Unfähigkeit, Entscheidung zu treffen - Gehirn blockiert - springt zwischen zwei Alternativen hin und her

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    • Wenn ich mich nicht entscheiden kann, frage ich meinen Mann und nehme dann in der Regel das Gegenteil davon. :lol:
      Er rechnet schon immer damit und ist total irritiert, wenn ich dann doch mal auf ihn höre.
      Vor allem bei Fragen wie "Soll ich das letzte Schnitzel essen oder es für dich verwahren?"
      Dann sagt er natürlich, ich soll es essen, weil er damit rechnet, dass ich dann sagen: Neee, ich lass es lieber für dich übrig!
      Wenn ich es dann aber wirklich esse, guckt er ziemlich enttäuscht aus der Wäsche wenns wirklich auf einmal weg ist! :d
    • Irgendwann wurde mir bewusst, dass Entscheiden bedeutet, einenFehler machen zu können.
      Weil nicht genug Infos da waren, weil die Wichtigkeit oder dieBedeutung mancher Informationen nicht erkannt wurde....
      Insofern war mein Nicht-Entscheiden dann eine prima Angelegenheit- denn unbewusst war, wenn etwas nicht so lief wie gehofft", dasSchicksal" oder "andere" Verursacher desFehlers", nicht ich.

      Problem dabei nur, dass Nicht-Entscheiden in den meisten Fällendafür sorgt, dass "das Schicksal" bzw. "andere"entscheiden, und dann sehr oft gegen das, was ich "erhoffte".
      Ebenfalls entband "nicht-entscheiden" davon, etwasaktiv tun zu müssen - also sehr angenehm für meinen kleinen innerenfaulen Schweinehund.

      Problem dabei wieder, dass ich entweder nichts tat, oder das, wasaus den Entscheidungen anderer, die sie ja für sich trafen,gefordert war - "nett sein gegen die eigenen Bedürfnisse und Interessen, also Entscheidung DAegen" - dann auch Handlungen fürdiese waren, was, vor allem langfristig, nicht unbedingt guteErgebnisse für mich brachte.

      Da wo ich entschied, konnte sich das als richtig erweisen, führtedann zu erwünschten Ergebnissen, oder als falsch, dann war das meineVerantwortung, vor allem die Folgen als Ergebnis allein meinerFehlentscheidung zu akzeptieren, um dann hier wieder neu- bzw.umzuentscheiden und den Fehler zu korrigieren bzw. die Folgenauszubügeln.

      Aber, überall wo ich nicht entscheide und diese Entscheidungnicht in Handlung umsetze, habe ich schon entschieden, mich vonanderem und anderen abhängig zu machen, die jetzt über michund was ich mache, entscheiden.

      Der Nachteil am Entscheiden ist also, selbst für die dazugeforderte Arbeit und die Ergebnisse, und auch für die Beseitigungunerwünschter Folgen aufgrund von Fehlentscheidung, zuständigzu sein.

      Der Nachteil am Nicht-Entscheiden ist aber, dass man auch Arbeithat, keinen Einfluss auf die Ergebnisse, also anderem und anderenausgeliefert ist - und die Folgen trotzdem im eigenen Leben erlebt,oft negative, die diese anderen garantiert nicht beseitigen werden,also wieder eigene Zuständigkeit.

      Klingt vllt komisch, aber ich kann mit den Fehlern, die ich ausÜberzeugung gemacht habe, und deren Folgen deutlich besser umgehenals mit Folgen aus Nicht-Entscheiden bzw. echtem Schicksal, daskomplett ohne es vorhersehen zu können, passierte.

      Wobei dieses gefühlte Schicksal im Rückblick oft ein Ergebnis aus Nicht-Entscheiden und der Entscheidung zum Wegsehen war.Fakten ignorieren, um nicht entscheiden zu müssen und nichts fürdiese Entscheidung tun zu müssen.
      Entscheidungen, die nicht zu Handlung führen, sind das gleichewie "Nicht-Entscheiden".

      Gesamtfazit war "Nicht-Entscheiden" ist die EntscheidungFÜR den größten Fehler, den man machen kann - nämlich den, sichin komplette Abhängigkeit einer jetzt nicht mehr beeinflussbarenWillkürlichkeit zu begeben.
      Dagegen sind die Fehler, die man selbst macht und machen könnte,"Pipfax".

      Na ja, und trotz des Wissens darum - da werde ich auch noch "einbisschen" üben, meinen kleinen inneren faulen Schweinehunddressieren, und vor allem diesen"Aspie-garantiert-fehlerfrei-mit-garantierten-Ergebnissen-Perfektionsdrang"in Schach halten lernen müssen
      "AS? Sie wirken gar nicht so" -"Danke für die Bestätigung und Anerkennung all der geleisteten Arbeit, die dahinter steckt :) ".
    • @Platypus

      Das freut mich sehr, dass ich Dir Mut machen konnte :d :nod:
      (Und natürlich, dass Dir mein Roman gefällt ;)
      Gibt noch mehr davon ;D :lol: )

      Wenn ich's geschafft hab, schaffst Du's bestimmt auch ;D Gib niemals auf, dass ist das wichtigste.
      Denn wessen Geist/Verstand sich durch sie/ihn mit Angst und Zweifel erdrückende Gedanken verschließt, die/der wird im Handeln erstarren, da es ihr/ihm nicht mehr möglich ist, sich zu bewegen, wenn sie/er selber vor Bangen erstarrt.
      So kann sich keine Entwicklung einleiten lassen, auch nicht durch Fehler, die uns durch Scheitern und Lernen den richtigen Weg weisen.
      Das einzige, was somit alles bewirkt, ist dass alles für Dich in Raum und Zeit erstarrt und entsprechend stagniert - und damit auch Du selber.

      Darum sind begangene Fehler immer besser, als die Angst davor, Fehler zu begehen.

      Wer jedoch den Mut dazu hat, mutig zu sein, und auf der Suche nach seinem Ziel niemals den Glauben an die Hoffnung verliert, der kann erkennen, dass unvermeidbar begangene Fehler den Weg dorthin weisen, wohin diejenige/derjenige gelangt, die/der nicht aufgibt.

      In diesem Sinne: Glaube an Dich und habe den Mut, Dir selber wie jenen zu vertrauen, die Dir nahe und beistehen.
      Du musst nicht alleine kämpfen, wenn Du nicht alleine bist. Gemeinsam zu einem Team vereint ist es leichter, Hürden zu überwinden und Herausforderungen zu meistern, die Du alleine womöglich nicht bewältigen kannst ;)
      Wenn Dir das gelingt, dann kannst Du die Angst selbst besiegen, die Dir den Weg zum Ziel versperren will, welches Du somit erreichen kannst ;)

      (Ja, das wollt ich hier vor mich hin sinnierend/philosophierend nur mal kurz gesagt haben ;D )

      The post was edited 1 time, last by Minz'n'Mille ().

    • @FruchtigBunt
      Das würde ich sehr gerne, generell. Aber mit meinem alten, grausamen Nokia-Handy, mit dem ich leider nur die einfacheren Schreibfunktionen nutzen kann, ist das leider nicht möglich. Sorry...
      Wobei... Da kommt mir doch gerade so eine Idee in den Sinn: Das erfordert zwar mehr Zeit und Arbeit, aber damit kann ich ja umgehen lernen.
      Ich kann zwar niemanden zitieren (noch nicht, hab derzeit keine anderen Geräte zur Verfügung), aber ich könnte natürlich auch abschreiben und in Anführungszeichen wiedergeben, was vor mir geschrieben wurde. Und das ganze führe ich dann einfach als Zitat an, quasi ein selbstgebautes Zitieren. Ja, das klingt doch gut! :d
      Vielen Dank, FruchtigBunt, Du hast meinen Gedanken einen neuen Anreiz gegeben. Ich werde das bei nächster Gelegenheit gleich mal testen :thumbup:
    • Wenn ich recht überlege, war Entscheidungsschwäche eines der wesentlichen Probleme für mich beim Autofahren.

      Ich hatte, wenn ich hinter dem Steuer saß, permanenten Entscheidungsdruck. Am schlimmsten war es, wenn ich auf eine Ampel zufuhr, die schon lange Grün zeigte. Die würde doch bestimmt gleich umspringen? Sollte ich ein bisschen schneller fahren, um noch rüberzukommen? Aber was, wenn sie dann umsprang und ich es nicht mehr schaffen würde? Also doch lieber gleich langsamer fahren? Aber es war doch noch Grün??

      Dasselbe beim Einbiegen in eine Kreuzung: Reicht das noch? Soll ich lieber warten? Muss der andere dann bremsen, wenn ich jetzt losfahre? Eigentlich müsste es reichen ... und jetzt habe ich doch zu lange gewartet, reicht nicht mehr...

      Soll ich die Spur wechseln? Überholen? Oder doch nicht? Schneller fahren, um Platz zu machen? Bremsen, um durchzulassen? Oder?

      Eigentlich hätte ich immer so 10-20 Sekunden Zeit gebraucht, um in Ruhe zu entscheiden, was ich in der Situation am besten mache. Aber hinter dem Steuer hat man die Zeit halt nicht.

      Zusammen mit der permanenten Reizüberflutung und meinem miserablen Orientierungssinn hat das schließlich dazu geführt, dass ich das Autofahren aufgegeben habe. Ich kann so schnell nicht entscheiden, was ich wie tun soll. Geht nicht.

      Ganz anderes Beispiel: Neulich bin ich in den Supemarkt, um einen einzigen Artikel zu kaufen. Dann stand ich vorm Regal und genau dieser Artikel war ausverkauft.
      Ich habe bestimmt eine Minute lang dagestanden, auf die leere Stelle gestarrt und wusste nicht mehr weiter. Irgendwann bin ich einfach weitergegangen, weil ich dachte, sonst hält mich noch jemand für verrückt.
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      And my poetry to protect me
    • Bitteleise wrote:

      Ganz anderes Beispiel: Neulich bin ich in den Supemarkt, um einen einzigen Artikel zu kaufen. Dann stand ich vorm Regal und genau dieser Artikel war ausverkauft.

      Ich habe bestimmt eine Minute lang dagestanden, auf die leere Stelle gestarrt und wusste nicht mehr weiter.
      Ja, das kenne ich, in unterschiedlichen Situationen. Es kommt einfach nicht an im Gehirn oder das Gehirn geht auf Standby, weil es die unerwartete Situation nicht verarbeiten kann und auch keine Alternativlösung findet.
      Es ist wie ein Computerbefehl, der nicht zu Ende ausgeführt werden kann - das Programm hängt sich auf (alle Computerfachleute im Forum schlagen jetzt bestimmt die Hände über dem Kopf zusammen :m(: :lol: )

      Das waren jetzt ein bisschen viele Metaphern durcheinander, ich such immer die beste Formulierung und dann kommt so ein Wirrwarr dabei heraus... außerdem neige ich zur Redundanz... zudem wiederhole ich mich gern (so, hab ich das auch mal wieder angebracht :lol: )
    • Kenne ich auch genau so.
      Autofahren hab ich mir wieder kleinschrittig antrainiert. Lange Zeit nur zu Übungszwecken und nur rechts um den Block. Als ich much da sicher fühlte.....Erinnere mich nur zu gut an die Aufregung bis hochkommen Panik beim ersten mal Linksabbiegen. Dann langsam Strecken verlängert - gut geplant und am frühen Sonntag, wenn wenig los ist. Auch bin ich anfangs nur da gefahren, wo ich notfalls den Wagen stehen lassen und mit dem Bus zurück kann und jemanden fragen kann, ob er ihn für mich wieder abholt bzw. kommt und uns einsammelt. Beifahrer ging gar nicht. Nach zeigt Jahren landstraßensicher auf geübten Strecken.
      Dann die erste Auffahrt auf eine Autobahn....DIESE konnte ich dann irgendwann, dann die nächste.....
      Aus den vielen vielen Einzelschritten setzte sich dann über Wiedererkennen an anderen Stellen sowie wie eine Grund"sicherheit" zusammen.
      Aber, neue Strecken sind immer noch Stress, ist dann da auch noch was unbekannt/unübersichtlich...
      hier muss ich jeglichen Zeitdruck vorher wegorganisieren.
      Und ich muss mindestens zweimal die Woche fahren, sonst fange ich gefühlt wieder von vorn an - auch wenn real nach 40 km alles wieder da ist.
      Hätte ich damals die Hunde nicht gehabt und wäre das so absolut geeignete Training nicht so weit weggewesen - mit Autobahn 45 Minuten, ohne 2 Stunden eine Strecke - ich glaub, ich würde heute noch nicht Autobahn fahren. :d
      "AS? Sie wirken gar nicht so" -"Danke für die Bestätigung und Anerkennung all der geleisteten Arbeit, die dahinter steckt :) ".
    • Jetzt lese ich, dass es nicht nur mir so geht mit dem Autofahren

      @Bitteleise
      Geht mir alles genauso. Durch deinen Post ist mir klar geworden, dass ich keine Angst vor dem Autofahren an sich habe sondern vor den schnellen Entscheidungen, die damit verbunden sind, und dann auch noch unter Stress. Geht bei mir auch nicht. Ich neige bei Stress eher zum "erstarren".
      Ich habe meinen Führerschein sehr spät gemacht (mit 40) und bin ganze vier mal gefahren, danach nie wieder.

      @Happy to be
      das mit dem Antrainieren finde ich eine gute Idee. Super, wie du das nach und nach gemacht hast. Hatte ich damals versucht, aber nach jedem problematischen Ereignis wurde ich ängstlicher.
      Ich bin übrigens auch nur Sonntags morgens und oft nur rechts herum gefahren. Kommt mir alles bekannt vor.
      :lol: :lol: :lol:
    • Beim Autofahren habe ich damit keine Probleme. Die Entscheidungen dabei finde ich recht leicht. Das Ziel ist bekannt und den Weg gibt das Navi vor. Ich bin ein relativ ruhiger Autofahrer und mir wurde schon von Beifahrern gesagt: „Du bist der einzige, bei dem ich mich im Auto sicher fühle.“

      Ich glaube, das ist aber auch kein Autisten-Problem, sondern eher ein Problem mit dem Charakter. Ich kenne auch NTs, die schon Panik bekommen, wenn sie mal eine Ausfahrt verpassen oder aus versehen in eine Straße einbiegen, die sie nicht kennen. Sie fahren dann sehr verkrampft, klammern sich an das Lenkrad und parken - wenn möglich - erst mal irgendwo.
      Wird schon Der einzige, der deinen Träumen im Weg steht, bist du.
    • Beim Autofahren hatte ich lange das Problem, dass ich mich oft verfahren habe und dann ewig weiter in die falsche Richtung (zb auf der Autobahn) wissentlich gefahren bin, weil ich unentschlossen war, ob ich die nächste Ausfahrt nehmen soll. Ich war schlicht zu blöd für diese Autobahnschleifen, hatte Angst, als Geisterfahrer zu enden oder irgendwo komplett in der Pampa zu landen.
      Das ist aber seit ein paar Jahren kein Problem mehr :) Mittlerweile kann ich auch Karten gut lesen - Übung macht den Meister :o

      Dann ist die Parkplatzsuche bis heute ein großes Thema. Zuhause parke ich natürlich meist auf den selben Parkplätzen (drei verschiedene). Woanders gestaltet sich das schon schwieriger. Dabei bin ich eine Rückwärtseinparkfee (ohne Übertreibung - dafür kann ich vorwärts nicht gut einparken :m(: ). Aber ich hasse es, wenn ich buchstäblich den Verkehr hinter mir aufhalte. Da fahre ich lieber noch eine Runde um den Block. Leider schaffe ich es nicht, dieses Problem mit einzukalkulieren und komme meist zehn bis 15 Minuten zu spät :shake: ansonsten würde ich meist auf die Minute kommen.
    • Kaffeebecher wrote:

      Super, wie du das nach und nach gemacht hast. Hatte ich damals versucht, aber nach jedem problematischen Ereignis wurde ich ängstlicher.
      Das hatte ich auch.

      Btw, ich hatte eine extreme Angststörung, als ich anfing, musste ich beginnen mit "mich auf den Fahrersitz setzen und solange und immer wieder, bis ich nicht mehr kotze, dann die Füße auf den Pedalen bewegen, bis ich nicht mehr kotze - der Kotzeimer war lange mein Begleiter.

      Das Problem ist, wenn man etwas Sicherheit erreicht hat, und DANN passiert was, was verunsichert, dann ist der gefühlte Abstand zwischen vorheriger Sicherheit und der jetzt erlebten Unsicherheit ja größer als vorher, als man eh schon unsicher war. Diese Abstand wird dann als "es wird schlimmer" empfunden. Letztendlich landet man emotional nur" aus größerer Höhe" auf dem, was vorher auch da war.

      Meine Methode genau da anfangen, wo ich begonnen hatte. Also, blödes Erlebnis bei "rechts um den Block" - also wieder beginnen mit "ohne Kotzen auf den Fahrersitz setzen".später dann "blödes Erlebnis auf der Landstraße" bedeutet, so lange rechts um den Block, dann wieder links abbiegen, blödes Erlebnis Autobahn bedeutete "wieder erst mal nur Landstraße, bis die Sicherheit hierzu wieder da war, um das Risiko einzugehen.

      Es hat auch ewig gedauert, bis ich irgendwann nicht mehr alles was sich blöd anfühlte oder als von bedrohlich wahrgenommen wurde als "ich hab was nicht richtig gemacht, sonst hätte ich das vermeiden können" defnierte, sondern als "die waren doof".
      Das erste mal "DU Arsch" sagen können, als mich jemand auf der Autobahn geschnitten hatte, hatte was Befreiendes :d

      Würde es als eine individuelle auf mich zugeschnittene selbstgebastelte Mischung aus Systematischer Desensibilisierung und Kognitiver VT beschreiben plus analytiischer Auswertung nach jeder Fahr-Aktion, zusammen mit ganz viel Geduld mit mir :d

      Der erste Reflex jedoch, wenn jemand plötzlich Hupt ist immer noch "Schreck" und "Was hab ich falsch gemach?t" - die KVT aber sagt dazu "Sag einfach "du Arsch"." DER ist unfreundlich, ungeduldig, unhöflich, laut, aufdringlich und gefährdet den Verkehr, wenn er andere damit erschreckt :d
      So ungefähr jedes dritte Mal klappt das schon so schnell, dass der frühere Emotionsscheiß niicht mehr hochkommen kann, sich nur kurz meldet - und manchmal sogar schon als spontaner Reflex, vor allem, wenn ich auch sonst wenig belastet bin :d
      "AS? Sie wirken gar nicht so" -"Danke für die Bestätigung und Anerkennung all der geleisteten Arbeit, die dahinter steckt :) ".
    • Happy to be wrote:

      Kenne ich auch genau so.
      Autofahren hab ich mir wieder kleinschrittig antrainiert.
      Das Antrainieren funktioniert bei mir leider nur bedingt. Es hilft mir natürlich enorm, wenn ich die Strecke kenne. Das Hauptproblem sind aber die anderen Verkehrsteilnehmer.
      Wenn die Straße frei ist, ist alles kein Problem. Wenn da noch andere sind, dann bin ich umgeben von verschiedenen Objekten (Autos, Radfahrer, Fußgänger...), die sich mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten in verschiedene Richtungen bewegen. Geschwindigkeit und Richtung können sich zumindest theoretisch jederzeit ändern. Und in diesem Gewimmel muss ich irgendwie meinen Weg finden, in ständig neuen Konstellationen, und dabei noch einigermaßen die Verkehrsregeln beachten. Alle paar Sekunden muss ich neu entscheiden, was wohl die anderen tun und was ich jetzt machen soll. Es ist der pure Stress, und wenn dann noch jemand neben mir sitzt, der Smalltalk machen will, ist es aus.
      Ich glaube, ich kann auch ganz schlecht unterscheiden, welches der vielen Objekte in meinem Sichtfeld jetzt gerade wichtig ist und was ich getrost ausblenden kann. Ich blende eigentlich gar nichts aus. Ich sehe alles.
      Fürs Autofahren bin ich einfach nicht gemacht.
      I have my books
      And my poetry to protect me
    • Leseratte wrote:

      thelord wrote:

      Bei Lebensmitteln habe ich das Problem nicht - aber den Kauf eines neuen Kühlschranks schiebe ich seit Monaten vor mir her...
      Bei mir ist es eine neue Mikrowelle, deren Kauf ich seit fast 2 Jahren aufgeschoben habe. Jetzt ist die alte endgültig ganz kaputt und ich stehe ohne da...
      Nach monatelanger Prokrastination hab ich heute eine neue Kühl-Gefrier-Kombination erworben und auch gleich Liefertermin in der nächsten Woche ausgemacht! Geht doch! :thumbup:
      "In das Popcorn, das Sie gerade essen, hat wer reingepisst!" (Kentucky Fried Movie)


      "Sind Sie Polizisten?" "Nein, Ma'am. Wir sind Musiker!" (The Blues Brothers)
    • thelord wrote:

      Nach monatelanger Prokrastination hab ich heute eine neue Kühl-Gefrier-Kombination erworben und auch gleich Liefertermin in der nächsten Woche ausgemacht! Geht doch! :thumbup:
      Ich habe mich letztes Wochenende auch endlich durchgerungen. Die neue Mikrowelle ist heute angekommen :thumbup:
      ~ Es ist kein Zeichen von Gesundheit, an eine von Grund auf kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein. ~
    • Hab ähnliche Entscheidungsprobleme.... vor allem im häuslichen Bereich. Deswegen komme ich einfach nicht zu Potte mit den einfachsten Sachen. Es wäre besser einfach anzufangen und vielleicht einen ungünstigen Ablauf zu wählen statt mich auszulaugen mit dem Hin- und Herbewegen in Gedanken, wie es nun besser wäre oder am effektivsten und am Ende bin ich einfach nur groggy.... zB was ich koche wird so oft in Gedanken umgeschmissen- und da hab ich nun nen neuen Trick : wenn ich eine Idee habe (orientiert sich an dem was zuhause ist) schreib ichs auf einen Zettel und hängs an den Schrank.
      Beim einkaufen rechne ich auch wegen den Preisen und das wo ich woanders recht großzügig sein kann und brauch deswegen zu lange...Oder steh an der Bäckereitheke und da wird man immer gleich gefragt- was möchten Sie, aber ich habe mir das Angebot doch noch gar nicht angeschaut...

      relativ kurz zurück bin ich wegen einer Mobbinggeschichte und anderer übler Entwicklungen (beidseitige Beteiligung Arbeitgeber/Ich) vor der Entscheidung gestanden : Krank melden oder durchgehen. Die Versetzung in eine andere "Filiale" meines Arbeitgebers stand schon in Aussicht. Mein Steckenpferd war arbeitstechnisch immer : arbeiten gehen! In 9 Jahren einmal krank geschrieben wg Bänderriß. Nun stand ich an dem Punkt- ich kann mich nicht krank schreiben lassen (geht gegen mein Mantra), zudem rieten mir auch andere (Betriebsrat, Freunde) die letzten Arbeitstage durchzustehen, das wirke psychisch stabiler. Selbst das WE quälte ich mich noch mit der Frage. Zudem ich in der Krankperiode noch ein Krisengespräch mit meiner obersten Chefin hatte, die ich anläßlich der ganzen Sache mal kennen lernte- . Erst Montag Morgen ging ich im Ort zum Arzt, den ich auch noch nicht kannte. Er meinte sofort- "da nehm ich sie mal 2 Wochen raus" Weil ich das Kranksein effektiv gestalten wollte, ging ich noch zum Psychologen, der oh Wunder Termin für mich hatte und das Gespräch mit der Geschäftsleitung
      nahm ich auch war.... Ich bin zwar nun versetzt, aber nicht glücklich in dem Bereich (Betreuungsbereich, sehr laute, fordernde geistig-körperlich Behinderte, viel Organisation, was mir -noch- andere abnehmen) und warte sehnsüchtig auf mein Zeugnis und habe doch Angst mich andersweitig zu bewerben und muß unbedingt in meinen Tagesablauf das Lesen von beruflicher Fachliteratur einplanen, möchte das Klientel wechseln.
    • Ich habe es schon geschafft, einen tag im Bett zu8 bleiben, weil ich mich nicht entscheiden konnte, was ich anziehen sollte. x(

      Oft mache ich eine Vorteile-Nachteile-Liste. Aber das hilft mir auch nicht viel, wenn Vor- und Nachteile auch nur annähernd gleichstark sind.

      Mein Mann entscheidet oft, aber das will ich auch nicht. Ich will einerseits meine eigene Meinung haben und andererseites sehe ich das Zeitproblem.

      Eine Lösung habe ich bisher nicht gefunden für mich. :(
      Jedes mal, wenn man mir sagt, ich wäre nicht gesellschaftsfähig,
      werfe ich einen Blick auf die Gesellschaft und bin überaus erleichtert.