Mögliche Krebserkrankung meiner Mutter...

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    • Mögliche Krebserkrankung meiner Mutter...

      Ich bin völlig überfordert. Nicht das traurige, wütende überfordert, sondern das hilflose. Seit Donnerstag weiß ich, dass bei meiner Mutter im (Aufgrund von Schmerzen gemachten) MRT der Hüfte zwei Signalalterationen zu sehen waren, die u. U. „Metastasen mit unbekanntem Primum“ sein können. Metastasen verringern die Chancen drastisch. Zur Skelettszintigraphie geht sie am Montag oder Dienstag. Ich fühle mich wie gelähmt, ich weine nicht, ich lese viel dazu. Ich weiß nicht was ich fühle oder fühlen soll. Bis ich weiß was es ist, fühle ich vielleicht gar nichts. „Zweckpessimismus“ oder eine positive Haltung habe ich nicht. Ich weiß auch nicht, was ich für wahrscheinlich halte.

      Hattet ihr schon so eine Situation? Wie geht ihr damit um? Man sollte ja Trost spenden und für den Betroffenen da sein. Aber wie? Und vor allem wie, wenn man (noch) nichts fühlt und auch nicht intuitiv weis, was richtig ist? Hoffnung machen, obwohl man es nicht weiß?
    • Ich kann nur von der anderen Seite berichten. Ich hatte ja selbst Krebs.
      Einfach auf sich zukommen lassen. Man muss nicht immer nur vom schlechtesten ausgehen.
      Wo Ihr allerdings darauf achten solltet: Wählt eine zertifizierte Klinik aus. Das erhöht die Überlebenschance massiv.
      krebsgesellschaft.de/deutsche-…chaft/zertifizierung.html

      Trost hätte ich nicht gebrauchen können. Damit kann ich gar nichts anfangen.
      Das beste wäre vermutlich wenn Du einfach fragst was sie sich wünscht. Menschen sind verschieden.
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • Einfach nur da sein und gelegentlich mitteilen, dass man jederzeit helfen wird, wo es nötig ist. Und wenn das kannst, dass Du jederzeit für Gespräche da bist.

      Ich würde es nicht mögen, wenn mir jemand Trost und Mitleid spenden will, egal wie gut das gemeint ist. Aber das kannst Du ja sicherlich am besten einschätzen, ob sowas Deiner Mutter hilft.
      Bei meinem Vater wars auch so, dass wir einfach sachlich über die Krankheit gesprochen haben. Auf der Gefühlsebene war da gar nichts. Erst als der Tod unmittelbar bevorstand ging dann bei mir innerlich heftig alles durcheinander und die Gefühle haben sich ihren Weg gebahnt.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
      Im Übrigen bin ich der Meinung, dass das Teilnehmer-Limit von Privatkonversationen verdoppelt werden sollte.
    • @Bibi Blocksberg - ich kann meinen beiden Vorschreibern nur beipflichten.
      Frag Deine Mutter, was sie braucht und versuche nicht mehr zu leisten, als Dir möglich ist.

      Ich kenne das Thema Krebs von beiden Seiten.
      Mit Trost o.ä. hätte ich auch nichts anfangen können.

      Wichtig ist, dass Ihr so informiert wie möglich an eine Behandlung herangeht, damit alles Hilfreiche ausgeschöpft werden kann, was die Medizin bietet.
      Ich habe damals hier viel Wissen gesammelt:
      biokrebs.de/
      "Ich kehre in mich selbst zurück und finde eine Welt."


      (Johann Wolfgang von Goethe)