Hochbegabung und Ad(h)s

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    • Hochbegabung und Ad(h)s

      Hm......eigentlich wollte ich erfahren/erforschen, wie man beide Erscheinungen voneinander abgrenzen kann.

      Statt dessen fand ich diesen Artikel:
      adhspedia.de/wiki/Hochbegabung_und_ADHS

      und da sind wiederum Aspekte aufgelistet, die auch bei AS in Erscheinung treten.
      Allmählich bin ich verwirrt in diesem Dschungel. :nerved:


      Wenn man im Laufe des Lebens eher mehrere Interessen hat, die einen fesseln..ob zugleich oder hintereinander..
      ....und man sich auch stark darin verliert/findet
      ....kann das scheinbar sowohl wegen AS oder HB oder Ads sein?
      Ebenso , dass man für uninteressante Dinge kaum Motivation/Interesse aufbringt.

      Ebenso, dass Reizüberflutung ablenkt, stört usw.

      :nerved: blimblum....ratlos.
      “The mind is like tofu. It tastes like whatever you marinate it in.”

      (Sylvia Boorstein)
    • ""
      Folgende Merkmale sind für die Kombination ADHS / Hochbegabung wesentlich:
      • Schnelle Auffassungsgabe bei langsamem Arbeitstempo.
      • Überdurchschnittlich hohe intellektuelle Entwicklung bei vergleichsweise geringer sozialer Entwicklung.
      • Hohes kreatives Niveau mit Problemen bei der Umsetzung.
      • Hoher Wissensdurst bei sehr geringer Anstrengungsbereitschaft, z.B. beim Lesen von Texten.
      • Schnelles Begreifen von Zusammenhängen, mit dem Gefühl, von anderen nicht verstanden zu werden.
      Die Störungen in der Wahrnehmungsverarbeitung der ADHS-Betroffenen führen in der Kombination mit der Hochbegabung zu Diskrepanzerfahrungen, unter denen die Betroffenen leiden. Sind die Betroffenen aufgrund ihres hohen intellektuellen Potenzials und ihrer Befähigung zum Hyperfokussieren einerseits zu besonders hohen Leistungen fähig, hindern sie ihre Konzentrationsdefizite daran, ihre Potenziale dauerhaft und auf gleichbleibendem Leistungsniveau auszuschöpfen.
      Die für die Hochbegabung typische schnelle Auffassungsgabe birgt
      gemeinsam mit dem für ADHS typischen langsamen Arbeitstempo und den divergenten Denkstrukturen sowohl im häuslichen wie auch schulischen Umfeld Konfliktpotenzial.""

      Hm..nee, ich habe kein langsames Arbeitstempo. :?
      Ich kenne auch viele ADSler, die eher zu fix sind.
      .......

      Wenn..träfe bei mir der seltene Unterpunkt des Subtypen:

      Vorwiegend Hyperaktiv-Impulsives Erscheinungsbild der ADHS
      zu:

      "
      Der Untertyp des vorwiegend hyperaktiv-impulsiven Subtyps wurde zuerst im Jahr 1994 im DSM-IV festgehalten, da im Rahmen empirischer Studien festgestellt wurde, dass ein vergleichsweise geringer Prozentsatz ADHS-Betroffener zwar Symptome zeigt, die für ADHS typisch sind, diese sich jedoch auf die Hyperaktivität und Impulsivität beschränken. Die Betroffenen des Subtyps scheinen weniger Schwierigkeiten mit Aufmerksamkeit zu haben. Im Bezug auf komorbide Störungen weist der Subtyp Parallelen zum ADHS-Mischtypen auf.[1] Statistiken zeigen, dass Jungen fünfmal häufiger dem vorwiegend hyperaktiv-impulsiven Subtyp angehören, als Mädchen.[2]
      .....

      ....und das als Mädchen, tsss. :roll: :d


      Scheinbar kein Wunder, dass ich nirgends richtig reipasse und auch für sonst scheinbar gute Theras ein Rätsel bin.
      Oder einfach diagnostiziert: zu eigenwillig. :roll:
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      (Sylvia Boorstein)

      The post was edited 2 times, last by Linnea ().

    • Danke.
      Ich fand aber nichts bzgl hochbegabung in den links.
      Und sehr oft haben scheinbar asperger eh zugleich ads.
      Zum anderen ist, wenn erst im erwachsenenalter entdeckt, nicht unbedingt diese klare frühkindliche Zuordnung möglich.

      Ich weiß allerdings , dass ich früh lesen wollte und konnte und glaube, auch die Sprachentwicklung war okay. Später sprachbegabt .
      “The mind is like tofu. It tastes like whatever you marinate it in.”

      (Sylvia Boorstein)

      The post was edited 2 times, last by Linnea ().

    • Wie weit exekutive Funktionen bei hb beeinträchtigt sein können auch durch die andere Art , zu denken, weiß ich nicht.
      “The mind is like tofu. It tastes like whatever you marinate it in.”

      (Sylvia Boorstein)
    • Linnea wrote:

      Allmählich bin ich verwirrt in diesem Dschungel.
      Bei mir wurde alles drei diagnostisiert (Adhs, HB, AS) und ich blick da schon lange nicht mehr durch, und versuche das auch nicht zu genau zu nehmen, weil ich dann zu Schubladendenke neige, denke ich.

      Ich finde, man kann einige Sachen auch sehr schwer definieren. Oft spielt das Umfeld oder die momentane soziale Situation eine Rolle.

      Ich kenn auch einige Geschichten von Kindern die gerade bei diesen HB-Tests einfach gar kein Bock und sich absichtlich nicht angestrengt hatten.
      ADHS & Autismus.
    • ""
      Retz und Kollegen stellen fest, dass die Rate an ADHS-Diagnosen bei sexuell Missbrauchten im Vergleich zur Normalpopulation erhöht ist.[12] Dies betrifft vor allem Mädchen, die häufiger Opfer sexueller Übergriffe werden, als Jungen. Inwiefern die erhöhte ADHS-Rate in Zusammenhang mit sexuellem Missbrauch steht, konnte bislang nicht eindeutig geklärt werden, da systematische Untersuchungen fehlen. Möglich sind auch Fehldiagnosen aufgrund überlappender Symptome (insbesondere Übererregungssymptomatik, Hypervigilanz, Hyperarousal) und Verhaltensauffälligkeiten etwa der Posttraumatischen Belastungsstörung mit ADHS.[13] Begünstigender Faktor kann weiterhin ein bei ADHS häufiger nicht altersgemäß bzw. ausreichend gefestigtes Abgrenzungsverhalten sein.""

      Wieder so etwas, wo entweder Durchmischung stattfindet und man eigentlich nicht weiss,
      was wofür ursächlich war.
      Eine klare Diagnoise ist doch aber unerlässlich für die Art der Therapie.
      Die falsche kann zu höchst kontraproduktiver Therapie führen.

      rowdy wrote:

      Ich finde, man kann einige Sachen auch sehr schwer definieren. Oft spielt das Umfeld oder die momentane soziale Situation eine Rolle.
      Ja.
      “The mind is like tofu. It tastes like whatever you marinate it in.”

      (Sylvia Boorstein)
    • Weil es eine Normabweichung ist.
      Nur Vorteile hat es ja auch nicht.
      Aber einen ICD-Code hat es ja nicht soweit ich weiß.

      Edith: generell sind IQ Tests aber eigentlich dafür gedacht, Stärken und Schwächen herauszustellen, früher zumindest, jedenfalls wird geht es im Kern darum, festzustellen, ob keine geistige Behinderung vorliegt.
      Was bei Verweigerung und etwaigen Sprachproblemen bei Migranten aber ebenfalls fraglich sein dürfte.
      „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
      (Aristoteles, griechischer Philosoph, 384 - 322 v. Chr.)

      The post was edited 1 time, last by Cloudactive ().

    • Hochbegabung umfasst mehr als den IQ Test.
      Aber das steht irgendwo hier im Forum an anderer Stelle. Bin gerade zu müde.
      Intressant sind halt die "Nebenwirkungen", die sich überlappen mit genannten Störungen etc.
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      (Sylvia Boorstein)
    • Der Thread existiert doppelt, einmal hier, einmal unter "Normabweichungen..." Hab diesen hier mal gemeldet, damit einer gelöscht wird.

      (Ach Mist, jetzt hab ich den falschen gemeldet. Zu löschen wäre dann besser der andere, weil dieser hier mehr Beiträge enthält.)

      The post was edited 1 time, last by Lefty ().

    • Ich denke, zu ADS gehört, dass man sich nicht lange genug mit den Sachen beschäftigen kann, die einen super interessieren, das gibt Frust.
      Autisten können eher die interessierende Beschäftigung nicht unterbrechen, zB um zu essen oder so.
      Hochbegabte können sich intensiv beschäftigen, aber auch (schnell) den Fokus wechseln. Ich denke, dort gibt es Probleme eher wegen nicht erfüllter Erwartungshaltungen in Beziehung zur Umwelt. Einen Diagnoseschlüssel gibt es hierfür selbstredend nicht.
    • shnoing wrote:

      Ich denke, zu ADS gehört, dass man sich nicht lange genug mit den Sachen beschäftigen kann, die einen super interessieren, das gibt Frust.
      ich kenne das anders, adhs können sich nicht lange mit etwas beschäftigen, die adsler die ich kenne, die können sich auch stundenlang in eine sache vertiefen
      ADHS & Autismus.
    • Ich glaube nicht, dass man das so verallgemeinern kann. Die einzige Diagnose meines Freundes ist ADHS (Mischtyp) und er kann sich durchaus viele Stunden am Stück mit einem Thema befassen. Das ist jedoch abhängig vom Thema und seinem Grundbefinden.
      "in truth, only atoms and the void" Sean Carroll (paraphrased Demokritos)
    • Linnea wrote:

      Schnelle Auffassungsgabe bei langsamem Arbeitstempo.

      Überdurchschnittlich hohe intellektuelle Entwicklung bei vergleichsweise geringer sozialer Entwicklung.

      Hohes kreatives Niveau mit Problemen bei der Umsetzung.

      Hoher Wissensdurst bei sehr geringer Anstrengungsbereitschaft, z.B. beim Lesen von Texten.

      Schnelles Begreifen von Zusammenhängen, mit dem Gefühl, von anderen nicht verstanden zu werden.
      Ich persönlich finde mich mehr oder weniger in jedem dieser Punkte wieder.
      Jedoch stelle ich mir dabei eine Frage:

      Ab wann gilt man als hochbegabt? Laut Wikipedia-Artikel gilt als Cutoff ein IQ von >= 130.
      Was soll ich als ADHSler davon halten, wenn obige Punkte zwar zutreffen, bei mir aber lediglich ein IQ von 120 festgestellt wurde?

      Natürlich ist der IQ auch nur eine sehr vage Einschätzung der Intelligenz und viele dieser Tests setzen ein gewisses Maß an Allgemeinbildung voraus, hat dies dann wirklich etwas mit Hochbegabung zu tun?

      Je mehr ich zum Thema ADHS und Autismus lese, desto weniger weiß ich, wo ich stehe, es fällt mir zunehmend schwer, diese Störungen auseinanderzuhalten.

      The post was edited 1 time, last by namenlos ().

    • Man könnte meinen, ADS wäre eine eigene Form von psychischer Störung, die zwischen Autismus und ADHS steht.
      Ich finde es schön auffällig, dass ADS so nah dran ist.
      „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
      (Aristoteles, griechischer Philosoph, 384 - 322 v. Chr.)