Welche Probleme habt ihr mit eurer Kommunikation?

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    • Happy to be wrote:

      Es tut mir leid, dass du dich angegriffen fühlst. Ich fragte ja "kann es sein" und "dann wäre" - was für mich bedeutet, wenn nicht, dann nicht. Und woher soll ich auch Ahnung haben, was du kannst oder nicht?
      Insofern habe ich unter diesem "Wenn das so wäre" über die Blockaden geschrieben, die bei jemandem da sein können, der das alles noch nicht nicht kennt. Die auch alle nichts mit "Faulheit oder nicht wollen" zu tun haben, sondern mit heftigen Problemen, und dem ganzen emotionalen Brei, der dann in einem ist, mit sowas plötzlich umgehen zu müssen.

      Btw, wenn ich meinen würde, jemand sei faul oder wolle nur nicht, dann schreibe ich das auch genau so. Darauf kannst du dich bei mir verlassen.
      Okay, dann verstehe ich das jetzt.
      Ich habe das was du geschrieben hast, dann wohl aus gewohnheit in einem anderen Kontext gelesen, als ich es hätte tun sollen.
      Ich kenne solche Sätze im grunde nur aus der "NT-Welt" wo es das bedeutet was ich oben schon erklärt habe, also das jemand vermutet, ich wäre so und so etc, was eben nicht so ist.
      Ich glaube ich muss bei deinen Texten dann alles exakt wörtlich nehmen, was ich manchmal scheinbar auf gewohnheit schon garnicht mehr tue.
      Komisch, weil wenn ich selber etwas schreibe, meine ich das auch immer exakt so wie es da steht und wundere mich dann, das andere da auch was anderes heraus lesen.. :m(:


      Happy to be wrote:

      Jetzt liest sich für ich das eher so, als würde du mit etwas Ähnlichem kämpfen wie ich, die es allerdings immer noch nicht geschafft hat, einen GdB zu beantragen oder irgendwelche Hilfen, sogar Hemmungen hat, sich an "Hilfestellen" zu wenden, und sich hier entschieden hat, mir diesen Stress - noch - nicht anzutun. Es kann ja sogar gut sein, dass du allgemein mit Behördenkrams formal deutlich besser klarkommst als ich.
      Ja das kann sein.
      Ich kann leider nicht konkret raten welche dieser Einrichtungen die du nutzen kannst, dir konkret weiter helfen würden. ich musste selber verschiedene Einrichtungen anlaufen und fragen, und nicht alle waren wirklich bereit mir zu helfen.
      Ich hatte damals gedacht das das Autismuszentrum sich um sowas auch kümmert aber sowas machen die scheinbar echt nur widerwillig.
      In dem 2. Ding wo ich dann hin bin, erklärte man mir ähnliches.
      Aber man verwies mich dann halt an die dritte Stelle, welche der EUTB war.
      Die haben mir nun tatsächlich geholfen. Die scheinen zumindest recht viel zu wissen und sind auch freudnlich und scheinen nachvollziehen zu können was für Probleme man hat. Auch was den Ärger mit Ämtern angeht.
      Wenn du einen EUTB auch bei dir in der Nähe hast, kannst du ja mit jemandem zusammen versuchen dort hinzugehen bzw erstmal per email (so hab ich das gemacht und die haben auch sehr schnell geantwortet) einen Termin zu vereinbaren und zu erklären mit was du Probleme hast.
      Ich hatte meine Anliegen vorab in der email erklärt und man hat mich da auch garnicht abgewiesen.
      Bis jetzt fand ich es von allen Einrichtungen am hilfsreichsten. Gekostet hat mich das auch nichts.


      Happy to be wrote:

      Gelernt habe ich immerhin meine Naivität heute mit zu denken. Sie ist nicht weg, aber ich werde schneller auf Widersprüche aufmerksam, die auf "DA ist was nicht richtig" hinweisen. Damit andere nicht so viel Zeit und Lehrgeld investieren müssen.
      Ich hoffe das ich sowas auch lernen kann.
      Wenn du auch davon betroffen bist, dann kennst du das ja selber auch ganz gut und weißt wie frustrierend das ist.
      Ich merke oft, das ich in einer neuen Situation so sehr auf das hier und jetzt konzentriert bin, das mir Paralelen auf vergangenen Missverständnissen oder Problemen die es mal gab, garnicht erst einfallen, als wäre jede Situation wieder komplett neu und vorher nie erlebt.
      Es klappt nur manchmal bei sehr einstudierten Sachen wie wenn mich jemand auf der Straße anquatscht und ich schon vorher erkennen kann das es nur ein Bettler oder ein Unterschriftensammler ist.
      Sonst bin ich da auch wieder so naiv wie sonst auch.


      Happy to be wrote:

      Die Idee mit dem Wusli kam mir, weil ich die Technik verwende, ein Symbol vor mich zu setzen, wenn etwas kompliziert und unverständlich für mich ist, damit ich mich erinnere, schon anderes komplizierte auch mal hingekriegt zu haben. Was mich dann ruhiger macht auch zu diesem neuen "Kompliziert", dass allein schon Blockaden auslöst, weil es überhaupt vorhanden ist und mir dann mein IQ erst mal gar nichts nutzt.
      Ich glaube, nur deshalb hatte ich einen fiesen Trick des Rentenversicherer erkannt, der damit noch meine Reha bis auf den Sankt Nimmerleinstag hätte verzögern können.
      Deine Erfahrungen mit dem Arbeitsamt, decken sich mit meinen.
      Im Grunde ist die Idee eigentlich nicht schlecht, ich habe meistens meine Bilder mit dabei, also wirklich alte Dinger die mit mir zusammen schon schlimme Dinge durchgemacht haben und auch als wenige Bilder die Frau meines Vaters "überlebt" haben. Die hatte damals die meisten meiner Bilder einfach weggeworfen, weil sie meinte ich würde selbstgespräche führen und das wäre krank und die Bilder seien schuld daran.
      Ich schaue die Bilder dabei manchmal kurz an, vielleicht als seelische Unterstützung, ich weiß es nicht.
      Aber wirklich helfen mich vor Lügen, Streit, Missverständnissen oder ähnlichem zu bewahren klappt da leider auch nicht.
    • RegenbogenWusli wrote:


      Ich kenne solche Sätze im grunde nur aus der "NT-Welt" wo es das bedeutet was ich oben schon erklärt habe, also das jemand vermutet, ich wäre so und so etc, was eben nicht so ist.
      Ich glaube ich muss bei deinen Texten dann alles exakt wörtlich nehmen, was ich manchmal scheinbar auf gewohnheit schon garnicht mehr tue.
      Komisch, weil wenn ich selber etwas schreibe, meine ich das auch immer exakt so wie es da steht und wundere mich dann, das andere da auch was anderes heraus lesen..
      Genau das dachte ich mir. Wenn man so verletzt wurde, und dann, was ja auch manche können und machen, mit schenbar freundlich, aber subtlien und fies gemeinten Bemerkungen, dann geht sowas in einem los, solange das noch nicht "ausgeheilt" ist.
      Deine Reaktion war so ansolut untypisch für dich, nach allem, was ich bisher von dir gelesen hatte, da konnte das nur so sein.
      Umgekehrt passiert mir das aber auch ständig. jemand sagt und meint subtil etwas - und kriege es gar nicht mit, weil ich es nur wörtlich nehme. Und dann der Vorwurf, ich hätte denjenigen ignoriert und den doch so klaren Hinweiis nicht verstanden. Und ich "WOOO?". Antwort: "Das hättest du doch merken müssen". Ich: Nein, woran hätte ich es merken müssen? "Ich habs dir doch tausendmal gesagt".
      Na super. :irony:
      Zwar habe ich Laufe der vielen Jahre gelernt, auch sowas zu entschlüsseln, aber nie IN der Situarion. Es kann sein, dass mir Tage später erst eine Bemerkung einfällt, ich dann nachdenke, und dann :m(: .

      Zum Glück verraten sich solche Menschen ja auch oft durch andere Unfeundlichkeiten. Was sich leichter erkennen lässt, wenn sie diese gegenüber Dritten bringen.
      Ist deren Methode dann identifiziert, wie und mit welchen Mitteln sie subtil vorgehen, dann beginne ich, auch direkt zu verstehen, was die mit manch "nettem" oder "neutralem" wirklich meinen. Die jeweiligen Muster muss ich aber bei jedem Menschen erst erkennen, lernen, und sie dann auch im Bewusstsein behalten. Das ist ganz schön anstrengend.
      Und oft merke ich erst, dass jemand so agiert, wenn ich - für mich plötzlich und unerwartet - die "volle Breitseite" abkriege incl offen gezeigter Aggression und Abwertung.

      Kurzformel "Was jemand wie gegenüber Dritten sagt, wird er spätestens dann gegenüber mir sagen, wenn ich was sage oder mache, das dem nicht gefällt." Hat sich bisher immer wieder bewiesen, also sich hierfür wappnen, und vor allem nnicht glauben, man sei hier "die Ausnahme, weil Freund". Mittlerweile besteht mein Freundeskreis nur noch aus Menschen, die eindeutig, ehrlich und mit dem Willen zu gegenseitigem Verstehen kommunizieren, auch und gerade wenn mal nicht gefällt, was man gesagt oder zu hören bekommt..

      Ich bin hier zwar naiv und auch langsamer als andere, aber so doof, zu glauben, das ich bei sochen "ehrlich gemocht werden" könnte und das auch noch wollen soll, oder zu hoffen, dass die irgendwann nett und ehrlich werden bin ich nicht...also nicht mehr. :d

      Es ist nicht einfach, immer im Blick zu behalten, dass es bei jeder neuen Begenung eine 50:50 Chance ist, ob der andere ehrlich ist oder nicht, prinzipiell freundlich und auf Verstehen aus, oder nicht.
      Aber spätestens nach den ersten Anzeichen dazu, beginne ich nach denen zu "böse" bewusst "zu scannen", finden sich da drei Anzeichen für ein "Muster" werde ich sehr sehr vorsichtig.

      Wenn jemand nicht verstehen will, wenn jemand streiten will - und gerade diejenigen würden immer behauppten, nicht streiten und verstehen zu wollen - kann man noch so perfet kommunizieren, das hilft nichts. Kommunikation beruht zu 50% darauf, dass der andere auch will, und nicht alle wollen konstruktiv und lösungsorientert.
      Jemand der sagt "Ein Gewitter reinigt die Luft" als RW für Streit muss manchmal sein, damit sich was klärt, wird ganz sicher nie jemand, dem ich vertraue.
      Ich mag auch keinen Streit, habe aber gelernt, diese nicht mehr zu fürchten. Diese Art Streit ist auch nur ene unschöne, fiese Technik. Wer meint, mit dieser Technik "Streit" hier weiiter zu kommen, erlebt nur, dass es auch mal Menschen gibt, die Streit nicht mögen, die diese Technik aber können., und nicht nachgeben undd machen, was sie wollen oder sich zurückziehen und still leiden.

      Manachmal wünschte ich mir, die Friedlichen wären hier etwas streitbarer, würden sich die Techniken aneignen, um sie zu erkennnen und im Notfall anwenden zu können, statt um "des lieben Friedens willen", der ja nur der Friede der Streitenden ist, nachzugeben und still zu halten. Was ja nur bedeutet, der Klügere gibt nach....... und der Dümmere gewinnt.

      Es freut mmich, dass du beii desem EUTB Unterstützung gefunden hast :)
      Ich werde mal googeln, ob es sowas auch hier gibt.
      Liebe braucht Mut
      worldometers.info/
      Gegen Komplexität kann man nicht demonstrieren (scobel)
      ted.com/talks/stephanie_busari…urce=facebook&language=de
      youtube.com/watch?v=I79fZFvz9JA
    • Ich schreib jetzt mal so mittenrein, was mir bei mir in der Kommunikation auffällt.
      Als erstes: ich kommuniziere zu wenig. Zumindest mit gesprochenen Worten. Schreiben kann ich sehr gut und meistens schaffe ich es, direkt zum Punkt zu kommen, ohne lange drumherum zu schreiben. Aber sobald ich reden muss, werd ich total unsicher, stammel gelegentlich rum oder rede gar nicht.
      Ich frage auch kaum bis gar nichts. Also mir fehlt einfach das Interesse am Gegenüber um mit ihm in ein Gespräch zu kommen. Und ich habe oft Probleme, das was in meinem Kopf stattfindet in passende Worte zu fassen. Also, in mir drin sind die Zusammenhänge und alles total logisch und sobald es aus mir raus kommt, ist es das gar nicht mehr und mein Gegenüber hat Probleme mir zu folgen. Im Gegenzug bin ich raus, wenn die Themen in Gesprächen zu schnell wechseln. Ich komm dann immer und immer wieder auf ein vergangenes Thema, weil ich da einfach noch drin bin. Ich kann auch nicht konzentriert zuhören, wenn mehrere Gespräche im Raum stattfinden, da muss ich immer zwischen allen switchen und komme vor Lauter Reizen gar nicht dazu, mitzureden. Und auch so hab ich Probleme mitzureden, weil ich zu vielem nichts zu sagen weiß oder mir die Erfahrungen dazu fehlen oder weil ich nicht weiß, wann ich reden kann. Also mein Gegenüber sagt etwas, ich will direkt was dazu erwidern aber will auch nicht ins Wort fallen. Und bis dann eine Pause ist in der ich reden kann, hab ich vergessen was ich sagen wollte.

      Ansonsten gehört Smalltalk auch nicht so zu meinen Stärken, aber grunsätzlich schaffe ich es wohl, das alles nach außen hin normal wirken zu lassen. Sieht halt keiner wie anstrengend das ist.
    • RegenbogenWusli wrote:

      Wenn du einen EUTB auch bei dir in der Nähe hast, kannst du ja mit jemandem zusammen versuchen dort hinzugehen bzw erstmal per email (so hab ich das gemacht und die haben auch sehr schnell geantwortet) einen Termin zu vereinbaren und zu erklären mit was du Probleme hast.
      Ich hatte meine Anliegen vorab in der email erklärt und man hat mich da auch garnicht abgewiesen.
      Bis jetzt fand ich es von allen Einrichtungen am hilfsreichsten. Gekostet hat mich das auch nichts.
      Schön zu lesen, daß das geklappt hat, und du Hilfe bekommst und nicht mehr ganz alleine bist. :thumbup:

      Versuch auch ruhig, dort mal nach einer möglichen Begleitung zu fragen, wenn du mal einen Termin hast. Eine Begleitung als Zeuge wirkt wirklich Wunder. :)
      Freiheit ist, wenn alle satt sind.
    • Happy to be wrote:

      Genau das dachte ich mir. Wenn man so verletzt wurde, und dann, was ja auch manche können und machen, mit schenbar freundlich, aber subtlien und fies gemeinten Bemerkungen, dann geht sowas in einem los, solange das noch nicht "ausgeheilt" ist.
      Deine Reaktion war so ansolut untypisch für dich, nach allem, was ich bisher von dir gelesen hatte, da konnte das nur so sein.
      Umgekehrt passiert mir das aber auch ständig. jemand sagt und meint subtil etwas - und kriege es gar nicht mit, weil ich es nur wörtlich nehme. Und dann der Vorwurf, ich hätte denjenigen ignoriert und den doch so klaren Hinweiis nicht verstanden. Und ich "WOOO?". Antwort: "Das hättest du doch merken müssen". Ich: Nein, woran hätte ich es merken müssen? "Ich habs dir doch tausendmal gesagt".
      Na super.
      Aus der sicht habe ich das noch garnicht gesehen, also das das seelische Spuren in einem hinterlässt.
      Man kann quasi sagen, das dieses Verhalten was unter NTs, quasi normal ist und auch so erkannt wird wie die das meinen, bei Autisten fast schon traumatisierend wirken kann, und nur noch mehr verwirrt.
      Das was du eben erklärt hast, kenne ich nämlich auch zu genüge und sowas nimmt mich oft auch emotional sehr mit.

      Normalerweise reagiere ich auch nur so, wenn mich jemand/etwas verletzt.
      Hier passiert das auch sehr selten. Auf anderen Seiten wo ja überwiegend Nicht-autisten schreiben, passiert mir das viel öfter. Es kann sein das ich mich darum an eine bestimmte art von Ton in einem gewissen Kontext gewöhnt habe bzw diese arten von "Ansagen" nur auf diese NT-weise kenne.
      Von Autisten werde ich ja selten angeschrieben, und noch seltener kritisiert.
      Ich weiß garnicht ob dein erster Beitrag an mich überhaupt Kritik beinhaltete, vermutlich nicht, wenn die Fragen die du gestellt hast nur wissen wollten und nicht retorisch meinten "Du weißt aber schon das man sich einfach mal mehr ansträngen muss?" Sowas kennst du ja auch.
      Jemand fragt etwas so komisch. Ich erkenne das auch nicht immer, aber je nachdem in wie weit ich das schon kennengelernt habe, kann ich solche Fragen auch in dem Kontext verstehen wie der Nicht-autist sie oft auch meint.


      Happy to be wrote:

      Zum Glück verraten sich solche Menschen ja auch oft durch andere Unfeundlichkeiten. Was sich leichter erkennen lässt, wenn sie diese gegenüber Dritten bringen.
      Ist deren Methode dann identifiziert, wie und mit welchen Mitteln sie subtil vorgehen, dann beginne ich, auch direkt zu verstehen, was die mit manch "nettem" oder "neutralem" wirklich meinen. Die jeweiligen Muster muss ich aber bei jedem Menschen erst erkennen, lernen, und sie dann auch im Bewusstsein behalten. Das ist ganz schön anstrengend.
      Und oft merke ich erst, dass jemand so agiert, wenn ich - für mich plötzlich und unerwartet - die "volle Breitseite" abkriege incl offen gezeigter Aggression und Abwertung.
      Ja das geht mir leider auch oft so.
      Ich versuche meist generell Kontakt zu solchen Menschen zu meiden. Manchmal kann ich sowas auch sehen wenn sie mit anderen Menschen schon schäbig umgehen, dann weiß ich vorab das die Person nicht die ist, mit der ich mich umgeben will.
      Klappt aber auch nicht immer.


      Happy to be wrote:

      Wenn jemand nicht verstehen will, wenn jemand streiten will - und gerade diejenigen würden immer behauppten, nicht streiten und verstehen zu wollen - kann man noch so perfet kommunizieren, das hilft nichts. Kommunikation beruht zu 50% darauf, dass der andere auch will, und nicht alle wollen konstruktiv und lösungsorientert.
      Jemand der sagt "Ein Gewitter reinigt die Luft" als RW für Streit muss manchmal sein, damit sich was klärt, wird ganz sicher nie jemand, dem ich vertraue.
      Ich mag auch keinen Streit, habe aber gelernt, diese nicht mehr zu fürchten. Diese Art Streit ist auch nur ene unschöne, fiese Technik. Wer meint, mit dieser Technik "Streit" hier weiiter zu kommen, erlebt nur, dass es auch mal Menschen gibt, die Streit nicht mögen, die diese Technik aber können., und nicht nachgeben undd machen, was sie wollen oder sich zurückziehen und still leiden.

      Manachmal wünschte ich mir, die Friedlichen wären hier etwas streitbarer, würden sich die Techniken aneignen, um sie zu erkennnen und im Notfall anwenden zu können, statt um "des lieben Friedens willen", der ja nur der Friede der Streitenden ist, nachzugeben und still zu halten. Was ja nur bedeutet, der Klügere gibt nach....... und der Dümmere gewinnt.
      Ich bin meist auch eher jemand der Streitereien meidet.
      Das liegt aber nicht daran das ich keine probleme sehen will, oder lösen will.
      In meinem Fall sind das meist die extremen Emotionen anderer, die mich beim Nachdenken blockieren und dann selber emotional vereinnahmen, so das ich nicht mehr sprechen oder argumentieren kann.
      Das macht mich dann unbrauchbar und lässt mich wie einen Dummkopf darstehen, dem die Worte fehlen.
      Oder wenn ich wegen diesen ganzen Emotionen sogar heulen muss, werde ich noch als Kleinkind bezeichnet, weil ja "nur Kleinkinder ihre Emotionen nicht im Griff haben".
      Ich glaube es gibt auch verschiedene arten von Streitereien.
      Vielleicht ist das von den Menschen abhängig, was für Charaktäre diese sind.
      Wenn ich streite, sind das eigentlich nur Diskussionen über etwas. Wenn ich anderer Meinung bin, und versuche sachliche Argumente zu erklären, und der andere davon nichts wissen will.
      Meine Mutter ist manchmal anderer Ansicht, und sie sagt dann manchmal sowas wie "Ach das stimmt doch nicht" oder "Da hast du das falsch verstanden" oder sowas.
      Sie leugnet manchmal Dinge, zB wenn sie gehustet hat oder irgendein anderes Geräusch gemacht hat und ich sie frage, weil ich dachte sie hätte was gesagt oder irgendwie sowas, leugnet sie es und ich sage dann "Ich hab es doch gehört, hast du das nicht mitbekommen?" oder so. Jedenfalls tut sie dann so als würde ich mir das nur eingebildet haben :?


      carlfatal wrote:

      Versuch auch ruhig, dort mal nach einer möglichen Begleitung zu fragen, wenn du mal einen Termin hast. Eine Begleitung als Zeuge wirkt wirklich Wunder.
      Ob die auch Leute haben die mit einem wo hingehen, weiß ich nicht, das wurde mir nicht konkret angeboten. Sie gaben mir nur den Tipp meine Mutter mitzunehmen, die kann allerdings immer nur Montags weil sie da frei hat.
    • RegenbogenWusli wrote:

      Ob die auch Leute haben die mit einem wo hingehen, weiß ich nicht, das wurde mir nicht konkret angeboten. Sie gaben mir nur den Tipp meine Mutter mitzunehmen, die kann allerdings immer nur Montags weil sie da frei hat.
      Hab keine Hemmungen und frag da ruhig nach, das ist vollkommen okay. Die wissen um diese Probleme, und daß man Begleitung braucht. Und da deine Mutter logischerweise nicht immer Zeit hat, ist die Bitte um Begleitung sowieso nachvollziehbar.

      Und sollten die eine Begleitung nicht anbieten, haben diese Hilfstellen aber oft Kontakte zu Menschen, die das freiwillig für ihre Mitmenschen tun, können also Kontakte vermitteln. :)
      Freiheit ist, wenn alle satt sind.
    • Mein Beitrag ist mal wieder sehr detailiert / unsortiert / unvollendet:

      Display Spoiler

      (Auch) ich habe kommunikativ* Probleme:

      bei:
      - langsam Gesprochenem gerate ich aus dem Fluss (RW), da die übrigen Reize dann gleichlaut oder lauter werden
      - schnellen, häufigen Themenwechseln, wegen detailliertem Denken / wenig Kenntnis von Smalltalk-Schemen
      - Hypersensibilität; vielen ablenkenden Reizen aufgrund; 2D-Sicht - sehe alles fast gleich scharf + große Augen + gute Sicht nah und fern, Detailwahrnehmung an einer Person, wenn sie redet, Details fallen auf, wie z. B. Hände und Haarsträhnen sich bewegen (daraus resultiert vermutlich Gesichtsblindheit / holistische Wahrnehmungsbeeinträchtigung bei Menschen, die ich noch nicht lange kenne, Hyperakusis (Außen-Ohren sind normalgroß^^, stehen leicht ab, Innenbeschaffenheit physisch k. A.), Hitzeempfindlich, durch innere Hitze durch innere hohe Aktivität, dadurch empfindlich auf plötzliche Kälte, sonstig taktil empfindlich, empfindlicher Geruchssinn
      Hyposensibilität durch Hyperfokus, der sich quasi entwickelt, wie wenn ich eine schwere Kugel mit Anlauf anschwenke, die dafür dann aber weit fliegt und da dann kaum zu bremsen oder abzulenken ist
      - Schnelles Wiedereinfinden, nach Unterbrechung aus einem Fokus, da Fokus viel Kraftaufwand / Zeit braucht
      - Sprechpausen passend abzuschätzen ohne auf den Blick, die Atmung / Körperspannung und Kopfführung der anderen zu achten
      - ungeübtes Multitasking, wie z. B. Mimik oft parallel zu Smalltalk, Methaphern und Zweideutigkeiten schnell oder überhaupt zu deuten (hinkt auch bei "normaler" Mimik meist ein paar Sekunden hinterher. Sprachkunst nur im Hyperflow möglich und Hyperflow harmonischer möglich bei bereits eingeordneter Umgebung, ansonsten stressige Impulse. Im Nachhinein, wenn ich Ruhe habe, kann ich bildlich-eingespeichertes teilweise analyiseren)
      - (Groß) Mitzuschwingen physisch / psychisch, während ich bildlich nachdenke, sonstig reizüberflutet bin, wenn sich jemand gefühlt immer wieder in "flachem" Kreise dreht, ohne die Scheuklappen abnehmen zu wollen (RW) oder längerfristig beobachtet andere Wellenlänge hat (es sei denn ich bin entspannt genug, dann mache ich das manchmal kurz mit aus Nettigkeit)
      - bewusstem Gefühlsaustausch, offen / non-verbal kommuniziert (Blick, Körperspannung) aufgrund der Intensität oder Abspaltung, um nicht aus den Socken zu geraten (RW)
      - für alle Anwesenden häufig durchgekauten / offensichtlichen, situativ nicht besonders (lustig, traurig) relevanten Themen, die nicht zeitnah über den emotionalen Redewunsch hinaus weiterführen, es sei denn ich bin gerade entspannt genug für entsprechendes Mitgefühl
      - der hohen Anstrengung für mich ohne Hyperflow aufrecht zu sitzen, zu stehen (vielleicht ist es unterbewusst auch im Hyperflow anstrengend, da dieser auch anstrengend ist, und Sitzen / Stehen ist vermutlich auf meiner allgemein häufigen Körper-Anspannung für mich anstrengend)
      - persönliche Abgrenzung / Rahmung, eigene Linie souverän zu definieren, zu vertreten, da so viel Reizverarbeitung aufmerksamkeitstechnisch und neuronal zerstreut (verkopft)
      - mich auf Beweggründe ohne Ursachenforschung einzulassen, überwiegend aus dem Gefühl heraus
      - aber auch umgekehrt - mein unterbewusstes Gefühl zu einer gefühlten Logik auszublenden
      - auch dadurch Entscheidungs- und Fokusprobleme bei langer Überlegungszeit
      - zu wenig Zeit / Muße / Erholung in meinem Tempo zu kommunizieren bei dem Datenvolumen
      - mich unliebsamen Herausforderungen stellen; zu wenig offenen Narzissmus / zu hohen verdeckten / soziale Ängste, durch wenig genereller Bekanntheit über Neurodiversitäten bei künstlich Platz verknappender Wettbewerbswirtschaft, gegenseitig schwieriges Anpassen emotional. Grundrechte versteht jeder. Und jeder will vermutlich (eigentlich) gutes. Aber auch durch geringe Aufmersamkeitsspanne ggü. Strafreizen / schnellem Abtauchen in eigene Welten / häufigem Rückzug. Und auch wieder, weil viele dann aufgeben, das zu versuchen einen weiter zu vermitteln oder durch Meltdown in einen noch höheren geraten, der Angst dann verstärkt
      - Kurzfassen außerhalb eines ungestörten Hyperflows
      - Übersichten zu haben / Zusammenfassen
      - 5e ausreichend Gerade-Sein zu lassen (RW) / weniger hartnäckig etwas verfolgen, auch wenn es schon etwas besser geworden ist
      - durch die fehlende Kenntnis des Smalltalk-Aufbau-Schema (ungeschriebene Regeln) "Tretmienen" langsam erfragen / ansprechen (wunde Punkte, RW)
      - Gefühle in Worte / Ausdruck fassen, dazu noch in Floskeln, durch Reizüberflutung und ausgeprägter Synästhesie usw.
      - bewusstem Lügen - ist unethisch, fühlt sich (außerhalb von gefühlter Not) und im Nachhinein auch negativ an, oft muss man dann weiterlügen. Oberflächlich gesehen kann man damit verhindern, dass jemand situativ traurig ist. Aber man illusioniert damit sein weiteres Leben und nimmt ihm auch Chancen in eine andere Richtung zu wachsen. Nur weil das für manch eigenen Geschmack das Richtige ist? (u. A. muss man dann ja auch kein trauriges Mitgefühl haben). Aber jeder Mensch wünscht sich insgeheim grundsätzlich Authenzität? Oder manche situativ gefühlt durch Mitgefühl? Ich denke, manche Menschen ziehen sich lieber zurück, als zu lügen oder Lügen versuchen zu entziffern, weil sie früh gelernt haben, auch viel alleine zu überleben und da her, wenn dann Kontakte, ehrliche anzuziehen. Dafür nehmen Oft-Lügner anderen Lügen seltener oder kürzer krumm, sobald diese ein neues, appetitliches Gefühl anbieten. Manche Menschen sind dann wiederum nachtragender. Aber auch, weil es manchen Menschen allgemein mehr Kraft kostet, Kontakte zu knüpfen, weil sie weniger von sich begegnen. Während andere mehr Zeit, Raum und Menschen zum Spielen finden. In einer Gruppe muss man auch überleben können. Niemand opfert sich wirklich für andere völlig auf. Gruppentiere nutzen die Gruppe auch, weil sie gefühlt ohne diese nicht sein können. Es gibt aber auch Einzelgänger, die lügen und ehrliche Gruppenmenschen, sowieso vermutlich immer mal flukturierend jeder.
      - schnell und gänzlich verzeihen (Schwarz-Weiß Denken (RW), sie kleingedrucktes bei "Lügen")
      - unbewusst handeln viel, oder viel "im Moment sein" (RW) durch den vielen Stress ohne Achtsamkeitsübungen
      - oft vernünftig Dialoge zu halten / auf vieles (weiter) einzugehen, was im Grunde interessiert aufgrund der vielen Worte von außen / den vielen Interessen / Reizen. Jeder möchte zwischendrin auch mal was loswerden aus dem Gefühl heraus. Balance halten ist sehr anstrengend für mich.


      Was ich, denke ich / gesagt / gezeigt bekam, kommunikativ* positiv kann:

      - intuitiv an Blick, Stimmklang, Körperspannung, Gestik zu erkennen, wenn jemand lügt / etwas im Schilde führt (RW) / mich kritisch beäugt - auf den Prüfstand stellt (RW) (das kann ich unterbewusst schon etwas länger. Vertraue meinem Gefühl allein nur bewusst selten. Bis mir mehr und mehr Erfahrungen wiederkehrende Ergebnisse brachten und seitdem ich bewusst achtsamer bin)
      - bei eigener Entspanntheit / guter Laune spontan oder kurz überlegt, unbewusst nonverbal, verbal, mitschwingend, lustig eintönig, sarkastisch und kurzgefasst + passend laut reden / mich äußern, und dann Anwesende oft damit entweder zum Tränen-Lachen bringen (zurück im Anspannungsmodus). Oder ich bringe andere zum Schmunzeln mit leicht angesäuerten und leicht lachenden Äußerung des Frechheitsempfinden, sogar Feinde bei sie betreffendem Sarkasmus, auch wenn ich nach dem Rausplatzer teilweise kurz dachte, gleich tot zu sein (RW) + mich parallel fragte, was in mich gefahren ist (RW).
      - im verbalen Flow finde und halte ich meist das Wort
      - Bei (drohenden) Verletzungen, wo keiner sonst (groß) hilft / ich schneller bin, schnell, lange und flexibel präventiv / kurativ hyperfokussieren, z. B. bei einem (drohenden) Unfall, de-eskalieren bei sich langsam aufbauender körperlicher Gewalt, bei emotionaler Gewalt auch bei Meltdown der Betreffenden (vor Ort (meist durch Körperspannung, Blick und Ton), online weniger), ohne Körperangriffe, (Meltdown-Körpergewalt habe ich noch nicht direkt gesehen). Hingegen sind Menschen mit anwesend, die bereits den größten Fokus entwickelt haben, fließen schneller die einzelnen Eindrücke in mein Bewusstsein und ich reagiere ggf. verstärkt psychosomatisch vor Ort.
      - Sehr kreativ sein / querdenken, wenn entspannt oder bei lustigem Wettbewerb auch auf Knopfdruck (RW)
      - Ähnlich gesinnte Beziehungen mitunter lang und in der Regel oft tiefgründig führen
      - Ausdauer / gravierende Intensität in den Stärken
      - bei Ruhe gut analysieren und Intution damit wieder stärken

      Könnte bei beiden Punkten noch mehr geben und ggf. sehe ich zeitnah etwas anders oder habe mich nicht gut genug ausgedrückt.

      *Man kann nicht nicht kommunizieren (RW), weswegen ich auch Kontext-Aspekte der verbalen Kommunikation aufgeführt habe / mir fällt schwer das zu trennen

      The post was edited 2 times, last by Four ().

    • - Ich kann schwer verstecken, wenn es mir schlecht geht, ich kein Interesse habe oder gelangweilt bin. Andere Leute können das (aus Höflichkeit) oft gut überspielen. Aber mir wurde schon oft gesagt, dass ich so wirke, als will ich schnell weg, würde mich nicht für den anderen interessieren usw., obwohl ich dachte, dass ich gerade ziemlich höflich/aufmerksam tue.
      - Ich weiß in Gruppensituationen nicht, wann ich mit Reden dran bin. Bin total überfordert und reizüberflutet, weiß nicht, auf was/wen ich in einer Gruppe überhaupt achten soll.
      - Ich muss mich oft richtig anstrengen, um mir bewusst zu machen, welches Verhalten gerade höflich/angebracht wäre. Mein spontaner Impuls wäre oft, einfach zu gehen oder Dinge zu ignorieren. Aber dann denke ich noch mal nach und mir wird bewusst, dass ich bestimmte Gesten/Floskeln bringen muss, um höflich/normal zu wirken.
      - Oft habe ich auch kein Gespür dafür, wie viel ich von mir preisgeben soll. Leuten, denen ich nicht so nahe stehe, erzähle ich schnell irgendein persönliches Detail, das sie gar nichts angeht. Aber auch umgekehrt: Leuten, die ich eigentlich schon lange gut kenne, erzähle ich viele Dinge nicht, die mich gerade beschäftigen.
      - Mir fällt es sehr schwer, herzliche Gefühle zu zeigen. Z.B. liegt es mir fern, Leute aus einer Gruppe, der ich angehöre, mit "Ihr Lieben" etc. anzusprechen.
      - Ich bin immer ziemlich förmlich und nüchtern, spreche mit Leuten oft nur über Sachliches, ohne mir darüber bewusst zu sein, dass man auch persönliche Themen besprechen sollte, um die Beziehung zu pflegen.
    • Elena wrote:



      - Oft habe ich auch kein Gespür dafür, wie viel ich von mir preisgeben soll. Leuten, denen ich nicht so nahe stehe, erzähle ich schnell irgendein persönliches Detail, das sie gar nichts angeht. Aber auch umgekehrt: Leuten, die ich eigentlich schon lange gut kenne, erzähle ich viele Dinge nicht, die mich gerade beschäftigen.


      - Ich bin immer ziemlich förmlich und nüchtern, spreche mit Leuten oft nur über Sachliches, ohne mir darüber bewusst zu sein, dass man auch persönliche Themen besprechen sollte, um die Beziehung zu pflegen.
      das ist bei mir auch so! :o

      Bei Gesprächen werde ich schnell von den Außengeräuschen abgelenkt/reizüberflutet(?), was dazu führt, dass ich dem Gespräch häufig nicht mehr folgen kann, solange es nicht an einem ruhigeren Ort stattfindet.
      Jedoch ist es bei Menschen mit einer festen Stimme nicht so schwierig... aber das ist die Ausnahme.
      Gruppengespräche finde ich auch schwierig. Aber wenn ich die Gruppe mit der Zeit besser kennenlerne, kann ich manchmal etwas zur Gruppe beitragen (aber das ist nicht bei jeder Gruppe so)
      Was ich brauch' ist ein Pinguin mit Übergewicht, der für mich das Eis bricht, denn ich kann das nicht! ~Jennifer Rostock
    • Daniel1 wrote:

      kim wrote:

      Ginome wrote:

      Stell' Dir vor Du wirst durch ein Missverständnis verhaftet und musst aussagen.
      Oder, die leichtere Version, Du musst als Zeuge aussagen.
      Für sowas kann ich mir so ein Kärtchen sehr gut vorstellen.
      Genau so eine Situation als Zeuge hatte ich schon. Mein Freund wurde von mehreren Personen angegriffen und ich konnte am Tatort keine Aussage machen, ich war völlig überfordert. Auch vor Gericht später konnte ich nicht das ausdrücken, was ich eigentlich wollte. Letztendlich wurden nicht die Personen belangt, die ihn angegriffen haben, sondern ein Minderjähriger, der nur am Rande was damit zu tun hatte. Ich weiß nicht, was nötig gewesen wäre, damit ich richtig hätte aussagen können.
      Hallo liebe @kim , wie nennt man diese Kommunilationsprobleme, Ausdruckprobleme?Habe sie leider auch.
      Wenn mich jemand verbal indirekt niedermacht kann ich nicht wiedergeben, was indirekt ausgedrückt wird, da es für mich nicht greifbar ist, weshalb ich mich dann auch nicht verbal wehren kann.
      Vor meinem Meister oder so, war ich dann immer der böse.
      Für mich ist die Person auch böse, welche mich verbal indirektich beleidigt, ich kann aber nicht kurz uusammenfassen was los ist, da ich indirekte Kommunikation nicht verstehe.


      Wenn mein Gedaechnis mitmacht, kann ich wiederholen was Wörtlich gesagt wurde, was selbst dem Meister zu anstrengend war.
      Wie nennt man so was?


      In der soziale Einrichtung, wo ich ehrenamtlich helfe, komme ich irgendwie ins Gespräch.
      Wenn ich Mal komme und nicht helfen kann, haben die in der Einrichtung nie Zeit
      Im Lockdown ist für mich eine Festangestellte zum Telefonieren eingeteilt, die nur am Anfang des ersten Lickdowns telefonieren wollte, ab Homeoffice hiess es immer keine Zeit da mit Hund spazieren, mit Mutter weg etc.



      :thumbup: :thumbup:

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    • Gibt es bei euch eigentlich auch so viele Missverständnisse, bei denen ihr Sachen eigentlich nett/höflich gemeint habt, sie aber genau gegenteilig wahrgenommen wurden (unhöflich, desinteressiert)?

      Bei mir gibt es das ganz oft.

      Ich möchte jemanden aus Rücksicht nicht anstarren. -> Er denkt, ich wäre schüchtern und würde mich nicht trauen, ihm in die Augen zu gucken.

      Ich möchte Kollegen nicht stören oder vom Arbeiten abhalten. -> Sie denken, ich hätte kein Interesse an ihnen.
    • Elena wrote:

      Gibt es bei euch eigentlich auch so viele Missverständnisse, bei denen ihr Sachen eigentlich nett/höflich gemeint habt, sie aber genau gegenteilig wahrgenommen wurden (unhöflich, desinteressiert)?
      Eigentlich ständig... ich meine etwas nur gut und es steckt keine böse Absicht dahinter aber die Person ist trotzdem sauer.
    • Elena wrote:

      - Ich kann schwer verstecken, wenn es mir schlecht geht, ich kein Interesse habe oder gelangweilt bin. Andere Leute können das (aus Höflichkeit) oft gut überspielen. Aber mir wurde schon oft gesagt, dass ich so wirke, als will ich schnell weg, würde mich nicht für den anderen interessieren usw., obwohl ich dachte, dass ich gerade ziemlich höflich/aufmerksam tue.

      Elena wrote:

      - Ich muss mich oft richtig anstrengen, um mir bewusst zu machen, welches Verhalten gerade höflich/angebracht wäre. Mein spontaner Impuls wäre oft, einfach zu gehen oder Dinge zu ignorieren. Aber dann denke ich noch mal nach und mir wird bewusst, dass ich bestimmte Gesten/Floskeln bringen muss, um höflich/normal zu wirken.

      Elena wrote:

      - Oft habe ich auch kein Gespür dafür, wie viel ich von mir preisgeben soll. Leuten, denen ich nicht so nahe stehe, erzähle ich schnell irgendein persönliches Detail, das sie gar nichts angeht. Aber auch umgekehrt: Leuten, die ich eigentlich schon lange gut kenne, erzähle ich viele Dinge nicht, die mich gerade beschäftigen.
      - Mir fällt es sehr schwer, herzliche Gefühle zu zeigen. Z.B. liegt es mir fern, Leute aus einer Gruppe, der ich angehöre, mit "Ihr Lieben" etc. anzusprechen.
      - Ich bin immer ziemlich förmlich und nüchtern, spreche mit Leuten oft nur über Sachliches, ohne mir darüber bewusst zu sein, dass man auch persönliche Themen besprechen sollte, um die Beziehung zu pflegen.
      Geht mir genauso. Das ich oft zu viel von mir preisgebe merke ich, wenn überhaupt, mit großer zeitlicher Verzögerung. Ich kann solche Situationen überhaupt nicht richtig einschätzen.
      Mit dem Gebrauch von Ausdrücken wie "Ihr Lieben" oder als Anrede in Briefen und Mails "Liebe(r)..." zu schreiben tue ich mich auch schwer. Für mich hat das allerdings nicht nur damit zu tun, dass es mir schwerfällt Gefühle zu zeigen, sondern auch damit, dass der Begriff "Liebe" oft so beliebig verwendet wird und die eigentlich Bedeutung für mich verloren geht.
      Ein Gespräch anzufangen fällt mir besonders schwer, die Initiative muss eigentlich immer vom Gegenüber ausgehen. Anders geht es mir in Situationen, in denen es von vornherein eine gemeinsame, klare Gesprächsgrundlage gibt.
      Beim Einkauf, Arzt und ähnliches. Es gibt aber auch Tage, an denen ich noch nicht einmal das schaffe.
      Mir fällt es selbst hier im Forum schwer mich zu Wort zu melden, mich verständlich auszudrücken. Ich arbeite dran.
      Wer die Dummköpfe gegen sich hat, verdient Vertrauen. Jean-Paul Sartre
    • Bennett wrote:

      Mit dem Gebrauch von Ausdrücken wie "Ihr Lieben" oder als Anrede in Briefen und Mails "Liebe(r)..." zu schreiben tue ich mich auch schwer. Für mich hat das allerdings nicht nur damit zu tun, dass es mir schwerfällt Gefühle zu zeigen, sondern auch damit, dass der Begriff "Liebe" oft so beliebig verwendet wird und die eigentlich Bedeutung für mich verloren geht.
      Gerade "Ihr Lieben" habe ich bisher ausschließlich als Floskel erlebt und auch "Liebe(r)..." wird zunehmend mehr als Floskel eingesetzt.
    • @Bennett @da_hooliii
      Interessant, dass ihr das auch kennt.


      Ich muss mich gerade mit jemand Fremdem für eine Partnerarbeit absprechen (im Zuge einer Online-Fortbildung). Derjenige hat mich schon kontaktiert und gefragt, wie wir das machen sollen, und ich weiß wieder überhaupt nicht, wie ein „normaler Mensch“ darauf reagieren würde.

      Wie/wo/wann soll man sich absprechen? Soll ich extra noch mal dazuschreiben, dass wir uns ruhig duzen können oder das nicht explizit thematisieren?

      Ich weiß einfach so oft nicht, wie man reagieren soll/muss/kann. Oft komme ich auch auf die einfachsten Ideen nicht. Solche Belanglosigkeiten setzen mich total unter Druck. Ich könnte die Aufgabe am besten ganz allein nach meinem Schema machen, aber das Absprechen mit anderen ist so extrem schwierig und ich weiß nicht, wie man sich verhält und ich überlege ständig, wie ein normaler Mensch darauf reagieren würde, ohne sich anmerken zu lassen, dass die Kommunikation total schwer ist. Ich will weder alles allein bestimmt (wir machen jetzt x, y, z) noch möchte ich zu unterwürfig rüberkommen und dem
      anderen die Wahl lassen oder bei jeder Kleinigkeit fragen, ob das denn für ihn ok ist.

      Ich habe ständig Angst, was Unpassendes zu schreiben, versehentlich unhöflich/ignorant zu wirken oder auch direkt zu VIEL Nähe aufzubauen, übertrieben einfühlsam, unterwürfig oder gar „flirty“ zu wirken. Für mich ist Kommunikation der totale Stress und löst ein Gedankenkarussell aus. :( Entweder wirke ich abweisend/desinteressiert/verkrampft oder direkt zu nah wie bei einem Flirt oder Date.

      Ich bin so unsicher, wie man „normal“ auf etwas reagiert, sodass ich schon meine wenigen Bezugspersonen frage, mit welchem Wortlaut man jetzt am besten oder normalerweise auf eine Nachricht reagiert.

      The post was edited 2 times, last by Elena ().

    • Elena wrote:

      - Ich kann schwer verstecken, wenn es mir schlecht geht, ich kein Interesse habe oder gelangweilt bin. Andere Leute können das (aus Höflichkeit) oft gut überspielen. Aber mir wurde schon oft gesagt, dass ich so wirke, als will ich schnell weg, würde mich nicht für den anderen interessieren usw., obwohl ich dachte, dass ich gerade ziemlich höflich/aufmerksam tue.
      - Ich weiß in Gruppensituationen nicht, wann ich mit Reden dran bin. Bin total überfordert und reizüberflutet, weiß nicht, auf was/wen ich in einer Gruppe überhaupt achten soll.
      - Ich muss mich oft richtig anstrengen, um mir bewusst zu machen, welches Verhalten gerade höflich/angebracht wäre. Mein spontaner Impuls wäre oft, einfach zu gehen oder Dinge zu ignorieren. Aber dann denke ich noch mal nach und mir wird bewusst, dass ich bestimmte Gesten/Floskeln bringen muss, um höflich/normal zu wirken.
      - Oft habe ich auch kein Gespür dafür, wie viel ich von mir preisgeben soll. Leuten, denen ich nicht so nahe stehe, erzähle ich schnell irgendein persönliches Detail, das sie gar nichts angeht. Aber auch umgekehrt: Leuten, die ich eigentlich schon lange gut kenne, erzähle ich viele Dinge nicht, die mich gerade beschäftigen.
      - Mir fällt es sehr schwer, herzliche Gefühle zu zeigen. Z.B. liegt es mir fern, Leute aus einer Gruppe, der ich angehöre, mit "Ihr Lieben" etc. anzusprechen.
      - Ich bin immer ziemlich förmlich und nüchtern, spreche mit Leuten oft nur über Sachliches, ohne mir darüber bewusst zu sein, dass man auch persönliche Themen besprechen sollte, um die Beziehung zu pflegen.
      Da sprichst du mir aus der Seele, wobei ich an einigen Punkten aufgegeben habe. In Gruppen halte ich mich nach Möglichkeit nicht auf, wenn ich keine Wahl habe, kommuniziere ich nicht in der Gruppe. Meine Wirkung auf "die anderen" ist mir bewusst aber ich bin schon lange nicht mehr bereit mich zu quälen damit meine Umgebung sich gut fühlt.
      Ich schaffe es nicht dem Durcheinander zu folgen oder an der richtigen Stelle, das passende zu sagen. Es wirkte immer seltsam auch weil ich oft ganz andere Gedankengänge habe. Diese liegen zwar im weitesten Sinne noch in dem Themenbereich aber sind für das aktuelle Gespräch / den Gesprächsfluss total unwichtig und unpassend.
      Es gibt nur wenige Menschen mit denen ich mich gerne unterhalte, dann auch nur in 1:1 Situationen, oft über Sachthemen und meistens mit Frauen (ohne sexuelle oder partnersuchende Hintergedanken). Wenn jemand etwas persönliches an mich heranträgt, dann meistens mit dem Wunsch nach einem sachlichen Blick auf die Situation ohne viel Emotionen.
      Oft wird mir vorgeworfen, das ich mich nicht politisch korrekt ausdrücke, ich benenne Dinge gerne so wie sie sind und das mit treffenden Bezeichnungen. Warum muss man alles so lange umschreiben bis die Problematik so schwammig formuliert ist, das sich ja niemand angegriffen fühlt. Wieviel Zeit wird mit so einem Blödsinn verschwendet und dann fragen sich alle warum es nicht voran geht?
      Wenn es nichts zu sagen gibt, dann sage ich auch nichts. Fühle mich dabei auch nicht sonderlich unwohl, schweigend mit einem Kollegen im Raum zu sitzen wenn alles besprochen ist. Diese scheinen es aber doch eher unangenehm zu finden.
      Wenn mich jemand nach meinen Gefühlen fragt kommt bei mir erstmal ???, was will die Person von mir? Meine Grundbedürfnisse sind befriedigt, alles ist gut.
      Es hat auch schon Phasen gegeben in denen ich einige Wochen überhaupt nicht gesprochen habe, weil es sich für mich nicht gut anfühlte. Es war irgendwie ein Bedürfnis, das erfüllt sein musste damit ich mich wohl fühle.
      Zusammenfassend: Kommunikation = schwieriges Thema :d
    • Es ist anstrengend, immer mitdenken zu "müssen" (zumindest, wenn man nicht allzu stark auffallen will), dass sich meine Wahrnehmung von denen der Anderen stark unterscheidet. So kommt es oft, dass über etwas gelacht wird, was ich gesagt habe, ohne, dass ich es lustig meinte. Einfach, weil wohl die Wortwahl ungewöhnlich ist. Das finde ich aber nicht schlimm. Außerdem bekomme ich Kommentare zu meinem starken Einsatz von Fremdworten, wobei ich es eher schwierig finde, mich ohne sie auszudrücken - weil sie einfach so treffend sind. Dieser Konflikt zwischen Anpassungsbemühungen und intuitiver Sprache hat dazu geführt, dass ich einen seltsamen Mischmasch aus "Slang" und hochgestochener Sprache habe, was mich noch seltsamer wirken lässt. :m(: Ständig wird meine Wortwahl kommentiert, dabei empfinde ich diese als stimmig bzw. habe ich gerade keine besseren zur Hand. Mit manchen Menschen kann ich mich aber wunderbar auf diese Weise unterhalten (im wahrsten Sinne des Wortes).
      Mich stört es, wenn jemand etwas, das ich als komplett normal empfinde, als besonders hervorhebt, zB hat mir mal jemand gesagt, ich sei "erfrischend ehrlich". Für mich war aber das, was ich von mir gegeben hatte, ganz normal und mit diesem Kommentar, ich sei "erfrischend ehrlich", hat diejenige Person meine Wahrnehmung, ich sei normal gewesen, in Frage gestellt. Für mich war es ja normal ehrlich. So etwas führt immer wieder dazu, dass ich meine Wahrnehmung und mein Urteilsvermögen anzweifele.