Autistisches Burnout (Zusammenstellung und Übersetzung der englischen Internetseiten zum Thema)

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    • @MathePinguin
      Vielen lieben Dank für die Zusammenfassung.

      Es entspricht genau dem, was ich bisher dazu gefunden hatte ....und mir so dazu gedacht hatte. :d

      Falls es dir nicht zu viel Mühe macht, könntest du die/einige Quellen angeben? Gerade in Diskussionen mit Fachleuten werten manche ja gerne ab, wenn nur gesagt wird "ich habe gefunden/eine Autistin hat gefunden/herausgefunden" :(
      "AS? Sie wirken gar nicht so" -"Danke für die Bestätigung und Anerkennung all der geleisteten Arbeit, die dahinter steckt :) ".
    • Ally wrote:

      Der IFD könnte mir wahrscheinlich erst dann helfen, wenn es mir so gut geht, dass ich überhaupt wieder ins Büro kann.
      Theoretisch könnte der IFD deinem Arbeitgeber auch einen sogenannten Minderleistungsausgleich zahlen, damit du für die Firma "billiger" bist (und die dir dafür mehr Freiräume geben). Oder die könnten dir Fort-/Weiterbildungen finanzieren. Was der IFD schlussendlich macht kann von tröstenden Worten bis wirklichen Hilfen reichen und ist regional sehr unterschiedlich.
      Surprised by the joy of life.
    • Happy to be wrote:

      Falls es dir nicht zu viel Mühe macht, könntest du die/einige Quellen angeben? Gerade in Diskussionen mit Fachleuten werten manche ja gerne ab, wenn nur gesagt wird "ich habe gefunden/eine Autistin hat gefunden/herausgefunden"
      Das verstehe ich sofort. Ich hab hier auch die Quellen zusammengetragen, die ich verwendet habe (siehe unten), nur leider sind die aus wissenschaftlicher Perspektive nicht "seriös". Was auch irgendwie absurd ist, weil ja Autisten mehr Ahnung von Autismus haben sollten als Leute, die das einfach nur "studiert" haben... Und eigentlich auch pervers, dass Psychologen Symptome und Beschreibungen nur dann (oder nicht einmal dann) ernst nehmen, wenn andere Psychologen die bestätigen können. Dabei geht es ja eigentlich um die Patienten und nicht um die Psychiaterelite...

      Leider scheint Autistisches Burnout etwas zu sein, was viele Autisten kennen, aber die Forschung nicht ernst nimmt. Ich hab wirklich viel zu dem Thema recherchiert und auch total viele Bücher zum Thema Asperger gelesen, aber diese extremen Erschöpfungszustände werden selten genauer beschrieben. Wenn dann gibt es zwei bis drei Seiten wo was von erhöhtem Risiko für Depressionen steht oder erhöhter Suizidgefahr usw. Aber nicht WARUM.

      Weil es ist ja nicht der Autismus an sich, der depressiv macht. Sondern der Autismus in Kombination mit einer Umwelt, die nicht für Menschen mit Autismus geeignet ist. :(



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      Verwendete Quellen/internetsprachige Websites:
      - quora.com/What-does-autistic-burnout-really-mean
      - boren.blog/2017/01/26/autistic…st-of-coping-and-passing/

      - autism.wikia.org/wiki/Autistic_regression

      - player.fm/series/the-thrive-wi…ips-you-need-to-learn-now

      - life-with-aspergers.blogspot.c…auses-and-prevention.html
      Die Welt wäre sehr langweilig, wenn alle Vögel fliegen könnten... :)
    • Mathe Pinguin du hast das in der Einleitung gut zusammengefasst. Wusste das schon nur habe es noch nicht so auf den Punkt gebracht geschrieben gesehen. mir ist auch schon der ein oder andere Fall von Autisten, die ein auf diese Faktoren zurückzuführendes Burnout erlitten haben, untergekommen. Ich wäre nur nicht auf die Idee gekommen, das als "autistisches Burnout" zu bezeichnen.
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.
    • MathePinguin wrote:

      Weil es ist ja nicht der Autismus an sich, der depressiv macht. Sondern der Autismus in Kombination mit einer Umwelt, die nicht für Menschen mit Autismus geeignet ist.
      Ich sehe auch Überschneidungen zum Thema Hochsensibilität, wo es auch darum geht, dass die Anforderungen der Umwelt in Verbindung mit der Arbeitsweise des eigenen Gehirns und den eigenen Werten und Einstellungen zum BurnOut führen können.
    • "Wenn Autisten nach einem Burnout ihr Verhalten ändern, kann es sein,
      dass sie autistischer und 'behinderter' wirken, als zuvor. Was für die
      Umwelt ein Rückschritt ist, ist für die Betroffenen ein Schritt zu mehr
      Gesundheit, da sie nun nicht mehr versuchen, ihre Grenzen um jeden Preis
      zu übertreten. Die autistische Person ist nicht behinderter als zuvor.
      Sie versucht nur nicht mehr, Ziele zu erreichen, die sie aufgrund ihrer
      Beeinträchtigung gar nicht erreichen kann. Sie hört nicht auf, sich Mühe
      zu geben. Sie hört nur auf, sich jeden Tag heillos zu überfordern."
      trifft genau zu, hab praktisch im burnout nur noch autistisch funktioniert. psychogene Anfälle sind in meinem Alter sowieso poroblematisch. die aussenwirkung ist mir längst egal. wer mich als simulant bezeichnete und gleichzeitig für so clever und duzrchtrieben hielt Gerichte und Gutachter zu täuschen, sollte mir sowieso fernbleiben.

      Wichtig ist, sich immer wieder bewusst zu machen, dass etwas, nur weil
      es mühelos scheint, nicht zwingend mühelos ist. Wenn autistische
      Personen 'normal' wirken heißt das nicht, dass sie auch normal sind. Oft
      heißt es nur, dass sie jahrelang trainiert und geübt haben, wie sie
      normal wirken können.
      Autist in einer neurotypischen Welt zu sein ist schwierig und
      überfordernd genug. Wenn man aber zusätzlich versucht, auch noch
      neurotypisch zu wirken, erfordert das nochmal mehr Energie. Mehr
      Energie, als überhaupt möglich ist.

      wenn ich das richtig verstehe oder versuche mir vorzustellen, ist der schleichende burnout das wirklich gemeine oder gibt man schon vor her auf , weil da die depris überwiegen.

      Am Ende hilft nur , sich selber zu akzeptieren, weil das ist doch bedingung gewesen auch für meine übriggebliebenen paar freunde mich zu akzeptieren. und so bin ich auf eine ruhige art glücklich wie wohl nie vorher, sogar :]
    • @MathePinguin
      noch mal, vielen lieben Dank :)

      Das mit der Seriosität von Quellen.....
      oft wird ja "empirisch belegt" mit seriös gleichgesetzt.
      Nimmt man aber so alles, was allgemein so zu Stress, Burn-Out, Depression, Trauma, dysfunktionaler Erziehung, Physiologie, usw. bekannt und empirisch belegt ist, und betrachtet das zusammen mit dem, was zu Automuseum bekannt ist, dann erschließt sich das hermeneutisch, also als Erkenntnis.
      Die Ähnlichkeit bis Gleichheit der vielen erzählten Lebensgeschichten weist darauf hin, dass sich hier etwas auch empirisch belegen lassen könnte.
      Dazu muss aber erst mal der Gedanke da sein :) .
      Hier empirisch belegen zu wollen, bedeutet aber, NICHT da zu tun, was nötig wäre, um das für potenzielle zukünftige Betroffene zu verhindern.

      Die Rückschlüsse aber, die sich aus den bisherigen, "Daten" aus Erzählungen, also narrativ gewonnen, zusammen mit all dem anderen logisch ergeben.....
      fordern dann auf der Handlungsebene nichts anderes als einen grundsätzlichen gesellschaftlichen Wandel.
      Einen Gesellschaftsklimawandel.
      Und dann kommt..."nicht bzw nie gut genug belegt, keine seriöse Quelle, usw."

      Die vielen autistischen Burn-Outs, und nicht nur die, irgendwie muss ich gerade an die Brände in der Arktis/Tundra denken als Ergebnis dieses "nicht wahrhaben wollen dessen, was sich logisch erschließt".
      "AS? Sie wirken gar nicht so" -"Danke für die Bestätigung und Anerkennung all der geleisteten Arbeit, die dahinter steckt :) ".