Körpertherapie

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    • Anusara Yoga, hat mir am allerbesten geholfen. Es gibt klare Ausrichtungsprinzipien für den ganzen Körper, der Kopf hat somit eine Menge zu tun, und eine wichtige Aufgabe, während der Körper durch die klaren Bewegungen Halt und Struktur erfährt. Warum genau sich das (bei mir) in Harmonie und einem deutlichen, angenehmen Eins-Gefühl ausdrückt, weiß ich nicht, interessiert mich aber auch nicht.
    • @Gruen Qi Gong hat auch so einen Effekt. Ich hab ein Buch mit allen möglichen Infos und Übungen für den Rücken, da sind auch Qi Gong-Übungen drin und ich glaube, die werden auch so in die Richtung beschrieben, dass sie den Körper synchronisieren bzw. die rechte und die linke Hirnhälfte verbinden (hab das Buch jetzt leider nicht zur Hand, sonst würde ich nachsehen). Ich hab diese Übungen ein paar Mal ausprobiert und es hat sich sehr gut angefühlt - ich kann es nicht beschreiben, ist zu lange her, aber da ist was in meinem Gehirn passiert, etwas wurde "zusammen geführt" - "Eins-Gefühl", wie du es ausdrückst, trifft es wohl.
    • Ich selber mag Qigong und fand es auch angenehm; aber leider gab es auch nach 3 -4 Wochen wenig andere erhoffte Effekte, sodass ich es verblassen liess. :oops:
      “The mind is like tofu. It tastes like whatever you marinate it in.”

      (Sylvia Boorstein)
    • @Lefty
      Qi Gong übt meine Oma, und berichtet darüber das gleiche wie du. Mir selbst liegt es nicht. Gemeinsam scheint Yoga und Qi Gong (so wie sicher weiteren Übungssystemen), dass sie Bereiche beeinflussen, die vorher als nicht gemeinsam, vielleicht sogar gar nicht vorhanden, erlebt wurden. Und an die Gedanken nicht heran kommen können.
    • @Gruen Warum liegt es dir nicht? Bei mir ist's so, dass mich grundsätzlich Übungen, die sehr langsam durchgeführt werden müssen und wo es keinen Körperdruck, keine Anspannung gibt, stressen. Da werd ich hibbelig. Bei Qi Gong ist es auch so, allerdings hat es sich dann während der Übungen gelegt, dieses Stressgefühl.
    • Lefty wrote:

      @Gruen Warum liegt es dir nicht? Bei mir ist's so, dass mich grundsätzlich Übungen, die sehr langsam durchgeführt werden müssen und wo es keinen Körperdruck, keine Anspannung gibt, stressen. Da werd ich hibbelig. Bei Qi Gong ist es auch so, allerdings hat es sich dann während der Übungen gelegt, dieses Stressgefühl.
      - erster Kontakt in einer psychosomatischen Klinik, für 10x angemeldet, mit der Leiterin nicht zurecht gekommen, nicht gehen gelassen worden. Nach dem 2. Termin (zu dem ich gezwungen/erpresst worden bin, was ich als Beleidigung auffasste, weil ich WUSSTE, dass ich da nicht wieder hin will) habe ich es abgehakt. Also negative Assoziation.
      - machte mich unruhiger, je länger es dauerte
      - verursachte mir Rückenschmerzen
      - Muss mir nicht liegen, weil Yoga da ist :)
    • Oh, und dieses langsame ohne Anspannung und/oder Druck, also ohne deutliche Rückmeldung für meinen Körper, stresst mich auch! Es ist, als zerfiele dann die Grenze zwischen mir und der Welt, manchmal sogar die Welt selber, auf jeden Fall löse ich mich gefühlt auf. Das Gefühl zu vermeiden, dafür tue ich sehr viel, jeden Tag. Im Kopf/in Gedanken zu versinken verstärkt das Empfinden von Auflösung, die Verbindung zum Körper geht dann, evtl ähnlich wie @FruchtigBunt es beschreibt, verloren. Das ist für Traumatherapeut(inn)en leicht erklärbar - bloß hat keiner verstanden, dass es bei mir über Dissoziation hinaus geht. Denn die Dissoziation ist weg, und das Problem viel, viel deutlicher wahrnehmbar als bisher.
    • Rhianonn wrote:

      Ich mochte es als Kind sehr wohl, fest umarmt zu werden( mag ich immer noch). Was ich nicht mag, ist so streicheln und kitzeln, das macht mich sehr nervös.
      Meine Oma konnte das gut, einfach nur mit mir dastehen und mich fest mit beiden Armen umarmen, ohne zu reden.

      Mir fällt gerade ein , dass ich durch feste Berührungen aus einem shutdown rausgeholt werden kann.

      Die Umarmung muss aber fest und statisch sein .

      Später erinnerte mich das an Temple Grandin , zumindest in einem Spielfilm wird gezeigt, dass sie sich so einen Körper- Umfass- Apparat selbst konstruiert.
      Dass habe ich auch so empfunden und schon oft gelesen. In Verbindung mit Deep Pressure Kann man Körperkontakt aufbauen. In Verbindung mit dem Thema der Interaktion mit frühkindlichen Autisten bin ich darauf gestoßen.

      Ich spüre meinen Körper selbst sehr gut, aber die Verbindung mit dem Außen ist schwierig, auf Grund der gestörten Reizverarbeitung und Reizfilter.

      Mir persönlich sträubt sich beim Wort Körpertherapie alles, da ich diese Theorien immer mit solchen Grausamkeiten wie der Festhaltetherapie in Verbindung bringe.
    • Gruen wrote:

      Oh, und dieses langsame ohne Anspannung und/oder Druck, also ohne deutliche Rückmeldung für meinen Körper, stresst mich auch! Es ist, als zerfiele dann die Grenze zwischen mir und der Welt, manchmal sogar die Welt selber, auf jeden Fall löse ich mich gefühlt auf.
      Hierzu mal eine Frage, auch an die anderen ( @FruchtigBunt @Linnea ):

      Verknotet ihr euch auch oft körperlich, beim Sitzen vor allem? Ich mach das beim Sitzen, aber auch im Stehen oft, dass ich meine Arme verknote und meine Beine, im Sitzen (auf der Couch) bin ich teilweise so verknotet, dass mein Freund schon gesagt hat, dass das aber sehr unbequem aussieht.

      Die Beine sind erstmal auf der Sitzfläche (ich hasse es, wenn ich sie einfach so runterhängen lassen muss und hab sie, wenn ich kann, immer oben, auch auf der Arbeit auf dem Bürostuhl. Da dann Schneidersitz oder links oder rechts "abgelegt" oder eines auf der Sitzfläche liegend, das andere aufgestellt.)

      Auf der Couch hab ich dann z.B. die Beine aufgestellt und ein Bein über das andere gelegt und einen Arm oder beide mitten durch gefädelt, oder ich heb die Beine im Sitzen hoch, lege sie in der Luft überkreuz und halte sie von unten mit den Armen fest.

      Damit halte ich wohl meinen Körper zusammen. Kann bei mir auch mit der latenten körperlichen Unruhe auf Grund von AD(H)S zusammen hängen, ich hab sonst nämlich oft so ein leichtes Unruhegefühl in den Beinen, als ob da Energie durchflirrt.

      Ach so, und manchmal geh ich ein paar Schritte halb stampfend, weil ich es angenehm finde, den Druck zu fühlen, der dabei entsteht. Und manchmal geh ich auf Zehenspitzen, auch wegen der Spannung, die sich dabei in den Waden bildet.

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    • Lefty wrote:

      Gruen wrote:

      - Muss mir nicht liegen, weil Yoga da ist :)
      Natürlich muss es dir nicht liegen, ich wollt nur wissen, worauf sich das bei dir gründet, ob es ähnlich ist, wie bei mir.Also negative Assoziation aber auch entstehende Unruhe bei den Übungen plus Rückenschmerzen.
      Ich weiß, und hatte das auch so verstanden. Mein Kommentar sollte meine Dankbarkeit und Erleichterung ausdrücken, denn ohne Yoga wüsste ich einfach nicht weiter, wäre mit Sicherheit noch viel weniger handlungsfähig als mit.
    • verknoten: Ja!! Die unflexiblen Hüftgelenke setzen da leider etwas enge Grenzen. Es bringt Ruhe, Sicherheit, "Wirklichkeit", erlaubt mir erst, meine Umgebung wahrzunehmen, ohne mich in ihr aufzulösen.
      @MangoMambo bedeutet deinen Körper gut zu spüren für dich auch, innerlich alle möglichen Vorgänge wahrzunehmen? Meine Frage hat den Hintergrund, dass ich zwar meine Körpergrenzen und die genaue Verortung im Raum schwer "halten" kann, den inneren Körper aber hyperdeutlich wahrnehme, so deutlich, dass es einen erheblichen Teil zu meiner Erwerbsunfähigkeit beiträgt.
    • Gruen wrote:

      verknoten: Ja!! Die unflexiblen Hüftgelenke setzen da leider etwas enge Grenzen. Es bringt Ruhe, Sicherheit, "Wirklichkeit", erlaubt mir erst, meine Umgebung wahrzunehmen, ohne mich in ihr aufzulösen.
      @MangoMambo bedeutet deinen Körper gut zu spüren für dich auch, innerlich alle möglichen Vorgänge wahrzunehmen? Meine Frage hat den Hintergrund, dass ich zwar meine Körpergrenzen und die genaue Verortung im Raum schwer "halten" kann, den inneren Körper aber hyperdeutlich wahrnehme, so deutlich, dass es einen erheblichen Teil zu meiner Erwerbsunfähigkeit beiträgt.
      kannst du das konkretisieren?

      Mein Schmerzempfinden ist zu niedrig dafür spüre ich immer meinen Puls etc.
    • Rhianonn wrote:

      Ich mochte es als Kind sehr wohl, fest umarmt zu werden( mag ich immer noch).
      Ich mag das auch, aber nur bei meinem Freund. Ich fühl mich sehr gut, wenn ich ganz fest gehalten werde, am besten, wenn ich meine Arme am Körper habe und dann mein Freund mich von außen quasi umschließt, mit ordentlich Druck.

      Ich dachte deshalb auch schon mal daran, mir so ein zwangsjackenartiges Gummi-Anzieh-Ding zu kaufen, was es für Autisten gibt, weiß leider nicht, wie das heißt.
      Da steigt man rein und dann kann man von innen dagegen drücken, als wollte man raus - man ist also fest umschlossen und kann den Körper spüren, indem man Gegendruck erzeugt.
    • Lefty wrote:

      Ich dachte deshalb auch schon mal daran, mir so ein zwangsjackenartiges Gummi-Anzieh-Ding zu kaufen, was es für Autisten gibt, weiß leider nicht, wie das heißt.
      Da steigt man rein und dann kann man von innen dagegen drücken, als wollte man raus - man ist also fest umschlossen und kann den Körper spüren, indem man Gegendruck erzeugt.
      Gibt es auch im husthust Erotik Bereich.

      Sonst liebe ich meine gewichtete Decke. Brauche allerdings 12% statt 10% des Körpergewichts um etwas zu spüren. Wenn ich nochmal kaufen würde, würde ich 15% kaufen. Das tut mir sehr gut. Generell Deep Preassure senkt meinen Stresslevel.
    • @MangoMambo
      Ich spüre eine Menge mehr von meiner Verdauung als mir lieb ist (zb. was von wann gegessen sich wo im Körper befindet, zumindest gefühlt und auf jeden Fall ungefähr, ob es exakt so ist, müsste man testen - nicht.) Dann spüre ich Leberaktivitäten, Atmung natürlich, Herzschlag auch in Ruhe recht stark.. Es ist sehr schwer zu erklären. Die Auswirkung ist, dass alles, das nicht ganz genau im Gleichgewicht ist, starke Reize sendet, die mich sehr schnell in komplette Überforderung bringen (starken Stress, den ich (als VA unter Vorbehalt) als Overload, und bei zusätzlichen Anforderungen im Meltdown endend erlebe). Schmerzempfinden ist wohl hingegen ebenfalls eher gering bei mir.
      Die Diskrepanz zwischen dem hypersensiblen inneren und dem immer wieder weg seienden äußeren Empfinden ist so stark.
    • "Sensory Sack" heißt das, oder "Body Sock" ( :m(: ), hier ein Beispiel:

      Sensory Sack

      Mir sieht der nicht eng genug aus.

      (Selbstgespräch: Ich frag mich, ob man sich nicht auch mit einem Theraband behelfen kann. Ich hatte mal eines, aber hab damit nur Rückenübungen ausprobiert und das war nix für mich. Vielleicht kann man es für Gegendruck-Stretching benutzen, aber wahrscheinlich wird das nichts, weil es zu schmal ist und immer wegrutschen würde.)
    • Lefty wrote:

      Verknotet ihr euch auch oft körperlich, beim Sitzen vor allem? Ich mach das beim Sitzen, aber auch im Stehen oft, dass ich meine Arme verknote und meine Beine, im Sitzen (auf der Couch) bin ich teilweise so verknotet, dass mein Freund schon gesagt hat, dass das aber sehr unbequem aussieht.
      :oops: jetzt gerade wieder. Ich ermahne mich selber oft, weil es nicht gut ist für den Rücken.
      “The mind is like tofu. It tastes like whatever you marinate it in.”

      (Sylvia Boorstein)
    • Lefty wrote:

      Ich mag das auch, aber nur bei meinem Freund. Ich fühl mich sehr gut, wenn ich ganz fest gehalten werde, am besten, wenn ich meine Arme am Körper habe und dann mein Freund mich von außen quasi umschließt, mit ordentlich Druck.
      ja.


      Komischerweise mag ich aber nicht zu enge Kleidung oder gar schwere Mäntel, die an einem hängen.
      “The mind is like tofu. It tastes like whatever you marinate it in.”

      (Sylvia Boorstein)