Was macht die Autismustherapie besonders?

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    • Was macht die Autismustherapie besonders?

      Hallo,

      ich hatte am Montag ein Gesprächstermin im Kreishaus unserer Stadt, bei dem ein Gutachten erstellt wurde. Konkret ging es dabei um die Frage, ob ich wirklich eine spezielle Therapie im Autismus-Zenter brauche.
      Ehrlich gesagt hat mich das ziemlich gewundert. Habe ich eine falsche Vorstellung von der Autismustherapie für Erwachsene oder die?
      Ich würde gerne im Autismus-Zenter angebunden sein, weil die Ärzte sich dort mit Autismus auskennen. In normalen Therapien passieren sehr oft Sachen, mit denen ich absolut nicht zurecht komme. ZB Phrasen wie "du musst einfach deine Gefühle mehr zeigen". Oder als ich erwähnt habe, dass ich nicht gerne kuschel: "Dann hat dich deine Mutter bestimmt vernachlässigt." (Nein, hat sie nicht. Aber ich kann da auch nicht gegen argumentieren.)
      Ich hoffe also eigentlich darauf, dass die Autismustherapie eine relativ normale Gesprächstherapie ist, in der ich aber verstanden werde und an meinen tatsächlichen Problemen gearbeitet wird.

      An diejenigen, die von euch Erfahrung damit haben: Wie habt ihr das erlebt?
      Und: Gibt es Gründe, warum man als Autist lieber doch eine "normale" Therapie machen sollte, wie die Damen im Kreishaus erklärt haben?

      LG
      Lou
    • Kreishaus, wie Kreisverwaltung? Dann ist deren Argument (was ich persönlich ziemlich fies finde) klar: eine Autismus-Spezifische Therapie bezahlt das Sozialamt (also die), eine psyhotherapheutische Therapie Krankenkasse oder Rentenkasse.
      Zumindest hier ist das so.
      Ich hab bisher nur den Antrag gestellt, kann also nicht viel zum Inhalt sagen. Mir wurde gesagt, dass es mehr ein Pädagogisches Konzept ist, als ein psychologisches / therapeutisches.
      Und da die Fachleute für Autismus sitzen bzw mit dir arbeiten, wissen die auch recht gut "was nicht weggeht".
      »Bist du denn verrückt geworden?« »Nein. Mich gab's schon so ab Werk.« 8-)
    • Danke für die Antwort.

      Soweit hast du recht mit dem, was du gesagt hast.

      Es ging nur nicht darum, ob die Therapie als solche etwas bringen würde, sondern ob ich noch mal eine klassische Therapie machen soll.
      Bei Problemen wie zB Einkaufen sagten sie, ich solle ambulantes betreutes Wohnen beantragen und werde das mit der Zeit dann lernen. Das zahlen allerdings auch die. Wobei ich da auch sagen muss, dass ambulantes betreutes Wohnen wahrscheinlich mehr hilft als Therapie, weil es "direkt vor Ort" ist. Mir würde sprechen trotzdem tatsächlich mehr bzw noch mal anders dann helfen.

      Mich wundert nur, warum da so ein riesen Unterschied zwischen den Therapieformen gemacht wird.

      Du weißt wahrscheinlich auch nicht, inwiefern das eher ein pädagogisches Konzept ist bzw ob das auch für Erwachsene mit Autismus gilt?

      Lg
    • Also meiner Erfahrung nach ist es genauso, wie Du es beschreibst. Ein Therapeut, der sich nicht im Autismus-Spektrum auskennt kann von falschen Grundanahmen ausgehen, die dann mehr schaden, als helfen (ist mir auch ein paar Mal passiert). Ein Therapeut, der sich mit dem autistischen Spektrum auskennt nutzt nicht unbedingt andere Therapieformen, weiß aber um die Probleme, die damit einher gehen. Ich bin seit einigen Monaten in einer Autismus Ambulanz bei einer Therapeutin und auch wenn Sie, genauso wie meine Therapeuten zuvor, Verhaltenstherapeutisch arbeitet merke ich schon einen starken Unterschied allein dadurch, dass ich viele Besonderheiten nicht nochmal erklären muss und mir mehr Verständnis für Probleme entgegengebracht wird, mit denen sich andere Therapeuten schwer getan haben.

      Grüße
      Frau Platypus
    • Der Therapeut, der auf Autismus Spektrum spezialisiert ist weiss, welche Fallstricke und Katastrophen uns heimsuchen können und in welchen Situationen für uns schwierig sind.

      Ich glaube nicht, dass jeder Therapeut sich in die Lage eines Autisten versetzen und dementsprechend handeln kann. Wir müssen ja auch erst mal verstanden werden.

      Auch für erwachsene Autisten gibt es eine KVT (kognitive Verhaltenstherapie), mit dem Unterschied, das nur die wirklich dringenden und akuten Probleme abgehandelt werden. Naja, wir ollen Säcke sind bis dato ja meist auch irgendwie zurecht gekommen und es dürfte schwierig werden, ca. 20 o. mehr Jahre nachzuholen, was meiner Meinung nach auch nicht wirklich zielführend ist.
    • Frau_Platypus wrote:

      Ich bin seit einigen Monaten in einer Autismus Ambulanz bei einer Therapeutin und auch wenn Sie, genauso wie meine Therapeuten zuvor, Verhaltenstherapeutisch arbeitet merke ich schon einen starken Unterschied allein dadurch, dass ich viele Besonderheiten nicht nochmal erklären muss und mir mehr Verständnis für Probleme entgegengebracht wird, mit denen sich andere Therapeuten schwer getan haben.
      Das kann ich so bestätigen.

      Ein normaler Therapeut kann auch gut sein, sich alles erklären lassen und darauf Rücksicht nehmen, aber eben, man muss es erklären, und jemand, der sich auskennt, weiß schon einiges, dadurch spart man sich viel Zeit und Mühe. Dadurch kann man auch viel gezielter an den eigentlichen Problemen arbeiten, ohne sich in Nebenschauplätzen zu verlieren. Für die Verarbeitung der Diagnose und den Umgang damit, sowie Verbesserungen im Leben/Umfeld, finde ich eine autismusspezifische Therapie wichtig.
      Meine Therapeutin hat aber ansonsten auch die gleichen Methoden wie normale Therapeuten. In meinem Fall zahlt es sogar die Krankenkasse, weil sie eine Approbation als Verhaltenstherapeutin hat.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Louveteau wrote:

      ich hatte am Montag ein Gesprächstermin im Kreishaus unserer Stadt, bei dem ein Gutachten erstellt wurde. Konkret ging es dabei um die Frage, ob ich wirklich eine spezielle Therapie im Autismus-Zenter brauche.
      Für eine Autismustherapie braucht man eigentlich nur eine offizielle Diagnose und kein Gutachten O.o

      Ich stimme den anderen Kommentatoren hier auch zu.
      Ich hatte schonmal diverse Therapieformen aber damals war ich noch Kind und keiner wusste so genau was ich hatte. Man wunderte sich nur warum ich manche Dinge nicht so konnte oder mich gegen manche Dinge wehement wehrte also wurde manches abgebrochen oder es wurde so gewertet das ich motorisch unterentwickelt wäre.
      Gerade was Shenya sagt kann ich unterschreiben.
      Man kann auch mit normalen andere Psycho,Physio etc Therapeuten glück haben, und jemanden treffen der sich Mühe gibt einen zu verstehen, wenn man etwas gut erklären kann, und man sich sympatisch ist, geht das vielleicht sogar ganz gut.
      Ich wäre nicht immernoch bei meiner Psychotherapeutin, wenn sie mir nicht zugehört hätte oder immer wieder gesagt hätte "Sie sind nicht unterentwickelt, darum kann das kein Autismus sein" sondern sie fand meine ganzen Recherchen, Vergleiche, Ausarbeitungen etc sogar beeindruckend, weil ich mich da so hintergeklemmt habe (RW). Es liegt oft sehr an den Individuen die sich da begegnen.
      Aber ich denke auch das, wenn man die Möglichkeit hat eine Therapie zu machen die für Autisten ist, und wenn du eine Diagnose hast, dann gehe zu einen Autismuszentrum oder einer Behindertenhilfsorganisation die auch solche Therapien anbietet, die wissen mehr und besser über deine Einschränkungen bescheit und verstehen das auch, die wollen dich da auch nicht zwingen andere zu umarmen weil sie WISSEN das man das nicht "aberziehen" kann und sollte.
      In dem Heim wo ich war, hatten die von Autismus auch nicht wirklich ahnung, ich wurde auch gezwungen andere zu umarmen, ich mochte das nicht, und hab es nur gemacht weil ich wieder zurück zu meiner Mutter ziehen wollte.
      Als ich dann wieder bei ihr war, hörte ich damit gleich wieder auf.
      Ich vermute das ist das Kompensationsverhalten was ich von manch anderen hier schon so oft gelesen hab, aber über Jahre hätte ich das sicher nicht ausgehalten.
      Das was ich dort gut gelernt habe, ist das ich besser funktioniere wenn ich eine Woche habe die sich plantechnisch immer wiederholt. So lebe ich heute auch und ich schaffe es dadurch wenigstens einfache Haushaltsdinge zu erledigen. Solange meine Wochen nicht zu voll werden, so das andere Dinge verschoben werden müssen, gerate ich auch nicht durcheinander, und vergesse auch seltener was.
      Ich bin momentan auch erst dabei so eine Therapie zu beantragen.
      Mir wurde gesagt, das man da lernt Gesichter besser zu lesen, es ist also eher mehr Theorie, keine Praxis wo man in die Öffentlichkeit geht und Leute spontan ansprechen soll oder sowas um "Ängste abzubauen" wie es vielleicht bei manchen Persönlichkeitsstörungen der fall wäre.
      Ich habe meist auch nicht das problem das ich angst habe andere anzusprechen sondern das wenn ich andere anspreche, es zu Missverständnissen kommt weil ich entweder zu leise rede oder ich den anderen nicht immer richtig verstehe, sei es akkustisch oder auch vom Inhalt her, das kann an der Person liegen aber auch an Nebengeräuschen etc.
      Das ist also kein problem eines Menschen der generell Angst hat sondern ein Problem das ich nicht abstellen kann, denn wenn ich wo was einkaufe klappt das ja meistens weil immer die gleichen Sätze kommen, und keine Nebengeräusche da sind und es sich auch nicht um komplizierte Anliegen handelt.
      Aber alles was übers normale Einkaufen hinaus geht, wird dann schon schwer.
      Restaurants mit lauter Geräuschkulisse und Anstehtresen meide ich deswegen. Lieber setze ich mich in ein Lokal an einen Tisch und lasse mich bedienen, das ist ruhiger, und es ist im grunde wie normales einkaufen weil die Phrasen hier auch immer die gleichen sind.
    • RegenbogenWusli wrote:

      Für eine Autismustherapie braucht man eigentlich nur eine offizielle Diagnose und kein Gutachten O.o
      Also ich wurde auch zu einem "Gutachten" beim Landkreis eingeladen. Die wollten sich nur nochmal ein persönliches Bild von mir machen, ob ich tatsächlich im Alltag eingeschränkt bin und auch, ob ich die Therapie wirklich von mir aus machen möchte.

      Ich bin jetzt seit Anfang des Jahres in einem Autismus Zentrum und bin dafür unglaublich dankbar. Vor der Diagnose war ich 8 Jahre lang in verschiedenen Therapien, ambulant und stationär, was mir aber im Rückblick mehr geschadet als geholfen hat. Mit dem Schema F kommt man bei Autisten halt nicht weit.

      Ich werde jetzt endlich so angenommen wie ich bin, muss mich nicht rechtfertigen für meine autistischen Eigenheiten und es wird wirklich viel Rücksicht auf meine Bedürfnisse genommen. Das fängt schon bei der Beleuchtung im Therapie Zimmer an! Insgesamt ist die Therapie sehr individuell ausgerichtet und der Fokus liegt überraschenderweise auch sehr auf den positiven Seiten des Autismus. Meine Therapeutin hatte auch extra ein Kontingent, dass nur dafür da war um mich besser kennen zu lernen und alle Autismus relevanten Bereiche durchzusprechen, um zu sehen wo meine Stärken und Schwächen liegen. Wir haben gemeinsam festgelegt, an welchen Themen ich gezielt arbeiten möchte. Gleichzeitig ist auch immer Zeit für aktuelle Themen. Ich habe 1,5 Stunden pro Woche für ein Jahr genehmigt bekommen.
    • Danke für eure Antworten!

      Das bestätigt mich in dem, was ich schon dachte. Nun habe ich auch Worte dafür, um das zu erklären.

      Ich war bereits im Autismus-Zenter und fand das dort auch sehr gut. Besonders aufgefallen ist mir:
      -> es gab ein Zimmer als Büro und ich wusste nicht, ob ich reingehen durfte oder nicht. Sowas stresst mich immer. Aber da war ein Schild an der Wand mit "Nicht betreten, weil ....". Das fand ich gut.
      -> Niemand hat mir "einfach so" die Hand gereicht, was ich sehr gut fand, obwohl ich meist damit nicht mal so viele Probleme habe, andere aber schon.
      -> Beim Erstgespräch durfte ich als erstes meinen Platz wählen, was mir sehr wichtig ist.
      -> Generell konnte ich Fragen stellen über einzelne (mögliche) Symptome und die haben sie beantwortet, wodurch auch die "Stärken und Schwächen" besser erkannt werden konnten.
      -> Sie haben sehr darauf geachtet, dass ich wirklich alles sagen konnte und darauf auch gut reagiert. Also eher das "angenommen" als direkt zu widersprechen wie viele andere Therapeuten meiner Erfahrung nach.

      Ich hoffe, dass die Therapie ähnlich wird. Dann habe ich da ein wirklich sehr gutes Gefühl bei. Vor allem, weil ich direkt Dinge angesprochen habe, die mir in der Zusammenarbeit sehr wichtig sind (direkt reden / nachfragen, wie ich die Sache am Ende der Sitzung sehe, weil mir aktuell teilweise die Fähigkeit fehlt, zu widersprechen).
      Vielleicht hat es auch was Gutes, dass ich vorher so viele Therapeuten hatte. Dadurch kann ich ziemlich gut sagen, was mir hilft und schadet.
      Auf der anderen Seite hatte ich auch einen sehr guten Therapeuten. Also das gibt es schon. Nur in einem Autismus-Zenter wahrscheinlich vermehrt.
    • nichtgeschwindigkeit wrote:

      Also ich wurde auch zu einem "Gutachten" beim Landkreis eingeladen. Die wollten sich nur nochmal ein persönliches Bild von mir machen, ob ich tatsächlich im Alltag eingeschränkt bin und auch, ob ich die Therapie wirklich von mir aus machen möchte.
      Vielleicht dürfen die das unterschiedlich handhaben, sie sind ja keine Ärzte sondern diese Zentren sind meist Unternehmen die wie alle Unternehmen auch irgendwie Geld verdienen wollen und müssen.
      Vielleicht unterliegen die anderen Anforderungen als das Gesundheitssystem.
      Bei dem Zentrum hier in Essen ist eine Diagnose ausreichend.
    • Das Sozialamt hat mich auch nochmal begutachten lassen. Inhaltlich hat man mir dann eine Therapie zugesprochen, finanziell beteiligt sich das Sozialamt bei mir aber leider nur marginal. Aus diesem Grund werde ich die Therapie höchstwahrscheinlich nicht auch nicht wahrnehmen können.

      Es werden also zwei Dinge geprüft:
      1. Ist eine Therapie in einem speziellen Therapiezentrum medizinisch notwendig?
      2. Welche finanzielle Unterstützung steht dir zu?

      Als gut funktionierender Autist wird man hier leider benachteiligt, weil man sich mit einem erheblichen Eigenanteil an den Kosten beteiligen muss...
    • Hallo,

      Das liegt daran das die Beteiligung unter Eingliederungshilfe zählt. Ich zahle für die Hilfen die ich bekomme etwa 1000€/Monat zu.

      Wenn jemand nicht bereit ist sich zu beteiligen frage ich mich immer ob der Bedarf wirklich so da ist....

      Mit feindlichen grüßen

      Lea
      Handle ehrlich, handle weise, sei freundlich, baue Brücken keine Mauern, aktzeptiere Fremdes, freue dich über Unterschiede.
    • Lea wrote:

      Hallo,

      Das liegt daran das die Beteiligung unter Eingliederungshilfe zählt. Ich zahle für die Hilfen die ich bekomme etwa 1000€/Monat zu.

      Wenn jemand nicht bereit ist sich zu beteiligen frage ich mich immer ob der Bedarf wirklich so da ist....

      Mit feindlichen grüßen

      Lea

      Welche Hilfen sind das den?
      Ich habe die Info. dass die gesetzliche Krankenkasse die Kosten für eine Psychotherapie übernimmt. Verhaltenstherapeutische Maßnahmen werden also durchaus auch vollständig von der GKK übernommen.
    • Bei mir Eingliederungshilfe und die Arbeit in einer tagesstruktur(die Ebene unter der Werkstatt). Ich verfüge über eine hohe Rente und eine Berufsunfähigkeitsversicherung wodurch ich ein hohes monatliches Einkommen habe.

      Ich mache auch Verhaltens Therapie, aber das wird von der Kasse gezahlt (60 Stunden genehmigt...) weil sie gegen meine anderen Krankheiten ist und nicht gegen Autismus. Man muss die Abrechnung mit der Kasse halt sowas haben wie Depression.
      Handle ehrlich, handle weise, sei freundlich, baue Brücken keine Mauern, aktzeptiere Fremdes, freue dich über Unterschiede.
    • Ambulant betreutes Wohnen zum Beispiel auch.
      Als Daumenregel(RW) kann man sagen: Sozialarbeiter zahlt die Krankenkasse nicht.
      Die Maßnahmen sind dann im SGB geregelt, sind also Sozialhilfe.
      Für Sozialhilfe gibt es (teilweise unterschiedliche) Regelungen bzgl. Einkommen und Vermögen.
    • Lea wrote:

      Ich mache auch Verhaltens Therapie, aber das wird von der Kasse gezahlt (60 Stunden genehmigt...) weil sie gegen meine anderen Krankheiten ist und nicht gegen Autismus. Man muss die Abrechnung mit der Kasse halt sowas haben wie Depression.

      Ich hatte extra bei meiner Kasse nachgefragt. Psychotherapeutische Maßnahmen werden bezahlt, auch bei Autismus. Voraussetzung ist halt, dass es ein niedergelassener Therapeut mit Kassenzulassung ist. Die sollten die auf Autismus spezialisierten Therapeuten ja eigentlich haben.

      Bleibt noch die Wartezeit bis zum Erstgespräch beim Therapeuten.

      Kann mir jemand sagen, mit welchen Wartezeiten zu rechnen ist?
    • Erfahrung sagt wenn du kein extrem dringender Fall bist (z. B. Weil es um aktuelle suizidgedanken geht, oder du sonst in eine Klinik müsstest) etwa 3-9 Monate.
      Handle ehrlich, handle weise, sei freundlich, baue Brücken keine Mauern, aktzeptiere Fremdes, freue dich über Unterschiede.
    • Ist folgender Sachverhalt dringend?

      Man kann keine Absichten des Gegenüber erkennen und es sind keine verbalen Möglichkeiten vorhanden um sich verteidigen zu können. Daher ist man quasi auf die Gutmütigkeit und das Wohlwollen anderer angewiesen, damit man z.B. den Job behält usw. Je nach Situation weiss man nicht, wie man sich angemessen verhalten kann.

      Somit ist ja ein freies selbstbestimmtes Leben quasi nicht mehr gegeben.
    • AspiIT wrote:

      Ist folgender Sachverhalt dringend?

      Man kann keine Absichten des Gegenüber erkennen und es sind keine verbalen Möglichkeiten vorhanden um sich verteidigen zu können. Daher ist man quasi auf die Gutmütigkeit und das Wohlwollen anderer angewiesen, damit man z.B. den Job behält usw. Je nach Situation weiss man nicht, wie man sich angemessen verhalten kann.

      Somit ist ja ein freies selbstbestimmtes Leben quasi nicht mehr gegeben.
      Dringend ist es, wenn Du den Wunsch hegst, dir den nächsten ICE aus aller nächster Nähe anzuschauen. Auf dem Gleis, mitten auf der Strecke.
      Alles andere ist erfahrungsgemäß nicht dringend.