Gesichtsausdruck

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    • Gesichtsausdruck

      Wann habt ihr zuletzt gehört ihr solltet mal lächeln? Wann habt ihr zuletzt gehört ihr sollt nicht so ein Gesicht machen? Wie häufig passiert euch das im Jahr?

      Ich selbst habe mit meinem Gesichtsausdruck kein Problem. Ich hasse es, wenn man mich ständig dafür kritisiert. Es ist bei mir so ein massives Problem, dass ich ernsthaft darüber nachdenke Hilfsmittel zu benutzen.
      Deshalb die Fragen:
      Was ist mit Botox möglich?
      Kann man mit Lippenaufspritzen oder einer Art Zahnspange ein Lächeln erzeugen?
      Wie stark verändert eine Sonnenbrille den gesamten Ausdruck?
      Sollte ich mir einen lächelnen Mund malen mit Lippenstift oder Permanent Make UP?
      Was sonst könnte vom Gesichtsausdruck ablenken?
      Mit was kann ich das Gesicht verdecken im Sommer?
      Kann man operativ den Mund verändern lassen?
    • Mir wird ständig gesagt, ich solle nicht so grummelig schauen. Aber daran nachzuhelfen habe ich nie gedacht.

      Ich bin mir nicht sicher, ob das etwas bringen kann, da ja nicht nur ein Stück Gesicht das Lächeln ausmacht, sondern das Gesamtpaket. Sprich: Läßt Du den Mund anpassen, dann sagen Deine Augen etwas anderes. Das könnte die Menschen noch viel mehr verwirren.
      nett? Ja, kann ich auch wenn ich will.
    • Botox macht das Gesicht doch zu 'ner Maske, weil's die Muskeln lähmt, oder nicht? Mickey Rourke hatte das damit doch mal ordentlich übertrieben, hatte so gut wie keine Mimik mehr und hat dann auch keine Filmangebote mehr bekommen. Da würd ich lieber die Finger von lassen. Ist ja schliesslich auch ein Gift, wie der Name schon sagt. Ich glaub auch nicht, dass man ein Lächeln irgendwie künstlich erzeugen kann. Das wirkt dann doch immer unecht, weil die Augen nicht mitlachen. :?

      Früher wurde mir eigentlich oft gesagt, ich sollte mal mehr lächeln, aber jetzt hab ich das schon länger nocht mehr zu hören bekommen. Mein Kumpel meinte neulich sogar, ich würde neuerdings mit einem regelrechten Dauergrinsen durch die Gegend laufen. :roll:
    • Mir wird jeden Tag gesagt, dass ich lachen soll oder “guck nicht so böse“. Aber wenn es grade keinen aktiv lustigen Moment gibt, dann lache ich halt nicht.
      Ich denke mein Gesicht schaltet quasi auf “ standby“ :d
      Ich kann gut Mitmenschen umgehen
    • @Slim ich hoffe, du meinst das alles nicht ernst, dein Gesicht verändern zu wollen!

      Und rein spaßeshalber fällt mir nur die Joker-Methode ein, um dauerhaft ein Lächeln ins Gesicht zu "zaubern". :sarcasm: :fun: :fun: :fun:

      Mich begleiten Fragen wie: "Was ist denn los mit dir?" - "Ist alles okay?" - "Bist du sauer auf mich?" - "Was ist denn passiert?" - "Hast du irgendwas?" - "Guck doch nicht immer so ernst!"

      Um das zu vermeiden, habe ich seeeehr, sehr lange Zeit ein Dauergrinsen aufgesetzt, also bewusst, was mich echt Energie gekostet hat und sich so unnatürlich anfühlte und regelmäßig zu nervigen Zuckungen in den Mundwinkeln geführt hat - kein Scheiß! Ging dann komplett in mein Verhalten über irgendwann. Da hab ich selbst in der Traumatherapie dauergegrinst oder gekünstelt gelacht, immer wieder, weil ich es schon garnicht mehr gemerkt habe und es für den sozialen Austausch so eingebaut hab - meine Therapeutin machte mich darauf aufmerksam, dass meine Mimik völlig widersprüchlich zum Thema ist.

      Mittlerweile macht es mir nichts mehr aus. Ich hab halt immer so ne Denkfalte zwischen den Brauen und mein Freund und meine Schwester können unterscheiden, wann ich ein wirklich bedrücktes, böses oder grübelndes Gesicht habe und wann ich einfach nur so gucke, weil ich so gucke. :D

      Mir stellt sich die Frage: Hast du dieses Problem im engeren Kreis, wo es dir wirklich wichtig ist, dass die Menschen wissen, dass du nicht schlecht gelaunt oder sonstwas bist? Im engeren Personenkreis würde ich vielleicht einfach sagen, ich lächle nicht oft, aber das heißt nicht, dass ich mies gelaunt bin. Und ich denke, in allen anderen Situationen ist es, wie es ist. Es ist grausam, dass du dich durch dein Umfeld dazu gezwungen siehst, etwas an deinem Gesicht zu ändern. Der Fehler liegt nicht bei dir, sondern bei denen! :prof:
      An Unmögliches verschwendet Hamish keine Gedanken. Vielleicht ist das auch ganz gut, denn wer nur wenige hat, darf keine verschwenden.
      Alice im Wunderland (2010), Hörspiel
    • Es muss etwas passieren, weil ich es nicht mehr aushalte. Wäre ich ein Mann würde ich mir einen Bart wachsen lassen und mir eine dicke Hornbrille aufsetzen.

      Ich meinte heute zu einem Bekannten: Man sagt einem Autisten nicht, dass er/sie lächeln soll. Da kann man dem auch gleich sagen, der solle aufhören schwerbehindert zu sein. Ich merkte dann wieder wie extrem schwierig es den Leuten fällt das zu verstehen.

      Es muss doch möglich sein die Leute abzulenken. Ich male mir drei schwarze Punkte auf die Stirn und schon ist mein Grummelgesicht nicht mehr Thema oder ich trage auffällige Ohrringe.
    • Also ich habe das früher auch sehr oft gehört und daraufhin habe ich mir ein leichtes Lächeln (wie ich finde) antrainiert. Daraufhin habe ich des öfteren die Frage gestellt bekommen, wieso ich denn grinsen würde.

      Mittlerweile handhabe ich das so: Wenn ich in der Nähe von anderen Menschen bin, mit denen ich durchaus interagieren könnte, dann mache ich mein Gesicht "auf". Ich ziehe mit irgendwelchen Muskeln zwischen Ohr und Stirn nach hinten, sodass sich das Gesicht straffer anfühlt. Das wirkt auf die meisten Menschen offener.

      Vor einiger Zeit habe ich das mal vergessen und meine Mimik kurz runtergefahren, da kam sofort die besorgte Frage, ob alles in Ordnung sei. Da habe ich schnell alles wieder hochgefahren. Nach einem solchen Tag bin ich aber auch echt fertig.

      An deinem Gesicht solltest du wirklich nichts machen lassen. Hinterher wirst du nur unglücklich und kannst es nicht mehr ändern. Vielleicht kannst du dir ein T-Shirt machen mit der Aufschrift: "Ich gucke nicht grimmig, das ist mein Gesicht" oder so. Das kann lustig aufgefasst werden und kann dir vielleicht zu einem netten Gespräch helfen.
    • Wie wäre es, wenn man dem anderen vorschlägt, er solle versuchen, nicht zu lächeln?
      Als Empathieschub.
      Ich persönlich habe eher das Problem, dass ich lächle, obwohl ich das gar nicht will.
      „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
      (Aristoteles, griechischer Philosoph, 384 - 322 v. Chr.)
    • @Slim Dein Beitrag macht mich traurig. Es klingt verzweifelt.

      Zum Thema: ich hab es zuletzt an der Supermarkt-Kasse gehört. Ein völlig fremder Typ sagte zu mir, nur, weil ich kurz ihn und seine Freundin angesehen habe (sie standen hinter mir und ich hab mich umgedreht und sie einfach nur kurz angeguckt, weil sie halt da standen, quasi in meinem Blickfeld): "Lächeln könnte helfen!" Aus dem Nichts! Ich war wie vor den Kopf geschlagen. Es hat mich getroffen, und in Gedanken hab ich dann den Typen als Asi, Proll und was weiß ich beschimpft, um die Verletzung nicht zuzulassen, was aber natürlich nicht funktioniert hat.

      Denn mir stellen sich so viele Fragen, wenn mir so etwas passiert. Und am liebsten würde ich solche Menschen quasi vor Gericht stellen, damit sie sich erklären und entschuldigen müssen.
    • Slim wrote:

      Kann man mit [...] einer Art Zahnspange ein Lächeln erzeugen?
      Das ist das möglich, wenn jemand sich aufgrund von unschönenen Zahnstellungen angewöhnt hat, nicht zu lächeln. Ich habe es häufig beobachtet, dass Patienten nach einer Zahnstellungskorrektur angefangen haben, befreit zu lächeln.

      Ich hatte aber auch ein paar Patienten, bei den das Nicht-Lächeln wegen unästhetischer Zahnstellungen so eingefahren war, dass sie sich nach Abschluss der Zahnstellungskrrektur immer noch lange Zeit nicht überwinden konnten, ihre Zähne zu einem Lächeln zu entblößen.

      Wenn der Grund für das Nicht-Lächeln allerdings gar nicht zahnfehlstellungsbedingt ist, dann hilft auch keine Zahnspange.
    • Slim wrote:

      Wann habt ihr zuletzt gehört ihr solltet mal lächeln? Wann habt ihr zuletzt gehört ihr sollt nicht so ein Gesicht machen? Wie häufig passiert euch das im Jahr?
      Mir passiert das ziemlich oft, letztes Jahr ehrst frägt mich meine Chefin warum ich so skeptisch schau..
      Hatte auch so wegen meinen Gesichtsausdruck immer Probleme, war mal total entspannt, mir ging da richtig gut war in Gedanken, und dann sagte meine Mutter zu mir was schaust du wieder so..
      aus der Ruhe gestoßen, danach bin ich ausgerastet, ich fand das unfair mir gings gut und so ein Statz hat mir total die Entspannung geraubt.
    • Wenn ich daran denke und bewusst in einer Interaktion bin, dann denke ich auch daran zu lächeln...

      Das ist dann ein Gesamtpaket aus Höflichkeit und Mimik.

      Im Alltag kommt es trotzdem ziemlich häufig vor dass ich auf meine anscheinend miese Stimmung angesprochen werde...

      Lässt sich nicht ändern.
      Botox macht Dein Gesicht zu einer Maske, das sieht sicherlich eher gruselig aus, weil es ja keine echte Mimik ist.

      Daher sehen z.B. Fotos von mir immer furchtbar aus: das Lächeln wirkt aufgesetzt und meine Augen blicken sonstwo hin, weil ich es nicht schaffe, in die Kamera zu schauen...
      Es ist nicht Dein Job mich zu mögen - sondern meiner...
    • Ich weiß nicht was ich machen soll, damit es mich nicht verletzt und wie ich diese Verletzung reflektieren kann. Also dem Mann gestern konnte ich wohl ein kleines schlechtes Gewissen machen. Aber von Verständnis ist der weit entfernt. Ich brauche einen Satz, der sofort sitzt und solche Leute zum Verstummen bringt.

      Mundschutz wäre eine schnelle Lösung, nur wie wären die Reaktionen da und was sage ich, wenn die Leute fragen, warum ich den trage?
    • Verständnis wirst du den Menschen leider nicht beibringen können. Aber vielleicht kannst du an deinem Selbstbewusstsein arbeiten, damit dich solche Dinge nicht mehr verletzen. Vielleicht hilft es dir, wenn du dir immer wieder sagst: "Ich bin ich und ich bin gut so wie ich bin - auch ohne Dauerlächeln!".

      Meistens lächelt man ja eh nicht für sich, sondern für andere. Als Autist verbiegt man sich schon oft genug für andere - warum muss man sich dann auch noch beim Lächeln verbiegen? Zumal es leider oft genug vorkommt, dass man irgendwann so drin ist in diesem "sozialer Kontakt = lächeln", dass man, wenn es einem wirklich schlecht geht, dieses Lächeln nicht mehr ablegen kann und einem niemand glaubt, dass es einem schlecht geht. Da ist man meiner Meinung nach ohne Dauerlächeln besser dran. Und wenn es andere Menschen irritiert oder stört, wenn man nicht ständig lächelt, ist das doch eigentlich ihr Problem und nicht deins.
    • Man kann Gesichtsausdrücke trainieren. Ich mache täglich Übungen vor dem Spiegel. Diese verbessern auch die nervliche Verbindung zwischen Gehirn und Gesicht, sodass z.B. Lächeln wesentlich leichter fällt. Wenn man das länger macht, kann man vielleicht auch die Mimik komplett faken (auch die Augen). Sind schließlich auch nur Muskeln.