autismuskundiger Gutachter

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    • autismuskundiger Gutachter

      Hallo,

      ich bin nicht sicher, ob ich bei "Diagnostik und Fachkräfte" richtig bin oder meine Anfrage eher in "Behörden und Nachteilsausgleich" gehört.
      Daher habe ich das gewählt, von dem ich denke, es könnte eher stimmen.

      Ich suche einen autismuskundigen Gutachter. Kennt ihr jemanden?

      Gefragt habe ich bisher beim Autismo, bei Dr. Hoffmann (beides in Bochum) sowie bei Dr. Zielke (Dortmund) und von den Genannten ist keiner ein autismuskundiger Gutachter.
      Ob Dr. Zielke jemanden kennt, steht aktuell noch aus, weil ich ihn bisher nicht wieder erreicht habe und er sich auf meine E-Mail auch nicht zurück gemeldet hat.

      Beste Grüße,
      FM
    • Wofür brauchst du den Gutachter denn?

      Ich hatte einen Gutachter für eine Klage wegen Schwerbehindertenausweis, zur Auswahl standen ein Arzt von der Kölner Uniklinik (Vogeley) oder von der Freiburger Uniklinik (Ebert), ich war dann beim Letzteren. War okay, Klage erfolgreich.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Shenya wrote:

      Wofür brauchst du den Gutachter denn?

      Ich hatte einen Gutachter für eine Klage wegen Schwerbehindertenausweis, zur Auswahl standen ein Arzt von der Kölner Uniklinik (Vogeley) oder von der Freiburger Uniklinik (Ebert), ich war dann beim Letzteren. War okay, Klage erfolgreich.
      Hallo Shenya, danke für deinen Kommentar.

      Wo fange ich am besten an... es geht um den Pflegegrad 2 meines Partners.
      Der MDK hat mehrmals Gutachterinnen zu uns nach Hause geschickt, die allesamt leider autismusunkundig waren. Das bedeutet, sie haben typische, autistische Eigenschaften und Symptome nicht als solche gewertet oder sogar abgesprochen.
      Es existieren zwei voneinander unabhängige Autismusdiagnosen, sowie zusätzlich spezialisierte Diagnosen, wie Panikattacken, Agoraphobie, Depressionen, Gesichtsblindheit, usw..

      Der Gang zum Sozialgericht blieb meinem Partner und mir daraufhin nicht erspart. Dort wurde eine weiterer Gutachterin bestimmt, die leider ebenfalls keine Ahnung von Autismus hatte und die ein Gutachten erstellte, in dem sie die Symptome gar nicht oder nur schwach bewertet, sogar objektive Fakten, wie die Menge der Arztbesuche.

      Das Gericht hat uns eine Frist gesetzt, die in der nächsten Woche abläuft. Wir müssen auf eigene Kosten einen Gutachter finden, der Ahnung von Autismus hat, damit wir dieses Gutachten dem Gericht nach §109 vorlegen können.
      Wir beziehen beide leider Sozialhilfe, wollen es jedoch auf diesem Weg versuchen.
    • Featherman wrote:

      Der Gang zum Sozialgericht blieb meinem Partner und mir daraufhin nicht erspart. Dort wurde eine weiterer Gutachterin bestimmt, die leider ebenfalls keine Ahnung von Autismus hatte und die ein Gutachten erstellte, in dem sie die Symptome gar nicht oder nur schwach bewertet, sogar objektive Fakten, wie die Menge der Arztbesuche.
      Bei mir war's so, dass meine Anwältin direkt selbst zwei Gutachter vorgeschlagen hat, und das Gericht hat einen von beiden ausgewählt, das war Prof. Ebert. Das Gericht hat dann diesen Gutachter beauftragt, so musste ich nichts zahlen.
      Ich weiß jetzt nicht, ob man als Privatperson jeden Arzt beauftragen kann, oder wie das dann funktioniert. Wahrscheinlich müsst ihr einfach bei den Ärzten nachfragen. Ein Arzt von einer Autismusambulanz wäre ja gut geeignet.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Das größte Problem wird sein jemanden innerhalb dieser eng bemessenen Zeitfrist zu finden.... denn diese Leute stehen selten Gewehr bei Fuß, wenn du verstehst, was ich meine. Da muss man sich schon hinten anstellen in der Regel... Von daher häng dich ans Telefon und versuch es überall (also bei jeder Institution, die irgendwie mit Autismus zu tun hat) und mach deutlich, wie dringlich es ist. Und schreib auch Emails am besten aber verlass dich nicht darauf, dass man die rechtzeitig liest. Zudem versuch vorsichtshalber schonmal ne Überweisung zu bekommen für den Fall dass du in einer psychiatrischen Ambulanz eines Krankenhauses beim Arzt "vorsprechen" musst, um dein Anliegen vorzutragen.
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.
    • Ja, ich kann Lex' Beitrag nur unterschreiben. Grundsätzlich finde ich die erneute Begutachtung im § 109 so, wie du es beschreibst, sinnvoll. Allerdings kann sie sehr teuer* werden. Wenn du gewinnst, bezahlt das Amt deine Kosten. Wenn du "verlierst", hast du Pech gehabt.

      Wenn dir nur noch der 109er bleibt, überleg doch mal,ob der Schwerbehindertenausweis oder das Merkzeichen (ich weiß ja nicht, um was es genau geht) unbedingt jetzt her müssen.
      Wenn nicht, dann würde ich etwas Zeit abwarten und dann erneut einen Änderungsantrag stellen (und von vorneherein nur Gutachter akzeptieren, die von ASS Ahnung haben).

      Wenn die vorangegangenen Gutachten grottenschlecht waren, würde ich aber auch darauf bestehen, dass sie korrigiert werden. Sonst liest der nächste Gutachter die ollen Kamellen und hält sie für richtig.

      * Es gibt Spezialisten, die verlangen und bekommen 1000-2000 €
      Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie verboten :evil:
    • Ist es nicht so, das wenn man mir solchen Dingen wo ärztliche Gutachten gefordert sind, als "Kläger" bzw Fall-eröffner selber Ärzte dem Gericht vorab vorschlagen kann?
      Das Gericht muss darauf Rücksicht nehmen, und zumindest einen von denen auswählen, wenn diese auch Gutachten erstellen können.
      Als ich wegen dieser Transgender und Namensänderungssache vor Gericht musste, hat mir meine Psychotherapiepraxis auch gesagt das ich die Gutachter selber benennen darf, ansonsten werden mir welche vom Gericht vorbestimmt. Und da könnte man halt Pech haben das man welche bekommt die von der Sache keine Ahnung haben.
      Ich denke das ist in diesem Fall hier vom Verfahren wie man die Sache bewertet das gleiche.
      Dummerweise ist der Antrag bereits gestellt. Man müsste das ganze nochmal zurückspulen und den Antrag nochmal stellen und denen dann selber zwei Ärzte vorschlagen.
      Einen von denen müssen sie dann scheinbar auf jeden Fall nehmen.
      Bei mir haben sie damals den ausgewählt der in der Praxis arbeitet wo ich eh schon hingehe, und einen anderen den ich nicht kannte.
      Beide haben aber deutlich das transgender bestätigt.
      In deinem Fall ist das wegen Autismus.
      Der Therapeut oder was auch immer der ist, der damals mein Gutachten ausgestellt hat, kennt sich durch Zufall auch gut mit AS aus, weil er eine starke Komorbidität zu Transgender sieht.
      Er hatte damals in meinem Bericht das sogar mit einfließen lassen. Ich kann dir aber nicht sagen ob der das heute noch machen würde, da er glaube ich in Rente gehen wollte.
      Wenn du willst, kann ich dir den Namen aber trotzdem per PN geben und du fragst ihn einfach mal.
    • Hier ist ein sehr detailliertes Dokument eines Rechtsanwalts, der dieses Verfahren mit dem Gutachter genau beschreibt:

      uni-regensburg.de/universitaet…chwerbehinderung-2018.pdf

      Die relevanten Stellen beginnen ab Seite 61.

      Kann mir jemand sagen, wie man an einer Klinik einen autismusversierten Gutachter beauftragt, wenn man an dieser Klinik selbst noch nicht war?

      Ich habe mittlerweile den Eindruck, dass viele Rechtsstreitigkeit nur deswegen entstehen, weil vollkommen unkundige Behandler Gutachten erstellen. :frown:

      The post was edited 1 time, last by FruchtigBunt ().

    • Ja, das ist wohl so. Und es besteht von Behördenseite aus auch kein Interesse, das zu ändern.
      From my youth upwards my spirit walk'd not with the souls of men. (...)
      My joys, my griefs, my passions, and my powers, made me a stranger.
    • Als erstes möchte ich mich bei allen bedanken, die hier geantwortet haben, also bei Shenya, Lex, Capricorn, RegenbogenWusli, FruchtigBunt und Leonora.

      Es geht hier um den Pflegegrad 2. Der Fall läuft jetzt bereits seit mehreren Jahren.
      Mein Partner und ich sind zum VDK gegangen, um uns von dem Verein vertreten zu lassen. Uns wurde gesagt, der Verein sei gut in solchen Fällen.
      Die Rechtsanwältin dort hat unseren Fall an eine andere VDK Zweigstelle in einer anderen Stadt abgegeben.
      Die Rechtsanwältin der anderen VDK Zweigstelle ist leider ausschließlich telefonisch an einem Wochentag für eine Stunde erreichbar. Da sie mehrere Fälle betreut, kann es sein, dass man sie nicht erreicht, weil die Leitung permanent besetzt ist.

      Ich wusste nicht, dass es möglich ist, selbst Gutachter vorzuschlagen - das hat uns niemand gesagt.

      In der Bochumer Autismusambulanz, in der LWL Klinik bei Dr. Hoffmann und beim Autismo haben wir bereits nachgefragt, ob jemand dort ein Gutachten erstellen könne, leider ohne Erfolg. Dr. Zielke in Dortmund versuche ich vergeblich seit zwei Wochen telefonisch und via E-Mail zu erreichen. Nächste Woche läuft unsere dreiwöchige Frist ab.

      Bisher kannte niemand der Gefragten einen autismuskundigen Gutachter - mir graust es bei der Vorstellung, dass wir jemanden finden könnten, der sich im Idealfall auch bereit erklären würde, den Job (auf Ratenzahlung) zu machen und der dann keine Zeit dafür übrig haben könnte.


      Eine Überweisung zu einer psychiatrischen Ambulanz bekäme ich vom Hausarzt, oder? Hier sehe ich ein zweites Problem, da mein Partner im Zuge einer Testung bereits einmal in diesem Quartal in einer psychiatrischen Ambulanz war.

      Capricorn wrote:

      Wenn die vorangegangenen Gutachten grottenschlecht waren, würde ich aber auch darauf bestehen, dass sie korrigiert werden. Sonst liest der nächste Gutachter die ollen Kamellen und hält sie für richtig.
      Genau das haben die Gutachter bisher immer gemacht. Sie haben, trotz dass wir jedes Mal eine Stellungnahme mit der Bitte um Richtigstellung (bzw. eine Korrektur) verfasst haben, die alten Gutachten mit in das aktuelle einbezogen und sich kein neues, objektives Bild gemacht.

      Weil der Fall jetzt seit Jahren läuft, geht es um eine größere Summe, die meinem Partner nachträglich zurückgezahlt werden müsste. Wir vermuten, dass die Gutachten deswegen bisher immer negativ ausgefallen sind.
      Das Problem ist, dass Diagnosen, Arztberichte, Symptome und Augenzeugenberichte von mir, meiner Mutter und dem ambulant betreutem Wohnen (Autismusambulanz) ignoriert oder sogar angezweifelt wurden.


      Kann man einfach so einen Antrag auf Fristverlängerung stellen? Ich versuche nächste Woche die VDK Rechtsanwältin zu erreichen und sie darum zu bitten.

      RegenbogenWusli wrote:

      Ist es nicht so, das wenn man mir solchen Dingen wo ärztliche Gutachten gefordert sind, als "Kläger" bzw Fall-eröffner selber Ärzte dem Gericht vorab vorschlagen kann?
      Das ist mir neu. Wir wurden leider nicht gefragt.

      Über eine PN von dir wäre ich sehr glücklich. Ich bin mittlerweile mit meinen Nerven durch.



      Danke für eure Tipps, den Link, die Informationen und Ideen!
      Ich freue mich sehr, dass ihr mir so rege helft!
    • Featherman wrote:

      Ich wusste nicht, dass es möglich ist, selbst Gutachter vorzuschlagen - das hat uns niemand gesagt.
      Ich weiß nicht ob das in eurem Fall auch gehen würde/gegangen wäre. In meinem Fall damals hat mir das mein Psychotherapeut der das Gutachten später auch erstellt hat, und meine Psychotherapeutin bei der ich auch heute noch bin gesagt, sonst hätte ich das auch nie geähnt oder gewusst.
      Da dein fall aber vom Verfahren und mit den Gutachtern her ähnliche Natur hat, kann es sein das das bei deiner Sache auch möglich ist.

      Featherman wrote:

      Eine Überweisung zu einer psychiatrischen Ambulanz bekäme ich vom Hausarzt, oder? Hier sehe ich ein zweites Problem, da mein Partner im Zuge einer Testung bereits einmal in diesem Quartal in einer psychiatrischen Ambulanz war.
      1. ja das macht der Hausarzt, der überweist dich weiter.
      Wie das in den Quartalen aussieht weiß ich nicht, es sollte aber dennoch möglich sein, wegen Zweitmeinung, außerdem müssen die beiden Augenthalte oder Termine wenn das nur ambulant ist, ja nicht um das gleiche Problem/die gleiche Therapie/Grund etc beinhalten.


      Featherman wrote:

      Das Problem ist, dass Diagnosen, Arztberichte, Symptome und Augenzeugenberichte von mir, meiner Mutter und dem ambulant betreutem Wohnen (Autismusambulanz) ignoriert oder sogar angezweifelt wurden.
      Für mich sieht das hier so aus, als wolle man den Fall deswegen so wehement ablehnen weil er denen da zu teuer wird.
      Manchmal hilft auch ein sehr offensiver Weg. Je nachdem in welchem Bundesland du lebst, gibt es bei den Lokalsendern solche Sendungen wie Könnes Kämpft oder andere "Service-magazine die sogar darauf aufmerksam machen das man sich bei denen melden kann, wenn man ein problem mit Behörden, Ärztlichen Gutachten und so weiter hat. Wenn die Medien eingeschaltet werden, fangen die oft aus Kulanzgründen aufeinmal an doch noch ein Einsehen zu haben. Ich glaube der WDR hat sogar so eine Sendung aber ich weiß nicht mehr wie die heißt.


      Featherman wrote:

      Das ist mir neu. Wir wurden leider nicht gefragt.

      Über eine PN von dir wäre ich sehr glücklich. Ich bin mittlerweile mit meinen Nerven durch.
      Das kann ich gut verstehen, mir ginge es da nicht anders.
      Ich sende dir gleich mal eine PN. Vielleicht kann dir der Arzt den ich kenne zumindest einen Rat geben und auch sagen ob das mit dem Nennen von eigens ausgesuchten Gutachtern in deinem Fall geht.
    • Featherman wrote:

      Eine Überweisung zu einer psychiatrischen Ambulanz bekäme ich vom Hausarzt, oder? Hier sehe ich ein zweites Problem, da mein Partner im Zuge einer Testung bereits einmal in diesem Quartal in einer psychiatrischen Ambulanz war.
      Ja, vom Hausarzt. Und wüsste auch nicht, wieso das ein Problem darstellen sollte. Ist ja nur eine Überweisung, kein Rezept. Und entscheidend ist doch nicht wie oft, sondern dass es nen Grund dafür gibt. Der Grund ist einfach der dass wenn du z. B. einen Fachmann beauftragen möchtest, der in deiner Gegend in nem Krankenhaus arbeitet, dann will der das ja auch irgendwie abrechnen können. Der hat ja keine Lust umsonst was für dich zu tun. Von daher geht es schlecht, wenn du da kein Patient bist. Benutzen würdest du die Überweisung letztlich auch nur, wenn du nicht auf andere Art an einen Gutachter kommst.

      Bei Pflegestufenbeurteilung ist halt das Problem, dass für die die Diagnose eher zweitrangig ist. Die haben halt ein ganz festgelegtes Muster, was abgefragt wird. Also sowas wie "kann er sich alleine anziehen?" "Kann er sich alleine was zu essen machen" oder Fragen in der Art. Du kennst das ja. Es geht immer darum in welchen Bereichen er in welcher Form täglich bzw. regelmäßig auf Hilfe angewiesen ist.

      Man kann natürlich immer versuchen, eine Fristverlängerung zu beantragen. Das Problem ist jedoch, dass es hier um einen Rechtsfall geht und alles, was "nur" am Telefon besprochen wurde, später schön abgestritten werden kann bzw. sowieso allgemein nicht viel Wert hat. Anträge stellt man von Amts wegen schriftlich. Von daher formuliere am besten einen handschriftlich unterschriebenen Brief, in dem du die Fristverlängerung beantragst, und schicke ihn per Express an das zuständige Amt. Und mach dir vorher ne Kopie davon. Und schreib das Datum und Aktenzeichen dazu. *seufz* Versuchen kann man's ja... Und kannst dann ja versuchen zusätzlich per Telefon den Brief schonmal anzukündigen.
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.
    • @Featherman

      Da hier jemand schrieb, dass es auch beim Pflegegrad nicht so sehr auf die Diagnosen ankäme, sondern auch auf die Einschränkungen, wäre meine Idee noch, dass man statt einem autismusversierten Gutachter (falls sich keiner finden sollte) womöglich auch mit einem erfahrenen und pro-Patienten eingestellten Gutachter, der speziell sich mit Pflegegraden auskennt, weiterkommen könnte.

      Gibt es bei euch in der Nähe ein Autismustherapiezentrum? Vielleicht könnte man dort auch anfragen, ob die zufällig von einem Klienten her einen Gutachter kennen, der sich mit Autismus auskennt?

      Käme dieses Gutachteninstitut in Dortmund evtl. in Frage (bin mir nicht sicher, ob das zu empfehlen ist, ich finde es wirkt leicht unseriös):
      kinzel-beratung.de/pflegesachverstaendiger/pflegegrad/

      Oder hier in Wuppertal (das macht auf mich einen seriösen Eindruck):
      info-pflegegrad.de/

      Hier findet sich noch eine Liste mit Pflegegutachtern:
      anhaltspunkte.de/anwaltarzt/pflegegutachter.html

      Mit autismusspezifischen Pflegegutachtern bin ich leider überfordert. Ich bin mir auch nicht sicher, ob ein Autismusexperte dann weiß, was die konkreten Anforderungen an ein Pflegegutachten sind. Vielleicht wäre es wirklich sinnvoller, einen guten Pflegegutachter zu finden, der euch dann glaubt und genau hinschaut, was die Einschränkungen sind.

      The post was edited 7 times, last by FruchtigBunt ().

    • Lex wrote:

      Das Problem ist jedoch, dass es hier um einen Rechtsfall geht und alles, was "nur" am Telefon besprochen wurde, später schön abgestritten werden kann bzw. sowieso allgemein nicht viel Wert hat.
      Das stimmt, so haben wir das damals sogar im Wirtschaftsunterricht gesagt bekommen. Dinge die in Telefonaten gesagt werden, haben nur eine Gültigkeit solange das Telefonat dauert.
      Man könnte das aufzeichnen aber wenn der andere das nicht will und ohne sein Wissen/Einverständniss passiert, ist das sogar glaube ich strafbar, bzw sofern der der aufgenommen wurde einen verklagen will.
      Das gleiche gilt auch für mündliche Aussagen in einem normalen gespräch, außer man wurde vorher vereidigt aber ob das da im Gericht so passiert bei diesem Fall weiß ich nicht.
    • Einmal mehr danke an RegenbogenWusli, Lex und FruchtigBunt für die Antworten.


      RegenbogenWusli Morgen ist die Anwältin vom VDK theoretisch wieder telefonisch erreichbar, da werde ich sowohl um eine Fristverlängerung bitten, als auch danach fragen, ob man zu irgendeinem Zeitpunkt einen Gutachter hätte wählen können.
      Beim Hausarzt rufe ich morgen auch an oder schicke gleich eine E-Mail raus. Es ist schon wieder nach 16 Uhr, also erreiche ich dort heute keinen mehr. Das Telefonieren hat heute einfach zu lange gedauert.
      In der Vergangenheit gab es bei mir und meinen Ärzten immer Ärger, wenn ich zweimal dieselbe Überweisung erbeten hatte. Falls das wieder vorkommt, werde ich das Argument der Zweitmeinung in den Raum werfen und schauen, was passiert.
      Ich wohne in NRW, zwischen Essen und Dortmund. An die Medien hatte ich auch schon gedacht, allerdings weiß ich a) nicht, an wen ich mich wenden soll, weil ich derartige Sendungen wie "Könnes Kämpft" oder andere Service-Magazin" nicht kenne und b) wir eine Adresssperre haben und ich nicht weiß, ob ich mich in einem solchen Fall überhaupt an die Medien wenden darf, ohne eine Verlängerung der Adresssperre zu gefährden. Wir dürfen öffentlich nicht einmal unsere Klarnamen nennen.

      Den Arzt aus deiner Privatnachricht konnte ich bisher telefonisch nicht erreichen, ich habe ihm eine E-Mail geschickt und hoffe, dass er sich morgen meldet. Ansonsten muss ich morgen noch mal anrufen.

      Aufnahmen mit Diktiergeräten o.Ä. sind ohne vorherige Erlaubnis strafbar, ja.


      Lex Danke für die Erklärung. Die von dir genannten Bereiche wurden von einem pflegendem Familienangehörigen, mir und dem ambulant betreutem Wohnen (Fachdienst Autismus) beantwortet und das wurde alles bei jedem einzelnen Gutachten ignoriert.
      Manchmal stand sogar als Text das, was wir an Alltagseindrücken über meinen Partner berichtet hatten, doch im Bogen, in dem es um die Punkte geht, wurden die Aussagen nicht berücksichtigt. Selbst die nicht, zu denen es Diagnosen gibt.
      Für morgen mache ich ein Schreiben fertig, in dem ich um eine Fristverlängerung bitte und werde das mit einem Einschreiben Einwurf verschicken lassen. Dann ab Donnerstag versuche ich telefonisch zu erfragen, ob alles angekommen ist und notiere mir meine Gesprächspartner. Danke!


      FruchtigBunt Danke für die Links, die sehe ich mir gleich mal an und bereite die nächste Telefonliste vor. Die Autismusambulanzen in den Nähe habe ich allesamt abtelefoniert. Leider ohne Erfolg.

      FruchtigBunt wrote:

      Ich bin mir auch nicht sicher, ob ein Autismusexperte dann weiß, was die konkreten Anforderungen an ein Pflegegutachten sind.
      Ein guter Gedanke, dessen Antwort mich auch interessiert.


      Nochmal danke an einen jeden von euch!


    • Wenns ne TV Doku drüber geben sollte, kannst du bzw. solltest du von Anfang an sagen, dass es im annonymen Modus laufen sollte. Gibt so Dokus, wo die Gesichter nie richtig zu sehen sind, Stimme wenn nötig verzerrt usw. Oder falls das übertrieben ist zumindest verdeutlichen, dass die Realnamen und die Adresse nicht kenntlich werden dürfen aus der Reportage. Falls nötig könntest du auch einrichten, dass die Hausfront + Straße nicht gezeigt werden und falls kleines Dorf, nicht der Name des Dorfes usw.

      Allerdings denke ich ehrlich gesagt, dass solche Sendungen ziemlich viele Anfragen kriegen und falls sie euch auswählen es zumindest nicht rechtzeitig über die Bühne gehen würde, aber versuchen kann man es ja mal.

      Mal aus Neugier gefragt: Wie kommt es eigentlich, dass du einen pflegebedürftigen autistischen Mann geheiratet hast? Oder hat sich die Pflegebedürftigkeit erst im Laufe der Jahre gebildet bzw. verstärkt?
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.
    • Featherman wrote:

      In der Vergangenheit gab es bei mir und meinen Ärzten immer Ärger, wenn ich zweimal dieselbe Überweisung erbeten hatte. Falls das wieder vorkommt, werde ich das Argument der Zweitmeinung in den Raum werfen und schauen, was passiert.
      Das finde ich schon ziemlich krass. Ich hatte auch mal zweimal eine Überweisung in eine Psychiatrie wegen der Autismusdiagnose erbeten müssen weil die erste wegen zu langen Wartezeiten verfallen ist. Ich wusste damals nicht das man über 6 Monate auf einen Termin warten muss. Der Arzt hatte damit garkein Problem und stellte mir als ich dann den Termin hatte und warnehmen wollte auch sofort eine neue aus.
      Vielleicht ist mein fall aber auch anders weil es da ja nicht um eine Zweitmeinung ging.
      Vielleicht hilft es ja im Zweifelsfall zu sagen das die Untersuchung im ersten Fall nichts brachte und man dir sagte das man sich da wo du warst auch nicht wirklich sicher ist.
      Oder kann der Hausarzt das sehen das das nicht wirklich stimmt?
      Manchmal scheinen hausärzte Unterlagen von Fachärzten zu haben, aber wohl nicht immer.

      Featherman wrote:

      wir eine Adresssperre haben und ich nicht weiß, ob ich mich in einem solchen Fall überhaupt an die Medien wenden darf, ohne eine Verlängerung der Adresssperre zu gefährden. Wir dürfen öffentlich nicht einmal unsere Klarnamen nennen.
      Okay, das ist jetzt etwas wovon ich noch nie was gehört habe. Was ist das und warum bekommt man sowas?
      Dazu kann ich leider auch nichts sagen, aber wenn das dann nicht geht, braucht man wohl nicht weiter darüber nachdenken, ansonsten hätte ich mal versucht was im Internet zu finden, denn da gibt es schon Sendungen. Ich schaue gerne Verbrauchermagazine, auch wenn ich nicht immer alles da verstehe, es ist dennoch interesannt weil man lernt das sich Firmen, Ämter, banken und Versicherungen manchmal echt viel leisten um sich die Welt so zu drehen wie sie es wollen, und nicht so wie es dem Kunden zusteht.


      Featherman wrote:

      Den Arzt aus deiner Privatnachricht konnte ich bisher telefonisch nicht erreichen, ich habe ihm eine E-Mail geschickt und hoffe, dass er sich morgen meldet. Ansonsten muss ich morgen noch mal anrufen.
      Wenn du ihm auf den AB quatschst, kann es sein das er dich zurück ruft, das hatte er bei mir damals glaube ich gemacht.