Rechtschreibung

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    • Garfield wrote:

      Romi wrote:

      z.B. "Ein Schild umfahren".
      Wir könnten es ja wie die Franzosen machen und Akzente draufsetzen.Also ein Schild ùmfahren oder umfáhren.
      :prof: Sorry, aber aus fachlichen Gründen muss ich das korrigieren. Franzosen setzen keine Betonungsakzente. Die Betonung liegt nämlich immer auf der letzten Silbe eines Wortes. Anders die Spanier, Italiener und Griechen, wo die Akzente markieren, welche Silbe betont wird. Die Akzente bei den Franzosen haben nichts mit der Betonung zu tun, sondern mit dem Lautwert: René trinkt café (beide Male spricht man das é wie in deutsch See), während das è in mère oder père wie ä in deutsch Räder gesprochen wird.

      H. M. Murdock wrote:

      Interpunktion mache ich immer nach "Gefühl"... :lol: Ich weiß es einfach nicht besser...
      Aber schau mal: Die 9 bis 11 Kommaregeln, die es im Deutschen gibt, kann Aspie schon lernen. So schwer ist das nicht. Kommas nach Gefühl setzen ist wie eine Diagnose nach Gefühl erstellen - und da haben wir doch was gegen, oder? ;)
      Es gibt so viele Menschen, die darauf brennen zu sprechen. All dieses Gerede ist der Welt kaum von Nutzen. (Mahatma Gandhi, Mein Leben)
    • Mir wurde beigebracht, die Dinger heißen Akzente, bzw. accent.
      Damit ändert sich die Aussprache des darunter befindlichen Buchstabens.
      Und nur darum ging es mir. Ob man das nun als Betonung ansieht oder als zusätzlichen Buchstaben, ist mir dabei wurscht.
      Ich wollte nur in den Raum stellen, dass man die Akzente ja dafür nutzen könnte.

      aber nen trend geht ja zu vereinfachter schreibung ohne alles und mit viel falsch
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
      Im Übrigen bin ich der Meinung, dass das Teilnehmer-Limit von Privatkonversationen verdoppelt werden sollte.
    • Der "accent circonflexe" (^) im Französischen existiert ja auch noch, und der ergibt sich aus der lautlichen Entwicklung der Wörter, z.B. markiert er häufig, daß ein ursprünglich vorhandenes "s" ausgefallen ist, z.B. "la fête" (von lat.: festa). Weitere Beispiele: la côte, le maître, le château, l'île...

      Der "accent aigu" bezeichnet (normalerweise) ein geschlossenes "e", während der "accent grave" ein offenes "e" markiert. Beim "a" (à) sieht das aber schon wieder anders aus, da es hier nicht um die Differenzierung "geschlossen - offen" geht, dito beim "u" (ù) in "où" - letzteres wohl zur schlichten Abgrenzung von "ou" und "où".

      Was aber generell gilt, ist, daß die Akzente im Französischen keine Betonung anzeigen.

      Wie ich gezeigt habe, geht es somit nicht grundsätzlich um eine veränderte Aussprache (bei é versus è schon, aber nicht z.B. bei ù), also ist der Einsatz der Akzente im Französischen leicht chaotisch.

      The post was edited 3 times, last by sempron ().

    • sempron wrote:

      Oh, wie toll, noch einer, der mit Langwelle noch etwas verbindet! Ich war früher immer fasziniert davon, wie weit der Empfang der Langwelle auch am Tage reicht, z.B. BBC, Kalundborg oder Rußland (Sowjetunion); auch, daß der Deutschlandfunk durchs ganze Land hindurch empfangbar war. Heute kann man im Auto manchmal keine 20 Kilometer fahren (und oftmals noch weniger als das), ohne daß der UKW-Empfang des gewünschten Senders "einbricht"...
      Radio war in der Kindheit ein SI bei mir.
      Ich kenne noch diese uralten Radios, wo unzählige Sendernamen draufstehen. Da las ich dann damals auch was von Moskau und so und war verblüfft. MW, KW und LW waren meist interessanter als UKW bzw. FM. Aber früher hatte zumindest die Mittelwelle hier auch noch eine Bedeutung und das wegen "Radio Luxemburg". Ich erinnere mich, dass abends die Glocken läuteten und dann englisches Programm war. Radio Luxemburg war vermutlich ähnlich wie hier damals BFBS (englisch) so populär, weil die gute Musik spielten und nicht so "stocksteif" waren wie der westdeutsche Rundfunk es chronisch war (well, Mal Sondocks Hitparade war aber cool! Damals wurde Musik echt noch aus dem Radio aufgenommen, das war sehr verbreitet).

      Bei der LW war die Soundqualität meist von einem Pfeifen begleitet, meinen Erinnerungen nach schlechter als MW. Aber interessant war es. Ich erinnere mich auf der Kurzwelle Nachrichten gehört zu haben und da hieß es "Hier spricht die Stimme der DDR". :o
      In letters of gold on a snow white kite I will write "I love you"
      And send it soaring high above you for all to read
    • Ja, da lief es damals bei mir ähnlich. Was habe ich in jungen Jahren Zeit damit verbracht als "Wellenreiter"! Und wieviel habe ich mich mit Weltempfängern befaßt (mein erster war von Siemens), war voller Erwartung zu Weihnachten, bis mein neuer Grundig Satellit eintraf, habe sogenannte QSL-Karten aus aller Welt gesammelt.

      An die Zeiten von "Stimme der DDR" und "Radio DDR" kann ich mich auch noch gut erinnern und daß die auf Mittelwelle zu empfangen waren.

      Aber auch bei mir galt mein größtes Interesse der Kurzwelle (was war ich damals stolz, wenn es mir mal gelang, Radio Australia oder - noch besser - Radio New Zealand zu empfangen (weiter ging ja praktisch nicht mehr, ausgenommen irgendeine Antarktis-Forschungsstation, was mir aber traurigerwiese nie vergönnt war) - leider (?) ist ja mit der immer stärkeren Bedeutung von Satelliten und schließlich des Internets das Hobby/Spezialinteresse etwas fad geworden...


      /edit

      Ach ja, "Norddeich Radio" war auch immer recht amüsant, wenn sonntags ganz öffentlich hörbar "Telefonate" von Ehefrauen oder Freundinnen von Seeleuten über Kurzwelle übertragen wurden. :)

      Und die holländischen Piratensender jenseits des Bereiches der regulären Mittelwelle nicht zu vergessen. ;)

      The post was edited 5 times, last by sempron ().

    • FrankMatz wrote:

      Aber schau mal: Die 9 bis 11 Kommaregeln, die es im Deutschen gibt, kann Aspie schon lernen.
      Glaub mir.... Daran bin ich während meiner ganzen Schulzeit "verzweifelt". Und die Lehrer dann an mir :lol: Ist das nicht auch eine bei Aspies oft vorkommende Eigenschaft? Was Aspie nicht interessiert, daß lernt Aspie nur schwer / gar nicht. Und da mich Deutsch 0, nix interessiert...


      FrankMatz wrote:

      So schwer ist das nicht.
      Meine Antwort darauf ist jetzt nicht böse gemeint. Wie oft habe ich diesen verd#mmten Spruch in meinem Leben schon gehört?! Du doch bestimmt auch, oder? Wahrscheinlich bei einem Thema, bei dem ich denke: "Watt?! Der FrankMatz kann (z.B.) nicht mit einem Akkuschrauber ne Schraube ins Brett drehen? So schwer ist das doch nicht." :d


      FrankMatz wrote:

      Kommas nach Gefühl setzen ist wie eine Diagnose nach Gefühl erstellen - und da haben wir doch was gegen, oder?
      Wenn ich mir hier die Beiträge zu den unterschiedlichen Diagnoseabläufen ansehe, dann ist das aber wohl "normal".
    • H. M. Murdock wrote:

      Ist das nicht auch eine bei Aspies oft vorkommende Eigenschaft? Was Aspie nicht interessiert, daß lernt Aspie nur schwer / gar nicht.
      Das ist nun wirklich keine Eigenschaft, die den Aspies vorbehalten ist. Es ist noch nicht mal eine menschliche Eigenschaft. Meine Katze beherrscht das in Perfektion :d .
    • Mich ärgern zwei Dinge beim Thema Rechtschreibung:

      Die Rechtschreibreform wird ohne Not verleumdet! Es sei "schlimmer geworden seit der Schlechtschreibreform" wird von manchem behauptet. Und man wisse gar nicht mehr,wann ein "ss" und wann ein "ß" und wann ein "s" geschrieben werden müsse.

      Da bin ich anderer Meinung. Ich finde die Reform sinnig und weitestgehend nachvollziehbar. Sie geht nur nicht weit genug und ist daher aus meiner Sicht unvollständig.

      Zweitens habe ich nie Schwierigkeiten mit der Rechtschreibung gehabt, dafür meine Kinder um so mehr (amtlich anerkannte Legastheniker!). Und wie sie in der Schule gequält wurden und zu Unrecht der Dummheit geziehen! Das bei einer weitgehend orthografisch unsicherern und uninteressierten Öffentlichkeit, in der Tageszeitungen und elektronische Medien schreiben dürfen, wie sie's wollen. Von Beachtung der Interpunktionsregeln und der grammatischen Richtigkeit mal abgesehen.
      Das ärgert mich, da sich an der "Behandlung" von Legasthenie (und Dyskalkulie und Lernstörungen, die nicht auf geistigen Kapazitätenmängeln beruhen) in der Schule/Hochschule bis heute nichts geändert hat. Aber außerhalb der Schule schert sich niemand drum. Das ist eine Ungleichbehandlung, vor allem dort, wo sich jemand kaum dagegen wehren kann: Lehrer*innen gegen Schüler*innen.

      Meine eigenen Schreibfehler sind mir auch peinlich. Aber sie kommen vor. Such ist life!
      Meistens sehe ich sie erst, wenn ich hier meinen Post abgeschickt habe. Schickt sie mir bitte zurück, ich vermisse sie schon jetzt :d
      Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie verboten :evil:
    • Capricorn wrote:

      Mich ärgern zwei Dinge beim Thema Rechtschreibung:

      Die Rechtschreibreform wird ohne Not verleumdet! Es sei "schlimmer geworden seit der Schlechtschreibreform" wird von manchem behauptet.
      Die Rechtschreibreform (die ich ablehne) wurde und wird zu Recht arg kritisiert.


      Als Beispiele, die mir auf die Schnelle einfallen, möchte ich anführen:

      - "jung und alt finden sich dort zusammen", hier wird nach der Rechtschreibreform großgeschrieben:
      "Jung und Alt", was dann den Eindruck erweckt, als ginge es um zwei Personen namens Jung und Alt; außerdem wird hier das Ausmaß der (meines Erachtens sowieso fragwürdigen) Großschreibung im Deutschen noch zusätzlich erweitert; es wird also noch mehr großgeschrieben! Die Großschreibung betrachte ich generell kritisch, weil sie meinem Dafürhalten nach in nicht gerechtfertigter Weise Substantive im Deutschen hervorhebt. Eine vernünftige Reform hätte die Großschreibung von Substantiven (außer in besonderen Fällen, wie auch in anderen Sprachen (im Englischen usw.)) nicht noch vermehrt, sondern abgeschafft (wie auch einst im Dänischen).

      - "numerieren" wird korrekterweise mit geschlossenem, halblangem "u" gesprochen; durch die unsägliche neue Schreibung "nummerieren" wird aber quasi eine Aussprache mit kurzem, offenem "u" erzwungen! (die - zugegeben - umgangssprachlich weitverbreitet ist)

      - "rauh" soll ohne "h" geschrieben werden, obwohl gerade bei diesem Wort das "h" seine historische Berechtigung hat; man vergleiche die Verwandtschaft mit dem engl. "rough", welches ebenfalls ein "h"
      aufweist (das engl. "gh" hat Bezüge zum "ch" und "h" in anderen germanischen Sprachen und wurde z.B. als "Ach-Laut" gesprochen - man vergleiche z.B. auch engl.: laugh, deutsch: lachen; engl. high(er), deutsch hoch/höher u.v.m.)
      Demgegenüber ist das "h" in den meisten anderen Wörtern nicht historisch, z.B. "sehr", "Stuhl", "Bohne" etc. etc.. Da hätte es eher abgeschafft gehört.

      - Zahlreiche Menschen scheinen jetzt auch zu meinen, viele Wörter würden nicht mehr zusammengeschrieben (wie man auch hier im Forum oft feststellen kann), z.B. "ich habe ihn mitgenommen" wird fälschlicherweise recht häufig so irgendwo im Forum geschrieben: "ich habe ihn mit genommen" - "er hat vor, etwas mitzunehmen" liest man jetzt öfter als früher in falscher Weise als "er hat vor, etwas mit zu nehmen"!

      - von "gräulich" u.ä. ganz zu schweigen

      - bei diesem Fall bin ich mir nicht ganz sicher, ob er erst durch die neue Rechtschreibung eingeführt wurde oder schon länger als korrekt galt:
      die Konjugation von "tun" sieht für die 1. Person Singular als korrekt beide Formen vor: "ich tu" und "ich tue" - das ist unsinnig, da es sich hier um eines der seltenen Verben auf -n" (also nicht auf -en) handelt und da die weiteren Formen auch kein -e- aufweisen, z.B. "wir tun", und nicht: "wir tuen"
      "ich tu" ist also - eigentlich - die einzig korrekte Form (und nicht etwa: ich tue, ich tu'), dennoch liest man fast nur "ich tue"
      Aber da ich hier nicht genau weiß, ob diese Situation erst durch die Rechtschreibreform eingeführt wurde oder die Unlogik schon vorher regierte, mag man dieses letzte Beispiel mit Vorsicht genießen...


      Das sind nur ein paar Gedanken - es gäbe durchaus noch mehr zu nennen.

      The post was edited 4 times, last by sempron ().

    • sempron wrote:

      - von "gräulich" u.ä. ganz zu schweigen
      Was ist an gräulich auszusetzen? Gibt ja auch gelblich, rötlich etc?
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • Gemeint ist wohl das "Gräulich", das von "Greuel"* kommt (also das hier), und hier ist es in der Tat völlig dämlich, das nicht mehr wie früher "greulich" zu schreiben. :?

      *das mittlerweile ebenfalls "Gräuel" geschrieben wird


      Edit: Zu langsam. :oops:
      Diese Signatur ist wegen Verdachts auf Covid-19 zurzeit in Quarantäne und kann Ihnen daher leider nicht angezeigt werden.

      The post was edited 2 times, last by Abendstern ().

    • Und wie will man dann gräulich von greulich unterscheiden?
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • Leider konnte ich just in diesem Augenblick meinen Beitrag nicht mehr editieren.


      Zu "rauh":

      "zäh" ist ein weiteres Exemplar, das historisch gesehen ein "h" aufweist und ja auch behalten durfte - man vergleiche auch hier mit engl. "tough".

      Daß "rauh" also sein "h" "abtreten mußte", während z.B. "zäh" es "behalten mußte", ist einfach nur inkonsequent und damit ohne Sinn für Logik umgesetzt.
    • Abendstern wrote:

      Gemeint ist wohl das "Gräulich", das von "Greuel"* kommt (also das hier), und hier ist es in der Tat völlig dämlich, das nicht mehr wie früher "greulich" zu schreiben. :?

      *das mittlerweile ebenfalls "Gräuel" geschrieben wird


      Edit: Zu langsam. :oops:
      Das ist wirklich schwierig. Eigentlich sagt die Reform, dass man schauen muss, von welchem Substantiv sich das Wort ableitet, aber hier gäbe es neben Greuel auch noch das Grauen, daher wäre mir hier auch nicht klar gewesen, wie man es richtig schreibt.
      Viele andere e/ä-Fehler wären aber vermeidbar, wenn man sich überlegen würde, wie das zugehörige Substantiv heißt, wenn es überhaupt eins gibt. Es gibt ja Leute, die schreiben plötzlich sowas wie "Charaktäre" - völlig ohne Grund. Was ich da schon an abstrusen Fehlern gelesen habe...
      Die e/ä-Regel hätten sie besser weglassen sollen, das hat mehr neue Probleme geschaffen als es alte gelöst hat.
      Die ss/ß-Regel dagegen finde ich ganz gut.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Ginome wrote:

      Und wie will man dann gräulich von greulich unterscheiden?
      Wie bei vielen Dingen und vielen Sprachen: Aus dem Kontext heraus.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
      Im Übrigen bin ich der Meinung, dass das Teilnehmer-Limit von Privatkonversationen verdoppelt werden sollte.
    • Linnea wrote:

      Garfield wrote:

      Wie bei vielen Dingen und vielen Sprachen: Aus dem Kontext heraus.
      Seine Jacke war gräulich.

      Und nun?
      Der Kontext beschränkt sich nicht nur auf einen Satz.
      Vorher wurde ja bestimmt von einer konkreten Person eine Frage gestellt, die nun beantwortet wurde. Und womöglich gab es auf diese Antwort auch wieder eine Reaktion.

      Ich finde das Wort gräulich an sich ja schon grauenhaft.
      Seine Jacke hatte einen grauen Farbton wäre eindeutig.
      Jacken mit gräulichem Farbton finde ich zudem generell gräulich.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
      Im Übrigen bin ich der Meinung, dass das Teilnehmer-Limit von Privatkonversationen verdoppelt werden sollte.