Diagnose Ausschluss weil man gerne eine Freundin hätte?

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    • Diagnose Ausschluss weil man gerne eine Freundin hätte?

      Hallo

      Ich lese bisher eher fleissig mit , habe aber mal eine Frage. Ich befinde mich zur zeit in Diagnose , habe sämtliche Auffälligkeiten die man für eine Diagnose braucht und auch Online Tests sprechen für eine Diangnose.
      Jetzt hatte ich gestern das Erstgespräch und der Arzt meinte ich könne kein Autist sein weil ich daran interressiert wäre eine Freundin zu haben. Ausserrdem habe ich Mimik und wisse ich wüsste ich ja was ich falsch mache. (Kommunination klappt nicht) stimmt das? Sind das auch Gründe aus dem raster zu fallen? Möchten Autisten wirklich kekne freunde? Meine Tochter die Autist ist , ist auch total offen und freundlich zu jeden.

      Danke schonmall
    • Man kann Autismus nicht an einer Frage auf- oder abhängen.
      Es kann nicht generell gesagt werden, dass Autisten keine Freunde haben wollen.
      Ich las sogar, dass das Gegenteil zutrifft.
      (Fachsicht)

      Ich habe zwar begrenztes persönliches Interesse, aber ich bin interessiert daran, Freunde zu haben.
      Es war nicht einmal ein Hindernis für die Diagnose, dass ich hier und da mal Freunde hatte.
      Es kommt wohl eher auf die Art der Beziehung an.
      „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
      (Aristoteles, griechischer Philosoph, 384 - 322 v. Chr.)
    • Katynka wrote:

      Jetzt hatte ich gestern das Erstgespräch und der Arzt meinte ich könne kein Autist sein weil ich daran interressiert wäre eine Freundin zu haben.
      Bei was für einem Arzt warst du denn?

      Ich war 2015 mal bei einer Ärztin in einer Psychiatrieambulanz in Essen weil ich wegen Transgender dort war und sprach auch über möglichen Autismus, weil ich neben Transgender das auch vermutete. Die Frau dort sagte mir in einer ähnlichen Weise das ich kein Autist sein könne weil ich nicht reden würde wie ein Roboter. Ich fragte sie wie sie das meint und sie sagte das ich mich nicht monoton anhöre.
      Sie tippte auf eine schizoide PS. Ich wusste nicht was das ist, also recherschierte ich aber fand mich darin auch nicht wieder.


      Cloudactive wrote:

      Es kann nicht generell gesagt werden, dass Autisten keine Freunde haben wollen.
      Ich las sogar, dass das Gegenteil zutrifft.
      Ja das habe ich auch gelesen, wohlgemerkt in neueren Berichten.

      Ich glaube die Ansicht Autisten wollen keine Freunde ist eher eine altmodische Antsicht.
      Im Kindergarten hatte ich anfangs auch kein Interesse an anderen Kindern aber zuvor hatte ich ja auch noch keinen Kontakt zu anderen. Ich musste erst lernen was ich mit denen spielen konnte, und so hab ich nur bestimmte Spiele mit anderen gespielt. Solange das gut ging, waren diese Kinder dann auch sowas wie Freunde.
      Was richtige Freundschaft ist, habe ich erst später gelernt, so am 12 und älter, und ich finde sowas auch wichtig, würde gerne Freunde haben aber eben nicht unter allen Umständen.
      Also wenn ich das unfair finde, lehne ich das auch ab.

      Wie Cloud schon sagt, es hängt sehr von den Bedingungen ab und zu welchen Konditionen.
      Vermutlich bin ich unflexibler als andere die entweder andere geschickt für ihre Zwecke manipulieren (die Anführer) oder die die unter allen Umständen Sozialkontake wollen und sich für sie auch verbiegen bis zur "Unkenntlichkeit" (die willenlosen Mitläufer)

      Es wurde früher wohl oft beobachtet das Autisten wenig bis kein Interesse an anderen Menschen zeigen wenn sie mit etwas beschäftigt sind. Wenn sich jemand anderes zB "einmischt" wird er oft ignoriert oder nicht geduldet.
      Bei mir ist das sogar auch so, war es schon immer.
      Ich glaube das klappt bei mir nur beim Arbeiten wenn mir jemand genaue Anweisungen gibt und ich dem blind folge. Die Enteuschung ist allerdings groß wenn ich dann was falsch mache und deswegen angeschriehen werde. Da ist das Vertrauen natürlich weg.
      Jedenfalls hat sich wohl durch dieses äußerge Verhalten/Bild die Theorie ergeben das Autisten angeblich keine Kontakte zu anderen Menschen haben wollen.
      Das stand dann Jahre-lang so da und wurde wohl auch nicht angezweifelt.
      Ich vermute das durch neuere Therapien und Methoden Autisten zum sprechen und sich selbst verstehen und ausdrücken zu bringen, mehr "Licht ins Dunkel" gebracht werden konnte.
      Auch räumt man heute den Menschen mehr Gewicht ein, in dem was sie sagen, denn früher wurde man oft einfach belächelt wenn man als "Behinderter" seine Wünsche und Gedanken anderen mitgeteilt hat.
      Im Vergleich zu den USA hinkt Deutschland um das Wissen über Autismus ziemlich hinterher. Immernoch.
      Deutschland hat nur das bessere Gesundheitssystem. Wenn ich von anderen lese was mit anderen Autisten in den USA ist, die weder reiche noch willige/helfende Eltern haben, die gehen da echt zugrunde. Dort tummeln sich mehr Stellen die versuchen Kinder zu heilen und Erwachsene zu therapieren als soziale Hilfsstellen die sich um wohnung, beruf etc etc kümmern.
      Ämter die da was tun gibt es auch keine, außer sowas wie das Arbeitsamt.
      Vielleicht ist das auch staatsabhängig. Die Leute mit denen ich sprach meinten das es sowas nicht gibt.
      Dafür wissen sie dort inzwischen das es Unterschiede zwischen weiblichen und männlichen Autisten gibt. Das ist ihr wohl noch nicht angekommen. (ich persönlich sehe das auch kritisch das so schwarz/weiß-mäßig unterscheiden zu wollen)
      In den USA gab es dafür aber wohl schon seit mehreren Jahrzehnten Computer und andere Hilfsmittel um stumme Autisten zum "sprechen" zu bringen.
      Das ist hier glaube ich erst anfang der 2000der hier her gekommen.
      Ein Grund für diese langsamen und ungleichmäßigen Fortschritte sind wohl die Ärzte die es nicht interessiert sich auf ihren Fachbereichen weiterzubilden.
      Viele Themenbereiche sind freiwillig, kein Arzt wird gezwungen an einer fachlichen Konferenz/Tagung anzumelden wenn er das nicht für nötig hält.
      Vielleicht wäre das ganze System anders und effizienter, wenn eine art Kommité entscheiden würde, was an neues Wissen wahr und wichtig ist und dieses wäre dann in den bestimmten Fachbereichen Pflicht für die Ärzte zumindest zu lernen damit sie darüber auch bescheit wissen, denn sonst verbreiten sie weiterhin altmodische Ansichten die heute bereits widerlegt sind.
    • Mich würde es auch mal interessieren, ob solche Psychiater/Psychologen überhaupt schon jemanden mit Autismus geschweige denn Asperger näher kennen lernen durften.
      Leider hin ich damals nie auf die Idee gekommen, zu fragen.
      Auch, ob sie überhaupt eine weibliche Person kennen würden.
      Mir kommt es häufig so vor, als stamme das Halbwissen lediglich aus Büchern, und Bücher vermitteln ja bekanntlich die absolute Wahrheit. :irony:
      Ich habe bisher nur einen wahrscheinlich frühkindlichen Autisten gesehen.
      Er ist in Kontakt getreten und schien davon auch nicht abgeneigt, was allerdings auffällig war, er konnte das nicht natürlich machen, geschweige denn auf den anderen eingehen, er konnte nur immer wieder das gleiche sagen und wollte oder musste irgendwas auf französisch wie ein Lied vor sich hin wiederholen.
      Aber damit, keine Freunde haben zu wollen, hätte ich das nicht in Verbindung gebracht.
      „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
      (Aristoteles, griechischer Philosoph, 384 - 322 v. Chr.)
    • Hast du noch weitere Termine bekommen? Das liest sich so, weil du schreibst, dich noch in der Diagnose zu befinden. Würde es komplett ausgeschlossen sein, hättest du wahrscheinlich keinen weiteren Termin bekommen. So kann es also sein, dass sie sich ggf. nicht sicher sind oder weitere Tests und Gespräche führen möchten. Soweit ich anderen Beiträgen hier im Forum entnommen haben, gibt es keine weiteren Termine, wenn schon beim Erstgespräch Autismus komplett als ausgeschlossen betrachtet wird. Weitere Termine heißen zwar nicht, dass sich dein Verdacht bestätigt, aber zumindest wurde er wohl auch noch nicht komplett ausgeschlossen.

      Bisher hatte ich es so verstanden, dass Autisten durchaus an Freunschaften interessiert sind, jedoch daran scheitern, diese aufzubauen und zu erhalten.
      Bei der Diagnostik ging es u. a. auch um das Thema Freundschaft und ich musste erklären, was ich darunter verstehe, was eine gute Freunschaft ausmacht usw.
    • So ein Käse. Aber wird ja gerne abgetan heute... wenn du kein blasser dünner Junge bist, der alle 10 Sekunden mit den Händen wedelt und alle Programmiersprachen dieser Welt beherrscht, zweifeln von vornherein schonmal viele an, es könne sich um eine ASS oder Asperger handeln...
      anyone can carry his burden,
      however hard, until nightfall.
    • Ally wrote:

      Bisher hatte ich es so verstanden, dass Autisten durchaus an Freunschaften interessiert sind, jedoch daran scheitern, diese aufzubauen und zu erhalten.
      Die Art wie diese Freundschaften aussehen ist auch aufschlussreich. Sind es Freundschaften um der Person willen oder eher Zweckfreundschaften (gemeinsam Kino/Fahrrad/Bowling, ...)? Wird die Zeit mit den Freunden als energieliefernd oder energieraubend erlebt? Was passiert, wenn kurz vorher angerufen wird, "Du ich kann heute doch nicht..."
      Mein Eindruck ist, dass man sich bei AS die Zeit nehmen muss, zu hinterfragen, wie der Alltag tatsächlich aussieht. Da wird es dann doch auffällig.
    • @ TalkativeP Meinst du, dass Aspies eher Zweckfreundschaften haben? Bei mir ist es so, dass ich kaum Freunde habe, schon gerne Freunde hätte aber damit überfordert bin, die Freundschaften aufrechtzuerhalten. Ich lass mich oft ausnutzen, merke das dann lange nicht, ich geh einfach ungern aus dem Haus, mache ungern Pläne mit anderen etwas zu unternehmen und merke auch, dass ich mehr über mich und meine Interessen reden will als über meine Freunde (obwohl ich sehr loyal bin)... ich merke aber auch, dass ich, wenns mir nicht gut geht, keine Tipps von ihnen will, sondern einfach nur, dass jemand zuhört. Es ist einfach kompliziert.
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    • TalkativeP wrote:

      Mein Eindruck ist, dass man sich bei AS die Zeit nehmen muss, zu hinterfragen, wie der Alltag tatsächlich aussieht.
      Das stimmt, den Eindruck habe ich selber schon sehr oft erlebt das eben genau das nicht passiert.
      In der Diagnostik die ich erlebt habe (die in Bochum) hatte ich das Gefühl das sowas schon gemacht wurde, aber weil so ein Gespräch leider nicht lang genug dauern kann um echt über alle Bereiche zu sprechen, merkt man doch das man eigentlich mehrere Stunden/Termine bräuchte.
      Ich glaube dafür nehmen sich die meisten einfach nicht gern die Zeit.
      Das kostet sie ja auch Geld. ich vermute das die Ärzte mehr Geld bekommen, je mehr Patienten sie abfertigen. Wenn sie dann die Stunden mit ein und dem selben da vergeben, bleibt weniger Zeit für neue Leute :-/
      Ich weiß nicht wie das bei Psychologen abgerechnet wird.
      Ich vermute auch das bei mir nur ein Termin nötig war, weil schon eine mich lange kennende Psychotherapeutin und ein paar andere Ärzte auch bestätigt haben das es AS sein könnte und der Arzt in der Klinik dem deswegen recht schnell nachgab ohne weiter mit mir reden zu müssen. Die meisten Dinge AS betreffend standen ja auch alle erklärt im Fragebogen dessen Werte ja auch eindeutig waren.
    • Katynka wrote:

      der Arzt meinte ich könne kein Autist sein weil ich daran interressiert wäre eine Freundin zu haben
      Das ist Quatsch. Tony Attwood schreibt z.B., dass Menschen mit Asperger zurückgezogener sind als andere, in der Regel weniger Freunde haben, mehr und ausdauernder ihren Interessen alleine nachgehen, aber auch:

      Tony Attwood wrote:

      In den ersten Jahren an der Grundschule bemerken Kinder mit Asperger-Syndrom, dass es anderen Kindern Spaß macht, zusammen zu sein. Sie möchten an sozialen Aktivitäten beteiligt sein, um an dem Spaß, den die anderen Kinder offenbar haben, teilzuhaben. Trotz ihrer intellektuellen Fähigkeiten hinkt jedoch ihr Maß an sozialer Reife mindestens zwei Jahre hinter dem der Gleichaltrigen zurück. Und sie weisen möglicherweise auffällige Schwierigkeiten beim wechselseitigen und kooperativen Spiel auf, wie es von anderen Kindern erwartet wird.
      Danach wäre der Wunsch nach Freunden etwa ab dem Grundschulalter zu erwarten, nur dass die Fähigkeiten zum Ausbilden von Freundschaften häufig nicht ausreichen bzw. nicht mit dem Entwicklungsstand der anderen Kinder kompatibel sind.

      Da du schreibst, dass du eine Tochter hast, gehe ich davon aus, dass du bereits erwachsen bist. Im Erwachsenenalter sollte es auch bei Aspies nicht erstaunlich sein, wenn man bei der analytischen Betrachtung, wieso es mit den Freundschaften nicht klappt, bereits auf der richtigen Fährte gelandet ist:

      Katynka wrote:

      ich wüsste ich ja was ich falsch mache. (Kommunination klappt nicht)
      Das heißt ja nicht, dass mit dieser Erkenntnis die soziale Interaktion jetzt normal funktioniert: Das sollte der Arzt in erster Linie beurteilen. Wobei ich in der Diagnostik auch nach meinen Einschätzungen gefragt wurde, warum dieses oder jenes so schwierig ist. Ich vermute, da interessierte die Herangehensweise an die Fragestellung (analytisch/intuitiv). Ich mache mir jedenfalls auch viele Gedanken, was falsch läuft, auch wenn mir wahrscheinlich viele soziale Hinweise entgehen, die ich manchmal erst sehr viel später verstehe (wenn überhaupt).

      Katynka wrote:

      Ausserrdem habe ich Mimik
      Gar keine Mimik und Gestik haben soweit ich weiß die wenigsten. Es geht eher um qualitative (wie?) und quantitative (wie oft?) Abweichungen. Zusammen mit den anderen merkwürdigen Aussagen des Arztes würde ich auch nicht darauf vertrauen, dass er Abweichungen in der Mimik gut genug einordnen kann, um zu beurteilen, ob deine Mimik komplett unauffällig ist.

      Ich würde mich an deiner Stelle zur Abklärung noch mal an eine Spezialambulanz wenden.

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    • Pusheenosaurus wrote:

      ich merke aber auch, dass ich, wenns mir nicht gut geht, keine Tipps von ihnen will, sondern einfach nur, dass jemand zuhört.
      Das ist bei mir eher andersherum. Wenn ich Hilfe brauche, hab ich es lieber wenn jemand mir auch aktiv hilft und nicht einfach nur zuhört. Ich habe mein Leben lang irgendwie immer nur Leute um mich gehabt die mir nicht halfen, sondern nur sagten ich solle Dinge nicht so ernst nehmen oder mich wehren aber keiner sagte mir wie ich das tun soll oder hat es mir konkret beigebracht. Und andere "Erwachsenen-dinge" sollte ich auch allein können, womit ich oft massive Probleme habe weil ich nicht weiß wie ich auf andere zugehen soll wenn ich was von denen will oder wie man überzeugend auftritt. Keiner macht diese Dinge für mich oder mit mir und es wundern sich dann alle warum es nicht klappt meine Ziele durchzusetzen.
      Selbst wenn meine Mutter mit dabei ist, weiß sie selber anscheinend nicht was sie tun kann wenn etwas nicht so läuft das es zum Ziel führt. Sie ist nur stumm daneben.
      Als ich bei meinem Vater und seiner Frau war, war das anders, da wurde alles organisiert und in die Wege geleitet. Wie die das machten wusste ich nicht, das habe ich nicht mitbekommen, zudem war ich damals auch noch Kind. Das problem dort war nur, das sie das alles bestimmten WAS in die Wege geleitet wurde und wenn es IHNEN (nicht mir aber es ging ja um mich) nicht passte, wurde sich eine andere Stelle gesucht. Deren Meinung nach war ich ja geistig krank und man müsse mich wieder "normal" oder "gesund" machen.
      Das Engagement war dort besser aber das war auch das einzige positive dort.
    • Katynka wrote:

      der Arzt meinte ich könne kein Autist sein weil ich daran interressiert wäre eine Freundin zu haben
      Kann es sein das du da eventuell etwas falsch verstanden hast?

      Bei meiner Dianostik wurde gleichzeitig auch eine schizoide Persönlichkeitsstörung automatisch mit abgeklärt, da sie einige Ähnlichkeiten zu dem Verhalten autistischer Personen hat. Bei einer schizoiden Persönlichkeitsstörung ist Kriterium, das der Betroffene keinen Kontakt zu anderen will.

      Es kann auch sein das der Arzt vielleicht ein sehr veraltetes Wissen hat, laut Wikipedia wurde Asperger-Autismus früher als "schizoide Psychopathie" bezeichnet und eventuell hält der Arzt deshalb die "schizoide Psychopathie" (Asperger-Autismus) und eine schizoide Persönlichkeitsstörung für das selbe. Denn wenn man generell Kontakt zu anderen Menschen möchte, ist das ein Ausschluss-Kriterium für eine schizoide Persönlichkeitsstörung.


      Genau wegen solchen Gründen sollte man zur Abklärung eher in eine Autismus-Ambulanz gehen, da sind Fachärzte die sich speziell mit dem Thema Autismus auskennen.
    • Phreno wrote:

      Genau wegen solchen Gründen sollte man zur Abklärung eher in eine Autismus-Ambulanz gehen, da sind Fachärzte die sich speziell mit dem Thema Autismus auskennen.
      In ihrem Vorstellungsthread schrieb sie, dass sie die Fragebögen für die Uniklinik Köln ausgefüllt hat. Ob das Gespräch dort stattfand oder doch woanders, geht aus dem Thread noch nicht genau hervor.
    • Pusheenosaurus wrote:

      @ TalkativeP Meinst du, dass Aspies eher Zweckfreundschaften haben?
      Das erscheint mir plausibel. Ich habe jetzt keine Quelle dafür. Ich meine zwar das irgendwo gelesen zu haben und dass es bei der Diagnostik kurz Thema war, aber ich kann mich auch irren.
      Meine bisherigen Freundschaften waren eigentlich alles Zweckfreundschaften. Auffällig war auch, dass es eigentlich nie funktioniert hat, mit mehr als einem Kind zu spielen. Das ist schwer zu beschreiben, wenn man nur noch jahrzehntealte Erinnerungen zur Verfügung hat.

      Eine Freundin/Partnerin zu haben wäre schon schön, aber da die natürlich auch eigene Wünsche/Bedürfnisse mitbringen wird, wird mir das vermutlich sehr schnell zu anstrengend. Ich komme ja mit meinem Leben gerade so klar.
    • Hallo,

      ein sehr interessantes Thema und leider deckt es sich auch mit meinen Erfahrungen. Einerseits kann man sagen es ist gut, dass Diagnosen nicht zu leichtfertig vergeben werden, dennoch kann es das Leben einzeln Betroffener enorm erschweren. Ein Mensch ist für mich in seinem Dasein sehr komplex. Zum Thema Freundschaften, ist es nicht so, wenn ein Autist einen Menschen als sehr besonders erachtet und diesen sogar als Bezugsperson betrachtet, dass er sehr viel für das Wohlergehen dieses Menschen machen wird. Ich finde es auch schwer Autisten grundsätzlich die Fähigkeit zur Empathie gänzlich abzusprechen. Wie seht ihr das?

      GLG Zauberfee
    • Ally wrote:

      In ihrem Vorstellungsthread schrieb sie, dass sie die Fragebögen für die Uniklinik Köln ausgefüllt hat.
      Oh, in dem Fall halte ich es auch für möglich, dass es sich bei den merkwürdigen Aussagen um Provaktionen handelte, um auszutesten, wie darauf reagiert wird, oder dass etwas falsch aufgefasst wurde. Solange es noch weitere Termine gibt, wurde ja auch noch nichts endgültig ausgeschlossen.

      The post was edited 1 time, last by Turtle ().

    • Happy to be wrote:

      .....und mal wieder Uni Klinik Köln......vllt nur meine selektive Wahrnehmung, dass sich das dort häuft.....
      Anscheinend kommt es bei den diagnostischen Gesprächen oft zu gravierenden Missverständnissen, was natürlich nicht passieren sollte. Jedenfalls ist es vollkommener Unsinn, dass ein Interesse an Freundschaften ein Ausschlusskriterium ist.