Was für schlimme Erfahrungen habt ihr in eurer Schulzeit gehabt?

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • Was für schlimme Erfahrungen habt ihr in eurer Schulzeit gehabt?

      Hallo Gleichgesinnte

      Ich habe wieder Mal über meine Schulzeit nachgedacht

      Vorab: Ich heiße Silas (kurz Form von Silvan
      Bin 18 Jahre alt und mache gegenwärtig ein Jahrespraktikum auf einem Reiterhof . Ich wohne in Euskirchen ( der Stadt wo es mehr Supermärkte gibt als man braucht ;) ) und habe die Schule seit fast einem Jahr hinter mir. Meine Hobbys sind kopfrechnen ,Mathematik, Krafttraining und
      Waldspaziergänge( zum runterkommen)

      Ich kann euch nur sagen das mich die anderen irgendwie gehasst und gleichzeitig bewundert haben beides ohne Grund :m(:

      Die Jungs haben immer versucht mich zu
      Demütigen oder zu schlagen ( Nur wenn sie andere hinter ihrem Rücken hatten)oder sie haben einfach meine Sachen genommen.

      Die Mädchen haben versucht mit mir zu flirten und mich anzufassen. Das ging schon teilweise so weit das ich mit Springseilen gefesselt wurde. Mit Tampons beschmissen wurde. Eine von denen hat sogar versucht mich an der Leiste zu berühren!!! :shake:

      Wie ihr euch schon denken könnt haben mir die Lehrer nie geholfen ( dadurch haben meine Noten gelitten)

      Mit den Lehrern hatte ich auch so meine Probleme
      Gehabt.

      Zum einem hat mir die Art wie sie das wissen versucht haben zu vermitteln überhaupt nicht gefallen

      Zweitens: wenn ich einem Lehrern auf einen Fehler hingewiesen habe wurde ich als Klugscheißer oder besserwisser beschimpft!!! :frown:

      Drittens : der Unterricht ist dermaßen langweilig und laut gewesen das ich entweder die anderen abgelenkt habe oder ich bin einfach während des Unterrichts eingeschlafen .Ich wurde mit abschreibtexten bestraft !!! :x

      Viertens : Dieser Leistungsdruck vorallem in dem 9 und 10Jahrgang das man sich schon sofrüh wie möglich bewerben müsse, das man die und die Note für s Abi braucht um angenommen zu werden und dann noch die scheiß zaps die einem nur Zeit und Nerven kosten!!!

      Ab der 10 hab ich mir nur noch gedacht :
      Die Schule ist nur dazu gedacht um die Persönlichkeit eines jeden jungen Menschen
      Zu zerstören.Es wurde Zeit für mich die mentalen Ketten zu sprengen die meinen geist gefangen hielten. Seit ich von der Schule raus bin weiß ich nun wer ich bin und wozu ich in der Lage bin
      Diese Zeit ,diese 10 Jahre hat man mir gestohlen!!! Und vielen anderen auch ,nur damit wir der Oberschicht dienen !!!

      Was habt ihr für schlimme Erfahrungen
      In dieser Zeit gehabt ?

      Seid ihr alle auch der Meinung das Schulen
      Nur dazu beitragen die Persönlichkeit und die Neugier der Kinder und Jugendlichen zunichte zu machen???

      Ich freue mich auf eure Antwort
      • Euer silas
    • Silas 2001 wrote:

      Was habt ihr für schlimme ErfahrungenIn dieser Zeit gehabt ?
      Ich wurde ab der 7. von anderen Schülern massiv gemobbt. Ich wurde beleidigt, bedroht (das ging hin bis zu Morddrohungen), bespuckt, bestohlen, geschubst, geschlagen (z.T. mit langen Weidenruten, was höllisch wehtut und blutige Striemen verursacht), man hat mich an den Haaren durch die Gegend geschleift und meine Sachen zerstört. Mein Deutschlehrer hat munter mitgemobbt. Er hat über das Mobbing der anderen Schüler hinweggesehen, meine Aufsätze absichtlich schlecht benotet, es hingestellt, als wäre ich ungepflegt und würde stinken. Er hat sogar mal das Gesundheitsamt in den Unterricht bestellt, weil ich angeblich Läuse hatte. Die anderen Lehrer und der Rektor konnten mir leider nicht wirklich helfen, da besagter Deutschlehrer Verbindungen nach ganz oben hatte und sie sonst ihren Job verloren hätten. Ich habe eines Tages in einem Meltdown den Anführer der mobbenden Schüler (ein Junge, der über einen Kopf größer war als ich) so sehr verprügelt, dass er heulend und blutend am Boden lag und danach hat mich nie wieder ein anderer Schüler auch nur schief angesehen oder gar beleidigt. Ich wurde dann anfangs des zweites Halbjahres der neunten Klasse von der Real- auf die Hauptschule versetzt und ab da ging es wieder bergauf.

      Entgegen der Prognose meines ehemaligen Deutschlehrers habe ich die Hauptschule nicht ohne Abschluss, sondern sogar mit dem erweiterten Realschulabschluss verlassen. Wenn ich meinen ehemaligen Deutschlehrer heute sehe, habe ich keine Angst mehr vor ihm und ich empfinde auch keine Wut oder Groll. Im Gegenteil, ich empfinde ehrlich gesagt Mitleid mit ihm. Welch winziges Ego muss der arme Kerl haben, dass er es nötig hat, es an Kindern alleinerziehender Mütter (die traf es im Laufe seiner "Lehrerkarriere" immer wieder; er hatte also wohl Angst vor den Vätern) aufzupolieren? Naja, bei mir hat er am Ende das Gegenteil davon erreicht, was er wohl erreichen wollte. Das Mobbing hat mich nicht eingeschüchtert und mein Selbstbewusstsein zerstört. Es hat mich stark gemacht. Es hat mir gezeigt, dass ich mich wehren darf und muss. Seitdem lasse ich es nicht mehr zu, dass mich irgendwer mobbt. Versucht das jemand, setze ich demjenigen sehr deutliche Grenzen (natürlich gewaltfrei). Ohne das Mobbing wäre ich heute nicht die Person, die ich bin. :thumbup: :nod:

      Silas 2001 wrote:

      Seid ihr alle auch der Meinung das Schulen
      Nur dazu beitragen die Persönlichkeit und die Neugier der Kinder und Jugendlichen zunichte zu machen???
      Nein. Im Normalfall helfen Schulen eigentlich, die Neugier der Kinder zu wecken und tragen dazu bei, dass Kinder ihre Persönlichkeit entfalten und entwickeln können. Nur leider kommt es immer öfter vor, dass an Schulen etwas verkehrt läuft und die Schüler dann darunter leiden. Die Gründe dafür sind vielfältig. Soziale Brennpunkte, zu viele Schüler und zu wenig Lehrer, z.T. extremer Gruppendruck unter den Schülern, aber nicht zuletzt auch gewaltbereitere Schüler, die dank falscher Vorbilder und dem Internet vor nichts und niemanden mehr Respekt haben. :thumbdown: :shake:
      Ich bin nicht auf der Welt, um zu sein, wie Andere mich gern hätten.
    • Spontan..ich habe Probleme mit extremen Sarkasten gehabt, schon immer. Da ist so etwas boshaftes und überhebliches, dabei engstirniges dahinter,
      Da habe ich als junges Mädchen in der Schule natürlich noch mehr Probleme gehabt als heute.
      Ausgelachtwerden tut weh, Mobbing und Ausgrenzung/Abkanzelung auch.
      “The mind is like tofu. It tastes like whatever you marinate it in.”


      (Sylvia Boorstein)
    • Liebe Windtänzerin

      All mein Wissen und Fertigkeiten die iCH erworben habe habe ich nicht von der Schule sondern durch meiner Neugierde, meiner analytischen Denkweise und meiner Beobachtungsgabe .

      Sag mir warum haben wir Dinge lernen müssen die im späteren Leben unrelevant sind.

      Wieso unterrichtet nur ein einziger Lehrer im Durchschnitt 30 Schüler und Schülerinnen?

      Warum Windtänzerin haben dir die Lehrer nicht geholfen ? Sondern sogar bei diesem psychospielchen teilweise noch mitgemacht?

      Warum wird man nach Noten beurteilt?
      Warum wird man in einem stickigem Klassen 6 bis 9 Stunden festgehalten ohne mit anderen sprechen zu dürfen?

      Warum haben so viele Kinder und Jugendliche burn Outs vom dieser sogenannten bullimie Lernerei?

      Ach ich könnte dir noch so viele Fragen stellen warum Schule nicht das sein soll und ist was man uns vorgaukelt!!! Aber das würde dich und die anderen wahrscheinlich langweiligen.

      Das einzigste was du leider lernen musstest
      Ist wie böse andere Menschen Gegenüber anderen sind die nicht Mainstream sind ( damit meine das man in jeder Hinsicht nicht dem ideal der "Gesellschaft" entspricht)
    • Nein, Silas, was du schreibst stimmt so nicht. Ich habe in der Schule eine Menge gelernt, was im weiteren Leben für mich relevant war und ist. Und vor allem hat die Schule auch mein Interesse an vielen Dingen geweckt, mit denen ich vielleicht sonst nie oder erst sehr viel später in Kontakt gekommen wäre. Und warum die anderen Lehrer nicht helfen konnten, habe ich geschrieben. Hätten sie mir geholfen, hätte mein ehemaliger Deutschlehrer dafür gesorgt, dass ihre Karrieren als Lehrer vorbei gewesen wären.

      Wenn du lesen, schreiben, rechnen und anderes als irrelevant bezeichnest, ist das deine Meinung. Ich bin froh, dass ich all das lernen durfte, denn das ist in meinem Leben sehr wohl relevant und es gibt auf der Welt sehr, sehr viele Kinder, die diese Möglichkeit nie haben werden. Sicher gibt es Dinge, die du später in deinem Leben nicht mehr brauchst, aber woher willst du wissen, dass die anderen es später nicht vielleicht brauchen?

      Dass ein Lehrer 30 Schüler unterrichtet, finde ich übrigens auch nicht richtig. Kleinere Klassen wären meiner Meinung nach besser.

      In der Schule gibt es regelmäßig Pausen, in denen man mit anderen reden kann. Im Unterricht geht das nun mal nicht, bzw. nur bedingt, da man dann nicht reden, sondern aufpassen und was lernen soll.

      Dass man benotet wird, kann man schlecht finden, aber es hat in Hinblick auf das Berufsleben auch seinen Sinn.

      Du bist jung und ich kann verstehen, dass du frustriert bist, weil du in der Schule keine guten Erfahrungen gemacht hast. Das war ich früher auch. Aber deswegen ist Schule noch lange nicht per se schlecht.
      Ich bin nicht auf der Welt, um zu sein, wie Andere mich gern hätten.
    • Die Schule wie sie heute hier existiert, ist tatsächlich dazu gedacht, die Menschen zu disziplinieren und zu guten Untertanen zu machen, bzw. zu Soldaten.
      Nach und nach hat sich das verändert und verändert sich weiter, aber im Kern ist tatsächlich nichts geändert worden.
      Ich habe mir auch das Lesen, das Rechnen* und Sachthemen sowieso selbst beigebracht.
      Das Einzige, was mir wirklich beigebracht wurde teilweise, ist das Schreiben.
      Ich weiß nicht, ob es für Autismus nicht sogar typisch ist, aber ich war und bin nicht wirklich „belehrbar“ wie andere. Ich muss alles irgendwie selbst erkennen und verstehen. Wenn mir einer nur sagt, wie etwas geht, klappt das nicht. Da fehlt irgendwie eine Verbindung, ein kompatibler Stecker bei mir sozusagen fürs Empfangskabel.

      Zurück zur Frage, also, ich bin das Thema mittlerweile schon müde, aber schlimme Erfahrungen waren z.B. Diebstähle, Mobbing, das Schubsen ins Brennesselfeld, in Schlamm etc. und dass ich Sozialstunden bekam dafür, dass ich mich gegen einen Mobber körperlich wehrte, das war einer meiner wenigen Meltdowns, aber im Großen und Ganzen war meine Schulzeit eigentlich schön (die Grundschule eher weniger).

      *Edit: Das Rechnen hat mir zuerst meine Mutter beigebracht.
      „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
      (Aristoteles, griechischer Philosoph, 384 - 322 v. Chr.)

      The post was edited 1 time, last by Cloudactive ().

    • Ich hatte in allen Schulen wo ich bislang war auch immer hier und da Probleme gehabt. An manchen Schulen mehr an anderen weniger was zum Teil auch auf die art der Probleme zurückzuführen war.
      Wenn man wenigstens noch Freunde hat, kann man Mobbing von anderen besser aushalten als wenn man ganz allein ist.
      Da liegt es nahe das es mir auf der Klinikschule in Viersen besser ging als auf der Hauptschule in der Nähe wo ich ganz allein war.
      Denn an beiden Schulen gab es auch viel gewalt.
      Die lehrer vertraten in meinem Fall aber immer meine Meinung, das es okay ist, wenn man sich selbst verteidigt, auch wenn das bedeutet das man zurück schlagen oder treten muss, solange man damit nie angefangen hat.
      An anderen Schulen wurde ich sogar von lehrern gemobbt und das nur weil ich aus einem anderen Bundesland kam. Die Schüler merkten das ich probleme in manchen Fächern hatten und schoben das auf meine Herkunft zurück und einer der Lehrer hat sogar mitgemacht.
      Sowas geht garnicht finde ich und ist unter aller sau :thumbdown:
      Generell war alles dabei, von auf dem Schulweg auflauern, bedrohen, schlagen, treten, an haaren ziehen, Juckpulver in den Kragen reiben, hinterher jagen, nachhause verfolgen, sachen klauen/kaputtmachen, versuchen mit mehreren zu verprügeln, fiese Bemerkungen, auslachen, lästern, beschimpfen, Gerüchte bei anderen verbreiten, sexuelle Belästigung (aber das war nur einmal und ich musste den schlagen damit der mich nicht mehr mochte).
      Meistens hat das Mobbing nachgelassen oder ganz aufgehört nachdem ich denen gegenüber gewalttätig wurde aber dazu war ich nur in der Lage wenn sie so zu mir zuerst waren.
      Verbale Sachen habe ich versucht zu ignorieren oder ich hab sie zurück beleidigt und versucht sie dazu zu bringen mich körperlich anzugreifen, was sehr selten klappte.
      So wirklich mit ernsten Konsequenzen wurden die "Täter" nie bestraft, auch wenn sie einen Anschiss kassiert haben.
    • @Silas 2001 Ich habe auch jahrelanges Mobbing erlebt, mag da aber auch nicht mehr ins Detail gehen. Damals hieß das noch nicht so, und es hat weder Lehrer noch Eltern gekümmert, es hieß nur, ich müsse mich besser anpassen, sei selbst schuld, müsse eben bestimmten Kindern aus dem Weg gehen etc. Ich habe recht schnell aufgegeben, etwas zu sagen, es interessierte ja doch keinen, und außerdem war ja dann klar, dass ich selbst schuld war....

      Ich möchte übrigens zu bedenken geben, dass dieser Bereich öffentlich lesbar ist, du gibst sehr viel konkrete Info über dich. Ich hoffe, das war dir bewusst?
      Es darf genau so sein.
    • Silas 2001 wrote:

      Und vielen anderen auch ,nur damit wir der Oberschicht dienen !
      Diese Formulierung finde ich ein bisschen eigenartig, weil ja gerade Schulbildung ein Sprungbrett sein kann, selbst irgendwann zur Oberschicht zu gehören, indem man einen höherwertigen Beruf erlernt, also Akademiker wird. Geht natürlich nur, wenn man nicht vorzeitig hinschmeißt, und speziell für Aspies gibt es viele Hindernisse dahin.
      Was dann noch bleibt, wenn man nicht der Oberschicht dienen will, ist, sich selbstständig zu machen oder etwas anderes zu finden, was zu einem passt.

      Ich fand Schule auch schrecklich, aber in meinem Fall lag es nicht an den Lehrern oder den Mitschülern, sondern hauptsächlich am System, und ansonsten an meinen AS-Schwierigkeiten (z.B. Kommunikation). So viele Stunden herumsitzen und fremdbestimmt mehr oder weniger langweilige Sachen machen, das lag mir halt nicht. Die Pausen waren dann auch meist keine Erholung, sondern nur anderer Stress. Ich weiß aber nicht, wie Schule verändert werden müsste, damit das besser gepasst hätte.
      Um die gleiche Lernmenge zu bewältigen wie in diesem bestehenden System, wo für dieses Ziel auch Druck gemacht wird, würde ohne Druck vielleicht gar nicht funktionieren. Nur lernen, was Spaß macht, wäre auch sehr einseitig unter Umständen. Ich hätte dann nie am Mathe- oder Deutschunterricht teilgenommen... Es kann vielleicht einfach nicht immer nur Spaß machen... aber möglicherweise ist es für Aspies in diesem System schwieriger als für andere Kinder. In meiner Klasse waren z.B. auch Leute, die sagten, dass sie sich auf den ersten Schultag nach den Ferien freuen, das war bei mir nie der Fall.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Cloudactive ich bin da ganz wie du! Aber unbelehrbar bist du ganz bestimmt nicht auch ich nicht!! Keiner auf diesem Planeten ist es! (Vielleicht nur die Ignoranten Leute )

      Windtänzerin die einzigste Zeit wo ich wirklich gerne zur Schule gegangen bin war auf der Grundschule. Das war eine Schule die nach der Peter Petersen Art funktionierte: das heißt es wurden 1 und 2 Klässler und jeweils die 3 und 4 Klässler zusammen unterrichtet . Die Klassen zählten im Durchschnittnd 20 Kinder und einen lehrer.
      Der Unterricht dort hat folgendermaßen funktioniert. Die Lehrer haben mit dem einen
      Jahrgang was an der Tafel besprochen während der andere Jahrgang Aufgabenlösen sollte .Danach wieder gewechselt je nach dem wie weit die beiden Jahrgänge waren. Meine Klassenlehrerin die ich in der 3 und 4 Klasse hatte war auch total cool.Sie hat mir Immer gesagt das nicht schlimm ist Fehler zu machen ( ich war damals grottenschlecht in Mathe) dadurch hatte ich auch die Motivation dazu es doch zu erlernen.


      Aber dennoch verurteile ich das jetzige Schulsystem was wir haben aufs schärfste :!: :!: :!:
    • Nachdem ich selbst es überlebt hatte, dacht-ich mir, ich sei der Einzelfall. So hatte man es mir ja immer erklärt. Wer gemobbt wird, hat etwas ausgefressen, im Zweifelsfalle sich nicht richtig angepasst.

      Nun hab ich Nachhilfeschüler. Auch alles Einzelfälle?

      Ich meine eher zu beobachten, dass das System heute viel schneller und achtloser aussiebt, was sich nicht auf normal trimmen lässt. Ich hatte einige hervorragende Lehrer (zum Glück) und ein paar, die waren schlichtweg gaga. Heute lehrt die nächste und übernächste Generation, der Anteil von Gagas dürfte gestiegen sein.
    • Naja, laut dem was mir erzählt wurde war meine Schulzeit ja nicht so "schlimm" wie ich sie wahrgenommen habe.
      Ich war immer ausgegrenzt und wurde nur eingezogen, wenn man keine andere Wahl hatte oder den "Nerd" gebraucht hat. Freunde hatte ich nicht wirklich und ich musste mich relativ stark durchsetzen um überhaupt einigermaßen in Ruhe gelassen zu werden (im Bezug auf mobbing und co).
      Ich hätte mir schon erhofft, dass es angenehmer gewesen wäre. Aber was solls. Ist nun mal so.
      Dazu kam, dass ich aufgrund meiner stark eingeschränkten Interessen keine Lust auf Unterricht hatte weil mich das nicht interessiert hatte und was mich interessiert wurde ich gebremst (Streber, Klugscheißer und co :( ).
      Im allgemeinen finde ich, dass das aktuell Konzept der Schule eine gute Überarbeitung vertragen könnte.
      Grüße aus der Pegasus Galaxie. :)
    • absolut.

      Ich weiß nicht, ob Schule noch schlimmer wurde....Die jüngste in der Verwandtschaft ist schon jetzt im ersten Schuljahr schulmüde, hat Ängste und auch Probleme wegen ihrer Hypersensibilität.
      Die Eltern sind auch eher zu streng , sodass ich ihr von Herzen viel Kraft wünsche für alles.
      “The mind is like tofu. It tastes like whatever you marinate it in.”


      (Sylvia Boorstein)
    • Lieber platypus

      Ich habe nicht viel vor euch zu verbergen !!!
      • Ich bin extrem impulsiv tut mir leid aber so ist es . Es ist nicht großkotzig. Von mir gemeint . außerdem bin ich immerhin nicht doof genug Facebook oder Instagram zu nutzen und mein ganzes Leben anderer Perspektivlosen Menschen zu zeigen!!!
      • Aber ich werde dennoch ein bisschen darauf achten was ich hier über mich erzähle ;)
    • @Silas 2001 Google liest hier halt auch mit, nicht nur die angemeldeten User. Aber wenn dir das bewusst ist, ist alles gut. Ich wollte dich auf keinen Fall kritisieren, sondern nur sicher sein, dass du es weißt. Immerhin hast du deinen richtigen Vornamen und deinen Wohnort angegeben sowie deine Praktikumsstelle.
      Es darf genau so sein.
    • Hi Silas,
      Völlig richtig, du hast messerscharf alle Fehler im System Schule erkannt.
      Blöd nur, dass das System Schule so gar nicht damit zu ändern ist, und das auch nicht hilft, mit dem, mit dem man da konfrontiert ist, zurecht zu kommen.
      Wobei ja schon die Erkenntnis, dass der Fehler DORT liegt, und man selbst nicht der Fehler ist, das Ergebnis einer enormen Denkleistung dazu ist, was ein bisschen beim Durchhalten hilft, bis es vorbei ist. :)

      Ein System, in dem sich viele mehr oder weniger komfortabel eingerichtet haben und davon profitieren, ändert sich nicht von sich aus.
      Änderungen brauchen lange und erfordern viel und harte Arbeit in dieser Zeit.
      Wer dem "entkommen" ist, hat dazu dann oft und verständlicherweise keine Lust. Profitabel ist es auch meist nicht. Und so bleibt alles, wie es ist.
      Will man aber - nach Erholungsphase - was dran ändern, dann sind die gemachten Erfahrungen und auch das gelernte Durchhalten wertvolle skills. Auch gegen den Frust, den man dann oft erlebt :)
      "AS? Sie wirken gar nicht so" -"Danke für die Bestätigung und Anerkennung all der geleisteten Arbeit, die dahinter steckt :) ".
    • Mir wurde in der Schule auch nur mehr gezeigt, dass ich für viele nicht existiere. Gute Beiträge wurden hinterher anderen Nachgesagt (und dementsprechend bewertet).
      In Dialogen wurde mir oft gesagt, dass mir eh niemand zuhört. Genauso wie im Satz einfach weggehen.

      Ich wurde oft geschubst, ignoriert, Sachen zerstört etc. Eine Person habe ich dann auch mal ordentlich verprügelt - hat wirklich geholfen.
      Später wurde eigentlich immer mein äußeres Kommentiert (keine Brüste - oo doch brüste, doch wieder nicht...)
      Bin auch auf Klassenausflüge in fremde Städte nicht mitgefahren, weil es mir zu riskant war, dort vergessen (bzw. Alleine gelassen zu werden)
      Ich kann gut Mitmenschen umgehen
    • Ich wurde von Beginn an (Grundschule) bis in die weiterführenden Schulen gemobbt - selbst als Erwachsene an einer Schule, an der ich mein Abitur hätte nachholen können (was ich trotz guter Noten nicht schaffte, da ich regelmäßig zusammengebrochen bin und gefühlt ständig krank war).
      Gleichzeitig gab es auch immer genug Schüler, die mich sehr gern hatten - auch solche, die beliebt waren. Ich habe stark polarisiert.

      Die schlimmste Zeit war definitiv die Grundschulzeit und die Zeit, als ich zwölf Jahre alt war. Ich wurde in meinem Wohnort verfolgt und war nirgendwo sicher. Zuhause hatte ich auch große Probleme. Trotzdem war ich ziemlich mutig und habe mich großen Gruppen mit lauter Heranwachsenden, die älter waren als ich, gestellt - alleine. Ich habe auch trotz dass ich selbst gemobbt wurde, immer andere in Schutz genommen. Rückblickend weiß ich, dass mir mein Verhalten nachhaltig den Rücken gestärkt hat.

      Später habe ich unter dem Mobbing zwar gelitten, wusste mir aber zu helfen. Die meisten sind viel zu feige, wenn man sich ihnen gegenüber stellt. Das ist mir klar geworden.

      Als ich einmal Drohanrufe bekam (Nummer unbekannt) pickte ich mir zwei Verdächtige raus und teilte ihnen mit, dass ich Anzeige auf Unbekannt machen werde und dann beim nächsten Anruf ohnehin herausfinden werde, von wem der Anruf stammt. Ehrlich gesagt, habe ich keine Ahnung, ob das tatsächlich möglich ist.. Aber die Anrufe haben aufgehört.

      Vor Autoritätspersonen mache ich auch keinen Halt, wenn sie ungerecht sind - mir oder anderen gegenüber.
    • So richtig mal sichtbar für alle wurde ich...
      als niemand vorher bemerkt hatte, dass ich zur Abiturzeugnisverteilung nicht in der Schule war - ich lebte ja allein und hatte den Termin versemmelt :m(: - und dann saßen alle in der Aula, und der Direktor rief mich auf..... :d
      "AS? Sie wirken gar nicht so" -"Danke für die Bestätigung und Anerkennung all der geleisteten Arbeit, die dahinter steckt :) ".
    • Dass die Schule für mich die Hölle war, hab ich hier ja schon in einem anderen Thema kurz erwähnt. Ein Ereignis ist mir aber ganz besonders im Gedächtnis geblieben, dass ich gerne mit euch teilen möchte, da ich es mir bis heute nicht erklären kann:

      Zwei Mitschülerinnen haben mich damals im Physikunterricht andauernd mit einem spitzen Bleistift in den Rücken gepiekst. Nun bin ich am Rücken äußerst berührungsempfindlich, das hat schlimme Schmerzen ausgelöst. Ich habe das 2-3 Mal über mich ergehen lassen, danach trat besagte Situation ein:

      Plötzlich sah ich wortwörtlich "schwarz". Es war alles dunkel um mich herum und ich weiß noch, dass ich schemenhaft mitbekam, dass ich mich zu den beiden gedreht und gerade die Haare einer der beiden gepackt hatte. Ich weiß noch dass ich eine furchtbare Wut in mir hatte. Als ich wieder zu mir kam war ich gerade dabei kräftig an ihren Haaren zu ziehen. Ich war davon so erschrocken, dass ich sofort losließ. Ich war von mir selbst extrem entsetzt.

      Weiß vielleicht jemand hier, was das gewesen sein könnte? Es ist mir noch ein einziges Mal im Leben passiert, als mich eine Nachbarin auf das Unterste beleidigt hat. Allerdings habe ich sie nicht angefasst, sondern nur gegen ihre Tür geschlagen, wie lange weiß ich nicht, ich habe ja nicht wirklich was mitbekommen. :oops: Als ich wieder zu mir kam, befand ich mich in der Wohnung und mein Mann, der der Situation beigewohnt hatte, stand noch im Treppenhaus, ich hatte ihn ausgesperrt. :oops:

      Ansonsten habe ich seit der Grundschule Ausgrenzungen und Anfeindungen erlebt. Alles aufzuzählen würde hier den Rahmen sprengen (RW) und ich möchte euch nicht langweilen.

      Silas, du schriebst:

      Silas 2001 wrote:

      Die Schule ist nur dazu gedacht um die Persönlichkeit eines jeden jungen Menschen
      Zu zerstören.
      Nein, das denke ich weniger, allerdings hat sie schon irgendwo die Aufgabe, deine Persönlichkeit so zu formen, dass du eine Meinung entwickelst, die mit der des Staates konform geht. So sehe ich das zumindest.