GdS nur 30 trotz Integrationshelfer???

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    • @QEASLE
      @Capricorn

      Meiner Meinung nach wäre es zwar besser, wenn GdB50 schon als Bescheid ergangen wäre, aber es geht auch so. Man muss dann einfach nachweisen auf welche Aktenblätter sich der Gutachter bei GdB50 stützte und auf welche bei GdB30.

      Die Aktenblattnummer des KJP Berichts muss der SoVD nennen. So wären die Zusammenhänge dennoch nachprüfbar.

      Je nachdem, ob das KJP Schreiben schon mit in die GdB 50 Einschätzung eingeflossen ist (falls ja) müsstet ihr diesen Inhalt gar nicht kennen.
    • Der Stempel soll meines Wissens nach das Kind schützen. Wenn die Eltern die Inhalte dem Kind nicht weitersagen sondern die brauchen, um die Rechte des Kindes durchzusetzen, muss eine Einsicht möglich sein.
      Das ist doch witzlos, dass man sich in einem Rechtsstaat sowas erklagen muss. Vielleicht hilft dahingehend ein Anruf beim KJP, der euch die Unterlagen auf direktem Weg geben soll (nicht über Versorgungsamt) oder der SoVD soll mal ein Auge zudrücken. Man könnte auch versuchen, die Seite abzufotografieren beim SoVD wenn die Akte zufällig offen da liegen würde, aber das würde ich nicht empfehlen.

      Da mich diese Ungerechtigkeit total ohnmächtig fühlen lässt, ziehe ich mich erstmal zurück.
      Gebt nicht auf und sucht euch kompetente und intelligente Vertreter die wissen, wie argumentiert werden muss. Und lasst euch von dieser Behördenwillkür nicht kleinkriegen. Bevor man daran zerbricht, ist Antrag zurückziehen und in einem halben Jahr erneut stellen, eventuell eine Möglichkeit. Ich kann nicht einschätzen, wie wichtig es ist, dass das Kind mindestens GdB50 erhält. Es tut mir leid, dass ihr so um eure Rechte kämpfen müsst.

      The post was edited 1 time, last by FruchtigBunt ().

    • FruchtigBunt wrote:

      Vielleicht hilft dahingehend ein Anruf beim KJP, der euch die Unterlagen auf direktem Weg geben soll (nicht über Versorgungsamt) oder der SoVD soll mal ein Auge zudrücken.
      Das haben wir ja als erstes versucht: Ein netter Anruf beim KJP, ob wir kurz Einsicht nehmen dürften. Wurde blockiert (Datenschutz, Rechte Dritter). Wir wollten dann Einsicht in die Patientenakte. Wurde blockiert (laut Sprechstundenhilfe würde in der KJP das BGB nicht gelten!!!).

      SoVD möchte auch nicht, weil der Berater sonst im Knast landen könnte (laut eigener Aussage).

      FruchtigBunt wrote:

      Da mich diese Ungerechtigkeit total ohnmächtig fühlen lässt, ziehe ich mich erstmal zurück.

      So ging es mir auch. Nachdem ich die ganzen Akten durchgeblättert habe, brauchte ich ein paar Tage, um weitermachen zu können. Danke trotzdem!
    • QEASLE wrote:

      Aber genau die selbe Ärztin hat nach Einsicht der Zeugnisse eine neue Feststellung mit 30 geschrieben.
      Dann kann sie's nicht. Schlicht und ergreifend.

      QEASLE wrote:

      Der SoVD hat die Stellungnahme wohl, darf sie uns aber nicht zeigen, weil "ein Stempel" drauf ist.
      Der "Stempel" gilt nicht (ist nicht mit geltendem Recht kompatibel).

      Bei der Akteneinsicht dürft ihr schon den Bericht, den euer Kind betrifft, lesen.
      Also Akteneinsicht direkt beim Vers.-Amt beantragen.


      QEASLE wrote:

      ....dass das zweite Gutachten auf Basis Noten/Sozialverhalten diversen Gesetzen widerspricht.
      Tut's das ? Auch gut.
      Das ist aber nicht der springende Punkt !

      Auf Basis Noten /knappe Angaben zum Sozialverhalten kann man keine Stell.-nahme zu ASS abgeben, die das Papier wert ist.
      Jedenfalls bei den 08/15-Zeugnissen.

      Wenn der Schüler z.B. mit allen Kräften tagsüber durchhält und zu Hause zusammenbricht vor Erschöpfung, kommt das doch gar nicht im Zeugnis vor.

      Ein Schulzeugnis gibt nur über den Leistungsstand des Schülers/in Auskunft, sonst nüscht. :prof:
      Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie verboten :evil:
    • Capricorn wrote:

      Wenn der Schüler z.B. mit allen Kräften tagsüber durchhält und zu Hause zusammenbricht vor Erschöpfung, kommt das doch gar nicht im Zeugnis vor.
      Das passiert unserem Sohn: Jeden Tag, 14:00 Uhr. Wenn irgendwas in der Schule querlief, bekommt er einen riesen Ausraster. Steht zum Glück im Pflegegutachten... ist aber auch eigentlich nix wert, weil das Pflegegutachten nach unseren Angaben getätigt wurde.

      Capricorn wrote:

      Tut's das ? Auch gut.
      Ja, zum Beispiel bekommt unser Sohn Nachteilsausgleiche: Sein Schriftbild wird nicht bewertet, er darf aus dem Klassenraum, wenn es zuviel wird und seine sozialen Ausfälle (sagt den Mitschülern z.B. offen, das sie etwas nicht können) wird nicht berücksichtigt. Nachteilsausgleiche dürfen aber nach Nds. Schulgesetz in der Regel nicht auf das Zeugnis, sind also damit nicht aussagekräftig.

      Daneben steht in der VersMedV, dass von den GbBs nicht auf die Leistungsfähigkeit geschlossen werden darf, damit verbietet sich die Bewertung Noten-GdB meiner Meinung nach.
    • QEASLE wrote:

      ,.....dass von den GbBs nicht auf die Leistungsfähigkeit geschlossen werden darf, damit verbietet sich die Bewertung Noten-GdB....
      ...weil das ja nur die Umkehrung ist.

      ASS sind definitionsgemäß laut VersMedV "tief greifende Entwicklungsstörungen" und keine kognitiven Einschränkungen, jedenfalls nicht beim atypischen und beim Aspergerautismus.

      Ich würde das gebetsmühlenartig immer wieder kundgeben, so lange, bis sie's begriffen haben.
      Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie verboten :evil:
    • Zu guter Letzt: Dem Widerspruch wurde teilweise abgeholfen. Unser Sohn hat jetzt den Ausweis mit 50 und H, Rückwirkend bis kurz nach seinem 3. Geburtstag. Weiter zurück geht nicht, weil wir erst für den Zeitpunkt eine erste ärztliche Bescheinigung haben, das er "nicht normal" ist, was schließlich in die Autismus-Diagnose mündete.

      Das beantragte MZ B wurde nicht bewilligt, weil er, laut Gutachten, sich im "ÖPNV selber noch ausreichend sicher bewegen kann" (naja, wenn die meinen...)

      Im Gutachten wurde auch endlich darauf eingegangen, dass die guten Schulleistungen nicht die Anpassungsschwierigkeiten mindern.

      Eine Nachprüfung soll in 11 Jahren, wenn er 20 ist, stattfinden. Laut Bescheid soll dann nur ein neues Passbild eingeschickt werden, laut Gutachten eine Nachprüfung stattfinden. Bin mal gespannt.

      Der Widerspruch würde übrigens vom selben Versorgungsamt, aber einem anderen Sachbearbeiter bearbeitet. Das Gutachten des Amtes kam von einem Kinder- und Jugendpsychologen.

      Das Finanzamt hat den Ausweis kopiert und unsere Bescheide sollen geändert werden. Kam aber noch nichts.

      Das Schlimme: Habe jetzt den Antrag für meinen SBA eingereicht. Wird wahrscheinlich der selbe Bearbeiter machen. Hoffe nur, dass der nicht denkt: "Ah, der probiert's, da wollen wir gleich mal ablehnen!"

      Grüße!
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      @QEASLE
      Na, immerhin! Gratulation.
      Die rückwirkende Berechnung dauert bei unserem Finanzamt auch immer ein wenig lang, aber das wird schon noch.

      In unserem zuständigen Amt geht die Verteilung der Anträge nach Buchstaben des Nachnamens an immer die gleichen SachbearbeiterInnen. Ob die dies oder das denken, kann dir eigentlich Wurscht sein....mach' mal. Auch das wird schon noch!
      Viel Erfolg!
      Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie verboten :evil: