Berufliche Orientierung

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    • Berufliche Orientierung

      Hallo zusammen :)

      Mein Name ist Willi, ich bin 27 Jahre alt und brauche unbedingt Hilfe bei meiner beruflichen Orientierung da meine aktuelle berufliche Situation sehr unbefriedigend für mich ist und ich gerne wissen möchte wo der Weg für mich kurz - sowie langfristig hingehen kann.
      Ich habe die ersten 2 Teile des Textes vorne in einen Spoiler gepackt, darin sind nicht unbedingt relevante Informationen enthalten, ist mehr so eine Art ausführlicher Lebenslauf mit viel Informationen zu meiner seit 3 Jahren aktuellen Arbeitsstelle (WfbM). Wen es interessiert und die Zeit hat darf sich das gerne durchlesen :). Ansonsten einfach bei Teil 3 einsteigen, da geht es ausschließlich um berufliche Orientierung, mit den Fragestellungen “Welche Berufe könnten am Ehesten zu mir passen” und “Wo kann ich diese finden”. Auf jeden Fall schonmal ein dickes Dankeschön an jeden der sich die Zeit nimmt diese Zeilen zu lesen und noch mehr wer dann auch Rat weiß und äußert :).

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      Was ich bisher gemacht hab
      In der Grundschule war ich Klassenbester ohne dass ich etwas dafür tun musste, auf dem Gymnasium wurden die Noten linear immer schlechter, ich hab den Stoff einfach nicht mehr verstanden und demzufolge immer weniger für die Schule gemacht. Bin trotzdem ohne eine Klasse zu wiederholen bis zur 10 gekommen und da dann mit dem Hauptschulabschluss abgegangen. Wegen Depris und anderer Dinge dann nicht mehr in die Schule gegangen, die nächsten Jahre dann nur noch zuhause gewesen, 2013 dann auch in die eigene Wohnung gezogen. In der meisten Zeit hatte ich leider gar kein Interesse an Arbeit oder überhaupt groß was mit Menschen zu machen, es gab 2 Maßnahmen vom Jobcenter wo ich "anwesend" war, ein anschließendes Praktikum nach 2 Tagen abgebrochen, eine unterstützte Beschäftigung nach etwa 2 Monaten abgebrochen. 2015, in die inzwischen dritte Wohnung gezogen, ist mir das dann zuviel geworden im Sinne von zu wenig, den ganzen Tag zuhause am PC zu sitzen. Erstmal dann natürlich hilflos gewesen, hab bei verschiedenen Organisationen nachgefragt ob ich da freiwillig helfen könnte, komischerweise kaum Antworten bekommen. Dann bin ich zu einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM) gegangen die 5 Minuten von mir entfernt ist, gefragt ob ich da helfen könnte, habe der Dame auf Nachfrage auch gesagt dass ich Asperger-Autist bin und eine Hüftdysplasie habe und Sie hat dann gemeint ich könnte als Beschäftigter bei Ihnen arbeiten was dann auch relativ bald geklappt und wo ich dann März 2016 angefangen habe und heute noch bin. Bis dahin bin ich dann immerhin unter Leute gekommen und habe etwas Sinvolles gemacht indem ich meinen Führerschein gemacht habe.


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      Arbeit in der WfbM/aktuelle Situation
      Als ich dann dort angefangen habe hat mir die Arbeit erstmal richtig gut getan, erstmal nur mit 5/Stunden pro Tag gestartet. Ich hatte Struktur, war jeden Tag in der Woche unter Menschen, hatte mehr Geld zu Verfügung, eine warme Mahlzeit am Tag, eine Busfahrkarte bzw. nach ein paar Monaten als ich dann ein Auto hatte entsprechend Fahrgeld. Am Anfang steht die Arbeit dort noch eher im Hintergrund, es gab viele "Fortbildungen" und soziale Angebote, wie etwa dass man sich Montag und Freitag für 1-2 Stunden in der Gruppe hingesetzt und unterhalten hat. Kurz, ich war in der Anfangszeit da richtig glücklich, hatte Freunde mit denen man auch mal nach der Arbeit etwas gemacht hat und sogar meine erste Beziehung (welche aber "natürlich" nicht so gut verlaufen ist). Mit der Zeit ist die Arbeit dann aber mehr und mehr wichtig geworden und auch die Gruppenleiter wurden strenger, zwecks Praktikum bin ich dann für 6 Wochen in einen anderen Betrieb gegangen und von dort dann wieder in einen anderen wo ich dann bis fast heute war.

      Insgesamt gefiel es mir in der Werkstatt dann immer weniger. Nach 27 Monaten endet der sogenannte "Berufsbildungsbereich"(BBB), soziale Aspekte spielten schon lange kaum noch eine Rolle und Fortbildungen gibt es ab dann auch nicht mehr, man ist dann normal angestellt im "Arbeitsbereich". Die Arbeit ist natürlich einfach und man muss nicht Akkord arbeiten, ist ja nicht der 1. Arbeitsmarkt (entsprechend bescheidene Entlohnung), es gibt da Menschen die sitzen fast den ganzen Tag nur rum, machen Kreutworträtsel oder sind dauernd in der Pause. Ist alles auch in Ordnung so, dafür ist eine WfbM da und vielen Menschen hilft das die sonst nicht arbeiten könnten oder nur zuhause wären, ich will hier definitiv nicht die Werkstätten im allgemeinen in einem schlechten Licht dastehen lassen, nur meine eigenen, nachfolgenden Erfahrungen mit Ihr ware nicht so gut.

      Wie eventuell zu entnehmen bin ich vom Intellektuellen relativ gut aufgestellt (habe natürlich in anderen Bereichen meine Schwächen). Entsprechenden war die Arbeit für mich natürlich sehr einfach und mit der Zeit dann eintönig, unterfordernd, langweilig. Deshalb wollte ich raus aus der Werkstatt, was ich so grob wusste das ich kann und gerne machte sind Arbeiten am PC, Texte schreiben, also Richtung Verwaltung geschaut. Und das schon seit langer Zeit. Ab und zu hat es dann mal Stellen gegeben welche dann aber zu Stande gekommen sind weil die Werkstatt oder der Kooperationspartner es nicht organisiert bekommen haben. Immer wieder Hoffnung gemacht und enttäuscht worden. Und in der ganzen Zeit weiter in der Werkstatt gearbeitet und unzufrieden gewesen, mehr und mehr, bis zum heutigen Tag wo ich die Arbeit und viele Menschen dort fast schon hasse. Sie sagen immer wieder Sie möchten unbedingt Leute wie mich in ausgelagerte Arbeitsplätze oder auf den 1. Arbeitsmarkt vermitteln und geben auch zu dass es ein Unding ist dass ich immer noch dort bin (Gesamtzeit seit ich da "raus" möchte schon etwas 1 1/2 Jahre).

      Und den ganzen Spaß mache ich seit August 2018 auch noch in Vollzeit, Grund hierfür ist eine mögliche Ausbildung in einem Berufsförderungswerk (BfW). Ich hatte schon vor einiger Zeit einen Termin bei meiner Reha-Beraterin im Arbeitsamt gemacht und gesagt ich möchte gerne eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten in einem BfW machen. Sie hat dann eine ärztliche Untersuchung angeordnet und mir auch direkt gesagt 8 Stunden sind Pflicht, ich sollte also so schnell es geht auf 8 Stunden täglich hochgehen was ich dann auch sehr schnell getan habe, direkt von 5 auf 8 Stunden. Die ersten 2 Wochen komplett da aber dann wieder bis heute fast jede Woche Fehlzeiten mit AU. Habe dann einen neuen Termin von Ihr bekommen mit dem ärtztlichen Gutachten, da wurde gesagt aktuell besteht noch keine Arbeitsfähigkeit für den Arbeitsmarkt aber wenn ich mich einige weitere Monate in der Werkstatt in Vollzeit bewähre ist dem stattgegeben. Ich sollte mich nun also März diesen Jahres beim Arbeitsamt melden, eine Stellungnahme der Werkstatt mitnehmen und wenn diese positiv ist werden die weiteren Schritte Richtung Ausbildung eingeleitet, als da vor allem die berufspsychologische Untersuchung wäre die testet ob ich für den gewünschten Beruf fähig bin oder was sonst in Frage käme. Aufgrund meiner Fehlzeiten konnte ich mir das allerdings sparen.
      Seit einigen Monaten bin ich mich auch schon nebenbei am bewerben, worauf kommt dann im dritten Teil hier. Leider auch hier bisher keinen Erfolg gehabt, eine Stelle hätte ich haben können wo die Werkstatt aber nein gesagt hat, war aber Zeitarbeit und 10 Stunden Tage weshalb es vielleicht auch besser so war. Bei einer anderen habe ich immer noch keine abschließende Aussage aber sieht nicht danach aus dass ich die Stelle bekomme (oder es Sie überhaupt gibt). Ansonsten Absagen oder keine Antwort.
      Stand heute bin ich so gut wie raus aus der Werkstatt und seit 3, 4 Monaten wirklich nur noch sehr selten dagewesen, viele unentschuldigte Fehltage. Es hat in der Zeit 2 Gespräche beim LWL mit meinem Gesprächstherapeuten, meiner Ärztin sowie der Sozialarbeiterin von meiner Werkstatt gegeben. Es ging darum zu vermitteln, was in der Vergangenheitalles schief gelaufen ist und die Zukunfstperspektive. Das erste Gespräch verlief ergebnislos, beim zweiten Mal, wo ich dann auch deutlich gesagt habe dass ich nicht weiter hingehen werde wenn Sie mir keine andere Arbeit anbieten können, haben Sie mir eine Art Alternative angeboten, wo ich die halbe Zeit das machen kann was ich zurzeit suche und die andere Zeit würdei ch weiter dort arbeiten, allerdings auch an einem anderen Standort. Nun verlangen Sie aber dass ich erstmal wieder mindestens 2 Wochen am Stück hingehe und dann werden Sie vielleicht die Stelle für mich einrichten, und glaube nicht dass ich dazu bereit bin. Ich hab nach der ganzen Zeit soviel Frust und Enttäuschung angesammelt dass ich nicht glaube dass es da für mich weitergeht. Einzige Alternative im Moment ist nur noch ein neuer Arbeitsamtstermin sehr bald mit einer neuen “Kundenberaterin” wo ich Ihr das nochmal alles erklären werde, ansonsten hab ich nix und wäre wieder arbeitslos.



      Berufliche Orientierung
      Erstmal zu meiner schulischen Bildung, ich habe den Hauptschlussabschluss nach der 10. Klasse auf dem Gymnasium erlangt. In der Grundschule war ich sehr gut aber auf dem Gymnasium habe ich mit der Zeit immer weniger verstanden, aus welchen Gründen auch immer, und entsprechend wurden die Noten immer schlechter. Bin trotzdem bis zur 10 in einer Linie durchgekommen aber dann wegen Depris undso abgegangen und dann nicht mehr zur Schule. Vom Intellektuellen kann ich schon so einiges verstehen, ein ausführlicher IQ-Test hat auch mal ein Ergebnis über dem Durchschnitt geliefert, ich würde mich aber trotzdem nicht auf einer Uni sehen. Dementsprechend schauen wir hier ausschließlich auf Berufe mit Ausbildung oder ohne, aber nicht auf ein Studium. Davon ab, dass es Jahre dauern würde, erst den Realschulabschluss, dann das Abi nachzuholen und dann erst mit dem Studium anfangen zu können, glaube ich nicht, dass ich diesen Weg schaffen würde. Wenn ich den supermegatollen Beruf finden würde und wüsste dass ich Ihn auch ausüben kann, nur dann würde ich darüber nachdenken zu studieren. Ansonsten würde ich maximal den Realschulabschluss nachholen wenn nötig. Vordergründig suche ich aber natürlich nach Stellen die ich direkt mit meinem Hauptschulabschluss machen.

      Meine größte Einschränkung ist aber eine Körperliche, unzwar habe ich eine Hüftdysplasie und kann nicht am lange Stück gehen oder stehen weil ich dann starke Schmerzen bekomme. Egal wie interessant die Stelle klingt, wenn man da regelmäßig längere Zeit am Stück gehen oder, noch schlimmer, stehen muss fällt Sie leider kategorisch raus.

      Was ich sehr gerne mache und aktuell auch suche ist eine Arbeit wo ich Auto fahren kann. Das ist eigentlich das Einzige wo ich mit Sicherheit sagen kann dass ich die Tätigkeit machen möchte und kann. Viele sagen Auto fahren wäre stressig, für mich es aber eine entspannende Sache egal wieviel Verkehr ist. Das Straßennetz ist ein sicheres System, man weiß immer was man machen muss und sowas mag ich. Zudem sieht man viele Orte und Menschen ohne direkt mit Ihnen im Kontakt stehen zu müssen und diese beobachtende Haltung ist etwas das mir gefällt. Falls jemand Tipps hat wo außer im Internet ich noch nach solchen Stellen als Kurierfahrer suchen kann gerne her damit, ansonsten brauche ich in dem Bereich keine Hilfe. Nur weiß ich dass Auto fahren, so gerne ich das mache, nix ist was ich für den Rest meines Lebens machen möchte (oder kann), weshalb ich hier nach Alternativen suchen möchte. Vielleicht finde ich bald eine Stelle und könnte die für ein paar Jahre machen, aber auf lange Sicht sollte es schon etwas anderes. Und es sieht zurzeit auch leider nicht danach aus dass ich eine finde.

      Ansonsten ist es sehr schwer zu beschreiben was ich gerne mache, auch weil es teilweiße mit meiner Freizeit korreliert. In meiner Freizeit mache ich zum Beispiel oftmals die gleichen Sachen, gucke die immer gleichen Serien/Filme, spiele die gleichen Spiele auf die immer gleiche Weise, einfach wei ich mich dabei wohlfühle und es, wie bereits erwähnt, für mich ein sicherer Rahmen ist. Ich suche nicht etwas Neues und nicht die Herausforderung, ich suche etwas das mir gefällt, das einfach ist, und mache dann oft das Gleiche bis es mir dann noch irgendwann zu viel ist. Aber ein paar Monate später ist es dann wieder das Gleiche was wir Freude macht. In der Arbeit hingegen kann ich den immer gleichen, monotonen, langweiligen Quatsch nicht mehr machen. Ja, bei jeder Arbeit macht man mehr oder weniger das Gleiche, aber das sollte einem dann wenigstens ein bischen gefallen.

      Lange dachte ich auch Verwaltung wäre toll, aber nach einem Praktikum habe ich herausgefunden dass es mich so gar nicht interessiert, und ich möchte nicht für den Rest meines Lebens den ganzen Arbeitstag am PC verbringen und zuhause dann wieder am Rechner sitzen. Also somit fallen auch sämtliche Berufe am PC raus, wobei man für die Meisten eh studiert haben muss. Lediglich PC's zusammen zu bauen würde mich interessieren, also diese Tower halt, aber ich glaube dafür gibt es heute auch gar nicht mehr so den Markt und irgendwann gibts diese gar nicht mehr oder?

      Was ich eigentlich suche ist irgendwie von allem ein bischen bzw. so ein Mittelding. Ich möchte nicht den ganzen Tag mit Menschen zu tun haben aber auch nicht den ganzen Tag nur für mich sein. Nix extrem Einfaches machen wo man keinen Kopf für braucht (außer Fahren) aber auch nix wo man nur am denken ist. Nicht unbedingt 8 Stunden an der selben Stelle sitzen aber auch nicht die ganze Zeit unterwegs sein.
      Nachtarbeit kann ich gut vorstellen, 8 Stunden traue ich mir zu aber mit 6 Stunden wäre ich glaub ich glücklicher.

      Ich tue mich einfach schwer damit mich für etwas zu interessieren. In der Natur arbeiten, im Wald, an Bahnschienen, mit Windrädern, auf dem Meer, und all so Sachen würden mich theoretisch interessieren aber ich weiß nicht was es da für Berufe gibt und ich befürchte dass man da viel gehen und stehen müsste.

      Ich hab das jetzt alles vielleicht ein bischen ungeordnet niedergeschrieben, ich weiß einfach nicht was zu mir passen könnte. Ich denke mir immer da draußen gibt es den perfekten Beruf für dich nur wie soll man Ihn finden? Fragt einfach nach falls ich zu einem Schwerpunkt mehr sagen soll, oder schreibt ein paar Vorschläge nieder. Vielleicht hat manch einer nach dem Text eine ziemlich gute Vorstellung davon was für eine Person ich bin, findet sich vielleicht sogar wieder, und weiß ganz genau in welcher Richtung ich meinen “Traumberuf” finden kann. Vielleicht kann aber auch keiner damit was anfangen aber immerhin hab es versucht. Wenn jetzt hier nix bei rumkommt, weiß jemand vielleicht wo ich anderweitig Hilfe suchen kann, eine Berufsberatung, nicht unbedingt für Aspies, die wirklich sehr auf einen eingehen und dann versuchen das passende zu finden?

      So oder so, vielen vielen lieben Dank für eure Zeit und Hilfe!

      LG
      Vlysandor
    • Was mir als erstes einfällt:

      • Lokführer (sind hier im Forum sicher einige anwesend). Kommt natürlich auch noch etwas darauf an, wie gut du laufen und auf die Lok klettern kannst, aber dann ist es (fast) nur herum sitzen. Gibt es natürlich auch in Variationen (als Straßenbahn-Fahrer hast du mehr mit Menschen zu tun als als Güterzug-Fahrer). Nachteil ist hier der Schichtdienst
      • Kasse. Du bräuchtest einen Betrieb, bei dem du wirklich nur an der Kasse sitzen kannst. Da hast du dann allerdings viel Interaktion mit Menschen.
      • Fertigung / Endkontrolle von kleinen Waren. Hier sitzt du oft und schraubst den ganzen Tag die gleiche Ware zusammen / kontrollierst, ob sie gut aus sieht.
      • First-Level-Support / Call-Center. Die Leute rufen bei dir an und du gehst einfach nur eine Checkliste durch und leitest weiter, wenn es kompliziert wird.
      Wird schon Der einzige, der deinen Träumen im Weg steht, bist du.
    • Vlysandor wrote:

      Was ich sehr gerne mache und aktuell auch suche ist eine Arbeit wo ich Auto fahren kann.
      Taxi- oder Busfahrer? Vielleicht auch Trambahnfahrer, wo man ja auch im Straßenverkehr fährt? Lokführer muss man, je nach Geschäftsbereich, doch recht viel laufen, also wenn dir das Schmerzen bereitet, würde ich dir empfehlen, die Ausbildung auf jeden Fall im Personenverkehr zu machen. Allerdings weiß ich nicht, ob du mit einer Hüftdysplasie die körperliche Tauglichkeit hättest, und als Autist den Psychologen zu bestehen ist auch eine Herausforderung. Du könntest es vielleicht auch als Fahrdienstleiter versuchen.
      Dieser Beitrag wurde bereits 7 mal editiert, zuletzt von Abendstern (Vor einem Moment) aus folgendem Grund: Beitragsqualität runtergeschraubt - Man wird ja wohl noch blubbern dürfen...
    • Wie wär's denn mal mit was ganz anderem? Was hälst du von einem Job auf See? Im Maschinenraum z.B. Das kann abwechslungsreich sein. Da hast nicht mit so vielen wechselnden Menschen zu tun. Wie das mit dem körperlichen Anforderungen dort aussieht, kann ich aber leider nicht sagen. Und du kommst auch viel rum.
    • @Vlysandor

      An möglichen Berufen fallen mir im Fahrdienst ein: Ausbildung zum Straßenbahnfahrer oder Busfahrer. Ohne irgendein Amt, sondern bewirb dich auf eigene Faust. Da das meist öffentlicher Dienst ist, dürfte ein Schwerbehindertenausweis die Chancen erhöhen. Ich würde das aber nur machen, wenn du weißt, dass du da hin willst und motiviert bist. Deshalb empfehle ich ein Praktikum.

      Lastwagenfahrer werden händeringend gesucht, da gibt es Schulungen vom Arbeitsamt, die nicht so lange dauern. Die Arbeitsbedingungen sind in beiden Berufen vermutlich hart (Wochenend- und Nachtarbeit)

      Du könntest auch bei einem Zahntechniklabor Kurierfahrer werden oder beim Roten Kreuz Menschen (Schüler, Behinderte) transportieren. Da kommst du ohne Ausbildung rein und musst nicht am WE und nicht nachts arbeiten. Da kannst du dich meist als Minijob drauf bewerben. Gesucht wird da fast immer.

      Ich kann verstehen, dass es dich extrem frustriert, wie dieses Amt mit dir umgeht. Du kannst die Werkstatt jederzeit verlassen, aber ob man dir dann noch eine Ausbildung im BfW anbietet, hängt wohl stark vom Sachbearbeiter ab. Um zu beweisen dass du für eine Ausbildung Vollzeit arbeiten kannst, könntest du dir auch erstmal Vollzeit einen Hilfsjob (Fabrik) suchen und denen damit beweisen, dass du Vollzeit schaffst. Da die Ämter ja oft lahm sind, muss man sich vermutlich drauf einstellen, dass man das ein halbes Jahr bis Jahr beweisen muss.

      Überlege dir gut, ob du eine Ausbildung anstreben willst und wen du dafür brauchst. Bei privaten Eisenbahnbetrieben werden auch händeringend Lokführer gesucht. Da kämst du evtl ohne Amt an eine Ausbildung.
      Wenn du Unterstützung bei der Ausbildung brauchst, wäre BfW vermutlich sinnvoller.
    • FruchtigBunt wrote:

      Lastwagenfahrer werden händeringend gesucht, da gibt es Schulungen vom Arbeitsamt, die nicht so lange dauern.
      Lastwagenfahrer müssen sehr oft selbst laden / entladen. Das ist körperlich anstrengend.


      FruchtigBunt wrote:

      beim Roten Kreuz Menschen (Schüler, Behinderte) transportieren.
      Das gibt es auch bei vielen anderen Organisationen, die Leute für Fahrdienste suchen. Oft jedoch nur in Teilzeit, Befristet und mit schlechtem Gehalt.
      Wird schon Der einzige, der deinen Träumen im Weg steht, bist du.
    • Im Logistikbereich wird grundsätzlich richtig mies bezahlt und mit den Menschen umgegangen. Da zählt das Individuum nicht viel. Deswegen kommt die Schwarzarbeitsbekämpfung auch so oft bei denen vorbei, um die Arbeitsbedingungen zu prüfen. Das ist eine "Risikobranche".
    • Ich würde mir zuvor aber ein paar grundsätzliche Fragen stellen.

      Bei allem, was du bisher gemacht hast: Was hat dir da gefallen? Was hat dir nicht gefallen? Erträgst du den dauernden Kontakt mit Menschen, oder willst du eher für dich sein? Wie laut darf es sein?
      Bist du in der Lage, über eine längere Zeit acht Stunden täglich zu arbeiten, oder sollte es eher eine Teilzeitstelle sein? Hast du die Kraft für Wochenend- oder Nachtarbeit, oder sind geregelte Arbeitszeiten besser?

      Also nicht nur auf die Tätigkeit selbst schauen, sondern auch auf die Umstände, unter denen du arbeiten musst. Was ist ok für dich, was nicht?

      Was machst du, wenn du am Computer sitzt? Nur Spiele, oder programmierst du auch? Könntest du evtl. darauf aufbauen, z.B. durch Fernkurse?

      Hast du eine künstlerische Begabung, die du ausbauen könntest?

      Ich sehe auch noch eine grundsätzliche Schwierigkeit: Du bist überdurchschnittlich intelligent. Mit HSA ohne Ausbildung wird man dir aber immer nur einfache Tätigkeiten zuweisen. Die werden dann auf Dauer zu langweilig, weil dein Gehirn eigentlich mehr will.
      Deshalb: Inwieweit hättest du die Möglichkeit, dich fortzubilden? Es muss ja nicht Schule / Studium sein, es gibt alle möglichen Kurse, oder du machst es eigenständig mit Internet und Büchern. Alles, was du kannst, kann dir irgendwann nützlich sein. Und du hast noch viele Lebensjahre vor dir.
      I have my books
      And my poetry to protect me
    • Danke für eure Beiträge!

      Zum Thema Fahren: Ich kann Entfernungen und Längen in dem Bereich nicht gut einschätzen. Mit meinem kleinen Auto oder einem Sprinter ist alles bis auf einparken kein Problem, das kann ich auch mit Mühe aber nicht so gerne. So große Dinger wie Busse oder LKW könnte ich einfach nicht fahren. Zumindest was Bus fahren angeht ist das schade, das würde mich schon interessieren. LKW würde aber auch so nicht in Frage kommen, die Arbeitsbedingungen sollen da extrem schlecht schlecht sein.
      Andere Personen im Kleinwagen wie z.B. Taxi durch die Gegend zu fahren muss nicht sein, da wird meistens erwartet dann mit den Leuten zu reden und das mache ich überhaut nicht gerne. Apothekenfahrer oder so wäre super aber finde ich nicht.

      Bleibt das Zug fahren und das ist tatsächlich ein Punkt über den ich schon oft nachgedacht habe. Ich war mal auf so einer Infoveranstaltung inklusive "Eignungstest" den ich bestanden habe. Dort wurde allerdings vor allem ein Punkt genannt der mich abgeschreckt hat, nämlich dass der Beruf sehr stressig sei, wo ich eigentlich vom Gegenteil ausgegangen wäre was aber auch nicht das ganz Gelbe vom Ei wär. Ich kann mir vorstellen dass es anfangs sehr schwierig ist auf die ganzen Signale zu achten und immer die höchstmögliche Geschwindigkeit zu fahren wie mir dort erklärt wurde. Aber ich kann mir auch vorstellen dass man das nach einiger Zeit wie im Schlaf kann, ähnlich wie die Gangschaltung beim Auto, am Anfang kommt man überhaupt nicht darauf klar und bezweifelt dass man gelernt bekommt und später funktioniert es automatisch. Wenn das dann aber beim Zug fahren passiert stelle ich mir vor dass es doch ziemlich öde wird mit der Zeit immer nur die Landschaft zu sehen und die festgelegten Schienen langzufahren. So gesehen habe ich eigentlich keine Vorstellung wie der Beruf tatsächlich ausschaut und bisher lieber die Finger davon gelassen.
      Straßenbahnfahrer wäre wohl tatsächlich ein schöner Beruf, gibt es in meiner Stadt aber gar nicht. Ich würde den passenende Beruf natürlich auch umziehen aber kommt mir komisch vor mich da jetzt irgendwo ganz wo anders darauf zu bewerben.

      Kasse/Fertigung/Callcenter sind alles doch sehr eintönige Sachen. Eigentlich wäre etwas gänzlich anderes wie Thimor gesagt hat vielleicht genau das Richtige, aber ich weiß halt überhaupt nicht was das sein könnte, und ich habe die Befürchtung dass man bei den Meisten Sachen körperlich fit sein muss bzw. viel mit den Beinen unterwegs.


      @Bitteleise
      Gefallen hat mir fast nix davon, nicht gefallen was alles. Generell war die Arbeit langweilig, ständig das Gleiche wiederholend, allgemein macht mich die Produktion von den immer gleichen Sachen überhaupt nicht zufrieden. Ich will definitiv eher alleine sein aber nicht gänzlich. Laut sollte es auch nicht sein.
      Tatsächlich habe ich festgestellt das der Unterschied zwischen 8 und 5 oder 6 Stunden immens ist, Teilzeit wäre denke ich besser. Allerdings war ich bisher mit der Arbeit extrem unzufrieden, sollte ich eine finden die ok ist oder mir sogar Freude bereitet sind 8 Stunden vielleicht kein Problem mehr. Wochenend- oder Nachtarbeit sind überhaupt kein Problem, ich denke sogar dass die übliche Arbeitszeit jeden Tag von 8 Uhr mir überhaupt nicht liegt.

      Am Computer spiele ich nicht nur aber ich mache da trotzdem nix "Sinnvolles/Produktives", aus dem allgemeinen Desinteresse aus der Depri Zeit bin ich eigentlich nie rausgekommen. Ich interessiere mich hier und da mal für etwas aber vertiefe nix.

      Wie das mit der Intellegenz ist weiß ich selber nicht so genau, ich bin mit komplizierten Sachen genauso überfordert wie mit monotonen Sachen unterfordert. Also leicht sehe ich nicht als das Problem an, ich hab im Leben (leider) gelernt den Weg des kürzesten Widerstands zu gehen, problematisch ist es wenn es monoton, sich wiederholend und nicht interessant ist. Deswegen glaube ich dass ich da einen Mittelweg finden muss. Auto fahren z.B. könnte man wohl als langweilig und und uninteressant beschreiben, andere wiederrum als stressig, für mich trifft aber nix davon zu, ich hab einfach meine Freude daran!
    • Zum Zugfahren: Das ist Kinderleicht. (Keine RW. Ich kenne einen Fall von einem ca. 12 jährigen Kind, das eine S-Bahn im Planbetrieb mit allem drum und dran gefahren hat und pünktlich ans Ziel brachte. Ich bin auch schon mit 14 Straßenbahn / S-Bahnen gefahren)
      Wird schon Der einzige, der deinen Träumen im Weg steht, bist du.
    • Hallo,

      ich habe im Arbeitsamt vor langer Zeit einmal den RIASEC-Test von Holland gemacht (Explorix). Dieser Test ist psychometrisch gut bewährt, also kein Hokuspokus. Frage doch mal im Arbeitsamt, ob Du den Test dort machen kannst.

      Eine englische Kurzfassung findest Du hier: openpsychometrics.org/tests/RIASEC/ Man wird am Ende auf konkrete Berufsvorschläge weitergeleitet.

      Ansonsten fällt mir auf, dass Du sehr anschaulich schreiben und gut formulieren kannst. Das ist eine große Begabung, die auch nicht jeder hat.
    • @hundefreund
      Ok das Zugfahren selbst ist dann leicht, das hätte ich auch vermutet. Trotzdem meinte die Dame es wäre sehr stressig und in allen Artikeln die ich zum Thema "Lokführer Erfahrungen" finde, steht, dass der Beruf eine hohe Belastung mit sich bringt und deshalb trotz gutem Gehalt ein Mangel herrscht. Außerdem frage ich mich, wäre "normal" Zug fahren, wo man nur alleine ist und die Landschaft vor sich sieht, interessant genug? Die erste Zeit bestimmt aber jahrelang? Wäre natürlich toll in die Richtung zu gehen, eine Stelle zu finden wäre wohl kein Problem, man verdient gutes Geld (oder semigut wenn man in Teilzeit arbeitet, falls das geht), und mit Nacht- und Wochenendarbeit habe kein Problem. Aber wie gesagt, auf der einen Seite Stress und auf der anderen doch eine gewisse Monotonie, schrecken mich davor ab weiter in diese Richtung zu gehen. Zumindest soweit mein Bild von dem Beruf.

      @Schreiberling
      Ich hab den Test einmal gemacht kann, jetzt aber nicht wirklich etwas mit dem Ergebnis anfangen. Ich werde die Tage mal beim Arbeitsamt wegen dem Test nachfragen.

      Dankeschön =). Das hatte ich ganz vergessen zu erwähnen dass das eine meiner Stärken ist,, Deutsch war auch das Einzige Fach wo ich bis zum Schluss akzeptable Noten hatte, nur leider weiß ich außer Texte wie diese zu schreiben nix Sinnvolles damit anzufangen. Für's Schreiben kreativer Texte aller Art fehlt mir komplett die Konzentration, ich habe seit der Schulzeit kein Buch mehr gelesen.
    • Vlysandor wrote:

      Zum Thema Fahren: Ich kann Entfernungen und Längen in dem Bereich nicht gut einschätzen. Mit meinem kleinen Auto oder einem Sprinter ist alles bis auf einparken kein Problem, das kann ich auch mit Mühe aber nicht so gerne. So große Dinger wie Busse oder LKW könnte ich einfach nicht fahren.

      Vlysandor wrote:

      Bleibt das Zug fahren
      Du musst auch beim Zug fahren Entfernungen einschätzen können, vor allem beim Rangieren. Manchmal siehst du auch gar nicht, wie viel Platz du noch hast, das sagt dir dann jemand anderes.

      Vlysandor wrote:

      und das ist tatsächlich ein Punkt über den ich schon oft nachgedacht habe. Ich war mal auf so einer Infoveranstaltung inklusive "Eignungstest" den ich bestanden habe. Dort wurde allerdings vor allem ein Punkt genannt der mich abgeschreckt hat, nämlich dass der Beruf sehr stressig sei, wo ich eigentlich vom Gegenteil ausgegangen wäre was aber auch nicht das ganz Gelbe vom Ei wär. Ich kann mir vorstellen dass es anfangs sehr schwierig ist auf die ganzen Signale zu achten und immer die höchstmögliche Geschwindigkeit zu fahren wie mir dort erklärt wurde.
      Der Beruf ist so stressig, wie du dich stressen lässt. Im Allgemeinen ist es im Personenverkehr natürlich schlimmer, weil Fahrgäste mitunter sehr unangenehme Zeitgenossen sein können. Schwierig ist am Anfang alles. Im Personenverkehr hat man außerdem noch das Problem, dass man die Fahrzeiten genau einhalten muss, das macht es natürlich auch stressiger.

      Vlysandor wrote:

      Aber ich kann mir auch vorstellen dass man das nach einiger Zeit wie im Schlaf kann
      Das ist wieder eine der Herausforderungen - sich lange zu konzentrieren, auch wenn man müde wird.

      Vlysandor wrote:

      Wenn das dann aber beim Zug fahren passiert stelle ich mir vor dass es doch ziemlich öde wird mit der Zeit immer nur die Landschaft zu sehen und die festgelegten Schienen langzufahren. So gesehen habe ich eigentlich keine Vorstellung wie der Beruf tatsächlich ausschaut und bisher lieber die Finger davon gelassen.
      Da hilft nur ausprobieren. Wenn es einem irgendwann nicht mehr gefällt, kann man ja immer noch etwas anderes machen.

      Vlysandor wrote:

      Straßenbahnfahrer wäre wohl tatsächlich ein schöner Beruf, gibt es in meiner Stadt aber gar nicht. Ich würde den passenende Beruf natürlich auch umziehen aber kommt mir komisch vor mich da jetzt irgendwo ganz wo anders darauf zu bewerben.
      Wenn du es nicht tust, wirst du nie wissen, ob es was für dich gewesen wäre.

      hundefreund wrote:

      Zum Zugfahren: Das ist Kinderleicht. (Keine RW. Ich kenne einen Fall von einem ca. 12 jährigen Kind, das eine S-Bahn im Planbetrieb mit allem drum und dran gefahren hat und pünktlich ans Ziel brachte. Ich bin auch schon mit 14 Straßenbahn / S-Bahnen gefahren)
      Das ist der Knackpunkt. Im Regelbetrieb ist das vielleicht kein Problem, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass das 12jährige Kind in arge Bedrängnis gekommen wäre, wenn es mit Befehl aufs Gegengleis hätte fahren oder einen Zug hätte evakuieren müssen. Dann noch die ganzen Geschwindigkeiten, die man in verschiedensten betrieblichen Situationen beachten muss, und dann vielleicht noch eine Fahrzeugstörung, die zu beheben ist... Vom richtigen Verhalten bei Personen im Gleis ganz zu schweigen. Die IHK-Ausbildung dauert nicht ohne Grund drei Jahre. Man muss viel mehr lernen als nur einen Hebel nach vorne zu legen. Sehr viel mehr.

      Vlysandor wrote:

      Ok das Zugfahren selbst ist dann leicht, das hätte ich auch vermutet. Trotzdem meinte die Dame es wäre sehr stressig und in allen Artikeln die ich zum Thema "Lokführer Erfahrungen" finde, steht, dass der Beruf eine hohe Belastung mit sich bringt
      Naja, stell dir mal vor, irgendein *** hält es für eine gute Idee, sich vor einen Zug zu werfen. Abgesehen davon, dass Schienensuizid eh nicht "sicherer" ist als irgendeine andere Methode, ist das für den Lokführer eine der höchsten Belastungen, die ihn treffen kann. Manche steigen danach nie wieder auf eine Lok. Mit Leuten, die sowas machen, hab ich absolut kein Mitleid, völlig egal, wie depressiv oder was auch immer die waren.

      Vlysandor wrote:

      und deshalb trotz gutem Gehalt ein Mangel herrscht.
      Der Mangel herrscht vor allem deshalb, weil die Deutsche Bahn so schlau ( :irony: ) war, ihre selbstfahrenden Züge, die sie in wenigen Jahren auf die Schienen gestellt haben wollten, so hochzupreisen und den Beruf des Lokführers damit als zukunftslos abzustempeln. Und nun merken sie plötzlich, dass es doch noch ein paar Jahrzehnte dauern wird, bis das allgemeiner Usus wird, wenn überhaupt jemals, und jammern jetzt rum, dass keiner mehr Lokführer werden will :nerved:
      Dieser Beitrag wurde bereits 7 mal editiert, zuletzt von Abendstern (Vor einem Moment) aus folgendem Grund: Beitragsqualität runtergeschraubt - Man wird ja wohl noch blubbern dürfen...
    • Nur eine Idee, die ich mal in den Raum werfen will (RW):

      LKW-Fahrer für ein Transportbetonunternehmen. Das hat mein Onkel jahrzehntelang gemacht und früher bin ich in den Ferien oft mit ihm gefahren.

      Soweit ich das in den letzten Jahren verstanden habe (Zeitungsberichte bezogen auf die Logistbranche, die freiwillige Feuerwehr, etc. ) nimmt der Mangel an Fahrern mit LKW- Führerschein immer stärker zu*.

      Beim Transportbeton ist es ja so, dass man im Umkreis eines Standortes tätig ist. Es ist auch insofern interessant/ herausfordernd, weil man an den Lieferorten oft auch improvisieren muss und es auch fahrtechnisch knifflig werden kann. Man hat auch mit Menschen zu tun, aber in überschaubarer Dosis.

      *früher haben sehr viele den LKW- Führerschein während ihrer Bundeswehrzeit (Wehrpflicht) gemacht. Heute kaum noch jemand.

      Wie die genauen Arbeitsbedingungen (Gehalt, etc.) heute sind, kann ich nicht sagen.
      Of course I talk to myself! :nod: Sometimes I need expert advice. :prof:
    • Danke für eure Antworten.

      Ich war inzwischen beim Arbeitsamt, es war ein langes Gespräch mit allerdings wenig gutem Ergebnis. Ich werde zu einer berufspsychologischen Begutachtung eingeladen, wo geschaut wird wo meine Stärken und Interessen liegen und welcher Beruf dazu passt. Für eine Ausbildung, auch in einem Berufsförderungswerk, müsste ich Vollzeit arbeiten, was ich erstmal einige Monate in der Werkstatt beweisen müsste, aber aus schon genannten Gründen nicht möglich ist. Wäre ich arbeitslos und würde mit meinem Anliegen zu Ihnen kommen hätte ich wohl sogar bessere Karten, da die Arbeitsfähigkeit dann ja nicht anhand einer Tätigkeit festgestellt werden kann. Genau so hatte ich die Dame das auch gefragt, dass die Werkstatttätigkeit "für eine intellegente Person", die vor allem schon viel zu lange dort ist, kein guter Maßstab für die allgemeine Belastbarkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt ist, und eventuell sogar eher schaden kann, sieht Sie trotzdem nicht. Ich hatte gehofft eine andere Sachbearbeiterin wäre da offener für, kann natürlich auch sein dass Sie stirkte Vorgaben haben, in dem Fall sollte jemand aber mal das System überdenken. Das eine Arbeitsunterforderung für einige Personen auf lange Sicht schädlich sein kann verstehen manche Leute glaube ich einfach nicht, die sture Meinung Werkstatt ist der Arbeitsplatz mit den niedrigsten Anforderungen und wer das nicht schafft kann gar nix habe ich schon oft gehört. Oder wie sehen andere das?

      Ansonsten war noch eine Sozialarbeiterin bei dem Gespräch dabei welche die Aussage "Ausbildung geht nur in Vollzeiteit" angezweifelt hat und sich informieren wollte ob es tatsächlich so ist oder es Ausnahmen gibt und mir dann Bescheid gibt.

      Wegen dem Zug fahren habe ich 4 Unternehmen angeschrieben, mitgeteilt dass ich Interesse an der Tätigkeit hätte und um ein Infogespräch gebeten. Haben auch alle geantwortet, allerdings haben 2 direkt abgelehnt weil ich noch keine Berufsausbildung habe die anscheinend nötig ist für die 11-monatige Ausbildung, und die anderen beiden haben mir nicht wirklich weitergeholfen. Da die Leute anscheinend so dringend gesucht werden dachte ich das wäre einfacher an Infos zu kommen und wenn sich da jemand meldet der Interesse hat würden die Unternehmen mehr Entgegenkommen zeigen, dem ist wohl nicht so. Außerdem habe ich nochmal recherchiert und anscheinend gibt es hohe Durchfallquoten bei der Ausbildung, die 11 Monate Ausbildung wären wohl wirklich sehr intensiv, und da habe ich meine Zweifel dass ich das schaffen würde, auch wenn ich da vielleicht zu früh aufgebe.

      Zumindest auf der Arbeit gibt es Besserung, ich habe jetzt die Werkstatt wechseln dürfen und bin auf 6 Stunden runtergegangen und vorerst sieht alles gut aus. Neuer Standort, neue Leute, neue Arbeiten und relativ bald soll eine Fahrerstelle eingerichtet werden wo ich erstmal 1-2 Stunden pro Tag unterwegs wäre. Ich fühl mich da wohl und sitze so wenigstens nicht den ganzen Tag zuhause. Irgendwann wird die Arbeit auch dort langweilig werden und vielleicht werde ich wieder Probleme mit den Menschen bekommen, aber bis dahin habe ich vielleicht etwas anderes gefunden, ich hab auf jeden Fall Zeit gewonnen.

      Ansonsten, nach wie vor, wenn jemand eine Idee hat was passen könnte, gerne her damit, nur wie gesagt, nix wo man lange gehen oder stehen muss, das geht leider nicht und deshalb fallen viele Berufe kategorisch raus. Aber irgendwann finde ich vielleicht ja doch das Richtige.
    • Vlysandor wrote:

      Für eine Ausbildung, auch in einem Berufsförderungswerk, müsste ich Vollzeit arbeiten, was ich erstmal einige Monate in der Werkstatt beweisen müsste, aber aus schon genannten Gründen nicht möglich ist.
      Ich versteh das Problem nicht. Bewirb dich doch einfach und wenn du wo genommen wirst, dann können die dir doch nicht verbieten, die Ausbildung zu machen. Du bist von denen ja dann nicht mehr finanziell abhängig, oder?

      Vlysandor wrote:

      Haben auch alle geantwortet, allerdings haben 2 direkt abgelehnt weil ich noch keine Berufsausbildung habe die anscheinend nötig ist für die 11-monatige Ausbildung
      Für die Funktionsausbildung für Quereinsteiger wird normalerweise eine abgeschlossene Berufsausbildung als Voraussetzung verlangt, das stimmt. Aber wenn du die normale dreijährige IHK-Ausbildung zum Eisenbahner im Betriebsdienst machen möchtest, ist eine andere Ausbildung natürlich nicht nötig. Manche Unternehmen bilden allerdings nur Quereinsteiger aus, weil das nicht so lange dauert.
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    • So wie ich das verstanden habe, schon. Also in der Hinsicht, dass Sie eine Ausbildung in einem Berufsförderungswerk o.Ä. bezahlen. Natürlich könnte ich mich irgendwo bewerben, aber, abgesehen davon, dass ich aktuell nicht wüsste wo, bezweifle ich, dass ich bei meinem Lebenslauf genommen werde, außer irgendwo werden dringend Leute gesucht. In einem Berufsförderungswerk z.B. findet die Ausbildung in einem geschützten Rahmen statt wo mehr Rücksicht auf die Bedürfnisse der Menschen genommen wird. Man bewirbt sich auch nicht klassisch darauf sondern wird vom Arbeitsamt o.Ä. dahin vermittelt und eventuell muss man nicht die Qualifikationen haben wie für eine normale Ausbildung. Soweit mein Wissensstand, eine "normale" Ausbildung würde ich glaube ich nicht schaffen, und in Vollzeit schon gar nicht.
    • Ich stand letztes Jahr vor einem ähnlichen Problem, eine Ausbildung zu finden.
      Mein Lebenslauf war ziemlich gebrochen, habe mehrfach etwas angefangen und dann wieder abgebrochen, und dann gab es auch noch eine mehrjährige Pause, wo ich nicht arbeiten war. Also nicht gerade das, was man allgemein als "guten Lebenslauf" bezeichnen würde.

      Aber allein durch das "etwas anfangen" zeigt man ja, dass man am Ball bleibt, sich nicht unterkriegen lässt, neues ausprobiert, neue Wege geht, einfach nicht aufgibt. Eine Tätigkeit abzubrechen hat ja viele Gründe, und das muss nicht nur "Faulheit" sein, daher würde ich mittlerweile soweit gehen und sagen, dass es nicht schlimm ist, mehrfach etwas abgebrochen zu haben.
      Und dieses "stets neu anfangen" sagt dem Personaler ja eine Menge aus. Ich habe im Anschreiben auch direkt beschrieben, wie ich die "Pause" mit welchen Tätigkeiten wie gefüllt habe (in meinem Fall auch zum Berufsbild passend).

      Ein Geheimnis habe ich um AS nicht gemacht. (Habs im Lebenslauf erwähnt.)
      Wobei ich damit - entsprechend der Situation - offen mit umgehe und auch bei Bewerbungsgesprächen erwähnt habe. Vor allem ist da immer gut, wenn man aus der eigenen Perspektive die "Besonderheiten" erklären kann, die damit einhergehen. Für mich war halt immer wichtig, es einfach als Teil von mir zu sehen, als etwas, was mich ausmacht und mich als Person am Ende "einzigartig" macht, wie jeden anderen auch.
      Offenbar blieb da einiges hängen, denn am Ende hatte ich sogar die Wahl, wo genau ich eigentlich die Ausbildung anfangen wollte... :o

      (Hab mich dann einfach für das quasi "beste Gesamtpaket" entschieden, wo ich einfach das beste Gefühl hatte, und da bin ich nun. :) )
      Nichts beschleunigt Dich so sehr wie ein Linearmotor.