Asperger Autismus und Drogenkonsum

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    • Shenya wrote:

      Hyperakusis wrote:

      Ich finde, dass insbesondere die Neuroleptika es in Sachen Schädlichkeit locker mit Drogen aufnehmen können.
      Das scheint mir nicht wahrscheinlich. Neuroleptika machen ja erstmal überhaupt nicht süchtig.
      Ein Suchtpotential ist keine Bedingung für mögliche Schäden, die direkt (nicht indirekt) von einer Substanz ausgehen können.

      Die Annahme ist sehr verbreitet, dass speziell Psychopharmaka/Drogen mit einem Suchtpotential besonders schlimme Nebenwirkungen haben oder besonders Schäden hinterlassen. Ich finde die Neuroleptika sind ein gutes Beispiel, dass auch Substanzen, die keine schöne Wirkung haben und im therapeutischen Dosisbereich zum Einsatz kommen, bereits Schäden hinterlassen können.

      Früher war Imap (Fluspirilen) ein "Schwert gegen alles" und es wurde gar nicht mal so selten auch von Hausärzten gegeben. Es wurden dann intravenös verabreicht. Mir sagte mal ein Psychiater darüber etwas, was sich im Wesentlichen mit dem Zitat von Wikipedia deckt (er meinte, dass man diese Dyskinesien schlecht wegbekommt): In einer Studie aus dem Jahr 1997 zeigte sich Fluspirilen, nach Haloperidol, als zweithäufigster Auslöser von Spätdyskinesien. Bereits wenige Anwendungen können für das Auslösen von Dyskinesien ausreichen.[2] Auch deswegen wird vor seinem Einsatz zur Behandlung von Depressionen gewarnt. (Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Fluspirilen )


      Mehr in diesem Beitrag, wo ich vor Jahren mal eine kleine Sammlung zusammengestellt hatte.





      Shenya wrote:

      Wenn die Leute als Teenager mit harten Drogen (Alkohol reicht auch manchmal schon) anfangen und süchtig werden, entwickeln sie sich praktisch von dem Zeitpunkt an nicht mehr weiter. Das ist kein Vorurteil, sondern es ist halt leider so. Realität.
      Also keine Frage, exzessiver Konsum von Alkohol/Drogen ist nicht gerade hilfreich in dieser Zeit. Ich glaube aber auch, dass exzessiver Konsum von z. B. Alkohol auch die Produktivität eines Erwachsenen nicht gerade fördert, sondern eher untergräbt.




      Shenya wrote:

      So viele Leben sind dadurch von Beginn an versaut, körperliche Folgen, oft kein Schulabschluss, kein Einstieg ins Berufsleben, oft Knastkarriere, keine Chance mehr, irgendwas aus sich zu machen.
      Und da bin ich anderer Meinung, was den Beginn angeht. Es war früher so, dass man glaubte, dass der Mensch sich nur von der Teufelsdroge befreien müsse. Filme wie "Teufel im Nacken" (USA 1957) zeigten einen Mensch, der auf Drogen kam. Irgendwann entschließt sich der Hauptdarsteller in einer Klinik durch die Hölle des Entzugs zu gehen. Aus der Klinik entlassen erwarten ihn schon Frau und Kind lächelnd. Das entspricht nicht ganz der Realität. Denn man weiß heute, dass der Beginn der "Versauung" vor der Einnahme begann und jemand, der nur entgiftet oft wieder dort steht, wo er einst stand und anfing.



      Shenya wrote:

      Neuroleptika werden als Medikament gegen eine Krankheit verschrieben. In vielen Fällen helfen sie auch, nur gibt es auch schädliche Nebenwirkungen. Bei Drogen scheint es mir aber umgekehrt zu sein, die schädliche Wirkung ist die Hauptwirkung, einen echten Nutzen haben sie nicht. Drogen werden oft genommen, um zu flüchten, das geht aber nicht, weil man immer wieder in das reale Leben zurückkehrt, zwangsläufig.
      Das kann man imo so pauschal nicht sagen. In gewisser Hinsicht flüchtet jeder Mensch, ganz egal ob vom Arzt verordnet oder in Eigenregie beschlossen, vor dem Ist-Zustand seiner Gemütslage.

      Allein hier im Forum gibt es Threads, wo es z. B. um CBN geht, Kratom wurde irgendwo mal erwähnt. Speziell Kratom war immer eine exotische Substanz, die ich nur aus Drogenbüchern kannte. Habe ich noch nie genommen. Whatever, auf jeden Fall würde ich das schon eindeutig unter Selbstmedikation einstufen. Immer häufiger hört man von Cannabiseinnahme zu medizinischen Zwecken. Die Unterscheidung "Was ist zu verurteilender Drogenmissbrauch, was ist medizinisch-berechtigte Einnahme?" verwischt zunehmend. Viele Psychopharmaka aus dem Bereich Neuroleptika, Antidepressiva und Benzodiazepine würde man nicht unter Selbstmedikation einsortieren, weil sie vom Arzt verordnet werden. Es ist anderseits aber häufig so, dass die Einnahme von vielen Psychopharmaka oft ein Beschluss des Patienten ist (teils bereits mit dem Wunsch ein bestimmtes Psychopharmakon zu probieren) und die Abwicklung über den Arzt läuft.

      BTW: Viele heutige halb- und vollsynthetische Drogen sind in den Küchen der Pharmaindustrie entstanden und waren einst Medikamente.


      Shenya wrote:

      Von mir aus könnte Cannabis auch legal sein. Bei härteren Drogen fände ich es aber unverantwortlich. Man lässt auch nicht (mehr) Asbest in Häuser einbauen und überlässt es den Leuten selbst, ob sich sich dem Stoff aussetzen wollen oder nicht.
      Das mit dem Asbest ist richig, aber man würde jemanden, der dennoch Asbest in seiner Wohnung verwendet nicht so verfolgen und anklagen.

      Es ist ansonsten ein zugegeben sehr schwieriges Thema, wo man sich weltweit sehr schwer tut. Es ist nicht mit einer "Dann gebt es halt frei" allein getan, sondern es hat weitere Fragen zur Folge. Ungewöhnliche Ausnahmen scheinen Portugal zu sein, wo man alle Drogen legalisiert hat oder die Niederlande, wo selbst Cannabis bis heute nicht wirklich legal ist, aber man 1976 mit einer Grauzone sogenannte Coffieshops, es handelt sich afaik lediglich um eine Tolerierung, während Handel auch in den Niederlanden verboten sind. Ich glaube, Es muss imo nicht staatlich gefördert werden, aber es muss imo auch nicht mehr heutzutage so verfolgt und geächtet werden. Noch heutzutage lese ich manchmal in den Medien, dass man in einer Wohnung Hanfpflanzen beschlagnahmt hat. Das ist einfach nur bescheuert. Vor Wochen las ich von Razzien wegen diesem CBN-Öl. Es hieß seitens der (afaik) CDU, dass ein Rausch ausgeschlossen werden muss. Das fand ich dann auch ziemlich "yesterday man" in Person. Ich finde, dass der Konsum von Cannabis doch eine Sache ist, die der jeweilige Mensch entscheiden muss. Da in den 2000ern noch immer zu verbieten, das erinnert an das Verbot der Homosexualität und so. :m(:

      Shenya wrote:

      Immer wenn es mir schlecht ging, habe ich auch das eine oder andere probiert, aber es hat eben nicht funktioniert. Wenn es mir gut geht, habe ich überhaupt kein Verlangen nach irgendwelchen Substanzen, deshalb finde ich es schon wichtig, dass man nicht einfach Drogen empfiehlt und die gut findet, sondern lieber schaut, wo es einem wirklich fehlt im Leben, und was man tun kann, damit es einem besser geht.
      Aber wer empfiehlt Drogen? :d
      Wenn es jemanden schlecht geht, dann würde man pauschal doch auch nicht "Psychopharmaka" empfehlen, sondern eher wenn überhaupt spezielle Präparate, die sich bei einer Sache bewährt haben. Das was du beschreibst mit dem Umschauen, das gilt im Grunde für Psychopharmaka genauso. Aber stell dir mal vor man würde jedem User im Forum fortan schreiben "Schau doch mal was wirklich fehlt! Arbeite daran! Und geh bloß nicht zum Arzt und lass dir ein Psychopharmakon verschreiben!".


      Shenya wrote:

      Es gibt bestimmt für jeden bessere Möglichkeiten als Drogen zu nehmen. Ich glaub auch nicht, dass es "safer use" wirklich gibt, wenn man Probleme hat. Da wird oft viel verharmlost und verteidigt.
      Das stimmt eindeutig nicht. :-p Selbst die noch so konservativ-rechte und ewiggestrige Politik hat irgendwann ein Stück weit auf "harm reduction" gesetzt. Bei der Zahl der alljährlichen Drogentoten weiß man doch seit Jahrzehnten, dass das in der Regel nicht Menschen sind, die an den Folgen ihrer Sucht irgendwann verstorben sind, sondern es handelt sich überwiegend um Unfälle, um Überdosierungen, die dadurch zustande kommen, dass es manchmal Momente gibt, wo harte Drogen einen ungewöhnlichen Reinheitsgrad haben.
      In letters of gold on a snow white kite I will write "I love you"
      And send it soaring high above you for all to read
    • Hyperakusis wrote:

      Ein Suchtpotential ist keine Bedingung für mögliche Schäden, die direkt (nicht indirekt) von einer Substanz ausgehen können.
      Natürlich nicht, insofern haben ja alle Medikamente Nebenwirkungen, die auch ganz schön drastisch sein können.
      Aber süchtig zu werden nach einer Substanz, die drastische Nebenwirkungen (außer der Sucht) haben kann, ist eben doppelt problematisch. Ist ja nicht so, dass Sucht die einzige Nebenwirkung von Drogen ist, sondern es kann auch weitere körperliche und psychische Schäden dadurch geben.

      Hyperakusis wrote:

      Also keine Frage, exzessiver Konsum von Alkohol/Drogen ist nicht gerade hilfreich in dieser Zeit. Ich glaube aber auch, dass exzessiver Konsum von z. B. Alkohol auch die Produktivität eines Erwachsenen nicht gerade fördert, sondern eher untergräbt.
      Ist sicher richtig, aber in der Reifungsphase, wenn die Persönlichkeit erst ausgebildet wird, ist es schlimmer als bei einem Erwachsenen.

      Hyperakusis wrote:

      Denn man weiß heute, dass der Beginn der "Versauung" vor der Einnahme begann und jemand, der nur entgiftet oft wieder dort steht, wo er einst stand und anfing.
      Das kann in vielen Fällen so sein, aber es ist doch sicher auch so, dass die Versauung dann drastisch Fahrt nach unten aufnimmt, wenn man dann noch mit Drogen anfängt, während man ohne Drogen immer noch die Chance hat, sich wieder zu fangen. Drogen verschlimmern alles, sie helfen überhaupt nicht.
      Es bleiben auch noch die Fälle, die wirklich nur mal probieren wollten und dann hängen geblieben sind, oder die Fälle, die nur eine vorübergehende schlechte Phase gehabt hätten, in dieser Phase abhängig geworden sind, und dann nicht mehr davon wegkommen. Ohne die Drogen wäre die Phase vorbeigegangen. Viele Jugendliche haben mal vorübergehende Krisen bis hin zu Selbstmordgedanken und fangen sich wieder. Das muss dann nicht heißen, dass das ganze Leben versaut ist, aber Drogen können dann schon dazu führen.

      Hyperakusis wrote:

      Die Unterscheidung "Was ist zu verurteilender Drogenmissbrauch, was ist medizinisch-berechtigte Einnahme?" verwischt zunehmend.
      Ich denke, immer wenn die Suchtgefahr verharmlost wird, dann beginnt der Missbrauch.
      Wenn jemand z.B. sagt, er kann morgen aufhören (oder reduzierend ausschleichen) und kann das auch tatsächlich, dann ist es noch in Ordnung. Aber viele sagen das auch und könnten es in Wirklichkeit nicht.

      Wenn eine Droge ein Medikament ist, dann gehört es in die Hände eines Arztes, finde ich, so wie beim Cannabis, oder Morphium. An manchen wird noch geforscht, z.B. Ketamin gegen Depressionen. Ich find's gut, wenn ein Stoff ein Potenzial hat, dass man das dann auch nutzt. Nur finde ich es besser, wenn das unter sichereren Bedingungen passiert.
      Selbstmedikation kann auch gut gehen, aber man muss halt sehr aufpassen, was man da tut. Diejenigen, die so krank sind, dass normale Therapien oder Medikamente nicht helfen, die haben halt auch ein hohes Suchtpotenzial. Diejenigen, die sich noch gut kontrollieren können, bräuchten wahrscheinlich die Drogen gar nicht.

      Kratom hab ich auch mal probiert, brrr. Ich finde, die angebliche positive Wirkung von Drogen wird manchmal ziemlich übertrieben. Natürlich will das Zeug auch verkauft werden, das funktioniert nicht, wenn man sagt, dass man sich eine sehr subtile Wirkung mit Übelkeit und schrecklichem Geschmack erkauft (Beispiel Kratom, ist aber kein Einzelfall).

      Hyperakusis wrote:

      Wenn es jemanden schlecht geht, dann würde man pauschal doch auch nicht "Psychopharmaka" empfehlen, sondern eher wenn überhaupt spezielle Präparate, die sich bei einer Sache bewährt haben. Das was du beschreibst mit dem Umschauen, das gilt im Grunde für Psychopharmaka genauso. Aber stell dir mal vor man würde jedem User im Forum fortan schreiben "Schau doch mal was wirklich fehlt! Arbeite daran! Und geh bloß nicht zum Arzt und lass dir ein Psychopharmakon verschreiben!".
      Ich bin immer der Meinung gewesen, dass Medikamente eine Hilfe sein können, aber es war für mich auch immer selbstverständlich, dass sie nicht alleine alles richten können. Wie könnte man von einer Substanz erwarten, dass sie die richtige Wohnung oder den richtigen Job für einen findet oder was gegen Einsamkeit ausrichtet. Natürlich funktioniert das so nicht. Aber Medikamente können dennoch helfen, und sie werden im Bestfall nach Absprache mit einem Arzt in einer angemessenen Dosierung genommen, wo Nutzen und Risiko in einem akzeptablen Verhältnis zueinander stehen. Ein Medikament hat das Potenzial, etwas zu bewirken auf dem Gebiet, für das es entwickelt wurde. Den eigenen Verstand darf man dabei auch nicht ausschalten.

      Außerdem kann ein Arzt mehr tun als nur Medikamente verschreiben. Medikamente sind ja nicht alles, was es gibt. Gerade beim Herausfinden, was fehlt, kann ja ein Arztbesuch total hilfreich sein (Gespräche, evtl. Vermittlung in eine Therapie). Geht nur halt nicht von heute auf morgen. Ich kann sehr gut verstehen, wenn man in der Zeit, wo man noch keine Hilfe bekommt oder das Gefühl hat, dass keiner hilft, dann versucht, selber was zu finden. Das ist nur natürlich.

      Hyperakusis wrote:

      Bei der Zahl der alljährlichen Drogentoten weiß man doch seit Jahrzehnten, dass das in der Regel nicht Menschen sind, die an den Folgen ihrer Sucht irgendwann verstorben sind, sondern es handelt sich überwiegend um Unfälle, um Überdosierungen, die dadurch zustande kommen, dass es manchmal Momente gibt, wo harte Drogen einen ungewöhnlichen Reinheitsgrad haben.
      Das ist ein Teil der Fälle, aber es gibt weitere, die an den körperlichen Folgen sterben, z.B. Leberzirrhose und Krebs bei Alkoholmissbrauch, oder körperlicher Abbau (Anfälligkeit für Infektionen) bei Heroin. Zahlenmäßig sind das natürlich beim Alkohol und Rauchen sehr viel mehr als bei den illegalen Drogen.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Ich habe bisher nur Alkohol getrunken und werde auch nichts anderes nehmen.
      Schokolade schmeckt mir nicht so. Kaffee ebenso.

      Allerdings habe ich die Erfahrung mit Alkohol gemacht, dass natürlich die Hemmschwelle abnimmt und ich viel entspannter bin.
      Somit ist es um einiges leichter mit Menschen zu kommunizieren und damit das Eis zu brechen. Danach bin ich dann auch viel entspannter - auch ohne Alkoholeinfluss.

      Alkohol ist definitiv sehr hilfreich für mich. :thumbup:

      The post was edited 1 time, last by Kelopa ().

    • Ich habe früher öfters gekifft, und würde das gerne ab und an wieder mal machen. Man ist dann so wunderbar entspannt.
      Ansonsten trinke ich gerne mal ein paar Bier oder Wein, das wars dann auch schon.

      Interessant ist die Mischung aus Antidepressiva und zuviel Alkohol. Das bewirkt bei mir regelmäßig sehr interessante Träume.
      Da laufen im Hirn ganze Animationsfilme ab, ohne jeglichen Bezug zur Realität oder bekannten Orten/Personen/Situationen.
      Spannend was das Hirn da so im Schlaf produziert.
    • Regelmäßig konsumiere ich nur Koffein.
      Geraucht habe ich noch nie, und werde damit auch nicht anfangen.
      Und Alkohol macht mich v.a. müde.
      THC habe ich auch mal probiert, nicht als Joint, sondern als THC-Öl. Die Wirkung finde ich ganz schön. Besonders gefällt mir daran, dass es das Zeitgefühl verlangsamt und alles irgendwie lustiger macht.
      Als ganz ungefährlich würde ich THC aber nicht ansehen. Eine Überdosis ist zwar körperlich nicht gefährlich, aber sehr unangenehm. Und nicht zuletzt wird's meistens geraucht und dafür mit Tabak gemischt. Wenn Cannabis legal wird, könnten damit viele bisherige Nichtraucher anfangen, Joints zu rauchen und darüber auch von Nikotin abhängig werden.
      Ansonsten habe ich noch ein paar Dinge ausprobiert, die zwar psychoaktiv, aber als Nahrungsergänzungsmittel frei verkäuflich sind (um genau zu sein: L-Dopa, Phenylethylamin und Lithium).

      Ehrlich gesagt gebe ich den Statistiken, nach denen Alkohol die gefährlichste Droge überhaupt ist, völlig Recht. Zum Großteil wegen dem gesellschaftlichen Umgang mit Alkohol. In sehr vielen Umfeldern muss man sich rechtfertigen und kommt evtl. sehr schlecht an und wird zum Außenseiter, wenn man keinen Alkohol trinken will. Es ist normal, die Droge zu konsumieren, und "unnormal" sie nicht konsumieren zu wollen. Diesen Gruppenzwang gibt's (außer in speziellen Umfeldern) bei anderen Drogen kaum.

      Und mit Nikotin ist eine Droge legal, die ein extrem hohes Abhängigkeitspotenzial hat und in der üblichen Konsumform (Zigaretten) der Gesundheit stark schadet.
      Ich sehe überhaupt kein Problem darin, gelegentlich Drogen zu konsumieren. Im Endeffekt ist jeder selbst für seine Gesundheit verantwortlich. Und die legalen Drogen Alkohol und Nikotin verursachen viel mehr gesellschaftlichen Schaden (frühe Todesfälle, Kosten fürs Gesundheitssystem, Kriminalität, ...) als alle illegalen Drogen zusammen.
    • ich kennIhr kennt vl sicher die Studien zu Cannabis Konsum

      Platypus wrote:

      Ich kenne einen mir nahestehenden Menschen, der seit seiner Jugend Cannabis konsumiert (inzwischen mittleres Alter) und kein einziges seiner Probleme damit besser in den Griff bekommen hat. Im Gegenteil greift er auch immer wieder zu synthetischen Drogen, Kokain und selbstverständlich großen Mengen Alkohol. (Muss man noch extra erwähnen, dass er auch "normale" Zigaretten raucht?) Der macht sich so richtig kaputt, seit vielen Jahren. Ein Drogenproblem hat er natürlich nicht, mehrfache erfolglose Entzugsversuche dafür schon.
      Bessere Drogenprävention als einen Suchtie im Umfeld gibt es wohl nicht...

      Also nein: Würde für mich grundsätzlich nicht in Frage kommen. Lieber Autist als Junkie.
      ich kenne auch einige die ziemlich am arsch sind durch drogenkonsum. das sind aber alle keine asperger autisten.

      eine gute drogenprävention ist
      Sick von Shore,Stein,Papier(Youtubeformat)
      Ehrlich erzählt, die guten und die schlechten Seiten von Drogen.
    • @Jules Du glaubst also, als (diagnostizierter) Aspie wird man nicht süchtig? Oder was schließt du aus deinen Erfahrungen mit den dir bekannten "am Arsch Seienden"?? Ich verstehe deine Aussage nicht...

      Jules wrote:

      ich kenne auch einige die ziemlich am arsch sind durch drogenkonsum. das sind aber alle keine asperger autisten.
      Es darf genau so sein.
    • Platypus wrote:

      @Jules Du glaubst also, als (diagnostizierter) Aspie wird man nicht süchtig? Oder was schließt du aus deinen Erfahrungen mit den dir bekannten "am Arsch Seienden"?? Ich verstehe deine Aussage nicht...

      Jules wrote:

      ich kenne auch einige die ziemlich am arsch sind durch drogenkonsum. das sind aber alle keine asperger autisten.

      Doch klar kann man als Asperger Süchtig werden, es gibt nur ein paar Asperger Autisten denen hipft THC und wenn das gilft im Alltag besser klarzukommen, wäre die Chance das man süchtig wird eher niedrig , da es hilft , natürlich muss man das wenn als Medikation ansehen.


      Ne die am Arsch sind, sind es einamfach, zu virl zu früh Drogen , u.a. bis Heute keinen gscheiden Job, kein Führerschein,nie Kohle usw .
      .Keine Ausbildung zu Ende gemacht
    • Jules wrote:

      es gibt nur ein paar Asperger Autisten denen hipft THC und wenn das gilft im Alltag besser klarzukommen, wäre die Chance das man süchtig wird eher niedrig , da es hilft ,
      Unter der Annahme, dass ich die Tippfehler korrekt decodiert habe: Das ist ein logischer Fehler. Zu meinen, dass die Entwicklung einer Abhängigkeit gering wäre, weil die Substanz hilft, ist falsch. Im Gegenteil kann es gerade dazu führen, von einer Substanz abhängig zu werden.
      "in truth, only atoms and the void" Sean Carroll (paraphrased Demokritos)
    • Kayt wrote:

      Jules wrote:

      es gibt nur ein paar Asperger Autisten denen hipft THC und wenn das gilft im Alltag besser klarzukommen, wäre die Chance das man süchtig wird eher niedrig , da es hilft ,
      Unter der Annahme, dass ich die Tippfehler korrekt decodiert habe: Das ist ein logischer Fehler. Zu meinen, dass die Entwicklung einer Abhängigkeit gering wäre, weil die Substanz hilft, ist falsch. Im Gegenteil kann es gerade dazu führen, von einer Substanz abhängig zu werden.
      Ich denke, eine eindeutige "Wenn-dann-Regel" gibt es da nicht. Es kommt wohl darauf an, was man in diesem Zusammenhang unter "die Substanz hilft" versteht. Wenn eine illegale oder eine legale Droge (aka Medikament) dazu beiträgt, besser bzw. "normaler" zu funktionieren, also die alltäglichen Aufgaben besser zu bewältigen und/oder einen ausgeglicheneren Gemütszustand zu erreichen, wäre man ja "schön blöd", sich eine solche Verbesserung durch exzessiven Konsum dieser Droge zu verderben. Ich denke, da kann Vernunft schon vor Abhängigkeit schützen. Bzw. davor, in ein ungesundes Konsumverhalten reinzurutschen.

      Wenn eine Droge dazu eingesetzt wird, einer als schwierig erlebten Situation zu entfliehen bzw. um sich "zu" zu machen, sich "auszuklinken", dann wird es wohl problematisch. Oder wenn Drogen aus anderen, "unvernünftigen" Gründen genommen werden - wie z.B. um die ganze Nacht "Party machen" zu können, oder was es da sonst noch so geben mag ....
      In DOG We Trust.
    • Kayt wrote:

      Jules wrote:

      es gibt nur ein paar Asperger Autisten denen hipft THC und wenn das gilft im Alltag besser klarzukommen, wäre die Chance das man süchtig wird eher niedrig , da es hilft ,
      Unter der Annahme, dass ich die Tippfehler korrekt decodiert habe: Das ist ein logischer Fehler. Zu meinen, dass die Entwicklung einer Abhängigkeit gering wäre, weil die Substanz hilft, ist falsch. Im Gegenteil kann es gerade dazu führen, von einer Substanz abhängig zu werden.
      Ja das kann sein, aber wenn man ständig im Alltag Probleme hat und nicht klarkommt und sich deswegen Abends eine Flasche Wein reinkippt, weil es legal ist, dann könnte das sehr problematisch werden.

      Von allen Drogen hat vermutlich Cannabis das geringste Gefahrenpotenzial(Sucht und körperliche Schäden), auch wenn es nicht gefahrlos ist .


      Adhsler bekommen Metylphenidat, was super schädlich ist, daweil können die Meisten die gleiche Wirkung mit Cannabis erzielen ohne sich zu Steigern und mega Abhängig zu werden.
    • Jules wrote:

      Von allen Drogen hat vermutlich Cannabis das geringste Gefahrenpotenzial(Sucht und körperliche Schäden), auch wenn es nicht gefahrlos ist .


      Adhsler bekommen Metylphenidat, was super schädlich ist, daweil können die Meisten die gleiche Wirkung mit Cannabis erzielen ohne sich zu Steigern und mega Abhängig zu werden.
      Sorry, aber das ist beides falsch.

      Ich würde dir jetzt ein Bild posten, aber das würde vermutlich gegen das Urheberrecht verstoßen.

      Auf einer Skala von 0 bis 80 wurden 20 gängige psychoaktive Substanzen nach ihrer Schädlichkeit bewertet. Der Wert setzt sich zusammen aus dem Schaden für das Individuum und Schaden für die Gesellschaft.

      Cannabis steht an Stelle 8 mit ca. 18 Punkten (fast alle davon Schaden für das Individuum, nicht für die Gesellschaft). An letzter Stelle, Stelle 20 also stehen Magic Mushrooms mit einem Wert von 3. Den ersten Platz belegt übrigens Alkohol, Wert 75 (davon ca. 50 als Schaden für die Gesellschaft), gefolgt von Heroin.

      Nachzulesen hier:

      Van Amsterdam, J., Nutt, D., Phillips, L., & van den Brink, W. (2015). European rating of drug harms. Journal of Psychopharmacology, 29(6), 655–660.
      "in truth, only atoms and the void" Sean Carroll (paraphrased Demokritos)
    • Kayt wrote:

      Jules wrote:

      Von allen Drogen hat vermutlich Cannabis das geringste Gefahrenpotenzial(Sucht und körperliche Schäden), auch wenn es nicht gefahrlos ist .


      Adhsler bekommen Metylphenidat, was super schädlich ist, daweil können die Meisten die gleiche Wirkung mit Cannabis erzielen ohne sich zu Steigern und mega Abhängig zu werden.
      Sorry, aber das ist beides falsch.
      Ich würde dir jetzt ein Bild posten, aber das würde vermutlich gegen das Urheberrecht verstoßen.

      Auf einer Skala von 0 bis 80 wurden 20 gängige psychoaktive Substanzen nach ihrer Schädlichkeit bewertet. Der Wert setzt sich zusammen aus dem Schaden für das Individuum und Schaden für die Gesellschaft.

      Cannabis steht an Stelle 8 mit ca. 18 Punkten (fast alle davon Schaden für das Individuum, nicht für die Gesellschaft). An letzter Stelle, Stelle 20 also stehen Magic Mushrooms mit einem Wert von 3. Den ersten Platz belegt übrigens Alkohol, Wert 75 (davon ca. 50 als Schaden für die Gesellschaft), gefolgt von Heroin.

      Nachzulesen hier:

      Van Amsterdam, J., Nutt, D., Phillips, L., & van den Brink, W. (2015). European rating of drug harms. Journal of Psychopharmacology, 29(6), 655–660.
      Das sind Statistiken.

      Wenn jemand auf einem Mushroom hängenbleibt sind die Schäden für die Gesellschaft und das Individuum gross .
      Wäre die Drogenpolitik anders, würde die Statistik sicher anders aussehen .

      Aber gut die Drogenpolitik ist wie sie ist momentan
    • Jules wrote:

      Adhsler bekommen Metylphenidat, was super schädlich ist, daweil können die Meisten die gleiche Wirkung mit Cannabis erzielen ohne sich zu Steigern und mega Abhängig zu werden.
      Wie kommst du darauf, dass Methylphenidat "super schädlich" ist? Klar, es kann im Einzelfall schädliche Auswirkungen haben. Aber es ist ein Medikament, das verglichen mit anderen Psychopharmaka wenig "Neben"wirkungen - also unerwünschte, potenziell schädliche Wirkungen - hat.

      Dass Cannabis bei ADHS die gleiche Wirkung wie MPH (oder andere Stimulanzien) haben soll, erschließt sich mir auch nicht.
      In DOG We Trust.
    • martienne wrote:

      Jules wrote:

      Adhsler bekommen Metylphenidat, was super schädlich ist, daweil können die Meisten die gleiche Wirkung mit Cannabis erzielen ohne sich zu Steigern und mega Abhängig zu werden.
      Wie kommst du darauf, dass Methylphenidat "super schädlich" ist? Klar, es kann im Einzelfall schädliche Auswirkungen haben. Aber es ist ein Medikament, das verglichen mit anderen Psychopharmaka wenig "Neben"wirkungen - also unerwünschte, potenziell schädliche Wirkungen - hat.
      Dass Cannabis bei ADHS die gleiche Wirkung wie MPH (oder andere Stimulanzien) haben soll, erschließt sich mir auch nicht.
      Die Bundeswehr hat MPHbenutzt und dann absetzen müssen, weil die Soldaten u.a. Herzneurosen gekriegt haben ....

      Ich habe MPHeinige Monate genommen und kann subjektiv sagen das es schädlich ist .

      Wenn ich ein wenig forsche findet sich da safe noch mehr .

      Weil Cannabis und MPH am Dopaminsystem andocken .

      Warum und wie das so ist , solltest du einen Arzt fragen, so genau weiss ich es selber nicht, war aber beieinem Arzt mit Suchtmedizinischen Schwerpunkt der u.a. Cannabistherapie anbietet und auch Ritalin verschreibt
    • @Jules
      Hast du eine Quellenangabe dazu, dass die Bundeswehr MPH benutzt hat?
      Und was ist in diesem Zusammenhang mit "benutzt" gemeint? Dass MPH ohne Indikation verabreicht wurde?
      Und meinst du wirklich Herzneurosen?

      Wenn MPH bei dir schädliche Folgen hatte, kannst du das doch nicht verallgemeinern. Viele AD(H)Sler vertragen MPH problemlos und erleben auch eine gute Wirkung des Medikaments. Selbstverständlich wirkt es aber nicht bei allen so, wie erhofft.

      Zu Cannabis und Dopamisystem:

      Ärzteblatt wrote:

      Cannabis mindert Dopamin-Synthese im Gehirn


      London – Das bei chronischen Cannabis-Konsumenten beobachtete „Amotivations­syndrom“ könnte seine Ursache in einer verminderten Dopaminproduktion im Gehirn haben, berichten britische Hirnforscher in Biological Psychiatry (2013; doi: 10.1016/j.biopsych.2013.05.027).
      (......)
      Bloomfield hatte vermutet, dass dies (gemeint sind: Wahnvorstellungen) Folgen einer vermehrten Dopamin-Produktion in den Belohnungszentren des Gehirns ist. Stattdessen zeigten die PET-Aufnahmen eine deutlich verminderte Dopamin-Konzentration. Dies kann zwar nicht die psychotischen Symptome der Cannabis-Konsumenten erklären, schreibt Bloomfeld, es könnte aber die Ursache des in dieser Gruppe sehr häufig beobachteten „Amotivationssyndroms“ sein.
      In DOG We Trust.
    • martienne wrote:

      @Jules
      Hast du eine Quellenangabe dazu, dass die Bundeswehr MPH benutzt hat?
      Und was ist in diesem Zusammenhang mit "benutzt" gemeint? Dass MPH ohne Indikation verabreicht wurde?
      Und meinst du wirklich Herzneurosen?

      Wenn MPH bei dir schädliche Folgen hatte, kannst du das doch nicht verallgemeinern. Viele AD(H)Sler vertragen MPH problemlos und erleben auch eine gute Wirkung des Medikaments. Selbstverständlich wirkt es aber nicht bei allen so, wie erhofft.

      Zu Cannabis und Dopamisystem:

      Ärzteblatt wrote:

      Cannabis mindert Dopamin-Synthese im Gehirn


      London – Das bei chronischen Cannabis-Konsumenten beobachtete „Amotivations­syndrom“ könnte seine Ursache in einer verminderten Dopaminproduktion im Gehirn haben, berichten britische Hirnforscher in Biological Psychiatry (2013; doi: 10.1016/j.biopsych.2013.05.027).
      (......)
      Bloomfield hatte vermutet, dash sche die s dies (gemeint sind: Wahnvorstellungen) Folgen einer vermehrten Dopamin-Produktion in den Belohnungszentren des Gehirns ist. Stattdessen zeigten die PET-Aufnahmen eine deutlich verminderte Dopamin-Konzentration. Dies kann zwar nicht die psychotischen Symptome der Cannabis-Konsumenten erklären, schreibt Bloomfeld, es könnte aber die Ursache des in dieser Gruppe sehr häufig beobachteten „Amotivationssyndroms“ sein.

      Ich suche die Quelle, sibald ich Sie habe, gebe ich dir beacheid, das kann ein wenig dauern