Kontakte herstellen, auf Menschen zugehen, Leute ansprechen

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    • Slim wrote:

      Nun das mit der Kritik war auf dich bezogen und die Diskussion über das Kind etc.
      Wenn du die Zitierfunktion benutzt oder die "@-Funktion" wird auch ersichtlich, wer gemeint ist. :prof:

      Im Übrigen finde ich es immer wieder erstaunlich, wie unsachlich und verallgemeinernd manche Menschen trotz Asperger-Autismus denken und schreiben. Bekommst du als Gruppenleiterin damit keine Probleme?

      P.S.: Ist es geheim, warum du deinen Gruppenmitgliedern keine Vorabinfos über die Gruppe gibst? Wo findet die Gruppe denn statt?

      The post was edited 2 times, last by FruchtigBunt ().

    • @thelord
      Ja, ernsthaft. War nach meinem Studium eine Zeit lang aus Spaß bei Jodel. Leute haben da Codefragmente ihrer Informatik-Hausaufgaben abfotografiert oder abgetippt (bei Jodel kann man nur direkt Fotos machen, glaube, es gibt nicht mal Copy & Paste für Text), auf mehrere Postings verteilt wegen der Zeichenbegrenzung. Informatikstudenten!

      Es wurden auch Jobangebote gepostet, Fragen zum Studium gestellt und Lernpartner gesucht, genauso wie auf Facebook.

      Dafür war das Forum tot und wurde schließlich geschlossen :cry:
    • FruchtigBunt wrote:

      seven_of_nine wrote:

      Sie ist auch recht gesprächig und ich auch und so haben wir während der Stunden immer wieder Sachen zueinander gesagt ("Puh, anstrengend, oder?")
      Hm. Ich denke, wenn man sehr gesprächig und locker ist, macht das die Kontaktaufnahme bestimmt einfacher. Ich überlege meist ein paarmal, ob ich irgendetwas sagen soll und durchdenke den Satz vorher so lange, bis die Situation vorbei ist und ich wieder nichts gesagt habe. :roll:
      Ich denke nie nach vor dem Sprechen, was mir schon oft Ärger eingehandelt hat.

      Als locker würde ich mich nicht bezeichnen, bin ein extrem nervöser und angespannter Mensch.
    • Was stimmt mit der Antwort nicht, dass es mich überfordert?

      Man muss auch dazu wissen, dass Autisten die ständig das Haar in der Suppe suchen und immer fündig werden. Denen einfach nur das Alter der Teilnehmer zu nennen, bewahrt einen selbst dann nicht vor Kritik. Es diesen Autisten Recht zu machen ist schwierig bis unmöglich.

      The post was edited 1 time, last by Slim ().

    • seven_of_nine wrote:

      @thelord
      Ja, ernsthaft. War nach meinem Studium eine Zeit lang aus Spaß bei Jodel. Leute haben da Codefragmente ihrer Informatik-Hausaufgaben abfotografiert oder abgetippt (bei Jodel kann man nur direkt Fotos machen, glaube, es gibt nicht mal Copy & Paste für Text), auf mehrere Postings verteilt wegen der Zeichenbegrenzung. Informatikstudenten!

      Es wurden auch Jobangebote gepostet, Fragen zum Studium gestellt und Lernpartner gesucht, genauso wie auf Facebook.

      Dafür war das Forum tot und wurde schließlich geschlossen :cry:
      Jetzt habe ich dieses Posting dreimal gelesen und mir wurde klar, dass wir wohl komplett aneinander vorbei reden. Bedenke: DU lebst in München, ich in Norddeutschland. Du hast Informatik studiert, ich hab davon keinen Schimmer und nicht mal das Abi. Du bist jung und hip, ich leider ersteres nicht mehr und zweiteres nie gewesen

      Wenn also jemand aus MÜNCHEN von "Jodel-Gruppen" schreibt, dann gehe ich als Nordlicht natürlich davon aus, dass du Gruppen meinst, in denen GEJODELT wird. Du weisst schon: Bayerisches Brauchtum, Maria und Margot Hellwig, "Unterm Dirndl wird gejodelt", also alles, was wir Fischköppe an Bayern-Klischees kennen. Und daher natürlich auch meine Frage, ob ausgerechnet du Indie-Kiffer-Braut eine JODEL-Gruppe als Kontakt empfiehlst.
      Nobody expects the spanish inquisition!
    • thelord wrote:

      Wenn also jemand aus MÜNCHEN von "Jodel-Gruppen" schreibt, dann gehe ich als Nordlicht natürlich davon aus, dass du Gruppen meinst, in denen GEJODELT wird. Du weisst schon: Bayerisches Brauchtum, Maria und Margot Hellwig, "Unterm Dirndl wird gejodelt", also alles, was wir Fischköppe an Bayern-Klischees kennen. Und daher natürlich auch meine Frage, ob ausgerechnet du Indie-Kiffer-Braut eine JODEL-Gruppe als Kontakt empfiehlst.
      Oh, achso :d

      Sorry, ich hätte vielleicht dazu schreiben sollen, dass das so ein Social Network für Studenten ist. de.wikipedia.org/wiki/Jodel_(App)

      (Und eigentlich völlig ungeeignet für einen Austausch übers Studium. Aber so sind die heutigen jungen Leute... bin ja auch "schon" fast 30)

      Ich glaube, wir können festhalten, dass das heutzutage fast alles das Studium betreffende im digitalen Raum stattfindet. In Jodel-Gruppen, in WhatsApp-Gruppen, in Facebook-Gruppen, und wenn Leute noch ganz, ganz altmodisch sind, auf Mailinglisten oder in Foren. Da wundert es mich nicht, dass man auf einem analogen schwarzen Brett nichts zu Lerngruppen findet.

      ----


      Das ist nett, dass du mich für hip hältst, aber das bin ich sicherlich nicht :oops:

      The post was edited 1 time, last by seven_of_nine ().

    • seven_of_nine wrote:

      Ja, ernsthaft. War nach meinem Studium eine Zeit lang aus Spaß bei Jodel.
      ich bin auch bei Jodel. Wobei da selten was sinnvolles für mich bei rauskommt. Ich habe dort auch schon öfter nach Schreibfreundschaften gesucht, aber es funktioniert nicht besonders lange.

      Ich habe mich im Studium einfach solange zu einer Gruppe gestellt, bis die mich irgendwann akzeptiert haben. Irgendwann war ich mit in der whatsapp Gruppe und dadurch konnte ich auch die gleichen Kurse wählen. So konnte ich immer mit den selben Leuten in Tischgruppen arbeiten (bei uns waren die Praktika immer mind. zu zweit) und hatte auch bei den Exkursionen immer Menschen die ich kannte. Und man hat sich natürlich auch mal gegenseitig geholfen.
      Als im 5. Semester die Kurse nur noch 20 Leute groß waren, gab es auch eine Whatsapp Kursgruppe in die einige Leute auch reingeschrieben haben wo sie grade lernen. Aber ansonsten habe ich mich auch noch nie explizit zum Lernen getroffen
      Ich kann gut Mitmenschen umgehen
    • modulo wrote:

      Ich weiß nur vom Hörensagen, dass es Lerngruppen an Universitäten gibt. Während meines gesamten Studiums (>6 Jahre) habe ich nie in Erfahrung bringen können, wie man überhaupt zu der Erkenntnis kommen kann, dass es eine bestimmte Lerngruppe zu einem bestimmten Thema gibt (und wer mit wem in einer Lerngruppe ist und wo man sich trifft, erst recht nicht). Es gab auch keine Listen am schwarzen Brett o.Ä., durch die ich überhaupt einen Ansprechpartner hätte finden können, um eine E-Mail zu schreiben. Analog hätte ich auch nie gewusst, wen ich nach Studienunterlagen fragen sol
      Diese Beschreibung hätte von mir sein können aus meiner Unizeit.

      Ich war es ja aus Kindergarten und Schulzeit gewohnt, dass "da irgendwo Gruppen waren", und ich als ein einzelne daneben stand und nicht MITmachen durfte.
      Wurde organisatorische erzwungen - das "Wählen" im Sportunterricht" - dass ich auf jeden Fall einer Gruppe zugeteilt werden muss, bedeutete das 1. immer als letzte und 2. mit begleitenden Unmutsäußerungen wie "dann haben wir ja schon verloren" oder Aufstöhnen.

      Meine Gedanken waren also "Es gibt schon Gruppen", in die ich "dazu" will. Irgendwer bestimmt, ob ich das "darf". Die Wahrscheinlichkeit ist gering bis Null.
      Dass es am Beginn eines Studiums gar keine Gruppen gibt, daran dachte ich nicht.
      Aus dem simplen Grund, da ich ja sowieso andere immer als "Gruppe" wahrnahm.
      3 Leute, die in der Mensa miteinander plaudern, für mich eine "Gruppe" - die entscheidet, ob ich dabei sein darf oder ablehnt. Was wahrscheinlich ist......
      Das Gleiche bei Finden von Arbeitspartnern.
      Ich suchte jemanden, wo ich mich dazu gesellen kann, aber da ja bewiesen ist, mich will eh keiner einfach so, höchtens mal aus "Nettigkeit" oder "Hilfe"......


      Dass es an der Uni gar keine Gruppen gibt, sondern erst mal welche gebildet werden sollen, dass dies bedeutet, auch ich könnte initiativ sein und ich könnte jemanden einladen mit mir eine Lerngruppe zu bilden, war überhaupt nicht denkbar.
      Und selbst wenn ich das gedacht hätte, wäre ja immer noch dieses "ich will dich nicht, wir wollen dich nicht" im Kopf gewesen.


      Auf die Idee, dass es einzelne geben könnte, denen es genauso geht wie mir, die vllt froh sind, wenn sie angesprochen werden, kam ich auch nicht.
      Ich nahm sie ja nicht mal wahr, weil ich sei als "Teil der amorphen Masse der anderen" und "Teil von Gruppen" dachte.


      So richtig klar wurde mir das, als im Rahmen von Zivilcouragetrainings der Mechanismus erklärt wurde, dass bei einem Notfall ein Ruf wie "kann mal irgend jemand die Polizei rufen" wenig Erfolg hat, weil sich selten jemand als jemand angesprochen fühlt, sondern Menschen konkret und gezielt angesprochen und zu etwas konkretem aufgefordert werden müssen. "Sie da im blauen Hemd, rufen sie die Polizei".


      Mir fehlte also die Information,dass Gruppen nicht einfach so sind, sondern wie Gruppen überhaupt zustande kommen, und das bedeutet, dass sich die, die sich an diesem "Gruppengründungsprozess" beteiligen, dann "drin" sind.
      Der schwierigere Aspekt war, dass ich in mir ja als "gefühlte Wahrheit zu mir" hatte, sowieso nicht erwünscht zu sein bzw garantiert abgelehnt zu werden.
      Was dann ja auch bedeutet, bei einem Gruppengründungsprozess schon diese Ablehnung zu erfahren, was zu vermeiden ist.


      Das betraf auch Vereine oder Kurse, in denen sich "Zweiergruppen finden sollen".
      das dies bedeutet,
      • selbst schon mal zu schauen, wer für mich in Frage kommen könnte,
      • hier immer mal wieder mit mehreren vorher schon Blickkontakt aufzunehmen,
      • dass kurzes Halten eines freundlichen Blickkontaktes bedeutet "Könnte in Frage kommen",
      • dass das mit mehreren vorher passieren muss,
      • dass im "magischen Moment" des "findet euch" mein Blickkontakt mit einem "einladenden, lächelnden, leicht fragenden Nicken" begleitet werden muss, das dem anderen signalisiert "kein Zwang" signalisiert

      • dass es hier normal ist, dass jemand wegschaut und einen anderen schon genau so entstandenen informellen Kontakt auswählt,

      • dass das keine Aussage gegen mich ist, sondern eine über die Vorliebe des anderen,

      • und dass dann eine der Personen, mit denen ich Blickkontakt hatte, zustimmen wird, wenn ich nicht im "mich will eh keiner" versinke und mein Blick "merkwürdig" wird
      das alles hatte mir ja niemand erklärt.
      Erst nach der Uni in den sozialen Bewegungen lernte ich das.
      Und war Anfangs oft noch viel zu langsam. Musste hier "nachlernen", was andere automatisch zu "Gruppenbildung" und "Partner finden" schon in der Kindheit gelernt hatten.
      Na ja, und die Angst vor Ablehnung aus dieser grundsätzlichen "sowieso nicht gewollt"-Wahrheit wirkte natürlich auch immer wieder stark hinein.
      Diese "innere Wahrheit" zu überwinden und das normale "es gibt Menschen, die halt keinen Kontakt wollen bis ablehnen UND es gibt Menschen, die Kontakt wollen" - und dass man das erst erfahrt, WENN man in Kontakt tritt, zu akzeptieren, war echt schwer.

      Auch hatte ich das "Talent", mir anfangs zielstrebig die auszusuchen, die garantiert ablehnen werden
      Denn eine Blick für die anderen hatte ich ja gar nicht.

      Der nächste Fehler, den ich machte war, dass ich, wenn ich zu einem Thema doch mal in einer Gruppe oder Zweierarbeitsgemeinschaft war, mich nicht auf das Thema konzentrierte, sondern sofort in "erweiterten Austausch" überging. Also zu persönlich wurde.
      Die Freunde, mal irgendwo "drin" zu sein löste aus, "mit allem" da sein zu wollen, "ganz" akzeptiert zu werden. Was dafür sorgte, dass ich viel zu viel persönliches erzählte, gar nicht mitbekam, dass andere das nicht machen, und diese überforderte.
      Hier hat mir später die "Themenzentrierte Interaktion" von Cohn geholfen.

      Ein weiterer Aspekt in Kontakten war, dass ich oft nicht wusste, was sage, wenn jemand mal was von sich erzählte. Oder etwas dazu sagte, was dann für den anderen so klang, als wäre ich desinteressiert. Dass in vielen Kontakten erst mal ein Signal des "ich habe verstanden" erwünscht ist, auch hier, hatte mir ja niemand gesagt. Später dann half Rogers mit der Technik des aktiven Zuhörens, endlich entweder überhaupt Worte zu finden bzw das richtige Intro für das, was ich dazu sagen will.
      Hier entdeckte ich, dass auch andere nicht immer auf das jeweilige Gegenüber perfekt kommunizieren.
      Sie denken nur nicht so viel darüber nach und halten dann eher den anderen für "nicht richtig". Und dann gibt es Menschen, die finden gegenüber jedem "die richtigen Worte". Talent plus in der Kindheit mit c/p gelernt. Ich hatte da nur beides nicht und das Talent fehlt noch immer.
      Eine Regel ist jedoch Gold wert: Gerade am Anfang, solange man andere noch nicht gut kennt, nie etwas Bewertendes oder gar Abwertendes sagen. Also dieses "ich finde..." bzw "ich halte das für gut/schlecht". Lieber bei anderen erst mal abfragen.

      Ich war sehr verblüfft, als mir Jahre später Menschen sagten, sie hätten sich gar nicht getraut, mich anzusprechen, weil ich auf sie so cool gewirkt hätte, sie wären davon ausgegangen, von mir nicht gewollt zu sein. Ups, das war ja das Gegenteil von dem, wie ich mich damals fühlte.

      Mein Unwissen dazu, dass es denen damals genauso gegangen war wie mir, nur dass ich es gewesen war, die in diesem "ich bin nicht gewollt" und dem fragenden "darf ich nicht vllt doch mitmachen" meinerseits so ausgesehen hatte für die, als wolle ich keinen Kontakt, war eine erschreckende Erkenntnis.

      Der Gedanke "nicht gewollt" und die daraus entstehenden Gefühle erzeugen also oft das Aussehen und die Signale "ich will nicht mit dir/mit euch".
      Wird das Gefühl zu stark und es entsteht ein inneres "bitte wollt mich doch, helft mir, in die Gruppe zu kommen", dann wirkt das auf andere als zuviel, zu übertrieben. Hier erinnert das diese an die eigenen inneren Unsicherheiten, und dann wird auch eher abgelehnt. Es geht ja um normale Arbeitpaar bzw Gruppenbildung, nicht um persönliche Hilfe oder erweitertes "gemocht werden".

      Wenn ich in Interaktionen mit anderen bin, verliere ich den Blick für den Kontet, betrachte ich den Kontext, snd meine interaktionen gehemmt bis für andere merkwürdg, vor allem wenn ich etwas aus dem "Kontextblick" heraus anspreche.
      NTs können hier wohl Kontet unnbewusst immer mitdenken. Ich lerne her garade, hin und her zu switchen. In Interaktionen kurz den Kontetblick "einzuschalten", also "Wo bin ich, worum gehts hier genau", und dann wieder die Interaktion. Klappt noch nicht so gut, wird aber besser und erleichtert schon eniges.

      Kurzfassung:
      • Weg vom "Bin ich gewollt, zu wem kann ich hin" in ein "Wo sehe ich einzelne Individuen, die ich mit mir will".
      • Akzeptieren, bei jedem Menschen ist es eine 50:50-Chance, dass der auch Kontakt will oder nicht.
      • Ablehnung einer Kontaktaufnahme sagt nichts über mich aus, beinhaltet nur die Botschaft "dann suche jemand anderen/andere, hier passt es nicht."
      • Ein Kontakt kommt dann zu stande, wenn jemand initiativ den ersten Schritt macht UND dann der andere darauf eingeht, dann wieder der erste, dann der zweite - also BEIDE diesen Kontakt aus der ersten Begenung herstellen.
      • Andere haben auch ihre Hemmungen, aber manche haben mehr Übung, über diese Ersthemmung hinweg zu kommen.
      • Kontakt erfordert, sich auf den anderen zu beziehen.
      • Kommunikationstechniken helfen enorm bei fehlendem Talent.
      • Gruppen entstehen nicht aus dem nichts. "Zufällige" Gruppenbildungen bedeutet, jemand hat die Initiative ergriffen und signalisiert "Ich initiiere die Gruppe" - nicht "ich möchte/wünsche zu einer Gruppe zu dürfen". Beispiel: "Ich suche eine Gruppe, die XY...habt ihr einen Platz frei " im Unterschied zu "Wer interesssiert sich auch für XY? Mache dies und das, Interestierte bitte melden".
      • Es gibt keine Garantie, dass auf die eigene Initiative wirklich ein Kontakt oder eine Gruppe ensteht. Das hängt ab davon wie man es macht, wie die anderen gerade drauf sind, und vom Zufall. Ohne Initiative ist nur garantiert, dass nichts ensteht. Mit Intiative als einzelner kann aber erstaunliches entstehen - Greta Thunberg ist da das beste Beispiel.
      Liebe braucht Mut
      worldometers.info/
      Gegen Komplexität kann man nicht demonstrieren (scobel)
      ted.com/talks/stephanie_busari…urce=facebook&language=de
      youtube.com/watch?v=I79fZFvz9JA
    • FruchtigBunt wrote:

      Dass in normalen Gruppen allerdings die Leiter vorher solche Fragen nicht beantworten finde ich auch sehr ärgerlich. Ich habe auch schon an einige Gruppen gemailt, weil ich mich ohne weitere Infos nicht hintraute. Einmal bekam ich eine sehr unverschämte (wie ich finde) Antwort. Ich hatte damals nach dem Alter der Teilnehmer gefragt (weil ich bei vielen jüngeren Teilnehmern starke Ängste hätte und mich darauf einstellen muss). Als Antwort kam dann, wenn ich wirklich an meinen Problemen arbeiten wolle, könne es mir egal sein, wie alt die Teilnehmer sind. Da dachte ich nur, wenn der Leiter schon so wenig Einfühlungsvermögen hat, bin ich dort nicht richtig - und bin nicht hingegangen.
      Ja, am ärgerlichsten finde ich es auch, dass nicht einmal solche trivialen Fragen beantwortet werden. Man erwartet ja keinen Bericht oder ähnlich aufwendige Antworten wie etwa Mittelwert und Varianz auf die dritte Nachkommastelle, wenn man etwa nach dem Alter der Teilnehmer fragt, ein Satz genügt.

      Oft steht explizit auf den Webseiten solcher Gruppen, dass man sich bei Fragen an XY wenden kann, daher hatte ich auch die Kontaktadresse, an die ich die E-Mails schrieb. Ich meine, wenn die Leute nicht bereit sind, Fragen zu beantworten, warum bieten sie es dann an?

      FruchtigBunt wrote:

      Ich glaube, NT können sich in solche Fragen überhaupt nicht reinversetzen. Sie verstehen nicht, dass einem das wichtig ist, sowas vorher in Erfahrung zu bringen. Ich glaube, die denken dann "komm doch einfach vorbei, dann wirst du das schon sehen".
      Genau dieses letzte Zitat habe ich in ähnlicher Form schon sehr oft gehört und das ist genau das, womit ich Probleme habe. Ich habe allerdings keine „Angst vor dem Unbekannten“.

      Für mich ist das eher vergleichbar damit, dass mir jemand sagt, ich solle einfach mal einen Text schreiben – ohne jede weitere Erklärung, was das für ein Text sein soll, einfach nur „einen“ Text schreiben. Dann sitze ich da und weiß gar nichts mehr. Ich weiß nicht, was ich machen soll, was der andere eigentlich von mir will, oder wie ich anfangen soll – da gehen mir unzählig viele Gedanken durch den Kopf: was soll drinstehen, wie lang soll der Text sein, soll es eine Meinung oder ein neutraler Bericht sein, etc. pp. Ohne weitere Informationen geht es einfach nicht. Und dann kann ich diesen Text nicht schreiben.
      Dieses bildliche Beispiel ist bewusst übertrieben, weil man in den meisten Fällen ja doch ein paar Informationen mehr hat, aber es ist so ähnlich; Unwissen macht mich handlungsunfähig.


      seven_of_nine wrote:

      Vielleicht ist deine Vorstellung von Lerngruppen da etwas anders als die der meisten Leute, meine ist: Personen treffen sich gemeinsam zum Lernen, und das wird informell ausgehandelt.
      Ja, sowas dachte ich mir schon. Je informeller etwas ist, desto eher geht es an mir vorbei – ähnlich wie „ungeschriebene Gesetze“.

      seven_of_nine wrote:

      Wenn man ansonsten keinen Anschluss hat, wäre eine Möglichkeit tatsächlich, eine Gruppe von Leuten zu fragen, ob man mitmachen darf, wenn man mitbekommt, dass sie gemeinsam lernen.
      Dazu muss man das aber auch wirklich mitbekommen und ich habe das ja nie. Selbst wenn ich es doch einmal mitbekommen hätte, hätte ich nicht gewusst, wie ich diese Leute hätte ansprechen sollen (darum auch dieser Thread).

      seven_of_nine wrote:

      Und dann noch mal speziell zum Thema Fachschaft: Die sind m.E. ebenfalls für solche Sachen da und die kann man dann auch - per Mail, per Facebook - anschreiben. "Hey, bin auf der Suche nach einer Lerngruppe für Klausur xy. Vielleicht könnt ihr mir ja helfen?"
      Der Fachschaft hatte ich tatsächlich schon im ersten Semester drei, vier Mails geschrieben, weil ich viele organisatorische Probleme hatte – z.B. hielt es keiner der Dozenten für nötig zu erklären, wo und wie man sich für die Übungsgruppen anmelden konnte (jede Fachrichtung hatte da ihr eigenes Portal ...) und sonstige Zusatzveranstaltungen, wo einem das erklärt wurde, gab es meines Wissens auch nicht (nur einen einstündigen Vortrag zum BSc-Studiengang, wo das kein Thema war); woher die anderen das von Anfang an wussten, weiß ich nicht. Die Antworten, die ich bekam, waren sehr unfreundlich und wenig hilfsbereit, ich war froh, dass ich es auch ohne deren Hilfe dann noch irgendwie geschafft habe, mich rechtzeitig überall anzumelden. Darum habe ich nie wieder daran gedacht, dort etwas anzufragen.
      Diesen Tipp dort nachzufragen, habe ich aber immer wieder bekommen, wenn ich in Foren wie diesen so meine Probleme während des Studiums beschrieb. Vielleicht sind die Fachschaften an anderen Universitäten tatsächlich hilfsbereiter und ich hatte einfach nur Pech.

      seven_of_nine wrote:

      Hattet ihr keine Orientierungsphase? Wir haben in der O-Phase unsere E-Mail-Adressen in eine Tabelle eingetragen und der Zettel wurde dann kopiert und an alle rumgereicht. Dadurch hatten wir die Mailadressen von einem Großteil unserer Kommilitonen.
      Nein, ich meine, es gab keine Orientierungsphase – vielleicht ist das aber auch wie so vieles einfach an mir vorbeigegangen.
      Was es aber gab, war ein einwöchiger, freiwilliger Mathematik-Vorkurs, der ein, zwei Wochen vor dem Vorlesungsbeginn des ersten Semesters stattfand. Der Kurs wurde damit beworben, dass die Mathematik-Kenntnisse des Abiturs aufgefrischt werden sollen, d.h. dort wurden solche Dinge wie Differential- und Integralrechnung behandelt, der Kurs war explizit keine Vorbereitung auf das Studium. Da ich ja gleich nach dem Abitur zu studieren angefangen hatte und in Mathe sowieso gut bis unterfordert war, sah ich überhaupt keinen Bedarf meine Zeit mit so einem Kurs zu verschwenden.
      Irgendwann während des ersten Semesters wurde ich einmal von einem der Tutoren angesprochen – weil ich der einzige war, der die Übungszettel alleine abgab, und er da nachfragen wollte – und fand dann in diesem Gespräch heraus, dass dieser Vorkurs eigentlich dazu gedacht war, die zukünftigen Kommilitonen kennenzulernen.
      Woher und wie hätte ich das wissen sollen?

      Die Frage ist natürlich auch, ob mir das letztendlich überhaupt etwas gebracht hätte, dort hinzugehen, denn dieses Problem, nicht zu wissen, wie man Leute anspricht, habe ich ja immer und überall. So ein Vorkurs/Orientierungskurs gibt einem nur den besseren Rahmen, aber am eingentlichen Problem ändert er ja nichts.
      Dass ich diesen Vorkurs „verpasst“ habe, ist für mich nur ein Symptom, aber nicht die Ursache der Kontaktschwierigkeiten im Studium.

      The post was edited 2 times, last by modulo: Kommata vergessen ().

    • Ja, am ärgerlichsten finde ich es auch, dass nicht einmal solche trivialen Fragen beantwortet werden. Man erwartet ja keinen Bericht oder ähnlich aufwendige Antworten wie etwa Mittelwert und Varianz auf die dritte Nachkommastelle, wenn man etwa nach dem Alter der Teilnehmer fragt, ein Satz genügt.
      Es ist schon richtig zeitaufwendige Arbeit die man leisten muss. Es wird nicht nur eine Frage gestellt und es sind viele Leute. Es gibt auch Datenschutz, wo ich meine das Alter fällt darunter.

      Ich habe es so geregelt, dass die Vereine Infos rausgeben, z.B. wie groß die Gruppe ist und was es kostet usw..

      The post was edited 1 time, last by Slim ().

    • Slim wrote:

      Es ist schon richtig zeitaufwendige Arbeit die man leisten muss. Es wird nicht nur eine Frage gestellt und es sind viele Leute.
      Wenn die bloße Frage nach einer einzigen Zahl – oder von mir aus zwei, wenn einen Bereich angibt – als so aufwendig empfunden wird, wieso ist man dann überhaupt Leiter einer Gruppe? Das müsste doch auch schon zu aufwendig sein. Und wieso gibt man dann überhaupt die E-Mail-Adresse für Fragen raus?
    • Weil das unterschiedliche Arbeit ist. Die Shg findet vor Ort statt. Das macht mir Spaß, das interessiert mich, da habe ich etwas von. Fragen zu beantworten im Vorfeld ist für mich ein reiner Dienstleisterjob und sozialer Komponente.
      Mich überfordert das auch emotional, ich komme mir dabei vor als würde ich die Leute an die Hand nehmen, muss denen ihre Ängste nehmen usw.. Das lehne ich ab.
      Ich denke mal Aspies e.V. bietet sowas an, ich halt nicht. Wie gesagt die Vereine geben ja auch Infos raus und halten sich meist an keinen Datenschutz.
      Euch fehlt einfach die Erfahrung, macht diesen Job doch selber mal. Es gibt auch Autisten die stellen sehr seltsame Fragen und stalken auch und im Reallife kann man ShaundasSchaf nicht einfach mal löschen.
    • Da wäre es dann sinnvoll auch gleich auf der Webseite anzugeben, dass Fragen unerwünscht sind.
      Dann weiß man wo man dran ist und spart sich die Mühe, eine E-Mail zu erstellen, auf die Antwort zu warten, die nicht kommt oder keine Information enthält, usw.

      Darüberhinaus bezog ich mich nur auf Fragen die eine reine Informationsanfrage sind (hier war das Beispiel das etwaige Alters der Gruppenteilnehmer, was auch nicht gegen den Datanschutz verstößt, wenn man z.B. 30-40 angibt).
      Von Stalker-Fragen war hier nicht die Rede.
      Ursprünglich ging es hier auch nicht speziell um SHGs, sondern um Gruppen allgemein, wie z.B. Schachclubs, Sportvereine usw., die nicht einmal auf einfache Fragen antworten.
    • NTs verstehen die Fragen, die man stellt oft gar nicht.
      Das erlebte ich letztens in meiner Fortbildung, als es darum ging, zu "Krankheit" und "Genesung" eine Landschaftsbildbeschreibung zu machen und dann vorzutragen.
      Erst mal stand ich wie der berühmte Ochs vor dem Berg, so was in ein "BILD" fassen?
      Hier war die Blockade, ein für mich ungewohntes neues Verfahren überhaupt mal anzudenken - die "Scheu vor Neu"
      was erst mal viele negative Gefühle incl. des allumfassenden "Ich kann so was nicht" auslöste.
      Da es aber in die dieser Weiterbildung ja darum geht, neues zu lernen, musste ich da durch - oder abbrechen. Hier hatte ich die Wahl.
      Also mir verschiedene Landschaften probeweise vorgestellt und überlegt, welche vom Gefühl her passen.
      Jetzt kam aber das mir angeborene typische Aspie-Problem. Es gab ja viele Krankheiten, die alle eine Rolle spielten, die alle dazu gehören.
      Es war also der Drang nach "umfassend, genau, korrekt".
      Die entstehenden Bilder passten aber nicht zusammen in eines - also für mich. Jemand anders kann Dinge. die real nie zusammen vorkommen, sich in Bildern vorstellen, für mich fühlt sich das falsch an.
      Mein damals diffuses "ich habe Probleme mit" wurde nach Schilderung des zweiten Aspekts mit "mach doch einfach" kommentiert,
      Wow, Wiederholung von "Ich kann nicht - Mach doch einfach"
      Hier kamen eine Menge alter Gefühle mit hoch und beschwerten mir eine tränenreiche Stunde - bis irgendwann ein Kollege sagte "Mach dich nicht verrückter...." und ich sofort ergänzte ."....als du bist"

      Anstatt weiter über mein "ich kann nicht" zu grübeln und zu fühlen, gin ich in die genaue Problembeschreibung. Und kam so aus obige.
      Mit dem "ich will die FB machen" entschied ich "Ich will mal etwas Neues denken, das ich noch nicht kann. Daraus ergab sich "Was hindert mich genau". Die Antwort war "umfassend und ganz korrekt in allen Details".

      Ich hatte die Wahl zwischen Pest und Cholera - also gefühlt. Umfassend korrekt hätte mehrere Bilder bedeutet - dafür war keine Zeit, also war gefordert, zu begrenzen, auszuwählen, auf anderes zu verzichten zugunsten der Detailgenauigkeit. Alles in je ein Bild hätte kein korrektes, in sich logisches Bild ergeben und dazu hätte hier in der gegebenen Zeit zu viel gefehlt..

      Mein Problem lag bei der Entscheidung zwischen beiden.
      Die NTs "einfach machen" und dann loslegen auf der Handlungsebene. DAS war hier mit "mach doch einfach" gemeint.

      Dass jemand, der so einen Entscheidungsprozess instinktiv, ohne Blockaden únd solche inneren "Dränge" trifft, gar nicht nachvollziehen kann, wo das Problem liegt - es sei denn, es handelt sich um einen Aspie-Experten mit sehr viel Ahnung, ist ja klar.

      Es war eine der intensivsten Auseinandersetzungen mit einer meiner Schwächen oder Stärken, je nachdem, wie man das sehen will und wo sie sich aufgrund der Anforderungen melden.

      Ich musste also entscheiden zwischen "umfassend und unkorrekt" oder "Auswahl, die Verzicht bedeutet, dafür detailgenau ist". Und dann nach "was fühlt sich weniger schlimm an, wenn ich mir das vorstelle". Der Detailblick siegte über "umfassend".

      Die Bildbeschreibungen wurden echt gut, zum Glück hab ich keine Probleme mehr, die Aufregung vor einem Vortrag auszuhalten, an die bin ich gewohnt, auch wenn sie jedes mal doof ist, das gehört halt bei mir dazu - NTs nennen das Lampenfieber und normal.

      Lustig war vor allem, dass nur zwei Menschen verstanden, dass ich jetzt nicht auf die sichtbare Leistung stolz war, sondern dass ich es geschafft hatte, hier über ein echtes Problem, das mich schon lange begleitet, mal aktiv überlegend hinweg zu kommen.

      Diese Entscheidungshemmung, wenn "perfekt" und "im Ergebnis nicht garantiert" auswirft "beides ist nicht perfekt und nichts ist garantiert" betrifft bei mir alle Lebensbereiche, erst gestern erlebte ich das zu "sozial". Und folgte der in der FB bewusst entwickelten Entscheidungsroutine nach "Formulieren der Entscheidungsfrage, betrachten der konkreten Hemmnisse für das eine oder das andere, bedenken langfristiger Folgen - hier keine - wenn das eine oder das andere, und entschied mich bei "wenn sich eh beides falsch anfühlt, kann ich auch das machen, was sich besser anfühlt, auch wenn es sich nicht gut anfühlt".
      Denn die Erfahrung mittlerweile ist, WENN ich die Entscheidung erst mal nach dieser Entscheidungsroutine getroffen habe, wird es sich besser anfühlen, so oder so.

      Pefektion gibt es nicht, nur die Entscheidung, welches der Unperfekt man wählt - wobei "nicht Entscheiden und nicht handeln dann auch eine Wahl ist, zu "komplett unperfekt".

      modulo wrote:


      Darüberhinaus bezog ich mich nur auf Fragen die eine reine Informationsanfrage sind (hier war das Beispiel das etwaige Alters der Gruppenteilnehmer, was auch nicht gegen den Datanschutz verstößt, wenn man z.B. 30-40 angibt).
      Hier wird sich der Gefragte fragen, wieso du diese - aus seiner Sicht völlig irrrelvante - Information willst. Bei Gruppenarbeiten geht es ja darum, mit vielen unterschiedlichen Menschen in einer Gruppe arbeiten zu lernen.
      Alle, die da sind, erfüllen diie Voraussetzung zur Teilnahme. Diese Information ergbt sich aus "sie nehmen Teil".
      Im schlimmsten Fall wird dir jemand "potenziell andere diskriminierend aufgrund des ihm zu jungen oder zu alten Alters" hineininterpretieren.
      Alter besagt ja nichts darüber, wie gut man mit jemandem klarkommt, ob derjenige nett ist, sich benehmen kann, wie geistig beweglich der ist oder wie hier mit so jemandem gearbeitet werden kann.
      Mindestens wird diese Frage auf der anderen Seite irritiert haben, weil die Idee, das allein die Information einen sich etwas sicherer in der allgemeinen inneren Unsicherheit fühlen lässt, dort völlig unvorstellbar ist. Und dazu im Kontext Uni, was "sich stänndig andernde Gruppenzusammensetzungen" bedeutet, sowieso.
      Insofern dort keine Idee, "was diese Frage soll".

      Also "Können Sie mir bitte ein paar Informationen zur Gruppe geben, falls diese Ihnen bekannt sind und Sie Zeit dafür haben? Ich bin Asperger und fühle mich oft sehr unsicher, wenn gleichzeitig zu viel "neu und bisher unbekannt" verarbeitet werden muss. Es gibt mir etwas innere Sicherheit, wenn ich schon ein bisschen über die Zusammensetzung der Gruppe weiß, mir hier ein Bild machen kann, wie sie aussieht.
      Vielen Dank und herzliche Grüße

      Nur wissen oft auch Professoren gar nicht, wie sich die Gruppen zusammensetzen werden, einfach weil sie das vorher gar nicht beachten, wenn die Anmeldungen kommen. Sie haben ja kein Problem mit "Viele Unbekannte auf einmal".
      Müssten also, um die Frage zu beantworten, erst mal die Anmeldungen durchsehen, nach den abgefragten Kriterien durchgehen, das zusammenfassen - also aus ihrer Sicht Zeit und Energie aufbringen für etwas aus ihrer Sicht völlig Unnötiges, wo wichtiges anderes zu tun ist.
      Und betrachten dann allein so eine Frage schon als "Zumutung".
      Liebe braucht Mut
      worldometers.info/
      Gegen Komplexität kann man nicht demonstrieren (scobel)
      ted.com/talks/stephanie_busari…urce=facebook&language=de
      youtube.com/watch?v=I79fZFvz9JA
    • Slim wrote:

      Ja, am ärgerlichsten finde ich es auch, dass nicht einmal solche trivialen Fragen beantwortet werden. Man erwartet ja keinen Bericht oder ähnlich aufwendige Antworten wie etwa Mittelwert und Varianz auf die dritte Nachkommastelle, wenn man etwa nach dem Alter der Teilnehmer fragt, ein Satz genügt.
      Es ist schon richtig zeitaufwendige Arbeit die man leisten muss. Es wird nicht nur eine Frage gestellt und es sind viele Leute. Es gibt auch Datenschutz, wo ich meine das Alter fällt darunter.
      Ich habe es so geregelt, dass die Vereine Infos rausgeben, z.B. wie groß die Gruppe ist und was es kostet usw..
      Was hat das denn mit Datenschutz zu tun, wenn man kurz (zwei bis drei Sätze) auf eine Anfrage-Mail sowas antwortet wie
      "Hallo XY. Schön, dass du Interesse an unserer Gruppe hast. Die Gruppe ist vom Alter her sehr durchmischt (zwischen 15 und 65 Jahren)." oder "Hallo XY. In unserer Gruppe sind vorwiegend Menschen zwischen 20 und 35 Jahren. Du bist jederzeit herzlich willkommen."

      Wenn man nicht bereit ist, die Zeit für solche Anfragen aufzuwenden, würde ich eine solche Person nicht für geeignet für eine Selbsthilfegruppenleitung halten, da offenkundig null Interesse am Gegenüber da ist und auf dieses einzugehen.

      Ich habe damals genau diese eine Frage gestellt (und keine andere). Wie das in deiner Gruppe ist, ist etwas anderes. Wieso schreibst du über deine eigenen Begebenheiten so verallgemeinernd? ("es wird nicht nur eine Frage gestellt).
    • Slim wrote:

      Das macht mir Spaß, das interessiert mich, da habe ich etwas von
      Findet (bzw. fand, da sie ja abgeschafft wurde) die SHG für dich statt oder für die Teilnehmer? :roll:


      Slim wrote:

      Fragen zu beantworten im Vorfeld ist für mich ein reiner Dienstleisterjob und sozialer Komponente. Mich überfordert das auch emotional, ich komme mir dabei vor als würde ich die Leute an die Hand nehmen, muss denen ihre Ängste nehmen usw.. Das lehne ich ab.
      8o
      Wie kannst du denn allen Ernstes mit so einer Einstellung eine SHG leiten? Wahnsinn. Als Leiter eine SHG muss man doch auch zwischen den Teilnehmern vermitteln, darauf achten, dass alles gerecht zu geht etc. Wenn schon eine Mail von 3 Sätzen zu viel ist, wie sieht das dann mit der Koordination der SHG und dem Eingehen auf die Teilnehmer aus?

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