Angstgefühl bei Kritik und Nicht- Rechthaben ?

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    • sorry das ich im forum oft so rumjammer, ich lese sehr viel und kann mit meinem dann unredigierten tippen besser eine art standpunkt zum thema finden. ;) naja soviel sind meine beiträge auch nicht.
    • Rhianonn wrote:

      Ist das bei euch auch so?
      Nicht bzw. nicht mehr. Als Kind war das, glaube ich, manchmal durchaus der Fall.

      Happy to be wrote:

      Denken ist ein wesentlicher Teil meines Seins. Mindestens die Hälfte davon, ich vermute aber mal es sind 85% :d
      Mindestens. :roll: Statt "Ich denke, also bin ich" ist es bei mir eher ein: "Ich denke. Vielleicht bin ich außerdem auch noch, aber das ist mir eigentlich egal. Hauptsache, ich denke." :roll: :d

      Gerade weil mir dieses Denken so viel bedeutet (sonst kann ich ja nix :roll: ), ist es für mich aber auch unheimlich wichtig, dass es wirklich so gut wie möglich funktioniert.
      Und da wird der Autismus manchmal zum Problem, denn der schränkt das Denken ja gerade ein. Weil er mich zu sehr an eingefahrenen Denkmustern festhalten lässt, was meine Gedanken letztlich weniger "frei" macht.
      Das will ich ja eigentlich gar nicht. Und daher bin ich letztlich immer froh, wenn dieses "eigene rigide Denken aufgebrochen wird".

      Trotzdem ist es mir natürlich lieber, wenn ich solche "ungewollten Denk-Schranken" alleine in stiller Selbstreflexion für mich erkenne und beseitige, als wenn andere mich öffentlich darauf stoßen... :oops:
      Teile dieser Signatur könnten die Bevölkerung verunsichern.
    • ich hab den Rest nicht gelesen, aber ich hab es aufgegeben immer Recht haben zu wollen. Ich hab wichtigere Sachen im Kopf und größere Sorgen, als irgendjemand mit seiner blöden Meinung, die eh wie A***löcher sind, weil jeder hat eine.

      Das ist natürlich nicht die Regel, wenn sich die Energie und Gelegenheit bietet und wenn der Mensch in meinen Augen wichtig genug ist, dass ich mich für seine Meinung überhaupt interessiere dann diskutier ich schon mal.


      Aber oft kann man Leute mit ihrer schwachsinnigen Meinung nicht überzeugen und dann beißt man sich ein Zahn aus (RW)
      ADHS & Autismus.
      and I'm an eurasian Crossbreed

      Dummheit ist nicht "Nicht Wissen" oder "Nicht Wissen Wollen", Dummheit ist "Glauben genug zu Wissen"
    • Mich verletzt Kritik nur, wenn sie zufällig einen wunden Punkt trifft. Ansonsten ist sie mir meistens egal oder ich kann in Ruhe darüber nachdenken. Es kommt auch noch darauf an, von wem sie kommt.

      Diskussionen führe ich auch nicht bis zum bitteren Ende, weil mir das zu anstrengend ist. Ich sage meine Meinung, jemand anders sagt seine Meinung, und damit ist dann alles gesagt. In der Regel überzeugt man sowieso niemanden (ich zumindest, ich bin nicht gut darin). Es zu versuchen, ist nur Stress für mich.

      Bei vielen Themen ist es ja auch unwichtig, wer recht hat, nur bei manchen Meinungen, die tatsächlich Schaden anrichten können (z.B. Anhänger alternativer Medizin, die wirkungsvolle Behandlung verhindern oder verzögern, oder rechtslastige Meinungen), da stört es mich mehr. Dann empfinde ich aber eher ein Gefühl von Ohnmacht, manchmal Wut, weil man nicht in der Lage ist, die Gehirne anderer via Telepathie zu beeinflussen, und Worte reichen nicht aus, damit der andere alles versteht, was man über etwas denkt und warum. Ich denke, es gibt schon Meinungen, ohne die die Welt besser dastehen würde. Auch Meinungen, die ich für rückständig halte, wo ich denke, die Leute sind immer noch wie in der Steinzeit. Aber selbst da denke ich inzwischen, dass man daran eben nichts ändern kann und dass sich die Welt trotzdem weiter dreht.
      Wahrscheinlich gibt es auch in 1000 Jahren noch sowas wie Impfgegner, Gehirnvernebler, religiöse und andere Fanatiker.
      Alles wird galaktisch gut.
    • @rowdy
      Überzeugen kann man nur dort, wo der andere schon denkt und auch anderes als die bisherigen bei ihm vorhandenen Gedanken bereit ist mal nach-zu-denken.
      Wo das nicht der Fall ist, klappt maximal, das Denken dort anzukicken-was dann unbequem ist für denjenigen, und der fühlt sich dann gestört und Antwortet erstmal mir den Abwehrstrategien, die bisher auch dazu erfolgreich waren.
      Regel: Je sicherer im eigenen Denken und den Rückschlüssen, je mehr erlebte Beweise dafür auf der Handlungsebene, weil rauskommt wie gedacht, desto mehr Bereitschaft, auch mal anderes nach und durchzudenken, die Perspektive zu wechseln und ggf umzudenken.

      @Abendstern
      Das Denken nutzt nichts, wenn es nicht zu Ergebnissen auf der Handlungsebene führt.
      Vor allem Unwissenheit zu Fakten bzw deren nicht wahr haben wollen, Angst und Glaubenssätze führen dann in Denkfallen.
      Die immer wieder zu den gleichen Ergebnissen führen, was wieder Angst macht, das verhindert, auch anderes mal durchzudenken - und die Blockaden auf der Handlungsebene verstärken sich auch.
      Die "'ich kann nicht"-Falle ist so eine.

      @Tomi Blum hat super beschrieben, wie die Angst dann auch den IQ und das Denken für die Handlungsebene blockieren kann und dort auf der Handlungsebene wirkt und überwunden werden muss=auf der Handlungsebene überprüfen, ob richtig gedacht, und dann notfalls modifizieren bis durch eigenes durchdachtes Handeln rauskommt, was man erreichen will.
      Und auch, wie schwer das manchmal ist, gegen wie viele Widerstände von außen man andenken, auch die durchdenken muss, nur für den nächsten Teilschritt-ohne gefühlte Erfolgsgarantie.

      @Tomi Blum
      hab eben gedacht, als ich deinen Beitrag las, "Meister im Überprüfen des Denkens auf der Handlungsebene"
      Danke dir, ich hab da bei mir eine Falle entdecken können und werden an dich denken, wenn ich mal wieder reintappe :)
      Für mich hören sich deine Berichte nicht nach Jammern an. Sie sind Beispiele, die es für mich auch bildlich vorstellbar machen, was mir erleichtert, das theoretische nach zu denken :)
      Liebe braucht Mut
      worldometers.info/
      Gegen Komplexität kann man nicht demonstrieren (scobel)
      ted.com/talks/stephanie_busari…urce=facebook&language=de

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    • Happy to be wrote:

      desto mehr Bereitschaft, auch mal anderes nach und durchzudenken, die Perspektive zu wechseln und ggf umzudenken.
      Ich finde es schade, dass so wenig Leute bereit dazu sind.
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      Dummheit ist nicht "Nicht Wissen" oder "Nicht Wissen Wollen", Dummheit ist "Glauben genug zu Wissen"
    • rowdy wrote:

      Happy to be wrote:

      desto mehr Bereitschaft, auch mal anderes nach und durchzudenken, die Perspektive zu wechseln und ggf umzudenken.
      Ich finde es schade, dass so wenig Leute bereit dazu sind.
      Womit wir wieder bei der Angst bis hin zum Auflöse-Gefühl wären.
      Es ist immer einfach, zu sagen, die anderen wären dazu nicht bereit, was ja nichts anderes bedeutet, als "die wollen nicht".
      Klar, dass sich andere diesem Unbehagen aussetzen ist einfacher.
      Geht es aber darum, selbst hinzusehen bei dem wo man das als Unbehaglich empfindet oder meint, recht zu haben und/oder das mit der Person verknüpft, die man vllt wg sowie wie "denken fordern" nicht mag, dann sieht es anders aus.
      Hier setzten sich dann die durch, die nicht denken können oder nachdenken wollen, aber die Macht haben, diejenigen, die denken, kaltzustellen.
      Und sagen dann, die Denkenden denken falsch.
      Gemeint ist, es ist falsch, dass du denkst, denn das bedroht meine Macht.
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    • Happy to be wrote:

      Womit wir wieder bei der Angst bis hin zum Auflöse-Gefühl wären.Es ist immer einfach, zu sagen, die anderen wären dazu nicht bereit, was ja nichts anderes bedeutet, als "die wollen nicht".
      Klar, dass sich andere diesem Unbehagen aussetzen ist einfacher.
      Geht es aber darum, selbst hinzusehen bei dem wo man das als Unbehaglich empfindet oder meint, recht zu haben und/oder das mit der Person verknüpft, die man vllt wg sowie wie "denken fordern" nicht mag, dann sieht es anders aus.
      Hier setzten sich dann die durch, die nicht denken können oder nachdenken wollen, aber die Macht haben, diejenigen, die denken, kaltzustellen.
      Und sagen dann, die Denkenden denken falsch.
      Gemeint ist, es ist falsch, dass du denkst, denn das bedroht meine Macht.
      Der Beitrag spricht mich sehr an.
      Es ist eine große Herausforderung, sich selbst bei dem Gedanken - andere würden nicht hinsehen wollen - zu hinterfragen und noch mal tiefer in sich zu gehen, um festzustellen, dass es wieder an einem selbst bzw an der eigenen Sichtweise und dem eigenen Umgang (mit "den anderen") geht. Es ist auf jeden Fall der scheinbar bequemere Weg dies nicht zu tun und die Verantwortung an andere abzugeben. In Wahrheit ist es sehr viel angenehmer, wenn man es schafft, bei sich zu bleiben (erfahrungsgemäß).
      Ich sehe die Kontakte und Beziehungen um mich herum als Übungsfeld, außer wenn ich im Mangel bin. Dann gebe ich meinen Mitmenschen Macht über mich (was das Gefühl der Ohnmacht in mir auslöst). Der Fokus ändert sich dramatisch, wenn ich im Mangel bin (zb Schlafmangel, zu wenig gegessen, zu viele Reize). Das trägt alles zu meiner vermeintlichen Kritikunfähigkeit bei.
    • @LailandaDemia
      Dazu kommt ja auch noch, wenn andere da sind, die genauso wie man selbst gerade über Dinge nicht nachdenkt, denken, hier das immer erstmal vorhandene "Ups"- bis Unbehaglich-Gefühl auch haben, einem dann Recht geben. Was gegenseitig das Nicht-weiter-Denken verstärkt.
      Diese werden dann als "Freunde" gedacht.
      Haben diese "Freunde" dann auch noch Einfluss oder Macht, dabei zu "helfen", diejenigen wegzukicken, die als Ursache für das Unbehaglich gedacht werden, erzeugt das ein Doppelt-recht- gehabt.
      Der Schock ist dann groß, wenn man selbst von diesen Freunden wegen irgendwas dann doch mal als Verursacher für deren Unbehagen betrachtet wird.
      Viele passen sich an, tragen dann Ungerechtigkeit mit, weil "es betrifft mich nicht", aber unbewusst ist ja da, dass es einen auch betreffen könnte, also mehr Anpassung und Gefolgschaft, bis hin zum Selbst voran Treiben....unbewusst immer mehr Angst.
      Schuld sind gefühlt aber die schon sichtbaren Opfer der Ungerechtigkeit weil sie das im Unbewussten das Angstgefühl als Bild vor einen stellen, was die Angst spürbar macht.
      Daraus wird dann "Ich hab Angst vor denen, also sind die böse".

      Hat jetzt aber jemand keinen Sinn für Hierarchien, informelle Hierarchien, Machtkonzepte und Machtspiele, und auch kein Wissen, wie die prinzipiell funktionieren, erlebt er immer wieder die Folgen - fühlt das als "ich, ohnmächtig, Opfer". Bis zum Auflösen-Gefühl.

      Wer ohne Sinn dafür, ohne Talent versucht mitzuspielen, selbst wenn Viel gewusst ist, wie das funktioniert, erlebt ständiges Scheitern. Und "Verrat".
      Und Alternativen werden nicht gelehrt, dazu dann Denkverbote - das würde ja die talentierten Profitöre stören. Die ja keinen Grund haben, was zu ändern.
      Gerechtigkeit wird ja für viele erst dann Thema, wenn sie selbst von Ungerechtigkeit betroffen sind.
      Dann wieder die Idee, Macht erlangen zu müssen, damit das aufhört...aber dann...s.o.

      Mir hat viel die Auseinandersetzung mit Machtstrukturen, Methoden, Folgen sowie die Unterscheidung zwischen "Macht über" und "Wirkungsmacht" geholfen. :)
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    • @Happy to be
      Ich sehe die Kontakte und Beziehungen um mich herum als Übungsfeld, außer wenn ich im Mangel bin. Dann gebe ich meinen Mitmenschen Macht über mich (was das Gefühl der Ohnmacht in mir auslöst). Der Fokus ändert sich dramatisch, wenn ich im Mangel bin (zb Schlafmangel, zu wenig gegessen, zu viele Reize). Das trägt alles zu meiner vermeintlichen Kritikunfähigkeit bei.
      wiedereinmal super formuliert von dir :thumbup: und ich fühle mich heute morgen ja auch besser weil meine "Kontakte und Beziehungen" gemeinsam mit mir üben mussten - und wir es praktisch zu fünft schon geschaft haben. zwar sind wir fünf schon ein riesengroßs spektrum, aber in meiner ecke bin ich doch froh dank euch keine offene flanke zu haben (vollverkorkste RW)

      finde Rowdy ist sensationelle Comic- Artistin und wie H.R.Gieger oder DJ Freetracks fürs copierightsharing und hat vll darum nicht nötig lange zu diskutieren ;)
    • @Tomi Blum

      Das ist ein Ausschnitt aus meinem Beitrag :d

      @Happy to be

      Oh ja, da klingt etwas ganz tief in mir drinnen an.

      Dieses ständig gefühlte scheitern in Beziehungen (zu Frauen als auch Männern, aber besonders zu Frauen).
      Ich selbst wurde sogar oft als Täter dargestellt und mir wurde mehr Macht zugesprochen als ich habe - nämlich keine. Das ist mir allerdings noch nicht lange klar. Ich habe sehr lange geglaubt, dass ich die Menschen um mich herum mit meinem Verhalten krank mache und mich versucht, zu verbiegen und in eine Form zu pressen (des Frieden willens), was gehörig schief ging. Ich denke, so äußert sich meine toxische Scham gekoppelt mit meinen kaum wahrnehmbaren Ich-Grenzen, zu denen ich in den letzten vier Jahren jedoch ein enormes Gespür entwickelt habe und immer noch entwickle - also für mich. Ich entwickle eine Beziehung zu mir. Ich bin für mich und meine Grenzen verantwortlich und nicht für die der anderen. Nach und nach komme ich immer mehr aus meinem Täterdenken raus.

      Ich habe zum Thema Macht auch einige interessante Bücher gelesen - bin aber für weitere Büchertipps offen und dankbar :)
    • Mir gefällt gerade das Bild der flankendeckenden Walküre :d

      Scham und Schuldgefühle bei anderen erzeugen
      sind Ziel, Mittel und Macht der Täter bzw derer, die diesen Vertrauen und glauben.

      Und sowas lässt sich ja ganz sachlich überprüfen. :nod:
      Auf das, was man dann aber mit und aus den :d dadurch erzeugten Gefühlen macht... wenn man gelernt hat wie und sich hier für sich selbst zuständig erkennt.... haben diese keinen Einfluss. :d

      Edit: Muss gleich auf die Handlungsebene und ein bisschen Wirkungsmacht entfalten :d
      Bis heute Abend :)
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    • Happy to be wrote:

      rowdy wrote:

      Happy to be wrote:

      desto mehr Bereitschaft, auch mal anderes nach und durchzudenken, die Perspektive zu wechseln und ggf umzudenken.
      Ich finde es schade, dass so wenig Leute bereit dazu sind.
      Womit wir wieder bei der Angst bis hin zum Auflöse-Gefühl wären.Es ist immer einfach, zu sagen, die anderen wären dazu nicht bereit, was ja nichts anderes bedeutet, als "die wollen nicht".
      Klar, dass sich andere diesem Unbehagen aussetzen ist einfacher.
      Geht es aber darum, selbst hinzusehen bei dem wo man das als Unbehaglich empfindet oder meint, recht zu haben und/oder das mit der Person verknüpft, die man vllt wg sowie wie "denken fordern" nicht mag, dann sieht es anders aus.
      Hier setzten sich dann die durch, die nicht denken können oder nachdenken wollen, aber die Macht haben, diejenigen, die denken, kaltzustellen.
      Und sagen dann, die Denkenden denken falsch.
      Gemeint ist, es ist falsch, dass du denkst, denn das bedroht meine Macht.
      Das trifft aber nicht auf mich zu. Ich setze mich gern mit Unbehaglichen auseinander.
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      Dummheit ist nicht "Nicht Wissen" oder "Nicht Wissen Wollen", Dummheit ist "Glauben genug zu Wissen"
    • FruchtigBunt wrote:

      Von daher kann ich mir vorstellen, dass für Menschen mit ASS das Denken tatsächlich die Existenz sichert, weil man sich dadurch erst wahrnimmt. Gibt es dann "Probleme" in diesem Denkprozess, so hängt daran die ganze Existenz, weil die Gedanken ja der Bezug für das eigene Sein sind (sofern die Theorie stimmt). Bei NT ist das Denken vermutlich nicht so mit der eigenen Existenz verwoben, also dass diese mit dem Erfolg des Denkens steht und fällt, sondern diese Menschen haben über das Körperschema gelernt, sich im Raum Stabilität zu geben. Sie müssen sich dazu nicht an Gedanken als Orientierung klammern.
      Denken als "Ersatz" für Körperlichkeit/ Raumwahrnehmung , das leuchtet mir als tiefere Ursache dieser Verzweiflung ein.

      Für mich war es nicht nur niederschmetternd, sondern gerade zu vernichtend, als es einem Psychiater einfiel, mir die Diagnose "Schizophrenie" zu geben und anzufügen: "Sie haben Denkstörungen."
      Am liebsten hätte ich ihn gefragt , was er darunter verstände, aber dazu kam ich nicht. Ich rauschte sozusagen in einen Shutdown, spürte meinen Körper gar nicht mehr und konnte nicht einmal mehr sprechen. Ich löste mich buchstäblich in Nichts auf.
      Das Gefühl war ziemlich entsetzlich und verursachte in mir Panik.
      (Ich weiß nicht, ob dieser Arzt sich dem bewußt war, was er auslöste? Ich tippe auf Nein.)

      FruchtigBunt wrote:

      Ich kenne dieses Gefühl, mich aufzulösen und zugehörige Gefühle von Kontrollverlust und Ohnmacht. Vor allem dann, wenn ich der Meinung bin, jemand hätte etwas falsch verstanden bzw würde fehlerhaft und unfair argumentieren. Es belastet mich extrem. Ich will zukünftig in die Richtung mit diesem Körperschema arbeiten, damit ich die Gedanken nicht mehr brauche, um mich zu stabilisieren und damit ich hoffentlich irgendwann auch nicht mehr diese Todesangst wegen so lächerlicher Dinge bekomme.
      Ich habe früher darüber nicht sprechen können , da ich dachte , ich bin die einzige Person auf der Welt, der so etwas passiert und wenn ich es sage , hält man mich noch für "verrückter".

      Der Gedanke , eine körperorientierte Therapie zu machen, leuchtet mir ein . Welche Therapien für Erwachsene gibt es in dieser Richtung?
      "Autismusdiagnose - Potius sero quam numquam.
      ( Lieber spät als nie.) "
      :irony:
    • Das Thema spricht mich sehr an. Was Sinnvolles dazu beitragen kann ich im Moment (noch?) nicht, ich muss das erst mal für mich sortieren, kann meine Gefühle dazu ganz schlecht differenzieren. Dabei sind eure Formulierungen aber sehr hilfreich für mich. Ein sehr komplexes Thema, finde ich...

      Rhianonn wrote:

      Der Gedanke , eine körperorientierte Therapie zu machen, leuchtet mir ein . Welche Therapien für Erwachsene gibt es in dieser Richtung?
      Da hefte ich mich mal dran, das interessiert mich auch. Und auch, welche Therapien von der KV bezahlt werden? Daran scheint es ziemlich zu haken... Mein Eindruck ist, dass es auch einen ziemlichen Dschungel an Therapieverfahren gibt, die alle m.o.w. unerforscht sind (also nach seriösen Kriterien...) und von Heilpraktikern, Wellness-Leuten und sonstwem angeboten werden dürfen. Der Aufwand, da was Brauchbares zu finden, und das Risiko, wieder mal irgendwo zu landen, wo ich mir für dumm verkauft vorkomme, haben mich bislang ziemlich abgeschreckt :( Es gibt in der ganzen Therapieszene so viele Gurus, dagegen bin ich total allergisch...
      Good bye :)
    • Rhianonn wrote:

      FruchtigBunt wrote:

      Von daher kann ich mir vorstellen, dass für Menschen mit ASS das Denken tatsächlich die Existenz sichert, weil man sich dadurch erst wahrnimmt. Gibt es dann "Probleme" in diesem Denkprozess, so hängt daran die ganze Existenz, weil die Gedanken ja der Bezug für das eigene Sein sind (sofern die Theorie stimmt). Bei NT ist das Denken vermutlich nicht so mit der eigenen Existenz verwoben, also dass diese mit dem Erfolg des Denkens steht und fällt, sondern diese Menschen haben über das Körperschema gelernt, sich im Raum Stabilität zu geben. Sie müssen sich dazu nicht an Gedanken als Orientierung klammern.
      Denken als "Ersatz" für Körperlichkeit/ Raumwahrnehmung , das leuchtet mir als tiefere Ursache dieser Verzweiflung ein.
      Für mich war es nicht nur niederschmetternd, sondern gerade zu vernichtend, als es einem Psychiater einfiel, mir die Diagnose "Schizophrenie" zu geben und anzufügen: "Sie haben Denkstörungen."
      Am liebsten hätte ich ihn gefragt , was er darunter verstände, aber dazu kam ich nicht. Ich rauschte sozusagen in einen Shutdown, spürte meinen Körper gar nicht mehr und konnte nicht einmal mehr sprechen. Ich löste mich buchstäblich in Nichts auf.
      Das Gefühl war ziemlich entsetzlich und verursachte in mir Panik.
      (Ich weiß nicht, ob dieser Arzt sich dem bewußt war, was er auslöste? Ich tippe auf Nein.)
      Ich kann mir ansatzweise vorstellen, was die Diagnose für eine Panik in einem auslösen kann. Es wird einem dann sozusagen das Bisschen genommen, was man glaubt zu sein bzw. worüber man sich definiert, nämlich das Denken bzw. das Bewusstsein, dass durch das Denken vielleicht erst entstehen konnte. Mit der Diagnose kriegt man dann sozusagen ins Gesicht gesagt "Sie existieren gar nicht. Alles was Sie glaubten zu sein, ist nur eine Illussion." Spätestens dann wird man vermutlich wirklich aufhören zu existieren und durchdrehen. :? Ich kann mir jedenfalls vorstellen, dass einem da wirklich der Boden unter den Füßen weggerissen wird. Man ist einfach nicht mehr, weil man es von einer Person, die die Deutungshoheit über Diagnosen hat, so gesagt bekommt.

      Rhianonn wrote:

      FruchtigBunt wrote:

      Ich kenne dieses Gefühl, mich aufzulösen und zugehörige Gefühle von Kontrollverlust und Ohnmacht. Vor allem dann, wenn ich der Meinung bin, jemand hätte etwas falsch verstanden bzw würde fehlerhaft und unfair argumentieren. Es belastet mich extrem. Ich will zukünftig in die Richtung mit diesem Körperschema arbeiten, damit ich die Gedanken nicht mehr brauche, um mich zu stabilisieren und damit ich hoffentlich irgendwann auch nicht mehr diese Todesangst wegen so lächerlicher Dinge bekomme.
      Ich habe früher darüber nicht sprechen können , da ich dachte , ich bin die einzige Person auf der Welt, der so etwas passiert und wenn ich es sage , hält man mich noch für "verrückter".
      Der Gedanke , eine körperorientierte Therapie zu machen, leuchtet mir ein . Welche Therapien für Erwachsene gibt es in dieser Richtung?
      Die meisten Therapeuten halten einen vermutlich wirklich für verrückt. Ich glaube, die meisten Therapeuten kennen sich mit dem Konzept von diesem Körperschema gar nicht aus, weil das in der Zeit vor der Verhaltenstherapie entstanden ist. Ich glaube, das wird so nicht mehr gelehrt. Heute lautet das Credo, dass man alles durch Üben und Konditionieren hinbekommen kann. Jemand, der das auf dem Lehrplan stehen hatte und noch nie von diesen anderen Konzepten gehört hat, tendiert womöglich dann wirklich dazu, einen für verrückt zu halten, weil ja auch die Art der Beschreibung und die Verwendung der Worte ganz anders sind, als bei der sachlich-orientierten Verhaltenstherapie. Am ehesten wird einen vielleicht noch ein Psychoanalytiker verstehen.
      Ich habe meine Erkenntnisse zu dem Körperschema und zu meinem Verdacht zwischen fehlender Körperverankerung, Zwängen/Ohnmacht und Autismus einer Therapeutin gesagt. Die hat dazu überhaupt nichts gesagt. Da ich, wenn ich von etwas begeistert bin (von dieser Theorie bin ich sehr begeistert), oft eine sehr bildhafte Sprache benutze und nicht mehr so sachlich und strukturiert bleiben kann, habe ich den Verdacht, dass die wirklich glaubte, dass ich nicht mehr alle Tassen im Schrank habe. :cry:

      So oft ist einfach nur das Denken akzeptiert, das hauptsächlcih gelehrt wird. In den 70er Jahren wurde dieser Ansatz vielleicht noch beachtet, aber heute wird man damit aus welchen Gründen auch immer womöglich nicht ganz ernst genommen. Ich glaube, es liegt daran, dass auch in der Therapie der Vernunft und dem Denken zu viel Raum gegeben wird und dem Körper zu wenig. Dem Fühlen wird hingegen auch wieder mehr Raum eingeräumt, finde ich. Ich verstehe die Vernachlässigung dieser Körperlichkeit nicht, denn eigentlich findet doch auch alles in diesem Körper statt, wieso lässt man den dann so außen vor und will das alles nur über den Kopf 'reparieren'?

      An körperorientierten Therapien gibt es wohl sehr viele Richtungen, wobei ich keine Ahnung habe, ob das tatsächlich alles praktiziert wird und ob man das so klar voneinander abgrenzen kann in der Anwendung. Ich lese gerade ein Buch zum Thema Körperpsychotherapie, um mir darüber einen Überblick zu verschaffen. Es heißt "Praxis Körperpsychotherapie" von Ulfried Geuter. Ich halte dieses Buch für sehr gut. Ich bin aber noch nicht an der Stelle, um sagen zu können, welche Therapieform für mich bzw. für Autisten hilfreich wäre. Im Buch werden aber z. B. Tipps gegeben, welche Arten von Körpertherapie bei Traumatisierten z. B. nicht hilfreich sind bzw. was vermieden werden sollte und in welche Richtung bei diesen Personen gearbeitet werden sollte. Zu Asperger bzw. Autismus stand in diesem Buch bis jetzt noch nichts. Es ist auch ausdrücklich nicht störungsspezifisch geschrieben, so dass man in dem Buch dazu wahrscheinlich nichts Spezifisches zu Asperger und Körpertherapie finden wird.
      Ob das Thema "Körperschema" behandelt wird in dem Buch, weiß ich auch noch nicht. Die Infos, die ich bisher zum Körperschema hatte, stammen aus dem Internet.

      In diesem Thread habe ich Quellen genannt. Auf der einen Homepage sind auch einige Übungen.

      Ich fände es schon hilfreich, wenn ich einen Therapeuten finden würde, der aus Erfahrung weiß, was man in der Therapie machen kann, um das Körperschema aufzubauen.
      Ich werde aber trotzdem allgemein nach Körpertherapeuten suchen, auch wenn die Wahrscheinlichkeit vermutlich eher gering ist, dass die sich speziell mit dem Körperschema auskennen. Vielleicht bekommt man dann in den Erstgesprächen raus, ob es "passt". Leider übernehmen die Krankenkassen diese Therapieform ja nicht, so dass ich zu allererst nach Therapeuten suchen werde, die für einen anderen Bereich eine Kassenzulassung haben und das dann 'nebenher' mitmachen, wobei ich schon jemanden brauche, der darin sehr spezialisiert und auch erfahren ist.

      Keine Ahnung, wie viele Sitzungen man da bräuchte, aber ich wäre auch bereit, die privat zu bezahlen. Lieber zahle ich ein paar tausend Euro, als nochmal von Therapeuten so re-traumatisiert und inadäquat behandelt zu werden, wie es bisher schon diverse Male der Fall war oder meine Zeit in nutzlose Zeitverschwendung zu stecken.

      Ich denke aber mal, dass dieser Körpertherapeut eine Art Koryphäe ist, weil ich dessen Verständnis und Empathie aus dem Buch heraus schon überwältigend finde. Wahrscheinlich werde ich nun alle Körpertherapeuten wieder daran messen. Oder ich frage den, ob er für mich einen Therapieplatz frei hat. :o

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    • Platypus wrote:

      Das Thema spricht mich sehr an. Was Sinnvolles dazu beitragen kann ich im Moment (noch?) nicht, ich muss das erst mal für mich sortieren, kann meine Gefühle dazu ganz schlecht differenzieren. Dabei sind eure Formulierungen aber sehr hilfreich für mich. Ein sehr komplexes Thema, finde ich...

      Rhianonn wrote:

      Der Gedanke , eine körperorientierte Therapie zu machen, leuchtet mir ein . Welche Therapien für Erwachsene gibt es in dieser Richtung?
      Da hefte ich mich mal dran, das interessiert mich auch. Und auch, welche Therapien von der KV bezahlt werden? Daran scheint es ziemlich zu haken... Mein Eindruck ist, dass es auch einen ziemlichen Dschungel an Therapieverfahren gibt, die alle m.o.w. unerforscht sind (also nach seriösen Kriterien...) und von Heilpraktikern, Wellness-Leuten und sonstwem angeboten werden dürfen. Der Aufwand, da was Brauchbares zu finden, und das Risiko, wieder mal irgendwo zu landen, wo ich mir für dumm verkauft vorkomme, haben mich bislang ziemlich abgeschreckt :( Es gibt in der ganzen Therapieszene so viele Gurus, dagegen bin ich total allergisch...
      Ich denke auch, dass dieses Problem mit den "Gurus" in dem Bereich besteht. Ich habe nichts gegen Heilpraktiker, aber ich bin z. B. öfters auf Homepages von Heilpraktikern und da merke ich oft schon anhand der Art wie sie schreiben, dass wohl viele auf so einer Art "Selbstfindungstrip" sind und sich dann auch eher an solche Personen richten. Asperger ist aber eine handfeste 'Krankheit' (bzw. Entwicklungsstörung oder Behinderung) und wenn Traumatisierungen dazu kommen, geht es erst Recht ans Eingemachte.
      Ich möchte nicht sagen, dass sich Heilpraktiker damit nicht auskennen können, aber irgendwie finden sich unter Heilpraktikern doch ein großer Prozentsatz von Menschen, die mir irgendwie suspekt sind. Genauso finde ich dort aber auch oft extrem viele Menschen, die aus den üblichen Lehrmeinungen ausbrechen und sehr achtsam und intelligent sind. Meiner Meinung nach sind in dem Bereich die Extreme breiter gefächert, als bei herkömmlichen Psychotherapeuten.

      Körpertherapeuten gibt es aber wohl auch nicht nur unter Heilpraktikern. Es kann ja sein, dass sich ein kassenzugelassener Therapeut bzw. ein Psychologischer Psychotherapeut nach seinem Studium auf den Bereich Körpertherapie spezialisiert. Dann darf er das zwar nicht offiziell abrechnen, aber er hätte dann immerhin ein Psychologiestudium durchlaufen (wobei ich da auch nicht unbedingt so viel draus ableiten würde).

      Theoretisch könnten wohl auch Ergotherapeuten und Physiotherapeuten solche Arbeit anbieten, aber da wäre ich mir dann sehr unsicher, ob genug psychotherapeutisches Hintergrundwissen besteht. Denn nach diesem Buch ist "Körpertherapie" keine Therapie, die sich nur um den Körper dreht, sondern eigentlich eine Psychotherapie (mit Worten), die Körperelemente mit einbezieht.

      Ich habe mich schon auf so viel eingelassen und denke, dass es nur besser werden kann. :| Von daher werde ich wohl einfach Kontakt zu diversen Körperpsychotherapeuten suchen und dieses Mal werde ich keine Therapien mehr beginnen, wo ich vorher schon das Gefühl habe, dass irgendwas komisch ist. Ich habe nämlich erst vor kurzem wieder die Erfahrung gemacht, wie unglaublich schlecht selbst langjährig erfahrene und spezialisierte Therapeuten einen behandeln können. Da hatte ich schon wieder an mir gezweifelt und dachte, dass ich wohl einfach zu kompliziert bin. Bei einer ganz anderen Therapeutin habe ich innerhalb der Hälfte der Zeit das Gefühl, dass wir das 30-fache angesprochen und vor allem 'berührt' haben. Bei der ersten Therapeuten war es ein belangloses Plaudern wie bei einem Kaffeeklatsch, bei dem ich mich nicht ernst genommen und verschaukelt fühlte und sehr starke Zweifel an der Kompetenz der Person hatte. Bei der anderen war es wirkliche Therapie und ich konnte mich an der Therapeutin ausrichten. :roll: Das erschreckt mich, dass da die Unterschiede so drastisch sind. Das hatte aber beides nichts mit Körperpsychotherapie zu tun, sondern mit Autismustherapie.

      The post was edited 1 time, last by FruchtigBunt ().

    • Danke dir :) @FruchtigBunt

      In der Reha nach meiner Wirbelsäulen- OP arbeitete eine der Physiotherapeutinnen mit mir mit der Alexander- Technik. Ich hatte den Eindruck, davon hundertmal mehr zu profitieren als von Psychiatrie.
      Deine Ausführungen geben mir so langsam eine Ahnung, warum das so war.
      "Autismusdiagnose - Potius sero quam numquam.
      ( Lieber spät als nie.) "
      :irony:

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    • Ewig suchender Michael wrote:

      Ja, du hast es gut beschrieben, es fühlt sich an, als ob einem der Boden unter den Füßen weggezogen wird. Ähnlich einer Ohnmacht. Jegliche Art von Kritik ist bei mir in der Lage, diesen Zustand direkt auszulösen, auch wenn es berechtigte Kritik ist. Es ist nicht so, dass ich recht haben möchte, sondern dass ich mich in meinem Sosein durch Kritik gedemütigt fühle.
      Zum Denken kann ich sagen, dass das Denken an sich sich aus Angst heraus entwickelt hat.
      Das geht mir absolut auch so.
      Wenn ich mir sicher bin, im Recht zu sein, und nicht Recht bekomme, ist das für mich ein Kampf um Sein oder Nichtseiin. Als könnte ich nur existieren, wenn man mein Wissen anerkennt.

      Ich habe mir das immer so erklärt, dass mein Wissen als Kind das einzige war, was mir bei anderen Menschen Respekt verschafft hat. Ich konnte nicht klettern oder rennen, ich war nicht beliebt, ich war nicht cool, ich war nicht besonders nett, ich war nicht gut angezogen. In allem eigentlich weit unter dem Durchschnitt.

      Das einzige, was bei mir besser klappte als bei anderen, war Wissen zu sammeln und wiederzugeben. Mein ganzes Selbstbewusstsein war (und ist?) auf Wissen bzw. Besser-Wissen begründet. Weil ich mehr wusste als die anderen, hat man mich (zwar nicht geliebt, aber) akzeptiert und respektiert.

      Entsprechend habe ich das Gefühl, den Boden unter den Füßen zu verlieren, wenn mein Wissen nicht anerkannt wird.
      I have my books
      And my poetry to protect me