Lohnsteuerjahresausgleich

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • FruchtigBunt wrote:

      Ich glaube, die meisten Bürger haben einfach nur ziemlich wenig Ahnung vom Steuerrecht
      Ja, aber wenn ich damit nichts beruflich zu tun hätte, würde mich das auch nicht groß interessieren. Also kann ich das keinem verdenken. Plus genau das erhält meinen Arbeitsplatz dann. :d
      "Sir! We are surrounded!"
      "Excellent! Now we can attack in ANY direction!"
    • KingofNothing wrote:

      FruchtigBunt wrote:

      Ich glaube, die meisten Bürger haben einfach nur ziemlich wenig Ahnung vom Steuerrecht
      Ja, aber wenn ich damit nichts beruflich zu tun hätte, würde mich das auch nicht groß interessieren. Also kann ich das keinem verdenken. Plus genau das erhält meinen Arbeitsplatz dann. :d
      Mich interessiert das, obwohl ich beruflich damit nie was zu tun hatte. :d Ich gehe aber auch 'gerne' mit Zahlen und Gesetzen um und wenn ich ein paar Euro rausschlagen kann, bin ich auch sofort dabei. Das ist wie eine Art rätselhafte Matheaufgabe, die ich dann lösen will. :o Das ist doch super, wenn man am Ende sogar Geld dafür kriegt. Ich würde mich aber als Bürger dafür interessieren, denn es geht doch ums eigene Geld. Wenn ich z. B. grob überschlage, was jemand an Steuererstattung zurückbekommen könnte und die Person sagt dann, dass es ihr den Aufwand nicht wert ist, um 100 oder 200 EUR Steuern zurück zu erhalten, kann ich das nicht verstehen. Ich würde vermutlich sogar wegen 5 EUR eine Steuererklärung machen (wobei ich glaube, man bekommt erst ab einem bestimmten Betrag dann was ausgezahlt, also ab dem würde ich die Erklärung abgeben).

      Wenn die Steuererklärung wegen Mieteinnahmen etc. komplizierter wird, würde ich die aber wohl auch nicht mehr selbst machen. Ich bin damals schon wegen der RiesterRente und Bausparvertrag fast ausgetickt und da waren es nur zwei zusätzliche, relativ überschaubare Formulare.
    • FruchtigBunt wrote:

      Ich bin damals schon wegen der RiesterRente und Bausparvertrag fast ausgetickt und da waren es nur zwei zusätzliche, relativ überschaubare Formulare.
      Riester ist ein furchtbares Thema. Die Paragraphen dazu sind nichtmal Teil der Ausbildung und sie sind einigermaßen kompliziert. Altersvorsorgeaufwendungen nach §10a EStG sind nicht mein Lieblingsthema. :d (auch beim Finanzamt passierten da regelmäßig Fehler bisher bei den Bescheiden, die ich zur Prüfung bekam)
      Ein bisschen Miete ist gar nicht so schlimm, kommt aber auf den Arbeitsaufwand an. Bei kleinen Vermietungssachen sind das auch nur 3-4 Felder im Formular, die man ausfüllt.

      Für normale Arbeitnehmer lohnt sich die Steuererklärung in aller Regel wenn man hohe Werbungskosten hat (z.B. jeden Tag weit fahren muss zur Arbeit) oder hohe außergewöhnliche Belastungen (z.B. Krankheitskosten) oder Dinge im und ums Haus herum hat machen lässt (Handwerker, Gartenpflege, häusliche Hilfe etc.). Das sind so die Hauptpunkte, die der Arbeitgeber bei der Lohnsteuer natürlich nicht berechnet hat und wodurch man dann sogar ordentlich etwas wiederbekommen kann. Das geht sogar noch rückwirkend für 3-4 Jahre. D.h. bei jemandem, der das nicht gemacht hat bisher, kann sich ein Steuerberater definitiv lohnen.

      Allerdings: wenn man sie einmal abgegeben hat, wird das Finanzamt auch in künftigen Jahren auffordern. Selbst wenn dabei dann nichts rauskommt, muss man sie dann trotzdem machen. Bis sie dann irgendwann von selbst keine mehr haben wollen. :d
      "Sir! We are surrounded!"
      "Excellent! Now we can attack in ANY direction!"

      The post was edited 4 times, last by KingofNothing ().

    • FruchtigBunt wrote:

      Ich würde vermutlich sogar wegen 5 EUR eine Steuererklärung machen
      Das würde ich definitiv nicht. Selbst wenn ich damit nur eine Stunde verbringe, ist das ein total mieser Stundenlohn.

      KingofNothing wrote:

      Allerdings: wenn man sie einmal abgegeben hat, wird das Finanzamt auch in künftigen Jahren auffordern. Selbst wenn dabei dann nichts rauskommt, muss man sie dann trotzdem machen. Bis sie dann irgendwann von selbst keine mehr haben wollen.
      Das ist natürlich doof. Aber dann würde ich nur das Hauptformular ausfüllen und mich nicht mehr mit dem ganzen Kleinkram befassen, der kaum was bringt.
      So ungefähr das 20:80-Prinzip: mit 20% Aufwand 80% erreichen.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
    • Garfield wrote:

      FruchtigBunt wrote:

      Ich würde vermutlich sogar wegen 5 EUR eine Steuererklärung machen
      Das würde ich definitiv nicht. Selbst wenn ich damit nur eine Stunde verbringe, ist das ein total mieser Stundenlohn.
      Na ja, wenn man ansonsten überhaupt keinen Stundenlohn hat, ist das doch ein Zugewinn. Generell halte ich aber eine Abwägung des Energieeinsatzes für sinnvoll. Bei anderen Angelegenheiten nahm ich so viel Energieeinsatz in Form von Wut/Ärger auf mich, nur wegen 50 Cent oder so. Da muss ich zugeben, dass der Gewinn wirklich in überhaupt keinem angemessenen Verhältnis zu den negativen Folgen stand. Aber wenn ich mich zehn Stunden mit den Einkommenssteuergesetzen beschäftigt habe, denk ich mir danach eher, dass ich sehr froh bin, nicht so einen komplizierten Beruf zu haben und dann bin ich am Ende auch ein bisschen stolz auf mich, dass ich die Regelungen verstanden habe, also es wertet beim Selbstwertgefühl etwas auf. Von daher denke ich, dass die negativen Aspekte (Zeiteinsatz) zumindest nicht überwiegen. Ich habe aktuell ja auch relativ viel Zeit, so dass es nicht so schlimm ist, wenn ich mal ein Wochenende an der Steuererklärung sitze.
    • KingofNothing wrote:

      Allerdings: wenn man sie einmal abgegeben hat, wird das Finanzamt auch in künftigen Jahren auffordern. Selbst wenn dabei dann nichts rauskommt, muss man sie dann trotzdem machen. Bis sie dann irgendwann von selbst keine mehr haben wollen. :d
      Das ist so nicht richtig bzw. in meinem Fall wurde das noch nie so gemacht. Ich habe immer wieder zwischenzeitlich nur dann Steuererklärungen eingereicht, wenn ich vorher berechnet hatte, dass ich etwas zurückerstattet bekomme. In den Jahren dazwischen habe ich keine Steuererklärung eingereicht. Ich bin dazwischen nie zur Steuererklärung aufgefordert worden. Ich glaube, die Finanzämter haben viel zu viel zu tun, um einen dann aufzufordern, wobei die einen doch eh nur dann auffordern dürfen, wenn man der Steuererklärungspflicht unterliegt, oder?
    • FruchtigBunt wrote:

      Ich glaube, die Finanzämter haben viel zu viel zu tun, um einen dann aufzufordern, wobei die einen doch eh nur dann auffordern dürfen, wenn man der Steuererklärungspflicht unterliegt, oder?
      Eigentlich ja. Aber die Erklärungspflicht fängt schon viel früher an, als die meisten denken (als Beispiel ein Teil des Jahres Arbeitslosengeld/Krankengeld zu beziehen, reicht aus). Allerdings wenn das Finanzamt auffordert, ist man damit dann auch schon an sich verpflichtet. Das meiste ist dort inzwischen elektronisch, auch die Prüfung selbst. Es werden nicht mehr alle eingereichten Erklärungen von einem tatsächlichen Menschen geprüft, sondern nur, wenn sich größere Abweichungen ergeben oder wenn man Pech/Glück hat, weil sie trotzdem mindestens stichprobenartig prüfen müssen.
      Theoretisch ist man im System sobald man einmal abgegeben hat. Aber wenn man ständig nur Geld wiederbekommt oder die Erklärung sowieso eine Steuer von 0 ergibt (weil man mit allen Einnahmen und Ausgaben den Grundfreibetrag nicht überschreitet), werden sie nicht auffordern, weil das dann trotzdem Arbeit verursacht. Das wird dann so im System auch hinterlegt sein, dass da keine Aufforderung nötig ist. Vorallem, wenn man nur "normaler" Arbeitnehmer ist und keine Vermietung oder ein Gewerbe, etc. hat, da schauen sie dann schon eher hin und fordern öfter auf, auch wenns in den Vorjahren 0 war. Als Angesteller/Arbeiter fällt man ganz oft da wieder raus, weil das eigentlich auch so gedacht war.
      "Sir! We are surrounded!"
      "Excellent! Now we can attack in ANY direction!"

      The post was edited 2 times, last by KingofNothing ().

    • KingofNothing wrote:

      FruchtigBunt wrote:

      Ich glaube, die Finanzämter haben viel zu viel zu tun, um einen dann aufzufordern, wobei die einen doch eh nur dann auffordern dürfen, wenn man der Steuererklärungspflicht unterliegt, oder?
      Eigentlich ja. Aber die Erklärungspflicht fängt schon viel früher an, als die meisten denken (als Beispiel ein Teil des Jahres Arbeitslosengeld/Krankengeld zu beziehen, reicht aus). Allerdings wenn das Finanzamt auffordert, ist man damit dann auch schon an sich verpflichtet. Das meiste ist dort inzwischen elektronisch, auch die Prüfung selbst. Es werden nicht mehr alle eingereichten Erklärungen von einem tatsächlichen Menschen geprüft, sondern nur, wenn sich größere Abweichungen ergeben oder wenn man Pech/Glück hat, weil sie trotzdem mindestens stichprobenartig prüfen müssen.Theoretisch ist man im System sobald man einmal abgegeben hat. Aber wenn man ständig nur Geld wiederbekommt oder die Erklärung sowieso eine Steuer von 0 ergibt (weil man mit allen Einnahmen und Ausgaben den Grundfreibetrag nicht überschreitet), werden sie nicht auffordern, weil das dann trotzdem Arbeit verursacht. Das wird dann so im System auch hinterlegt sein, dass da keine Aufforderung nötig ist. Vorallem, wenn man nur "normaler" Arbeitnehmer ist und keine Vermietung oder ein Gewerbe, etc. hat, da schauen sie dann schon eher hin und fordern öfter auf, auch wenns in den Vorjahren 0 war. Als Angesteller/Arbeiter fällt man ganz oft da wieder raus, weil das eigentlich auch so gedacht war.
      Ich vermute ganz stark, dass im Gegenstück zu Elster, das das Finanzamt verwendet, hinterlegt ist, wer der Steuererklärungspflicht unterliegt und wer nicht und dass die Aufforderungen dann nicht an diejenigen rausgehen, die der Steuererklärungspflicht nicht unterliegen. Ich hatte in der Vergangenheit aber z. B. auch schonmal angefragt, ob ich der Steuererklärungspflicht unterliege (weil ich mir zwischenzeitlich unsicher war - ist nun geklärt), und da hatte mir niemand geantwortet.
      Ich hörte aber mal von einer Bekannten, die dachte, sie müsste keine Steuererklärung machen (war vermutlich ein komplizierter Fall, da bei einer internationalen Firma angestellt und noch andere Dinge dazukamen) und dann wollte das Finanzamt rückwirkend sehr viel Geld. Ich weiß nicht, wie viele Jahre die rückwirkend Geld forderten, aber die Person musste deswegen sogar ihre Wohnung aufgeben und Schulden machen. Sie muss aber auch sehr gut verdient haben. Trotzdem verstehe ich nicht ganz, wieso so viel nachgefordert wurde. Vielleicht wurde vorher auch gar keine Lohnsteuer abgeführt wegen dieser besonderen Art des Arbeitsverhältnisses und dann wurde festgestellt, dass die Arbeit doch lohnsteuerpflichtig ist und dann wurde die reguläre Lohnsteuer abgezogen. Dadurch kommt man vielleicht wirklich auf ein paar Zehntausend Euro in einigen Jahren.
    • Kleiner Tip, falls es wem nicht bekannt ist... Wem Steuerberater zu teuer sind, der kann schauen, ob für ihn ein Lohnsteuerhilfeverein in Frage kommt. Die darf man nur in Anspruch nehmen, wenn man Einkommen ausschließlich aus folgenden Quellen hat:

      Wenn das auf einen zutrifft lohnt es sich in den meisten einfachen Fällen das dort in Anspruch zu nehmen.
    • KingofNothing wrote:

      Aber die Erklärungspflicht fängt schon viel früher an, als die meisten denken (als Beispiel ein Teil des Jahres Arbeitslosengeld/Krankengeld zu beziehen, reicht aus).
      In so einem Fall sollte aber sowieso jeder von sich aus eine Erklärung abgeben.
      Denn in den Zeiten der Arbeitslosigkeit hat man ja keine Lohnsteuer zahlen müssen. Und die Monate, wo man Steuern gezahlt hat, wurden die berechnet, als würde man das ganze Jahr arbeiten.
      Ich habe in solchen Jahren meist die komplette Lohnsteuer zurückbekommen, ohne irgendwelche sonstigen Ausgaben anzugeben - allein durch die Verteilung der Steuerlast auf das ganze Jahr.

      PS: Steuerberater ist in meinem Fall auch der Lohnsteuerhilfeverein. Dort zahlt man je nach Einkommenshöhe.
      Beim echten Steuerberater zahlt man meines Wissens den Aufwand, den dieser eben hat. Bei meinem Vater mit seiner niedrigen Rente haben die Rückzahlung und die Rechnung des Steuerberaters sich gegenseitig aufgehoben. :/
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
    • Hendrik wrote:

      Kleiner Tip, falls es wem nicht bekannt ist... Wem Steuerberater zu teuer sind, der kann schauen, ob für ihn ein Lohnsteuerhilfeverein in Frage kommt. Die darf man nur in Anspruch nehmen, wenn man Einkommen ausschließlich aus folgenden Quellen hat:

      Wenn das auf einen zutrifft lohnt es sich in den meisten einfachen Fällen das dort in Anspruch zu nehmen.
      Von diesen Vereinen las ich schon, aber mir war nie so ganz klar, dass die eigentlich etwas Ähnliches wie ein Steuerberater tun. Noch schlage ich mich alleine durch diesen Steuerdschungel, aber ich behalte es mal im Hinterkopf.

      Ich weiß, dass man z. B. bei der Gewerkschaft (bei manchen) auch kostenlos Steuerberatung in Anspruch nehmen kann. Das fällt mir jetzt ein. Inwiefern die was taugt, weiß ich nicht. Ich bin direkt wieder aus der Gewerkschaft ausgetreten, als ich merkte, wie unfähig die darin waren, meine Belange überhaupt nur zu verstehen.
    • Garfield wrote:

      KingofNothing wrote:

      Aber die Erklärungspflicht fängt schon viel früher an, als die meisten denken (als Beispiel ein Teil des Jahres Arbeitslosengeld/Krankengeld zu beziehen, reicht aus).
      In so einem Fall sollte aber sowieso jeder von sich aus eine Erklärung abgeben.Denn in den Zeiten der Arbeitslosigkeit hat man ja keine Lohnsteuer zahlen müssen. Und die Monate, wo man Steuern gezahlt hat, wurden die berechnet, als würde man das ganze Jahr arbeiten.
      Ich habe in solchen Jahren meist die komplette Lohnsteuer zurückbekommen, ohne irgendwelche sonstigen Ausgaben anzugeben - allein durch die Verteilung der Steuerlast auf das ganze Jahr.

      Ach, jetzt verstehe ich das erst. 8o Das ist ja interessant zu wissen. Mist, da hätte ich jemandem vermutlich helfen können, Steuern zurückzuholen. Aber gut zu wissen. :thumbup:
    • Garfield wrote:

      Denn in den Zeiten der Arbeitslosigkeit hat man ja keine Lohnsteuer zahlen müssen. Und die Monate, wo man Steuern gezahlt hat, wurden die berechnet, als würde man das ganze Jahr arbeiten.
      Das stimmt. Aber das scheint wohl nicht immer der Fall zu sein. Wenn die Lohnsteuer halt nicht auf das ganze Jahr berechnet wird vom Arbeitgeber, kann es leicht passieren, dass man sogar nachzahlen muss. Arbeitslosengeld usw. unterliegt dem Progressionsvorbehalt. D.h. es ist zwar selbst steuerfrei, erhöht aber den Steuersatz für den Rest, den man verdient hat, der nicht steuerfrei ist.
      Wenn die Lohnsteuer aber für das ganze Jahr berechnet ist, lohnt sich eine Steuererklärung aber.
      "Sir! We are surrounded!"
      "Excellent! Now we can attack in ANY direction!"
    • Ich hatte schon etliche Arbeitgeber, die sich das Jahr mit dem Arbeitsamt geteilt haben. Und immer haben die den ganz normalen Steuersatz genommen - also so als würde ich das ganze Jahr bei denen arbeiten.
      Alles Andere wäre ja auch unglaublich unpraktisch, weil die vorher wissen müssten, wie lange ich vorher keine Steuern gezahlt habe und im schlimmsten Fall auch noch, ob und wann sie mich vielleicht doch wieder kündigen, wodurch ich wieder beim Amt landen würde. Nee, da würde ich als Arbeitgeber auch den normalen Steuersatz abziehen und auf die zu machende Steuererklärung oder den beim Finanzamt zu beantragenden Freibetrag verweisen.

      Ich glaub, ich muss mich korrigieren.
      Steuerberater sind ähnlich gierig wie Makler und berechnen ihren Satz auch nach der Höhe des Einkommens, ohne Grenze nach oben.
      Das versteh ich immer nicht - warum können die nicht einfach Stundensätze berechnen?
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_

      The post was edited 1 time, last by Garfield ().

    • Garfield wrote:

      Ich glaub, ich muss mich korrigieren.
      Steuerberater sind ähnlich gierig wie Makler und berechnen ihren Satz auch nach der Höhe des Einkommens, ohne Grenze nach oben.
      Das versteh ich immer nicht - warum können die nicht einfach Stundensätze berechnen?
      Die Frage hast du doch schon beantwortet ;) Weil sie gierig sind und weil sie es können. Das Steuerrecht ist so kompliziert, dass einige beflissene Bürger auf jeden Fall eine Steuererklärung machen wollen, aber es intellektuell nicht hinbekommen oder weil Steuerrückzahlungen zu erwarten sind und das ebenfalls ohne Hilfe meist nicht möglich ist. Der Steuerberater nutzt diese Situation vermutlich einfach aus.
    • KingofNothing wrote:

      Garfield wrote:

      Denn in den Zeiten der Arbeitslosigkeit hat man ja keine Lohnsteuer zahlen müssen. Und die Monate, wo man Steuern gezahlt hat, wurden die berechnet, als würde man das ganze Jahr arbeiten.
      Das stimmt. Aber das scheint wohl nicht immer der Fall zu sein. Wenn die Lohnsteuer halt nicht auf das ganze Jahr berechnet wird vom Arbeitgeber, kann es leicht passieren, dass man sogar nachzahlen muss. Arbeitslosengeld usw. unterliegt dem Progressionsvorbehalt. D.h. es ist zwar selbst steuerfrei, erhöht aber den Steuersatz für den Rest, den man verdient hat, der nicht steuerfrei ist.Wenn die Lohnsteuer aber für das ganze Jahr berechnet ist, lohnt sich eine Steuererklärung aber.
      Das gilt übrigens auch für Krankengeld, Übergangsgeld und ähnliche Lohnersatzleistungen. Und es besteht dann eine Pflicht, eine Steuererklärung abzugeben.
      Nobody expects the spanish inquisition!
    • Garfield wrote:

      Das ist ja nicht der Grund, sondern das Mittel zum Zweck.
      Ups, ja, die Formulierung war falsch, die Beziehung ist nur mittelbar. Weil sie an die StBVV gebunden sind, wird die Abrechnung so gemacht, wie sie ist um das Maximum rauszuholen.

      Aber ich würde auch keinem empfehlen zum StB zu gehen, der nicht wirklich komplexe Sachverhalte hat. Die Abrechnung bei StB orientiert sich an Gutverdienern und Firmen. Ich glaube ohne das ist man bei Lohnsteuerhilfevereinen und ähnlichem besser aufgehoben.