Rechtschreibung

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • FrankMatz wrote:

      Denn aus dem Rheinland kenne ich dieses "ich bin grade am Telefonieren" (Kochen, Essen, Bettenmachen usw.) gut.
      Im Osten gehört das auch eher zum normalen Sprachgebrauch.
      Die Steigerungsform ist dann noch sowas wie "ich bin gerade auf dem Sprung".
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
    • FrankMatz wrote:

      Denn aus dem Rheinland kenne ich dieses "ich bin grade am Telefonieren" (Kochen, Essen, Bettenmachen usw.) gut.
      Wie, ähm? Entspricht das nicht dem Hochdeutschensprachgebrauch bzw. verstoßt das gegen eine Regel? :oops:
      Die meisten Menschen sagen mir nach sehr hochdeutsch zu sprechen, aber ich sage auch "Ich bin grad am Arbeiten" benutze die genannten Alternativen aber auch manchmal.
      Aber ich kann die Region bestätigen, ich bin geboren, aufgewachsen und lebe im Rheinland, zwar immer in unterschiedlichen Ecken, aber immer Rheinland.
    • am-Progressiv


      Als am-Progressiv bezeichnet man in der deutschen Grammatik eine Variante der Verlaufsform. Statt zum Beispiel „Ich arbeite gerade“ wird vor allem in einigen Dialekten die Konstruktion „Ich bin am Arbeiten“ verwendet, um das Andauern der Handlung auszudrücken, den Progressiv. Die üblichste standardsprachliche Form ist „Ich bin beim Arbeiten“, zunehmend wird aber auch die Form „Ich bin am Arbeiten“ standardsprachlich verwendet.[1]
      Der Progressiv mit „am“ ist vor allem in der rheinischen Sprache und anderen westdeutschen Dialekten bekannt. Er wird deshalb auch als rheinische Verlaufsform, Ruhrpott-Verlaufsform oder westfälische Verlaufsform bezeichnet. Solche Klassifizierungen sind allerdings irreführend, da sich diese Satzkonstruktion im gesamten westdeutschen Sprachraum bis in die Schweiz nachweisen lässt.

      Ich finde, es hört sich krumm an: ich bin am tun
      “The mind is like tofu. It tastes like whatever you marinate it in.”

      (Sylvia Boorstein)
    • Garfield wrote:

      Die Steigerungsform ist dann noch sowas wie "ich bin gerade auf dem Sprung".
      Ist das denn eine ungewöhnliche Formulierung?
      Das "ich bin gerade auf dem Sprung" ist für mich zumindest ein recht geläufiger Satz,
      wohnhaft im Norden, gebürtig aus NRW, vorübergehend im Schwäbischen gelebt.
      Most great people have attained their greatest success just one step beyond their greatest failure.

      Napoleon Hill
    • Lex wrote:

      Mir war nicht klar, dass das dialektisch ist. Für mich ist das normal.
      Aspie-Rechthaberei: dialektal, nicht dialektisch. Letzeres ist der Erörterungsaufsatz, der ist aber nicht in Dialektform zu verfassen.
      Es gibt so viele Menschen, die darauf brennen zu sprechen. All dieses Gerede ist der Welt kaum von Nutzen. (Mahatma Gandhi, Mein Leben)
    • Garfield wrote:

      Die Steigerungsform ist dann noch sowas wie "ich bin gerade auf dem Sprung".
      ich springe - ich bin am Springen - ich bin auf dem Sprung - alles kein Problem, wenn Wasser im Becken ist.
      Es gibt so viele Menschen, die darauf brennen zu sprechen. All dieses Gerede ist der Welt kaum von Nutzen. (Mahatma Gandhi, Mein Leben)
    • Linnea wrote:

      Die üblichste standardsprachliche Form
      Uih!

      Ich wusste nicht, dass man "üblich" steigern kann. Sollte man vielleicht auch lieber lassen.
      When you're hot, you're hot - and when you're not, you're not (Jerry Reed)

      "Man sieht nur mit der Lupe gut" - Prinzessin Petronia (ihr in den königlichen Mund gelegt von Katharina Greve)
    • ifi wrote:

      vorübergehend im Schwäbischen gelebt
      Und das hat die deine MuSpra voll versaut! :nod: Dann musse mal zur Räpparatur in Kohlenpott ziehn, dat dat getz mal wieder gerade kommt. Kähr, sonst hasse im Alter nen Problem dat willse doch nich, oder?

      Capricorn wrote:

      Ich wusste nicht, dass man "üblich" steigern kann.
      Es gibt auch eine Steigerung von kein und das ist keinste/-r. Bsp.: In keinster Weise.
      Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit. Erasmus von Rotterdam (1465/1469 - 1536)
    • ifi wrote:

      Ist das denn eine ungewöhnliche Formulierung?
      Dachte ich auch. Aber meine Kollegen mit ausländischen Wurzeln schauen mich bei sowas immer schräg an, obwohl sie gut Deutsch können. Aber vieles, was man in keinster Weise wortwörtlich übersetzen kann, ist für die eben unüblichst. ;)
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
    • Garfield wrote:

      Aber vieles, was man in keinster Weise wortwörtlich übersetzen kann, ist für die eben unüblichst.
      Hi, hi, hi....

      Damit stehst du dann am alleinsten, gelle?!
      When you're hot, you're hot - and when you're not, you're not (Jerry Reed)

      "Man sieht nur mit der Lupe gut" - Prinzessin Petronia (ihr in den königlichen Mund gelegt von Katharina Greve)
    • Allein sein oder der Einzige zu sein ist ja schon schlimm.
      Aber wenn man dann alleinst oder einzigst ist, dann braucht man ja schon eine 5. Dimension, um das noch irgendwie verständlich machen zu können.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
    • Linnea wrote:

      oder zu zweinst.
      :thumbup:

      Das meinte ich (u.a.) mit der "umständlichen" deutschen Sprache. Die fordert solch allerliebsten Blödunfug doch geradezu heraus ("ich war das gar nicht, die deutsche Sprache hat angefangen!") deitsche Sprache, lustige Sprache...
      When you're hot, you're hot - and when you're not, you're not (Jerry Reed)

      "Man sieht nur mit der Lupe gut" - Prinzessin Petronia (ihr in den königlichen Mund gelegt von Katharina Greve)