Die Verwendung des Wortes "autistisch"

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    • FrankMatz wrote:

      In der Presse lese ich so etwas nicht, auch nicht in den Leserbriefen, und im TV, wenn ich da mal eine Polit-Talkrunde sehe, erlebe ich auch nicht dauernd Teilnehmer, die verbal auf andere einprügeln: "Sie haben gerade 'autistisch' gesagt, das ist eine Diskriminierung!", "Sie haben schon wieder durch die Verwendung von 'schizophren' für "unsinnig' all die beleidigt, bei denen eine entsprechende Störung vorliegt! Tun Sie da ja nie wieder!"
      Dann wirf mal einen Blick auf die selbsternannten "Aktivisten". Die tun nämlich genau das. Twitter, Blogs etc.
      Gott sei Dank nimmt niemand von den wichtigen Leuten sie wirklich ernst.
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • FrankMatz wrote:

      Auf einmal bejammern ganz viele, dass man jetzt xyz nicht mehr sagen dürfe.
      Was nicht völlig falsch ist - noch sind wir nicht soweit, aber wenn ich lese "Man sagt das nicht mehr, "der Blinde"", dann ist die Sprachpolizei nicht mehr weit. Selbstverständlich sagen die Allermeisten das noch, und die gegenteilige Aussage beinhaltet eben deshalb sehr wohl unterschwellig ein (einstweilen nur moralisches) Verbot. Und in den entsprechenden Fachbereichen geht es inzwischen wohl auch an deutschen Unis diesbezüglich durchaus heftig zu. Ist halt ein Gesamtbild, fängt bei der Politik an (wenn AfD-Auftritte notfalls mit Gewalt verhindert, solche von ebenso unappetitlichen Gestalten aus dem linken Spektrum dagegen toleriert werden), geht über vermeintlichen Antimilitarismus (bei einer Fachtagung in Berlin traten, durchaus themenbezogen, es gab sogar einen Vortrag dazu, ein paar Leute von einer Reenactent-Gruppe auf, die als "Lange Kerls" fungierten, preussische Garde, die niemals im Gefecht eingesetzt worden ist - wir wurden gebeten, evtl. Photowünsche außerhalb des Unigeländes erfüllen zu lassen) eben hin bis zu den scheinbar harmloseren Dingen wie der Frage, ob denn heutzutage noch "der Einäugige unter den Blinden König" sein dürfe - laut @fanny1804 ja ebenfalls nicht zulässig. Ich sehe da halt ganz klar eine Rutschbahn Richtung Orwellschem Neusprech. Das Gdegenteil von "gut" ist nun mal allzu oft "gut gemeint", und Sprachregulierungen solcher Art (auch wenn sie nur moralischen Druck ausüben) spielen deshalb eben auch denen in die Hände bei denen es heißt "das wird man ja wohl noch sagen dürfen", für die steht dann auf einmal "der Blinde" gleichwertig neben der Auschwitzlüge - beides ist "verboten", beim einen ist das Verbot offensichtlich übertrieben, folgt für das andere was in deren Logik?
    • @HCS
      kuck mal, ich bin vor 56 Jahren mit meinen schwulen und autistischen Eigenschaften auf die Welt gekommen, bin mittlerweile teilweise erwachsen, habe viel erfahrung und den imundefekt erworben.
      den Peter Gauweiler von der CSU mit seinen AIDS-Lagerideen haben wir locker überlebt, meine Freunde dürfen mich auch blöde Zicke nennen und ich nenne einen Nazi einen Nazi, das macht auch der Martin Schulz im EU-Parlament
      Was mir wiederrum aus den grossen "wir sind das Volk " Aufmärschen an den Hals gewünscht wird hat nichts mit pc-sprech zu tun.
      Da gibt es keine Missverständnisse, solche zu produzieren bin ich selber profi
      nix für ungut, ich trete laufend gutmeinend in fettnäpfchen wo manchmal schon füsse drin baden
    • HCS wrote:

      (wenn AfD-Auftritte notfalls mit Gewalt verhindert, solche von ebenso unappetitlichen Gestalten aus dem linken Spektrum dagegen toleriert werden),
      Tja, jetzt frage ich mich, was der Begrff "appetitlich" hier zu suchen hat. Gegenüber Menschen ja oft im sich auf Schönheit beziehend, auch gerne sexualisierten Kontext eingesetzt.

      und ja, die AfD ist voll die Partei der armen Opfer. Die sich nur wehren, wie man sieht.

      Display Spoiler

      uebermedien.de/29322/afd-kyffh…attackieren-journalisten/
      Und wo nicht, kann man ja selbst dafür sorgen, dass es so aussieht.
      volksverpetzer.de/schwer-verpetzt/trefzer-fail/
      Klar, auch, dass eine Rehabilitierungsmaßnahme war, einen verurteilten Bank- und Sexshopräuber und sogar eine antifaschistsche Aktion, diesen ehemaligen NPD-ler Makus Mössle in Ulm zur Wahl zu stellen, immerhin sieht der ja heute appetitlich aus.

      und überhaupt hier noch was trauriges aus der identitären Ecke. Wie kann dieser unappetitliche linke Reder die armen Rechten so auflaufen lassen :shake:

      und dann
      schleckysilberstein.com/2018/page/2/


      Wenn es wirklich so egal wäre, welche Worte für was verwendet werden, wieso dann der verbissene Kampf darum, es weiter im eigenen bisherigen Sinne verwenden zu können?
      Und das überwiegend von denen, die NICHT unter den mittransportierten Folgen leiden bzw diese abkriegen, sonderrn sogar teilweise Vorteile daraus haben?

      "Autistisch" wird allgemeinsprachlich oft verwendet, wenn eigentlich "narzisstisch" gemeint ist. Weil äußerlich ja oft ähnlich aussehend.
      Dass hier gerade AutistInnen, die das zweifelhafte Vergnügen hatten, Narzistinnen zu erleben, empfundlicher reagieren, dürfte ja wohl klar sein. Ist ja auch ungerecht.
      Wenn du meinst, zu klein zu sein, um etwas zu bewegen....dann hattest du noch nie eine Stechmücke im Schlafzimmer
    • Happy to be wrote:

      HCS wrote:

      (wenn AfD-Auftritte notfalls mit Gewalt verhindert, solche von ebenso unappetitlichen Gestalten aus dem linken Spektrum dagegen toleriert werden),
      Tja, jetzt frage ich mich, was der Begrff "appetitlich" hier zu suchen hat. Gegenüber Menschen ja oft im sich auf Schönheit beziehend, auch gerne sexualisierten Kontext eingesetzt.
      und ja, die AfD ist voll die Partei der armen Opfer. Die sich nur wehren, wie man sieht.

      Display Spoiler

      uebermedien.de/29322/afd-kyffh…attackieren-journalisten/
      Und wo nicht, kann man ja selbst dafür sorgen, dass es so aussieht.
      volksverpetzer.de/schwer-verpetzt/trefzer-fail/
      Klar, auch, dass eine Rehabilitierungsmaßnahme war, einen verurteilten Bank- und Sexshopräuber und sogar eine antifaschistsche Aktion, diesen ehemaligen NPD-ler Makus Mössle in Ulm zur Wahl zu stellen, immerhin sieht der ja heute appetitlich aus.

      und überhaupt hier noch was trauriges aus der identitären Ecke. Wie kann dieser unappetitliche linke Reder die armen Rechten so auflaufen lassen :shake:

      und dann
      schleckysilberstein.com/2018/page/2/


      Wenn es wirklich so egal wäre, welche Worte für was verwendet werden, wieso dann der verbissene Kampf darum, es weiter im eigenen bisherigen Sinne verwenden zu können?
      Und das überwiegend von denen, die NICHT unter den mittransportierten Folgen leiden bzw diese abkriegen, sonderrn sogar teilweise Vorteile daraus haben?

      "Autistisch" wird allgemeinsprachlich oft verwendet, wenn eigentlich "narzisstisch" gemeint ist. Weil äußerlich ja oft ähnlich aussehend.
      Dass hier gerade AutistInnen, die das zweifelhafte Vergnügen hatten, Narzistinnen zu erleben, empfundlicher reagieren, dürfte ja wohl klar sein. Ist ja auch ungerecht.
      @Happy to be

      ya, ich schreibe krampfend krampf, is mir egal , ich lese nämlich gerne z.b. Deine posts. Und mit unserer Fernsehkamera filmen wir lieber Greta Thunberg als die Dingensv.Storch :]
    • Tomi Blum wrote:

      @Happy to be
      ya, ich schreibe krampfend krampf, is mir egal , ich lese nämlich gerne z.b. Deine posts. Und mit unserer Fernsehkamera filmen wir lieber Greta Thunberg als die Dingensv.Storch :]
      ich find´, du schreibst schön, ein Stil, so wie ich es nie könnte, aber gerne lese.

      Zu "wie werden Worte gegenüber wem von wem mit welcher Intention verwendet" hab ich auf einer meiner Lieblingsseiten ein nettes Beispielvideo gefunden. Auf der einen Seite in Jugendsprache Klartext, auf der anderen.....ich war echt beeindruckt, was der junge Mann da hingekriet hat - sogar der Guardin hat darüber berichtet - es gretalt und gretalkt überall :d


      Letztens sagte mir ein älterer Freund, dass er früher, bis Mitte der 90er auch "unsorgfältig" mit Sprache umgegangen sein, und sich fragte, was diese Diskussionen denn überhaupt sollen, noch fühlte er sich nicht betroffen - und dann....sah er, dass das, was er aktuell selbst zu seiner Lage und seinem Thema erlebte, sich ja auch bei anderen Themen finden lässt - andere Themen, andere Begriffe, aber gleiches Muster.
      Wenn du meinst, zu klein zu sein, um etwas zu bewegen....dann hattest du noch nie eine Stechmücke im Schlafzimmer
    • @Happy to be
      :cryforjoy: Du magst was ich schreibe,für meinen einzigen Lieblingsaufsatz in der Schule hab ich ne & gekriegt wegen Thema verfehlt, war Fantasiegeschichte. war ja eigentlich stolz weil mein Lieblingsdeutschlehrer das nicht so geschnallt hat,
      gestern war ich am LSGericht in Potsdamm und hatte einen dermasen Shut-down, naja mein Freund und sein Mann, wir sind ein tolles Team , und dann zu mir heim unds ich hab mich im Forum beruhigt und glaub 13 h geschlafen.
      ich mag dich wirklich wenn das nicht übergriffig ist weil ich privat nur so schreibenkann wie ich bin :? ach was solls :nod: kann mir doch selber zustimmen :)
    • Happy to be wrote:

      ich kann aber auch Schweigen :m(:
      Das ist manchmal sehr gut für die Seele (oder was auch immer).

      Aber manchmal muss man eben auch das Maul aufmachen, so wie grade eben die Kids von Fridays for Future, die in einer machtvollen Demo vor meinem Café vorbeigezogen sind, irgendwo hier im Südwesten.

      Mich beschleicht die Frage, ob ich nicht hätte dabeisein sollen...
      Mein Grundgesetz = "Ein Grundgesetz, in dem Humanität, Teilhabe und Glücksstreben noch expliziter festgeschrieben stehen."
      (Jagoda Marinic, Frankfurter Rundschau vom 23. Mai 2019, dem 70. Jahrestag des GG der BR Deutschland)
    • Ich würde neben dem "Postautismus" (Made in France?) noch im Hinblick auf das ASS von einem "Neoautismus" (Made in Internet) sprechen und Greta Thunixberg gehört imo in diese Schublade. :d

      Back to Ernst. Hier mal ein paar Links (fulljoy folks!). In jedem Artikel wird "autistisch" zwar im medizinisch-psychiatrischen Sinne verwendet, aber es geht nicht um Autismus. Mindestens der "autistische Zug" dürfte recht bekannt sein. Fazit: Das Wort "autistisch" wird auch jenseits vom ASS verwendet. Vive la Vielfalt ("Hyperneurodiversität")! :d

      flexikon.doccheck.com/de/Schiz…%B6nlichkeitsst%C3%B6rung
      flexikon.doccheck.com/de/Cornelia-de-Lange-Syndrom
      flexikon.doccheck.com/de/Smith-Lemli-Opitz-Syndrom
      de.wikipedia.org/wiki/West-Syndrom

      Hinweis: Beitrag kann Spuren enthalten. Lesen "Sie" diesen Beitrag nicht ohne festen Halt und fahren "Sie" beim Lesen kein Auto, keinen Einkaufswagen, kein Ein-, Zwei- und Dreirad.
      In letters of gold on a snow white kite I will write "I love you"
      And send it soaring high above you for all to read
    • Wenn ich bemerke, dass irgendwo der Begriff "autistisch" wie ein Schimpfwort verwendet wird, schreibe ich in der Regel einen Leserbrief. Ich erkläre dann nett, dass ich schon vermute zu wissen, was sie im gegebenen Kontext mit dem Wort meinen, aber dass es eben auch ein bzw. mehrere Syndrome/Erkrankungen/Betriebssysteme (letzteres ist meine favorisierte Sichtweise) bezeichnet, die sich nicht nur durch negative Eigenschaften auszeichnen und überhaupt nicht zum Beleidigen anderer Menschen genutzt werden sollten. Und dass ich selber ein AS habe und eine solche Sprachwahl unpassend finde. Die Antworten auf meine Nachricht sind dann auch oft wirklich konstruktiv und interessiert. Viele benutzen das Wort einfach gedankenlos.
      Letztens hatte ich aber auch Kontakt mit einer Psychiaterin, die sich mir gegenüber (ohne zu wissen, dass ich Autistin bin) über eine andere Person aufgeregt hat. Meiner Interpretation nach hat diese andere Person ihr gegenüber taktlos (RW) und unsensibel reagiert und wurde deswegen von ihr im Gespräch mit mir mit dem Kommentar "War das etwa eine Autistin?!" bedacht. Aber offen gestanden hatte ich da nicht den Mut, zu antworten, dass das vermutlich keine Autistin war, dass ich aber eine bin. Schriftlich geht sowas bei mir immer besser...