Autistisches Burnout (Zusammenstellung und Übersetzung der englischen Internetseiten zum Thema)

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    • FruchtigBunt wrote:

      Von daher finde ich die Artikel gut, weil darin nicht für Anpassung plädiert wird, sondern dafür, das Leben als Autist so zu leben, dass es erträglicher für einen wird. Ich verstehe nicht wirklich, warum das nicht eigentlich selbstverständlich in den Therapien ist. Gerade in der Autismustherapie scheint es dagegen mehr darum u gehen, Dinge zu erlernen, um möglichst ähnlich zu wirken, wie NT, also z. B soziale Lügen, sich in andere reinversetzen, Kontakte aufbauen etc. Ich frage mich, ob das sinnvoll ist oder nicht eher die Gefahr eines solchen autistischen Burnouts erhöht.
      Kein Tierarzt käme auf die Idee einem Pinguin in der Wüste vorzuwerfen, er sollte mal an seiner Integration arbeiten oder sich endlich mal zusammen reißen! Aber uns sagen sie das täglich!! Das ist doch absurd!

      Ich meine, natürlich ist es wichtig, dass wir lernen uns ein bisschen anzupassen und versuchen, in dieser Welt klarzukommen. Aber doch nicht auf Kosten unserer Gesundheit!!! Und wenn es uns gelingt, in dieser neurotypischen Welt klar zu kommen, dann ist das eine enorme LEISTUNG und keine Selbstverständlichkeit!!!

      Ein Pinguin sollte auch lernen, Störche nicht mit dem Schnabel zu attackieren. Oder lernen, dass er die Storchküken nicht mit ins Wasser nehmen sollte. Aber es wäre doch falsch, nur von dem Pinguin zu erwarten, dass er sich Mühe gibt und sich anpasst. Nur weil es auf der Welt mehr NTs gibt als Aspies heißt das doch nicht, dass wir uns verbiegen müssen um jeden Preis!

      Ich finde, man kann auch von den Störchen erwarten, dass sie sich fair und freundlich verhalten. Und genauso Verständnis für die Wesen haben, die eben nicht fliegen können. Wir sind doch alle wertvoll so wie wir sind! Und es ist gut, dass wir verschieden sind.

      Wir hatten mal im Englisch-Unterricht das Sprichwort: "Let the hawk perch and let the eagle perch." (Deutsch: Lass den Falken brüten und lass den Adler brüten. Das heißt: Lass jedes Tier so leben, wie es seinem Wesen entspricht. Vorausgesetzt, sie verletzen sich nicht gegenseitig)

      Wenn ein Pinguin in der Wüste leben muss, dann sollte man auch nicht zu ihm gehen und sagen: "Reiß dich mal zusammen." Oder "Nimm deine Tabletten gegen übermäßige Schweißproduktion." Man steckt den Pinguin dann auch nicht zusätzlich in Flugkurse oder in soziale Hitze-Toleranz-Übungsgruppen. Sondern man schaut, dass man schnellstmöglich einen Kühlschrank für den kleinen Vogel organisiert kriegt. Oder sonst irgendwas, was ihm hilft.

      Natürlich darf man von Autisten (wie von allen anderen Lebewesen) erwarten, dass sie sich IM RAHMEN IHRER MÖGLICHKEITEN anpassen und sich Mühe geben. Aber man sollte auch von der Umwelt erwarten dürfen, dass sie einem diese Anspannung und das Überleben im Alltag nicht noch schwerer macht, als sie ohnehin schon ist!!!
      Die Welt wäre sehr langweilig, wenn alle Vögel fliegen könnten... :)
    • MathePinguin wrote:


      Wenn ein Pinguin in der Wüste leben muss, dann sollte man auch nicht zu ihm gehen und sagen: "Reiß dich mal zusammen." Oder "Nimm deine Tabletten gegen übermäßige Schweißproduktion." Man steckt den Pinguin dann auch nicht zusätzlich in Flugkurse oder in soziale Hitze-Toleranz-Übungsgruppen. Sondern man schaut, dass man schnellstmöglich einen Kühlschrank für den kleinen Vogel organisiert kriegt. Oder sonst irgendwas, was ihm hilft.

      Natürlich darf man von Autisten (wie von allen anderen Lebewesen) erwarten, dass sie sich IM RAHMEN IHRER MÖGLICHKEITEN anpassen und sich Mühe geben. Aber man sollte auch von der Umwelt erwarten dürfen, dass sie einem diese Anspannung und das Überleben im Alltag nicht noch schwerer macht, als sie ohnehin schon ist!!!
      :thumbup: :thumbup: :thumbup:
    • Dieser Thread ist sehr hilfreich. Es ist nicht gerade einfach, viele Informationen zum autistischen Burnout auf Deutsch konzentriert auf einer Seite zu finden. Das Thema erhält nicht so viel Beachtung wie es sollte. Gut, dass so etwas im öffentlichen Bereich ist.

      MathePinguin wrote:

      Ursachen für ein autistisches Burnout:
      • Der Versuch neurotypisch zu wirken. Autisten können nicht vor dem fliehen, was sie sind, aber sie können auch nicht vor der Welt fliehen, in der sie leben. Dieser ständige Widerspruch kann ein Burnout verursachen.


      Das ist sogar der Hauptaugenmerk der meisten Therapien. Zunächst waren mir soziale Kompetenzen egal und ich hatte kein Interesse an Kontakten, als ich älter wurde, änderte sich das aber. Und ich war mittlerweile überzeugt, dass das mit autistischem Verhalten nicht möglich ist (was auch bis zu einem gewissen Grad zutreffen mag). Als ich damit angefangen habe, neurotypischer wirken zu wollen, bin ich ziemlich schnell gut darin geworden, unauffällig zu erscheinen. Augenkontakt, Smalltalk, Interpretieren non- und paraverbaler Signale, Subtext erkennen, Verzicht auf Stimming... Eine gewisse Zeit (+-5a) hat es mich auch nur wenig angestrengt. Es ergaben sich auch Vorteile daraus: Ich konnte mich endlich unauffällig in sozialen Situationen bewegen, Konflikte gingen zurück, weniger Menschen wollten mir schaden aufgrund meines abweichenden Verhaltens. Mittlerweile sind Teile dieser Fähigkeiten (aber vor allem die aktiven, die passiven wie Subtext erkennen weniger) wieder zurückgegangen.


      MathePinguin wrote:

      Anzeichen für ein autistisches Burnout:
      • fehlende Motivation (es ist schwierig, sich um seine Ziele zu kümmern, wenn man schon mit dem Alltag an sich überfordert ist)
      • Einschränkung der exekutiven Fähigkeiten (Entscheidungen treffen, Organisation etc.)
      • Schwierigkeiten mit Selbstfürsorge
      • häufigere Overloads und Meltdowns
      • Verlust von Sprache, selektiver Mutismus
      • Lethargie, Erschöpfung
      • Krankheiten
      • Konzentrationsschwierigkeiten
      • Unfähigkeit Masken aufrecht zu erhalten oder soziale Skills anzuwenden
      • scheinbar noch 'autistischeres' Verhalten
      • möglich ist auch eine Phase erhöhter Energie vor dem Kollaps


      Und das trifft jetzt auch auf mich zu - bis auf die häufigeren Meltdowns und erhöhte Energie (die ist deutlich verringert). Immerhin bleibt es seit etwa einem Jahr auf einem konstanten Niveau und ich habe noch genügend Konzentration zum Studieren und Anpassen.

      MathePinguin wrote:


      -> Um ein autistisches Burnout zu verhindern, sollten autistische Personen sich darauf fokussieren, wie autistische Personen zu leben und weniger darauf, möglichst normal und neurotypisch zu erscheinen. Sie sollten Möglichkeiten finden den Stress in ihrem Leben zu reduzieren, Stimming in ihren Alltag zu integrieren und stressverursachende Aktivitäten streichen, vor allem, wenn sie gar nicht notwendig sind.

      Fast alles, was ich bisher gelesen habe, scheint darauf hinauszulaufen, dass man als Autist seinen Autismus akzeptieren und offen leben sollte, anstatt ständig zu versuchen, jemand zu sein, der man nicht ist. Nur, dass das kaum etwas daran ändert, dass wir in einer Welt leben (müssen) für die unsere Gehirne so nicht gemacht sind. Hm. :roll:

      Ich würde gerne autistisch leben können. Meinen Autismus zu akzeptieren ist einfach, das tue ich schon, seit ich weiß, dass ich autistisch bin. Das Ganze aber offen zu zeigen? Damit habe ich zu schlechte Erfahrungen gemacht. Ich versuche ständig, neurotypisch zu wirken, nicht, weil ich jemand sein möchte, der ich nicht bin, sondern weil ich nicht (sofort) als Autist erkannt werden möchte. Autisten haben Nachteile in einer nichtautistischen Welt, wenn sie sich als solche zu erkennen geben. Bisher kam ich beim Abwägen zwischen der Erschöpfung durch Anpassung und den Problemen, die entstehen, wenn ich mich wieder als Autist erkenntlich mache, zum Schluss, dass ich besser weiterhin so neurotypisch wie möglich wirken möchte. Das könnte sich zukünftig aber ändern. Die Anpassung fallen zu lassen scheint mir nur bedingt hilfreich, ich sehe hier ein echtes Dilemma.


      MathePinguin wrote:

      Natürlich darf man von Autisten (wie von allen anderen Lebewesen) erwarten, dass sie sich IM RAHMEN IHRER MÖGLICHKEITEN anpassen und sich Mühe geben. Aber man sollte auch von der Umwelt erwarten dürfen, dass sie einem diese Anspannung und das Überleben im Alltag nicht noch schwerer macht, als sie ohnehin schon ist!!!
      Das sollte man erwarten dürfen. In den meisten Situationen wird aber genau das passieren.
    • Danke @MathePinguin für die Übersetzungen. Auch das Beispiel mit dem Pinguin in der Wüste finde ich sehr gut und werde es mir merken, sollte ich es mal brauchen.

      Im Moment bin ich auch in einem Zustand der Überforderung und komme dort nicht mehr raus. War fast 10 Wochen krankgeschrieben und kann jetzt für eine begrenzte Zeit von zu Hause aus arbeiten. Mir gehts noch immer so schlecht wie am ersten Tag der Krankschreibung und den Wochen zuvor. Mein Arzt meint, alles ist gut, ich kann ja wieder arbeiten. Nur wie, das interessiert ihn nicht, aber so schlimm kanns dann ja nicht sein.
      Die Firma denkt, alles ist gut, Ally kann ja wieder arbeiten, wenn auch zu Hause. Da sie da mehr Ruhe hat als im Großraumbüro und auch kein Telefon, kann sie noch mehr andere Sachen übernehmen. Arbeite jetzt die zweite Woche. Jetzt schon wieder den 6. Tag ohne Pause, weil ich gefragt wurde, ob ich heute nicht auch einspringen kann und ich sei ja jetzt erholt. Die letzten 3 Jahre musste ich keinen Schichtdienst mehr machen, jetzt bin ich aber wieder in verschiedene Schichten eingeteilt. Habe heute nur einfache Sachen gemacht, für kompliziertes fehlte mir die Konzentration. Habe es versucht, aber einfach nicht denken können oder es nicht verstanden. In der Früh beim Einloggen fiel mir mein Passwort plötzlich nicht mehr ein, was ich seit Jahren verwende. Drei Mal gab ich ein falsches ein und war erstmal für die nächsten Minuten gesperrt. Dann fiel es mir kurz darauf wieder ein.
      Zum Glück waren es heute nur 5 Stunden. Danach bin ich ins Bett gefallen und habe direkt 2,5 Stunden geschlafen, mein Kopf tut immer noch weh. Hatte heute früh die 3. Migräne-Aura diese Woche.

      Einkäufe usw. erledigt meistens netterweise mein Freund, da ich mit Mühe und Not die 8 Stunden Arbeit herumbekomme.

      Vor ein paar Jahren hatte ich das schon mal, da halfen 8 Wochen Pause und ich fühlte mich richtig toll erholt. Dieses Mal klappt es irgendwie nicht, obwohl ich mich ja nur noch auf die Arbeit konzentrieren müsste und mich nicht auch noch mit den Kollegen beschäftigen muss.

      Vielleicht ist es auch was ganz anderes und hat nichts mit Autismus oder Überforderung zu tun.
    • @Ally 10 Wochen, schreibst du....

      Ich bin inzwischen fast ein Jahr krankgeschrieben und so langsam geht es mir erstmals seit Jahren überhaupt gut. Ich funktioniere in einem ganz ganz reduzierten, maximal autistischen Alltag auf einem niedrigen Niveau im Vergleich zu einem NT. Wie es aussieht, wenn ich wieder arbeite (zwingend in einem anderen Bereich als vorher), wird sich dann zeigen (noch habe ich nichts).

      Ich hätte vorher niemals gedacht, dass man dermaßen am Ende sein kann. Und wie lange es dauert, da raus zu kommen.

      @MathePinguin Vielen Dank für deine Mühen. Das, was du hier übersetzt hast, beschreibt eins zu eins meine Geschichte. Und ja: Ohne meinen Partner und meine Tochter wäre ich jetzt nicht mehr da. Aber tatsächlich ist es für Menschen außerhalb offenbar nicht ansatzweise nachvollziehbar.
    • Platypus wrote:

      Ich bin inzwischen fast ein Jahr krankgeschrieben und so langsam geht es mir erstmals seit Jahren überhaupt gut. Ich funktioniere in einem ganz ganz reduzierten, maximal autistischen Alltag auf einem niedrigen Niveau im Vergleich zu einem NT. Wie es aussieht, wenn ich wieder arbeite (zwingend in einem anderen Bereich als vorher), wird sich dann zeigen (noch habe ich nichts).
      Oft merkt man erst, wie schlecht es einem ging, wenn es einem wieder richtig gut geht, glaube ich. Denn irgendwann gewöhnt man sich an diesen Zustand und weiß gar nicht mehr, dass man sich auch viel besser fühlen könnte.

      Wer hat dich krankgeschrieben? Und machst du Therapien oder erholst du dich einfach so und es wurde langsam besser?

      Ich weiß nicht, an wen ich mich wenden soll. Mein Hausarzt, bei dem ich 5 Jahre war, schrieb zwar krank, aber das war es. Habe dann gewechselt. Der neue sagte mir dann beim dritten Besuch, dass er mich nicht mehr krank schreibt, ich auf ihn auch nicht krank wirke und er es nicht unterstützt, wenn jemand auf Krankenkassenkosten Urlaub machen möchte. Mir fehlten die Worte, ich bin dann wirklich heulend aus der Praxis. Ich war schon im Krankengeldbezug, ohne weitere Krankschreibung hätte die Kasse die Zahlung eingestellt und arbeiten hätte ich aber auch nicht gehen können. Die Folge wäre eine fristlose Kündigung mit 3 Monaten Sperrung von Arbeitslosengeld gewesen.
      Eine andere Ärztin hat dann die Krankschreibung verlängert. Letzte Woche war ich bei ihr und teilte mit, dass ich jetzt für ein paar Wochen von Zuhause aus arbeiten kann, aber gerne eine Lösung finden möchte in der Zeit, weil ich dann wieder ins Büro muss. Sie meinte nur, wenn Sie zuhause arbeiten können, dann klappt das sicher auch im Büro. Langsam habe ich das Gefühl, ich steiger mich da nur rein, denn wenn auch die Ärzte sagen, es fehlt nix? Aber ich kann wirklich nicht mehr. Das geht ja schon viel länger so. Obwohl mir die Arbeit im Prinzip sehr viel Spass macht, daran liegt es gar nicht, aber ich kann nicht mehr so, wie es mal ging.
      Jeden Tag Schwindel, Benommenheit, Zittern, Schwitzen, Frieren, ständig Migräne. Zumindest diese schlimme innere Unruhe hat sich durch die Auszeit merklich verbessert. Die Müdigkeit nicht.

      Darf ich fragen, was du vorher gearbeitet hast oder ob du schon Ideen hast, in welchem Bereich du gerne tätig wärst oder es dir zumindest gut vorstellen könntest?

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    • Shenya wrote:

      Wäre Teilzeit eine Möglichkeit, und bei Anfragen nach Einspringen-Können auch Nein sagen?
      Über Teilzeit z. B. 30 Stunden, habe ich auch schon nachgedacht. Im Moment trau ich mich aber nicht. Es ging mir ohne zu Arbeiten auch nicht wirklich besser. Werde ich dann wieder komplett arbeitsunfähig bzw. schaffe es nach der Home-Office Zeit nicht ins Büro zurück, dann berechnet sich das Krankengeld nach dem letzten Gehalt. Teilzeitgehalt wäre schon ein spürbarer Abstrich, der aber für eine Weile ginge, wenn ich mich einschränke (habe das schon mal durchgerechnet). Aber Krankengeld, was dann vom Teilzeitgehalt berechnet wird, wäre zu wenig.

      Als es im Januar erneut so bergab ging, war es schon fast wie Teilzeit, weil ich fast jede Woche 1-2 Tage krank war oder halbe Tage Urlaub genommen habe, um die Zahl der krankheitsbedingten Fehltage nicht noch zu erhöhen. Minusstunden haben sich zusätzlich angesammelt, weil ich ein paar Mal früher nach Hause gegangen bin, auch aus gesundheitlichen Gründen, jedoch nicht wollte, dass es schon wieder als Fehltag zählt. Hatte immer die Hoffnung, wenn ich etwas langsamer mache, dann wird das schon wieder (hat in der Vergangenheit auch geklappt) und hatte ja auch noch einen 2-wöchigen Urlaub im März in Aussicht, bis zu dem ich durchhalten wollte. Klappte mehr schlecht als recht. Den Urlaub hab ich dann noch eine Woche verlängert und danach gings weiter mit ständigen Fehltagen, bis die Fehltage mehr wurden als die Arbeitstage.

      Eines Tages hab ich, als ich Mails las, die zu beantworten waren, gar nicht mehr verstanden, was die Leute schreiben, konnte keine richtigen Antworten mehr formulieren und hatte so eine Art Blackout. Hab statt dessen dann ein Telefongespräch angenommen und nachdem ich hörte, dass jemand dran war, der sich beschweren wollte, einfach aufgelegt, weil ich nichts mehr sagen konnte. Mir wurde wieder schwindlig, habe dann den Monitor ausgemacht, mit abgewendet und tief durchgeatmet, versuchte danach weiterzumachen, aber es ging gar nichts mehr. Gleichzeitig gingen wieder die Ohren zu, dass ich fast nichts mehr hörte usw. Irgendwie kamen alle Symptome, die ich sonst abwechselnd hatte, alle auf einmal. Bin dann ein paar Minuten vor die Türe gegangen, danach wieder an meinen Platz, aber es wurde nicht besser. Ich ging dann zu meiner Chefin und sagte ihr, dass ich jetzt nach Hause gehe und mich länger krankschreiben lasse. Ohne weitere Erklärung. Bin dann heim, habe fast bis zum nächsten Morgen durchgeschlafen und am nächsten Tag zum Arzt.

      Bei dem Einspringen-Können im Büro hab ich zuletzt schon ein paar Mal abgelehnt, nur jetzt, wo ich zuhause arbeite, trau ich mich nicht. Es war ein längerer Kampf, dass mir das überhaupt zugestanden wurde. Die Argumente, die ich als Vorteile für die Firma nannte, die muss ich nun auch erfüllen. Es wurde immer wieder betont, dass es eine Ausnahme ist und nur für 3 Monate. Habe immer etwas die Angst im Nacken, dass das Home-Office dann gestrichen wird. Es ist nur eine mündliche Vereinbarung. Ausserdem muss ich die oben erwähnten Minussstunden abarbeiten, das wird dann als Argument genommen, wenn ich gefragt werde, ob ich einspringen könnte.

      Ja, ich schwelge auch etwas in Selbstmitleid, falls das jemand denkt, aber irgendwie hilft es auch, mir der Situation bewusster zu werden, wenn ich es schreibe und später wieder lese.

      The post was edited 2 times, last by Ally ().

    • @Ally: Also wenn ich mir das so durchlese, klingt das wirklich nach gesundheitlichen Problemen und als wärst du ganz zu recht krankgeschrieben. Ich finde es schlimm, dass du jetzt Minusstunden abarbeiten musst, obwohl die wegen Kranksein zustande gekommen sind!
      Wie wäre es denn mit einer Reha (Ansprechpartner: Rentenversicherung, falls du seit 5 Jahren oder mehr arbeitest, sonst ist die Krankenkasse der Kostenträger) oder Antrag auf Erwerbsminderungsrente?
      Surprised by the joy of life.
    • @Surprised Brauch ich dazu einen Arzt oder kann ich die Reha auch so beantragen? Die Krankenkasse müsste ja an den Krankschreibungen der letzten zwei Jahre (letztes Jahr fast 40 Fehltage) sehen, warum ich krankgeschrieben war. Die Ärzte glauben mir ja nicht mal richtig, dass ich mich schlecht fühle, da ich ja wieder arbeite und ich bring es wohl in der Arztpraxis nicht so gut rüber.

      Für August habe ich einen Termin bei einem Neurologen vereinbart, weil meine Migräne Aura zur Zeit verstärkt auftritt und ich das auch mal wieder prüfen lassen möchte. Wenn der mir auch nicht glaubt....

      Kann ich bei der Rentenversicherung einfach so einen Antrag stellen?

      Ich habe einen SBA, hilft das in dem Falle auch weiter?

      Wegen der Minusstunden bin ich selber Schuld, weil ich mich ja nicht krankmelden wollte. Hätte ich einfach gesagt: so, ich bin krank, dann wären die nicht zustande gekommen. Der Job bedeutet mir sehr viel. Vor einigen Jahren war ich wiederholt arbeitslos und habe zwischendurch auch schon von Hartz4 gelebt. Eine solche Wiederholung möchte ich vermeiden. Daher versuchte ich eben, die Zahl der Fehltage möglichst klein zu halten. Seit 6 Jahren bin ich dort.
    • Ally wrote:

      Brauch ich dazu einen Arzt oder kann ich die Reha auch so beantragen?

      Ally wrote:

      Kann ich bei der Rentenversicherung einfach so einen Antrag stellen?
      Hier deutsche-rentenversicherung.de…nd_Ablauf_einer_Reha.html steht wie das geht. Offensichtlich kannst du dich direkt an die Rentenversicherung wenden. Übrigens hast du ein Wahlrecht wo du deine Reha machen möchtest.

      Ich glaube ich würde an deiner Stelle mal zu einem Psychiater gehen, der sich mit Autismus auskennt. Das könnte in mehrfacher Hinsicht hilfreich sein: Das da jemand ist, der dich versteht (das kann ganz schön entlastend sein), aber dann auch wegen Beratung zu und Unterstützung bei dem Wahrnehmen sozialmedizinischer Maßnahmen (wie z.B. eine Reha).

      Ally wrote:

      Ich habe einen SBA, hilft das in dem Falle auch weiter?
      Weiß ich leider nicht.

      Ally wrote:

      Wegen der Minusstunden bin ich selber Schuld, weil ich mich ja nicht krankmelden wollte. Hätte ich einfach gesagt: so, ich bin krank, dann wären die nicht zustande gekommen. Der Job bedeutet mir sehr viel. Vor einigen Jahren war ich wiederholt arbeitslos und habe zwischendurch auch schon von Hartz4 gelebt. Eine solche Wiederholung möchte ich vermeiden. Daher versuchte ich eben, die Zahl der Fehltage möglichst klein zu halten.
      Ich würde nicht sagen, dass du da "schuld" bist. Weil in Wirklichkeit warst du krank, aber aus bestimmten Gründen wolltest du dich nicht krankmelden.
      Ich verstehe, dass du den Job nicht verlieren willst. Aber für mich klingt das nach Raubbau (RW) an deiner Gesundheit und deinem Leben.
      Surprised by the joy of life.
    • @Ally Ich schreibe dir in den nächsten Tagen mal ausführlicher, habe gerade wenig Zeit. Aber ich würde dir dringend einen Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie empfehlen. Der kann krank schreiben, und so, wie du das beschreibst, muss ganz dringend etwas passieren, und zwar was Nachhaltiges. Ein solcher Arzt sollte auch in der Lage sein, Lösungen mit dir zu erarbeiten.
    • Surprised wrote:

      Hier deutsche-rentenversicherung.de…nd_Ablauf_einer_Reha.html steht wie das geht. Offensichtlich kannst du dich direkt an die Rentenversicherung wenden. Übrigens hast du ein Wahlrecht wo du deine Reha machen möchtest.
      Vielen Dank. Das klingt auf den ersten Blick gar nicht so kompliziert. Ich werde dort einen Beratungstermin vereinbaren.


      Surprised wrote:

      Ich glaube ich würde an deiner Stelle mal zu einem Psychiater gehen, der sich mit Autismus auskennt. Das könnte in mehrfacher Hinsicht hilfreich sein: Das da jemand ist, der dich versteht (das kann ganz schön entlastend sein), aber dann auch wegen Beratung zu und Unterstützung bei dem Wahrnehmen sozialmedizinischer Maßnahmen (wie z.B. eine Reha).
      Google bringt seitenweise Ergebnisse an Psychiatern für meine Stadt, aber keine, die sich mit Autismus bei Erwachsenen auskennen. Wenn, ist alles nur für Kinder. Ich hatte daher vor einer Weile den lokalen Regionalverband von Autismus Deutschland kontaktiert, die mir auch keine Psychiater für Autismus nennen konnten, jedoch ein paar nannten, mit welchen andere Kunden von dort schon Erfahrung hatten. Ich habe an alle drei dort genannten Psychiater E-Mails geschickt und keine Antwort bekommen. Bei zweien rief ich an, aber sie haben erstmal keine Termine mehr frei.
      Die Autismus Beratungstelle hier in der Stadt ist auch wieder nur auf Kinder ausgerichtet. Die Stelle für Erwachsene ist erst im Aufbau.
      Bei der neurolgischen Praxis, wo ich den Termin habe, gibt es auch einen Psychiater. Autismus ist auf der Website nicht genannt, nur allerlei andere psychische Sachen. Trotzdem ein Lichtblick, es kann nur besser werden und wenn er in Sachen Reha unterstützen kann, ist mir alles recht.

      Zusätzlich hatte ich mich kürzlich noch an eine Selbsthilfegruppe für Erwachsene gewandt. Das erste Treffen, wo ich hätte teilnehmen können, war letzten Monat, allerdings konnte ich nicht hin, weil es mir nicht gut genug ging. Das Verständnis der Gruppenleitung war leider sehr gering, obwohl ich erwähnte, dass ich krankgeschrieben bin und an dem Tag auch nicht Autofahren konnte, weil mir wieder schwindlig war und ich starke Kopfschmerzen hatte. Es kam dann nur der Gegenvorschlag, ich solle dann mit den Öffentlichen fahren - was ich nicht tat, war froh, die Gassirunde mit Hund an dem Tag geschafft zu haben. Ob ich da nochmal zum Treffen eingeladen werde, weiß ich nicht. Habe mir dort Erfahrungen erhofft oder Ärztetipps, falls ein anderer Teilnehmer schon mal in so einer ähnlichen Situation gewesen sein sollte.

      Sorry, wenn ich so viel schreibe. Ich will mich immer kurz fassen und dann fällt mir beim Schreiben ständig was neues ein.


      Platypus wrote:

      @Ally Ich schreibe dir in den nächsten Tagen mal ausführlicher, habe gerade wenig Zeit. Aber ich würde dir dringend einen Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie empfehlen. Der kann krank schreiben, und so, wie du das beschreibst, muss ganz dringend etwas passieren, und zwar was Nachhaltiges. Ein solcher Arzt sollte auch in der Lage sein, Lösungen mit dir zu erarbeiten.

      Auch wenn es ein paar Tage dauert, ist es nicht schlimm. Ich freue mich über jeden hilfreichen Tip, da ich im Moment wirklich feststecke. Die Situation kann so nicht bleiben, aber ich weiß auch nicht, wie ich sie verändern kann, da ich nicht ernstgenommen werde.
    • Ally wrote:

      Ich hatte daher vor einer Weile den lokalen Regionalverband von Autismus Deutschland kontaktiert, die mir auch keine Psychiater für Autismus nennen konnten, jedoch ein paar nannten, mit welchen andere Kunden von dort schon Erfahrung hatten. Ich habe an alle drei dort genannten Psychiater E-Mails geschickt und keine Antwort bekommen. Bei zweien rief ich an, aber sie haben erstmal keine Termine mehr frei.
      Wie wäre es, die nochmal - alle drei - anzurufen und zu sagen, dass es dringend ist? Oder sogar zu einem von denen während der Sprechstunde direkt hingehen und sagen, dass es so dringend ist, dass du gerne auch ewig wartest, aber heute noch drankommen willst? Soweit ich weiß dürften die dich nicht wegschicken. Und bei dir klingt es schon dringend. (Ich habe das kürzlich bei einem Arzt auch so gemacht, als was wirklich akut war.)

      Ally wrote:

      Bei der neurolgischen Praxis, wo ich den Termin habe, gibt es auch einen Psychiater. Autismus ist auf der Website nicht genannt, nur allerlei andere psychische Sachen. Trotzdem ein Lichtblick, es kann nur besser werden und wenn er in Sachen Reha unterstützen kann, ist mir alles recht.
      Aber du gehst doch zu dem dortigen Neurologen? Hoffst/denkst du, dass du dann dort auch zum Psychiater gehen kannst, anschließend?

      Ally wrote:

      Das Verständnis der Gruppenleitung war leider sehr gering
      Echt schade. Das lädt wahrscheinlich auch nicht dazu ein, die Person per Mail zu fragen, ob es irgendwelche Arzt-Geheimtipps gibt, oder?

      Ally wrote:

      Sorry, wenn ich so viel schreibe.
      Kein Problem. Ich finde es ganz interessant, zu lesen, was du so schreibst.
      Surprised by the joy of life.
    • Surprised wrote:

      Wie wäre es, die nochmal - alle drei - anzurufen und zu sagen, dass es dringend ist? Oder sogar zu einem von denen während der Sprechstunde direkt hingehen und sagen, dass es so dringend ist, dass du gerne auch ewig wartest, aber heute noch drankommen willst? Soweit ich weiß dürften die dich nicht wegschicken. Und bei dir klingt es schon dringend. (Ich habe das kürzlich bei einem Arzt auch so gemacht, als was wirklich akut war.)
      Am Dienstag werde ich die Ärzte aus der Liste nochmal anrufen. (Montags ist in den Praxen meist ohnehin so viel los, dass ich lieber immer erst Dienstags wo anrufe). Der letzte Anruf ist ja schon drei Monate her, vielleicht ist jetzt wieder Platz. Einfach hingehen möchte ich nicht, denn ich weiß nicht, ob die einen dann richtig anhören oder behandeln, wenn man nicht eingeplant war. Beim normalen Arzt mach ich das schon, beim Psychiater hab ich bisschen Sorge, dass der mir dann nur ein Rezept für irgendwelche Tabletten in die Hand drückt und weiterschickt.

      Surprised wrote:

      Aber du gehst doch zu dem dortigen Neurologen? Hoffst/denkst du, dass du dann dort auch zum Psychiater gehen kannst, anschließend?
      Ja, ich gehe zum Neurologen. Die Sehstörungen, Schwindel usw. möchte ich gerne auch neurologisch abklären lassen. Mein Gedanke war, wenn da ohnehin ein Psychiater in der Praxis ist, dass ich dann vielleicht schneller einen Termin bekomme.

      Surprised wrote:

      Echt schade. Das lädt wahrscheinlich auch nicht dazu ein, die Person per Mail zu fragen, ob es irgendwelche Arzt-Geheimtipps gibt, oder?
      Ich habe vorhin meine Mails gecheckt und gesehen, dass gestern Abend eine Einladung für das nächste Treffen an alle Teilnehmer versendet wurde, ich also auch eine Einladung bekommen habe. Wir hatten vorhin nochmal kurz Kontakt und es war ein Mißverständis. Es ist gar kein Problem, wenn ich absage und ich soll einfach kommen, wenn es wieder geht.
    • @Ally: Habt ihr in der Firma eine Schwerbehindertenvertretung? Dann würde ich da mal fragen.


      Ansonsten schau auch mal, wo es bei euch einen Integrationsfachdienst gibt.
      "In das Popcorn, das Sie gerade essen, hat wer reingepisst!" (Kentucky Fried Movie)


      "Sind Sie Polizisten?" "Nein, Ma'am. Wir sind Musiker!" (The Blues Brothers)
    • @thelord Wir haben keine Schwerbehindertenvertretung, nur einen Betriebsrat. Er wird mir aber nicht helfen können dabei, einen Arzt zu finden, der handelt.
      Ich glaube, der Integrationsfachdienst ist auch eher für den Arbeitsplatz zuständig. Dort habe ich im Moment ja schon das Maximale an Erleichterung bekommen. So gut können Sie den Arbeitsplatz gar nicht einrichten, dass er vergleichbar mit zuhause wäre. Der IFD könnte mir wahrscheinlich erst dann helfen, wenn es mir so gut geht, dass ich überhaupt wieder ins Büro kann.
      Wenn es soweit ist, möchte ich erst selber nochmal das Gespräch suchen. Aus Erfahrung von anderen Kollegen weiß ich, dass die Firma nur noch das macht, wozu sie rechtlich verpflichtet ist, sobald man den Betriebsrat einschaltet. Wenn ich dort selber nicht mehr weiter komme, würde ich mich auf jeden Fall auch an den Betriebsrat wenden. Hätte ich es aber vorher schon getan, hätte ich die letzten Jahre weder Schichtdienstbefreiung bekommen, noch einige andere Erleichterungen, noch hätte ich jetzt die Möglichkeit, von zuhause aus zu arbeiten, da es für das alles keinen gesetzlichen Anspruch gibt. Sie kamen mir in der Vergangenheit in sehr vielen Sachen entgegen, auch wenn ich weiter oben sehr unzufrieden klinge. Ohne diese ganzen Sachen hätte ich schon sehr viel früher nicht mehr dort arbeiten können.

      Mein momentanes Ziel ist es, irgendwen zu finden, der mir helfen kann, dass es wieder besser geht und ich überhaupt wieder annähernd normal arbeiten kann und nebenher auch noch andere Sachen machen kann. Mehr als nur den nötigsten Haushalt, mal wieder lange Spaziergänge oder Ausflüge machen oder irgendwo essen gehen, schwimmen gehen usw.

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    • Ally wrote:

      Im Moment bin ich auch in einem Zustand der Überforderung und komme dort nicht mehr raus. War fast 10 Wochen krankgeschrieben und kann jetzt für eine begrenzte Zeit von zu Hause aus arbeiten. Mir gehts noch immer so schlecht wie am ersten Tag der Krankschreibung und den Wochen zuvor. Mein Arzt meint, alles ist gut, ich kann ja wieder arbeiten. Nur wie,
      das interessiert ihn nicht, aber so schlimm kanns dann ja nicht sein. Die Firma denkt, alles ist gut, Ally kann ja wieder arbeiten, wenn auch zu Hause. Da sie da mehr Ruhe hat als im Großraumbüro und auch kein Telefon, kann sie noch mehr andere Sachen übernehmen. Arbeite jetzt die zweite Woche. Jetzt schon wieder den 6. Tag ohne Pause, weil ich gefragt wurde, ob ich heute nicht auch einspringen kann und ich sei ja jetzt erholt.
      Ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht. Vor allem die fehlende Einsicht bei Arbeitgebern, dass man eben nicht noch belastbarer ist, weil einem nun entgegengekommen wurde, sondern dass das (zumindest in meinem Fall) meine Einschränkungen nur minimal ausgeglichen hat und ich immer noch unter Vollstress stand. Da scheinen die Arbeitgeber dann aber eher zu denken, dass man nun dem Arbeitnehmer doch entgegengekommen sei und nun müsse er sich mit noch mehr Leistung revanchieren. :| :shake: Allein solche Forderungen und Einstellungen machen mich krank. Es wird einfach keine wirkliche Rücksicht auf die Beeinträchtigungen genommen, sondern das wird auch nur wieder in ein kaputtes, kapitalistisches Denksystem eingebettet.

      Ich habe für dieses Dilemma selbst keine Lösung, denn Reha-Maßnahmen, Wiedereingliederung etc. laufen meiner Meinung nach auch immer wieder auf dieses Problem zu, dass die Mitarbeiter einfach so lange ausgebeutet werden, bis sie zusammenbrechen. Und zumindest ich bin offenbar doch nicht so hart im Nehmen wie ich dachte, sondern die Kompensationsstrategien greifen nicht mehr und ich halte es einfach nicht mehr durch, auch wenn es in reduziertem Stundenumfang ist.

      Ich wünsche mir immer noch so sehr, einen Arbeitgeber und eine Tätigkeit zu finden, bei der man menschlich behandelt wird und nicht alles an Arbeitsleistung rausgepresst werden soll aus einem, was geht, ohne Rücksicht auf die Gesundheit des Mitarbeiters. Ob ich jemals einen solchen Arbeitsplatz finde werde, weiß ich nicht. Ich habe eher den Eindruck, dass sich die Arbeitswelt genau in die entgegengesetzte Richtung entwickelt. Aber vielleicht gibt es in den nächsten Jahren dahingehend Gegenbewegungen. Denn so geht es meiner Meinung nach nicht weiter. Menschen mit Autismus sind vermutlich die ersten, die sozusagen umknicken unter diesen Belastungen, aber anhand der Krankenkassenberichte kann man ja erahnen, dass auch andere Menschen davon betroffen sind.

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