Körpertherapie

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    • @FruchtigBunt Es tut mir leid, dass du dich bedrängt fühlst, das war überhaupt nicht meine Absicht. Wirklich nicht. Ich wollte nur, dass du mich richtig verstehst. Ich schreibe dann jetzt nichts mehr dazu :)

      Das mit den Fotos, die einen schon unangenehm ansprechen, kenne ich auch. Das macht es auch wirklich nicht einfacher. Und ja: bei Heilpraktikern stört mich eben auch, dass die keinen wirklich professionellen Hintergrund haben in Sachen Psychotherapie / Psychiatrie.
    • Linnea wrote:

      Ich dachte das mit dem Zittern sei von Peter Levine.
      Ich vermute , dazu braucht es einen guten Thera, der somatic experience kennt.
      Alleine kann ich solch ein Zittern nicht herstellen .


      Stimmt, diese Balance , ein gesunder Wechsel , wäre schon toll.
      Hallo Linnea,

      sorry...hatte gar nicht gesehen, dass Du eine Frage gestellt hast.

      Ja, bei Levine geht es auch darum als Ziel.

      Wie es schon beschrieben wurde, dachte ich auch zuerst, dass das Zittern eher durch die extreme Muskelanspannung entsteht. Jedoch habe ich bei den Übungen bei mir beobachten können, dass es sehr viel tiefer entsteht und nicht allein in den durch Sport genutzten Muskeln zB im Bein. Zudem kamen bei mir Emotionen hoch die ich eindeutig einem Trauma zuordnen konnte.

      Was mir auch geholfen hat (im Sinne Levines jedoch auf andere Art) war mir ein Meditationsvideo bei youtube heraus zu suchen. Einmal war es eines mit einer minimalistischen Musik und sehr schönen Videosequenzen bei dem ich zum ersten Mal ein tiefes Gefühl spüren konnte in der Welt geborgen zu sein (irgendwie mit allem verbunden zu sein und sicher zu sein). Das andere Video war nur ein Meeresrauschen mit einem wunderschönen Strand wo ich ganz bewusst das beruhigende gleichmäßige Rauschen der Wellen wahr nahm und diese friedliche Umgebung in der fast keine Aktivität zu sehen war. Es gibt solche Videos ja auch mit anderen Szenarien (tropischer Regenwald usw). Es könnte sich lohnen, sich da eines zu suchen, dass passend ist und Entspannungsgefühle in einem antriggert. Manchmal kann es allerdings ein wenig Zeit dauern, bis eine Entspannung einsetzt (Gedanken können einen abhalten und man braucht ja auch manchmal etwas Zeit sich darauf einzulassen/einzustellen). Bei mir begann es manchmal erst nach 10-20 Minuten zu wirken...dann wechselte sich Aufregung und Entspannung ab...so wie bei einem Menschen, der etwas extrem aufregendes erlebt hat und der sich eben nur langsam beruhigen kann. Da ich mir Bilder und Szenarien gut vorstellen kann hat es danach manchmal schon bei Aufregung geholfen mir diesen Strand dann einfach nur kurz als Bild in mein Gedächnis zu holen und mein Körper entspannte sich. So viel nur aus meinem Erleben.

      Alles Liebe und vor allem viel Erfolg beim Entspannen (wirklich eine Kunst :) ).

      PS: Was mir noch einfällt: es ist sehr wichtig, zu spüren, ob die Entspannung auch wirklich schon das Richtige für einen ist. Zum Beispiel können Probleme damit auftauchen, wenn ein Trauma in der Kindheit gerade in einem Entspannungsmoment erfolgt ist...dann kann die Entspannung als solche ja ebenfalls als gefährlich abgespeichert/eingestuft sein. Es kann auch andere Gründe dafür geben...ich kenne mich aber eher im Traumabereich aus also daher dieses Beispiel.
      „Jenseits von richtig und falsch liegt ein Ort. Dort treffen wir uns.“
      Rumi

      The post was edited 1 time, last by kikilino ().

    • Platypus wrote:

      @FruchtigBunt
      Und ja: bei Heilpraktikern stört mich eben auch, dass die keinen wirklich professionellen Hintergrund haben in Sachen Psychotherapie / Psychiatrie.
      Mmh..dieser pauschalen Aussage möchte ich etwas beifügen: ja, viele Ausbildungen im Heilpraktikerbereich sind nicht so umfassend wie ein Studium. Wobei in einem Psychologiestudium es ebenfalls vorkommen kann, dass das Thema Psychopathologie gar nicht behandelt wird. Das wird erst bei angeschlossener Weiterbildung behandelt (dann auch der Therapeutenbegriff).
      Allerdings haben zuweilen Heilpraktiker einen entscheidenden Vorteil zu studierten Psychologen und Psychotherapeuten: oftmals gelangen sie durch eigene Bearbeitungen zu diesem Beruf und haben somit nicht nur einen sehr großen eigenen Erfahrungsschatz sondern zudem auch bereits ihr eigenes Inneres geordnet und bearbeitet. Und ja, es gibt im Heilpraktikerbereich auch einige innovative Techniken die erst noch Zeit brauchen werden um in der Schulmedizin 'Fuß zu fassen'. Daher denke ich, dass man das nicht so pauschal einordnen kann....es gibt bezüglich beider Ausbildungswege gute und schlechte Therapeuten.
      „Jenseits von richtig und falsch liegt ein Ort. Dort treffen wir uns.“
      Rumi
    • @kikilino
      Die Chance mag etwas höher sein, dass Heilpraktiker sich offener eingestehen, aufgrund eigener Betrachtungen zu diesem Beruf gekommen zu sein (das dürfte aber bei Psychologen ähnlich sein, die sich das aber meiner Erfahrung nach oft weniger eingestehen können) und dass da schon mehr eigene Persönlichkeitsarbeit stattgefunden hat. Die Aussage "sondern zudem auch bereits ihr eigenes Inneres geordnet und bearbeit" halte ich in Hinblick auf Heilpraktiker auch für eine pauschalisierende Aussage.

      Außerdem ändert das für mich nichts daran, dass der professionelle Hintergrund in Sachen Kenntnisse über psychiatrische Erkrankungen häufig ausbildungsbedingt fehlt. Es macht es meiner Meinung nach nicht besser, dann darauf zu verweisen, dass der bei Psychologen und Psychiatern auch oft fehlt (was ich nicht undingt so sehe, lediglich in Hinblick auf bestimmte Erkrankungen).

      Wieso Heilpraktiker pauschal einen höhereren Erfahrungsschatz als praktizierende Psychologen/Psychiater haben sollen, erschließt sich mir nicht.

      Ich habe den Eindruck, dass du deinen (?) Berufsstand retten willst. ;)

      Dass es überall gute und schlechte Therapeuten gibt, sehe ich ähnlich. :thumbup:
    • kikilino wrote:

      PS: Was mir noch einfällt: es ist sehr wichtig, zu spüren, ob die Entspannung auch wirklich schon das Richtige für einen ist. Zum Beispiel können Probleme damit auftauchen, wenn ein Trauma in der Kindheit gerade in einem Entspannungsmoment erfolgt ist...dann kann die Entspannung als solche ja ebenfalls als gefährlich abgespeichert/eingestuft sein. Es kann auch andere Gründe dafür geben...ich kenne mich aber eher im Traumabereich aus also daher dieses Beispiel.
      Ja..ich weiss...es geht in die Richtug, in sich zur Ruhe zu kommen, ohne immer zu rennen...also Stillstand....das geht ganz gut in der Natur, aber auch da bin ich viel bewegt.
      Und wenn ich schon etwas lese oder höre, was mir beruhigend gut tut.

      kikilino wrote:

      Wie es schon beschrieben wurde, dachte ich auch zuerst, dass das Zittern eher durch die extreme Muskelanspannung entsteht. Jedoch habe ich bei den Übungen bei mir beobachten können, dass es sehr viel tiefer entsteht und nicht allein in den durch Sport genutzten Muskeln zB im Bein. Zudem kamen bei mir Emotionen hoch die ich eindeutig einem Trauma zuordnen konnte.
      Ich würde mich immer noch nicht alleine trauen...aber kann ja noch kommen.

      Danke
      “The mind is like tofu. It tastes like whatever you marinate it in.”

      (Sylvia Boorstein)
    • FruchtigBunt wrote:

      Dass es überall gute und schlechte Therapeuten gibt, sehe ich ähnlich.
      Bis zu den Theras der letzten Zeit...habe ich davor eine rettende Erfahrung nurmehr bei einer sehr guten HP gmacht, eben nicht bei Psychotherapeuten. Das war eine Zeitlang echt hanebüchen.
      Evtl, weil sie "eingebildeter" sind und sich eben nicht mehr selbst so viel reflektieren.
      Bei denen damals schien es so.

      Das ist aber nur meine Erfahrung; und andere HP ausser der einen kenne ich nicht .
      D.h nur einen Bekannten, der relativ frisch HP lernte und wo es mir graust, dass er damit in die Welt geht, um Frauen zu retten.
      (ich kenne ihn sehr persönlich).
      “The mind is like tofu. It tastes like whatever you marinate it in.”

      (Sylvia Boorstein)
    • kikilino wrote:

      Allerdings haben zuweilen Heilpraktiker einen entscheidenden Vorteil zu studierten Psychologen und Psychotherapeuten: oftmals gelangen sie durch eigene Bearbeitungen zu diesem Beruf und haben somit nicht nur einen sehr großen eigenen Erfahrungsschatz sondern zudem auch bereits ihr eigenes Inneres geordnet und bearbeitet.
      Studierte Psychotherapeuten müssen während des Studiums in Psychotherapiesitzungen ihre eigenen Themen aufarbeiten. Das ist doch sicher gründlicher als das Pseudo-Aufarbeiten von Heilpraktikern in irgendwelchen Heilpraktiker-Lehrgängen, falls dort überhaupt sowas stattfindet. Und ob jemand privat seine Theman aufarbeitet, darauf kann man sich nicht verlassen.
      Ich würdne NIE zu einem "Psychotherapeuten" gehen, der nur eine Heilpraktiker-Ausbildung hat. Das ist ein absolutes Risiko, weil man da noch viel weniger weiß, woran/an wen man gerät als bei einem studierten Psychotherapeuten. Nachher macht der "Rückführungen" oder ähnlichen Schmarrn mit einem und bringt einen noch vollends ganz durcheinander.
      Alles wird galaktisch gut.
    • FruchtigBunt wrote:

      @kikilino
      Die Chance mag etwas höher sein, dass Heilpraktiker sich offener eingestehen, aufgrund eigener Betrachtungen zu diesem Beruf gekommen zu sein (das dürfte aber bei Psychologen ähnlich sein, die sich das aber meiner Erfahrung nach oft weniger eingestehen können) und dass da schon mehr eigene Persönlichkeitsarbeit stattgefunden hat. Die Aussage "sondern zudem auch bereits ihr eigenes Inneres geordnet und bearbeit" halte ich in Hinblick auf Heilpraktiker auch für eine pauschalisierende Aussage.

      Außerdem ändert das für mich nichts daran, dass der professionelle Hintergrund in Sachen Kenntnisse über psychiatrische Erkrankungen häufig ausbildungsbedingt fehlt. Es macht es meiner Meinung nach nicht besser, dann darauf zu verweisen, dass der bei Psychologen und Psychiatern auch oft fehlt (was ich nicht undingt so sehe, lediglich in Hinblick auf bestimmte Erkrankungen).

      Wieso Heilpraktiker pauschal einen höhereren Erfahrungsschatz als praktizierende Psychologen/Psychiater haben sollen, erschließt sich mir nicht.

      Ich habe den Eindruck, dass du deinen (?) Berufsstand retten willst. ;)

      Dass es überall gute und schlechte Therapeuten gibt, sehe ich ähnlich. :thumbup:
      Hallo FruchtigBunt,

      ich schrieb: sie 'haben zuweilen den Vorteil', dies ist mitnichten pauschal. Ich meine damit auch nicht, dass sie aufgrund eigener Beobachtungen diesen Beruf gewählt haben sondern, dass sie eigene Traumaerfahrungen bearbeitet haben und dadurch wissen sie aus eigener Erfahrung dann auch, wie es sich anfühlen kann und wie schwierig es zB sein kann so etwas zu bearbeiten und dergleichen (dadurch entsteht oftmals ein anderes Miteinander auf Augenhöhe zwischen Therapeut und Klient, das ohne eigene Efahrungen schwierig ist sich zu erarbeiten). Traumata kommen oftmals erst ab einem bestimmten Alter hoch, sodass oftmals eher ältere Menschen diese Erfahrungen bearbeitet haben können (egal ob HP oder studierte PT). Innere Entwicklung und Bearbeitung kann man vielleicht forcieren, aber ich glaube schon, dass ein Mensch, der Eigenes bearbeiten musste vielleicht auch eher die Chance hat sich ganz gut selbst kennen zu lernen (zB eigene Triggerpunkte, das Trennen vom Eigenen und dem des Anderen usw).

      Die Kenntnis über psychiatrische Krankheiten erfolgt innerhalb einer Ausbildung nach dem Studium. Diese ist natürlich oftmals sehr viel intensiver als die Heilpraktikerausbildungen und ich sehe in diesem Bereich auch einen Nachbesserungsbedarf seitens der Heilpraktikervereinigung. Allerdings habe ich selbst schon einige HP Psych. getroffen, die sich dieses Umstandes durchaus bewusst waren und sich extrem intensiv dieses Wissen in Eigenregie aneigneten.

      Und nein, ich möchte nicht 'meinen Berufsstand' retten denn es ist gar nicht meiner (ich mache meinen HP Psych. erst bezüglich meines Studiums). :) Zudem liegt mir so etwas nicht...ich versuche auch bezüglich der Kunsttherapeuten die Dinge sachlich zu sehen bzw. meiner eigenen Logik zu unterwerfen und nicht irgendwelchen Gefühlen (Kunsttherapie ist eine schöne Sache, aber zB nicht für jeden geeignet und auch nicht jede Technik zielführend...das sehe ich alles etwas differenzierter). Ich sehe aber auch die Schulmedizin kritisch und nicht nur die Homöopathie...und beides hat positive und negative Aspekte.

      @Shenya: es gibt bislang nur in Österreich (wenn ich richtig informiert bin) den Studiengang Psychotherapiewissenschaften. In Deutschland gibt es nur den Studiengang Psychologie und innerhalb dieses Studienganges ist Psychopathologie nicht zwingend enthalten. Den Therapeutentitel darf tragen, wer eine Zusatzausbildung absolviert hat. Nur als Ergänzung. Musik- und Kunsttherapeut sind gar keine geschützten Begriffe...aber auch in diesem Bereich scheint es sich ja zu verändern um diese Bereiche in die universitäre Wissenschaft einzubinden und eine Qualitätssicherung zu gewährleisten.
      „Jenseits von richtig und falsch liegt ein Ort. Dort treffen wir uns.“
      Rumi
    • @kikilino
      Ich hoffe, dass du mir zustimmst, dass, um traumatisierte Menschen professionell psychotherapeutisch zu behandeln, etwas mehr dazu gehört, als aus eigener Erfahrung zu wissen, wie schlimm das eigene Trauma für einen selbst war. :?

      Ich würde sagen, dass man auch nach Erkrankungsbild auswählen sollte, zu welchem Behandler man geht. Schaden anrichten kann man in allen Fällen, aber eine nicht adäquate Behandlung bei einem Menschen mit BurnOut oder einer allgemeinen Leenskrise birgt wahrscheinlich weniger verheerende Auswirkungen als bei traumatisierten Menschen. Insofern würde ich gerade bei Traumatisierungen eher nicht zu einem Heilpraktiker gehen, sofern davor nicht eine Ausbildung mit psychiatrisch-klinischem Hintergrund durchlaufen wurde.
    • Hallo @FruchtigBunt,

      ja, natürlich stimme ich Dir da zu.

      Weißt Du...mir kommt gerade die Ode an die Freude in den Sinn. Vielleicht hast Du Lust sie Dir anzuhören? Was ich damit sagen möchte? Es geht im Leben gar nicht darum, wer Recht hat...wenn man das los läßt, dann kann Freiheit einziehen. Ich kann Dich mittels Deiner Postings glaube ich ganz gut verstehen und ich mag Dich und hey...schön, dass Du trotz des Mißverständnis neulich trotzdem mit mir redest. ;) Liebe Grüße und vor allem: alles Gute und Passende für Dich. :)
      „Jenseits von richtig und falsch liegt ein Ort. Dort treffen wir uns.“
      Rumi
    • @FruchtigBunt, nö, ist nichts aufgesetzt. Ich brauche mich nicht zu verteidigen....das ist ein Konzept, das man auch loslassen darf und auch kann...wenn man es will kann man das auch. Es geht im Leben um ganz andere Dinge und nicht um Polaritäten. Aber das musst Du nicht fühlen...ist schon ok.
      Vielleicht wäre es mal eine Alternative für Dich nicht so polar zu denken, sondern auch anderes einfach mal da sei zu lassen...wenn man nicht mehr Recht haben will und muss bringt einem das sehr viel Freiheit. Ich empfand das als sehr befreiend. ;)
      „Jenseits von richtig und falsch liegt ein Ort. Dort treffen wir uns.“
      Rumi
    • Man kann in Deutschland Psychotherapeut nicht per Studium werden. Man kann Psychologie studieren, Medizin studieren, Soziale Arbeit studieren,...und dazu psychotherapeutische Ausbildungen machen. Der Erwerb der Heilerlaubnis ist dann nochmal etwas Anderes und wer dann noch einen Kassenplatz bekommt bzw. die Approbation, um mit der Kasse abrechnen zu können, auch.

      Zu jeder anständigen psychotherapeutischen Ausbildung gehört Selbsterfahrung und eigene Therapieerfahrung. Egal, ob diese Ausbildung nun von einem Mediziner, einem Psychologen, einem Sozialarbeiter, einem Heilpraktiker,...gemacht wird.

      The post was edited 1 time, last by Darlina ().

    • Ne, beim Heilpraktiker läuft das wirklich anders. Die machen nur ein paar Kurse oder Seminare, das ist überhaupt nicht vergleichbar mit einem Psychologie-Studium mit anschließender Therapeutenausbildung.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Wenn ein Heilpraktiker eine anständige psychotherapeutische Ausbildung macht, dann macht er auch Selbsterfahrung und bekommt eigene Therapieerfahrung. Ich rede nicht von "ein paar Kursen oder Seminaren".

      (Psychologen brauchen auch eine anständige, psychotherapeutische Ausbildung, um möglichst anständige Psychotherapeuten zu werden. Ein Psychologe ohne Psychotherapieausbildung (oder nur mit ein paar Seminaren und Kursen) ist auch nur ein Psychologie (mit ein paar Seminaren und Kursen).)
    • Hier zum Beispiel kann man die Heilpraktiker-Psychotherapieausbildung an 5 Wochenenden machen:
      heilpraktiker-psychotherapie-ausbildung.com/
      Ob man damit die Prüfung schafft, ist natürlich fraglich, aber es gibt keine Vorschrift darüber, wie lange ein Kurs oder Seminar dauern muss.
      Es geht auch ein Schnellkurs über drei Monate, wenn man's eilig hat.
      psychologie-studieren.de/weite…praktiker-psychotherapie/
      Und der Heilpraktiker muss vorher nicht Psychologie studieren.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Durch Selbsterfahrung im Anschluss an eine Heilpraktiker - Prüfung ist aber überhaupt nicht gewährleistet, dass jemand irgendwelche klinischen Erfahrungen sammelt. Man könnte also einen Kurs belegen, die Prüfung absolvieren und eine Praxis eröffnen und der Meinung sein, man wäre geeignet, psychisch Kranke oder Behinderte zu behandeln, weil man parallel dazu an seinen eigenen Traumata gearbeitet hat und sich insgesamt für (selbst)erfahren hält.

      Da ich ganz gut darin bin, die Spreu vom Weizen zu trennen, stellt das für mich kein Problem dar. Mir tun nur die Menschen leid, die das nicht erkennen.

      Schade, dass in der Psychotherapieausbildung nur drei Verfahren anerkannt sind. Genau an der Stelle wäre das Problem meiner Meinung nach zu lösen: Professionalisierung weiterer Therapierichtungen durch Anerkennung etablierter Verfahren, die von der Kasse momentan abgelehnt werden. Und mehr Supervision, Selbsterfahrung und klinische Praxis.

      The post was edited 1 time, last by FruchtigBunt ().

    • Shenya, in so einem Institut würde ich auch keine Ausbildung machen und mich schon gar nicht danach "auf dem Markt schmeißen". Das, was da steht, ist für mich eine Grundausbildung oder ein Grundlehrgang als Heilpraktiker für Psychotherapie und keine anständige psychotherapeutische Ausbildung. Wenn Leute aus dem Kurs danach noch eine Ausbildung in einem psychotherapeutischen Verfahren machen, die über 2-3 Jahre geht und diese auch Selbsterfahrung und Eigentherapie beinhaltet, dann ist das für mich etwas ganz Anderes. Solche HPP-ler können für mich durchaus gut sein. Eine vernünftige psychotherapeutische Ausbildung braucht es so oder so. Sowohl als Psychologe, Mediziner, HP-ler, etc. .

      Wobei,...eigentlich ging es in diesem Thread hier doch um Körper-(Psycho)Therapie.
    • Nur noch ganz kurz zu den Heilpraktikerausbildungen:

      Es gibt zwei verschiedene Arten von 'Ausbildung'. Die eine ist lediglich eine Vorbereitung für die amtliche Überprüfung. Von der amtlichen Heilerlaubnis im Bereich der Psychotherapie sind einige Krankheitsbilder ausgenommen. Zudem wird erwartet, dass der Antragsteller eine weitere Ausbildung in Therapieverfahren gemacht hat.
      Und das ist die zweite Art von Ausbildung. Wenn diese Ausbildung professionell ist so dauert sie länger und beinhaltet neben den (oder dem) Therapieverfahren auch Selbsterfahrungen. Mir persönlich reicht so eine Ausbildung alleine nicht aus (ich fange nicht ohne Grund an nun zu studieren :d ). Ich muss jedoch gestehen, dass ich schon einige Therapietechniken kennen gelernt haben die sehr effektiv sind und wo die Ausbildung auch nur an 3 Wochenenden statt fand.

      Hier würde ich mich FruchtigBunt gerne anschließen: es wäre wichtig weitere Therapieverfahren wissenschaftlich anzuerkennen und zudem würde ich dafür plädieren, den Studiengang der Therapiewissenschaft einzuführen bzw. bereits das Psychologiestudium auch durch die Thematik Erkrankung/Therapie zu erweitern und gegebenenfalls nach angestrebter Laufbahn auzusplitten.
      „Jenseits von richtig und falsch liegt ein Ort. Dort treffen wir uns.“
      Rumi
    • kikilino wrote:

      Hier würde ich mich FruchtigBunt gerne anschließen: es wäre wichtig weitere Therapieverfahren wissenschaftlich anzuerkennen und zudem würde ich dafür plädieren, den Studiengang der Therapiewissenschaft einzuführen bzw. bereits das Psychologiestudium auch durch die Thematik Erkrankung/Therapie zu erweitern und gegebenenfalls nach angestrebter Laufbahn auzusplitten.
      Das möchte Herr Spahn ja machen: aerztezeitung.de/politik_gesel…ten-ausbildung-geben.html Psychotherapie als eigenes Studienfach.
      "Asperger ist eine unsichtbare Behinderung." "Oh, sieht man dir gar nicht an." "Ähhh....genau" :irony: