Ergotherapie Erfahrungen - Studienteilnehmer gesucht

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    • Ergotherapie Erfahrungen - Studienteilnehmer gesucht

      Hallo,
      Wir sind drei Ergotherapeutinnen, die für ihre Bachelorarbeit auf der Suche nach erwachsenen Menschen aus dem Autismus Spektrum sind, die bereit sind, uns über ihre Erfahrungen mit Ergotherapie zu berichten.
      Gibt es hier in der Gruppe Menschen, die in den letzten 3 Jahren in ergotherapeutischer Behandlung waren und für ein Interview bereit wären?
      Schreibt uns einfach unter ergo.autismus.zuyd@gmail.com
      Vielen Dank schon im Voraus!
      Liebe Grüße,
      Julia Pieper, Viola Monschau und Gina Heckmann0003.jpg
    • In welcher Form soll das Interview stattfinden?

      Und zählt klinik Ergo (inklusive Ausdruckszentrierter Ergo) auch als Ergotherapie für euch?
      Handle ehrlich, handle weise, sei freundlich, baue Brücken keine Mauern, aktzeptiere Fremdes, freue dich über Unterschiede.
    • Ich habe bisher zwar schon Ergotherapie gemacht, aber nicht in Bezug auf Asperger. Dafür gibt es in Deutschland kaum ergotherapeutische Anbieter (höchstens für Kinder). Nach Erwachsenen mit ASS und Ergotherapieerfahrung in diesem Bereich (!) kann man vermutlich lange suchen.
      Meiner Meinung nach würde ein ganz großer Bedarf gerade bei Erwachsenen daran bestehen. Alles was in den ATZ angeboten wird (und für Normalverdiener selbst zu zahlen ist) sollte in Ergotherapiepraxen von Ergotherapeuten angeboten werden. Dann müsste man für diese Dinge auch nicht selbst zahlen.

      Aber Ergotherapeuten bieten Therapieformen für Erwachsen mit ASS eher nur dann an, wenn eine Betroffenenheit in der eigenen Familie besteht. In der Ausbildung scheint das Thema "Autismus" wohl eher nur in Bezug auf Kinder (sensorische Integration etc.) vorzukommen. Na ja, Deutschland hinkt mal wieder hinterher.

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    • Ich verstehe oben im verlinkten Bild das was unter "warum sollte ich an einer Studie teilnehmen?" nicht. :roll: Irgendwas stimmt da mit der Groß- und Kleinschreibung von "Ihre" nicht. Ich vermute mal, dass es in beiden Fällen klein geschrieben werden müsste, kann aber trotzdem den Sinn nicht entschlüsseln. Menschen im Spektrum sollen mit ihrer/Ihrer Klientenexpertise in die ergotherapeutische Forschung inkludiert werden? :roll: Das Klientenexpertise bezieht sich wohl auf Ergotherapeuten, da nur diese "Klienten" haben. Ich verstehe trotzdem den ganzen Satz nicht.
    • @FruchtigBunt
      ich nehme an, dass das sowas in der Art heißen soll, dass Autisten als "Experten für sich selbst" gefragt werden sollen, was ihnen (den Autisten selbst) hilft. Diese Aussagen sollen dann die Therapie im besten Fall verbessern, da evtl. von den Fachmenschen unberücksichtigte Aspekte auftauchen.
    • kastenfrosch wrote:

      @FruchtigBunt
      ich nehme an, dass das sowas in der Art heißen soll, dass Autisten als "Experten für sich selbst" gefragt werden sollen, was ihnen (den Autisten selbst) hilft. Diese Aussagen sollen dann die Therapie im besten Fall verbessern, da evtl. von den Fachmenschen unberücksichtigte Aspekte auftauchen.
      Ach so, du meinst "Klientenexpertise" bezieht sich auf die Expertise der Autisten?

      Im Flyer heißt es ja


      Flyer wrote:

      Weshalb sollte ich an einer Studie teilnehmen?
      Um Menschen im Spektrum und somit Ihre Klientenexpertise in die ergotherapeutische Forschung zu inkludieren und deutschen Ergotherapeut*innen die Möglichkeit zu geben, Ihnen optimal durch schwierige Aspekte des Alltags zu helfen.
      Ich habe gerade überlegt, ob es sein könnte, dass es sowas wie eine direkte Rede sein soll und die Autisten in der "Sie-Form" angesprochen werden, wobei ich dann die Überschrift nicht verstehen würde, weil die ja aus der Perspektive eines Menschen mit ASS geschrieben ist ("warum sollte ich teilnehmen?" Wenn die Frage heißen würde "Weshalb sollten Sie an einer Studie teilnehmen?" würde ich den folgenden Satz eher verstehen, aber da ist ja auch von "Menschen im Spektrum" die rede, also wieder so beschreibend. Wahrscheinlich ist es aber doch so gedacht, dass es wie eine direkte Rede sein soll und das "Ihre" ist dann doch korrekt geschrieben. Wobei ich den Satz sehr hölzern und dennoch unverständlich finde.)
      Wenn es eine direkte Rede ist und die Menschen mit ASS direkt angesprochen werdfne, verstehe ich aber nicht, wieso sie mit "Klienten" angesprochen werden.

      Na ja, da sieht man mal wieder schön, an was für Dingen ich mich aufhalte. Wenn ich aber schon so einen Aufruf nicht verstehe, würde ich daran nicht teilnehmen (eine Teilnahme ist aber eh nicht möglich, weil ich noch keine Ergotherapie in Bezug auf Asperger gemacht habe).

      Ich hätte viele Ideen, was man in einer Ergotherapie für erwachsene Asperger machen könnte (es gibt ja auch einige Programme in Buchform). Ich weiß nicht, ob man nur dann Neues erschaffen kann, wenn man sich das Alte anschaut (das eh kaum vorhanden ist)? :?

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    • @Capricorn

      z. B. das Kölner und Freiburger "Therapie"konzept. Das eignet sich meiner Meinung nach beides für eine psychisch-funktionelle Ergotherapie in der Gruppe oder auch im Einzelsetting. Es gibt aber noch weitere Bücher. Da ich die ganzen Bücher immer in der Bibliothek hier ausleihe und so aus dem Regal nehme (ich suche meist nicht im Katalog), merke ich mir die Namen nicht. Eines war noch von einer Pädagogin (also nicht Frau Preißmann, die ist ja Ärztin), die selbst Asperger hat, aber auch da ist mir der Titel entfallen. Das Übungsbuch richtete sich zwar eher an Kinder, ist aber meiner Meinung nach auch gut von Erwachsenen zu benutzen. Wart mal, ich schau mal nach, ob ich online was finde:

      • Asperger-Autismus und hochfunktionaler Autismus bei Erwachsenen: Ein Therapiemanual der Freiburger Autismus-Studiengruppe
      • Hochfunktionaler Autismus im Erwachsenenalter: Verhaltenstherapeutisches Gruppenmanual (u. a. Vogeley, Köln)
      • Sozialtraining für Menschen im Autismus-Spektrum (AS): Ein Praxisbuch (Melanie Matzies-Köhler, die ist selbst betroffene Pädagogin; das Buch ist meiner Meinung nach aber sehr schlecht geschrieben; ein paar hilfreiche Konzepte sind dennoch dabei, finde ich)
      • Autismus im Beruf: Coaching-Manual (auch Vogeley et al.) Das Buch fand ich z. B. sehr hilfreich, wenngleich es für mich zu spät kam
      • dann habe ich noch ein englisches Praxisbuch gelesen, was ich extrem gut fand, und das ich auch mal hier irgendwo im Forum erwähnte, da weiß ich aber den Namen überhaupt nicht mehr und kann mir den auch nicht mehr erschließen
      • Hochfunktionale Autisten im Beruf: Navigationshilfen durch die Arbeitswelt
      • Hochfunktionaler Autismus bei Erwachsenen: Ein kognitiv-verhaltenstherapeutisches Manual (das hab ich selbst noch nicht gelesen, alle anderen schon)
      Da sind schon einige Konzepte zusammengetragen, was man "üben" kann bzw. womit man sich beschäftigen kann. Ich weiß nicht genau, in welche Richtung die Hilfen gehen sollen, die in der Studie angedacht sind.

      Wichtig wäre meiner Meinung nach, dass irgendjemand diese Bücher auch mal anwendet, dass also Ergotherapeuten damit arbeiten. Ich habe bis jetzt keinen einzigen gefunden und arbeite das alles alleine und auf eigene Faust durch, was vermutlich nicht so gut ist, wie das in der Gruppe oder mit Begleitung durch eine Ergotherapeutin zu tun. Ich hatte sogar mal einen Autor der oben genannten Bücher angeschrieben, ob er mir (Ergo)therapeuten nennen könne, die mit seinem Konzept arbeiten. Es kam nie eine Antwort. :(

      Noch eins ist wohl für Ende 2019 geplant

      • KOMM!ASS - Führen zur Kommunikation: Ein Therapiekonzept zur Interaktions- und Sprachanbahnung bei Autismus-Spektrum-Störung
      Das werde ich mir auch durchlesen, wenn es erscheint.

      Hier gibts auch noch was, das sich gut in der Ergotherapie bearbeiten lässt:

      • Visuelle Methoden in der Autismus-spezifischen Verhaltenstherapie (AVT): Das "Cartoon und Skript Curriculum" zum Training von Sozialverhalten und Kommunikation
      Mit diesen Cartoons komme ich aber überhaupt nicht klar. Da gibts ja auch sogenannte "Social stories" von Gray oder so ähnlich. Ich finde es viel zu anstrend, daraus etwas abzuleiten. Aber vielleicht sollte ich mir das Buch doch mal holen. Ich glaube aber, das richtet sich eher an Kinder oder schwererere ASS.


      Hier gibt es eine Liste mit weiteren Buchempfehlungen:

      autismus.de/service-und-materi…iteraturempfehlungen.html

      Dabei z. B.

      • KOMPASS - Zürcher Kompetenztraining für Jugendliche mit Autismus-Spektrum-Störungen

      The post was edited 7 times, last by FruchtigBunt ().

    • FruchtigBunt wrote:

      dann habe ich noch ein englisches Praxisbuch gelesen, was ich extrem gut fand, und das ich auch mal hier irgendwo im Forum erwähnte, da weiß ich aber den Namen überhaupt nicht mehr und kann mir den auch nicht mehr erschließen
      Meinst Du vielleicht "Aspergers on the job" von Rudy Simone?
      Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein.
      (Albert Einstein)
    • @FruchtigBunt
      wenn du so an die ergotherapeuten herantrittst, werden sie vermutlich denken, du willst, dass sie psychotherapie mit dir machen. das ist dann nicht deren aufgabe (die notwendigen kenntnisse werden sie auch nicht haben)

      was anderes ist es, wenn du sagst, du möchtest z.b. hilfe, um dich besser zu strukturieren, damit du z.b. besser lernen kannst oder besser in der küche klar kommst oder sowas... (handlungsorientiert)
    • kastenfrosch wrote:

      @FruchtigBunt
      wenn du so an die ergotherapeuten herantrittst, werden sie vermutlich denken, du willst, dass sie psychotherapie mit dir machen. das ist dann nicht deren aufgabe (die notwendigen kenntnisse werden sie auch nicht haben)

      was anderes ist es, wenn du sagst, du möchtest z.b. hilfe, um dich besser zu strukturieren, damit du z.b. besser lernen kannst oder besser in der küche klar kommst oder sowas... (handlungsorientiert)

      Was meinst du mit "so herantreten"? Meinst du die Bücher, die ich aufgeführt habe? Die sind ja alle handlungsorientiert. :roll:
    • hm, aber die sind auch für (psycho)therapeuten geschrieben, ergotherapeuten lesen die eher nicht.
      z.B. das Gruppenmanual vom Vogeley: ist stark gegliedert, was wann besprochen werden soll, was ist autismus, wie zeigt er sich, stressmanagement und soziale kompetenzen. das würdest du auf die art nie in einer ergotherapie machen. in der gruppentherapie sitzt du hauptsächlich auf einem stuhl und hörst zu, redest ein bisschen was, aber es ist keine handlung im eigentlichen sinne (wie z.b. ein bild malen, etwas herstellen, eine konzentrationsaufgabe machen, gleichgewichtsübung o.ä.)

      ich weiß nicht, wie ich das genau erklären könnte.
    • Die TE interessiert sich scheinbar nur für das Ergebnis. Sonst hätte sie sich ja hier mal wieder melden können.
      Legt ein Blatt Papier in einen fremden Raum und sagt zu den Leuten dort:"Bitte einmal ausfüllen". ...und wurde danach nicht mehr gesehen. Maximal noch zum Zettel abholen, nach für sie getaner Aufgabe.