Borderline ...?

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    • Schnuppi2 wrote:

      Ich bin definitiv emotional instabil. Auf gewisse Trigger reagiere ich extrem, kann es kaum kontrollieren. Auch Selbstverletzungsdruck kann daraus resultieren. Mein Selbstbild ist ziemlich "schwankend".

      Schnuppi2 wrote:

      Dann habe ich starke Schuldgefühle und große Angst, in Zukunft gemieden oder verlassen zu werden.

      "Immer wieder frage ich mich nun, wie das mit AS zusammen passen kann. Wenn ich es richtig verstanden habe, war "Borderline" lange eine Ausschlussdiagnose bei AS. Es fühlt sich jedenfalls sehr widersprüchlich an für mich."

      Hallo Schnuppi,
      Vielleicht solltest du nochmal das Gespräch mit Dr. Schilbach suchen und diese Dinge mit ihm besprechen.
      Ich finde es übrigens ziemlich stark dass du dich dem so stellst, das können viele nicht.
    • Kayt wrote:

      Ginome wrote:

      Es gibt an manchen Stellen Übereinstimmungen. Andere Stellen sind aber so konträr, dass ich zumindest nicht verstehen kann wieso diese Unterscheidung mit dem ICD-11 abgeschafft werden wird.
      Wie meinst du das? In der ICD-11 bleiben ja ASS und AD(H)S als distinkte Diagnosen vorhanden. Im Gegensatz zur ICD-10 können sie aber gleichzeitig vergeben werden und schließen einander nicht mehr aus.
      Ich habe mich schlecht ausgedrückt. Ich meine das es keine Ausschlußdiagnose mehr ist.
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • Thajanu wrote:

      Vielleicht geht es um diese Studie:

      psychologie.uni-freiburg.de/ab…en/nanchen_heinrichs_2016
      Glaube ich nicht. Da sind es nur 2,6%.
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • Thajanu wrote:

      Vielleicht geht es um diese Studie:
      nein die hier
      web.archive.org/web/2013092105…rg/pdf/04_ryden_hetta.pdf

      bzw. war das auch eine mündliche Aussage meines Therapeuten wie schon vorher geschrieben. Bleibt ja aber immer noch das Grundproblem wieviel Abgrenzung überhaupt Sinn macht und ob es nicht sinnvoller wäre, bei jedem auf die individuellen Probleme zu schauen. Solange man nicht noch Diagnosen für GdB, Pflegegrad oder so braucht, ist es ja im Endeffekt egal was draufsteht.
      Una est catena quae nos alligatos tenet, amor vitae
    • Schnuppi2 wrote:

      Dass Menschen "schlecht" sein können, denke ich eigentlich nicht. (Ausnahme wie gesagt: ich) Verhalten kann "schlecht"sein, aber nicht ein Mensch als solcher.
      Echt? 8o Es gibt doch haufenweise schlechter Menschen! Wie viele quälen andere (manchmal bis in den Tod) Lebewesen und haben Spaß daran. Und das sind nur die härtesten Fälle. Es gibt genug Psychopathen, die keine körperliche Gewalt ausüben,
      aber psychische.

      Schnuppi2 wrote:

      Aggressiv gegen andere Menschen bin ich fast nie. Und wenn ja, dann verbal, nicht körperlich.
      Verbal kann aber auch schlimm sein.
    • Ich habe die Erfahrung gemacht, dass gerade in Psychiatrien die Borderline - Diagnose wie andere Diagnosen auch sehr schnell vergeben wird, ohne ausreichende Beobachtung und Diagnostik. Deshalb habe ich gegen die Diagnose gewisse Vorbehalte und würde erst mal prüfen, ob sie überhaupt zutrifft.

      Selbst wenn man Borderline ist muss man sich deshalb nicht wie n schlechter Mensch fühlen, auch unter Borderlinern gibt es solche und solche. Ich habe so einige kennen gelernt im Rahmen von vielen Psychiatrieaufenthalten.

      Ich denke nicht dass Asperger und Borderline sich ausschließen und finde das auch komplett unlogisch, weil Beides total verschiedene Ursachen hat. Ich habe ne DIS und es ist einfach Zufall, dass zum einen genetisch Asperger in der Familie liegt und dann eben ne traumatische Kindheit dazu gekommen ist, die ne DIS verursacht hat. Bei Borderline ist das nicht anders, denn meistens sind es auch irgendwelche extrem ungünstigen Kindheitserfahrungen, die dann zu Borderline führen.

      Emotionale Schwankungen müssen nicht sofort Borderline bedeuten, wenn ne kPTBS im Raum stand scheint es einen traumatischen Hintergrund zu geben, der das auch auslösen kann.

      Ich wurde jahrelang mit Borderline etikettiert, schlichtweg weil DIS als Diagnose bei der Krankenkasse oder bestimmten Psychiater noch keine Anerkennung fand. Ich habe die Kriterien nie komplett erfüllt und es passte so Einiges nicht aber eben zu der DIS.

      Borderline ist wirklich auch ne Modediagnose in Psychiatrien.

      Und wie gesagt selbst wenn es passt: Es gibt auch total nette Borderliner, die mit der Zeit ihre Probleme ganz gut reflektieren und dann auch damit umgehen können!
    • Elliot wrote:

      Borderline ist wirklich auch ne Modediagnose in Psychiatrien.
      "war"

      Borderline war lange Zeit die Diagnose wenn sie nicht wussten was los war und irgendwas diagnostizieren mussten.
      Mittlerweile gibt es klare Richtlinien und eine Verlegenheitsdiagnose ist das schon lange nicht mehr.
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • @Ginome: Da mag es heute klare Richtlinien geben, Tatsache ist nur, dass in Psychiatrien der Kontakt von Arzt zu Patient manchmal nur wenige Minuten umfasst und auch keine Zeit ist, eine Diagnose auch nur annähernd valide abzuklären. Ich kann da jetzt nur von 4 Psychiatrien sprechen, in denen ich war und in denen katastrophale Zustände herrschten und herrschen. Ich höre aber häufig, dass es woanders nicht besser ist. Die Aufenthalte werden tendenziell auch kürzer, weil die Kasse nicht länger zahlt, da war dann ein Aufbahmegespräch und in Gespräch mit dem Oberarzt zwischen Tür und Angel und dann gar keines mehr. Und dann wird mit diesen wenigen Infos ne Diagnose gestellt...In der Praxis wird die Diagnose eher aus Vorberichten übernommen, nicht noch mal hinterfragt oder geprüft.