Diagnose Ausschluss weil man gerne eine Freundin hätte?

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    • Ellewoods2017 wrote:

      @Zauberfee7282
      Wenn sie Dir einen IQ-Test anbieten und Dich das Ergebnis interessiert kannst Du ihn natürlich machen.

      Bei Erwachsenen ist das aber nicht Standard (es sei denn, es gäbe Anzeichen für eine Minderbegabung).

      Ein IQ-Test kostet um die 300 EUR. Bei mir wurde der erst nach der Diagnose - quasi zu Forschungszwecken - angeboten. Die Kasse hätte den vermutlich nicht bezahlt.
      Ich wollte nur ganz kurz zum Thema IQ-Test anmerken, dass man die Tests auch deutlich günstiger bei Mensa (einem Verein für Hochbegabte) machen kann (60€). IQ-Test bei Mensa . Außerdem bekommt jedes Mensa-Mitglied einen Gutschein pro Jahr, den man dann an Interessierte weitergeben kann. Man ist natürlich nicht gezwungen, im Falle einer Hochbegabung bei Mensa einzutreten.
      Ich habe meinen IQ-Test extern machen lassen, musste dafür aber nichts bezahlen (beim Psychologen). Auch mein Sohn hat einen IQ-Test gemacht (bei einer Kinderpsychiaterin) und auch hierfür mussten wir nichts bezahlen. Es ist vermutlich abhängig davon, wie gut die PsychologInnen/PsychiaterInnen gegenüber der Kasse argumentieren können.

      Und zum Thema Leitlinien wollte ich kurz nachtragen, dass "Leitlinie" ein fest definierter Begriff in der Medizin ist. Eine Leitlinie enthält quasi den aktuellen "State of the Art" zu einer bestimmten Erkrankung oder einem bestimmten Symptom. Die einzelnen Empfehlungen sind dabei nach sogenannten Evidenzklassen bewertet. Hieran kann man erkennen, ob die Empfehlung z.B. alleine auf der Meinung von Experten beruht oder ob es Studien zu dem Thema gibt. Zu Beginn der Leitlinien werden diese Evidenzklassen auch noch einmal genau erläutert. Zu vielen Erkrankungen gib es zusätzlich auch Patientenleitlinien, die sich eben an PatientInnen und nicht an Fachpersonal richten. Die Leitlinie zum Asperger-Syndrom findet man hier . Auf der Website der awmf gib es auch diverse andere Leitlinien.

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    • Für was muss man den IQ kennen? Wenn man einen Schulabschluss, Berufsabschluss, Studium hat , kann man von "mindestens im normalen Bereich " ausgehen.

      Und das ist notwendig für die Asperger-Diagnose.

      Hochbegabung und co sind ganz nett , haben aber für die Diagnostik keinen Mehrwert.
    • Man muss den IQ gar nicht kennen. Aber da es hier erwähnt wurde, fand ich es wichtig, die Information weiterzugeben, dass man - für den Fall, dass der eigene IQ interessant für jmd. sein sollte- nicht notwendigerweise 300 € für so einen Test ausgeben muss.

      Darüber hinaus kann die Information darüber, hochbegabt zu sein, schon sehr helfen, z.B. in Bezug auf eine adäquate Beschulung oder andere Fördermaßnahmen. Aber ob einen das interessiert, kann ja jede/r selber entscheiden.

      Und ein Berufsabschluss ist kein Garant für einen "normalen IQ". Mir ist z.B. eine Person bekannt, die eine Ausbildung zum Altenpfleger gemacht hat, dann aber immer wieder nach wenigen Monaten Tätigkeit Probleme bei der Arbeit bekommen hat. Grund war letztlich eine permanente (insbesondere auch intellektuelle) Überforderung, da tatsächlich eine Minderbegabung vorgelegen hat. Als dies herausgefunden wurde und die Arbeitssituation entsprechend angepasst wurde, ging es dem Mann deutlich besser.

      Aber wie schon gesagt: Ob's einen interessiert oder ob die Information über den eigenen IQ einem weiterhilft, muss jede/r selbst entscheiden.

      The post was edited 3 times, last by masha ().

    • die Anzeichen/Symptome für Asperger sind denen einer Hochbegabung sehr ähnlich, siehe das Buch Doppeldiagnosen und Fehldiagnosen bei Hochbegabung von James T. Webb. Ich habe auch gerade das Problem, dass meine Therapeutin sich sicher ist, dass ich "nur" Hochbegabt bin mit autistischen Zügen (ich bin einer anderen Meinung), daher lasse ich es nächsten Monat in der Autismus-Ambulanz abklären.
    • Karou wrote:

      die Anzeichen/Symptome für Asperger sind denen einer Hochbegabung sehr ähnlich, siehe das Buch Doppeldiagnosen und Fehldiagnosen bei Hochbegabung von James T. Webb. Ich habe auch gerade das Problem, dass meine Therapeutin sich sicher ist, dass ich "nur" Hochbegabt bin mit autistischen Zügen (ich bin einer anderen Meinung), daher lasse ich es nächsten Monat in der Autismus-Ambulanz abklären.
      hochbegabt mit autistischen Zügen....hmmmm, was ist da der Unterschied zu Asperger mit Hochbegabung ?
      Ich kann nur von mir sagen, dass eine Hochbegabung bereits festgestellt wurde, da war ich so 27. Aber die Hochbegabung hat einfach meine Probleme nicht erklärt.
      Habe dann ungefähr nochmals soviele Jahre warten müssen, bis zur Asperger Diagnose.

      @masha, ich wollte dich nicht kritisieren, nur sagen, dass der IQ bei der Diagnostik keine Rolle spielt - außer Minderbegabung. ich hatte meine Unterlagen über Hochbegabung sogar dabei - wollte dort aber kein Mensch sehen. Die meinten nur: "Sie sind Lehrerin , wir gehen daher davon aus, dass Sie zumindest normal intelligent sind."