Denkst du darüber nach, was andere Menschen denken könnten? (Umfrage)

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    • Ich glaube die Frage war vielleicht unglücklich formuliert.
      Ich behaupte einfach mal, die meisten überlegen öfters was andere Menschen denken können.


      Wenn eher das gemeint war, was ich denke, dann sieht es anders aus.


      Ich zu mindestens denke öfters drüber nach, was der andere denken könnte. Teils einfach nur, um etwas herauszufinden oder um zu lernen.
      Grüße aus der Pegasus Galaxie. :)
    • Aspielle wrote:


      Jetzt weiß ich endlich, wer ich bin, und es ist mir völlig egal, was andere denken, solange ich mir selbst im Spiegel noch in die Augen schauen kann (und meine Ansprüche sind hoch, also denke ich, ich bin ganz ok so).
      So geht es mir auch. Deswegen meine Antwort. Daß das früher mal anders war, war früher.
      Und "früher" ist vorbei. Jetzt ist "jetzt". Und morgen ist "morgen". Leben tue ich jetzt. Nicht
      gestern und nicht morgen.
      Spontanität will wohlüberlegt sein.
    • Ich mache mir während eines Gespräches, vor allem mit noch unbekannten Menschen, die ganze Zeit Gedanken darüber, was mein Gegenüber wohl gerade denken mag. Das ist es auch, was Smalltalk so anstrengend für mich macht. :|

      Für die anderen ist es nur soziales Gerede, das auch ohne fassbaren Inhalt dazu beitragen soll, die Beziehungsebene zwischen den Beteiligten abzuklären. Während NTs jedoch das Kommunikationsmodell des Schulz von Thun (das ich sehr nützlich finde) während des Gesprächs überhaupt nicht aktiv im Sinn haben, muss ich mir immer überlegen, was wohl die Intention auf der Beziehungsebene hinter dem Gesagten sein soll. Diese Ebene scheint in zwischenmenschlichen Situationen die wichtigste Ebene zu sein. (Warum auch immer. :? ) Und es ist auch die Ebene, die ich am wenigsten begreife... ^^'

      Ein Beispiel:
      A meint: "Und dann hat er das Fenster aufgemacht."
      -> Ich überlege also: Heißt das, ein offenes Fenster stört Dich? Oder wolltest Du, dass er das Fenster schon früher öffnet?

      Je nachdem, was A mit so einem einfachen Satz aussagen will, kann man sich entweder gut mit ihm stellen, indem man die richtige Alternative nimmt, oder man verscherzt es sich, indem man die falsche Alternative wählt.

      Wenn man davon ausgeht, dass A das offene Fenster stört, wäre die Antwort ->
      "Ja, das stört total, wenn es so zieht."
      also die richtige.

      Nicht gut ankommen würde hingegen ->
      "Ja, das hätte er ruhig mal früher machen können."

      (Fragt mich jetzt bitte nicht, was genau die Aussage dieser Sätze auf der Beziehungsebene sein soll. :m(: Ich weiß nur, dass A bei der falschen Antwort im Zweifel beleidigt ist.)

      Beide Antworten halten das Gespräch am laufen, können aber je nach Intention von A verschiedene Reaktionen hervorrufen. Und wenn ich im Gesprächsverlauf zu oft die falsche Alternative nehme, dreht A sich irgendwann weg und der Smalltalk ist in die Hose gegangen (RW). :shake:

      Das sind so Gedankengänge, die ich mir im Laufe meines Lebens antrainiert habe. :) Inzwischen gehen sie auch ziemlich schnell vonstatten. Es kann aber natürlich immer mal passieren, dass ich die falsche Antwort wähle. Wenn ich dann mit ablehnenden Reaktionen konfrontiert werde, tut mir das Gesagte immer sofort leid.

      Es ist mir bis heute ein Rätsel, wie andere Menschen das machen. Ich lese und höre immer wieder von dieser vielbeschworenen "Intuition der NTs". :? Aber ich habe auch schon oft die Erfahrung gemacht, dass diese "Intuition" danebenlag. Was dann schon mal zu Missverständnissen und Streit führen kann.

      Die Beziehungsebene ist meiner Erfahrung nach allen anderen in der Kommunikation elementar wichtig. Wenn das aber so ist, warum geben sie sich dann scheinbar so wenig Mühe damit? Ich muss mir wie im Beispiel oben die ganze Zeit riesige Mühe geben, um nichts falsch zu machen. Aber wenn ich das von anderen erwarte, werde ich immer wieder enttäuscht. Dabei könnten viele Missverständnisse vermieden werden, wenn die Menschen nur mal ein wenig mehr über ihre Worte nachdenken würden.

      Das ist und bleibt ein ewiges Rätsel für mich. :shake:
    • Mariluna wrote:

      Ein Beispiel:
      A meint: "Und dann hat er das Fenster aufgemacht."
      -> Ich überlege also: Heißt das, ein offenes Fenster stört Dich? Oder wolltest Du, dass er das Fenster schon früher öffnet?

      Je nachdem, was A mit so einem einfachen Satz aussagen will, kann man sich entweder gut mit ihm stellen, indem man die richtige Alternative nimmt, oder man verscherzt es sich, indem man die falsche Alternative wählt.

      Wenn man davon ausgeht, dass A das offene Fenster stört, wäre die Antwort ->
      "Ja, das stört total, wenn es so zieht."
      also die richtige.

      Nicht gut ankommen würde hingegen ->
      "Ja, das hätte er ruhig mal früher machen können."

      (Fragt mich jetzt bitte nicht, was genau die Aussage dieser Sätze auf der Beziehungsebene sein soll. :m(: Ich weiß nur, dass A bei der falschen Antwort im Zweifel beleidigt ist.)
      Das kenne ich sehr gut. Bei mir rattert (RW) auch ständig das Kommunikationsmodell durch den Kopf.
      Und die Beziehungsebene ist mir genauso unverständlich.

      Ich würde deinem Beispiel gerne eine Option C anfügen. Mittlerweile habe ich dafür nämlich eine Taktik entwickelt, die sehr gut klappt.

      C: "Ja, also wirklich... :shake: "
      Das schöne an NTs ist, dass die dann schon das richtige da rein interpretieren. Es ist also völlig egal, ob sie jetzt empört waren, weil das Fenster geöffnet wurde oder weil es so spät geöffnet wurde oder weil man es selbst öffnen wollte oder oder oder. Das erfordert etwas Übung, aber es klappt tatsächlich erstaunlich gut. ;)
      Und bei Smalltalk und Leuten, zu denen mir nähere Beziehungen egal sind, mache ich das durchaus mal. Dann gehen sie mit einem positiven Gefühl aus dem Gespräch und ich auch, weil ich es nicht versaut habe :lol:

      Bei Leuten, zu denen ich eine engere Beziehung habe (von ständigen Arbeitskollegen bis zu meinem Freund), frage ich meist nach der Intention. Die meisten haben sich mit meiner "Die steht mal wieder auf dem Schlauch"-Masche abgefunden und mittlerweile finden es viele ganz gut, dass ich damit Missverständnisse ausräume. Mein Freund darf sich abtrainieren auf der Sachebene mit mir zu kommunizieren, weil ich sonst einfach nicht reagiere :twisted: :d
    • Ich habe ja gestimmt. Mittlerweile ist es mir relativ egal, was andere denken, da sie eh denken, was sie wollen.
      Ich möchte nicht verletzen, also steckt da doch auch hinter, dass ich mir schon Gedanken mache, was andere fühlen oder eben auch denken . Das Denken und Fühlen scheint ja doch irgendwie verwoben zu sein.