Ärztlicher Dienst von der Argentur für Arbeit - Erfahrungen?

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    • Windtänzerin wrote:

      Mark_Twain wrote:

      Was heißt "sollte"? Also bist du nicht. Dann ist doch die Tatsache, dass du nicht dort aufgenommen wurdest, doch kein Beweis dafür, dass du als erwerbsfähige Person in einer WfbM aufgenommen worden wärest.
      Ich wäre aber in der WfbM aufgenommen worden, wenn es mir da nicht viel zu laut und zu hektisch gewesen wäre und ich deswegen nach der Besichtigung nicht einen Rückzieher gemacht hätte. Hätte ich nicht den Rückzieher gemacht, wäre ich definitiv als erwerbsfähige Person in die WfbM gewechselt. Das war soweit schon alles zwischen dem Jobcenter und der WfbM abgeklärt.
      Ja, mag ja sein, dass du fast als erwerbsfähige Person in die WfbM aufgenommen worden wärest, aber dann wärest du wie gesagt - kraft Gesetz - fortan als voll erwerbsunfähig eingestuft worden.

      Gut, ich korrigiere aber die Wortwahl:
      von "dass die Erwerbsfähigkeit aufgehoben sein muss" zu "dass die Erwerbsfähigkeit aufgehoben wird". Läuft aber auf das Gleiche hinaus, entweder man ist es bereits oder man wird eben so eingestuft ab Aufnahme.

      Vielleicht ist das jetzt klarer.

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    • RegenbogenWusli wrote:

      Am Monatg habe ich einen Termin beim ärtzlichen Dienst für eine Begutachtung.
      Hat jemand Erfahrungen dazu was da gemacht wird? [...]
      Ich habe Angst das sie bei mir trotz vorhandener Diagnose den AS anzweifeln oder sowas.
      Aus meiner Erfahrung (Untersuchung Erwerbsfähigkeit auf Antrag Agentur f. Arbeit beim Antrag; mehrmals) kann ich nur sagen: "Ruhig bleiben, Stress vermeiden, locker durch die Hose atmen!" ;)
      Das dauerte jeweils vielleicht 20 - 30 Minuten. Dabei wird ein allgemeiner Gesundheits-Check gemacht (Blutdruck, Patellasehnenreflex, mit dem Stethoskop abhören, Fragen nach körperlichen Krankheiten, Zigaretten, Drogen, Alkohol, etc.). Also erster Ratschlag: Ziehe Klamotten an, die man leicht an- und ausziehen kann.
      Dann folgen noch ein paar Fragen zu Deinem psychischen Zustand. Normalerweise sollte der/ die untersuchende Arzt/ Ärztin schon eine Kopie Deiner ASS- Diagnose, etc. vorliegen haben. Im Prinzip fragt man nur nach/ bittet Dich zu schildern, warum Du nicht mindestens 3 Stunden täglich auf dem normalen Arbeitsmarkt tätig sein kann. Das war es dann auch schon. Letztlich wird da nur eine formale Vorgabe erfüllt (Du musst aufgrund einer internen Vorschrift untersucht werden).

      Aber, und das ist das wichtigste: Diese Ärzte sind Allgemeinmediziner! Sie sind keine Fachärzte. Sie werden auch nach 30 Minuten Untersuchung keiner Deiner durch Fachärzte/ Fachkliniken vorliegenden Diagnosen
      widersprechen!

      RegenbogenWusli wrote:

      Bei der Arbeitsargentur. Ich wusste nicht das es mehrere ärtzliche Dienste gibt XD
      Ja, die sind unterschiedlich. So wird man z.B. von der Rentenversicherung zu einem niedergelassenen Facharzt geschickt und da können auch die Tests etc. umfangreicher sein und die ganze Untersuchung länger dauern.

      RegenbogenWusli wrote:

      Das klingt nach sehr viel, machen die das an nur einem Tag? Wie lang hat das ungefähr gedauert?
      siehe oben: 20 - 30 Minuten, das wars.
      Of course I talk to myself! :nod: Sometimes I need expert advice. :prof:
    • RegenbogenWusli wrote:

      Ja darum muss ich wohl da hin. Ich stelle mir schon seit längerem die Frage wie die sich das vorstellen, also was man unter mehr als 3 Stunden täglich auf dem 1. Arbeitsmarkt versteht und wo man die Sache abgrenzt.
      Ich bin mir nicht sicher, ob ich die Frage richtig verstanden habe, aber die wollen wohl wissen, ob du es psychisch und physisch schaffen würdest, bei einer 5-Tage-Woche jeden Tag mindestens 3 Stunden oder mehr (also 3 Stunden, 6 Stunden, 8 Stunden bzw. alle möglichen Arbeitszeiten über 3 Stunden) in einer normalen Firma (also keine Werkstatt für behinderte Menschen und kein Integrationsbetrieb oder ähnliche geschützte Projekte) zu arbeiten.

      Wie sie das genau rausfinden wollen, weiß ich nicht, aber ich denke mal, dass man dann Fragen gestellt bekommt und die einen konkret sowas fragen wie "Wie viele Stunden können Sie denn täglich arbeiten?" Dazu ist es vermutlich hilftreich, wenn man sowas sagt wie "im Praktikum XY habe ich gemerkt, dass ich schon nach 2 Stunden keine Energie mehr hatte und fast zusammengebrochen wäre".
      Ich glaube, dass es auch spezielle Maßnahmen gibt, wo man in einem Probebetrieb herausfinden kann, wie lange man täglich arbeiten kann. Das nennt sich "Berufliches Trainingszentrum". Vielleicht kann man auch konkret darum bitten, in so einem Trainingszentrum herausfinden zu können, wie lange man täglich durchhält. Ich bin mir aber nicht sicher, wie sinnvoll das ist.

      Wenn du dann einen Wert von unter unter 3 Stunden nennst, und z. B. sagst "ich schaffe es höchstens, täglich 2,5 Stunden zu arbeiten in einer normalen Firma", dann liegst du ja unter diesen 3 Stunden und die werden dich sicherlich als erwerbsunfähig einstufen. Sagst du "ich könnte mir vorstellen, täglich mindestens 6 Stunden in einer normalen Firma zu arbeiten" liegst du über den drei Stunden und wirst als erwerbsfähig eingestuft.

      Falls ich die Frage falsch verstanden habe, bitte die einfach gehaltenen Ausführungen ignorieren.

      Es ist wichtig, dass du nicht sagst "ich könnte BIS ZU ... Stunden arbeiten", weil die ja wissen wollen, was du auf jeden Fall jeden Tag IMMER schaffst, also du musst es wohl so formulieren, dass du sagst "ich könnte MINDESTENS ... Stunden arbeiten".

      Da du ja schon an die Werkstatt gedacht hattest, wäre es vielleicht ganz sinnvoll zu sagen, dass du dir auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nicht vorstellen kannst zu arbeiten, so dass es darauf hinausläuft, dass du auf dem Papier nur noch weniger als 3 Stunden auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten könntest (und der Realität 0 Stunden) und dann in die Werkstatt darfst.
      Wenn du in eine Werkstatt willst, solltest du das wirklich konkret sagen. Nicht, dass die dich dann in irgendwelche Umschulungsmaßnahmen stecken, die dir viel zu viel sind.
      Ich denke, dass ganz einfache Tätigkeiten auf dem ersten Arbeitsmarkt gegenüber einer Werkstatt den Vorteil hätten, dass du mehr verdienst (aber bei der Werkstatt ist Lebensunterhalt und Wohnung wohl auch abgesichert). Die Werkstatt hat den Vorteil, dass du da nicht gefeuert wirst, wenn du wegen psychischer Probleme mal erkranken solltest und dass man da für Probleme mehr Verständnis hat. Ich könnte mir denken, dass die Werkstatt wesentlich stressärmer für dich wäre. Ich hoffe, dass es nicht zu anmaßend ist, aber ich habe schon so viele schlechte Erfahrungen mit den Mitarbeitern bei den Ämtern gemacht, dass ich es wichtig finde, wenn man vorher weiß, was auf einen zukommt und dann entsprechend überlegen kann, worauf man hinarbeiten will.


      RegenbogenWusli wrote:

      und sie das Schreiben dafür noch vor ihrem Urlaub abgeben will damit es damit schnell weiter geht.
      Ich sehe sie aber erst nächsten Monat wieder.
      Ich habe vergessen, wann du den Termin bei diesem ärztlichen Dienst hast, aber ich denke, dass es sehr sinnvoll sein könnte, dieses Schreiben vorher bei der Ärztin telefonisch anzufordern oder schriftlich und dazu sagen, dass du das dringend für den ärztlichen Dienst brauchst.


      RegenbogenWusli wrote:

      ich kann meine probleme + Lebenslaufbahn nicht mal eben so erzählen
      Den Lebenslauf würde ich auf jeden Fall schriftlich verfassen und denen vorlegen. Auch die Probleme könntest du schonmal stichpunkthaft aufschreiben. Das nimmt vermutlich den Druck beim Termin.

      Ich glaube, du solltest auf die Frage "Motivation für weitere Ausbildung vorhanden?" nicht sowas wie "Nein, ich bin nicht motiviert dazu" antworten, sondern sowas wie "ich würde ja gerne, aber ich schaffe es wegen meiner psychischen Probleme nicht mehr." Sonst könnte es passieren, dass die dich als arbeitsunwillig einstufen. Ich weiß, dass das für Menschen mit ASS sehr schwer möglich ist, weil das schon taktierend ist. Aber meiner Erfahrung nach denken die Leute selten mit und werden die Offenheit einer Antwort auf diese Frage nicht mit dem Autismus in Verbindung bringen und einen dann für faul oder noch Schlimmeres halten.

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    • Digital_Michael wrote:

      Im Prinzip fragt man nur nach/ bittet Dich zu schildern, warum Du nicht mindestens 3 Stunden täglich auf dem normalen Arbeitsmarkt tätig sein kann. Das war es dann auch schon.
      Aber das würde ja bedeuten, dass das Ergebnis "Erwerbsunfähigkeit" schon vorher feststeht bzw. anvisiert wird. 8o Sollte der Termin nicht ein offenes Ergebnis haben?
      Es gibt ja auch Fälle, wo Leute dorthin geladen werden, weil sie nur behaupten, nicht mehr arbeiten zu können, aber noch sehr wohl mehr als 3 Stunden täglich auf dem 1. Arbeitsmarkt arbeiten können. Bei diesen Menschen wird der Ärztliche Dienst dann vermutlich ein anderes Ergebnis anvisieren.

      Wenn man sich vorher überhaupt nicht kundig gemacht hat, kann es ja total schnell passieren, dass man auf diese gezielt lenkende Frage erwartungsgemäß (so wie es erwünscht ist) reagiert und sich dann selbst Argumente überlegt, warum man nicht mehr als 3 Stunden täglich arbeiten kann, aber gar nicht darüber nachdenkt, ob man vielleicht doch mehr als drei Stunden täglich arbeiten könnte. Mir könnte das durchaus passieren (nicht bei diesem Beispiel, weil ich da wüsste, auf was die hinauswollen, aber wenn man mir eine Frage so vorgeform präsentiert und ich unter Stress stehe, kann es sein, dass ich unfähig bin, die eigentliche Frage überhaupt zu hinterfragen). Dann suche ich Argumente für Dinge, die ich eigentlich so gar nicht mittragen kann. Aber weil die Frage war, die Argumente dafür zu nennen, würde ich eben nach Argumenten suchen (mal ganz überspitzt formuliert).
    • FruchtigBunt wrote:

      Aber das würde ja bedeuten, dass das Ergebnis "Erwerbsunfähigkeit" schon vorher feststeht bzw. anvisiert wird. Sollte der Termin nicht ein offenes Ergebnis haben?
      Bei mir war das höchstwahrscheinlich so. Aus allen meinen fachärztlichen Begutachtungen ging schon hervor, dass ich sicher nicht wegen meiner sozialen Schwierigkeiten mehr als 3 Stunden auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt erwerbsfähig bin. Und die hatte die Ärztin (Allgemeinmedizinerin) gelesen. Also war es wirklich nur eine Formsache, bei der ein beamteter/ staatsbediensteter Arzt ihren "Prinz Willhelm" (= Unterschrift) unter das richtige behördliche Formular setzt.
      Of course I talk to myself! :nod: Sometimes I need expert advice. :prof:
    • Digital_Michael wrote:

      FruchtigBunt wrote:

      Aber das würde ja bedeuten, dass das Ergebnis "Erwerbsunfähigkeit" schon vorher feststeht bzw. anvisiert wird. Sollte der Termin nicht ein offenes Ergebnis haben?
      Bei mir war das höchstwahrscheinlich so. Aus allen meinen fachärztlichen Begutachtungen ging schon hervor, dass ich sicher nicht wegen meiner sozialen Schwierigkeiten mehr als 3 Stunden auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt erwerbsfähig bin. Und die hatte die Ärztin (Allgemeinmedizinerin) gelesen. Also war es wirklich nur eine Formsache, bei der ein beamteter/ staatsbediensteter Arzt ihren "Prinz Willhelm" (= Unterschrift) unter das richtige behördliche Formular setzt.
      Ah okay, das verstehe ich. Dann darf ich daraus keine Allgemeingültigkeit ableiten.
    • Windtänzerin wrote:

      Mark_Twain wrote:

      Was heißt "sollte"? Also bist du nicht. Dann ist doch die Tatsache, dass du nicht dort aufgenommen wurdest, doch kein Beweis dafür, dass du als erwerbsfähige Person in einer WfbM aufgenommen worden wärest.
      Ich wäre aber in der WfbM aufgenommen worden, wenn es mir da nicht viel zu laut und zu hektisch gewesen wäre und ich deswegen nach der Besichtigung nicht einen Rückzieher gemacht hätte. Hätte ich nicht den Rückzieher gemacht, wäre ich definitiv als erwerbsfähige Person in die WfbM gewechselt. Das war soweit schon alles zwischen dem Jobcenter und der WfbM abgeklärt.
      Man kann in die WfbM kommen, wenn es am allgemeinen Arbeitsmarkt keine Beschäftigungsmöglichkeit gibt. Dann spielt die leistbare Stundenzahl keine Rolle. In der Werkstatt ist ja auch Vollzeit.
    • FruchtigBunt wrote:

      Ich hoffe, dass es nicht zu anmaßend ist, aber ich habe schon so viele schlechte Erfahrungen mit den Mitarbeitern bei den Ämtern gemacht, dass ich es wichtig finde, wenn man vorher weiß, was auf einen zukommt und dann entsprechend überlegen kann, worauf man hinarbeiten will.
      Ja genau deswegen stelle ich auch all diese Fragen, eben wegen vorher gemachten schlechten Erfahrungen, die mir damals schon so viel Lebenskraft genommen haben. Man muss sagen das ich seit 10 jahren nicht mehr versucht habe bei einem Amt hilfe zu holen. Aber das lag auch sehr viel daran das niemand da war der mir da hätte helfen können.

      Das was du oben erklärt hast ist aber ganz gut, das hilft mir schon sehr viel weiter.
      Ich kann das mit den Stunden nur schwer abschätzen, ich kann sagen das ich in meinem letzten Job (der einzige wo es kein Praktikum sondern ein echter Vertragsjob war) nur ca 2 Stunden (offiziell sogar nur 1,5) gearbeitet habe, und mit hin und rückfahrt war ich da auch den halben Tag weg, das fand ich okay und angenehm, da ich auch für mich arbeiten durfte, mir keiner vorschrieb wie ich meine Arbeit aufteile obwohl es natürlich auch eine Vorlage gab was ich zutun hatte. Das war der Essens-austeil-job an der Grundschule. das einzige was mich dort stresste waren die gelegentlichen Mehraufwandarbeiten wenn die Lehrerinnen nach meiner Arbeit noch mit den Kindern gekocht haben und die Küche dann voller dreckigen Geschirr war, den ich am nächsten Tag wegmachen musste und nicht in meiner Planung mit drinn war, und somit weniger Zeit für die eh schon knapp gespannten Sachen war. Überstunden machte ich dort ja eh schon jeden Tag.
      Dieser Job war nur möglich weil es eh schon extrem wenig war was ich dort machte. In den Praktikumsjobs habe ich immer vollzeit 8 Stunden gearbeitet mit Pausen für Mittagessen aber ich spürte zwischendrinn immer wieder so tiefs wo ich dachte das es ansträngend ist, und besonders so 1-2 Stunden vor Feierabend konnte das öfter mal sehr ermüdent werden, da denke ich auch manchmal das das zu viel ist, vorallem wenn man darüber nachdenkt das für Jahrzehnte zu tun. Ich frage mich dann oft wie andere das aushalten.
      An manchen Tagen ging das aber man hat ja manchmal Tage an denen man mehr Energie hat. Damals war ich anfang 20 bzw 18-20 und man sollte meinen das man da viel Energie hat.
      Ih habe in diesen Jobs selten was anspruchsvolles gemacht, meist nur sauber gemacht, aufgeräumt, Sachen sortiert, Sachen für andere gebracht, eingekauft oder ähnliches und mal den anderen über die Schulter geschaut und assestiert. Es war halt nur Praktikum aber man hatte halt immer was zutun, auch wenn es nur so kleine Sachen waren die andere nebenher zusätzlich noch tun.


      FruchtigBunt wrote:

      Ich habe vergessen, wann du den Termin bei diesem ärztlichen Dienst hast, aber ich denke, dass es sehr sinnvoll sein könnte, dieses Schreiben vorher bei der Ärztin telefonisch anzufordern oder schriftlich und dazu sagen, dass du das dringend für den ärztlichen Dienst brauchst.
      Ich weiß leider nicht ob meine Ärztin jetzt im Urlaub ist oder nicht aber den termin hab ich schon nächsten Montag um 8uhr morgens.
      Ich könnte denen aber sagen das sie empfolen hat den SbA zu beantragen und das der EUTB meinte das eine WfbM für mich gut funktionieren könnte, weil ich schonmal was ähnliches gemacht habe was gut geklappt hat. Das war damals nur noch in dem heim und nannte sich Beschäftigungstherapie aber im grunde war es auch arbeiten, nur eben in einem geschützen Rahmen mit anderen Menschen mit Behinderung und halt einfache Tätigkeiten.


      FruchtigBunt wrote:

      Ich glaube, du solltest auf die Frage "Motivation für weitere Ausbildung vorhanden?" nicht sowas wie "Nein, ich bin nicht motiviert dazu" antworten, sondern sowas wie "ich würde ja gerne, aber ich schaffe es wegen meiner psychischen Probleme nicht mehr."
      Ja das hatte ich so in etwa auch vor. Das das andere blöd klingt weiß ich. Es ist auch nicht so als hätte ich mir nie gewünscht eine Ausbildung zu machen, aber je älter ich werde, desto mehr begreife ich was man dafür können muss und ich sehe das ich da einfach nicht die Kraft dafür habe. Am meisten würde mich das Lernen belasten, abgesehen davon das ich in normalen Firmen eh schon mit den Leuten da nicht klarkomme und diese sozialen Probleme kann ich einfach nicht mehr brauchen.


      FruchtigBunt wrote:

      Aber meiner Erfahrung nach denken die Leute selten mit und werden die Offenheit einer Antwort auf diese Frage nicht mit dem Autismus in Verbindung bringen und einen dann für faul oder noch Schlimmeres halten.
      Ja das ist es auch wovor ich am meisten angst habe. Die scheinen generell gern mit "Ach kommen Sie das schaffen Sie schon" zu kommen, weil sie sich die Probleme die man hat selber nicht vorstellen können.


      FruchtigBunt wrote:

      Es gibt ja auch Fälle, wo Leute dorthin geladen werden, weil sie nur behaupten, nicht mehr arbeiten zu können, aber noch sehr wohl mehr als 3 Stunden täglich auf dem 1. Arbeitsmarkt arbeiten können. Bei diesen Menschen wird der Ärztliche Dienst dann vermutlich ein anderes Ergebnis anvisieren.
      Solche Leute gibt es bestimmt auch, ja. Aber haben die denn überhaupt Diagnosen für irgendwas?
      Ich vermute das man auch ohne welche sich dort melden kann, aber ohne Diagnosen gibt es nur den eigenen Bericht und den glauben sie vermutlich weniger wenn keine Diagnose da ist, die die Schilderungen stützen kann.

      In meinem Fall kann ich sagen das ich nunmal die Diagnose habe, und die hätte ich nicht wenn ich keine Probleme hätte. Also ich wäre nicht auf die Idee gekommen zu einem Arzt zu gehen und zu schildern warum es mir so schlecht geht und ichh Hilfe möchte, ich vermute das Leute die keine Hilfe wollen, diese auch nicht wirklich brauchen und darum dann nicht zum Arzt gehen. Vielleicht sind sie leidensfähiger oder haben halt andere Wege gefunden mit ihren Problemen umzugehen.
      Vielleicht kommt es aber auch vor das ein Mensch der vorher ALGII oder so bekommen hat einfach immer wieder rausfliegt, dem Sachbearbeiter seltsam vorkommt und den darum mal zum Arzt schickt um zu klären ob da was vorliegt oder nicht.
      Manche Leute können aber auch vielleicht ggf einfach gut lügen, benehmen sich absichtlich arschig und asozial, ich weiß es nicht. ich kenne solche Leute nicht persönlich darum kann ich das garnicht abschätzen wie sich so jemand ggf anders verhält als jemand der eben nicht nur so tut.
    • RegenbogenWusli wrote:

      Ich weiß leider nicht ob meine Ärztin jetzt im Urlaub ist oder nicht aber den termin hab ich schon nächsten Montag um 8uhr morgens.
      Ich könnte denen aber sagen das sie empfolen hat den SbA zu beantragen und das der EUTB meinte das eine WfbM für mich gut funktionieren könnte, weil ich schonmal was ähnliches gemacht habe was gut geklappt hat. Das war damals nur noch in dem heim und nannte sich Beschäftigungstherapie aber im grunde war es auch arbeiten, nur eben in einem geschützen Rahmen
      mit anderen Menschen mit Behinderung und halt einfache Tätigkeiten.
      Ich denke auch, dass es sinnvoll sein kann, jemanden von der EUTB zu zitieren und deine Ärztin. Das Amt wird natürlich auch dich befragen, was du für möglich hältst, aber es ist bestimmt nicht falsch, das zu untermauern durch Hinweise auf Leute, die offiziell 'Ansehen' in diesem Ämterdschungel genießen. Du könntest noch anbieten, dass der Ärztliche Dienst das Gutachten selbst bei der Ärztin einholt oder vorschlagen, dass du es dem Ärztlichen Dienst nachreichst, sobald du es von der Ärztin erhalten hast.


      RegenbogenWusli wrote:

      In meinem Fall kann ich sagen das ich nunmal die Diagnose habe, und die hätte ich nicht wenn ich keine Probleme hätte.
      Ich hatte das mit den Leuten, die möglicherweise gar nicht krank sind, sondern nur nicht arbeiten wollen, in Bezug auf den Beitrag von @Digital_Michael gemeint. Als Beispiel dafür, dass es doch nicht sein könne, dass das Ergebnis (Erwerbsunfähigkeit) für den Ärztlichen Dienst vorher schon feststeht. Mit dir sollte das nichts zu tun haben. Sorry, falls das verwirrend rüberkam.

      Ich drücke die Daumen für den Termin und wünsche dir, dass alles entsprechend deinen Vorstellungen in die Wege geleitet wird und du dann bald eine Werkstatt besuchen kannst und vor allem, dass die dir endlich Lebensunterhalt und Wohnung und deine Krankenversicherung bezahlen. :thumbup:

      The post was edited 2 times, last by FruchtigBunt ().

    • Waspie wrote:

      Man kann in die WfbM kommen, wenn es am allgemeinen Arbeitsmarkt keine Beschäftigungsmöglichkeit gibt. Dann spielt die leistbare Stundenzahl keine Rolle. In der Werkstatt ist ja auch Vollzeit.
      mir hat vom Integrationsfachdienst mal, etwas beiläufig, gesagt, (müsste nochmal nachfragen) dass es mehr eine Anwesenheitszeit anstatt Arbeitszeit. Wodrunter auch essen, psychische, therapeutische, soziale Aktionen fallen. Kann da wer was zu sagen? Auch wenn etwas Offtopic
      »Bist du denn verrückt geworden?« »Nein. Mich gab's schon so ab Werk.« 8-)
    • FruchtigBunt wrote:

      Du könntest noch anbieten, dass der Ärztliche Dienst das Gutachten selbst bei der Ärztin einholt oder vorschlagen, dass du es dem Ärztlichen Dienst nachreichst, sobald du es von der Ärztin erhalten hast.
      Naja die Kontaktdaten zu ihr haben sie ja schon erhalten, ich wollte die fragen ob sie sie überhaupt kontaktiert haben weil sie die einzige ist von der ich garkeine Unterlagen jemals wegen irgendwas bekommen habe, und bei ihr bin ich jetzt schon seit 2015.

      Ich bin im grunde auf die WfbM selbst gekommen, da ich wie gesagt etwas Erfahrung damit bereits hatte, und die ganzen Versuche "normal" zu arbeiten oder irgendwie an Arbeit zu kommen nie geklappt haben, und ich dann auch was im Fernsehen zu WfbM gesehen habe (also immer wieder mal unterschiedliche Dinge und Betriebe wo es auch total unterschiedliche rbeitsbereiche gab, es muss nicht nur Holzarbeiten, Papierfalten oder sowas sein) hat mich das an diese Zeit von damals zurück erinnert und ich habe mich oft gefragt warum ich nicht wieder sowas machen kann weil mir das damals gefallen hat und das funktionierte.
    • Christian87 wrote:

      mir hat vom Integrationsfachdienst mal, etwas beiläufig, gesagt, (müsste nochmal nachfragen) dass es mehr eine Anwesenheitszeit anstatt Arbeitszeit. Wodrunter auch essen, psychische, therapeutische, soziale Aktionen fallen. Kann da wer was zu sagen? Auch wenn etwas Offtopic
      Das täte mich auch interessieren.
      Auf der Wikipedia-seite die jemand hier auf Seite1 schon verlinkt hat, stand auch so etwas in er Art.
      Die Leute sollen ja ggf auch wieder in den 1. Arbeitsmarkt integriert werden und in den ersten 3 Jahren wo man in einer WfbM arbeitet, soll es auch sozialen Training geben, psychisches Aufbauen der Persönlichkeit und so. Ich hab keine Ahnung ob das wirklich umgesetzt wird, vielleicht soll es aber ist nicht immer die Regel, wenn ich lese das manche hier die mal in einem dieser Betriebe waren, dort nicht glücklich waren oder unterfordert oder sich abgeschoben fühlten etc, und immer wieder lese ich wie schwer es sein soll da wieder rauszukommen wenn man da einmal drinn ist. Wie das kommt jann ich nicht beurteilen, aber laut der Wikipedia-seite ist das nicht so. Hier scheint es "Sollte so sein, ist aber nicht so die Regel" zu sein. Vielleicht gibt man den Leuten da nicht diese chancen "was besseres" zu werden, vorallem wenn es angeborene Störungen sind die als Behinderung angesehen werden. Vielleicht kämpfen die Leute da selbst mit Vorurteilen vonwegen Autismus ist eine Behinderung die man nicht heilen kann, also zack Heim, Behindertenwerkstatt, abgeschoben und abgestempelt, ist einfacher so.
    • Christian87 wrote:

      Waspie wrote:

      Man kann in die WfbM kommen, wenn es am allgemeinen Arbeitsmarkt keine Beschäftigungsmöglichkeit gibt. Dann spielt die leistbare Stundenzahl keine Rolle. In der Werkstatt ist ja auch Vollzeit.
      mir hat vom Integrationsfachdienst mal, etwas beiläufig, gesagt, (müsste nochmal nachfragen) dass es mehr eine Anwesenheitszeit anstatt Arbeitszeit. Wodrunter auch essen, psychische, therapeutische, soziale Aktionen fallen. Kann da wer was zu sagen? Auch wenn etwas Offtopic
      Soweit ich weiß, ist das korrekt. Die tägliche "Arbeitszeit" die man in der Werkstatt anwesend sein muss, wird wohl sehr locker gehandhabt. Dazwischen hat man sehr viele Pausen und soweit ich weiß, kann man auch immer Pausen machen wenn man nicht mehr kann.

      Wenn man aufgrund psychischer Erkrankung bzw. Asperger etc. auch in der Werkstatt nicht Vollzeit arbeiten kann, ist das auch möglich (wird aber wohl gerne so getan, als sei das nicht möglich. Man braucht dafür nur ein Attest eines Psychiaters). Entsprechendes kann in den Werkstattempfehlungen der BAG nachgelesen werden.
    • @Christian87, @RegenbogenWusli: Integrationsamt ist eine ganz andere Baustelle (RW). Das ist auch ein ganz anderes Gesetzbuch.
      Soweit ich das sehe reden wir hier erst einmal von einer völlig anderen Baustelle (RW). Dieser Untersuchungstermin von @RegenbogenWusli dient erst einmal rein dazu festzustellen, dass ReWu nicht normal/ überhaupt im Jobcenter- System/ ALG II vermittelt werden kann.

      Das ist eine Formsache m.M.n. .

      Nächste Schritte:
      a) Ist dann überhaupt das Jobcenter zuständig? Da sind wir dann bei den unausgegorenen (RW) Feinheiten des Systems, nämlich dem Vorrang von Leistungen. Das Jobcenter bleibt solange formal zuständig für Leistungen, bis von der Rentenversicherung (oder einem Gericht) die Erwerbsunfähigkeit festgestellt wird. Dann wird das Sozialamt zuständig. Eine der speziellen Absurditäten: Auch wenn - nach Auftrag der Agentur für Arbeit oder eines Jobcenters - ein Amtsarzt die dauerhafte Erwerbsminderung feststellt, hat das keine Bindung für das Sozialamt.
      b) Auch Jobcenter und AfA haben bürokratische Routen zum Integrationsamt. Konkret: zu WfbM. Den Weg wird man dort aber erst mit Dir gehen, wenn auf einem amtlichen Dokument steht: "Kann nicht normal vermittelt werden."
      c) Aber die Möglichkeiten darüber hinaus liegen eindeutig beim Sozialamt und z.B. im Bundesteilhabegesetz. Es ist ein wenig (naja: ziemlich) dämlich, aber weil es da nur noch "fördern" und kein "fordern" mehr gibt, stehen dann auf einmal Mittel bereit und Wege offen, die es im Jobcenter nicht gibt. Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, aber wenn man nicht unter ALG II fällt - wie z.B. Gefängnisinsassen - dann kann man bei entsprechender Eignung sogar auf Staatskosten studieren.
      Of course I talk to myself! :nod: Sometimes I need expert advice. :prof:
    • Digital_Michael wrote:

      Dieser Untersuchungstermin von @RegenbogenWusli dient erst einmal rein dazu festzustellen, dass ReWu nicht normal/ überhaupt im Jobcenter- System/ ALG II vermittelt werden kann.
      Ja richtig, darum geht es. Ich sprach mit den Leuten dort bei der Vermittlung vorher aber schon davon das ich den Wunsch habe in einer WfbM zu arbeiten, und die Frau die einem sonst nur einen Sachbearbeiter zugewiesen hätte, hatte mich dann an den ärtzlichen Dienst verwiesen.
    • DigitalMichael wrote:

      Ist dann überhaupt das Jobcenter zuständig? Da sind wir dann bei den unausgegorenen (RW) Feinheiten des Systems, nämlich dem Vorrang von Leistungen. Das Jobcenter bleibt solange formal zuständig für Leistungen, bis von der Rentenversicherung (oder einem Gericht) die Erwerbsunfähigkeit festgestellt wird. Dann wird das Sozialamt zuständig.
      Bist du dir wirklich sicher? Ich war der Meinung, dass der ärztliche Dienst der Arbeitsagentur darüber entscheidet ob jemand erwerbsfähig ist oder nicht, also mehr oder weniger als 3h täglich arbeiten kann. Nach dieser Feststellung wird man in ALGII/Jobcenter (bei Erwerbsfähigkeit) oder Grundsicherung/Sozialamt (bei Erwerbsunfähigkeit) einsortiert. Bei ALGII/Jobcenter wird man mit Arbeitsangeboten traktiert, bei Grundsicherung/Sozialamt lassen sie einen dahingehend in Ruhe.

      Die Rentenversicherung tritt meines Wissens nach nur auf den Plan, wenn man dort selbst eine EU-Rente beantragt, die man nur bekommen kann, wenn man bestimmte Voraussetzungen erfüllt (5 Jahre gearbeitet, Wartezeit etc.). Ich bin mir dahingehend nicht ganz sicher, aber wenn du davon sprichst, dass die Rentenversicherung oder ein Gericht die Erwerbsunfähigkeit feststellt, wozu stellt dann die Arbeitsagentur die Erwerbsunfähigkeit fest bzw. welche Folgen sollte das dann haben? Das ergibt für mich keinen Sinn.

      Ich denke: Jobcenter/Sozialamt stellt mit Hilfe des Dienstes der Arbeitsagentur die Erwerbsfähigkeit/Erwerbsunfähigkeit fest, um dann innerhalb der eigenen Systeme (ALGII/Grundsicherung) die Leute verteilen zu können.
      Will man die EU-Rente von der Deutschen Rentenversicherung muss man dort zu deren Gutachter. Das eine System hat mit dem anderen nur bedingt zu tun. Wenn die EU-Rente nicht ausreicht, kann man z. B. zum Sozialamt und die mit Hilfe von Grundsicherung bei Erwerbsunfähigkeit aufstocken lassen. Wenn man keinen Anspruch auf EU-Rente hat, aber trotzdem erwerbsunfähigkeit ist, geht man direkt zum Sozialamt und bekommt Grundsicherung bei Erwerbsunfähigkeit. Wenn man arbeiten kann, geht man zum Jobcenter. (die anderen Fälle außen vor gelassen, bei denen Menschen keine Hilfe vom Amt brauchen).
    • Digital_Michael wrote:

      Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, aber wenn man nicht unter ALG II fällt - wie z.B. Gefängnisinsassen - dann kann man bei entsprechender Eignung sogar auf Staatskosten studieren.
      Das ist ja interessant. :d Sollte ich mal gar keine Perspektive mehr haben, weiß ich ja dann, wo noch Hoffnung ist. :fun:
    • FruchtigBunt wrote:

      Bist du dir wirklich sicher? Ich war der Meinung, dass der ärztliche Dienst der Arbeitsagentur darüber entscheidet ob jemand erwerbsfähig ist oder nicht, also mehr oder weniger als 3h täglich arbeiten kann. Nach dieser Feststellung wird man in ALGII/Jobcenter (bei Erwerbsfähigkeit) oder Grundsicherung/Sozialamt (bei Erwerbsunfähigkeit) einsortiert.
      Ja, da bin ich mir völlig sicher. Das Sozialamt wird erst zuständig, wenn seitens der Rentenversicherung bzw. eines Sozialgerichts die Erwerbsunfähigkeit festgestellt wird. Bis dahin werden die sich ggü. dem Jobcenter/ AfA für nicht zuständig erklären und damit bleiben diese zuständig, die Leistungen zu erbringen.

      Dahinter steckt ein politischer Grund: Leistungen des JC/ AfA werden (teilweise) aus Bundessteuermitteln gezahlt, für die Sozialhilfe hingegen sind Kommunen bzw. die Länder zuständig. Deshalb anerkennen die Sozialämter nicht die Feststellungen der JC/ AfA und berufen sich auf ihre Nachrangigkeit/ deren Vorrang. *schmunzelt* Wäre dem nicht so, dann sähen die Zahlen der Arbeitslosenstatistik wohl hervorragend gut aus: Die würden einfach alle schweren Fälle als erwerbsunfähig deklarieren ... .
      Of course I talk to myself! :nod: Sometimes I need expert advice. :prof:
    • Digital_Michael wrote:

      FruchtigBunt wrote:

      Bist du dir wirklich sicher? Ich war der Meinung, dass der ärztliche Dienst der Arbeitsagentur darüber entscheidet ob jemand erwerbsfähig ist oder nicht, also mehr oder weniger als 3h täglich arbeiten kann. Nach dieser Feststellung wird man in ALGII/Jobcenter (bei Erwerbsfähigkeit) oder Grundsicherung/Sozialamt (bei Erwerbsunfähigkeit) einsortiert.
      Ja, da bin ich mir völlig sicher. Das Sozialamt wird erst zuständig, wenn seitens der Rentenversicherung bzw. eines Sozialgerichts die Erwerbsunfähigkeit festgestellt wird. Bis dahin werden die sich ggü. dem Jobcenter/ AfA für nicht zuständig erklären und damit bleiben diese zuständig, die Leistungen zu erbringen.
      Dahinter steckt ein politischer Grund: Leistungen des JC/ AfA werden (teilweise) aus Bundessteuermitteln gezahlt, für die Sozialhilfe hingegen sind Kommunen bzw. die Länder zuständig. Deshalb anerkennen die Sozialämter nicht die Feststellungen der JC/ AfA und berufen sich auf ihre Nachrangigkeit/ deren Vorrang. *schmunzelt* Wäre dem nicht so, dann sähen die Zahlen der Arbeitslosenstatistik wohl hervorragend gut aus: Die würden einfach alle schweren Fälle als erwerbsunfähig deklarieren ... .

      Interessant. Das heißt, wenn nun eine Person vom ärztlichen Dienst des Jobcenters für dienstunfähig erklärt ist, ist das Jobcenter die Person als arbeitsunfähig losgeworden, aber das Sozialamt erkennt die vom Jobcenter festgestellte Erwerbsunfähigkeit nicht an und verweist die Person dann an den Gutachter der Rentenversicherung. Wieso hat das Sozialamt keine eigenen Gutachter? :roll: Das ist ja sehr "klienten"freundlich. :sarcasm:
      Was ich aber nicht verstehe: Sobald das Jobcenter mit dem eigenen Ärztlicihen Dienst jemanden als erwerbsunfähig einstuft, dann hat es doch die Handhabe, die Person aus der Arbeitslosenstatistik rauszustreichen? Das Jobcenter wird ja nicht so dumm sein und für ihre eigene Statistik nicht die Ergebnisse der eigenen Ärzte heranzuziehen, sondern die der Rentenversicherung und der Gerichte.

      Was ich auch noch nicht verstehe: Hat das Gutachten beim ärztlichen Dienst der Jobcenter (wenn 'erwerbsunfähig' rauskommen sollte) nur die Funktion, die Person loszuwerden?
    • FruchtigBunt wrote:

      Ich war der Meinung, dass der ärztliche Dienst der Arbeitsagentur darüber entscheidet ob jemand erwerbsfähig ist oder nicht, also mehr oder weniger als 3h täglich arbeiten kann. Nach dieser Feststellung wird man in ALGII/Jobcenter (bei Erwerbsfähigkeit) oder Grundsicherung/Sozialamt (bei Erwerbsunfähigkeit) einsortiert. Bei ALGII/Jobcenter wird man mit Arbeitsangeboten traktiert, bei Grundsicherung/Sozialamt lassen sie einen dahingehend in Ruhe.
      Ich verstehe dieses ganze System irgendwie nicht. Vielleiht ist das keinem vorher aufgefallen, aber, 1. diese WfbM ist doch auch dafür da, Leute wieder in einen Job zu re-integrieren.
      Das las ich auf der Wikipedia-seite (ob die stimmt kann ich nicht beurteilen). Dort stand aber, das man nicht einfach da rein kommt und für immer da drinn bleiben muss sondern erst mehrere Wochen dort ist, schaut ob das passt, dann für jeweils 3 "Ausbildungsjahre" oder sowas ähnliches da bleibt und danach weiter schaut ob man was "besseres" machen kann/will oder unbefristet dort bleibt weil man nicht mehr integrierbar in den 1. Arbeitsmarkt ist. Vielleicht soll das aber nur für Leute sein die vorrübergehend Behindert sind und keine angeborenen Probleme oder Probleme die man nicht heilen kann haben?
      Weil, wenn ich mich für eine WfbM eigne, bin ich ja eigentlich nicht arbeitsunfähig. Ich kann nur nicht in einem normalen Betrieb arbeiten und brauche eine Begleitung/anderen Umgang etc um überhaupt arbeiten zu können der mir der 1. Arbeitsmarkt nicht bieten kann/will.
      Ich finde das ganze irgendwie von den Begriffen hier widersprüchlich. Als arbeitsunfähig würde ich jemanden bezeichnen der wirklich nichts machen kann aus diversen Gründen, der könnte dann nichtmal in einer WfbM arbeiten weil eben arbeitsunfähig...


      FruchtigBunt wrote:

      Wenn man keinen Anspruch auf EU-Rente hat, aber trotzdem erwerbsunfähigkeit ist, geht man direkt zum Sozialamt und bekommt Grundsicherung bei Erwerbsunfähigkeit.
      Das ist bei mir der Fall, ich habe keinen Anspruch auf EU oder EM Rente, weil ich diese Bedingungen nicht erfülle, aber mich würde das Sozialamt dennoch erst zum Arbeitsamt schicken, die sehen sich erst zuständig wenn das Arbeitsamt auch nicht mehr helfen kann.


      FruchtigBunt wrote:

      Was ich auch noch nicht verstehe: Hat das Gutachten beim ärztlichen Dienst der Jobcenter (wenn 'erwerbsunfähig' rauskommen sollte) nur die Funktion, die Person loszuwerden?
      Was der ärtzliche Dienst sich bei einer Person für erwerbsunfähigkeit entscheidet, und die Person in eine WfbM zuweist, bekommt dieser mensch vermutlich den kleinen Geldbetrag von Jobcenter oder dieser Werkstatt (das waren maximal um die 200€ oder sowas) was sehr wenig ist. Es muss dann ja von irgendwoher der Rest zum überleben kommen.
      Woher bekommt man das denn dann? Zahlt das Jobcenter den rest dazu als HarzIV oder muss man dann zusätzlich zum Sozialamt und die schicken einen dann auch nochmal zu einem anderen Arzt damit man zusätzlich Grundsicherung bekommen? @Digital_Michael
      Ich kapier so langsam garnichts mehr. Ich weiß ja noch nicht was bei mir herauskommen wird, aber sagen wir mal, die würden mich tatsächlich als erwerbsunfähihg einstufen, was macht dann das Arbeitsamt mit mir?
      Würden die mich dann in eine WfbM schicken wenn ich den Wunsch äußere?
      Ich habe es bisher so vrstanden das das Jobcenter einen zum Sozialamt wegen Grundsicherung schickt wenn das mit der EM-rente nicht gegeben ist, und dadurch das das Jobcenter quasi nein sagt, müssen die sich kümmern, ob sie es wollen oder nicht.