geplante Handlungen unbedingt ausführen müssen, Handlungen müssen "abgeschlossen" sein

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    • Emek wrote:

      Andererseits habe ich meinen Bus schon ein paar Mal verpaßt, weil ich eine Tätigkeit erst abschließen mußte. Ein Beispiel: Manchmal lese ich morgens noch etwas, z.B. Beiträge auf einer Website oder ein Kapitel eines Buches. Es kann vorkommen, daß ich mich beim nötigen Zeitaufwand verschätze, aber es fällt mir sehr schwer, vor dem geplanten Zeitpunkt aufzuhören (z.B. vor Kapitelende, mitten in den neuen Beiträgen statt beim letzten neuen...). Kann ich mich doch einmal dazu zwingen, mich "loszureißen" und zum Bus zu laufen, fühle ich mich gereizt und unausgeglichen und muß immer wieder an meine unterbrochene Tätigkeit zurückdenken.
      Das ist mir auch schon mehrmals passiert. Ich suche mir vorher auch immer die Zeiten raus, wann der Bus an der Haltestelle losfährt und wann ich von zu Hause dann losgehen muss. Wenn ich dann merke, dass ich noch Zeit habe, fange ich auch manchmal an, etwas zu lesen, weil es noch zu früh zum aufbrechen ist. Wenn ich dann aber mitten in einem Absatz oder Kapitel bin und eigentlich losgehen müsste, lese ich das auch manchmal bis zu Ende durch, weil ich das nicht zwischendrin aufhören kann und bin deswegen kürzlich auch fast zu spät zu einem Termin gekommen. Da bin ich zwar nicht mit dem Bus gefahren, sondern mit dem Rad, aber am Ende musste ich mich total abhetzen, weil ich das blöde Kapitel unbedingt zu Ende lesen musste.

      Auf der Arbeit hat das auch immer zu extremem Stress geführt, weil ich z. B. erst etwas zu Ende machen wollte, bevor ich nach Hause bin und wenn mich Kollegen unterbrochen haben bei der Arbeit bin ich sehr wütend geworden. Wenn z. B. das Telefon geklingelt hat, obwohl ich gerade kurz vor dem Abschluss einer Sache stand, hätte ich an die Decke gehen können (RW).


      Emek wrote:

      Ich mag auch keine großen Fensterfronten, weil ich mir dabei immer so exponiert vorkomme - vor allem, wenn die Fensterfront zur Straße oder zu einem Nachbarhaus o.ä. zeigt. Leider habe ich schon lange nicht mehr in einer Wohnung gelebt, die bloß einzelne Fenster hatte (anstatt von Fensterfronten mit 2-3 Fenstern in einer Reihe). Ich schließe dann die meiste Zeit über die Vorhänge, was aber auch keine optimale Lösung ist, da so nicht genug Sonnenlicht in die Wohnung kommt. Generell mag ich auch kleinere Zimmer und fände es eher unangenehm, in einem weitläufigen Loft zu wohnen.
      Das ist bei mir ähnlich. Ich hätte kein Problem wieder in einer 1-Zimmer-Wohnung zu leben, was der Mietmarkt hier aber nicht hergibt. In meiner alten Wohnung hatte ich alles in einem Raum. Ich habe in meiner neuen Wohnung probiert, in dem Raum zu schlafen, der als Schlafzimmer gedacht ist, aber ich fühle mich dann getrennt von den Büchern und allen anderen Dingen, die im Wohnzimmer stehen. Das Gefühl in diesem Schlafzimmer war in etwa so, als würde ich im Weltraum schweben ohne irgendeinen Kontakt (also dieses "verloren-Gefühl"). Ich fand das so schlimm, dass ich deswegen komplett im Wohnzimmer lebe. Andere Menschen finden das seltsam, dass ich mir das freiwiliig antue, aber es geht nicht anders.

      Irgendwie habe ich manchmal das Gefühl, dass ich nicht in mir selbst geerdet bin. Denn sonst könnte es mir doch egal sein, ob ich in meinem Schlafzimmer im Bett liege. Mein "Zentrum" ist dann aber sozusagen das Wohnzimmer und wenn ich da abends nicht drin bin, stimmt was nicht :?
      Ich habe gerade den Verdacht, dass meine ganzen Probleme wesentlicher komplexer sein könnten als gedacht, aber so langsam erkenne ich, dass das alles miteinander verwoben ist.

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    • Lefty wrote:

      FruchtigBunt wrote:

      Zusammengefasst könnte man sagen, dass Inflexibilität, Dinge zu Ende ausführen etc. Versuche sein könnten, seinen eigenen Körperbezug nicht zu verlieren.
      Oh! Meinst du? Ich muss mir alles nochmal durchlesen und darüber nachdenken. Das wäre ja ein Ding, wenn DAS die Antwort wäre!
      @Lefty
      Betonung auf "könnten" und unter Bezug auf meinen Beitrag Nr. 36. :nod:

      Ich habe keine Ahnung, ob diese Theorie stimmt. Ich mache mir halt viele Gedanken und stelle Theorien auf und versuche, Lösungen zu finden. Für mich klingt diese Theorie recht plausibel. Vielleicht ist sie wirklich eine Teilerklärung zumindest für meine Problematiken.

      Vorhin kam mir noch der Gedanke, dass es mir und Autisten im Allgemeinen möglicherweise nicht möglich ist, gleichzeitig (!) zu denken und (den Körper) zu fühlen. Ich hatte ja überlegt, ob mein mangelndes Gefühl der Verankerung meines Körpers im Raum daran liegen könnte, dass ich früher in Bezug auf meine spezielle Art der Wahrnehmung wenig adäquate Rückmeldung bekam (also nicht beachtet wurde bzw. in meinem Sein auch missverstanden wurde).
      Als weitere Erklärung (neben der fehlenden Rückmeldung) kam mir dann die Idee, ob diese mangelnde Verankerung im Raum auch damit zu tun haben könnte, dass ich entweder nur (den Körper) fühlen oder nur denken kann. Da ich 85 - 90 % (vermutlich noch viel mehr) meiner Wachzeit am Denken und Grübeln bin, geht vielleicht dadurch der Bezug zum Körper verloren? Ich vermute mal, dass "normale Menschen" ihren Körper spüren, wenn sie denken. Bei mir ist es eher so, dass ich entweder nur in meinen Gedanken bin und dann auch als vollkommen kopfgesteuert, rational und vernünftig und emotionslos rüberkomme. Oder aber ich werde sehr emotional und bekomme es mit meinem Willen nicht mehr hin, diese Ausbrüche zu steuern. Beides gleichzeitig (Denken/Wille UND Körperwahrnehmung/Gefühle im Körper fühlen) scheint nicht möglich zu sein. Vielleicht ist das auch ein Teil der Problematik.

      Könnte ich beim Denken trotzdem in meinem Körper sein, würde ich vielleicht nicht zwanghaft immer mehr denken, um den Bezug zum Körper wiederherstellen zu wollen. :roll:

      Somit müsste die Theorie vielleicht besser lauten


      FruchtigBunt wrote:

      Zusammengefasst könnte man sagen, dass Inflexibilität, Dinge zu Ende ausführen etc. Versuche sein könnten, seinen eigenen Körperbezug nicht zu verlierenwiederherzustellen
      Display Spoiler
      der aufgrund von fehlender adäquater Rückmeldung auf das eigene Anderssein bzw. aufgrund von Unfähigkeit, neben dem Denken auch zu fühlen, sich nicht entwickeln konnte.



      Das wäre eine richtig krasse Erklärung und würde diesen Teufelkreis erklären. 8o

      Ich müsste also denken und gleichzeitg fühlen können. :yawn:
      Am Ende liegt es wieder an den fehlenden Verbindungen der Gehirnbereiche und ich kann probieren so viel ich will, aber es nutzt womöglich nichst, weil mein Gehirn einfach matsche ist und diese beiden Bereiche eben dummerweise nicht verknüpft hat. :(

      Wenn jemand Ideen hat, wie man das hinbekommen kann, Denken und Fühlen zu vereinen, würde mich das sehr interessieren. Ich mache ja momentan Neurofeedback, wo man die Vernetzung von Hirnarealen gezielt trainiert könnte, aber die Vernetzung trainieren wir momentan noch nicht. Bei mir spinnen ganz andere Bereiche im Gehirn, so dass die Vernetzung wahrscheinlich nur das Sahnehäubchen wäre. :|

      Als Übungsideen zum Vernetzen von Denken & Körpergefühl kam mir nun:
      • immer wieder innehalten beim Arbeiten (z. B. schreiben etc.) und wahrnehmen: "Hat mein Körper Hunger?" (nicht darüber nachdenken, ob man etwas essen sollte etc., sondern das Körpergefühl erspüren). "Braucht mein Körper eine Pause?" (nicht darüber nachdenken, ob die Arbeit getan werden muss usw., sondern ob man selbst eine Pause braucht). <-- das wäre dann aus dem Denkzustand versuchen, den Körper wahrzunehmen
      • bei körperlicher Anstrengung (wenn man z. B. beim Radfahrern sich richtig auspowert) dann probieren zu denken. :lol: Ob der Tipp sinnvoll ist, weiß ich noch nicht. In der Praxis würde man beides dann vernetzen, aber mir erscheint es irgendwie wenig zielführend. Eigentlich ist es ja erwünscht, wenn man beim Radfahren z. B. in so einen Flow kommt und gerade nicht denkt. Aber vielleicht ist das ja für Autisten gerade nicht gut, weil sie eh viel zu oft in diesem Flow sind und bei vielen Dingen so abtauchen und darin aufgehen. :roll: <-- das wäre dann das Gegenteil vom obigen Beispiel, nämlich aus dem Körperzustand, das Denken betonen
      • Wenn man nach diesen zwei Prinzipien geht, könnte man noch weitere Beispiele sammeln.
      Ein Hinweis darauf, dass bei Autisten Denken und Körpergefühl schlecht vereinbar sind, könnten die Beispiele sein, wonach viele ja nicht gut Pausen machen können und sich deshalb bei der Arbeit sehr stressen und z. B. manchmal überhaupt nicht merken, dass sie Hunger haben oder auf die Toilette müssen. Das las ich jedenfalls schon öfters im Zusammenhang mit Asperger. Dass man so in einer Aufgabe abtaucht, dass man manches gar nicht mehr warhnimmt. Und zu diesem "manches" gehören wohl Außenreize (also den Bezug des Körpers zum Außen) genauso wie eigene Körpersignale.

      Mich berzeugt meine Theorie gerade sehr. :d :] :nod:

      Vielleicht ist dieses ganze "ich lerne mal, mich an die NT-Welt anzupassen" für mich wirklich Quatsch und ich muss besser mal lernen, wie ich neben dem ganzen Fokus auf meine Wahrnehmung und Informationen und meinem Denken wieder die Vernetzung zu meinem Körper hinbekomme. Vielleicht können dadurch zumindest diese dämlichen zwangsähnlichen Symptome abgemildert werden.
      Darüber hinaus könnte man dadurch insgesamt vielleicht belastbarer und stabiler werden, so dass man nicht permanent an der NT-Welt (passiert mir zumindest oft) verzweifeln würde.

      The post was edited 3 times, last by FruchtigBunt ().

    • Hier noch eine interessante Info von Wikipedia zur Sensorischen Integration (wobei es da wohl eher um die Integration von Sinnesreizen geht. In dem Zitat klingt aber auch dieses "sich im Raum verankern", "sich zu anderen Positionieren" an, was bei Menschen mit Autismus möglicheweise wirklich anders abläuft (z. B. motorische Ungeschicklichkeiten, manchmal kein Gefühl für angemessenenen persönlichen Abstand).

      Wikipedia wrote:

      Jeder Mensch braucht eine persönlche Sphäre. Bei den meisten Menschen ist dies ein Abstand von etwa 1,5 Metern. Sofern es möglich ist, halten die meisten diese Distanz ein. Nur wenn es sich nicht vermeiden lässt (im Aufzug, der U-Bahn, im Fußballstadion), dulden wir eine Unterschreitung dieser Distanz. Wird sie ungezwungen unterschritten, fühlen sich die anderen belästigt und reagieren unter Umständen aggressiv. Kinder mit sensorisch-integrativen Einschränkungen laufen manchmal nicht nur gegen Türrahmen, weil ihr Körperschema unterentwickelt ist, sondern rempeln auch andere Menschen an. Wer nur unzureichend spürt, wo er sich im Raum befindet, kann sich auch zu anderen nur schlecht in Beziehung bringen.
      Bei den vorgestellten Techniken der sensorischen Integration sehe ich aber irgendwie keine Verknüpfung mit dem Denken, sondern eher nur Übungen zum Wahrnehmen bzw. Aktivieren der einzelnen Sinnesreize, also mehr nur auf der körperlichen Ebene bzw. im Denken als reine Wahrnehmungs-Funktion.

      Mich interessiert dieses Stichwort "Körperschema" mehr, weil ich mir davon erhoffe, dieses "sich selbst im Raum verorten können" lernen zu können. Mal sehen, was ich dazu finde. Für heute ist es aber genug.
      Hier aber noch kurz der Wikpedia-Link: de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6rperschema
      Ich glaube, der Kreis schließt sich gerade. 8o Dann wäre die Körpertherapie doch mein Mittel. Eigentlich das, was ich schon immer irgendwie im Gefühl hatte, aber wegen Kosten nie machte und weil ich erst die "wissenschaftlich anerkannten Methoden" probieren wollte. Nun habe ich mein Bauchgefühl sozusagen untermauert. Vielleicht werde ich wirklich Körpertherapie machen. Dann bezahle ich eben 100 EUR pro Stunde. Wahrscheinlich bringt mir das 10x mehr als die Autismustherapie, wo ich mir bis jetzt anhören durfte, wozu Small-Talk gut ist und dass ich am Thema "Stress" arbeiten solle. :yawn:

      Ah, ist das spannend. Ich will das gerade alles wissen, leider übermüdet und zwanghaft. Interessanterweise scheint dieses Gebiet seit 1970/1980 nicht mehr wirklich beachtet worden zu sein. :roll: Aber vermutlich ist das der Zeitpunkt wo die kognitive Verhaltenstherapie ins Rollen kam und man glaubte, alles mit kognitiver Umstrukturierung erlenen zu können. :shake:

      The post was edited 6 times, last by FruchtigBunt ().

    • Was bei Zwängen hilft, besser mit diesen umgehen zu können, ist knallharte Konfrontation.
      Klingt erstmal komisch, aber das ist auch was in einer "Therapie" gemacht wird wenn man wegen Zwängen in Behandlung ist.
      Das ist definitiv nichts leichtes, aber das eine was man will ... (Rw).
      Grüße aus der Pegasus Galaxie. :)
    • Mir ist jetzt ein Gedanke gekommen: man kann diese Art Zwang, geplante Handlungen ausführen zu müssen, ja auch FÜR sich nutzen. Bei mir ist ein großes Problem, dass ich mich sofort unsicher fühle, wenn ich nicht weiß, was als nächstes ansteht. Wenn ich im "luftleeren Raum" schwirre, sozusagen. Ich hab mich immer viel von außen strukturieren lassen und sobald ich Frei-Zeit habe, die niemand für mich mit plant, überkommt mich Angst, solange ich nicht genau weiß, was ich als nächstes tue. Wenn ich mir jetzt einen Plan für diese freie Zeit mache, fühle ich mich sofort sicherer. Wichtig ist aber, dass das, was auf diesem Plan steht, auch etwas ist, was ich wirklich tun will, es muss einen Sinn für mich haben.

      Ich muss mir also Dinge überlegen, die mir gut tun und Dinge, die mir vielleicht erstmal nicht so sinnvoll erscheinen, die aber gemacht werden müssen, und denen dann Sinn GEBEN. Erst, wenn etwas Geplantes für mich sinnvoll oder genussvoll erscheint, dann kann ich es ausführen, ohne dass mir die Exekutive Dysfunktion im Weg steht.

      Und wenn ich so einen Plan dann habe, dann kommt es mir zugute, dass ich geplante Vorhaben oder Handlungen ausführen MUSS. Ich weiß dann, dass ich heute dies und jenes tun werde und fühle mich dadurch sicher.

      Oder wenn man sich etwas langfristiges vornimmt, auch dann kommt einem dieser Zwang zugute. Zum Beispiel hatte ich mir vor einigen Jahren mal vorgenommen, die Fastenzeit über keine Süßigkeiten zu essen. Ich wollte das wirklich von mir aus, und da kam mir dieser Fasten-zeit-rahmen gelegen. Als der Entschluss einmal gefasst war, hatte ich die ganzen 40 Tage lang überhaupt kein Problem damit, keine Süßigkeiten zu essen, es bestand keine Gefahr, dass ich den Plan breche, es war in meinem Kopf irgendwie auch wieder wie einprogrammiert bzw. das Programm "Süßigkeiten essen" war wie gelöscht - es kam in meinem Kopf überhaupt nicht vor.

      Ich denke, ich bin da auf einen guten Punkt gestoßen. Man muss diese Zwänge gar nicht unbedingt nur als etwas Negatives betrachten, sondern kann sie durchaus auch für sich arbeiten lassen.
    • @Lefty
      Diese Rigirosität, die du beim Thema 'Fastenzeit' schilderst, kenne ich auch. Ich habe mich vor allem als Kind und Jugendliche sklavisch an so etwas gehalten.
      Wenn das Ziel sinnvoll ist, helfen die Zwänge schon dabei. Ich muss aber z. B. besser aufpassen, auch zwischendurch innetuhalten, um zu überlegen, ob das Ziel weiterhin mit der Zwanghaftigkeit verfolgt werden soll, also lernen, einmal getroffene Entscheidungen auch wieder zu revidieren, wenn sie mir nicht mehr gut tun. Das fällt mir schwer. Denn wenn der Zwang an ist, ist das Bauchgefühl bei mir meist komplett im Schlafmodus. In meinem Fall finde ich es wichtig, dieses Fühlen immer wieder mit reinzubringen, aber ohne ist das Ziel wohl oft effektiver zu erreichen. Das ist bei mir so, glaube ich.

      Prinzipiell finde ich die Idee aber gut, Zwänge für sich 'arbeiten zu lassen' bzw. 'einzuspannen'.

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    • Es gibt einen möglicherweise interessanten Artikel zum Thema "Körperschema" in der Zeitschrift "Fortschritte der Neurologie Psychiatrie", Ausgabe 2018, Band 4, Seite 233 - 241, namens
      "Zum Zusammenhang zwischen Körperschema und sozio-emotionalem Verhalten bei umschriebenen Entwicklungsstörungen der Wahrnehmung und Motorik"


      Leider habe ich keinen Zugriff auf diesen Artikel, auch nicht über meine Bibliothek. Das heißt, es existieren irgendwo Forschungsergebnisse, die aber Normalsterbliche (sprich: nicht-wissenschaftliches Personal) nicht einsehen können, weil offenbar nicht für die Praxis geforscht wird, sondern für den Elfenbeinturm. Grandios. :sarcasm: Ich bin gerade sehr wütend. :x Ich möchte diesen Artikel einsehen. Hat jemand Ideen, wie man an diesen Artikel kommt, ohne sich zunächst als Psychologiestudentin einzuschreiben? :x


      In dieser Arbeit finden sich ab Seite 140 Erklärungen zum Körperschema, allerdings wenig praxisorientiert. Evtl. habe ich das Dokument schon einmal gepostet. Mir kommt es beim Lesen gerade bekannt vor.

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    • @FruchtigBunt Nein, dass du an den Artikel nicht rankommst, hat nichts mit dir zu tun, nimms mir bitte nicht übel, aber so ein bisschen paranoid wirkst du auch auf mich so langsam ;)
      Diese Fachzeitschriften zu abonnieren kostet oft extrem viel Geld, auch Universitäten können sich beileibe nicht jedes Abo leisten. Es geht da um Zehntausende für ein Jahresabo. Auch Professoren leiden unter diesem Problem massiv, v.a. wenn sie an Unis ärmerer Bundesländer sind. Und mal eben einen Kollegen um eine Raubkopie bitten geht auch nicht, da man als Wissenschaftler jede Woche zig Fachartikel liest, es geht also nicht mal eben um einen einzelnen Artikel....
      Also sieh dich als Opfer des Kapitalismus wie alle anderen, die Verlage verdienen sich dumm und dämlich daran :frown:
      Edit: Das :frown: -Smilie gilt nicht dir, sondern dem im zweiten Teil des Satzes geschilderten Umstand...
      Good bye :)

      The post was edited 1 time, last by Platypus ().

    • Okay, du hattest aber geschrieben, "hat nichts mit dir zu tun" - und diese Annahme kann ich da nicht rauslesen. Ich weiß nicht, ob es Paranoia ist, wenn man vermutet, dass ein Fachartikel nur Fachpersonal zugänglich ist. Ich würde eher sagen, es ist eine Vermutung, eine Annahme, die aber nicht auf Wissen beruht.
    • Platypus wrote:

      @Lefty Sie schreibt, sie ist wütend, und unterstellt, dass nur für den Elfenbeinturm geforscht würde, und die Ergebnisse Normalsterblichen im Unterschied zu Wissenschaftlern vorenthalten würden. Das ist schlicht falsch.
      Du hast doch oben selbst zugegeben, dass Interessierte und sogar Professionelle schlecht Zugang zu den Ergebnissen der Forschung erhalten. Das ist Fakt und überhaupt nicht falsch.

      Ich weiß nicht, ob du dir über diese Themen Gedanken machst, aber ich bin der Meinung, dass Wissen für alle frei zugänglich sein sollte. Zumal, wenn es sich um Bereiche wie Wissenschaft, Forschung und Gesundheit dreht. Wem nutzt das, wenn die Artikel in irgendeinem Archiv versauern, weil nur ein elitärer Kreis darauf Zugriff hat.

      Du kannst das ja meinetwegen hinnehmen, deshalb muss ich das noch lange nicht hinnehmen und mir auch nicht von dir unterstellen lassen, dass ich paranoid sei, weil ich mir wünsche, dass Wissen für alle Interessierten zugänglich wird.

      The post was edited 1 time, last by FruchtigBunt ().

    • @FruchtigBunt versuch es mal über sci hub. Ich bin gerade nur übers Handy online, aber über google solltest du die richtige Adresse finden. Dann dort (die Seite ist auf Russisch) die Adresse der Seite reinkopieren, von der du die Studie hast. Wenn es nicht schaffen solltest, versuche ich dir später vom Rechner aus zu helfen.
      "in truth, only atoms and the void" Sean Carroll (paraphrased Demokritos)
    • @Kayt
      Vielen Dank für den Tipp. Es ist eine verschlüsselte Seite von thieme (Verlag). Eigentlich sollte man mit den Zugangsdaten meiner Bibliothek das sehen können, aber es ist offenbar nur für wissenschaftliches Personal und nicht alle Bibliotheksnutzer freigeschaltet. Ich probiere es nachher. :thumbup:
    • Emek wrote:

      Ich bin dann auch sehr auf Uhrzeiten fixiert: Wenn ich weiß, daß ich z.B. um 9:30 Uhr den Bus nehmen muß, dann kann ich schwer früher losgehen und den um 9:15 nehmen, selbst wenn ich schon bereit bin.
      Andererseits habe ich meinen Bus schon ein paar Mal verpaßt, weil ich eine Tätigkeit erst abschließen mußte. Ein Beispiel: Manchmal lese ich morgens noch etwas, z.B. Beiträge auf einer Website oder ein Kapitel eines Buches. Es kann vorkommen, daß ich mich beim nötigen Zeitaufwand verschätze, aber es fällt mir sehr schwer, vor dem geplanten Zeitpunkt aufzuhören (z.B. vor Kapitelende, mitten in den neuen Beiträgen statt beim letzten neuen...). Kann ich mich doch einmal dazu zwingen, mich "loszureißen" und zum Bus zu laufen, fühle ich mich gereizt und unausgeglichen und muß immer wieder an meine unterbrochene Tätigkeit zurückdenken.
      Kenne ich auch beides. Wenn ich zu früh fertig bin und eine Bahn früher nehmen könnte, dann geht das nicht. Ich such mir dann eine Beschäftigung bis zu der Uhrzeit, zu der ich geplant habe, loszugehen. Dann wiederum kann das passieren, was du im zweiten Absatz beschreibst :lol: Ich hänge dann an etwas fest, z.B. Handyspiel oder Forumsbeitrag schreiben, gucke zwar auf die Uhr und stelle fest, dass ich los muss, aber ich MUSS das andere erstmal beenden und gehe dann zu spät los. Das ist mir öfters mal passiert. Aktuell hab ich mich aber besser unter Kontrolle, ich fange, wenn ich sehe, dass ich keine Zeit für eine Aktivität habe, diese gar nicht erst an sondern verschiebe sie auf später.