Habt ihr ein harmonisches Wesen?

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    • Lefty wrote:

      Ich weiß aber auch nicht genau, was ein "harmonisches Wesen" ausmacht.
      Was genau ein harmonisches Wesen ausmacht habe ich mich auch gefragt.

      rowdy wrote:

      Mit "unharmonisch" meine ich, dass man ständig provoziert oder /und immer "zickig" oder unfreundlich reagiert.
      Provozieren, unfreundlich sein oder rumzicken nur um des Provozierens, Unfreundlichseins oder Rumzickens willen wäre mir wohl zu anstrengend und ich sehe den Sinn davon auch nicht.
      Und habe doch auch immer wieder mal mit Unstimmigkeiten in mir zu tun und habe zudem auch die Unstimmigkeiten in der Welt zu verarbeiten und meinen Frieden damit zu finden.
      Manchmal agiere oder reagiere ich in all dem auch eher unharmonisch.
      Und mag Harmonie dennoch viel lieber.

      Grübler_1988 wrote:

      "Gleichklang" der Gedanken und Gefühle
      Klingt schön :) .
      Wenn wir den Kirschbaum spalten, finden wir dort keine Blüte.
      Es ist der Frühling, der die Blüten hervorbringt.

      Ama Samy
    • ifi wrote:


      rowdy wrote:

      Mit "unharmonisch" meine ich, dass man ständig provoziert oder /und immer "zickig" oder unfreundlich reagiert.
      Provozieren, unfreundlich sein oder rumzicken nur um des Provozierens, Unfreundlichseins oder Rumzickens willen wäre mir wohl zu anstrengend und ich sehe den Sinn davon auch nicht.Und habe doch auch immer wieder mal mit Unstimmigkeiten in mir zu tun und habe zudem auch die Unstimmigkeiten in der Welt zu verarbeiten und meinen Frieden damit zu finden.
      Manchmal agiere oder reagiere ich in all dem auch eher unharmonisch.
      Und mag Harmonie dennoch viel lieber.
      Ich hab mehrmals überlegt, wie ich es am besten formulieren könnte, was ich sagen will und da steht es nun. Hätte es nicht besser zusammenfassen können :)
    • Ich musste über die Ausgangsfrage jetzt mal länger nachdenken, weil das bei mir nicht so eindeutig ist.

      Im RL vermeide ich meistens Konflikte, weil ich sie nicht gut lösen kann. Das bedeutet, ich verschweige meine Meinung auch mal, wenn sie für den andern unangenehm sein könnte, weil ich sonst nicht weiß, wie ich eine eventuelle Verletzung wieder ausbügeln kann.
      Ich bemühe mich auch, zwischen anderen Leuten zu vermitteln, wenn sie sich streiten. (Das steht sogar als Eigenschaft in meinem Grundschulzeugnis drin, obwohl ich das damals nicht bewusst getan habe. Aber ich habe wohl einfach häufig die Unlogik der Konflikte gesehen, sie haben mich genervt, und ich habe dann etwas gesagt. Diplomatisch war ich dabei sicher nicht. So ist das heute immer noch.)

      Aufgrund dessen, dass ich manchmal sehr direkt sein kann, wenn mich etwas nervt, entstehen auch öfter Ausnahmen von der Regel, dass ich eigentlich keine Konflikte will. Durch meine Direktheit fühlen sich immer wieder Leute angegriffen, selbst wenn ich eigentlich nur helfen will. Nachdem ich das nicht lösen kann, schwelt das dann für alle Ewigkeit.

      Im Forum fällt mir das aber noch viel mehr auf als im RL. Denn hier im Forum scheinen die Leute noch empfindlicher zu sein als "draußen", und die Fähigkeiten, einen Konflikt anzusprechen und aufzulösen, sind geringer.

      Ich selbst bin zwar auch oft verletzt, aber ich trage es den Leuten nicht nach, normalerweise. Mir ist dann die Harmonie schon wieder viel wichtiger als meine Verletzung.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Hallo @rowdy,

      was Du beschreibst (sticheln etc. müssen) habe ich für mich als 'Kampfmodus' betitelt. Das läuft oftmals unbewusst ab und geschieht auch oft aus einer grundlegende Verteidgungshaltung heraus (sich unwert fühlen und dann unbewusst danach suchen wo andere unwert sind). Kritik ist so ein Punkt in dem sich das dann offenbart (ich überlege schon lange inwieweit Kritik überhaupt sinnvoll ist oder brauchbar :d ). Das kann auch in ein harmonisches 'Mäntelchen' verpackt werden...zB 'ich meine es doch nur gut mit Dir, wenn ich Dich auf Deine Fehler aufmerksam mache'. Oder auch wenn Menschen jemanden öffentlich kritisieren und sich dadurch als Retter darstellen (ich tue das nur um der Gesellschaft die Augen zu öffnen, um Gefahren anzusprechen...usw).

      Ein harmonisches Wesen ist für mich ein Mensch, der diesen Kampfmodus nicht mehr braucht, der auf Augenhöhe mit seinen Mitmenschen ist und das 'andere' gut zulassen kann ohne sein eigenes 'Richtig/Falsch' durchsetzen zu wollen (solange niemand wirklich geschädigt wird). Ein Mensch der gut für seine Bedürfnisse sorgt und Grenzen freundlich aber bestimmt aufzeigen kann ohne den anderen abwerten zu müssen.

      Nur so meine Gedanken dazu. :)
      „Jenseits von richtig und falsch liegt ein Ort. Dort treffen wir uns.“
      Rumi
    • kikilino wrote:

      Hallo @rowdy,

      was Du beschreibst (sticheln etc. müssen) habe ich für mich als 'Kampfmodus' betitelt. Das läuft oftmals unbewusst ab und geschieht auch oft aus einer grundlegende Verteidgungshaltung heraus (sich unwert fühlen und dann unbewusst danach suchen wo andere unwert sind). Kritik ist so ein Punkt in dem sich das dann offenbart (ich überlege schon lange inwieweit Kritik überhaupt sinnvoll ist oder brauchbar :d ). Das kann auch in ein harmonisches 'Mäntelchen' verpackt werden...zB 'ich meine es doch nur gut mit Dir, wenn ich Dich auf Deine Fehler aufmerksam mache'. Oder auch wenn Menschen jemanden öffentlich kritisieren und sich dadurch als Retter darstellen (ich tue das nur um der Gesellschaft die Augen zu öffnen, um Gefahren anzusprechen...usw).

      Ein harmonisches Wesen ist für mich ein Mensch, der diesen Kampfmodus nicht mehr braucht, der auf Augenhöhe mit seinen Mitmenschen ist und das 'andere' gut zulassen kann ohne sein eigenes 'Richtig/Falsch' durchsetzen zu wollen (solange niemand wirklich geschädigt wird). Ein Mensch der gut für seine Bedürfnisse sorgt und Grenzen freundlich aber bestimmt aufzeigen kann ohne den anderen abwerten zu müssen.

      Nur so meine Gedanken dazu. :)
      Das ist sehr schön beschrieben, so empfinde ich es auch. Mein Ideal von mir selbst, sozusagen. Ich nähere mich mit den Jahren zumindest an. Augenhöhe ist ein gutes Stichwort. Finde ich ganz wichtig.

      Ich bin ansonsten total konfliktscheu und finde das nicht nur negativ. Die meisten Konflikte, etwa am Arbeitsplatz, lassen sich mit Logik lösen. Oder gut ignorieren, wenn das eigene Standing gefestigt ist.
      People are strange, when you're a stranger.
    • kikilino wrote:

      Ein harmonisches Wesen ist für mich ein Mensch, der diesen Kampfmodus nicht mehr braucht, der auf Augenhöhe mit seinen Mitmenschen ist und das 'andere' gut zulassen kann ohne sein eigenes 'Richtig/Falsch' durchsetzen zu wollen (solange niemand wirklich geschädigt wird)
      Weißt du was? Bevor ich mit Kampfsport angefangen habe, war ich ziemlich aggressiv. Und jetzt bin ich ziemlich gelassen.

      Und das fühlt sich viiieeel besser an.

      Da merke ich erst, dass Aggression zu 99% aus Unsicherheit entsteht. Jemand der aggressiv ist, ist meistens nicht sehr selbstsicher.
      Aspie oder Gurke?
      Horror aus der GURKE
      ADHS & Autismus.
    • @rowdy: na, Wut ist irgendwie immer eine Grenze die aufgezeigt werden muss oder eine mangelnde Bedürfnissbefriedigung...denke ich gerade. Ja...irgendwo muss diese Energie dann hin und Sport ist sicher ein gutes Ventil. :) Oder eben mal einfach Dinge rumschmeißen...habe ich vorhin getan und jou...es fühlte sich echt gut an. :d
      „Jenseits von richtig und falsch liegt ein Ort. Dort treffen wir uns.“
      Rumi