Die Zeit zwischen Diagnostik und Diagnose

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    • Die Zeit zwischen Diagnostik und Diagnose

      Wie seid Ihr mit dieser Zeit zwischen Diagnostik und Diagnose umgegangen?
      Ich finde diese Zeit sehr belastend und schwanke zwischen "Ich habe mir alles sicher nur eingebildet", "Ich bin autistischer als ich gedacht habe" und "Ich habe bestimmt so gut geschauspielert, dass ich eh nicht erkannt werde".
      Also 3 sich widersprechende Gedanken mit sämtlichen sich widersprechenden Gefühlen :(.

      Wie habt Ihr diese Zeit verbracht?

      The post was edited 1 time, last by Kaspar: Rechtschreibfehler ().

    • Da mir während meiner Diagnostik nur das prototypische Bild des Asperger-Syndroms bekannt war, war meine Unsicherheit ziemlich groß. Ich schloss es nicht aus, dass ich mich auf dem "Irrweg" befand und mir nur einredete, das Asperger-Syndrom zu haben. Dennoch, der Eigenverdacht blieb bestehen und ich wollte ihn abklären lassen, was ich dann letztendlich auch gemacht hatte. In Köln werden, unabhängig vom Geschlecht, auch sehr hochfunktionale Fälle diagnostiziert. Leider wird hier im Forum oft Anderes behauptet, was zur Angstschürerei führt.
    • Kaspar wrote:

      Wie habt Ihr diese Zeit verbracht?
      Ich bin mal bei Beitrag Nr. 8 der erste, der auf die tatsächlich gestellte Frage antwortet. :lol:

      Ich habe mir ein Haus an der Nordsee gemietet und getan, was mir gut tut. Am Meer sein, Krabben gucken, Wattwandern, Fotos machen, abends grillen, repeat.
      What doesn't kill me makes me stranger.
    • Eismensch wrote:

      Kaspar wrote:

      Wie habt Ihr diese Zeit verbracht?
      Ich bin mal bei Beitrag Nr. 8 der erste, der auf die tatsächlich gestellte Frage antwortet. :lol:
      Ich habe mir ein Haus an der Nordsee gemietet und getan, was mir gut tut. Am Meer sein, Krabben gucken, Wattwandern, Fotos machen, abends grillen, repeat.
      :d Danke, Nummer 8.

      Das hast Du gut gemacht! Eventuell ist das ein Plan für "danach" für mich. Je nachdem, wie die Diagnose ausfällt. Es wird so oder so erstmal ein "Schock" sein ..oder zumindest etwas Lebensveränderndes.
    • Kaspar wrote:

      Eventuell ist das ein Plan für "danach" für mich.
      Das wäre es für mich auch gewesen, im Nachhinein. :m(:
      Aber da hatte ich keinen Urlaub mehr und dazwischen war doch besser als danach, denn ein paar Jahre Urlaub zum verarbeiten hätte ich nicht bekommen. Glaube ich. :d
      What doesn't kill me makes me stranger.
    • Kaspar wrote:

      Je nachdem, wie die Diagnose ausfällt. Es wird so oder so erstmal ein "Schock" sein ..oder zumindest etwas Lebensveränderndes
      Warum wird das ein Schock oder etwas Lebensveränderndes sein? Ich meine du änderst dich ja nicht nochmal durch die Diagnose. Du bist ja am Tag nach der Diagnosemitteilung der Gleiche wie am Tag davor.
      Surprised by the joy of life.
    • Kaspar wrote:

      Je nachdem, wie die Diagnose ausfällt. Es wird so oder so erstmal ein "Schock" sein ..oder zumindest etwas Lebensveränderndes.
      Ich wurde gefragt, was ich bei negativer Diagnose denken würde ? Ich : "Dann bin ich halt ohne Diagnose merkwürdig."

      Was ich gemacht habe ? Offen gesagt , verdrängt und erst am Tag vor dem Termin wieder dran gedacht .
      "Asperger ist eine unsichtbare Behinderung." "Oh, sieht man dir gar nicht an." "Ähhh....genau" :irony:
    • Surprised wrote:

      Kaspar wrote:

      Je nachdem, wie die Diagnose ausfällt. Es wird so oder so erstmal ein "Schock" sein ..oder zumindest etwas Lebensveränderndes
      Warum wird das ein Schock oder etwas Lebensveränderndes sein? Ich meine du änderst dich ja nicht nochmal durch die Diagnose. Du bist ja am Tag nach der Diagnosemitteilung der Gleiche wie am Tag davor.
      @Surprised
      Ja, ich bin der Gleiche. Und doch würde es alles verändern. Die Vergangenheit und die Zukunft.
    • Für mich war diese Zeit auch sehr Nerven aufreibend. Ich habe sogar für eine Zeit einen Muskeltremor im Nacken gehabt. Mein Kopf wackelte dadurch manchmal, so wie bei alten Leuten das öfter zu sehen ist, das fand ich sehr befremdlich weil ich sowas vorher nie hatte.
      Im Moment bin ich wieder in so einer Situation weil ich darauf warte das ich Bescheide von diversen Ämtern bekomme bzw vermutlich auch wieder irgendwelche anderen Briefe mit Fragen, Forderungen oder sonst was, was ich nicht hoffe.
      Die Diagnose habe ich seit November letzten Jahres. Ich habe mich dann auf den Antrag für den SbA vorbereitet bzw erstmal jemanden suchen müssen der mir hilft den auszufüllen und danach konnte ich das endlich wegschicken. Jetzt bearbeiten die das und ich muss sehen was als nächstes passiert, wo man mir sagte das das 3 Monate dauern kann.
      Zum anderen musste ich an den Ärztlichen Dienst auch was schicken damit die mich als arbeitsfähig bzw unfähig etc einschätzen. Dazu habe ich noch garnichts gehört, ich weiß nicht wann und wie die sich bei mir melden. Ich hänge also quasi wieder in der Luft, nur geht es momentan um was anderes. Beides auch sehr wichtige Dinge die die Zukunft für mein Leben weiterhin bestimmen können, oder beenden weil ich nicht weiß was ich tun soll wenn die meinen mir nicht helfen zu müssen, und mich nur wieder versuchen würden in diese normale Arbeitslosengedöns reinzuschicken oder in normale Jobs bei denen ich vorher schon so viele Probleme hatte. Das würde ich nervlich einfach nicht packen. Eigentlich habe ich das Recht auf meine Seite aber ich weiß auch wie blöd Ämter zu Menschen oft sind und ihnen nicht helfen wollen und das macht mich momentan mental am meisten fertig, also die Angst davo das bei mir eben sowas bei rum kommt und ich nicht suverrän genug bin mich dagegen zu wehren.
    • Surprised wrote:

      Kaspar wrote:

      Je nachdem, wie die Diagnose ausfällt. Es wird so oder so erstmal ein "Schock" sein ..oder zumindest etwas Lebensveränderndes
      Warum wird das ein Schock oder etwas Lebensveränderndes sein? Ich meine du änderst dich ja nicht nochmal durch die Diagnose. Du bist ja am Tag nach der Diagnosemitteilung der Gleiche wie am Tag davor.
      Nur, dass man dann wüsste, warum Jahrzehnte des Lebens für den Allerwertesten waren...
      "In das Popcorn, das Sie gerade essen, hat wer reingepisst!" (Kentucky Fried Movie)


      "Sind Sie Polizisten?" "Nein, Ma'am. Wir sind Musiker!" (The Blues Brothers)
    • Kaspar wrote:

      Wie seid Ihr mit dieser Zeit zwischen Diagnostik und Diagnose umgegangen?



      Wie habt Ihr diese Zeit verbracht?
      Die Zeit war bei mir ziemlich kurz, man könnte auch von Sekunden sprechen. Mir wurde übergangslos direkt im Anschluss an die Diagnostik mündlich die Diagnose eröffnet. Das Diagnoseschreiben kam natürlich erst ein paar Wochen später, aber ich wusste ja um das Ergebnis und dementsprechend war das nicht so nervenraubend. Es war eigentlich eine recht entspannte Zeit.

      The post was edited 1 time, last by Willowtree ().

    • RegenbogenWusli wrote:

      Kaspar wrote:

      ich kann Dich verstehen. Man befindet sich unaufhörlich in diesem Streßzustand. Das macht krank. Wir sollten Wege finden uns in dieser Zeit zu stärken.
      Ich hatte einen kleinen epileptischen Anfall duch den ganzen Streß.
      Das klingt sehr unangenehm.Ich denke man kann sich nur ablenken, wie immer wenn man auf etwas wartet. Etwas anderes hilft kaum.
      und sich hier gegenseitig mut machen, :thumbup: @Kasper mein Neurologe hat mich echt ein bischen beruhigt, weil er noch mehr so "pappenheimer" in dieser stress/anfall-situation hat.