Körpertherapie

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    • Hier meine Ausgangsgedanken zum Thema Körperschema:


      FruchtigBunt wrote:

      Zusammengefasst könnte man sagen, dass Inflexibilität, Dinge zu Ende ausführen etc. Versuche sein könnten, seinen eigenen Körperbezug nicht zu verlieren.


      FruchtigBunt wrote:

      Vorhin kam mir noch der Gedanke, dass es mir und Autisten im Allgemeinen möglicherweise nicht möglich ist, gleichzeitig (!) zu denken und (den Körper) zu fühlen. Ich hatte ja überlegt, ob mein mangelndes Gefühl der Verankerung meines Körpers im Raum daran liegen könnte, dass ich früher in Bezug auf meine spezielle Art der Wahrnehmung wenig adäquate Rückmeldung bekam (also nicht beachtet wurde bzw. in meinem Sein auch missverstanden wurde).
      Als weitere Erklärung (neben der fehlenden Rückmeldung) kam mir dann die Idee, ob diese mangelnde Verankerung im Raum auch damit zu tun haben könnte, dass ich entweder nur (den Körper) fühlen oder nur denken kann. Da ich 85 - 90 % (vermutlich noch viel mehr) meiner Wachzeit am Denken und Grübeln bin, geht vielleicht dadurch der Bezug zum Körper verloren? Ich vermute mal, dass "normale Menschen" ihren Körper spüren, wenn sie denken. Bei mir ist es eher so, dass ich entweder nur in meinen Gedanken bin und dann auch als vollkommen kopfgesteuert, rational und vernünftig und emotionslos rüberkomme. Oder aber ich werde sehr emotional und bekomme es mit meinem Willen nicht mehr hin, diese Ausbrüche zu steuern. Beides gleichzeitig (Denken/Wille UND Körperwahrnehmung/Gefühle im Körper fühlen) scheint nicht möglich zu sein. Vielleicht ist das auch ein Teil der Problematik.


      FruchtigBunt wrote:

      Ich bin in einem anderem Thread zum Thema "Zwänge" darauf gekommen, dass mit meinem Körperschema, also der Verortung und Stabilisierung im Raum etwas nicht stimmt und es deutet sich für mich an, dass das auch bei anderen Autisten so sein könnte.
      Von daher kann ich mir vorstellen, dass für Menschen mit ASS das Denken tatsächlich die Existenz sichert, weil man sich dadurch erst wahrnimmt. Gibt es dann "Probleme" in diesem Denkprozess, so hängt daran die ganze Existenz, weil die Gedanken ja der Bezug für das eigene Sein sind (sofern die Theorie stimmt). Bei NT ist das Denken vermutlich nicht so mit der eigenen Existenz verwoben, also dass diese mit dem Erfolg des Denkens steht und fällt, sondern diese Menschen haben über das Körperschema gelernt, sich im Raum Stabilität zu geben. Sie müssen sich dazu nicht an Gedanken als Orientierung klammern.

      Für mich ist diese Theorie schlüssig. Ich wundere mich, dass nur bei autistischen Kindern sensorische Integration angeboten wird, aber das Thema Körperschema und entsprechende Heilmethoden bei Erwachsenen mit ASS überhaupt keine Rolle spielt.

      Ich kenne dieses Gefühl, mich aufzulösen und zugehörige Gefühle von Kontrollverlust und Ohnmacht. Vor allem dann, wenn ich der Meinung bin, jemand hätte etwas falsch verstanden bzw würde fehlerhaft und unfair argumentieren. Es belastet mich extrem. Ich will zukünftig in die Richtung mit diesem Körperschema arbeiten, damit ich die Gedanken nicht mehr brauche, um mich zu stabilisieren und damit ich hoffentlich irgendwann auch nicht mehr diese Todesangst wegen so lächerlicher Dinge bekomme.

      Ich dachte immer, das käme von dem Traumata, aber mittlerweile glaube ich, es liegt am nicht ausgebildeten Körperschema. Ob das nun wegen Autismus oder Traumatisierung nicht ausgebildet wurde, weiß ich nicht. Vielleicht wegen beidem (Trauma: fehlende Spiegelung und Rückmeldung und Kontakt durch Eltern >Körperschema bildet sich nicht richtig aus. Asperger: Die wenigen Rückmeldungen kamen bei mir falsch an bzw meine Wahrnehmung wurde negiert > Körperschema bildet sich nicht richtig aus).

      Ich finde diese Entdeckung phänomenal :] Leider habe ich erst ein paar Übungen dazu gefunden, aber ich möchte eine Körpertherapie beginnen, um mich weiter damit zu beschäftigen.

      FruchtigBunt wrote:

      Hier noch eine interessante Info von Wikipedia zur Sensorischen Integration (wobei es da wohl eher um die Integration von Sinnesreizen geht. In dem Zitat klingt aber auch dieses "sich im Raum verankern", "sich zu anderen Positionieren" an, was bei Menschen mit Autismus möglicheweise wirklich anders abläuft (z. B. motorische Ungeschicklichkeiten, manchmal kein Gefühl für angemessenenen persönlichen Abstand).

      Wikipedia wrote:

      Jeder Mensch braucht eine persönlche Sphäre. Bei den meisten Menschen ist dies ein Abstand von etwa 1,5 Metern. Sofern es möglich ist, halten die meisten diese Distanz ein. Nur wenn es sich nicht vermeiden lässt (im Aufzug, der U-Bahn, im Fußballstadion), dulden wir eine Unterschreitung dieser Distanz. Wird sie ungezwungen unterschritten, fühlen sich die anderen belästigt und reagieren unter Umständen aggressiv. Kinder mit sensorisch-integrativen Einschränkungen laufen manchmal nicht nur gegen Türrahmen, weil ihr Körperschema unterentwickelt ist, sondern rempeln auch andere Menschen an. Wer nur unzureichend spürt, wo er sich im Raum befindet, kann sich auch zu anderen nur schlecht in Beziehung bringen.
      Bei den vorgestellten Techniken der sensorischen Integration sehe ich aber irgendwie keine Verknüpfung mit dem Denken, sondern eher nur Übungen zum Wahrnehmen bzw. Aktivieren der einzelnen Sinnesreize, also mehr nur auf der körperlichen Ebene bzw. im Denken als reine Wahrnehmungs-Funktion.
      Mich interessiert dieses Stichwort "Körperschema" mehr, weil ich mir davon erhoffe, dieses "sich selbst im Raum verorten können" lernen zu können. Mal sehen, was ich dazu finde. Für heute ist es aber genug.
      Hier aber noch kurz der Wikpedia-Link: de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6rperschema


      FruchtigBunt wrote:

      Hier sind Übungen bzw. auch ein Hinweis auf Autismus und dem Körperschema: montessoriheilpaedagogik.over-…ie-korperwahrnehmung.html
    • Hallo ,
      das Thema interessiert mich und ist für mich persönlich wichtig, leider kann ich nicht viel beitragen, da ich mich auf dem Gebiet nicht auskenne.
      Aber danke .
      "Asperger ist eine unsichtbare Behinderung." "Oh, sieht man dir gar nicht an." "Ähhh....genau" :irony:
    • Rhianonn wrote:

      Hallo ,
      das Thema interessiert mich und ist für mich persönlich wichtig, leider kann ich nicht viel beitragen, da ich mich auf dem Gebiet nicht auskenne.
      Aber danke .
      Ich finde es hilfreich, wenn jemand sagt, dass es ihm ähnlich geht, weil das dann motiviert, in die Richtung sich weiter zu beschäftigen und weil man spürt, dass man nicht alleine ist und nicht die einzige ist, die/der mit den herkömmlichen Therapien nicht wirklich weiter kommt. Ich erschließe mir viele Dinge auch übers Recherchieren und Lesen und Ausprobieren, also du musst kein Experte sein, um mitzuschreiben. :nod: Ich finde es gut, dass man einen Ort hat, wo man einfach alle Gedanken und Informationen und Ideen zu dem Thema zusammentragen kann und wo man einfach schauen kann, ob was Interessantes für einen selbst dabei ist. :) In den anderen Thread hat es nicht mehr so wirklich dazugepasst und es könnte sein, dass ich in nächster Zeit dazu noch mehr schreiben werde und vielleicht erste Erfahrungen mit Therapeuten auf dem Gebiet sammele (wobei ich z. B. schon mit konzentrativer Bewegungstherapie - auch eine Form der Körpertherapie Erfahrungen habe. Allerdings war damals auch noch nichts vom Autismus bekannt, als ich das machte und es war auch eine Therapie in der Gruppe).
    • Hier habe ich noch eine interessante Quelle zum theoretischen Konstrukt "Körperschema" gefunden:


      Autismus neu verstehen - Klaus Kokemoor wrote:

      Das autistische Kind hat ein anderes Körperempfinden. Einen anderen Bezug zu seinem Körper. Es kann sich über seinen Körper nur begrenzt in eine Wechselbeziehung zu seiner dinglichen oder personellen Umwelt setzen. Es sorgt durch sich wiederholende und gleichbleibende Reize und Bewegungen für Kontinuität im Selbsterleben.


      [...]



      Die Kontinuität des Seins, eines Seins, welches sich auch über ein klares Körperbewusstsein ausdrückt, benötigt die intensive frühe Beziehung zum anderen, einen tonisch-emotionalen Austausch mit ihm. Der tonische Körperdialog ist grundlegend und seine Qualität beeinflusst die gesamte Entwicklung des Kindes. Wahrscheinlich begünstigt die Erfahrung einer verschmelzenden Ganzheit mit dem Körper des Erwachsenen, im WEchsel mit den motorischen und taktilen Erfahrungen der ersten Lebensmonate, mindestens in gleichem Maße, wenn nicht mehr als die visuellen Bilder den Zugang zu einem einheitlichen und kohärenten Bild des Körper-Ichs.
      Da das autistische Kind diesen Dialog mit seinen Eltern nicht in hinreichender Intensität leben kann, auch wenn es vielleicht den inneren Wunsch dazu hat, kann es wesentliche Erfahrungen zur Strukturierung seines Körpers nicht machen.


      Das Kind benötig ein Körperempfinden, um sensorische, räumlihe und zeitliche Beziehungen zur Umwelt herzustellen. Hier wird ein Teil der Grundstörung des autistischen Kindes angesprochen. Es hat Schwierigkeiten, den eigenen Körper als Bezugs- und Orientierungspunkt zu empfinden, und kann somit auch viele Angebote nicht als Stabilisierung oder Orientierung in der Welt sehen.


      [..]



      Der Mensch erfährt und begreift die Welt über seinen Körper, nimmt sie über die Sinne wahr und in sich auf, wird über seinen Körper in ihr tätig. Der Körper ist Bezugs- und Orientierungspunkt in der Welt: Hier bin ich und dort ist der andere. Verliert ein Mensch den Bezug zu seinem Körper, verliert er sein Selbstgefühl und steht der Welt entfremdet gegenüber. Der nicht hinreichend strukturierte Körper hat natürlich Auswirkungen auf das Körperschema sowie die Handlungsplanung.
      8o
      Das ist genau das, was ich meinte. Ich habe sogar den Verdacht, dass es viele autistische Symptome gibt, die aber nicht alle auf die gleiche Ursache zurückzuführen sind. Meiner Meinung nach führt es zum gleichen Ergebnis in Hinblick auf das Körperschema, wenn die Eltern nicht da sind, um diesen Körperbezug zu bieten, wie wenn es dem Kind aufgrund hirnorganischer Strukturen nicht möglich ist, vorhandene Angebote anzunehmen. Beides könnte jedoch sogar miteinander verschwimmen, wenn nämlich Eltern aufgrund bestimmter Verhaltensweisen des Kindes (Rückzug wegen Reizüberflutung) der Meinung sind, dass das Kind von ihnen ja nichts brauche und sie sich dann von ihm abwenden. Somit könnte hinter beiden Ursachen wiederum die Reizüberflutung als Ursache stehen. Diese Reizüberflutung besteht vermutlich seit Geburt aufgrund verschiedener Ursachen (vorgeburtliche Stressoren oder zufällige Anomalien, die zu einer veränderten 'Struktur' im Kind führen).

      Das Buch ist von 2016. Vielleicht fängt die Fachwelt erst jetzt an, sich stärker darauf zu fokussieren. Ich las darüber vorher noch nie und ich habe schon einige Bücher zum Thema Autismus gelesen. Das Inhaltsverzeichnis liest sich auch sehr unkonventionell. Eventuell werde ich mir dieses Buch holen. Kennt das jemand von euch?

      The post was edited 3 times, last by FruchtigBunt ().

    • @Platypus
      Gerne.

      Was mir noch eingefallen ist in Bezug auf den Körper: Ich konnte es als Kind und Jugendliche nicht ertragen, umarmt oder angefasst zu werden und reagiere darauf (Ausnahme: Partnerschaft) immer noch sehr abweisend.

      Ich frage mich, ob diese Abneigung von einer übermäßig hohen Reizsensitivität herrührt. Es war für mich bei Berührungen so, als würde jemand in mein Innerstes greifen und ich fühlte mich regelrecht angegriffen. Wenn man keinen Bezug zum Körper hat, müssten einem Berührungen doch eigentlich kalt lassen, da man sie kaum wahrnehmen würde. Das irritiert mich.
      Ich frage mich, ob man gleichzeitig sehr reizsensitiv sein kann, aber sich in seinem Körper trotzdem nicht spürt. Die Reizsensitivität hätte dann taktile Qualität und wäre überausgeprägt, die fehlende Körperverankerung hätte eher psychisch-nicht greifbare Qualität und wäre unterausgeprägt.

      Wenn dann ein Reiz erfolgt (z. B. am Arm berührt werden oder gar Umarmung) wird man einerseits durch die überstand empfundenen taktilen Reize beeinträchtigt, auf der anderen Seite aber auch überwältigt, weil einem dann vielleicht bewusst wird, dass man gar nicht richtig verortet ist und einem diese fehlende Zentrierung im Raum dann auf einen Schlag bewusst wird.

      Um dieses existenzbedrohliche Gefühl auszuhalten, entwindet man sich aus der Berührung, die man aus den zwei oben genannten Gründen nicht ertragen kann, aber sich eigentlich doch wünscht.

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    • Ich mochte es als Kind sehr wohl, fest umarmt zu werden( mag ich immer noch). Was ich nicht mag, ist so streicheln und kitzeln, das macht mich sehr nervös.
      Meine Oma konnte das gut, einfach nur mit mir dastehen und mich fest mit beiden Armen umarmen, ohne zu reden.

      Mir fällt gerade ein , dass ich durch feste Berührungen aus einem shutdown rausgeholt werden kann.

      Die Umarmung muss aber fest und statisch sein .

      Später erinnerte mich das an Temple Grandin , zumindest in einem Spielfilm wird gezeigt, dass sie sich so einen Körper- Umfass- Apparat selbst konstruiert.
      "Asperger ist eine unsichtbare Behinderung." "Oh, sieht man dir gar nicht an." "Ähhh....genau" :irony:
    • @Rhianonn
      In der Partnerschaft mag ich es z. B. auch lieber mit Druck fest angefasst zu werden. Streicheln etc. gefällt mir weniger gut, aber kann ich ab und zu auch genießen. Ansonsten lasse ich mich nach wie vorher nicht gerne berühren und umarmen (egal ob fest oder sanft). Beim Massieren empfinde ich die Berührungen aber als angenehm, auch wenn ich die Person nicht kenne. Das geht aber auch nur, so lange ich das Gefühl habe, dass das so abgesprochen ist. Das sehe ich dann eher als eine Art 'technische Behandlung' an.

      Dass man nur fest angefasst werden mag, muss sich ja nicht widersprechen zu meiner Theorie, dass man besonders reizempfindlich ist. Ich finde, dass sanfte Bewegungen irgendwie mehr 'kitzeln' bzw. sich irgendwie unruhiger und unvorhersehbarer anfühlen. Liegt eine Hand aber fest auf meinem Arm und bleibt der Kontakt zu meiner Haut immer da und der Druck fest, so ist es vorhersehbarer für mich, was passieren wird und ich kann mich besser entspannen.
    • Nach meinen Recherchen und dem eigenen Erleben glaube ich, dass es auch bei Nichtautisten so ist, dass sie entweder denken oder fühlen. Die Konzentration auf das Denken verhindert vielleicht, dass man gleichzeitig den Körper oder Emotionen wahr nimmt. Vielleicht könnte der Unterschied (allgemein) darin bestehen, wie schnell der Wechsel erfolgen kann zwischen Denken und Fühlen? Ist nur eine Überlegung.

      Zur Körpertherapie kann ich nur bezüglich der Traumatisierung zwei Tipps anführen (die sicherlich auch einigen hier bekannt sein dürften):

      Peter A. Levin, Somatic Experiencing. --> das bewusste Wahrnehmen von Geräuschen, Körperempfindungen etc. die dem Körper signalisieren, dass die Umgebung sicher ist und der Körper an einigen Stellen gesund und entspannt. Zum einen wirkt dies gegen die traumabedingte Aufregung die im Körper gespeichert ist und zum anderen schult es die Wahrnehmung und Fokussierung. Ich habe diese Technik selbst ausprobiert als ich mich in der Traumaverarbeitung befand und möchte eine Wirkung beschreiben. Vorher habe ich es gar nicht so bemerkt und es ist mir erst aufgefallen, als es sich dann veränderte, aber ich hatte vorher keine so große 'Bodenhaftung', habe also die Erdanziehung nicht so stark spüren können. Nach den Übungen und der daduch bedingten Rückkehr in einen Ruhezustand des Körpers (Entspannung) war mein Gefühl, dass ich stärker mit dem Boden verbunden bin durch die Erdanziehung. Der Tritt der Füße wurde sicherer (so als wäre ich vorher ein wenig über den Boden geschwebt und hätte danach den Boden wieder direkt unter den Füßen).

      Das zweite sind die Körperübungen von David Bercelli. Gerade für körperlich traumatisierte ist es oftmals wichtig, dass nichts den eigenen Körper berührt (selbst Eigenberührungen können als unangenehm empfunden werden). Diese Übungen versuchen den Körper anzuregen gespeicherte Energie abzuzittern. Energie wird durch Traumata und Stress im Körper gebildet um Fliehen oder Kämpfen zu können. Damit geht auch eine erhöhte Wachsamkeit einher; Menschen die traumatisiert wurden sind oftmals in einem erregten Zustand und erschrecken sehr leicht.

      Beide Arten von Übungen sind geeignet die traumabedingte Problematik der Übererregtheit und des Eingefrorenseins aufzubrechen und den Körper wieder in einen gesunden Wechsel zwischen diesen beiden Zuständen zu bringen (Sympathikus/Parasympathikus). Allerdings ist es ratsam sich eine Begleitung für die Körperübungen zu suchen (oder zumindest erreichbar zu haben) da diese Körperübungen das Traumamaterial hervorholen können (bei den Übungen kann es passieren, dass man sich an etwas erinnert oder Emotionen aus dem Trauma fühlt).
      „Jenseits von richtig und falsch liegt ein Ort. Dort treffen wir uns.“
      Rumi
    • Ich dachte das mit dem Zittern sei von Peter Levine.
      Ich vermute , dazu braucht es einen guten Thera, der somatic experience kennt.
      Alleine kann ich solch ein Zittern nicht herstellen .


      Stimmt, diese Balance , ein gesunder Wechsel , wäre schon toll.
      “The mind is like tofu. It tastes like whatever you marinate it in.”


      (Sylvia Boorstein)
    • Linnea wrote:

      Ich dachte das mit dem Zittern sei von Peter Levine.
      Ich vermute , dazu braucht es einen guten Thera, der somatic experience kennt.
      Alleine kann ich solch ein Zittern nicht herstellen .


      Stimmt, diese Balance , ein gesunder Wechsel , wäre schon toll.
      Dieses Zittern im Rahmen einer TRE (trauma releasing exercise) habe ich selbst schon ausprobiert. Bei Youtube gibt es einige Videos dazu. Bei mir hat der körperliche Vorgang des Zitterns 'funktioniert', aber irgendwie hatte ich den Verdacht, dass dieses Zittern sich automatisch deshalb einstellt, weil die Muskeln in der jeweiligen Position eben sehr merkwürdig unter Anspannung stehen. Sicher bin ich mir aber nicht, ob dann nur bei traumatisierten Menschen solche "Zitterentladungen" stattfinden oder ob es ein rein physiologischer Vorgang ist, der bei jedem Menschen passieren würde, sobald er sich in diese Körperpositionen begibt.
      Von daher fand ich die Übung zwar interessant, aber so wirklich bin ich nicht überzeugt davon, dass das die tiefsitzenden Probleme lösen kann. Schädlich ist es aber, denke ich, nicht.

      Ich wollte mir erst sogar das empfohlene Buch bestellen, aber irgendwie kam mir die Aufmachung von diesem Buch dann unseriös vor (die Informationen auf der Homepage fand ich eigentlich überzeugend).
    • Klaus kokemor klingt auch gut.
      Da ist so ein..hm...widersprüchliches im körpersein, im.körpergefühl. ..zuviel, zuwenig , anders . ..Ich möchte das besser verstehen.
      “The mind is like tofu. It tastes like whatever you marinate it in.”


      (Sylvia Boorstein)
    • FruchtigBunt wrote:

      Dieses Zittern im Rahmen einer TRE (trauma releasing exercise) habe ich selbst schon ausprobiert. Bei Youtube gibt es einige Videos dazu. Bei mir hat der körperliche Vorgang des Zitterns 'funktioniert', aber irgendwie hatte ich den Verdacht, dass dieses Zittern sich automatisch deshalb einstellt, weil die Muskeln in der jeweiligen Position eben sehr merkwürdig unter Anspannung stehen. Sicher bin ich mir aber nicht, ob dann nur bei traumatisierten Menschen solche "Zitterentladungen" stattfinden oder ob es ein rein physiologischer Vorgang ist, der bei jedem Menschen passieren würde, sobald er sich in diese Körperpositionen begibt.Von daher fand ich die Übung zwar interessant, aber so wirklich bin ich nicht überzeugt davon, dass das die tiefsitzenden Probleme lösen kann. Schädlich ist es aber, denke ich, nicht.

      Ich wollte mir erst sogar das empfohlene Buch bestellen, aber irgendwie kam mir die Aufmachung von diesem Buch dann unseriös vor (die Informationen auf der Homepage fand ich eigentlich überzeugend).
      Ich bin aus denselben gründen zwiegespalten... Werde es aber mal versuchen und dann nachspüren.
      “The mind is like tofu. It tastes like whatever you marinate it in.”


      (Sylvia Boorstein)
    • @FruchtigBunt Das Zittern fühlte sich bei mir zunächst an wie überanstrengte Muskeln, aber es wird dann anders (und ohne diese Überanstrengung), es sind unwillkürliche Zuckungen (man sollte wohl keinen unangemeldeten Besuch bekommen...). Ich war danach sehr tief entspannt. Ich habe das wiederholt gemacht , dann irgendwann nicht mehr, weil einfach das Bedürfnis nicht mehr da war. Ich bin derzeit recht entspannt. Wie stark dazu diese Übungen beigetragen haben, kann ich nicht sagen...

      Den Verein finde ich auch sehr komisch, würde mir da auch keinen Therapeuten suchen. Das Buch selbst hat einen Teil, wo die Idee dahinter erklärt wird, und dann folgen die Übungen mit Fotos. Hätte man definitiv auf viel weniger Seiten unterbringen können. Wer Interesse hat, dem kann ich per PN mehr dazu sagen, so öffentlich möchte ich das hier eher nicht tun. Ich teile mein "Wissen" aber gerne mit euch ;)