Körpertherapie

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    • Ja, mir hilft das Strecken auch immer, morgens in Gang zu kommen, noch besser ist es, wenn ich morgens direkt nach dem Aufstehen 5 Minuten Sport mache (nur ein bisschen Rückensport mit einer App).
      Und mein Trampolin möchte ich nicht mehr missen! Es steht mitten im Wohnzimmer, und ich hüpfe mehrmals am Tag darauf rum, nur ein paar Minuten, mal eher sanftes Wippen, mal kräftige Sprünge, das Rhythmische liebe ich und tut mir gut.
    • Ich mag Schaukeln auch total gerne oder generell Sachen, wo ich direkt merke, dass mein Körper darauf Auswirkungen hat. Ich habe auch eine Zeitlang richtig gerne Acroyoga gemacht, das ist ja auch schon fast eine Therapieform...

      Mein Ex-Freund und ich haben immer ganz gerne einfach nur aufeinander gelegen (statt Kuscheln) wie eine gegenseitige Gewichtsdecke.
    • @FruchtigBunt Ein wichtiges Thema! über das ich auch schon lange und intensiv nachgedacht habe.
      Ich habe meine Ärzte oft um so etwas wie Körpertherapie gebeten. Aber sie wissen nicht, was das sein soll. verschreiben mir dann 1 mal Gymnastik. Aber das ist es ja nicht :(.

      Wer bietet denn Körpertherapie an?
    • Körpertherapie bezahlt man in der Regel selber. Zudem ist zu unterscheiden, ob Körpertherapie oder Körperpsychotherapie gemeint ist. Vielleicht hilft es, dem Arzt verschiedene Methoden zu nennen bzw. Richtungen, damit er weiß, was genau gemeint ist. Feldenkrais und Alexandertechnik sind z.B. etwas Anderes, als Konzentrative Bewegungstherapie und Tanztherapie.
    • @Kaspar
      Körpertherapie kan von unterschiedlichen Behandlern angeboten werden: Heilpraktikern, Ergotherapeuten, ich sah auch schon Angebote von Sozialpädagogen. Es ist ja keine Körperpsychotherapie. Ich weiß aber nicht, ob es offizielle zertifizierte Fortbildungen dafür gibt oder das jeder anbieten kann bzw ob der Begriff geschützt ist.

      Körperpsychotherapie wird von Psychologischen Psychotherapeuten und Heilpraktikern angeboten. In dem Fall würde ich persönlich eher zu einem Psychotherapeuten wegen dem psychiatrischen Background.

      Leider habe ich bis jetzt noch keine Person gefunden, bei der ich eine Körperpsychotherapie machen möchte. Nachdem ich nun weiter im Buch gelesen habe, bin ich mir sicher, dass es eine Körperpsychotherapie und keine reine Körpertherapie sein soll. Gerade das Sprechen über erlebte "Dinge" erscheint mir wichtig, um es zu integrieren. Ich glaube, in einer reinen Körpertherapie könnte ich mich sehr schnell sehr verloren fühlen.
    • New

      Hier für alle Interessierten ein 'neuer' Gedanke zum Thema:

      Im Buch "Hochfunktionaler Autismus bei Erwachsenen" (Dziobek, Stoll) wird kurz die synchronisationsbasierte Bewegungsintervention (SIDMI) als hilfreich genannt. Offenbar soll über eine Art Tanz oder Bewegung, der sich daran orientiert, sich mit den Bewegungen der anderen zu synchronisieren, die Spiegelneurone aktiviert werden und das soll wiederum positive Erffekte auf soziale Kompetenzen etc. haben (wenn ich es richtig verstanden habe). Das Thema ist wohl noch nicht so beforscht, aber ich habe eine interessante Diplomarbeit dazu gefunden: musikbewegung.de/fileadmin/PDFs/DiplomarbeitNicolaKnappe.pdf

      Ich würde so gerne in die Richtung etwas machen. Leider bin ich mit den Angeboten bzw. nicht-Angeboten überfordert.

      Hat jemand vielleicht Ideen, wie man das auch außerhalb einer professionellen Körpertherapie üben könnte? Es würde ja im Prinzip schon eine Person reichen, die sich darauf einlässt, mit einem solche Übungen zu machen. Ich frage mich auch gerade, ob man es unbemerkt machen kann und z. B. in der Stadt hinter jemandem läuft und gleich wie die Person läuft. :d Allerdings wird das wohl auch vom nachträglichen Austausch der Partner leben, so dass letztere Idee vermutlich nicht so sinnvoll ist.

      Besonders dieser Zusammenhang interessiert mich:


      Nicola Knappe wrote:

      Flexibilität und Kontakt sind also die zwei Bedingungen, die notwendigerweise
      vorliegen müssen, damit es zu einer Synchronisation kommen kann.
      Flexibilität und Kontakt sind bei mir zwei markante Begriffe. Ich bin vollkommen unflexibel und mein Kontaktbedürfnis ist zwischen zwei Polen gelagert. Ich frage mich, ob es da irgendeinen Zusammenhang zu meiner ASS gibt. Vielleicht ist wegen dieser Unfähigkeit eine Synchronisation mit anderen Menschen so schwierig. Wenn diese Synchronisation aber mal da ist, bin ich Feuer und Flamme.

      Das Tanzen zu Musik wird auch als eine Form der Synchronisation vorgestellt. Ich liebe es z. B. zu Musik zu tanzen und gehe darin vollkommen auf. Man könnte z. B. für sich alleine Musik anmachen und dann dazu Übungen machen, also z. B. im Rhythmus zur Musik im Raum herumlaufen. Wenn man die Musikstile variiert, könnte das interessant werden. :) Man könnte beispielsweise auch sehr experimentelle (neue) Musik nehmen. Hm.. :] Ich muss mal überlegen. :]

      Besonders interessant in der Arbeit finde ich den Punkt "die entwicklungspsychologische Bedeutung von Synchronisation". Hier ein Zitat


      Nicola Knappe wrote:

      Synchronisation ist daher typisch für eine sichere Bindung. Asynchronie dagegen
      unterstützt eine unsichere Bindung (vgl. Schumacher / Calvet, 2007).
      Könnte es sein, dass Autismus eine Art "Spiegelneuronenstörung" ist? :roll: Und dass "Spiegelneuronenstörungen" auch durch andere Dinge ausgelöst werden können, so wie z. B. einen ungenügenden Kontakt zur Beziehungsperson/Mutter? Möglicherweise könnte die Spiegelneuronenstörung epigenetisch bedingt sein, als auch durch die äußere Umwelt entstehen. Das würde die Nähe der Symptomatik zwischen Autismus und einigen psychischen Störungen erklären.

      Ich finde es jedenfalls einleuchtend, dass man mittels Synchronisationsübungen die Spiegelneuronen aktivieren kann. Da mir das ja offenbar eh großen Spaß (z. B. bei Musik bzw. Tanz) macht, würde ich das wirklich gerne mit Menschen üben.

      Ah, nun bin ich geschockt. Direkt danach steht was zu Autismus


      Nicola Knappe wrote:

      (und direkt weiter nach dem obigen Zitat): Werden diese Erfahrungen im Säuglingsalter nicht gemacht kann es zu Störungen wie Autismus kommen. Autistische Menschen fallen wegen ihrer eingeschränkten Fähigkeit, Kontakt aufzunehmen und Beziehungen aufzubauen auf. „Das Nicht-inErscheinung-Treten von angeborenen Merkmalen und Fähigkeiten, die für eine Selbstentwicklung Vorraussetzung sind, führt zu einem neuen Verständnismodell der Kontakt- und Beziehungsstörung und hilft, die Symptome autistischer Kinder zu erklären“ (Schumacher, 2004, S.15). Hat ein Kind Schwierigkeiten Blickkontakt zu einer andern Person zu haben, spiegelt ein Kind nicht das Verhalten seiner Mutter, kann Autismus vorliegen. Wenn aber die Spiegelnervenzellen bei jedem Menschen
      vorhanden sind, kann eine Kommunikationsfähigkeit erlernt werden.
      Da steht allerdings auch, dass Spiegelneuronen absterben können, wenn sie nicht benutzt werden. Dann könnten entweder die Spiegelneuronen vorher schon zu wenig vorhanden gewesen sein, oder absterben, wenn wenig Interaktion erfolgt. Und im Gegenzug könnte man sie dann aber auch vermutlich wieder 'animieren' oder gar aufbauen (das weiß ich aber nicht). Da aber auch durch Lernen neue Nervenbahnen aus dem Nichts gebildet werden können und das Gehirn ein Wunderwerk ist, gehe ich davon aus (ich weiß, die Argumentation ist unwissenschaftlich), dass auch Spiegelneuronen wieder zu Leben erweckt werden können.

      Irgendwie halte ich Autismus für eine komplexere Störung, als 'nur' ein Defekt an den Spiegelneuronen, aber wer weiß. Ich denke, dass es nicht schaden kann, dahingehend zu üben.

      Wer mag, kann ja hier Vorschläge mit hinschreiben, mit welcher Art von Synchronisation man die Spiegelneuronen trainieren könnte. :] Ich fange mal mit der Liste an:

      • im Rhythmus von Musik oder Geräuschen im Raum bewegen (Schritte in Hinblick auf Schnelligkeit variieren; Schritte in Hinblick auf Lautstärke variieren)
      • zwei Trampolins nebeneinander (gibt es manchmal auf Spielplätzen oder in Spielparks oder man kann sich das kaufen) mit je einer Person drauf. Die Personen versuchen, die Bewegungen zu synchronisieren.
      • zwei Personen versuchen im 'Gleichschritt' zu laufen
      • zwei Personen versuchen im gleichen 'Takt' zu atmen (das würde mich allerdings sehr stressen)
      Mir fallen noch einige Übungen ein, wo man keinen anderen Menschen braucht, aber da würde mich vermutlich jeder für verrückt halten. Ich kann mir nämlich durchaus vorstellen, einfach nur einen Sekundenzeiger zu beobachten und mir dabei synchrone Gedanken vorstellen. Sowas mache ich sogar manchmal von selbst. Im Gegensatz zu Lärm der Nachbarn (an- und abschwellende Stimmen) finde ich gleichförmige Geräusche wie das Ticken einer Uhr meist eher beruhigend. Leider weiß ich nicht, ob diese positiven Synchronisations-Effekte auf die Spiegelneuronen nur entstehen, wenn man sich mit anderen Menschen synchronisiert oder auch, wenn man sich mit Dingen bzw. Geräuschen/Musik etc. synchronisiert. Ich befürchte ( :| ) fast, dass man die Übungen am Besten mit anderen Menschen machen soll. :roll:

      Weitere Beispiele

      • zwei Personen stehen mit je einem Ball vor einer Wand und werfen den Ball gleichzeitig an die Wand. :o Das würde mir vermutlich großen Spaß bereiten. :) :) :)
      • zwei Personen springen nebeneinander im gleichen Takt mit je einem Springseil
      Sooo. Nun müsste man nur noch ein paar Verrückte finden, die das mitmachen. 8-) Also, zu einem Aspie-Treffen, auf dem man so Übungen machen würde, würde ich kommen (aber nur, wenn niemand dabei redet. :lol: ;) )

      Offenbar gibt es dazu einen Therapieansatz in der Musiktherapie bei autistischen Kindern:


      Nicola Knappe wrote:


      Die Arbeit von Prof. Karin Schumacher beschäftigt sich mit Synchronisierung als Mittel der Musiktherapie mit autistischen Kindern. Die DVD „Synchronisation. Auf der Suche nach der gemeinsamen Zeit“ (2007) zeigt Ergebnisse von Langzeittherapien mit
      verschiedenen autistischen Kindern. Synchrone Momente (Erläuterung folgt) werden hier aus verschiedenen Blickwinkeln (musiktherapeutisch, entwicklungspsychologisch, musikalisch, tanztherapeutisch) analysiert.
      Vielleicht sollte ich doch Musiktherapie machen und dabei gezielt vorschlagen, dass ich solche Synchronisationsübungen machen möchte. Nur ist das ja eigentlich etwas so Basales, dass ich überlege, ob man das nicht mit etwas weniger finanziellem Aufwand hinbekäme.

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      Zum Thema "motorische Unbeholfenheit", die ja bei Autismus häufig als zusätzliches (inoffizielles) Diagnosekriterium genannt wird, ist dieser Zusammenhang interessant:


      Nicola Knappe wrote:

      Die Fähigkeit der Intrasynchronisation ist dem gesunden Menschen angeboren. Schon als Säugling reguliert sich der Mensch durch
      intrasynchrones Bewegungsverhalten: alle Bewegungen des Körpers sind zeitlich aufeinander abgestimmt (a.a.O., S.22).
      Das könnte doch auch darauf hindeuten, dass motorische Unbeholfenheiten bei Autisten auf eine fehlende innere Synchronisation zurückzuführen sein könnten, oder?


      Nicola Knappe wrote:

      Das Klopfen zweier verschiedener Tempi in den beiden Händen ist auch unter Musikern eine große Herausforderung (vgl. hierzu Magneteffekt, Kap.3.2.). Ohne Konzentration und Übung werden die Hände ein gemeinsames Tempo suchen.
      Hierzu muss ich allerdings sagen, dass ich das recht gut kann. Mein Musiklehrer war damals sehr erstaunt, dass es mir, im Gegensatz zu allen anderen Kindern, teils mühelos, teils mit etwas Konzentration gelang, zwei unterschiedliche Rhythmen mit jeweils einer Hand zu klopfen. Ich kann mir das aber eigentlich erklären, denn eine fehlende Synchronisierung beider Hände bzw. Rhythmen ermöglicht vielleicht erst das Klopfen zweier Rhythmen. Das wäre der ultimative Autismus-Frühtest. :fun:

      Aha. Vielleicht sollte ich erstmal die 161 Seiten lesen, bevor ich anfange, zu posten. Hier steht

      Nicola Knappe wrote:

      Bei Störungen oder Fehlen des Selbstsynchronisationsvermögens wurden Legasthenie
      (Rechtschreibschwäche), Schizophrenie und Autismus beobachtet (vgl. Bernieri /
      Rosenthal, 1991; Lehmann, 2007; Condon, 1979; Schumacher / Calvet 2007).
      Vielleicht wäre der Frühtest gar nicht so falsch. :-p


      Nicola Knappe wrote:

      Durch die organische Verbindung des Körpers mit all seinen Bewegungen und stimmlichen Äußerungen ist die Grundlage des Gewahrwerdens des eigenen Körpers, des eigenen Selbst und des Empfindens und Erlebens geschaffen. Intrasynchronisation
      wird daraus folgend als Vorraussetzung für Intersynchronisation gesehen (vgl. Schumacher / Calvet, 2007, S.22).
      8o 8o 8o
      Wie krass. Das "Gewahrwerden des eigenen Körpers" ist ja eine Theorie, die ich weiter zumindest für meine ASS aufgestellt habe. Da sprach ich ja oft von einer "fehlenden Verortung im Raum". Der Kreis schließt sich.
      Das heißt, die Verortung im Raum könnte möglicherweise wirklich durch Synchronisationsübungen hergestellt werden. :] Geil. Diese Theorie muss ich weiter verfolgen. :)

      Das heißt, man könnte erstmal die Synchronisationsübungen mit Dingen/Musik machen, um die Intrasynchronisation zu erlernen und danach macht man die Synchronisationsübungen mit Menschen, um die Intersynchronisation zu üben. Ich sollte mal ein Buch schreiben. :-p 8-) :nod: Darin fasse ich dann alle Ideen und Konzepte zum Thema Asperger zusammen. In diesem ganzen Forum hab ich noch nie etwas von diesen Sachen gelesen und bis jetzt auch noch in keinem Buch (bis auf diesen mini Hinweis in dem oben genannten Buch auf "synchronisationsbasierte Bewegungsintervention"). Krass krass krass. Das ist ja jammerschade, wenn sich schon Menschen darüber Gedanken gemacht haben und dazu geforscht haben, aber man erfährt als Betroffene/r nichts davon und es kommt nicht in der Praxis an. Ich habe jedenfalls noch nirgends so ein Angebot für erwachsene Autisten gesehen, wo man Synchronisationsübungen machen. Ich kann mir vorstellen, dass mir das viel mehr hilft, als irgendwelche Fotos mit Gesichtern anzuschauen und mir dann zu überlegen (denken), was die Person fühlt. Man muss meiner Meinung nach dieses Problem auf anderer Ebene angehen. Und die Synchronisationsübungen gehen das, wenn ich es verstehe, auf neuronaler Ebene (der Spiegelneuronen) an. Das klingt alles einleuchtend. Ich werde das einfach im Selbstversuch testen. Und dann biete ich das mal als Programm für Autisten deutschlandweit an. *träum*

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      Nicola Knappe wrote:

      Warum dieses besonders schöne und befriedigende Gefühl nach dem Erleben synchroner Momente aufkommt, soll Bestandteil des folgenden Abschnittes sein.
      Genau dieses Gefühl entsteht bei mir beim Hören von und Tanzen zu Musik. Das fühlt sich wie pure Extase an. Ich könnte mir vorstellen, dass das dieses Synchronisationsgefühl ist, das bei mir mit Menschen (außer beim Sex bzw. mit engstehenden Personen) so gut wie nicht vorkommt. Wenn andere Menschen das auch beim Sprechen mit anderen Menschen haben, kann ich mir vorstellen, warum die auf der Arbeit und sonst überall immer nur miteinander sprechen wollen. :lol: :lol:


      Nicola Knappe wrote:

      Die Wichtigkeit synchroner Momente in der Musiktherapie mit autistischen Kindern, also mit Kindern, deren Synchronisations- und somit Beziehungsfähigkeit gestört ist, liegt auf der Hand. Das Gefühl der Gemeinsamkeit auf mehreren Ebenen stärkt die Bindungsfähigkeit und zeigt, dass es ein Gegenüber, aber auch ein „Ich“ gibt.
      Denn schon „bei den Gemeinsamkeitserlebnissen zwischen Mutter und Kind bleibt ein Gefühl für die eigenen Grenzen und die der anderen Person“ (a.a.O., S.98). Das Gewahrwerden des eigenen Selbst, des eigenen Körpers, der eigenen zeitlichen
      Strukturen ist eine der angestrebten Wirkungsweisen synchroner Momente (vgl. Schumacher / Calvet, 2007). Ist der Klient sich seines Körpers bewusst, dann ist damit die Grundlage für Intrasynchronisation geschaffen, die wiederum eine Bedingung für die Intersynchronisation, also für Kommunikation überhaupt ist.
      8o
      Okay. Ich glaube, ich schreibe nichts weiter dazu. Das sind haargenau meine Probleme und ich spüre, dass mir das helfen wird. Ich werde mich also auf die Suche machen. Unfassbar, was das Internet für eine Fundgrube ist. Ich wollte eigentlich nur einen von zig Stichpunkten abarbeiten, die ich mir beim Lesen des "Hochfunktionaler Autismus im Erwachsenenalter"-Buches gemacht hatte.

      Sorry wegen dem unkoordinierten Schreibschwall. Ich bin gerade einfach nur überwältigt, dass meine Überlegungen und die Überlegungen dieser Person so ineinanderspielen und für mich einen Sinn ergeben. Der Sinn muss natürlich nicht für andere auch der Gleiche sein. Ich freue mich aber, wenn jemand anderes in den Beiträgen vielleicht auch das ein oder andere findet, was ihn/sie weiterbringt.

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      Vielleicht auch eine Alternative zum herkömmlichen Sozialen Kompetenztraining (das zumindest bei mir nicht gefruchtet hat):


      Nicola Knappe wrote:

      Eines der Hauptziele des Rhythmikunterrichts ist, die sozialen Kompetenzen
      aufzubauen und zu festigen. Schaefer (1992) fasst aus verschiedenen
      Rhythmikkonzepten die Ziele zusammen: So fordert Feudel vom Rhythmikunterricht
      die Stärkung des sozialen Verhaltens und meint damit die „Sicherheit im Umgang mit
      sich selbst und die Fähigkeit zur Einfühlung in andere“ (Schaefer, 1992, S.17). Auch
      soll der Rhythmikunterricht nach Hoellering die Anpassungsfähigkeit fördern und
      „Basis-Erfahrungen“ für den Aufbau von Lernprozessen im sozialen Bereich
      vermitteln. Der Teilnehmer soll so lernen „den anderen, die Gruppe, das Umfeld, die
      Gegebenheiten flexibel einzubeziehen“ (a.a.O., S.30).

      [...]

      Auch die therapeutische Wirkung der Rhythmik wurde schon früh bemerkt und
      doch wurde der Rhythmikunterricht nie als eigenständige Therapieform etabliert.

      Nicola Knappe wrote:


      Gerade im Erwachsenenunterricht und in den selbst erlebten Stunden mit anderen Rhythmikern tauchen Situationen auf, die auf den ersten Blick nicht zu erklären sind. Gemeinsamkeit zu erleben ist in unserer heutigen Gesellschaft kein alltägliches
      Phänomen. Synchrone Momente im Rhythmikunterricht geben so den TeilnehmerInnen ein tiefes Gefühl der Verbundenheit aber auch des eigenen Selbst. So kann die Stunde als ein Genuss eines intensiven Erlebnisses gespürt werden.
      Die Lehrperson sollte sich der Tragweite solcher Augenblicke bewusst sein. Den TeilnehmerInnen selber muss der psychologische Zusammenhang jedoch nicht erläutert werden, da es sich lediglich um einen Unterricht und doch nicht um eine Gruppentherapie handelt.
      Äh ja, ich würde das sehr gerne als Gruppentherapie betrachten wollen und mir wäre die psychologische Dynamik selbstverständlich bewusst. Na ja, ich hoffe, dass ich eine Musiktherapeutin finde, die das ebenso sieht. :)

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