Offen oder verschlossene Charaktere

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    • Offen oder verschlossene Charaktere

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      Früher war ich ganz offen.
      Im Leben habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich nicht ganz dicht sein kann, wenn wenn ich zu offen bin.
      Alles was ich gesagt habe, ist früher auf die Goldwaage genommen worden, dazu wurde ich für meine Offenheit/Ehrlichkeit gehänselt.
      Mittlerweile bin ich bei mir fremden Menschen sehr verschlossen.
      Bin aber immer noch mit Verletzungen/Anspannung konfrontiert wenn ich unter Menschen gehe.

      Kennt es jemand?
      Seit Ihr offene oder verschlossene Charaktäre?
      L. G. Daniel :thumbup: :thumbup:
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      Eher verschlossen. Ich mag es nicht, mich gleich jeder Person zu öffnen. Ich meine, mich muss ja nicht gleich jeder gut kennen. Ich werde erst offener, wenn ich die Person vielleicht etwas länger kenne.
      Aber, ehrlich bin ich trotzdem sehr oft, kommt aber auch nicht immer so gut an. Mittlerweile wissen die Leute aber, die diese Ehrlichkeit am meisten "zu spüren" bekommen, dass sie es nicht auf die Goldwaage legen sollten, da ich das ja gar nicht "absichtlich" mache und manchmal schon mal Dinge sage, die vielleicht negativ hätten verstanden werden können. Ich finde es allgemein einfach dumm Leute aufgrund solcher Eigenschaften zu hänseln. Das bringt doch niemanden etwas.

      The post was edited 1 time, last by Ms.Shield ().

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      Daniel1 wrote:

      dass ich nicht ganz dicht sein kann, wenn wenn ich zu offen bin.
      :thumbup: für das Wortspiel. :d

      Ms.Shield wrote:

      Eher verschlossen. Ich mag es nicht, mich gleich jeder Person zu öffnen. Ich meine, mich muss ja nicht gleich jeder gut kennen. Ich werde erst offener, wenn ich die Person vielleicht etwas länger kenne.
      Ist bei mir auch so, wobei "etwas länger" bei mir leicht untertrieben ist... :roll: :d

      Dass ich mich anderen gegenüber meist nicht so schnell öffne, hat zwei Gründe:
      Zum einen besteht meist einfach kein entsprechender Bedarf. Viele Dinge kann ich gut mit mir selbst klären - ich bin schließlich derjenige Mensch, der mich am besten kennt. :prof: Was soll mir also der Austausch mit anderen überhaupt bringen? :roll:

      Zum anderen mag ich Vorhersehbarkeit. Wenn ich jemanden nicht gut kenne und ihm was Persönliches erzähle, dann könnten ja alle möglichen Reaktionen kommen und ich bin bestimmt auf mindestens die Hälfte davon nicht vorbereitet! 8o Wie soll das Gespräch danach nur weiterlaufen, ohne dass ich dann anfange, wirres Zeug zu reden? 8o :roll:
      Vielleicht hat der andere auch gar keinen Bock, von mir zugelabert zu werden, und ich mache mich möglicherweise gar des Straftatbestandes des "Nervens" schuldig! 8o :fun: Ne, das will ich auf keinen Fall. :shake:

      Und ich mag es auch nicht, wenn ich was Persönliches erzähle und dann unangemessene Reaktionen kommen. Wenn ich also jemanden nicht gut kenne und nicht weiß, wie empathisch / einfühlsam derjenige ist (oder wenn ich ihn kenne und weiß, dass er unempathisch ist... :d ), dann würde ich eher nix sagen, bevor wieder ne blöde Reaktion kommt...
      Wenn ich z. B. mal nicht so gut drauf bin, dann find ich eigentlich nichts bescheuerter als Leute, die dann aufdringlich / ungeduldig "nachbohren", wie es mir geht, warum es mir so geht etc... Dann fühl ich mich so, als müsste ich mich jetzt für meine Gemütslage irgendwie "rechtfertigen". :? Und das ist anstrengend und ganz bestimmt nicht hilfreich. :shake:
      Ich zieh mich dann lieber zurück und sortiere alleine und in Ruhe meine Gedanken und Gefühle (und zwar in meinem Tempo!) - und wenn dann doch noch "Bedarf" nach Austausch mit anderen besteht, dann wende ich mich ganz gezielt an jemanden, bei dem ich die Chancen, dass er mir helfen kann, möglichst gut einschätze.
      Ceterum censeo maximum numerum consocium in epistulis esse duplicandum.
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      Ich würde sagen, ich kann nur entweder oder, aber das gesunde Mittelmaß geht bei mir nur schwer.
      Wenn mir Leute sympathisch sind und ich mich wohl fühle, bin ich völlig offen. Wenn mir Leute unsympathisch sind oder ich weiß, dass sie doof reagieren auf manche Themen oder allgemein die Sorte "Nachbohrer" sind, dann rede ich deutlich weniger bis gar nicht und es strengt mich dann auch viel mehr an. Leider ist ausgerechnet meine Mutter auch so, also ich habe da immer Angst dass gleich wieder eine Bewertung als Reaktion kommt und traue mich schon fast gar nicht mehr da mal persönlichere Themen zu besprechen.
      Da ich sehr hohen Redebedarf und Mitteilungsbedürfnis habe, ist es fast schon schmerzhaft für mich, wenn ich nicht reden "darf".

      Je mehr Verletzung stattgefunden hat in der Beziehung, desto mehr ziehe ich mich zurück (aktiv, also ich muss mich dazu bemühen und mich daran erinnern).

      Ich würde aber sagen, ich bin in der Hinsicht hoffnungslos optimistisch (oder naiv, wenn man es so will). Die paar Leute die das, was ich so sage und wie ich bin, gegen mich verwenden, haben es zum Glück nicht geschafft mich da zu sehr zu verändern.
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      Bei Leuten die ich mag und die ich auch schon 'ne ganze Weile kenn, bin oft sogar zu offen. Da hab ich z. B. keine Hemmungen über sehr private Dinge zu reden. Bei Leuten, die mir unsympathisch sind und die ich nicht gross kenn, bin ich eher zugeknöpft. Und je mehr so jemand von mir wissen will, desto weniger sag ich. Da geb ich dann auch schon mal absichtlich falsche Antworten und führ denjenigen ordentlich aufs Glatteis.
      Let the wind carry you home
      Blackbird fly away
      May you never be broken again
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      Ich bin ziemlich verschlossen, aber wenn mich jemand fragt, dann antworte ich offen. Wenn niemand fragt, dann erfährt man auch nichts.
      Einmal habe ich mich geärgert, weil mich jemand ausgefragt hat und ich ehrlich geantwortet hatte. Ich dachte dann auch, ich hätte eigentlich lügen sollen, aber das fiel mir erst hinterher ein.
      Menschen sind auch nur Tiere. - Ich mag Tiere!
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      Rusty Mike wrote:

      Bei Leuten die ich mag und die ich auch schon 'ne ganze Weile kenn, bin oft sogar zu offen. Da hab ich z. B. keine Hemmungen über sehr private Dinge zu reden. Bei Leuten, die mir unsympathisch sind und die ich nicht gross kenn, bin ich eher zugeknöpft. Und je mehr so jemand von mir wissen will, desto weniger sag ich. Da geb ich dann auch schon mal absichtlich falsche Antworten und führ denjenigen ordentlich aufs Glatteis.
      geht mir auch so, nur kann ich keine falschen Antworten geben , nicht weil ich so ehrlich wäre sondern nicht schlagfertig? bin.
      echt , das ist ja schon wieder schwierig zu formulieren und rechtschreiben geht mir sowieso uf en Geist :d
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      Rusty Mike wrote:

      Und je mehr so jemand von mir wissen will, desto weniger sag ich.
      Das ist bei mir ganz genau so. Wenn jemand das quasi "einfordert", dass ich ihm Dinge über mich erzähle, dann finde ich das ziemlich unverschämt und sage ganz bestimmt nichts.
      Ceterum censeo maximum numerum consocium in epistulis esse duplicandum.
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      Das kommt bei mir oft auf mein Gegenüber an. Wenn derjenige mit dem ich zusammen bin und Zeit verbringe selbst offen ist, kann ich das auch recht gut, wenn derjenige aber selbst den Mund kaum aufbekommt, bin ich eher verschlossen und weiß selbst nix zu reden.
      Manchmal ist es so, dass ich fremde Menschen sehe die mir sofort symphatisch sind (meistens son Mutterübertragungsding), bei denen ich von Anfang an wie ein offenes Buch zu lesen bin. Hatte ich letzte Woche auf einer Fortbildung mit der Referentin. Am zweiten Tag konnte ich mit ihr über meine traumatische Vergangenheit sprechen, wie ich es mit meiner Therapeutin bspw. nicht kann. Wobei die Referentin vielleicht den Bonus hat, dass ich sie nur noch einmal sehen und keine nähere Beziehung mit ihr eingehen muss.
      Oft bin ich auch verschlossen, wenn ich Angst habe etwas falsches zu sagen oder zu machen, ich will nicht dass man merkt, dass mir vielleicht Erfahrung oder Wissen zu etwas fehlt. Oder wenn mich etwas so gar nicht interessiert bring ich mich eben auch nicht in Gespräche ein und wirke da dann verschlossen.
      Aber so ganz grundsätzlich geht meine Tendenz dann doch eher in Richtung offen sein