :m(: Ich habe die ganze Zeit nach einem großen Schild "Stadthalle" gesucht, aber da gab es eben keins... :x Da stand einfach nur ein großes Gebäude...


      Lefty wrote:

      Ich sehe auch sehr kleine Insekten und mache dann einen Schritt an ihnen vorbei oder über sie hinweg.
      :nod: Wenn ich auf einem Weg mit rel. viel "Viehzeug" unterwegs bin und mich jemand beobachtet, der denkt wahrscheinlich, daß ich betrunken bin :lol: Unterschiedliche Schrittlängen und "schlingernder Kurs"...



      Lefty wrote:

      Das Identifizieren des Gesehen ist mir auch sehr wichtig. Ich MUSS wissen, was ich da sehe, sonst beunruhigt es mich.
      Beunruhigen tut es mich nicht, ich bin einfach nur neugierig. Außerdem, vielleicht ist es ja etwas, was man noch gebrauchen kann. Da kommt mein Zwang "Horten von Dingen die vielleicht mal nützlich sein könnten" durch :m(:



      Lefty wrote:

      Es ist mir nicht bewusst, dass da ein Mensch drin sitzt. Ich gucke das Auto an und, wenn es zu schnell auf mich zukommt, meckere innerlich das Auto an.
      Das ist bei mir genau anders rum. Ist ein Auto deutlich zu schnell unterwegs, oder macht extrem viel Krach (ist ja heute so angesagt Fehlzündungen zu provozieren... :evil: ) dann richten sich meine (unfreundlichen) Gedanken automatisch gegen den / die Fahrer/in. Fährst Du selber Auto, bzw. hast Du einen Führerschein?

      Die Geschichten mit der Holzhütte und dem Weihnachtsmarkt könnten mir auch so passieren. Ok, Weihnachtsmarkt eigentlich nicht, da ich solche Märkte meide :d Aber bei Verkaufsbuden achte ich normalerweise auf die Ware und nicht auf irgend welchen Deko-Kram. Der ist für mich nur ablenkendes Beiwerk.



      @Platypus
      Die Geschichte mit dem Kleeblatt ist wirklich interessant. Mit was für einem unnützen Kleinscheiß sich das Gehirn die Zeit so vertreibt... Diesen bq pd-Test habe ich noch nicht gemacht. Muß ich mal ausprobieren.


      Platypus wrote:

      Seit ich weiß, dass meine Wahrnehmung irgendwie abweichend ist, versuche ich besser zu verstehen, wie Nicht-Autisten (visuell) wahrnehmen, und zu "vergleichen" (Anführungszeichen, weil das ja nicht wirklich möglich ist.
      Dieses "nicht vergleichen können" macht mich "verrückt". Also, ich weiß ja noch nicht ob AS bei mir zutrifft oder nicht. Dein Beispiel mit der Landschaft ist auch gut. Dieses Bild finde ich interessant: KLICK Mein Blick "scannt" das Bild und zerlegt es in hellen Himmel, dunkle Berge mit Bäumen drauf und grüne Wiese. Dadurch weiß ich, daß es sich um ein Tal handelt. Wenn diese erste "Analyse" abgeschlossen ist geht es weiter zu den nächst kleineren Auffälligkeiten. Die einzeln stehenden Bäume rechts im Vordergrund, die Brücke mit dem Gebäude und den blauen Schildern daran, die Straße, danach dann die kleineren einzeln stehenden Bäume, die kleineren Hütten. Anschließend kommt der "Kleinscheiß" ;) Die Pfosten in der Wiese, die einzeln stehende Kuh (?), Strom- / Telefonmasten mit den Isolatoren dran, Leitpfosten an der Straße. Danach weitere Kühe (?) rechts bei den einzeln stehenden Bäumen, ein heller "Fleck" im Wipfel der einzeln stehenden Bäume, ein weiterer heller "Fleck" bei dem Berg auf der rechten Seite am Übergang Wiese / Baumbestand (schwer zu beschreiben)... Usw. usv.

      Auch ich bin stark kurzsichtig, weshalb mir in der Natur leider so manche Details in großer Entfernung entgehen.

      Ich kann mich noch sehr gut dran erinnern, wie mir als Kind oft gesagt wurde: "Guck mal, da ist ein XYZ..." Wie oft habe ich Ewigkeiten gebraucht um XYZ zu entdecken (oft habe ich auch nur gesagt, daß ich es gesehen habe, obwohl das nicht stimmte. Wollte nicht für blind / blöd gehalten werden...). Das widerspricht ja eigentlich der Detailwahrnehmung, aber ich nehme an, daß mich 1000 andere Details abgelenkt haben. In dem Forum wurde ja auch schon beschrieben, daß viele Dinge nicht finden, wenn sie nicht an dem angestammten Platz stehen (Marmeladenglas im Kühlschrank). Das könnte ja ähnliche Ursachen haben (von anderen Details abgelenkt werden).

      Ich mache ja auch ganz gerne diese Suchspiele, bei dem man zwei Bilder vergleichen muß, um die Fehler zu finden. Ich finde die Fehler meistens auch alle, aber nicht so schnell wie man eigentlich annehmen sollte. Ich erkläre es mir damit, daß mich die Aufgabe "Du musst jetzt die Fehler finden!" sofort unter Druck / Streß setzt und ich deshalb einiges übersehe.



      FrankMatz wrote:

      Bin ich in der Natur, muss ich mich gelegentlich dazu zwingen, mal nach oben zu sehen: Baumwipfel, Wolkenformationen usw. sind ja auch ganz schön. .................... Von den blauschwarzen Mistkäfern, die jetzt die Waldwege zahlreich bevölkern, sehe ich jeden einzelnen. Und ich drehe sie auch um, wenn sie auf dem Rücken liegen und zappeln...
      Bäume haben Wipfel? Was sind Wolken? :fun: Ja, daß mit dem "zwingen mal nach oben zu sehen" kenne ich. Und das Umdrehen der Käfer kam im Urlaub auch öfter vor.



      FrankMatz wrote:

      Ich erkenne sofort, wenn in der Buchstaben-Zahlen-Kombination ein Sinn steckt (MA-MA 111 --> Frau hat Kind im Januar 2011 gekriegt). Den Autotyp erkenne ich oft nicht oder habe ihn gleich vergessen.
      Auch gerne genommen bei Kennzeichen z.B. "AB - I 1997", oder so. Bei mir läuft diese Routine ab: Kennzeichen aus Interesse (besonderes Muster?) lesen. Dann mit "Datenbank" abgleichen -> kenne ich das Kennzeichen? -> Ist es jemand den ich kenne? Wenn ganz sicher ja -> Grüßen. Wenn nicht ganz sicher -> Weiterer Abgleich mit Autotyp. Wenn da eine hohe Trefferwahrscheinlichkeit besteht -> Versuchen noch Fahrer zu erkennen und bei Wiedererkennen -> Grüßen. Wenn nicht erkennbar, oder Abgleich mit "Gesichterdatenbank" wegen zu geringer "Prozessorleistung" gerade nicht möglich -> Im Zweifelsfall einfach grüßen. Der Ablauf hat aber einige Unsicherheitsfaktoren, so daß ich oft genug Fremde grüße :m(:



      FrankMatz wrote:

      Die Fokussierung aufs Detail ist mir vor gut einem Jahr beim Betrachten eines Bildes des US-Fotokünstlers Jeff Wall aufgefallen [......] Ich erkenne sofort im linken Drittel des Fotos eine eher biedere Frau, [.........] dann bemerke ich im rechten Teil des Bildes einen Mann. [..........] und dann erst nehme ich die Bildmitte zwischen den beiden Menschen überhaupt wahr. Da steht groß und unübersehbar (aber eben nicht für mich!) auf einem Stativ eine Kamera, und ihr Objektiv ist auf den Betrachter des Bildes gerichtet. Ich hab's nicht gesehen.
      Ich habe das Bild gefunden, welches Du beschreibst. So, so... Du siehst also zuerst die Menschen, erst danach die Kamera...? Aber vor den Menschen fallen dir nicht die 11 Glühbirnen auf? Die zum größten Teil im rechten Winkel ausgeführte Elektroinstallation hast Du also auch nicht erkannt? Die auf dem in Längsrichtung ausgeführtem Dielenboden liegenden Kabel, die das Muster des Bodens stören, hast Du auch nicht gesehen? Und das der Stuhl rechts an der Wand um ca. 30° verdreht zur Wand steht etwa auch nicht auf den ersten Blick? Nun, dann denke ich, daß deine AS-Diagnose falsch ist! :fun:

      Das Betrachten des Bildes lief bei mir in der gleichen Reihenfolge ab. Obwohl ich von deiner Beschreibung wusste, was mich erwartet, habe ich die Kamera auch nicht sofort gesehen. Wäre das Stativ etwas höher oder niedriger, so daß die Kamera das Muster der Fenster unterbricht, dann säh das evtl. schon wieder ganz anders aus.


      @Kaspar
      Defekte frühzeitig zu erkennen kenne ich auch. Oft höre ich schon z.B. ein defektes Lager in einer Maschine, bevor es jemand anderes hört. Allerdings würde ich die Mitarbeiter in Werkstätten nicht als "Referenz für normale Wahrnehmung" ;) ansehen. Erst wenn das Diagnosegerät sagt: "Bauteil ZXY muß ersetzt werden!" wissen die was zu tun ist :lol: :fun:

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    • H. M. Murdock wrote:

      Allerdings würde ich die Mitarbeiter in Werkstätten nicht als "Referenz für normale Wahrnehmung" ansehen. Erst wenn das Diagnosegerät sagt: "Bauteil ZXY muß ersetzt werden!" wissen die was zu tun ist
      @H. M. Murdock
      Ja. Guter Hinweis.
      Ich bin fast verrückt geworden, weil ich immer dachte die MÜSSEN das doch auch hören. Aber wahrscheinlich ist es wirklich so. Sie hören es eben NICHT und sie verlassen sich auf ihr Diagnosegerät.