Wie kann ich mich besser erklären? VA

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • @Loony Moony

      Das hört sich dann aber schon wirklich nach ahnungslosen Diagnostikern an.

      Ich bin für die meisten Menschen auch total normal. Manchmal vielleicht etwas zu direkt, ein bisschen arrogant, distanziert, besserwisserisch und stur. Mal mehr, mal weniger.
      Aber die können auch nicht in meinen Kopf gucken. Sie sehen nicht, wie oft ich das Gefühl habe, ich passe nicht in diese Welt. Ich bin so anders. Denke so anders. Habe so andere Interessen.
      Ich kann sogar albern sein, richtig lachen und Spaß haben. Aber nur mit genau 1 Menschen auf der Welt. Und selbst da habe ich kein passendes Gefühl dazu. Ich habe schon immer gesagt, dass es 2 Menschen gibt, die man in mir erkennen kann. Den nervigen, zickigen, sturen, motzenden Mensch, nämlich wenn ich mein Gegenüber nicht ertrage. Oder einen total sozialen, entspannten, freundlichen Menschen, wenn ich mein Gegenüber mag.

      Und wenn mich ein Arzt oder Therapeut nur nett kennt, dann sieht er meine Schwierigkeiten nicht. Stellt er aber die richtigen Fragen, so sieht man mein Leid. Ansonsten schweige ich eher.

      Kennst du dieses Bild? SO fühle ich mich fast ständig:

      my mind

      The post was edited 1 time, last by Pummelchen ().

    • Was erhofft ihr euch von der Diagnose?

      Es heißt Autismus-Spektrum, weil jeder irgendwelche autistischen Eigenschaften hat. Irgendwo ist eben die Grenze zum Pathologischen, aber auch knapp darunter hat man Probleme, und knapp darüber kann es ganz gut funktionieren.

      Es gibt keine Hilfe oder Therapie. Eine Diagnose kann also nur ein Schritt auf dem Weg zur Selbstfindung sein.
    • Illi wrote:

      Es heißt Autismus-Spektrum, weil jeder irgendwelche autistischen Eigenschaften hat.
      So verstehe ich das nicht. Der Begriff Autismus-Spektrum ersetzt die bisherigen verschiedenen Autismusdiagnosen, das Spektrum umfasst nicht den nicht-pathologischen Bereich.


      Illi wrote:

      Es gibt keine Hilfe oder Therapie.
      Es gibt schon Therapien für Autisten und auch Hilfen z.B. durch ambulant betreutes Wohnen.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Illi wrote:

      Was erhofft ihr euch von der Diagnose?

      Es heißt Autismus-Spektrum, weil jeder irgendwelche autistischen Eigenschaften hat. Irgendwo ist eben die Grenze zum Pathologischen, aber auch knapp darunter hat man Probleme, und knapp darüber kann es ganz gut funktionieren.

      Es gibt keine Hilfe oder Therapie. Eine Diagnose kann also nur ein Schritt auf dem Weg zur Selbstfindung sein.
      Was ist denn das für eine Antwort? Nicht jeder hat irgendwelche autistischen Eigenschaften. Sonst würde man sie nicht autistische Eigenschaften nennen. Jeder hat sein Päckchen mit Problemen im Leben zu tragen, aber man hat eben festgestellt, dass ab einer bestimmten Grenze das ganze eben zu viel ist. Und derjenige dann Hilfe braucht und bekommt. Wie bei vielen Krankheiten eben auch. Und natürlich gibt es eine spezielle Autismus-Therapie und Hilfen vom Staat, die man sonst nicht bekommt. Ich weiß nicht wie du auf so einen ahnungslosen Beitrag kommst.
      Und eine Diagnose ist ein Schritt zur Selbstfindung, vor allem aber auch zur richtigen Hilfe.
    • Pummelchen wrote:

      @Loony Moony

      Das hört sich dann aber schon wirklich nach ahnungslosen Diagnostikern an.

      Ich bin für die meisten Menschen auch total normal. Manchmal vielleicht etwas zu direkt, ein bisschen arrogant, distanziert, besserwisserisch und stur. Mal mehr, mal weniger.
      Aber die können auch nicht in meinen Kopf gucken. Sie sehen nicht, wie oft ich das Gefühl habe, ich passe nicht in diese Welt. Ich bin so anders. Denke so anders. Habe so andere Interessen.
      Ich kann sogar albern sein, richtig lachen und Spaß haben. Aber nur mit genau 1 Menschen auf der Welt. Und selbst da habe ich kein passendes Gefühl dazu. Ich habe schon immer gesagt, dass es 2 Menschen gibt, die man in mir erkennen kann. Den nervigen, zickigen, sturen, motzenden Mensch, nämlich wenn ich mein Gegenüber nicht ertrage. Oder einen total sozialen, entspannten, freundlichen Menschen, wenn ich mein Gegenüber mag.

      Und wenn mich ein Arzt oder Therapeut nur nett kennt, dann sieht er meine Schwierigkeiten nicht. Stellt er aber die richtigen Fragen, so sieht man mein Leid. Ansonsten schweige ich eher.

      Kennst du dieses Bild? SO fühle ich mich fast ständig:

      my mind
      Bei dem was du beschrieben hast, kann ich mich anschließen. Mit 10 oder jünger habe ich angefangen zu sagen (oder denken), dass ich keine Menschenbrauche und mir Tiere lieber sind. Ich hatte auch immer das Gefühl, dass in mir viele verschiedene Charaktere je nach Situation sind. Rückblickend sehe ich auch, wie viel ich mich angepasst und verstellt habe, weil ich irgendwie anders war und nicht richtig akzeptiert worden bin. Daher weiß ich jetzt überhaupt nicht mehr wer ich wirklich bin und habe viele (meiner Meinung nach) positiven Eigenschaften an mir aufgegeben.

      Genau, der Psychiater hat mehrfach erwähnt, dass er mich sehr sympathisch findet und denkt, dass ich keine behandlungswerten Probleme habe. Aber ziemlich jeder, der mich besser im Alltag kennt, sieht, dass so einiges bei mir schief läuft. Er stellt eben auch nicht die richtigen Fragen und diese schwammigen, allgemeinen Fragen kann ich nicht mit wichtigen Informationen beantworten und von selbst ansprechen ist auch nicht möglich. Das Problem ist auch, dass ich nicht weiß, wo ich anfangen soll. Das ist als ob ich ein verfitztes Wollknäul in meinem Kopf habe und den Anfang nicht finde. Wenn ich irgendwo dran ziehe, zieht sich ein anderer Knoten fester und so ist das alles ein erfolgsloses Herumprobieren...

      Das Bild kannte ich vorher nicht, aber ja, so geht es mir auch oft. Ich habe mal irgendwo gehört, dass man nur einen Gedanken denken kann, aber ich habe oft drei auf einmal und das wird dann sehr verwirrend :D

      Illi wrote:

      Was erhofft ihr euch von der Diagnose?
      Besseres Verständnis über mich selbst vor allem, eventuell einen Weg zu Hilfen, die mir etwas bringen und zu mir passen. Zugegebenermaßen, wenn es aufkommt, auch eine simple Erklärung für andere in einer "Notsituation". Aber wirklich nur im Notfall. Rumzurennen und zu schreien "Ich bin autistisch, deswegen darf ich das und das machen" ist ja für niemanden hilfreich. Momentan habe ich aber keine "gesellschaftlich anerkannte" Erklärung dafür, wenn ich nicht reden kann, o.ä. Und andere Leute machen sich dann lustig über mich oder beleidigen mich (und das sind leider Leute, die ich nicht einfach ignorieren kann oder aus meinem Leben entfernen. Will ich auch gar nicht). In der Situationen sind solche Reaktionen dann aber nicht unbedingt hilfreich.
      Nein, ich will mich nicht hinter einer Diagnose verstecken.
    • Pummelchen wrote:

      Was ist denn das für eine Antwort? Nicht jeder hat irgendwelche autistischen Eigenschaften. Sonst würde man sie nicht autistische Eigenschaften nennen. Jeder hat sein Päckchen mit Problemen im Leben zu tragen, aber man hat eben festgestellt, dass ab einer bestimmten Grenze das ganze eben zu viel ist. Und derjenige dann Hilfe braucht und bekommt. Wie bei vielen Krankheiten eben auch. Und natürlich gibt es eine spezielle Autismus-Therapie und Hilfen vom Staat, die man sonst nicht bekommt. Ich weiß nicht wie du auf so einen ahnungslosen Beitrag kommst.
      Und eine Diagnose ist ein Schritt zur Selbstfindung, vor allem aber auch zur richtigen Hilfe.
      Zu Autismus-Spektrum Zitat aus dieser Website:
      Tony Attwood schreibt, dass das Asperger-Syndrom
      Attwood nennt dies eine “Andeutung” des Asperger-Syndroms, andere Fachkräfte sprechen von “autistischen Zügen” oder “subklinischem Autismus”.
      Autistische Züge werden manchmal festgestellt, wenn der Psychologe der Meinung ist, dass die Charakteristika für eine Asperger-Diagnose nicht ausgeprägt genug sind und das Leben der Person davon nicht beeinträchtigt wird. Es stellt keine offizielle Diagnose dar. Die Grenze, wo noch Asperger-Syndrom bzw. Autismus-Spektrum diagnostiziert wird und wo nicht mehr, ist nicht eindeutig festgelegt und wird unterschiedlich interpretiert.
      Autismus: Eine Störung?
      Alle Formen von Autismus werden (in ICD und DSM) als Entwicklungsstörungen klassifiziert und gelten als Behinderung.
      Ob Autismus eine Störung ist oder eine Wesensart, ob die genannten Besonderheiten einen Menschen beeinträchtigen oder ob Spezialinteressen und “autistische Intelligenz” ihn befähigen, das hängt zu einem großen Teil von der Umwelt ab, in der man lebt. Dieser Artikel erklärt die übliche medizinische Sicht auf Autismus und seine Formen. Die Medizin sieht naturgemäß eher die Störungen und Probleme als die Fähigkeiten und positiven Besonderheiten.


      Für Hilfe kommt es auf den GdB an, und für diesen auf das Alter zum Zeitpunkt der Diagnose.

      Zu Therapie Zitat aus dieser Website: Es besteht bis heute keine medizinische Möglichkeit, Autismus-Spektrum-Störungen zu heilen. Es gibt allerdings verschiedene Therapiemöglichkeiten, um kognitive und sprachliche Fertigkeiten zu bessern, die soziale Interaktion und Kommunikation zu trainieren und den Betroffenen somit ein Leben im sozialen Umfeld zu erleichtern. Wissenschaftlich bisher etablierte effektive Therapieverfahren basieren alle auf verhaltenstherapeutischen und übenden Ansätzen verbunden mit Psychoedukation von Eltern, Erziehern, Lehrern und Betroffenen.


      Du hast Recht, es gibt viele ahnungslose Beiträge. Meiner gehörte nicht dazu.
    • Illi wrote:

      Pummelchen wrote:

      Was ist denn das für eine Antwort? Nicht jeder hat irgendwelche autistischen Eigenschaften. Sonst würde man sie nicht autistische Eigenschaften nennen. Jeder hat sein Päckchen mit Problemen im Leben zu tragen, aber man hat eben festgestellt, dass ab einer bestimmten Grenze das ganze eben zu viel ist. Und derjenige dann Hilfe braucht und bekommt. Wie bei vielen Krankheiten eben auch. Und natürlich gibt es eine spezielle Autismus-Therapie und Hilfen vom Staat, die man sonst nicht bekommt. Ich weiß nicht wie du auf so einen ahnungslosen Beitrag kommst.
      Und eine Diagnose ist ein Schritt zur Selbstfindung, vor allem aber auch zur richtigen Hilfe.
      Zu Autismus-Spektrum Zitat aus dieser Website:Tony Attwood schreibt, dass das Asperger-Syndrom
      Attwood nennt dies eine “Andeutung” des Asperger-Syndroms, andere Fachkräfte sprechen von “autistischen Zügen” oder “subklinischem Autismus”.
      Autistische Züge werden manchmal festgestellt, wenn der Psychologe der Meinung ist, dass die Charakteristika für eine Asperger-Diagnose nicht ausgeprägt genug sind und das Leben der Person davon nicht beeinträchtigt wird. Es stellt keine offizielle Diagnose dar. Die Grenze, wo noch Asperger-Syndrom bzw. Autismus-Spektrum diagnostiziert wird und wo nicht mehr, ist nicht eindeutig festgelegt und wird unterschiedlich interpretiert.
      Autismus: Eine Störung?
      Alle Formen von Autismus werden (in ICD und DSM) als Entwicklungsstörungen klassifiziert und gelten als Behinderung.
      Ob Autismus eine Störung ist oder eine Wesensart, ob die genannten Besonderheiten einen Menschen beeinträchtigen oder ob Spezialinteressen und “autistische Intelligenz” ihn befähigen, das hängt zu einem großen Teil von der Umwelt ab, in der man lebt. Dieser Artikel erklärt die übliche medizinische Sicht auf Autismus und seine Formen. Die Medizin sieht naturgemäß eher die Störungen und Probleme als die Fähigkeiten und positiven Besonderheiten.


      Für Hilfe kommt es auf den GdB an, und für diesen auf das Alter zum Zeitpunkt der Diagnose.

      Zu Therapie Zitat aus dieser Website: Es besteht bis heute keine medizinische Möglichkeit, Autismus-Spektrum-Störungen zu heilen. Es gibt allerdings verschiedene Therapiemöglichkeiten, um kognitive und sprachliche Fertigkeiten zu bessern, die soziale Interaktion und Kommunikation zu trainieren und den Betroffenen somit ein Leben im sozialen Umfeld zu erleichtern. Wissenschaftlich bisher etablierte effektive Therapieverfahren basieren alle auf verhaltenstherapeutischen und übenden Ansätzen verbunden mit Psychoedukation von Eltern, Erziehern, Lehrern und Betroffenen.


      Du hast Recht, es gibt viele ahnungslose Beiträge. Meiner gehörte nicht dazu.
      Dann hast du meinen Beitrag offenbar nicht verstanden.
    • Ich muss dieses Thema noch mal wieder eröffnen. Mich stresst das einfach so, dass ich mich nicht gegenüber anderen öffnen kann. Ich kann es ja in meinem Kopf und ich kann die Sachen auch gut formulieren und die Situationen durchspielen. Aber sobald eine Person im Raum ist, ist der Teil meines Kopfes leer.
      Ich habe gerade was auf einer Website gelesen (ich glaube der Link war evtl. von Illi) und denke mir "Ja, das beschreibt mich perfekt, WIE KANN DAS NIEMAND ANDERS SEHEN?" Aber solche Gedanken dauern immer nur einen Moment und im Nachhinein kann ich sie dann nie so gut formulieren wie im Moment. Ich könnte die Sachen sicherlich probieren aufzuschreiben, aber ich weiß nicht, ob ich da diese Dringlichkeit verdeutlichen kann, wie in meinen "Kopf-Gesprächen". Ich wüsste ja nicht einmal, wo anfangen. Leider sind das immer nur kleine Gendankenfetzen, die durch meinen Kopf flattern und ich kriege sie nicht zu greifen und kann daher kein Gesamtbild erstellen. Also ich weiß es irgendwie innerlich, aber kann es nicht nach außen bringen.

      Mann, ich hasse diese Situation. Da drehte sich auch das gesamte letzte Psychiater-Gespräch drum: ich will zwar Hilfe und was an meiner Situation verändern, aber ich habe keine Ahnung, wie und wo ich anfangen soll. Nur leider muss ich allein diese Entscheidung treffen und mir im Klaren sein, bevor es überhaupt etwas bringt. Ich wünschte, es gäbe eine Anleitung. Das ist alles so verwirrend. Wie kann man erwarten, dass ich mich für etwas entscheide, wenn ich nicht mal weiß, was das ist? Es kann mir scheinbar auch niemand sagen, weil ich die Entscheidung nicht getroffen habe. Womit wir in einer blöden Zwickmühle landen...

      Tut mir leid, das musste kurz mal raus.
    • @Pummelchen

      Das ist wirklich schlimm, oder? Ich komme mir dabei immer total dämlich vor, wenn ich immer sagen muss, dass ich etwas nicht weiß, oder vergessen habe, oder es mir nicht einfällt. Ich habe eigentlich ein gutes Gedächnis...
      Mit dem Aufschreiben kann ich leider nie einschätzen, wieviel Information zu viel oder zu wenig ist. Hmm, vielleicht helfen Anhaltspunkte für mich, dass ich ein paar Gedächnisstützen habe, aber trotzdem rede und nicht einen Zettel abgebe. Werde ich evtl. mal ausprobieren, wenn ich mich traue mit einem Zettel dazusitzen...
      Oder ich mache mir in einem Gespräch Notizen über Sachen, die mir entfallen sind und kann sie dann im nächsten Gespräch erzählen. Wobei ich mir dann wieder blöd vorkomme mit sowas. Egal, probieren.
    • Ich habe mir jetzt auch zum letzten Termin einen Zettel geschrieben mit kurzen Hinweisen und werde den angeben. Vielleicht hilft es ja. Aber vielleicht reicht das Gespräch und der Fragebogen auch. Ich finde es eben so schwer, weil ich mich einerseits viel zu schlau und normal finde, andererseits so hilflos und überfordert. Andere fragen sich da sicher, wo mein Problem ist. Ich hab ja immer voll gearbeitet, sogar sehr erfolgreich. Das ich als Mensch dabei kaputt gehe und Zuhause kaum was tue, das sehen sie ja nicht.
    • @Pummelchen

      Bis zur Arbeit habe ich es nie geschafft :D Bei mir ging es während und nach dem MSA so schnell abwärts, dass ich alles abbrechen musste und seitdem nur ein paar erfolglose Versuche gestartet habe. Dabei hätte ich wahrscheinlich locker ein 1,0 Abi geschafft, wären da nicht die blöden Probleme :cry:

      Das mit dem zu schlau / dumm, hilflos oder überfordert-Kontrast kenne ich sehr gut.
    • @Pummelchen

      Generelle Überforderung mit so vielen Sachen.
      Zum Beispiel permanentes unter Leuten sein (sowohl wenn ich reden muss, als auch einfach nur um mich herum), Fahrtwege, Geräusche/Gerüche und sowas, obwohl die aber eher nicht alleinige Auslöser sind.
      Ich kann nicht festmachen, was genau es ist, oder ob es überhaupt einen alleinigen Auslöser gibt. Meist ist es die Mischung und soviele Dinge auf einmal, die eigentlich meine ungeteilte Aufmerksamkeit bräuchten. Generell, wenn ich etwas neues probiere, hält das meist so 1-2 Wochen (wobei 2 Wochen rekordverdächtig sind) und dann sinke ich in eine wochenlange Phase von totaler Erschöpfung und breche alles ab.

      Ich will auch sagen, dass viele Unstrukturiertheiten und Entscheidungen mich sehr stressen. Leute erklären immer nur so wenig und mögen keine Fragen. Ich kann aber keine Gedanken lesen...

      Ich glaube, es ist wirklich die Sammlung an Dingen. Immer wenn ich denke, ich habe jetzt alle Probleme gelöst und alles unter Kontrolle, treten neue Dinge auf (vielleicht sind die aber auch gar nicht neu, sondern vorher nur im Chaos untergegangen).

      Momentan habe ich nicht das Gefühl, eine richtige Person zu sein. Also, ich habe soviele komische und schlechte Angewohnheiten mit denen ich nicht einfach in ein "normales" Leben gehen kann. Ich fühle mich total lückenhaft und zusammengesetzt. Da sind so viele Charakterzüge und sowas an mir, die aber nicht meine eigenen sind und nicht natürlich für mich sind. Ich weiß nicht mehr, wer ich bin. Ich bin total verwirrt von allem. Keine Ahnung, wie Therapeuten und so da sagen, ich solle mich nach einer Ausbildung o.ä. umsehen. Ich fasse ja überhaupt keinen Halt an mir - das flutscht einfach zwischen den Fingern weg.

      Sorry, ich labere und jammere und schwafele wieder so viel. Mein Kopf ist gestresst...
    • Hast du schon mal über DBT Therapie nachgedacht oder davon gehört? Das könnte zumindest etwas sein für dich. Für eine Ausbildung kommt es ja auch darauf an, was dich interessiert. Und da könnte eine Ausbildung mit Assisgenz eine Möglichkeit sein.

      Ich habe viele Jahre lang immer neue Ausbildungen abgeschlossen. Aber das ging halt nur, weil ich als Alleingänger da durch bin und überhaupt nicht auf meine eigenen Bedürfnisse geachtet habe.
    • @Pummelchen

      Ja, da ich mal Borderline als Differentialdiagnose/Verdacht hatte. Ist aber verdammt schwer, da einen Platz zu finden und ich habe momentan nicht die Energie für so ein aufwändiges Prozedere. Ich werde es aber mal im Hinterkopf behalten.

      Was meinst du mit Ausbildung mit Assistenz (gehe mal davon aus, dass das gemeint war ;) )? Also welche, die von vorneherein unterstützt werden, oder kann man sich speziell Hilfe beantragen?
      Ich bin leider sehr speziell mit Ausbildungen/Jobs/..., die mich interessieren würden. Aktuell könnte ich mir nur etwas in Richtung Rennpferde vorstellen, aber da müsste ich täglich nach Hoppegarten 40km Auto fahren, wobei es u.a. im letzten Praktikum gescheitert ist. Arbeitsbeginn um 5 oder so, wenn ich dann mal nicht aus dem Bett komme, blöd gelaufen.
      Abi würde ich eigentlich auch sehr gerne machen...

      Zu meiner Schulzeit konnte ich sowas auch, aber jetzt leider nicht mehr.