Asperger Autismus und Drogenkonsum

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    • Hier kannst du einiges zu deiner Frage lesen.

      Tatsächlich hat mir der Konsum von Thc sehr geholfen. Ich habe in der Vergangenheit auch nur Kleinstmengen konsumiert und mich immer gefragt, wieso andere so viel davon konsumieren. Ich mag dieses "high" Gefühl gar nicht. Deswegen durfte es nur ganz wenig sein. Mein Körpergefühl wurde dadurch angenehm zb in Überreizungszuständen und ich war dadurch mehr im Stande, mich auf andere Menschen einzulassen (weniger Selbstzentrierung, da besseres Körperempfinden). Ich konnte auch besser differenzieren, was mich kopfmäßig belastet als auch wahrnehmen, was ich alles genau wahrnehme.

      In dem Punkt sind die Amerikaner den Deutschen einen Schritt voraus (ich glaube in medizinischer Hinsicht hinkt Deutschland generell etwas hinterher). Meines Wissens gibt es dort für Autisten Cannabis auf Rezept. Hier zu Lande ist dies noch nicht der Fall.
    • Ich habe nur legale oder halblegale Sachen probiert, und allesamt haben sie nicht richtig funktioniert. Die Nebenwirkungen waren immer dominant gegenüber der eher subtilen Hauptwirkung, sodass ich kein großes Verlangen nach Wiederholung hatte.
      Derzeit nehme ich nur ab und zu Koffein zu mir, in Form von Eistee, wobei ich mir schon öfter gewünscht habe, es gäbe den Eistee auch koffeinfrei. Und ab und zu nehme ich Opipram.

      Cannabis wird wahrscheinlich auch überbewertet, weil es noch nicht so einfach zu bekommen ist (habe ich aber selbst nicht probiert). Wenn es das mal routinemäßig auf Rezept gibt, werden die Leute auch auf die Nebenwirkungen schimpfen, wie bei anderen Medikamenten. Bei allen Medikamenten macht man ja eine Kosten-Nutzen-Abwägung und nimmt eben das, was hilft, bei erträglichen Nebenwirkungen. Offizielle Medikamente sind diesbezüglich besser erforscht und abgesichert als wenn man eigene Experimente macht.

      Ich denke, wenn es einem psychisch nicht gut geht, sind andere Strategien, die einem wirklich das Leben erleichtern, wichtiger. Auch personelle Hilfe (Ärzte, Therapie, praktische Unterstützung im Alltag). Ich habe mich viele Jahre mehr oder weniger allein durchgeschlagen, ich find's klasse, jetzt Leute zu haben, mit denen ich über fast alles reden kann, auch oder besonders wenn das Leute sind, denen ich nichts vorspielen muss, wo ich sein darf, wie ich bin. Das hat sich erst ergeben, nachdem ich eine Diagnose hatte, vorher galt ich ja als "normal" (mehr oder weniger).
      Alles wird galaktisch gut.
    • Shenya wrote:

      Ich denke, wenn es einem psychisch nicht gut geht, sind andere Strategien, die einem wirklich das Leben erleichtern, wichtiger. Auch personelle Hilfe (Ärzte, Therapie, praktische Unterstützung im Alltag). Ich habe mich viele Jahre mehr oder weniger allein durchgeschlagen, ich find's klasse, jetzt Leute zu haben, mit denen ich über fast alles reden kann, auch oder besonders wenn das Leute sind, denen ich nichts vorspielen muss, wo ich sein darf, wie ich bin. Das hat sich erst ergeben, nachdem ich eine Diagnose hatte, vorher galt ich ja als "normal" (mehr oder weniger).
      So geht mir das auch. Ich habe große Unterstützung durch meine Psychiaterin und vor allem durch das ambulant betreute Wohnen. Mit meiner ABW-Frau kann ich über alles mögliche reden und darf so sein, wie ich bin. Sie hilft mir bei Problemen, gibt mir hilfreiche Tipps und entlastet mich, indem sie z.B. die Führung übernimmt, wenn wir unterwegs sind. Die meisten Orte, an denen wir mittlerweile waren, hätte ich allein nie besuchen können, weil mich das alleine völlig überfordert hätte. Sie begleitet mich auch zu Behörden, Ärzten und anderen Terminen und beruhigt mich dabei allein durch ihre Anwesenheit ungemein. Sie denkt dann für mich an Dinge, die ich, wenn ich alleine zu so einem Termin gehen müsste, vor lauter Überforderung sonst einfach vergessen würde. Ich möchte das ABW wirklich nicht mehr missen, denn es entlastet mich ungemein, gibt mir mehr Energie für den Alltag und ich fühle mich auch nicht mehr so von der Welt abgekapselt. :nod:
      Ich bin nicht auf der Welt, um zu sein, wie Andere mich gern hätten.
    • Jules wrote:

      Ihr kennt vl sicher die Studien zu Cannabis Konsum
      Ich kenne einen mir nahestehenden Menschen, der seit seiner Jugend Cannabis konsumiert (inzwischen mittleres Alter) und kein einziges seiner Probleme damit besser in den Griff bekommen hat. Im Gegenteil greift er auch immer wieder zu synthetischen Drogen, Kokain und selbstverständlich großen Mengen Alkohol. (Muss man noch extra erwähnen, dass er auch "normale" Zigaretten raucht?) Der macht sich so richtig kaputt, seit vielen Jahren. Ein Drogenproblem hat er natürlich nicht, mehrfache erfolglose Entzugsversuche dafür schon.

      Bessere Drogenprävention als einen Suchtie im Umfeld gibt es wohl nicht...

      Also nein: Würde für mich grundsätzlich nicht in Frage kommen. Lieber Autist als Junkie.
    • @Platypus
      Den letzten Satz verstehe ich nicht. Meinst du ein Autist ist mit Cannabiskonsum kein Autist mehr und Autisten können keine Drogensüchtige sein?

      Im Übrigen kommt es natürlich auf die Dosis an und die Intention. Ich meine, ein Overload ist kein psychisches Problem (eine Folge davon können psychische Probleme sein), sondern ein neurologisches (sensorische Integrationsstörung). So wie bei mittelstarken bis starken Depressionen ein AD (bei richtiger Einstellung des Medikament) eine große Stütze sein kann (nicht muss - Medikamente wirken schließlich nicht bei allen gleich) so kann vielleicht auch THC oder Methylphenidat dehydrochlorid zur Linderung beitragen (kann, muss nicht).

      Die hier geschilderten Situationen beziehen sich auf Menschen mit einer Suchterkrankung (die auch unentdeckte Asperger Autisten entwickeln können - siehe Selbstmedikation). Wenn jemand so nah an solch einer Geschichte dran ist, ist es mit unter schwer, sachlich zu bleiben. Das verstehe ich.
    • Windtänzerin wrote:

      Sie hilft mir bei Problemen, gibt mir hilfreiche Tipps und entlastet mich, indem sie z.B. die Führung übernimmt, wenn wir unterwegs sind. Die meisten Orte, an denen wir mittlerweile waren, hätte ich allein nie besuchen können, weil mich das alleine völlig überfordert hätte. Sie begleitet mich auch zu Behörden, Ärzten und anderen Terminen und beruhigt mich dabei allein durch ihre Anwesenheit ungemein. Sie denkt dann für mich an Dinge, die ich, wenn ich alleine zu so einem Termin gehen müsste, vor lauter Überforderung sonst einfach vergessen würde.
      Das klingt sehr gut. Ich habe auch eine gute Ärztin, zur Zeit noch eine Therapeutin, eine Haushaltshilfe und einen Ehrenamtlichen, der 1x in der Woche kommt. Mit ihm kann ich dann was erledigen oder was unternehmen. Das finde ich momentan ziemlich cool. Da lerne ich z.B. Ecken an meinem Wohnort kennen, wo ich noch nie war, obwohl sie nur 10 Minuten entfernt sind.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Shenya wrote:

      Das klingt sehr gut. Ich habe auch eine gute Ärztin, zur Zeit noch eine Therapeutin, eine Haushaltshilfe und einen Ehrenamtlichen, der 1x in der Woche kommt. Mit ihm kann ich dann was erledigen oder was unternehmen. Das finde ich momentan ziemlich cool. Da lerne ich z.B. Ecken an meinem Wohnort kennen, wo ich noch nie war, obwohl sie nur 10 Minuten entfernt sind.
      Wow, das klingt interessant. Wie bist du auf den Ehrenamtlichen gekommen? Ich meine, wie habt ihr zueinander gefunden?

      Ich hoffe, dass ich mich auch bald um alles kümmern kann. Mir fehlt die Kraft dafür, obwohl eine Haushaltshilfe eine große Entlastung wäre (sofern mir überhaupt eine zusteht).
      Ich bräuchte eigentlich jemanden, der mit mir alles zusammen beantragt :(
    • Platypus wrote:

      Ich kenne einen mir nahestehenden Menschen, der seit seiner Jugend Cannabis konsumiert (inzwischen mittleres Alter) und kein einziges seiner Probleme damit besser in den Griff bekommen hat. (...) Der macht sich so richtig kaputt, seit vielen Jahren.
      Bessere Drogenprävention als einen Suchtie im Umfeld gibt es wohl nicht...
      Kann ich so bestätigen. Auch ich hatte jemanden in meinem nahen Umfeld: einen Kumpel den ich seit der zweiten Klasse her kannte. Er fing mit Drogen an, als er durch unsere damalige Direktorin - die das bei ihm hart durchsetzte - in ein Schwererziehbaren-Heim in ein anderes Bundesland kam. Als er zurück kam war er süchtig und nahm - zunächst "nur" - Hasch und dergleichen. Das steigerte sich und er nahm irgendwann alles mal durch was Haluzinazionen auslöst. Sogar einmal Extasy, was ihm jedoch nichts brachte. Bei LSD, Hasch, später auch mal Koks ist er dann geblieben und nah es exzessiv.

      Ich bekam alles aus nächster Nähe mit, sah zu wie er Gesellschaftlich und psychisch immer mehr absackte. Und zwar so lange bis er auch mich körperlich anging. Ab da war es für's erste aus und ich distanzierte mich von ihm. Bekam nur noch am Rande mit was er alles trieb und später, als wir wieder Kontakt hatten, erzählte er mir mit gewissem Stolz was er alles getan hatte: Drogen aus Holland geschmuggelt, selbst was an Freunde vertickt (er gibt es bis Heute nicht zu dass er Dealer war) und hat selbst weiter exzessiv genommen und sich mit Zwilichtigen Leuten eingelassen.

      Das Ende kam dann für ihn zienmlich plötzlich, als er es mit so genannten "Engelstrompeten" übertrieb, die zufällig bei uns damals im Garten einer unserer Kirchen wuchsen und die er ohne zu zögern konsumierte. Er war nicht dumm, ganz und gar nicht. Er war sehr belesen, allumfassend informiert und wusste im Grunde was er da tat. nur hier zeigte ihm die Natur dann seine Körperlichen Grenzen. Er kam in's Krankenhaus, wurde am Magen operiert und hat nun die Rechnung des Lebens bezahlt: er hat Morbus Crohn, darf kaum bis gar kein Salz mehr essen, nimmt harte Psychopharmaka - hat natürlich sich auch hier enormes Fachwissen angeeignet und sich Zeitweise mit einem Medikament in einen Rauschähnlichen Zustand versetzt und dies beinahe wieder bis zur psychischen Abhängigkeit getrieben -, hat harte Depressionen die ihn mehrfach fast das Leben kosteten und macht Kampfsport. Aber nicht, um seinen Körper fit zu halten, sondern um sich gegen die Typen zur Wehr setzen zu können, die ihn auf ihrer Liste haben, weil er sie - laut Infos die ich damals am Rande mitbekam - verpfiffen hat. ...

      Weiß nicht was er jetzt macht. Ist mir auch egal. Ich hab ihm vor ein paar Jahren die Freundschaft gekündigt.
    • LailandaDemia wrote:

      Wow, das klingt interessant. Wie bist du auf den Ehrenamtlichen gekommen? Ich meine, wie habt ihr zueinander gefunden?
      Das würde mich auch interessieren. Machen die das etwa wirklich völlig ehrenamtlich? Kriegen die denn nicht zumindest von irgendwem Spritgeld oder ein bisschen was für die Unkosten? Das kann ich mir gar nicht vorstellen. :roll:
      Ich bin nicht auf der Welt, um zu sein, wie Andere mich gern hätten.
    • Ich habe keinerlei Drogenerfahrung - wenn man mal von Kaffee, Schokolade, gelegentlich einem Glas Wein zum Essen, (lange früher auch, heute nicht mehr:) gelegentlich einem Zigarillo absieht, und ja, auch die Psychopharmaka im Laufe der vielen Jahre nicht einbezogen, ebenso wenig wie den einen Joint, den ich mal bei einem Ausflug in die Niederlande nahm; das blieb dann aber der einzige Joint, den ich je nahm.
    • LailandaDemia wrote:

      @Platypus
      Den letzten Satz verstehe ich nicht. Meinst du ein Autist ist mit Cannabiskonsum kein Autist mehr und Autisten können keine Drogensüchtige sein?
      Die ursprüngliche Frage Ziele ja darauf ab, welche Erfahrungen man gemacht hat mit Drogen, um autismusbedingte Probleme zu verbessern. Darauf bezog sich mein Resümee: Lieber Autist (also mit autistischen Symptomen leben) als Junkie (also zu riskieren, abhängig zu werden bei derartigen Experimenten - denn um solche handelt es sich zumindest in Deutschland).

      Ich sehe das überaus sachlich. Witzigerweise "argumentiert" der fragliche Betroffene auch seit Urzeiten, dass meine sachlichen Argumente unsachlich seien und Cannabis völlig harmlos, und dass man, und er sowieso, das genau unter Kontrolle habe. Bis zum nächsten Absturz... aber das war dann nur mal ein Ausrutscher, das könne jedem mal passieren, er sei nicht süchtig, habe das unter Kontrolle. Klar könne er jederzeit auch auf sein Haschisch verzichten. Er wolle es aber einfach nicht.
      Also ganz sachlich-rational halte ich das Ganze für ziemlich heimtückisch, denn die Leute glauben ernsthaft, dass sie die Kontrolle über ihren Konsum haben, auch wenn für alle offensichtlich ist, dass dem nicht so ist. Ich schließe nicht aus, dass manche die Kontrolle behalten. Es gibt ja auch Leute, die rauchen, und hören von einem auf den sondern Tag für immer auf. Aber man weiß es halt nicht vorher. Das Risiko, mir mehr zu schaden als zu nützen, würde ich persönlich aus o.g. Gründen nicht eingehen.

      Vielleicht ist es jetzt klarer?
    • LailandaDemia wrote:

      Wie bist du auf den Ehrenamtlichen gekommen?
      Ursprünglich wollte ich sowas wie einen Alltagsbegleiter über den Pflegegrad finanzieren. Dafür habe ich beim sozialpsychiatrischen Dienst nachgefragt, ob sie mir jemanden vermitteln können. Der sozialpsychiatrische Dienst hat mich dann aber an einen Besuchsdienst weitervermittelt. Der Besuchsdienst ist eigentlich dafür da, alleinstehende Senioren zu besuchen, aber offenbar haben sie ihr Tätigkeitsfeld ausgeweitet, weil die Kapazitäten dafür da sind. Organisiert wird der Dienst von der evangelischen Gesellschaft.
      Die Ehrenamtlichen machen vorher ein Seminar, wo sie ein bisschen vorbereitet werden, bevor man sie auf die Leute loslässt. Sie haben aber sonst keine Ausbildung in die Richtung.
      Wenn "mein" Ehrenamtlicher mir nicht sympathisch gewesen wäre, hätte ich auch sagen können, dass ich noch jemand anderen kennenlernen möchte, aber es hat direkt gut geklappt mit ihm.

      Ich hatte ursprünglich die Befürchtung, dass es mich stressen würde, wenn jede Woche jemand kommt. Ist aber jetzt gar nicht so, ich freue mich immer drauf. Ich könnte aber auch jederzeit einen Termin absagen, wenn ich mal keine Lust hätte. Was und wie viel man da zusammen macht, ist dann eine private Absprache.

      Windtänzerin wrote:

      Machen die das etwa wirklich völlig ehrenamtlich? Kriegen die denn nicht zumindest von irgendwem Spritgeld oder ein bisschen was für die Unkosten?
      Vielleicht bekommen sie eine Aufwandsentschädigung für Fahrtkosten, das wäre möglich. Aber Geld verdienen tun sie nicht, ich muss nichts zahlen.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Allgemein: Bei Diskussionen um Drogen fällt mir immer wieder auf wie es um die Toleranz bestellt ist und das ist meist nicht so gut. Vorurteile. Halbwissen. Und noch immer kursieren heutzutage Überzeugungen als hätte Drogen aus einem einst glücklichen Menschen ein leeres Wrack¹ gemacht. Dabei habe ich zu Schulzeiten (und das ist lange her) schon gelernt, dass es Ursachen gibt, weshalb Menschen zum Beispiel ihr Bewusstsein untergraben, verändern oder was auch immer. Das Gehirn unterscheidet nicht zwischen dem Status einer Substanz (→ illegale Droge, → Psychopharmakon). Im Zusammenhang mit AS und Drugs würde ich sagen, dass vergleichsweise viel Drugs genommen werden, allerdings gibt es da (vermutlich am häufigsten) die Medikation durch einen Arzt oder Psychiater. Dann gibt es noch die Selbstmedikation (→ Cannabis, → CBD, → Kratom, → andere Drugs).

      ¹ Der ICD hat für die drogeninduzierte Psychose und Verhaltensstörungen mit F10-F19 quasi für jede Substanz (auch Alkohol und Nikotin) eine Kodierung. Es gibt zweifellos psychische Probleme oder auch körperliche Probleme durch Konsum von Drogen. Aber ich habe öfters den Eindruck, dass mit der Illegalität einer Substanz eine besonders hohe Schädlichkeit assoziiert wird. Ich finde, dass insbesondere die Neuroleptika es in Sachen Schädlichkeit locker mit Drogen aufnehmen können. Ansonsten finde ich, dass SSRIs/SNRIs noch immer vergleichsweise verharmlost dargestellt werden. Manische Zustände, Suizidalität und viele grässliche Nebenwirkungen werden da meinem Eindruck nach oft eher als eine Information wahrgenommen. Interessant finde ich, dass in Österreich und USA Methamphetamin (aka Crystal Meth) bei ADHS zum Einsatz kommt. Ob das 2019 noch so ist weiß ich, aber ich finde das zeigt ganz gut wie unterschieden wird und welche Bedeutung man der Medikation gibt, die von einem Arzt aus gesteuert wird. Dabei weiß man dort oft selbst nicht wie ein Patient ansprechen wird. Es gab im Fernsehen schon wiederholt Fälle, wo Menschen durch Neuroleptika zu Wracks wurden mit einer Gewichtszunahme von 30 bis 50 kg. Hohe Prolaktinwerte, hoher Blutzucker, schädliche Wirkungen aufs Herz und bei älteren Patienten offenbar eine Häufung von Schlaganfällen und das AUCH durch atypische Neuroleptika. Aber auch hier würde ich sagen, dass die Geschichte mit psychischen Problemen im Vorfeld beginnt. Ein Psychiater sagte mir mal, dass gerade die potenteren Neuroleptika sehr gesundheitsschädlich seien (z. B. Risperidon), aber dass es Zustände gibt, die dennoch eine Einnahme rechtfertigen. Ich glaube, dass es auch unter den Menschen mit Selbstmedikation (Alkohol und illegale Drogen) solche Fälle gibt, wo die Leute im Grunde sehr gut wissen, dass z. B. der exzessive Konsum von Alkohol sehr schädlich ist, aber die akuten psychischen (vermutlich oft chronisch unlösbaren) Probleme sind so unangenehm, dass es dann hingenommen wird, um irgendwie zu überleben.

      Es ist nicht mehr ganz so schlimm wie früher, immerhin kam man im Laufe der 90er Jahre auf die Idee, dass Alkohol und Nikotin eigentlich auch Drogen sind. Zuvor hatten die Menschen sich manchmal gestritten wie bei politischen Themen heutzutage (→ "Du willst mir doch wohl nicht sagen, wenn ich täglich meine 2-3 Flaschen Bier trinke, dass das dasselbe ist wie diese Leute, die dieses Teufelszeug rauchen, diese Haschpenner!"). Ich hätte allerdings in den 90ern gedacht, dass man heutzutage weiter wäre. Um 1990 wurde manchmal geäußert, dass um 2000 Cannabis eine verpackte Ware sein wird. Nicht wirklich. Mit den Rechten in den Niederlanden wurde es beschissener dort und mit der CDU in der Regierung kann ich mir leider auch nichts vorstellen. Fairerweise muss man sagen, dass SPD um 1990 zusammen mit den Grünen Befürworter der Legalisierung (Cannabis) waren. 1998 waren die Blätter des Collie Weeds (Ganja) wohl noch grün, die Grünen aber nicht mehr. Schade.

      Last but not least: Ich bin für Freiheit. Ich denke mir, dass Drogen (inklusive Alkohol) von Menschen bei gewissen Anlässen zum Einsatz kommen, sicherlich auch mal um den Alltag ein wenig tranquiliert ausklingen zu lassen. Es gibt Unterschiede unter den Drogen wie auch unter den Psychopharmaka. Im Allgemeinen denke ich aber, dass "Drugs don't work" ein Stück weit stimmt und zwar insofern, dass sie am Problem meist nichts ändern, aber sie machen es wohl oft ertäglicher. Ich hatte früher eine intensive Phase mit Psychopharmaka. Ich würde heute rückblickend sagen, dass sie oft überhaupt noch das einzige waren, woran man sich festhalten konnte... denn ansonsten war täglicher Freefall angesagt. Und noch was gaben sie: Hoffnung. Hoffnung, dass sie wirken und dass sich etwas ändert. Und sie gaben mir immerhin auch Schlaf. Wenn man kaum noch schläft, dann ist irgendwann eh alles egal, man will einfach nur noch die Tranquase fürs Gehirn. :roll:


      ***

      Subtopic-Bonus-Elemente:

      Legalize it?
      It's not enough.
      Legalize it all!
      :lol:




      :d
      In letters of gold on a snow white kite I will write "I love you"
      And send it soaring high above you for all to read
    • Hyperakusis wrote:

      Bei Diskussionen um Drogen fällt mir immer wieder auf wie es um die Toleranz bestellt ist und das ist meist nicht so gut. Vorurteile. Halbwissen.
      Danke! Das sehe ich auch so.

      Es gibt eine breite Palette an psychoaktiven Substanzen, mit sehr unterschiedlichen Wirkprofilen (Entaktogene, Stimulanzien, Delirantien, Psychedelika, Dissoziativa etc.) und unterschiedlichem Schadpotential. Der legale Stoff Alkohol steht ganz oben was die kombinierte Gefahr für das Individuum und die Gesellschaft anbelangt. Dennoch ist Alkohol - zum Glück - legal erhältlich. Ich möchte mir nicht ausmalen, wie viele Todesopfer es zusätzlich gebe, müssten sich Alkoholkonsumenten über den Schwarzmarkt versorgen. Dennoch denke ich, dass Alkohol in Deutschalnd besser reglementiert werden könnte.

      Eines der größten Probleme mit illegalen Substanzen ist überhaupt der Schwarzmarkt. Es gibt kein Reinheitsgebot, keinen Jugendschutz, keine wissenschaftlich basierte Aufklärung über die Substanz (Pharmakologische Daten, Wirkdauer, maximal zu empfehlende Dosis...). Konsumenten werden stigmatisiert (auch hier; in einer Gruppe, die selbst Marginalisierung erfahren hat!) und kriminalisiert.

      Die Gründe psychoaktive Substanzen zu konsumieren sind vielfältig. Der Mensch (und damit meine ich nicht jedes einzelne Individuum) scheint ein ihm immanentes Bedürfnis nach veränderten Bewusstseinszuständen zu haben. Der größte Teil der Konsumenten kann seinen Konsum kontrollieren und wird selten auffällig. Viele Menschen konsumieren aus hedonistischen Motiven. Manche Menschen konsumieren aus therapeutischen Gründen, manche aus Neugier, andere aus Fluchtwunsch und Verzweiflung.

      Menschen, die die Kontrolle über ihren Konsum verlieren, sollten - meines Erachtens - nicht abfällig als Junkies stigmatisiert werden, sondern frühzeitig und niederschwellig Hilfe erhalten. Wer einer Sucht verfällt ist krank und benötigt Unterstützung.

      Ob jemand von einem Stoff abhängig wird, ist desweiteren, wie das meiste im Leben, nicht monokausal. Persönliche genetische Disposition, Konsumart, -menge und -dauer sind ebenso relevant wie Set und Setting. Die Substanz als solche ist nur ein Faktor. Manche Substanzen sind relativ schnell suchterzeugend (Opiate oder Kokain), andere hingegen gar nicht - zum Beispiel LSD.

      Wer selbstbestimmt und verantwortungsvoll konsumieren will (safer use, harm reduction...) sollte, wie ich finde, auch das Recht darauf haben. Ich bin gegen die staatliche Bevormundung mündiger, volljähriger Menschen. Eine reglementierte Legalisierung (die auch immer Aufklärung, Prävention und den Ausbau von Hilfsangeboten mit beinhalten muss), könnte vielen Menschen das Leben retten und Menschen mit problematischen Konsummustern vor dem (endgültigen) Abstieg bewahren. Leider ist das Thema durch Jahre lange Ignoranz wissenschaftlicher Erkenntnisse und dem wiederholten Mantra der Prohibitionsbefürworter emotional extrem aufgeladen. Nur wenige Menschen scheinen sich vorurteilsfrei mit dem Thema befassen zu wollen. Die Angst siegt hier, wie leider so oft, über die Rationalität. Schade.
      "in truth, only atoms and the void" Sean Carroll (paraphrased Demokritos)
    • Hyperakusis wrote:

      Ich finde, dass insbesondere die Neuroleptika es in Sachen Schädlichkeit locker mit Drogen aufnehmen können.
      Das scheint mir nicht wahrscheinlich. Neuroleptika machen ja erstmal überhaupt nicht süchtig.
      Dauerhafte, bleibende Schäden durch Neuroleptika sind zahlenmäßig doch wesentlich seltener als bleibende Schäden durch legalen oder illegalen Drogenkonsum, denke ich.

      Wenn die Leute als Teenager mit harten Drogen (Alkohol reicht auch manchmal schon) anfangen und süchtig werden, entwickeln sie sich praktisch von dem Zeitpunkt an nicht mehr weiter. Das ist kein Vorurteil, sondern es ist halt leider so. Realität. So viele Leben sind dadurch von Beginn an versaut, körperliche Folgen, oft kein Schulabschluss, kein Einstieg ins Berufsleben, oft Knastkarriere, keine Chance mehr, irgendwas aus sich zu machen.

      Neuroleptika werden als Medikament gegen eine Krankheit verschrieben. In vielen Fällen helfen sie auch, nur gibt es auch schädliche Nebenwirkungen. Bei Drogen scheint es mir aber umgekehrt zu sein, die schädliche Wirkung ist die Hauptwirkung, einen echten Nutzen haben sie nicht. Drogen werden oft genommen, um zu flüchten, das geht aber nicht, weil man immer wieder in das reale Leben zurückkehrt, zwangsläufig.

      Von mir aus könnte Cannabis auch legal sein. Bei härteren Drogen fände ich es aber unverantwortlich. Man lässt auch nicht (mehr) Asbest in Häuser einbauen und überlässt es den Leuten selbst, ob sich sich dem Stoff aussetzen wollen oder nicht.


      Hyperakusis wrote:

      Bei Diskussionen um Drogen fällt mir immer wieder auf wie es um die Toleranz bestellt ist und das ist meist nicht so gut.
      Ich finde, es fehlt auch die Toleranz gegenüber den Leuten, die mit Drogen einfach nichts anfangen können. Dann heißt es gleich, man hätte keine Ahnung oder Vorurteile.
      Immer wenn es mir schlecht ging, habe ich auch das eine oder andere probiert, aber es hat eben nicht funktioniert. Wenn es mir gut geht, habe ich überhaupt kein Verlangen nach irgendwelchen Substanzen, deshalb finde ich es schon wichtig, dass man nicht einfach Drogen empfiehlt und die gut findet, sondern lieber schaut, wo es einem wirklich fehlt im Leben, und was man tun kann, damit es einem besser geht. Es gibt bestimmt für jeden bessere Möglichkeiten als Drogen zu nehmen. Ich glaub auch nicht, dass es "safer use" wirklich gibt, wenn man Probleme hat. Da wird oft viel verharmlost und verteidigt.
      Alles wird galaktisch gut.
    • @Hyperakusis Ich habe das hier nicht so ausführlich aufgeschrieben wie du, bin aber tatsächlich ebenfalls auf dem Informationsstand, dass Abhängigkeit und Sucht etwas sind, was in dem Menschen selbst passiert und nicht per se durch die Droge ausgelöst wird. Dummerweise haben Menschen, die süchtig werden, eben in der Regel Probleme mit sich und der Welt (also so wie ich als Aspie und mit kPTBS), und wenn die Idee dann ist, dass es einem mit der Droge besser gehen könnte, ist eine Sucht ein potentielles Risiko. Meines Wissens gibt es keinen zuverlässigen Test, der mir ermöglicht , das Risiko vorher einzuschätzen. Ich entscheide mich also lieber dagegen, bestimmte Dinge auszuprobieren . Ich weiß ja, wie ich auf Schokolade und Chips reagiere :m(:

      Und ich bin auch nicht der Meinung, dass Alkohol und Nikotin weniger "schlimm" sind als Haschisch z.B., sondern dass auch damit zu leichtfertig umgegangen wird. Beim Nikotin hat sich ja immerhin etwas getan in den letzten Jahren. Und ja, Medikamente sind ebenfalls so ein Punkt - auch ich wundere mich, wie leichtfertig ich mal eben eine Schachtel SSRI bzw. Benzodiazepine verpasst bekam. Ich denke, mehr Aufklärung über Risiken und ein verantwortungsvollerer Umgang wären wichtig.

      Ich sehe durchaus die Problematik, die sich aus der Illegalität ergibt. Trotzdem habe ich große Zweifel, dass die Legalisierung zu weniger Abhängigkeit und weniger sekundären Schäden (an Angehörigen und der Gesellschaft) führt. Ich tue mir daher sehr schwer mit der Forderung nach Legalisierung.

      Tolerieren kann ich es, wenn jemand sich irgendwas einwirft oder sonstwie zuführt. Aber meine Toleranz ist da zu Ende, wo Mitmenschen unter den Auswirkungen leiden müssen. Es hat auch jeder Mensch aus meiner Sicht das (moralische) Recht, mit seinem Leben zu machen, was er will - einschließlich sich Schaden zufügen bis hin zum Suizid. Aber er soll bitte niemand anderen mit hinein ziehen. Als Single und zu Hause / unter Gleichgesinnten: Kein Thema. Als Partner, Elternteil, am Bahnhof, auf den Gleisen: Da gibt es eine Verantwortung den anderen Gegenüber, da berührt die eigene Freiheit die Freiheit der anderen, deren Recht auf (seelische) Unversehrtheit. Meine ich.

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    • Platypus wrote:

      Die ursprüngliche Frage Ziele ja darauf ab, welche Erfahrungen man gemacht hat mit Drogen, um autismusbedingte Probleme zu verbessern. Darauf bezog sich mein Resümee: Lieber Autist (also mit autistischen Symptomen leben) als Junkie (also zu riskieren, abhängig zu werden bei derartigen Experimenten - denn um solche handelt es sich zumindest in Deutschland).
      Ich sehe das überaus sachlich. Witzigerweise "argumentiert" der fragliche Betroffene auch seit Urzeiten, dass meine sachlichen Argumente unsachlich seien und Cannabis völlig harmlos, und dass man, und er sowieso, das genau unter Kontrolle habe. Bis zum nächsten Absturz... aber das war dann nur mal ein Ausrutscher, das könne jedem mal passieren, er sei nicht süchtig, habe das unter Kontrolle. Klar könne er jederzeit auch auf sein Haschisch verzichten. Er wolle es aber einfach nicht.
      Also ganz sachlich-rational halte ich das Ganze für ziemlich heimtückisch, denn die Leute glauben ernsthaft, dass sie die Kontrolle über ihren Konsum haben, auch wenn für alle offensichtlich ist, dass dem nicht so ist. Ich schließe nicht aus, dass manche die Kontrolle behalten. Es gibt ja auch Leute, die rauchen, und hören von einem auf den sondern Tag für immer auf. Aber man weiß es halt nicht vorher. Das Risiko, mir mehr zu schaden als zu nützen, würde ich persönlich aus o.g. Gründen nicht eingehen.

      Vielleicht ist es jetzt klarer?
      Die Frage nach dem Satz "lieber Autist als ein Junkie" ist beantwortet.

      Ich bin ganz bei dir mit deiner Beobachtung bei Süchtigen. Auch mir ist all das geläufig. Ich bin selbst trockene Alkoholikerin, in solch einer "Umgebung" aufgewachsen und habe Freunde verloren, die sich überdosiert haben.
      Ich finde deine Gedanken zum Thema Sucht sehr nachvollziehbar.
      Es gibt auch durchaus genug Medikamente, die süchtigmachend sind. Das passiert aber im Regelfall nicht einfach so. Ein Medikament zu missbrauchen oder sich anderweitig zu betäuben ist lediglich das Symptom dieser Krankheit.
      Sobald ich mich zerstöre und nicht mehr aufhören kann, bin ich süchtig - süchtig auszuagieren ist ein Zwang. Ich zerstöre mich zwanghaft - egal mit was
      Deswegen sind Suchtmittel für Süchtige austauschbar. Konsumiere ich keine Drogen mehr, fresse ich, fresse ich nicht, rauche ich, zocke rund um die Uhr oder/und verhalte mich promiskuitiv und achte dabei nicht darauf, auf wen ich mich einlasse (was mit unter sehr gefährlich werden kann, aber nicht aus der Sicht eines aktiv Süchtigen - verschleiert Gefahrenbewusstsein). Sucht ist tückisch.

      Mir ging es um therapeutische Dosen - fern ab vom Missbrauch und von Sucht (also für Menschen, die nicht suchtkrank sind). Es gibt schon eine Menge süchtigmachende Stoffe auf dem Markt - zb Benzodiazipine, die es vom Arzt auf Rezept gibt auch ohne Btm Schein und die hochgradig körperlich abhängig machen (auch mit therapeutischen Dosen) oder Tramadol, Dehydrocodein oder ähnliches (Opioide).
      Ich finde es daher sinnvoll, sich kritisch mit dem Thema auseinanderzusetzen und ebenso sinnvoll es möglichst ganzheitlich zu betrachten, vor allem um aufzuklären und dafür zu sorgen, dass mit Bedacht und Wissen an das Thema Medikamente herangegan wird.
    • Tomi Blum wrote:

      Jules wrote:

      FruchtigBunt wrote:

      Jules wrote:

      ok wärw nur interessant zu wissen ob bestimmte Drogen sich positiv auswirkungen
      Ich bin mir nicht sicher, was du mit deiner Frage bezwecken willst, aber sämtliche Drogen haben auf kurze Sicht positive Auswirkungen, sonst würden die Menschen wohl kaum danach greifen.Autismus mit harten Drogen zu bekämpfen, halte ich für eine schlechte Idee. Man kann da sicher auch ernsthaft drüber diskutieren, weil es "Drogen" gibt, die z. B. bei komplexen Traumatisierungen helfen sollen, aber die werden in Deutschland nicht abgegebenMir kommt das hier aber auch nicht wie eine ernsthafte Diskussion vor, sondern es grenzt für mich schon fast an Drogenverherrlichung.
      Ich will eig nur in Erfahrungvringen ob jemand z.b. Cannabis gut durch den Alltag hilft ohne sich z.b. Mit Alkohol oder anderen harten Drigenzu ruinieren.Das soll definitiv keine Drogenverherrlichung sein, ich nhmehme momentankeine Drogen (auch kein Alkohol,kein Kaffe)

      Es gibt definitiv Gefahren .

      Ich weiss z.b das MDMA als ein solches Medikament eingesetzt wurde in den Achtzigern, auch sehr Erfolgreich in der Psxchotherapie
      schon klar, ist keine Drogenverherrlichung sondern thema, die erfahrungen sind hier ja sehr unterschiedlich. ich nehme drogen nicht mehr , so wie vor noch 8 jahren, also zu partyzeiten, ich tanze nüchtern ewig gut. zu meinenm geburtztag hab ich dann doch wiedermal eine leichte ration mdma getested und es war sehr gut, sozusagen wie aus der betriebsanleitung. nur die gefahr von labberflash ist bei mir gering, wenn ich mit mir selber kuschel :yawn:
      Ich habe das nur geschrieben, weil mir gesagt wurde das es an Drogenverherrlichung grenzt.
    • LailandaDemia wrote:

      Mir ging es um therapeutische Dosen - fern ab vom Missbrauch und von Sucht (also für Menschen, die nicht suchtkrank sind).
      Hm, ja, dass du (andere ja nicht so explizit) dich darauf bezogst, hatte ich verstanden. Ich hatte ursprünglich auch auf Jules Ausgangsbeitrag geantwortet, mir kommt gerade der Gedanke, dass das nicht eindeutig war, da meiner unter deinem stand und ich Jules nicht direkt angesprochen hatte :m(:
      Ich bin da zugegebenermaßen in der Materie nicht so tief drin: Sind das dann Dosierungen, die bereits (in den USA?) medizinisch in entsprechenden Untersuchungen mit aussagekräftigen Patientenzahlen untersucht wurden? Also in der Form, dass man die gleiche Sicherheit (ich weiß um die tw. fragwürdigen Studien zur Arzneimittelsicherheit, ich meine es so grundsätzlich) hat wie bei einem regulär zugelassenen Medikament? Ich hätte auch ehrlich Bedenken (wie auch in Bezug auf Benzos vom Hausarzt.... :nerved: ) hinsichtlich des Fachwissens und der Erfahrung bei deutschen Ärzten...

      Und nein, ich lese hier auch keine "Empfehlung", THC zu nehmen, nur diverse persönliche Erfahrungen und Meinungen.