Denkst du darüber nach, was andere Menschen denken könnten? (Umfrage)

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    • Cloudactive wrote:

      Es ging mir prinzipiell um das Hinterfragen anderer, die Annahme bzw. Vorstellung anderer Gedanken.
      Auch beispielhaft die Frage an sich selbst oder andere: "Macht man das so?" oder "Ich will freundlich sein" oder "Sehe ich komisch aus?" oder "Was denkt der andere wohl?" etc.
      Auf der einen Seite quasi absoluter Egozentrismus (Nein), auf der anderen Seite gelockerter Egozentrismus bis hin zur Empathie (Ja).
      Ich denke vermutlich unterdurchschnittlich viel über das nach, was andere so denken. Im sozialen Gefüge halte ich mich an mir bekannte und verständliche Grundregeln (höflich sein, niemanden willentlich verletzen, hilfsbereit und freundlich sein, wo es geht...) und wer dann doch noch etwas an mir auszusetzen hat - ja mei, das ist dann halt so, ich kann und muss nicht jedem gefallen. Darüber, wie andere mich wahrnehmen ("Wie sehe ich in den Augen der anderen aus?", "Was denkt der andere wohl gerade über mich?", "Findet mich mein Gegenüber nett?"), denke ich tatsächlich so gut wie gar nicht nach, weil ich gar nicht die Werkzeuge habe, um bei solchen Fragen auf nützliche Antworten zu kommen. Diesen Wesenszug finde ich eigentlich schon "typisch autistisch" und kann mir vorstellen, dass das verknappt formuliert dann klingt wie "Autisten denken nicht darüber nach, was andere denken". Was natürlich Quatsch ist, wenn man es wörtlich nimmt.

      Auch soziale Angst, also die Angst vor Ablehnung, negativer Bewertung etc. durch andere habe ich eigentlich gar nicht, das ist mir relativ fremd. Mein eigenes Wertesystem (@'TalkativeP') ist mir wichtiger als Feedback. Ich wurde als Kind nicht gemobbt - zwar schon ab und an gehänselt, aber nicht in einem Ausmaß, das quälerisch gewesen wäre. Die Hänseleien haben mich nicht weiter berührt, möglicherweise war ich deshalb ein "zu langweiliges Opfer"?!
    • filipendula wrote:

      Diesen Wesenszug finde ich eigentlich schon "typisch autistisch" und kann mir vorstellen, dass das verknappt formuliert dann klingt wie "Autisten denken nicht darüber nach, was andere denken". Was natürlich Quatsch ist, wenn man es wörtlich nimmt.
      Wie meinst du das genau, wie ist es nicht wörtlich zu verstehen?
      +
      Wie meinst du das mit Werkzeug?
      Wenn bei dir z.B. der Hintern stark hinten raus schaut, weil die Hose runterrutscht, kannst du dann nicht verstehen, dass sowas nicht sozialadäquat ist (peinlich) und was andere darüber denken?
      (Beispiel)
      +
      Ich war wohl ein tolles Opfer, ich regte mich als Kind auf.
      Interessanterweise ist in Aspergers Schrift auch davon zu lesen, dass die Kinder sich unbeholfen wütend wehren würden, aber es eben nicht schafften, sondern dadurch gerade noch mehr Hänseleien provozieren würden, weil es so „grotesk“ aussähe. Dass Hänseleien einen nicht berühren, quasi Kritik, kenne ich eigentlich von der schizoiden PS. Der Unterschied wird hier wohl darin liegen, dass Autisten die Hänseleien nicht verstehen, und Schizoiden es einfach egal ist. Wobei man auch meinen könnte, dass ein Nichtverstehen auch dazu führen kann, dass es einem egal ist. Aber ich kann mir schwer vorstellen, wie es jemandem egal sein kann richtig gemobbt zu werden, z.B. körperlich. (Hängt dann wohl vielleicht auch von der Intensität ab.)
      „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
      (Aristoteles, griechischer Philosoph, 384 - 322 v. Chr.)
    • Wenn ich von der Sache überzeugt bin, dann ist es mir egal was andere denken. Das bedeutet aber nicht, dass ich dauernd anecken muss. Aber ich bin zum Beispiel Christ. Was andere darüber denken interessiert mich nicht die Bohne. Ich kümmere mich auch nicht um das Privatleben anderer Leute.

      Auch bei einigen Charaktereigenschaften interessiert es mich nicht was andere denken. Wobei ich aber schon daran arbeite schlechte Charaktereigenschaften los zu werden. Aber es gibt auch gute oder neutrale Charaktereigenschaften, die andere stören. Das ist mir dann aber egal. Ich mache zum Beispiel gerne derbe Witze. Es gibt dann immer wieder mal Menschen, die beleidigt sind. Pech, wer so humorlos ist, der ist halt selber schuld. Manchmal kommt es vor, dass die Leute mir dann eine Lektion erteilen wollen und derbe Witze über mich machen. Ich lache mich jedes Mal Schrott darüber. Die sind dann völlig irritiert, dass ich solche Witze lustig finde und enttäuscht, dass ich nicht beleidigt bin.

      Grundsätzlich ist es mir aber nicht gänzlich egal was andere Menschen denken. Es kommt immer drauf an worum es geht.
    • Okay, wie ich seh, hab ich die Frage auch nicht richtig verstanden. Es bleibt aber beim "Nein". Ich denk so gut wie nie drüber nach, was andere denken, weil ich nicht hellsehen kann. Manche Leute haben nämlich total verdrehte Gedanken. Da käm ich nie drauf, dass die so was denken könnten. Deswegen ist's mir mittlerweile ziemlich egal, weil ich ja doch immer danebenlieg.
      "Je weniger wir Trugbilder bewundern, desto mehr vermögen wir die Wahrheit aufzunehmen."
      Erasmus von Rotterdam
    • Denkst du darüber nach, was andere Menschen denken könnten?
      Ja, wenn...
      a) ... mich das, was die anderen denken, interessiert (bei einem SI zum Beispiel) und/oder weil ich aus dem Denken der anderen etwas lernen kann
      b) ... ich befürchte, dass mein Denken und das von anderen sehr gegensätzlich ist und ich Angst vor einem Konflikt habe (Familienfest zum Beispiel, ich will die Harmonie nicht stören, auch wenn ich weiß, dass das im Grunde feige ist)

      Denkst du darüber nach, was andere Menschen über dich denken könnten?
      (so haben ja wohl viele die Frage verstanden)

      Nein, das interessiert mich nicht, genauer: Es kommt mir gar nicht in den Sinn, darüber nachzudenken.

      (okay, es gibt seltene Ausnahmen: Neulich habe ich auf einer Kneipentoilette das Wasser beim Händewaschen zu stark aufgedreht; Ergebnis: Die ganze Frontpartie meiner Hose war nass. Was die anderen denken könnten, als ich durchs Lokal lief, war schon ein paar Sekunden lang meine Sorge :-p )

      Mein Grundgesetz = "Ein Grundgesetz, in dem Humanität, Teilhabe und Glücksstreben noch expliziter festgeschrieben stehen."
      (Jagoda Marinic, Frankfurter Rundschau vom 23. Mai 2019, dem 70. Jahrestag des GG der BR Deutschland)
    • Rusty Mike wrote:

      Klar könnte ich drüber nachdenken, aber wozu? Ich kann höchstens ahnen, was die denken und lieg dann meistens doch daneben.
      Also, ich denke darüber nach, weil ich mich dann ggf. auf Reaktionen vorbereiten kann und nicht überrascht werde.
      Ich liege oft auch daneben, aber ich denke irgendwie zwanghaft aus Angst darüber nach.
      Das hängt auch von meiner inneren Verfassung ab, wieviel Angst ich gerade vor Reaktionen habe.
      Glaube ich.
      „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
      (Aristoteles, griechischer Philosoph, 384 - 322 v. Chr.)

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    • Ich habe nein angeklickt, obwohl ich wohl die Fähigkeit besitze das zu können, zumindest ansatzweise. Ich muss mir sehr viel Mühe geben daran zu denken, wie was bei dem anderen wirken könnte. Grundsätzlich ist mir das egal und automatisch passiert es nicht. Ich merke, dass ich da ziemlich egoistisch drauf bin. Das ist dieser autistische Egoismus, diese emotionale Beschränkheit. Angst habe ich inzwischen nicht mehr soviel. Ich meine auch Angst hat weniger mit Anderen zu tun, sondern mit seinen eigenen Ängsten und ist somit auch egoistisch.
    • Cloudactive wrote:

      Wie meinst du das genau, wie ist es nicht wörtlich zu verstehen?
      Der Satz "Autisten denken nicht darüber nach, was andere Menschen denken" stimmt so einfach nicht, er ist viel zu allgemein. Aber als ungeschickt verkürzte Zusammenfassung einer Aussage wie "(Viele) Autisten haben Schwierigkeiten damit, zu erkennen, was andere über sie denken" fände ich ihn korrekt.

      Cloudactive wrote:

      Wie meinst du das mit Werkzeug?
      Wenn bei dir z.B. der Hintern stark hinten raus schaut, weil die Hose runterrutscht, kannst du dann nicht verstehen, dass sowas nicht sozialadäquat ist (peinlich) und was andere darüber denken?
      (Beispiel)
      Doch, das könnte ich verstehen. Und das würde ich wohl auch versuchen zu vermeiden, wenn die Gefahr bestünde - und mich die Vermeidung nicht allzu sehr einschränken würde. Wenn es mal passiert, würde ich es vermutlich schulterzuckend abhaken als "jedem passiert mal was Peinliches, heute war's eben wieder einmal ich..." und wenn jemand wegen einer solchen Lappalie nichts mehr mit mir zu tun haben wollen würde, dann wäre das kein Verlust.

      Mit "Werkzeug" meinte ich die mentalen Fähigkeiten (Theory of Mind wahrscheinlich), einschätzen zu können, was andere über mich denken. Zum Beispiel, ob mich jemand nett findet. Nichtautisten erkennen das wohl an Körpersprache und anderen subtilen Signalen, ich nicht. Ich kann ganz grob am Verhalten ableiten, in welche Richtung es wohl geht (wenn mir jemand jedes Mal, wenn er mich sieht, vor die Füße spuckt, findet er mich wohl eher nicht so entzückend; wenn jemand immer wieder fragt, ob wir mal wieder was zusammen machen, findet er mich wohl ganz angenehm), aber da ist nichts Intuitives dabei. Und weil ich das nicht einschätzen kann, mache ich mir auch gar nicht erst die Mühe, groß darüber nachzudenken.

      Cloudactive wrote:

      Aber ich kann mir schwer vorstellen, wie es jemandem egal sein kann richtig gemobbt zu werden, z.B. körperlich. (Hängt dann wohl vielleicht auch von der Intensität ab.)
      Definitiv! Da sehe ich den Unterschied zwischen Hänseleien und Mobbing. Mobbing kann man nicht ignorieren. Aber wenn jemand mir in der Grundschule hinterherruft "Sabine Terrine!", kann ich darüber lachen oder so tun, als hätte ich es nicht gehört. Ich kann mich aber auch aufregen, ich kann etwas Ähnliches zurückrufen, ich kann verletzt sein... da ist der Spielraum an Reaktionen noch größer als beim Mobbing, was immer zerstörerisch ist (laut meiner Definition).
    • @filipendula
      Ah, jetzt verstehe ich, danke!
      Ich habe es wörtlich genommen, es klang ja tatsächlich so, als sei das wörtlich gemeint.
      (Sowohl das Klischee, als auch deinen Beitrag)


      filipendula wrote:

      Der Satz "Autisten denken nicht darüber nach, was andere Menschen denken" stimmt so einfach nicht, er ist viel zu allgemein. Aber als ungeschickt verkürzte Zusammenfassung einer Aussage wie "(Viele) Autisten haben Schwierigkeiten damit, zu erkennen, was andere über sie denken" fände ich ihn korrekt.

      Deinen Satz würde ich so unterschreiben.

      +++
      Mir war der Unterschied zwischen Hänseleien und Mobbing nicht bewusst.
      „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
      (Aristoteles, griechischer Philosoph, 384 - 322 v. Chr.)
    • Ich denke öfters darüber nach, was andere Menschen von mir denken. Vor allem dann, wenn mir auffällt, dass ich anders bin als die anderen. Z. B. wenn ich Kolleginnen begegne, die ein Kostüm tragen, geschminkt sind, Schmuck tragen, nach Parfüm duften ... und ich stehe mal wieder da in Jeans und Pulli.
      Das heißt nicht, dass ich so sein wollte wie sie. Mir fällt nur der Unterschied auf. Und ich frage mich, was sie denken.

      Die Frage: Was denkt er/sie dann von mir? führt auch oft dazu, dass ich mich möglichst regelkonform verhalte, auch wenn meine Bedürfnisse gerade anders sind.

      Ein Beispiel: Ich komme abends müde von der Arbeit und will eigentlich nur noch eins: Rein in die Wohnung, Wohnungstür zu, Stille.
      Und dann begegnet mir im Treppenhaus der nette ältere Nachbar. Am liebsten würde ich ihn jetzt übersehen. Blick auf den Boden, an ihm vorbeigehen, alles gut. Aber: Was denkt der von mir?
      Also sehe ich ihn an, grüße und wechsle ein paar Worte. Wenn ich Pech habe, fängt er an zu reden, und mein Feierabend verschiebt sich deutlich nach hinten. Ich würde es aber nie wagen, einfach so an ihm vorbeizugehen.
      I have my books
      And my poetry to protect me
    • Cloudactive wrote:

      Hallo,

      es soll eine typische Eigenschaft sein, dass Autisten nicht darüber nachdenken würden, was andere denken können.

      <...>

      Es ist ein interessantes Thema, wenn diese Eigenschaft tatsächlich so typisch sei, dann wären eine soziale Phobie und etwaige sozialbedingte Depressionen ja von vornherein ausgeschlossen?
      Dieser Schluß erscheint mir nicht logisch.

      Es kann doch beides vorliegen (und es darf auch zusammen diagnostiziert werden): Autismus plus soziale Phobie.

      Dann werden eben die Eigenschaften des Autismus' durch die Merkmale der sozialen Phobie überlagert/bereichert/was auch immer...

      Es könnte also (ich sage nicht, daß es so ist!) so sein, daß bei "reinem" Autismus tatsächlich man sich keine Gedanken über die Wirkung auf andere oder die Bewertung durch andere macht, daß aber bei einem Hinzutreten einer sozialen Phobie (die ja irgendwann im Leben entstehen kann) Eigenschaften und Verhaltensweisen hinzutreten, die zu einem Nachdenken über andere und deren Urteile usw. führen.


      Ich selbst kann nur feststellen, daß ich sehr wohl und sehr viel über die (vorgestellten) Reaktionen/Bewertungen/Urteile anderer Menschen nachsinne. Jedoch habe ich ja auch eine Diagnose einer sozialen Phobie zusätzlich.

      Ich mutmaße, daß sich aus dem Erkennen des eigenen Nachdenkens dann ggf. auch Zweifel an der Diagnose ergeben, vor allem, wenn man die klassischen Beschreibungen von Autismus vor Augen hat.
    • FrankMatz wrote:

      Neulich habe ich auf einer Kneipentoilette das Wasser beim Händewaschen zu stark aufgedreht; Ergebnis: Die ganze Frontpartie meiner Hose war nass. Was die anderen denken könnten, als ich durchs Lokal lief, war schon ein paar Sekunden lang meine Sorge
      Da wird es dann interessant: Meine Gedanken sind in so einem Fall, "Mist, jetzt ist die Hose nass" und nicht, "Mist, jetzt denken die anderen vielleicht, ich habe mir in die Hose gemacht." Ich bin da voll bei mir und dabei, dass mich das stört, und nicht, welche Wirkung es bei den anderen haben könnte.
    • @sempron
      Ich habe es so verstanden, dass @Cloudactive nicht die Kombination Autismus + soziale Phobie ausschließt (denn diese beiden Diagnosen schließen sich tatsächlich nicht gegenseitig aus), sondern dass sie eine soziale Phobie ausschließt, wenn jemand sich keine Gedanken darüber macht, was andere Menschen denken (könnten). Der Meinung bin ich nämlich auch.
    • Ist Soziale Phobie nicht nur Projektion? Die Erwartung der Wiederholung von dem was man erlebte, was mit der neuen Person nichts zu tun haben muss. Ich würd SP zur Gedankenwichserei zählen, weil es mit Empathie nichts zu tun hat.
    • Eva39 wrote:

      @Ellewoods2017
      Ja, da geb ich dir recht. Ich habe nur die Aussage der Ärztin wiederholt.

      Mit dem Sally-Ann-Test hatte mein Sohn auch keine Schwierigkeiten.
      Er ist vermutlich so „knapp“ im Spektrum, dass es nur auffällt, wenn man ganz genau hinschaut.

      Hättest du eine Erklärung dafür, warum mein Sohn seinen Geburtstag nicht mit anderen Kindern feiern will, aber keine Probleme hat, zu einem Geburtstag zu gehen?
      Hängt das auch mit seiner Angst vor Bewertung zusammen?

      Er selbst sagt, er will nicht, dass jemand fremdes hier ist.

      Man liest ja meist, dass mit Freunden treffen eher daheim klappt und außerhalb eher schwierig ist.

      Zurück zum Thema: ehrlich gesagt hab ich meist keine Ahnung was andere über mich denken :oops:
      Deshalb hatte ich wohl als Kind immer das Gefühl man könnte mich nicht leiden z.B. Eltern von Freundinnen.
      Einen Grund gab es dafür allerdings nicht.
      Also ich gehe grundsätzlich viel lieber zu anderen nach Hause. Super selten ist mal jemand bei mir. Bei mir zuhause habe ich meinen Schutzraum. Und ich möchte nicht, dass andere diesen durch Bewertungen kaputt machen. Außerdem fange ich dann bei den meisten Besuchern an, eine Maske aufzusetzen und der perfekte Gastgeber zu sein. Denn sonst würde ich nicht zu diesen Zeiten und in der Art und Weise z.B. essen.
      Bei anderen dagegen kann ich mich richtig wohl fühlen.

      Slim wrote:

      Ist Soziale Phobie nicht nur Projektion? Die Erwartung der Wiederholung von dem was man erlebte, was mit der neuen Person nichts zu tun haben muss. Ich würd SP zur Gedankenwichserei zählen, weil es mit Empathie nichts zu tun hat.
      Nein. Man denkt einfach in vielen Situationen, was der andere wohl jetzt denkt: "ich schwitze und bin rot im Gesicht" -> "ih, das ist aber eklig und die ist ja nicht fit".
      Sowas halt. Ich denke das z.B. sehr oft, aber auch, weil meine Eltern die Generation sind, wo alles sauber und ordentlich sein musste. Natürlich auch mein Benehmen. Das unterdrückt viel und macht auch Ängste. Aber heute habe ich gelernt, nicht mehr alles so schlimm zu interpretieren und vieles denke ich zwar noch, aber dann ist es mir doch egal.
      ...in der Diagnostik... :nod:
    • Grübler_1988 wrote:

      @sempron
      Ich habe es so verstanden, dass @Cloudactive nicht die Kombination Autismus + soziale Phobie ausschließt (denn diese beiden Diagnosen schließen sich tatsächlich nicht gegenseitig aus), sondern dass sie eine soziale Phobie ausschließt, wenn jemand sich keine Gedanken darüber macht, was andere Menschen denken (könnten). Der Meinung bin ich nämlich auch.
      Nein, ich glaube nicht, daß sie das meinte. Denn das ist ja eine Selbstverständlichkeit und keiner weiteren Betrachtung nötig; macht sich jemand überhaupt keine Gedanken, was andere denken könnten, dann kriegt er ja auch keine soziale Phobie diagnostiziert.

      Ich finde durchaus, daß sie es eher in dem Sinne meinte, daß jemand, sollte er sich sozialphobisch verhalten, eventuell kein Autist sein könne. Aber das müßte sie natürlich selbst klarstellen.

      Ich denke aber, daß eben sozialphobische Eigenschaften die "puren" autistischen Merkmale überlagern und abändern können - genauso wie beispielsweise bei einem sehr ruhigen, stillen und zurückhaltenden Menschen das Auftreten einer bipolaren Störung diesen Menschen plötzlich sehr lebhaft, überdreht, unerschrocken werden lassen kann.