Umfrage zu Selbst- und Fremdverletzung

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    • shnoing wrote:

      FruchtigBunt wrote:

      ... bin über die hohe Teilnehmerzahl der weiblichen Personen verwundert. ... Auf sowas sollte man auch achten, wenn man eine ausgewogene Mischung an Studienteilnehmern rekrutieren will. :d
      Autistinnen sind offenbar deutlich internetaffiner als Autisten. Das hatte ich schon woanders gelesen.
      Wie viele Nichtaustistinnen haben denn teilgenommen?
      Ich kann die Unterscheidung in M/W gar nicht finden, außer auf die Gesamtzahl bezogen.
      Am Ende waren es 50% Nichtautistennen, 25% Autistinnen und 25% Autisten, 0% Nichtautisten? ;)
      Womöglich sind die Frauen einfach mitteilungsbedürftiger.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
      Im Übrigen bin ich der Meinung, dass das Teilnehmer-Limit von Privatkonversationen verdoppelt werden sollte.
    • Garfield wrote:

      Wie viele Nichtaustistinnen haben denn teilgenommen?
      Ich kann die Unterscheidung in M/W gar nicht finden, außer auf die Gesamtzahl bezogen.
      Am Ende waren es 50% Nichtautistennen, 25% Autistinnen und 25% Autisten, 0% Nichtautisten?
      Die Geschlechterverteilung spielt für die Fragestellung der Datenerhebung keine besondere Rolle. Sie wurde nur der Vollständigkeit halber aufgeführt.

      Ich werde Deine Fragen beantworten, es dauert aber ein wenig, weil ich das erst herausrechnen muss.
    • Mein Hinweis, dass das optische Studiendesign (Aufmachung mit niedlichen Einhörnern) mehr (junge) Frauen als Männer animieren könnte, sich mit der Umfrage zu beschäftigen, war ernst gemeint. Ich würde mich freuen, wenn der Hinweis aufgegriffen würde.
    • @Antares (White Unicorn)
      Ich meine, dass es damals, als ich an der Umfrage teilgenommen habe, es nicht nur dieses bunte Logo gab, sondern noch ein weiteres mit einem stilisierten Einhorn und dass beide auch sehr groß auf der ersten Seite der Umfrage zu sehen waren. Eine Deutschlandflagge habe ich damals nicht gesehen (möglicherweise wurde das Design der Umfrage seitdem angepasst?). Ich kann mich jedenfalls erinnern, dass dieses Einhorn damals ziemlichen Raum einnahm und ich erst sogar überlegte, Abstand von der Teilnahme zu nehmen, weil mir die ganze Sache unseriös vorkam.
    • FruchtigBunt wrote:

      Ich meine, dass es damals, als ich an der Umfrage teilgenommen habe, es nicht nur dieses bunte Logo gab, sondern noch ein weiteres mit einem stilisierten Einhorn
      Es ist das Selbe stilisierte Einhorn wie in meinem Avatar. Das ist vom White Unicorn e.V. auf der Website das Logo. So sah der obere Teil der Umfrage aus. Es kann gut sein, dass Dir unser Logo nicht gefällt, ich bin mir aber nicht sicher, ob wirklich unser Vereinslogo per se Probanden abstößt. Es ist zumindest von Dir die erste mir bekannte Rückmeldung, dass Dir unser Logo aufgrund des dargestellten Tieres eine Barriere darstellt.




      FruchtigBunt wrote:

      Eine Deutschlandflagge habe ich damals nicht gesehen (möglicherweise wurde das Design der Umfrage seitdem angepasst?)
      Die Deutschlandflagge ist dort jetzt zu sehen, weil das Bild zur Auswertung führt, eben in deutscher Sprache. Wir kennzeichnen damit die Sprache, in welcher das Dokument verfasst ist, da wir in Deutsch + Englisch veröffentlichen.

      Es ist an sich das Standarddesign ungefähr für alle unsere Umfragen, siehe PDF-Veröffentlichungen.
    • Ich frage mich noch immer was an einem Einhorn unseriös sein soll... Snd jetzt alle Firmen mit einem Tier im Logo unseriös? Oder gilt das nur für Fantasietiere? Oder nur für Tiere, die die meisten kleinen Mädchen toll finden?
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.
    • Lex wrote:

      Ich frage mich noch immer was an einem Einhorn unseriös sein soll... Snd jetzt alle Firmen mit einem Tier im Logo unseriös? Oder gilt das nur für Fantasietiere? Oder nur für Tiere, die die meisten kleinen Mädchen toll finden?
      Es gibt anscheinend immer wieder Menschen, die Probleme mit bestimmten Symbolen haben. Wir hatten z.B. auf der Startseite der Umfrage den Totenkopf extra heraus genommen:



      Beim Totenkopf hieß es das Gegenteil: er würde abschreckend wirken vielleicht und Probanden abhalten das auszufüllen. Wobei bei der Umfrage zur Selbst- und Fremdverletzung intern die Bilder auch nicht gerade harmlos waren. Sie wurden eingefügt, um das Sprachverständnis über Bildzugang zu ermöglichen.

      Siehe Online-Umfragebilder bei Facebook: facebook.com/pg/WeissesEinhorn…album_id=2255605144527810

      Bisher war somit eher die Rückmeldung das Gegenteil, eher zu düster das Alles, als zu "Einhorn-Glitzernd".

      Die Wahrnehmung ist anscheinend sehr verschieden. Vielen Dank Dir für Deine Rückmeldung @FruchtigBunt! Ich würde mich Lex Frage hier aber gern auch noch anschließen und wissen weshalb genau das Einhorn für Dich ein Zeichen dafür ist, dass etwas als unseriös zu betrachten ist.

      The post was edited 1 time, last by Antares (White Unicorn) ().

    • @Antares (White Unicorn)

      Ich würde ein Forschungsprojekt nicht nach Tieren und auch nicht nach Fantasietieren benennen, es sei denn, es handelt sich gezielt um Projekte, um kleine Kinder anzusprechen oder wenn es dabei um Haustiere etc. geht. Der Verein "unicorn e. V." scheint aber allgemein der Trägerverein zu sein und nicht ein spezielles Programm, das sich an Kinder richtet. Meiner Meinung nach ist so ein Name unseriös. Auch das Logo macht auf mich einen sehr unprofessionellen Eindruck.
      So schön ich es selbst finde - an dem Punkt gebe ich nur eine Rückmeldung, wie es vermutlich draußen ankommt. Egal ob es auf deutsch oder auf englisch ist. Ich bin ziemlich sicher, dass man in der Fachwelt Probleme hat, damit ernst genommen zu werden.


      Den Totenkopf empfinde ich genauso unprofessionell. Die Herleitung verstehe ich, aber man wird auch mit so einem Logo in eine bestimmte unseriöse Ecke gestellt werden.


      Das ist meine Meinung dazu. Ich würde ein ernstes Thema in erster Linie auch immer so vermarken und allenfalls 20% Spielerisches mit reinbringen, aber in erster Linie auf Seriosität achten.


      Das mit dem Einhorn empfinde ich vermutlich so, weil vor allem die letzten zwei Jahre über das Einhorn so ein "Modetier" war und man allen möglichen Ramsch mit diesem Tier nachgeworfen bekommt. Ich verbinde das Einhorn aktuell damit und damit dürften die meisten Leute das auch verbinden. Erst waren es Eulen. Dann Einhörner und was weiß ich nicht noch alles. Ist vielleicht etwas unglücklich, dass das ausgerechnet mit diesem Einhorn-Hype zusammengefallen ist, aber auch unabhängig davon finde ich es nicht seriös.

      Besonders krass finde ich dann tatsächlich auch beide Logos (Totenkopf und Einhorn) nebeneinander. Da denke ich mir zumindest: Ah ja, hat da ein Schulkind angefangen, Logos zu entwerfen oder wo sind wir hier? Dass es von der HU kommt, hat mich ehrlich gesagt nur noch mehr erschrocken.
    • shnoing wrote:

      Autistinnen sind offenbar deutlich internetaffiner als Autisten. Das hatte ich schon woanders gelesen.
      82 % weibliche Teilnehmer gegenüber 16% männlichen Teilnehmern halte ich auch unter Berücksichtigung dieses Erklärungsansatzes für ziemlich krass. Ich würde vermuten, dass zusätzlich das Selbstverletzungsthema überdurchschnittlich viele Frauen anspricht (->Borderline).
    • Und wenn man dann noch ein paar andere Zahlen anschaut: 4,2% der nichtautistischen Teilnehmer lebten in einem Heim oder einer Pflegefamilie - will heißen, dass dieser Teil der Antworten fernab jeder Repräsentativität ist, denn das ist ein Vielfaches des Wertes in der Gesamtbevölkerung. Auch den Anteil von 8,2% bei den Autisten halte ich für sehr hoch - mal ganz abgesehen davon, dass die Frage lautete "Hast Du jemals...", während es in der Auswertung so formuliert wird, als sei das der Ist-Zustand, was schon hart an der Grenze zur Desinformation ist. Und angesichts der hohen Wahrscheinlicheit einer komorbiden Depression ist der nur leicht erhöhte Anteil von Suizidgedanken bei Autisten ein weiterer Hinweis darauf, dass die Antworten der Nichtautisten statistisch wertlos sind - da hätte die simple Frage nach anderen Diagnosen vermutlich Aufschluß gegeben. Damit sind alle vergleichenden Auswertungen der Studie schlicht und einfach Schrott.

      Dilettantisch gemacht, dilettantisch ausgewertet. Erschreckend, dass solche Erzeugnisse "in Kooperation mit" einer namhaften deutschen Uni zustande kommen und auch noch mit dem Logo dieser Uni unter die Leute gebracht werden. Wäre mir als Institutsleiter peinlich.
    • FruchtigBunt wrote:

      Der Verein "unicorn e. V." scheint aber allgemein der Trägerverein zu sein und nicht ein spezielles Programm, das sich an Kinder richtet. Meiner Meinung nach ist so ein Name unseriös. Auch das Logo macht auf mich einen sehr unprofessionellen Eindruck.
      Ich finde das Einhorn perfekt passend. Den genau als solch ein Einhorn (alternativ auch Außerirdischer) fühlen sich doch viele Autisten unter den Menschen!

      FruchtigBunt wrote:

      Da denke ich mir zumindest: Ah ja, hat da ein Schulkind angefangen, Logos zu entwerfen oder wo sind wir hier?
      Das haben manche Menschen bei Picasso oder anderen Künstlern der Moderne auch gedacht.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
      Im Übrigen bin ich der Meinung, dass das Teilnehmer-Limit von Privatkonversationen verdoppelt werden sollte.
    • Garfield wrote:

      Ich finde das Einhorn perfekt passend. Den genau als solch ein Einhorn (alternativ auch Außerirdischer) fühlen sich doch viele Autisten unter den Menschen!
      Ich habe auch nicht gesagt, dass ich mich von einem Einhorn nicht repräsentiert fühlen würde, sondern beschrieben, welchen Außeneindruck ich mit so einem Logo verbinde.


      Garfield wrote:

      Das haben manche Menschen bei Picasso oder anderen Künstlern der Moderne auch gedacht.
      Der Unterschied ist nur: ein Forschungsprojekt und die Erforschung einer Erkrankung sollten meiner Meinung nach nicht unter der Narrenfreiheit der Kunst stehen. Offenbar gibt es dazu aber andere Ansichten.

      Das mit dem Einhorn ist für mich so, als würde die HU als Logotier plötzlich ein Kasperle auswählen oder die Polizei ein Dromeda oder was weiß ich was. Damit würden sich die Organisationen (die meiner Meinung nach in der Bevölkerung noch einigermaßen hohes Ansehen genießen) ganz sicher selbst lächerlich machen und diskreditieren.

      Ich finde es eigentlich merkwürdig, dass man da überhaupt drüber diskutieren muss. Wenn man sich etwas mit Corporate Identity und Markenaspekten beschäftigt hat, käme man eigentlich nicht auf die Idee, so einen Namen und Logo zu wählen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das unter den Leuten, die sich damit auskennen, Konsens ist. Aber offenbar gibt es andere Ansichten darüber. Ob das nun mit der fehlenden Perspektivübernahme (es geht mir ja nicht drum, dass das Einhorn nicht niedlich wäre oder ein möglicherweise 'passendes' Tier für Autismus ist, sondern wie das nach außen wirkt) zusammenhängt oder einfach eine Geschmackssache ist oder fehlenden Kenntnissen auf dem Gebiet des Marketing geschuldet ist, sei mal dahingestellt.

      Ich mag jetzt aber auch nicht mehr darüber diskutieren. Die Inhalte der Studie sind wesentlich wichtiger, finde ich.

      Was diese betrifft, so muss ich sagen, dass es mich doch etwas erstaunt hat, wie hoch auch bei anderen Autisten die Neigung zu Suizidgedanken unter Stress zu sein scheint. Ich habe ein ähnliches 'Problem' und bin unter Stress in manchen Fällen auch so extrem verzweifelt, dass ich glaube, es nicht mehr aushalten zu können und starke Suizidgedanken habe. Da diese aber meistens wieder weggehen, sobald die Dinge geregelt sind, die den Stress verursachten, hatte ich manchmal schon gezweifelt, ob das überhaupt sein kann und ob es mir dann wirkich so schlecht ging.

      Wenn es mir nämlich dann wieder gut geht, ist das andere fast komplett vergessen. Das wiederum hängt aber vermutlich damit zusammen, dass ich eben immer nur im Moment in der jeweiligen Zeit bin und das Ganze auch nicht zeitlich in einem Zusammenhang sehe. Geht es mir schlecht, 'vergesse' ich, dass es irgendwann einmal wieder anders sein könnte und bin so überwältigt von diesem Gefühl, dass nichts anderes mehr existiert. Das wäre sicher auch mal interessant zu erforschen. Vor allem, wie man es lernen kann, in größeren zeitlichen Zusammenhängen zu empfinden. Vielleicht ist das sogar eine der Hauptzusammenhänge bei Autismus. Wenn man dies 'beheben' könnte, wären meiner Meinung nach fast alle Symptome hinfällig.

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