Diagnose wenn Eltern verstorben sind

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    • H. M. Murdock wrote:

      Was sind denn das bei dir für "Indizien", wenn ich fragen darf...
      Ich picke mal ein paar Formulierungen raus, die jeweils aus einem Zeugnis stammen.
      "nach wie vor passiv und still"
      "nach wie vor passiv, aber aufmerksam"
      "völlig passiv"
      "erfreulich ist sein Bemühen um mündliche Mitarbeit"
      "sehr aufmerksam"
      "selbständig, aber nicht immer sorgfältig" (letzteres ist abhängig vom Fach gewesen, wie man an den Noten deutlich sieht)
      "sollte seine aktive Unterrichtsbeteiligung nicht nur auf einige Fächer beschränken"
      "sehr zurückhaltend"
      "geht Ausseinandersetzungen aus dem Weg" und "löst Konflikte mit Gesprächen"

      Dazu kommt natürlich der Klassiker: Fast ausnahmslos 1 in Informatik/Chemie/Physik, schlechte Noten in Schreiben und Sport, viele gesplittete Noten (Schriftlich gut, Mündlich schwach).
    • Capricorn wrote:

      Ähm....meine "alten" Schulzeugnisse sind wirklich alt.

      Ich bin Ostern 1964 eingeschult worden. Da steht nichts Erhellendes drin. Auch nicht in denen der weiterführenden Schule.
      So ist es auch bei mir :d , ich bin ein Jahr später zu Ostern eingeschult worden. Es waren Kurzschuljahre, denn der Schuljahresbeginn wurde damals auf den Sommer verlegt. Die Grundschulzeugnisse sind völlig unauffällig, nur dass die Noten in Sport und Handarbeit nicht durchgängig so gut sind wie die anderen Noten.
      Auf den Zeugnissen des Gymnasiums ist das einzig Auffällige die Bemerkungen bei "Beteiligung am Unterricht". Dort steht: etwas still, muss aktiver werden, nicht immer gut, wechselnd, genügend.....Das fällt bei den ansonsten guten Zeugnissen ins Auge.... :roll:
      Aber ich habe die Diagnose ja auch ohne die Zeugnisse bekommen.....
      Immer wenn mir jemand sagt ich wäre nicht gesellschaftsfähig, werfe ich einen Blick auf die Gesellschaft und bin sehr erleichtert...... :d
    • @TalkativeP
      Ah, danke. Das "passiv" findet sich in meinen Zeugnissen auch. Auch die Beteiligung am Unterricht wird immer wieder bemängelt. Interessant finde ich bei den ganzen Formulierungen in meinen Zeugnissen, daß sie immer eine "positive Tendenz" zeigen. Also: "... ist noch zu zurückhaltend, beginnt sich aber zunehmend am Unterricht zu beteiligen..."

      Und das ich Konflikten auswich wird auch erwähnt. Habe dann wohl immer angefangen zu heulen... :cry: Später hieß es dann: "Er stellte sich Konflikten und meisterte sie." Ist schon interessant, wenn man da mal auf das Muster achtet. Im Prinzip steht bei mir immer drin: "Das und das ist zwar noch nicht i.O., es wird aber besser." Jahr für Jahr die gleiche "Leier" (RW). Macht mich jetzt irgendwie nachdenklich... :roll:

      Ui, bei dir gab es gesplittete Noten für schriftlich / mündlich auf dem Zeugnis? Schade, die hätte ich auch gerne von mir gehabt.
    • Meine Zeugnisse lesen sich alle ganz genauso. Im dritten Schuljahr steht: "Ich finde schön, dass du dich mittlerweile traust, uns etwas mehr von dir zu erzählen." :d Und ständig "passiv", "still", "zurückhaltend"... Ich nehme meine Zeugnisse mit zur Diagnostik nächsten Montag. Bin sehr gespannt.
    • raspberrymylk wrote:

      Meine Zeugnisse lesen sich alle ganz genauso. Im dritten Schuljahr steht: "Ich finde schön, dass du dich mittlerweile traust, uns etwas mehr von dir zu erzählen." :d Und ständig "passiv", "still", "zurückhaltend"... Ich nehme meine Zeugnisse mit zur Diagnostik nächsten Montag. Bin sehr gespannt.
      Ja... Ich hatte noch ausschlaggebende Gutachten und Zeugnisse aus der Therapie und vom Jugendamt mit zur Diagnostik mitgenommen. Das hat dem Fachdiagnostiker ausgereicht für die Diagnose...

      Wohin gehst du zur Diagnostik?
    • Niklas22 wrote:

      raspberrymylk wrote:

      Meine Zeugnisse lesen sich alle ganz genauso. Im dritten Schuljahr steht: "Ich finde schön, dass du dich mittlerweile traust, uns etwas mehr von dir zu erzählen." :d Und ständig "passiv", "still", "zurückhaltend"... Ich nehme meine Zeugnisse mit zur Diagnostik nächsten Montag. Bin sehr gespannt.
      Ja... Ich hatte noch ausschlaggebende Gutachten und Zeugnisse aus der Therapie und vom Jugendamt mit zur Diagnostik mitgenommen. Das hat dem Fachdiagnostiker ausgereicht für die Diagnose...
      Wohin gehst du zur Diagnostik?

      Ich gehe zu Frau Marquass in Köln.
    • H. M. Murdock wrote:

      Ist schon interessant, wenn man da mal auf das Muster achtet. Im Prinzip steht bei mir immer drin: "Das und das ist zwar noch nicht i.O., es wird aber besser." Jahr für Jahr die gleiche "Leier" (RW).
      Das ist sicher kein Zufall. Es gehört zu den Regeln für Grundschulzeugnisse, dass sie positiv und ermutigend geschrieben sind. Verhalten (oder gar Charakter) soll nicht als "feststehend" beschrieben, sondern nur Tendenzen festgestellt werden. Typisch ist etwa die Aussage, dass ein nachteiliges Verhalten "noch" besteht. Sofern es Tendenzen zum Besseren gibt, werden aber auch die erwähnt. Deine Lehrer scheinen sich an diese Vorgaben sehr gehalten zu haben.

      Übrigens sind wohl nicht wenige Kinder und Eltern enttäuscht, wenn da irgendwann Noten stehen (ab welcher Klassenstufe das so ist, ist wohl je nach Bundesland unterschiedlich). Die wirken oft deutlich negativer als die positiven Formulierungen davor, bei denen man schon "zwischen den Zeilen lesen" muss, um die Probleme und die Kritik zu erkennen. Auch dieses Vorgehen ist sicher ein Grund, weshalb Kinder, die aus heutiger Sicht Autisten wären, in früheren Jahrzehnten oft ohne offizielle Diagnosen blieben. Auffälligkeiten gab es zumeist sehr wohl, aber eben auch die Praxis, die bewusst nicht "hoch zu hängen", solange das Kind weder den Unterricht störte noch so massive Probleme hatte, dass sie sich nicht "mit gutem Willen" ausblenden ließen.
      From my youth upwards my spirit walk'd not with the souls of men. (...)
      My joys, my griefs, my passions, and my powers, made me a stranger.
    • In meinen Zeugnissen steht nicht viel mehr, als dass ich aktiv am Unterricht teilnahm und meine Aufgaben schnell, selbstständig und sorgfältig bearbeitete. Hin und wieder ein Zusatz wie "Kann gut Geschichten schreiben". In der Vierten Klasse wird dann auch erwähnt, dass ich gut in der Gruppe arbeite (wo ich stets die meisten Aufgaben selbst übernahm). Ich fand den Stoff in der Grundschule immer super einfach und die Struktur passte mir auch (oft alleine in der Klasse Wochenpläne bearbeiten.) Gibt es auch Leute hier, denen es ähnlich wie mir ging?
      "in truth, only atoms and the void" Sean Carroll (paraphrased Demokritos)
    • Leonora wrote:

      H. M. Murdock wrote:

      Ist schon interessant, wenn man da mal auf das Muster achtet. Im Prinzip steht bei mir immer drin: "Das und das ist zwar noch nicht i.O., es wird aber besser." Jahr für Jahr die gleiche "Leier" (RW).
      Das ist sicher kein Zufall. Es gehört zu den Regeln für Grundschulzeugnisse, dass sie positiv und ermutigend geschrieben sind. Verhalten (oder gar Charakter) soll nicht als "feststehend" beschrieben, sondern nur Tendenzen festgestellt werden. Typisch ist etwa die Aussage, dass ein nachteiliges Verhalten "noch" besteht. Sofern es Tendenzen zum Besseren gibt, werden aber auch die erwähnt. Deine Lehrer scheinen sich an diese Vorgaben sehr gehalten zu haben.
      Übrigens sind wohl nicht wenige Kinder und Eltern enttäuscht, wenn da irgendwann Noten stehen (ab welcher Klassenstufe das so ist, ist wohl je nach Bundesland unterschiedlich). Die wirken oft deutlich negativer als die positiven Formulierungen davor, bei denen man schon "zwischen den Zeilen lesen" muss, um die Probleme und die Kritik zu erkennen. Auch dieses Vorgehen ist sicher ein Grund, weshalb Kinder, die aus heutiger Sicht Autisten wären, in früheren Jahrzehnten oft ohne offizielle Diagnosen blieben. Auffälligkeiten gab es zumeist sehr wohl, aber eben auch die Praxis, die bewusst nicht "hoch zu hängen", solange das Kind weder den Unterricht störte noch so massive Probleme hatte, dass sie sich nicht "mit gutem Willen" ausblenden ließen.
      Und auch das wird sich im Laufe der Zeit verändert haben. Bei mir gab es schon im 2. Halbjahr der 1. Klasse Noten. Nur im 1. Halbjahr der 1. Klasse war es ein Berichtszeugnis.
      "In das Popcorn, das Sie gerade essen, hat wer reingepisst!" (Kentucky Fried Movie)


      "Sind Sie Polizisten?" "Nein, Ma'am. Wir sind Musiker!" (The Blues Brothers)
    • thelord wrote:

      Und auch das wird sich im Laufe der Zeit verändert haben.
      Ja, natürlich, das kommt dazu. Außerdem unterscheidet sich die Praxis teilweise sogar von Schule zu Schule. Mancherorts gibt es zumindest in der Grundschule auch in den Klassenstufen, wo schon benotet wird, zusätzlich noch ausführliche Berichte, andernorts stehen dann da nur noch Noten ohne weiteren Text, oder höchstens mal mit einem einzelnen Satz, wenn etwas (in welche Richtung auch immer) sehr auffällig war. Auch die erwähnten "gesplitteten" Noten (in "mündlich" und "schriftlich") sind nicht überall üblich, ebenso wie "Kopfnoten". Und natürlich ändert sich auch das immer mal wieder.
      From my youth upwards my spirit walk'd not with the souls of men. (...)
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    • Leonora wrote:

      Deine Lehrer scheinen sich an diese Vorgaben sehr gehalten zu haben.
      Ich habe da jetzt mal drüber nachgedacht... Ich kann mich für den Zeitraum der ersten beiden Schuljahre tatsächlich nur an den Unterricht bei meiner Klassenlehrerein erinnern. Da gab es mit Sicherheit noch ein, zwei weitere Lehrer, aber geschätzt 90% des Unterrichts hatte ich bei ihr. Ab der dritten Klasse gab es einen neuen Klassenlehrer. Auch da verhielt es sich ähnlich. 80% bei ihm, der Rest hat sich dann auf vielleicht zwei, drei andere Lehrer verteilt. Da es sich eh um eine wirklich kleine Grundschule handelte, war es wohl kein großes Problem, die Lehrer auf vernünftige Kommentare hin zu "trimmen". Erst mit dem Ende der Grundschule nahm die Anzahl der Lehrer zu. Aber ab da gab es auch keine schriftlichen Hinweise mehr.


      Und das mit dem "positiv und ermutigend" Schreiben verstehe ich. Damals diente das sicher dazu, um die Schüler zu motivieren und aufzubauen. Heute wohl eher um sich die Anwälte der Eltern vom Hals zu halten :fun:



      Leonora wrote:

      Übrigens sind wohl nicht wenige Kinder und Eltern enttäuscht, wenn da irgendwann Noten stehen [...] Die wirken oft deutlich negativer als die positiven Formulierungen davor, [...]

      Bei meinen Grundschulzeugnissen gab es ab der dritten Klasse zusätzlich zu den Kommentaren Noten. Und selbst die Noten wurden teilweise kommentiert. Z.B. das die Note in Schrift besser als ausreichend ist. Was ich übrigens in Anbetracht meiner Handschrift für einen "geschenkten" Kommentar halte... Meine damalige Lehrerin ist eine "fast Nachbarin" zu meinen Eltern... Man wil sich ja nicht mit den Nachbarn zerstreiten... :lol:
    • @Kayt: Bei mir steht ähnliches. Nur Gruppenarbeit gab es praktisch nicht, das war noch nicht so 'in' - zum Glück! Bis auf Schrift und Heftführung (bei beidem sollte ich mir mehr Mühe geben) war ich ein echtes Vorzeigekind. Wir hatten auch Wochenpläne, ich habe die immer von oben nach unten abgearbeitet. Eigentlich war es so gedacht, dass man sich die Reihenfolge nach Gefallen zusammenstellt, aber das hätte mich überfordert. Mit den Lerninhalten hatte ich keine Probleme, die Schule war klein und übersichtlich, die Erwartungen an mich sehr klar. Daher bin ich im Wesentlichen gut zurechtgekommen und unauffällig durch die ganze Grundschulzeit gerutscht.

      In meinem Diagnosebericht wurden einige Passagen aus den Zeugnissen zitiert, z.B. dass ich viel Freude am Turnen und Malen zeigte, dass ich hilfsbereit und aufgeschlossen war, dass ich gerne von meinen Erlebnissen erzähle und gut Geschichten schreiben kann. Abschließend stand dann darunter, dass keine klinisch relevanten Einschränkungen in der ersten Lebensdekade vorlagen und Autismus damit ausgeschlossen werden könne.

      Wenn man die Zeugnisse für die einzige und vollständige Wahrheit hält, dann stimmt das wohl. Da ich aber zufälligerweise bei meiner Grundschulzeit dabei war ;) , weiß ich, dass einige Dinge nicht erwähnt wurden (z.B. dass ich mit neuen Dingen schnell überfordert war und dann zu weinen anfing), dass manches nicht stimmt (z.B. hatte ich keine Freude an Sport- und Kunstunterricht) und manches differenzierter betrachtet werden müsste (z.B. habe ich gerne meine Erlebnisse erzählt - jedenfalls meiner Lehrerin, die Kinder saßen halt zufällig dabei und für deren Erzählungen hatte ich kaum Interesse).


      Leonora wrote:

      Es gehört zu den Regeln für Grundschulzeugnisse, dass sie positiv und ermutigend geschrieben sind.
      Dazu kommt, dass auch Lehrer nur Menschen sind. Manche haben Lieblingskinder. Meine Klassenlehrerin mochte brave, etwas ängstliche Mädchen, das war in der Schule ein offenes Geheimnis. Da fielen Zeugnisse eher noch positiver aus; es ist auch eine gängige Strategie, ängstliche Menschen besonders zu loben, damit sie mehr Selbstvertrauen bekommen.


      Zum eigentlichen Thema kann ich nichts beitragen. Meine Eltern leben noch und zumindest meine Mutter ist bereit, genauer hinzugucken und wahrheitsgemäße Angaben zu meiner Kindheit zu machen. Sie hat sogar von sich aus angeboten, zu einem Gespräch mitzugehen, aber es war ausschließlich der Fragebogen von Interesse. Obwohl nicht mal alle Fragen beantwortet werden konnten. Schlussfolgerung des Diagnostikers: "Wo keine Erinnerungen sind, da waren auch keine Auffälligkeiten!"
      Dies ist keine Signatur. Dies ist nur ein Test, ob ich unsichtbar schreiben kann!
    • raspberrymylk wrote:

      Was hat das denn eigentlich genau mit dem Kunstunterricht zu tun? Es gibt doch viele autistische Menschen, die kreativ und künstlerisch begabt sind.
      Viele Aspies haben Schwierigkeiten mit der Feinmotorik, zeigen sich da tendenziell ungeschickter als Nicht-Aspies. Also fallen Dinge wie Ausschneiden, Zeichnen, Ausmalen, mit Ton formen etc. oft schwerer und das Ergebnis ist weniger schön. Das ist natürlich wirklich nur eine Tendenz, es gibt individuelle Unterschiede und ein offizielles Diagnosekriterium ist es auch nicht. Zusätzlich gehen manche Diagnostiker auch immer noch davon aus, dass Kreativität (und Phantasie) grundsätzlich bei Autisten nicht vorkommen.
      Dies ist keine Signatur. Dies ist nur ein Test, ob ich unsichtbar schreiben kann!
    • Krass genau so geht es mir mein ganzes Leben. Als ich im Kindergarten gearbeitet hab, haben die kleinen Kids die Sachen schöner und genauer ausgemalt und ausgeschnitten als ich es jemals hin bekommen würde. Ich bin mit meinen 40 so grobmotorisch das es mir manchmal echt peinlich ist.
    • Mya wrote:

      raspberrymylk wrote:

      Was hat das denn eigentlich genau mit dem Kunstunterricht zu tun? Es gibt doch viele autistische Menschen, die kreativ und künstlerisch begabt sind.
      Viele Aspies haben Schwierigkeiten mit der Feinmotorik, zeigen sich da tendenziell ungeschickter als Nicht-Aspies. Also fallen Dinge wie Ausschneiden, Zeichnen, Ausmalen, mit Ton formen etc. oft schwerer und das Ergebnis ist weniger schön. Das ist natürlich wirklich nur eine Tendenz, es gibt individuelle Unterschiede und ein offizielles Diagnosekriterium ist es auch nicht. Zusätzlich gehen manche Diagnostiker auch immer noch davon aus, dass Kreativität (und Phantasie) grundsätzlich bei Autisten nicht vorkommen.
      Ah, klar, danke! An die Motorik hatte ich gar nicht gedacht, ich verstehe. :thumbup:
    • @Mya Danke für deinen Beitrag. Finde ich schon seltsam, deshalb ASS auszuschließen. So wie ich es verstanden habe, müssen zwar Auffälligkeiten/Besonderheiten/Abweichungen schon seit frühester Kindheit bestanden haben, aber Probleme deshalb können auch erst im späteren Lebensverlauf entstanden sein.

      Meine Familie fand mich schon immer "anders" als die meisten Kinder (zum Teil ungewöhnliche Interessen, ich habe als kleines Kind wohl wie ein "Wasserfall" geredet und wurde wohl von einigen auch als ziemlich "altklug" betrachtet, stundenlange Beschäftigung mit mir allein, ein paar sensorische Probleme...) jedoch hatte ich in der Grundschule keine allgemeinen Probleme. Auch wenn ich mich in den ersten beiden Jahren eher weniger für andere Kinder interessiert habe, war ich in die Klassengemeinschaft integriert, der Unterricht fiel mir leicht. Nur auf dem Schulhof und im Sportverein gab es z.T. Mobbingprobleme).
      "in truth, only atoms and the void" Sean Carroll (paraphrased Demokritos)
    • Ich zitiere mal was in einem Gutachten aus meiner Grundschule an das Jugendamt ging...

      "Seit Dez. 2003 nimmt Niklas 1 Mal wöchentlich an einem Projekt der Universität Vechta teil.

      Die" soziale Gruppenarbeit " an der 8 Kinder des Schulkindergartens teilnehmen, wird von 2 Pädagogen geleitet...

      Niklas wird in einer Gruppe von 15 Kindern betreut.
      Seine oft extreme motorische Unruhe reduziert seine Aufmerksamkeit erheblich und stört auch die Kinder in seiner Umgebung. Es gelingt ihm nicht seine Wahrnehmung zu koordinieren und auf das wesentliche zu lenken und zu deuten.

      Bei der Umsetzung von Anweisungen reagiert Niklas deutlich verlangsamt und mir geringer Merkfähigkeit. Niklas bemüht sich, kommt aber schnell an die Grenzen seiner Leistungsbereitschaft und Konzentration.
      Seine gestörte Koordination der Feinmotorik erschwert den Umgang mit Stiften, Schere noch zusätzlich...

      Die alleinerziehende Mutter erkennt die Probleme, ist aber nicht in der Lage ein ausgeglichenes Umfeld von Reizüberflutung zu schaffen.

      Prognose :
      Niklas verfügt über ein erweitertes Umwelrwissen und verfolgt eigene Interessen, aber auch ausschließlich.

      Auf schulisches Lernen und gemeinsames Handeln kann Nikas sich aufgrund der vielfältigen Störungen und noch nicht ausreichend einlassen. "

      " Dringende Weiterführung der bisherigen Fördermasnahmen "...