Unwillkommener Besuch, wie sage ich es der Person? (Sag ich überhaupt was?)

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    • Unwillkommener Besuch, wie sage ich es der Person? (Sag ich überhaupt was?)

      Sorry für den langen Titel, mir fiel kein kürzerer ein.

      Folgende Situation: Im August ist meine ehemalige WG-Mitbewohnerin K. mal wieder in der Stadt. Auf diesen Besuch freue ich mich eigentlich, aber leider hat K. vor, ihren neuen Freund mitzubringen. Hieße für mich, nix entspanntes Treffen mit einer alten Bekannten, sondern Stress in Form einer mir bisher unbekannten dritten Person. :?

      Wie kann ich K. sagen, dass ich ihren Freund bei unserem Treffen lieber nicht dabei haben will? Und das möglichst höflich verpackt (RW), damit sie nicht am Ende den Kontakt zu mir abbricht? Denn das fände ich sehr schade.

      - Das Einhorn mit dem Tippfehler ;) (ich wollte bei Benutzername eigentlich "Unicorn" eingeben, i und u liegen ja auf der Tastatur direkt nebeneinander)
    • Ich würde da nichts "verpacken" zumal ich ohnehin nicht weiß wie das geht ^^
      Einfach sagen, dass Du Dich mit Ihr alleine treffen möchtest, fertig.
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • Unucorn wrote:

      Wie kann ich K. sagen, dass ich ihren Freund bei unserem Treffen lieber nicht dabei haben will? Und das möglichst höflich verpackt (RW), damit sie nicht am Ende den Kontakt zu mir abbricht?
      Da trifft die alte RW zu, dass man kein Omelett machen kann, ohne Eier zu zerschlagen. Will heißen: Eine unangenehme Folge musst du wohl in Kauf nehmen.

      Möglichkeit 1: Du sagst deiner Bekannten ganz offen, dass du ihren Freund nicht sehen willst. (Die genaue Begründung, dass die Ursache in einem bei dir wohl noch nicht ganz sicheren Autismus liegt, würde ich eher unterlassen.) Risiko: Sie kündigt dir die Freundschaft.

      Möglichkeit 2: Du freust dich über das Treffen mit ihr und schluckst die Kröte (RW), dass da noch jemand dabei ist. Vielleicht ist der Typ ja gar nicht so schlimm. Risiko: Du bist nicht gut drauf, dir geht es vielleicht sogar schlecht.

      Eine diplomatische Lösung sehe ich nicht. Du musst abwägen, welche mögliche Folge für dich die schlimmere ist.

      PS: "Unucorn" hat etwas Originelles. Einhörner gibt's schon genug. Und Tippfehler sind irgendwie sympathisch. :)
      "Ein Buch muss Wunden aufreißen, ja sogar welche hervorrufen. Ein Buch muss eine Gefahr sein." (E. M. Cioran)
      In: ders., Ébauches de vertige. Gallimard 2006 (=folio 4100) (trad.: FM)
    • FrankMatz wrote:

      Eine diplomatische Lösung sehe ich nicht. Du musst abwägen, welche mögliche Folge für dich die schlimmere ist.
      So absolut sehe ich das nicht, da es insofern noch was zwischen Möglichkeit 1 und 2 gibt, wenn man die Form als eigene Möglichkeit nimmt bzw. je nachdem wie man Möglichkeit 1 verpackt, es diplomatisch sein kann. Ich würde da vorsichtig nachhaken, wie wichtig es ihr ist, dass ihr Freund dabei ist und im Anschluss daran, ob es möglich und für sie okay wäre, dass er nicht dabei ist, weil es dir schon irgendwie zuviel wäre bzw. dir lieber wäre wenn nicht. K wird dich ja auch ein wenig kennen und dann eventuell verstehen, wie du da tickst. Sollte sie dann trotzdem darauf bestehen, hast du immer noch die Wahl entweder Möglichkeit 1 zu fahren und zu sagen, ne nur wenn er nicht mitkommt oder Möglichkeit 2 das ganze zu schlucken.
    • Huhu,

      was heißt denn genau, dass sie in der Stadt ist? Handelt es sich um ihre Herkunftsstadt? Ist sie ein paar Tage dort oder kürzer? Wohnt sie in der Zeit bei dir oder z.B. bei ihren Eltern? Wollt ihr euch nur für einen Tag treffen? Je nach Ausgangslage würde ich unterschiedlich vorgehen.
      "in truth, only atoms and the void" Sean Carroll (paraphrased Demokritos)
    • @Kayt
      K. ist hier in der Stadt, wo wir zusammen in einer WG gewohnt haben und wo ich immer noch wohne. :) Sie bleibt ca. eine Woche und wohnt in der Zeit bei ihrer Oma. K. und ich (bzw. sie, ihr Freund und ich) werden uns wahrscheinlich nur an einem Tag dieser Woche sehen.

      Zodd wrote:

      . Ich würde da vorsichtig nachhaken, wie wichtig es ihr ist, dass ihr Freund dabei ist und im Anschluss daran, ob es möglich und für sie okay wäre, dass er nicht dabei ist, weil es dir schon irgendwie zuviel wäre bzw. dir lieber wäre wenn nicht. K wird dich ja auch ein wenig kennen und dann eventuell verstehen, wie du da tickst. Sollte sie dann trotzdem darauf bestehen, hast du immer noch die Wahl entweder Möglichkeit 1 zu fahren und zu sagen, ne nur wenn er nicht mitkommt oder Möglichkeit 2 das ganze zu schlucken.
      @Zodd
      Danke für den Tipp! :thumbup: :thumbup: :nod:
    • Danke für die Antwort. Dann könntest du sie fragen, ob es vielleicht möglich wäre, dass ihr Freund in der Zeit eures Treffens etwas mit der Oma macht oder in ein Museum geht ö.ä, weil du dich sehr freuen würdest, sie nach so langer Zeit erst einmal unter "vier Augen" zu treffen und du dich ansonsten gehemmt fühlst, wenn eine Person dabei ist, die du noch nicht kennst. Du musst ja nicht sagen, "Wenn dein Freund dabei ist, will ich dich nicht sehen". Vielleicht könntet ihr euch auch erst alleine treffen und den Freund noch später für die letzte Stunde dazu holen, für einen gemeinsamen Kaffee oder ein Eis oder so.
      "in truth, only atoms and the void" Sean Carroll (paraphrased Demokritos)

      The post was edited 1 time, last by Kayt ().

    • Unucorn wrote:

      Danke für den Tipp!
      Kein Problem gern geschehen, ich find deinen Namen übrigens auch witzig, unicorn wäre langweilig gewesen aber unucorn klingt wie der nahe, leider eher unbekannte und verpeilte und vielleicht gar ein wenig "abgerissene" Verwandte des Einhorns ;)

      Ich glaube in deinem Falle macht der Ton die Musik, die Frage ist wie gut kennt deine ehemalige Wg Mitbewohnerin dich, das ist ja immer sehr unterschiedich und wir wissen auch nicht wie sehr du dich verstellt hast. Ich hab mal zu einem Geburtstag eingeladen und es ist ja irgendwie üblich, dass man bis zu der Hälfte der Leute quasi nicht selber bestimmen kann, also das Partner irgendwie automatisch miteingeladen werden, aber bei dem hab ich explizit gesagt bitte ohne Partner (und das auch begründet, mir ging da nicht so gut und ich wollte nicht auch noch an meinem Geburtstag lauter Fremde um mich rum haben), was bei fast allen kein Problem war ( bis auf einer, die hatte damit kein Problem aber ihr Freund deswegen kam sie nicht und ja das hat die Freundschaft faktisch beendet, kann also auch passieren, da war der Freund aber auch super eifersüchtig und kontrollierend)

      Ich selber übrigens versuche nicht immer dabei zu sein, wenn sich meine Freundin mit ihrer Schwester trifft, gerade weil ich es für selbstverständlich halte, dass man sich auch mal unter vier Augen sprechen will.

      The post was edited 1 time, last by Zodd ().

    • Schwierig.

      Aus Sicht der Freundin könnte ich mir vorstellen, dass sie sich darauf freut, ihn dir vorzustellen. Sie mag ihn, sie mag dich, und sie fände es bestimmt schön, wenn ihr beide euch kennen lernen würdet.
      Wenn du dann nein sagst, hat das Kränkungspotential.
      Wenn die Beziehung der beiden anhält, dann stellt sich das Problem auch immer wieder, denn er wird ja mal wieder dabei sein, wenn sie kommt.

      Andererseits: Wie du schreibst, hattet ihr eine WG. Das heißt, sie müsste dich ja ganz gut kennen und wissen, dass du evtl. Probleme mit neuen Kontakten hast.
      Vielleicht kannst du darauf aufbauen? Etwas in der Art von "K., du weißt ja, für mich ist das schwierig ... ich habe mich auf Zeit mit dir allein gefreut ... bitte nimm es nicht persönlich..."
      Vielleicht kann man es ja so machen, dass er eine Zeit lang etwas alleine unternimmt und sie dann kurz bei dir abholt. Dann habt ihr beide euren gemeinsamen Nachmittag, und du lernst ihn trotzdem kurz kennen, dann ist der erste Schritt schon mal gemacht, und beim nächsten Mal wird es einfacher.

      Ich habe übrigens dasselbe Problem mit dem Mann einer guten Freundin - sie sind seit einigen Jahren zusammen, inzwischen verheiratet, und ich habe ihn noch nie getroffen, eben weil ich mit ihr sehr vertraut bin und nicht will, dass da ein (für mich) Fremder dabei sitzt.
      Ich gehe ihm aus dem Weg, ohne ihn zu kennen.. Sie akzeptiert das, aber je länger das Ganze dauert, umso dämlicher wird es für mich, irgendwann werde ich ihn ja doch kennen lernen. Ich kann mich aber einfach nicht überwinden. Blöde Situation.
      I have my books
      And my poetry to protect me
    • Mein Tipp ist, um die Freundschaft aufrecht zu erhalten, sich mit beiden zu treffen. Er ist ein wichtiger Teil ihres Lebens und sie möchte, dass ihr beiden an ihrer Beziehung zum jeweils anderen teilhabt. Ich denke, dass das die Freundschaft zwischen euch eher bestärken würde. Und dann wäre beim nächsten Mal vielleicht/hoffentlich wieder ein Treffen zu zweit möglich.
    • Wenn es eine gute Freundin ist, kannst du ihr doch sagen was dich bewegt?

      Wobei bei mir persönlich in dem Fall die Neugier überwiegen würde, und ich mir den Freund der Freundin dann schon ansehen würde.
      Life is now
    • FrankMatz wrote:

      Risiko: Du bist nicht gut drauf, dir geht es vielleicht sogar schlecht.
      Das wäre sie bei der Kündigung der Freundschaft wohl auch.
      Beides sind nicht gerade gute Aussichten.

      Ich würde es erstmal versuchen mit dieser dritten person, und danach wenn die wieder weg sind, der Freundin dann sagen ob sie das nächste mal bitte wieder allein kommen könnte, weil du dich mit noch mehr Leuten in der Wohnung unwohl fühlst, da zu hecktisch. Ich denke dafür hat jeder irgendwie Verständniss.