Asperger mit Verdacht auf Persönlichkeitsstörung

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    • Asperger mit Verdacht auf Persönlichkeitsstörung

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      Das Asperger-Syndrom wurde mir nach der Autismus Testung, jetzt schon zigmal gegeben.
      Die Therapeutin die bei mir die Therapie beendet hat, schrieb bei mir neben Asperger, Verdacht auf Persönlichkeitsstörung. Geht sowas überhaupt?
      Von viele in Selbsthilfegruppen habe ich schon gehört, dass ich traumatisiert sei, was ich auch glaube.
      Statt Verdacht auf Pstb, schrieb die Therapeutin, Verdacht auf Persönlichkeitsdtoerung.

      Durch nicht verarbeitete Verletzungen und Erfahrungen, habe ich im Leben noch sehr starke Probleme.
      Dazu bin ich mittlerweile noch sehr verschlossen

      Ist Asperger mit Apersönlichkeitsstörung als Diagnose möglich?

      Meiner Meinung nach würde Asperger mit soziale Ängste und Pstb auch meine ganze Symptomatik abdecken, Therapeutin scheint es aber anders zu sehen.
      Herzlichen Dank.
      L. G. Daniel :thumbup: :thumbup:

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      Ich denke schon, dass es möglich ist. Es gibt ja die verschiedensten Komorbiditäten zum Asperger. Aber es ist auch möglich, dass es sich dabei um eine Fehldiagnose/verdacht handelt. Vielleicht einfach mal eine Zweitmeinung holen, das ist oft hilfreich.
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      Wenn man Autismus auf der rein neurologischen Ebene etrachtet, ist die Ursache für das Phänomen eine andere Verarbeitung der einkommenden Informationen durch die Sinnesorgane als bei den meisten anderen Menschen. Das bezeichnet man dann als Entwicklungsstörung (Störung als etwas, das sich nicht so entwickelt wie die Mehrheit, das Wort bezeichnet also eine relative, statistische Größe).

      Eine Folge dieser anderen Wahrnehmung, ist die Persönlichkeitsstörung, die beim Asperger Syndrom dazugehört. Ein ganzer Teil davon ist sicher auch auf all die negativen Erfahrungen zurückzufühern, die die meisten von uns haben (Ich kommuniziere z.B. für andere seltsam, und das war oft nicht schön). Die Erfahrungen formen aber eben auch die Persönlichkeit.

      Und ohne die relativ auffälligen Merkmale einer solchen Störung wäre Autismus quasi nur per Hirnscreen zu entdecken, wenn überhaupt. Aber die eben akut auftretenden Probleme lassen in ihrer Gesamtheit betrachtet Rückschlüsse darauf zu, daß jemand Autist ist.
      Freiheit ist, wenn alle satt sind.
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      Meine Psychologin bei der Autismus Diagnostik sagte mir, dass die Autismus-Diagnose und eine Persönlichkeitsstörung nicht zusammen diagnostiziert werden dürfen. Dies sei wohl eine Regel. Irgendjemand hat wohl festgelegt, dass Autismus und eine Persönlichkeitsstörung nicht zusammen auftreten können, bzw. dass man dann nciht mehr unterscheiden könne, wozu die Symptome gehören.

      Daher hat meine Psychologin als Diagnose "Autismus-Spektrums-Störung mit Persönlichkeitsstörungsstrukturen" oder ähnliches geschrieben. Also sie hat die Persönlichkeitsstörung erwähnt, ohne sie aber zum Teil der Diagnose zu machen. Ansonsten könnte es wohl zu Problemen führen bzw. man könnte die Diagnose anzweifeln und es doch alles der Persönlichkeitsstörung zuschreiben.

      Natürlich können Autisten aber eine Persönlichkeitsstörung habe, wie alle anderen Menschen auch. Autismus macht einen ja nicht Immun dagegen. Aufgrund des Autismus ist man sogar noch anfälliger für eine Persönlichkeitsstörung. Mir ist es daher rätselhaft, wieso sich beides ausschließen kann. Trotzdem verstehe ich die Problematik, dass sich die Symptome von beiden sehr ähneln, und daher die Diagnose von beiden lieber vermieden wird.

      Das ist so, als würde ein Arzt bei dir Diagnostizieren, dass du eine Allergie hast und eine Erkältung. Beides kommt gerne mit ähnlichen Symptomen einher. Und später könnten andere Ärzte bezweifeln, ob du wirklich eine Allergie hast, oder eine Erkältung, oder ob du doch nur eines von beiden hast. Auch wenn sie eine völlig andere Behandlung nach sich ziehen. Aber natürlich kann jeder mit einer Allergie auch eine Erkältung bekommen, man ist als Allergiker nicht Immun gegen Erkältungen. Ganz im gegenteil, die permanente Reizung der Nase kann ja sogar zu einem erhöhten Erkältungsrisiko führen (wenn wir von einer Allergie durch die Luft ausgehen).

      Daher ist es völlig blödsinnig, bei Autismus eine Persönlichkeitsstörung auszuschließen. Aber doch oft notwendig, um die Symptome klar zuzuordnen und um spätere Zweifel auszuschließen.
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      Ich wüsste nicht, was dagegen spricht, auch wenn manche Kombinationen.. widersprüchlich klingen, oder schlicht unwahrscheinlich. Ich rede dabei aber von Kluster B Störungen, die sich aber seltsamerweise ein wenig ähnlich äußern können. Bevor mein Autismus diagnostiziert wurde, habe ich zum Beispiel einmal die Diagnose "gemischte Persönlichkeitsstörung" bekommen, wobei Borderline im Vordergrund stand. Hinterher sagten mit andere Psychologen und Therapeuten, das stimme absolut nicht, ich habe keine Persönlichkeitsstörung, eher eine komplexe posttraumatische Belastungsstörung. Meine Autismusdiagnose ist allgemein anerkannt, der einzige, der noch meint, ich habe daneben auch noch Borderline, ist mein Psychiater, der mir meine Medikamente verschreibt. Ich werde wohl nie genau herausfinden, was jetzt stimmt, glaube aber nicht an eine Borderline-Persönlichkeitsstörung in meinem Fall.

      Depressive, ängstliche und zwanghafte Störungen kann ich mir zusammen mit Autismus gut vorstellen.
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      Daniel1 wrote:

      Ist Asperger mit Apersönlichkeitsstörung als Diagnose möglich?
      Du kannst gleichzeitig Läuse und Flöhe haben.

      PS entsteht ja sehr oft durch frühkindliche Erfahrungen/Traumata. Das packt sich dann auf den Asperger mit drauf, der angeboren ist. PS ist es nicht und tritt später auf.

      Je älter man ist, desto schwieriger wird es sein, Symptome klar zuzuordnen.


      Dennis82HH wrote:

      Meine Psychologin bei der Autismus Diagnostik sagte mir, dass die Autismus-Diagnose und eine Persönlichkeitsstörung nicht zusammen diagnostiziert werden dürfen.
      Und hintereinander?