GdS nur 30 trotz Integrationshelfer???

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    • GdS nur 30 trotz Integrationshelfer???

      Hallo!

      Ich möchte den Thread

      aspies.de/selbsthilfeforum/ind…trotz-integrationshelfer/

      hier fortführen. Passt besser hierher und ich möchte euch natürlich daran Teilhaben lassen, wie es mit unserem Antrag weiter gegangen ist.

      Wir haben natürlich Widerspruch gegen den Bescheid (GbB 30 ohne MZ) eingelegt und beim Psychiater Einsicht in seine Stellungnahme verlangt. Der lehnt wehement ab mit Verweis auf den Datenschutz. Auf unsere Ausführung, dass die Stellungnahme ja wohl Teil der Patientenakte sei entgegnete die Sekretärin: Das Gutachten ist nicht teil der Patientenakte, Datenschutz, Rechte Dritter.... bitte wie?!? Auf unser Verlangen nach Einsicht in die Patientenakte kam nur: In der Kinder- und Jugendpsychiatrie ist die Rechtslage anders.

      Toll. Ich habe selbst keine Kraft und auch kein Geld, zu einem Rechtsanwalt zu rennen, auch wenn nach §630 BGB der Arzt diese Kosten tragen müsste... Hilflos... :cry:

      Heute haben wir über den SoVD die Akte zur Einsicht erhalten. Dort war die Diagnostik des Psychiaters und das Attest, beides hatten wir selber ans Amt geschickt. Das Gutachten war nicht dabei. Ich dachte immer, das darf nur zurückbehalten werden, wenn akute Gefahr für die psychische Gesundheit gegeben wäre?

      Egal: Nun das Interessante. Die ärztliche Stellungnahme der Behörde liegt vor. Leider beides nur im Ausdruckdatum:

      Am 02.05. heißt es dort: Einzel-GdB 50, Schlüssel 86 (wohl psychische Erkrankungen), H/S 9 (was immer das bedeutet), Nachprüfung im Jahr 10/2031. MZ H wird vergeben, B nicht, weil keine Orientierungsstörungen oder impulsive Handlungsdurchbrüche belegt sind. Zeitgleicht bittet die Ärztin darum zu erfragen, welche Schule das Kind besucht, das letzte Zeugnis anzufordern und zu Fragen, ob ein Integrationshelfer vorliegt.

      Wir haben daraufhin die Zeugnisse eingereicht und das Autismus-Zentrum als Integrationshelfer angegeben und siehe da:

      Die selbe Ärztin schreibt ein neues Gutachten (14.06.): Auf den Integrationshelfer wird gar nicht eingegangen (wurde gar nicht gelesen) und Zitat "In der Regelschule werden gute Leistungen erbracht. Das Sozialverhalten entspricht den Erwartungen. MZ lassen sich nicht begründen."
      Toll. Hab ich ja damals schon geschrieben: Die sehen nur, Noten ok (obwohl bei Asperger die Intelligenz meist nicht betroffen ist, sollte ein Gutachter wissen!), Sozialverhalten ok, abgelehnt.

      Dass wir regelmäßig mit den Klassenlehrern in Kontakt sind, unser Sohn z.B. die Klasse verlassen kann, wenn es ihm zu viel wird. Schriftliche Arbeiten dürfen wir regelmäßig verkürzen, weil seine Handschrift problematisch ist. Massive Mobbingprobleme bestehen auf dem Pausenhof (die werden natürlich im Sozialverhalten der Mobber, nicht des Opfers vermerkt, toll...), dies wird gar nicht gesehen. Nachteilsausgleiche werden aber, anders als Abweichungen von den allgeimeinen Bewertungskriterien, in Nds. nicht auf dem Zeugnis vermerkt. Damit sieht sein Zeugnis natürlich "normal" aus.

      Wie kann das sein? Die selbe Gutachterin stellt 50%, dann sieht sie das Zeugnis und nun 30%?

      Wir werden mit dem Nds. Schulgesetz begründen, dass der Nachteilsausgleich und die Elterngespräche wegen des Diskriminierungsverbots nicht aus dem Zeugnis erscheinen. Die Therapeutin (systemische Familientherapeutin) hat einen Entwicklungsbericht geschrieben, Tenor: "schwere soziale Anpassungsstörungen". Außerdem werden wir sein Pflegegutachten (Stufe 2) einreichen.

      Habt ihr noch Vorschläge? Von seinem Psychiater dürfen wir keine Hilfe erwarten...

      Ich selbst bin zur Zeit wieder total fertig. Argumente, selbst wenn sie wörtlich im Gesetz stehen, werden nicht beachtet... Wozu gibt es dann Gesetze? Zum Glück kommt heute ein neues Lego-Modell (mein Spezialinteresse), hoffe, das baut mich ein wenig auf...

      Grüße...
    • QEASLE wrote:

      Die Therapeutin (systemische Familientherapeutin) hat einen Entwicklungsbericht geschrieben, Tenor: "schwere soziale Anpassungsstörungen"
      Ich denke, dass ein Therapiebericht, und dazu noch von einer systemischen Familientherapeutin (kein von den gesetzlichen Kassen anerkanntes Verfahren, wenn ich mich nicht irre) nicht besonders optimal ist. :|

      Was ich nichth verstehe: Nach dem, was du vom 14.06. zitierst, steht da doch nirgends etwas von GdB30, sondern es müsste weiterhin GdB50 sein, nur ohne dieses eine Merkzeichen? Hat da dann der Sachbearbeiter auf eigene Faust den GdB gesenkt oder wie kommt man von GdB50 auf GdB30? (der Akte nach)
    • Eine schwere soziale Anpassungsstörung kann als beobachtbares Merkmal von einer psychotherapeutisch tätigen Person erkannt und benannt werden.

      Eine ICD-kompatible Diagnose wird üblicherweise von einem approbierten Arzt, meist ja einem Facharzt, erstellt.

      Die Diagnose, der diese soziale Anpasungsstörung zugeordnet wird, könnte dann lauten: Autismusspektrumstörung Typ Asperger /F 8......

      Eine Anpassungsstörung besteht aber im Gegensatz zu ASS nur eine definierte Zeitspanne lang, danach soll die Diagnose angepasst werden. ASS bleibt über Situationen und Zeiträume hinweg bestehen, wenn auch nicht immer gleich heftig ausgeprägt (....individuell. Jetzt bitte nicht sagen: bei mir ist es immer gleich!).
      Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie verboten :evil:
    • Capricorn wrote:

      Eine schwere soziale Anpassungsstörung kann als beobachtbares Merkmal von einer psychotherapeutisch tätigen Person erkannt und benannt werden.
      Wird das auch von den "Versorgungsämtern" anerkannt? Ich war der Meinung, dass die nicht nur die Diagnosen, sondern auch Aussagen zu den sozialen Anpassungsschwierigkeiten von Ärzten wollen.
    • Kommt halt auf die Befundbeschreibung an. Wenn die ausführlich und anschaulich ist, kann man auch z.B. mit einem Ergotherapeutenbericht was anfangen.

      Wenn Ärzte nur Diagnosen mitteilen, wird's mit der Beurteilung schwierig.



      FruchtigBunt wrote:

      Wird das auch von den "Versorgungsämtern" anerkannt?


      Du fragst, ob "das" die Versorgungsämter anerkennen.- Kommt drauf an, wie welches Amt "tickt".

      Darum ging es aber in meinem letzten Beitrag nicht. Ich wollte klarstellen, dass auch eine nichtärztliche therapeutisch tätige Person, deren Therapieausrichtung nicht Kassenleistung ist, wertvolle Beiträge zur sozialmedizinischen Beurteilung beitragen kann.
      Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie verboten :evil:
    • @Capricorn

      Okay. Wenn aber gar nicht sicher ist, ob die Versorgungsämter Berichte über die soziale Anpassungsschwierigkeiten, die von Therapeuten (Psychotherapeuten, Ergotherapeuten, Sozialtherapeuten im ATZ etc.) erstellt wurden, anerkennen, wäre ich dann vorsichtigtig, das ohne diesen Hinweis als Alternative vorzustellen. Ansonsten wendet sich vielleicht jemand an so einen Behandler und erhält dann auch ein entsprechendes Gutachten, was die Realität abbildet, aber das Versorgungsamt akzeptiert es dann möglicherweise überhaupt nicht, rein der Form wegen, weil es nicht von einer Ärztin kommt.

      Ich las das hier schonmal im Forum, dass das Versorgungsamt generell nur Berichte von Ärzten anerkennt, deshalb habe ich das angesprochen. Es könnte natürlich sein, dass das je nach Versorgungsamt auch wieder unterschiedlich gehandhabt wird. Vielleicht kennt jemand die rechtlichen Grundlagen dazu? :roll: Also steht irgendwo, WER die sozialen Anpassungsschwierigkeiten bzw. den GdS/GdB gegenüber dem Versorgungsamt nachweisen muss bzw. in welcher Form? IN der VersorgungsmedizinVO fand ich allenfalls den Hinweis


      Teil A Nummer 2 i der Versorgungsmedizinverordnung wrote:

      Vergleichsmaßstab ist nicht der behinderte Mensch, der überhaupt nicht oder kaum unter seinem Körperschaden leidet, sondern die allgemeine ärztliche Erfahrung hinsichtlich der regelhaften Auswirkungen
      und


      Versorgungsmedizinverordnung wrote:

      Um die Auswirkungen der Funktionsbeeinträchtigungen in ihrer Gesamtheit unter Berücksichtigung ihrer wechselseitigen Beziehungen zueinander beurteilen zu können, muss aus der ärztlichen Gesamtschau heraus beachtet werden, dass die Beziehungen der Funktionsbeeinträchtigungen zueinander unterschiedlich sein können:
      Aber dem könnte ja dadurch entsprochen werden, dass am Ende der medizinische Dienst (also ein Arzt/Ärztin) die Entscheidung trifft.

      The post was edited 2 times, last by FruchtigBunt ().

    • Dass das Aspergersyndrom in der Regel nicht mit einer Intelligenzmindrung einhergeht und gute Schulnoten oder Schulabschlüsse kein wirklich gutes Beurteilungsmerkmal darstellen, habe ich schon öfter geschrieben. Ich versuche,
      meine ärztlichen KollegInnen auch davon zu überzeugen.....dauert, bis sich was in den Köpfen ändert.


      Dass die Notwendigkeit eines Schulbegleiters ein wichtiger Hinweis auf das Ausmaß der Störung im Alltagsgeschehen ist, steht ja in der Versorgungsmedizin-Verordnung. Aber wenn z.B. der Schulbegleiter nicht eingesetzt werden kann, denken viele Ärzte: Dann ist er wohl auch nicht nötig.

      Dass es 1001 Grund geben kann, weshalb so eine Empfehlung nicht zustande kommt, ist anscheinend für manche schwer vorstellbar. Bei den Fällen, wo ich so einen Falscheinschätzung korrigieren kan, tu ich es; andere haben Pech oder müssen halt gegen die Entscheidung Widerspruch einlegen oder klagen.
      Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie verboten :evil:
    • Fruchtigbunt schreibt:
      Zitat
      "Vergleichsmaßstab ist nicht der behinderte Mensch, der überhaupt nicht oder kaum unter seinem Körperschaden leidet, sondern die allgemeine ärztliche Erfahrung hinsichtlich der regelhaften Auswirkungen"

      Damit ist gemeint, dass nicht Oscar Pistorius mit seinen Unterschenkelprothesen (einer der schnellsten Menschen im Sprint) der Maßstab für einen Unterschenkelverlust ist, sondern der Mensch Normalverbraucher, dem aufgrund eines Unfalls o. Tumors etc. ein Unterschenkel fehlt.



      Zurück zum Thema: Ich finde einen 30er Wert für ASS mit Notwendigkeit eines I-Helfers sehr sehr wenig und würde in jeder Form protestieren (telefonieren, schreiben mailen)..
      Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie verboten :evil:

      The post was edited 1 time, last by Capricorn ().

    • Hallo!

      FruchtigBunt wrote:


      Was ich nichth verstehe: Nach dem, was du vom 14.06. zitierst, steht da doch nirgends etwas von GdB30, sondern es müsste weiterhin GdB50 sein, nur ohne dieses eine Merkzeichen? Hat da dann der Sachbearbeiter auf eigene Faust den GdB gesenkt oder wie kommt man von GdB50 auf GdB30? (der Akte nach)
      Nee, anders: Im ersten Gutachten vom Versorgungsarzt hat die zuständige Amtsärztin geschrieben "GdB 50, bitte noch erfragen: Schulzeugnisse, liegt ein I-Helfer vor". Dann haben wir die Zeugnisse hingeschickt und selbe Ärztin hat dann ein neues Gutachten erstellt: Schulnoten gut, ätsch!

      Ich weiß nicht, ob die gute Ärztin überhaupt wusste, dass sie schon mal was erstellt hatte für meinen Sohn. Wahrscheinlich bekommen die viele Akten, schauen kurz drüber, und das war's dann. Und das Versorgungsamt nimmt ja dann mit Freuden das zweite Gutachten der Ärztin, wo nur noch GdB 30 drinstehen.

      Leider, wie gesagt, weigert sich der Kinder und Jugendpsychiater uns seine Stellungnahme zur Einsicht zu geben. Auch der SoVD durfte uns nicht Einsicht geben (ich dachte, das darf nur, wenn die Person akut psychisch gefährdet wäre?)

      Ich halte euch auf dem Laufenden...
    • Nochmal was:

      FruchtigBunt wrote:

      Ich las das hier schonmal im Forum, dass das Versorgungsamt generell nur Berichte von Ärzten anerkennt, deshalb habe ich das angesprochen. Es könnte natürlich sein, dass das je nach Versorgungsamt auch wieder unterschiedlich gehandhabt wird. Vielleicht kennt jemand die rechtlichen Grundlagen dazu? Also steht irgendwo, WER die sozialen Anpassungsschwierigkeiten bzw. den GdS/GdB gegenüber dem Versorgungsamt nachweisen muss bzw. in welcher Form? IN der VersorgungsmedizinVO fand ich allenfalls den Hinweis
      Ich möchte ja auch einen SBA beantragen, weil meine beruflichen Schwierigkeiten immer mehr werden. Meine Ärztin (Fachärztin für Psychotherapie, Psychoanalyse) hat mir im Attest, welches ich beim LS einreichen soll, mittlere soziale Anpassungsschwierigkeiten bescheinigt (und "zur Aufrechterhaltung der Arbeitsfähigkeit wird in I-Helfer benötigt"), habe es also von einem Arzt bestätigt.

      Wenn ich manche Forenschreiber hier richtig verstehe, denken sich manche Versorgungsämter trotzdem: "Der Arzt diagnostiziert das immer aus Gefälligkeit: Abgelehnt" oder "den Grad der Anpassungsschwierigkeiten bestimmt unser ärztlicher Gutachter, der sagt GdB 30: Abgelehnt"

      Also eine ärztliche Diagnose scheint noch kein sicherer Hafen zu sein. Deswegen warte ich auch gerade auf einen Termin beim Phsychotherapeuten (Dipl.-Psych), dass der vielleicht auch noch was schreibt... Oder bringt das Erfahrungsgemäß weniger was? Einen I-Helfer bekomme ich ja erst mit einem SBA...
    • @QEASLE
      Ich glaube, es wurde nicht klar, auf was ich hinaus will: Die Ärztin schrieb im zweiten Gutachten: Ätsch, gute Schulnoten". Aber wo schrieb sie "Ätsch, gute Schulnoten, dafür/deswegen gibt es nur noch GdB30"? Irgendjemand muss doch bewusst und nachvollziehbar die Herabstufung (!) von GdB50 auf GdB30 getroffen haben. War das die Ärztin in ihren zweiten Gutachten? Das ist doch der Knackpunkt. Wenn man da nicht weiter gräbt, kann man sich meiner Meinung nach jeden Widerspruch sparen. Man muss erstmal die Sachlage kennen. Es klingt fast danach, als hätte die Ärztin im zweiten Gutachten nur anhand der Schulnoten geurteilt und die schon vorliegenden Unterlagen schlicht vergessen. Das muss man rauskriegen und ggf beweisen.

      Ich finde deine Beiträge aber recht konfus. Ich hatte es vorher so verstanden, dass ihr mit Beistand durch den SoVD die Akte einsehen konntet, nun kennt ihr ein Teil der Gutachten aber doch wieder nicht. Mir ist das ehrlich gesagt zu konfus. Ich wünsche dennoch viel Erfolg.

      The post was edited 1 time, last by FruchtigBunt ().

    • Wir haben über den SoVD Akteneinsicht erhalten, darunter ein Gutachten (Anfang Mai) der Ärztin Tenor "GdB 50, bitte Zeugnis einreichen", ein zweites Gutachten (Mitte Juni), Tenor "GdB 30, weil Schulnoten/Sozialverhalten gut". Das letztere Gutachten wurde dann zur Begründung GdB 30 genommen.

      Einsicht in die Stellungnahme des Kinder- und Jugendpsychiaters wird uns verweigert: Kennen wir also nicht. Aber dies wird die Ärztin bei ihrem ersten Gutachten wohl gekannt haben (das wird ja wohl immer zuerst durch die Ämter angefordert).

      FruchtigBunt wrote:

      Ich finde deine Beiträge aber recht konfus

      Ist leider eine Kernsymptomatik bei mir: Ich beschränke mich nicht auf Wesentliches, sondern verzettle mich in Details... :(
    • QEASLE wrote:

      Leider, wie gesagt, weigert sich der Kinder und Jugendpsychiater uns seine Stellungnahme zur Einsicht zu geben. Auch der SoVD durfte uns nicht Einsicht geben (ich dachte, das darf nur, wenn die Person akut psychisch gefährdet wäre?)
      Korrekt!

      Der Psychiater weigert sich nur deshalb erfolgreich, weil ihn niemand in seine Schranken weist , womit hier der rechtliche Rahmen gemeint ist. Selbstverständlich hat ein Patient und in eurem Fall der Erziehungs-/Sorgeberechtigte die Möglichkeit der Akteneinsicht.

      Ich weiß auch nicht, weshalb manche Menschen in ihrem Selbsterhöhungsdrang anderen Steine in ihren ohnehin schon beschwerlichen Weg legen müssen :x .


      QEASLE wrote:

      Einen I-Helfer bekomme ich ja erst mit einem SBA...
      Wieso das denn?

      Du bist doch nicht verpflichtet, den SBA zu beantragen. Der ist sowieso nur die amtliche Feststellung von Einschränkungen und kann, wie man oft genug sieht, die Realität gar nicht immer zutreffend abbilden.
      Einen I-Helfer bekommt man mit bestimmten Diagnosen, wenn in Schule, Freizeit, Ausbildung+Studium ein Helfer nötig ist, um den dortigen Anforderungen gerecht zu werden.

      Z.B. bestätigt durch ein ärztliches Attest . SBA ist nicht zwingend erforderlich!

      (Schulnoten aber auch nicht. Man kann auch bei guten Noten / Hochbegabung versagen.)

      FruchtigBunt wrote:

      Irgendjemand muss doch bewusst und nachvollziehbar die Herabstufung (!) von GdB50 auf GdB30 getroffen haben.
      Jedenfalls sollte es so sein.

      Aber ich habe es auch schon anders erlebt: Ein internistischer Gutachter meinte einfach (und der Sozialrichter folgte ihm...), er sei nunmal anderer Meinung, auch wenn er gar keine Besserung nachweisen konnte.

      Da war allerdings schon ein Bescheid mit dem höheren GdB vorangegangen.

      Ist das bei euch schon "wasserfest" als Bescheid mit GdB 50 'rausgegangen? Dann können gute Noten nicht wirklich eine Besserung darstellen, weil sich a) die Behinderung nicht auf kognitive (Intelligenz-) Einschränkungen stützt und b) die vorherigen Schulnoten ja auch bereits gut gewesen sein können, so das tatsächlich keine Besserung nachweisbar ist (da keine "Verschlechterung" den 50er Wert begründet hat, sondern die Kernsymptomatik der autistischen Störung!!).
      Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie verboten :evil:
    • @QEASLE
      Habe deinen letzten Beitrag erst jetzt gelesen.

      Du kannst Akteneinsicht in die Schwerbehindertenakten fordern, dann kannst du das Gutachten vom Psych auch lesen. Das ist aber erst mal weniger wichtig als die Korrektur der Beurteilungsrichtlinien der Ärztin (meiner uMeinung nach).
      Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie verboten :evil:
    • Capricorn wrote:



      FruchtigBunt wrote:

      Irgendjemand muss doch bewusst und nachvollziehbar die Herabstufung (!) von GdB50 auf GdB30 getroffen haben.
      Jedenfalls sollte es so sein.

      Ist das bei euch schon "wasserfest" als Bescheid mit GdB 50 'rausgegangen? Dann können gute Noten nicht wirklich eine Besserung darstellen, weil sich a) die Behinderung nicht auf kognitive (Intelligenz-) Einschränkungen stützt und b) die vorherigen Schulnoten ja auch bereits gut gewesen sein können, so das tatsächlich keine Besserung nachweisbar ist (da keine "Verschlechterung" den 50er Wert begründet hat, sondern die Kernsymptomatik der autistischen Störung!!).
      Ich glaube, das wäre DIE Argumentationskette, um die Entscheidung anzugehen. Dafür bräuchte man aber Belege, auf welchen Grundlagen und Gutachten GdB50 basierte und Nachweise und Belege, dass eine Herabstufung von GdB50 auf GdB30 nur erfolgte wegen der Schulnoten. Bei Einsicht in die Versorgungsamt Akte sollten sich diese Bezüge ermitteln lassen (in meiner Akte stand z. B. dabei, auf welche Unterlagen (Blätter durchnummeriert) sich die Entscheidung stützte). Genau dies müsstet ihr zum Beweis kopieren und dann monieren, dass allein die Schulzeugnisse nicht ausschlaggebend sein können, um zu dieser Herabstufung zu kommen.

      @QEASLE
      Vielen Dank für die zusätzlichen Erläuterungen! :thumbup: Mich verwirren Durcheinander und Strukturlosigkeit sehr stark. Mit Nachfragen konnte man es nun auflösen, aber das ist sehr anstrengend für mich. Nun verstehe ich aber, dass du das nicht mit Absicht oder aus Nachlässigkeit machst, sondern du selbst Probleme damit hast.

      The post was edited 1 time, last by FruchtigBunt ().

    • Wichtig wäre noch, ob das Gutachten von KJP, das ihr nicht einsehen dürft, vor der GdB50 schon vorlag und in diese mit eingeflossen ist oder möglicherweise erst nach der GdB50 Entscheidung beim Versorgungsamt einging und somit vielleicht sogar maßgeblich für die Herabstufung war. Das müsste herauszufinden sein, wenn man zumindest die Blattnummer dieses Gutachtens kennt und die Verweise in der Akte, auf welche Blätter sich sowohl die GdB50, als auch die GdB30 Entscheidung bezieht.

      Das (inklusive mein Beitrag davor) ist meiner Meinung nach der Lösungweg. Wenn der SoVD da nicht drauf eingeht, kann man es vergessen und sollte sich eine andere Rechtsvertretung suchen. In der Sache zu argumentierten ist dann überflüssig und nicht zielführend. Es müssen diese Zusammenhänge in der Akte beleuchtet werden und ggf zur Argumentation genutzt werden
    • Capricorn wrote:

      Ist das bei euch schon "wasserfest" als Bescheid mit GdB 50 'rausgegangen?
      Leider nicht. Das war nur die erste Feststellung vom Versorgungsamts-Arzt. Aber genau die selbe Ärztin hat nach Einsicht der Zeugnisse eine neue Feststellung mit 30 geschrieben. Die erste wurde scheinbar gar nicht berücksichtigt.

      Capricorn wrote:



      Du kannst Akteneinsicht in die Schwerbehindertenakten fordern, dann kannst du das Gutachten vom Psych auch lesen.
      Scheinbar nicht. Der SoVD hat die Stellungnahme wohl, darf sie uns aber nicht zeigen, weil "ein Stempel" drauf ist.

      FruchtigBunt wrote:

      Mich verwirren Durcheinander und Strukturlosigkeit sehr stark.
      Mich auch, aber wenn ich erzähle/schreibe komme ich vom Hundertsten ins Tausendste. Das wirkt auf andere dann ziemlich durcheinander...
    • FruchtigBunt wrote:

      Wichtig wäre noch, ob das Gutachten von KJP, das ihr nicht einsehen dürft, vor der GdB50 schon vorlag und in diese mit eingeflossen ist oder möglicherweise erst nach der GdB50 Entscheidung beim Versorgungsamt einging
      Naja, den Antrag haben wir am 11. März gestellt, das erste Gutachten ist von Anfang Mai... Ich nehme es an, kann es aber nicht wirklich sagen...