Was ist Selbstliebe für Euch?

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    • Was ist Selbstliebe für Euch?

      Was ist eigentlich Selbstliebe für Euch?

      Gibt es hier jemanden, der/die unumwunden von sich sagen würde: ich liebe mich selbst, so ohne wenn und aber? Ich meine jetzt nicht, Selbstakzeptanz. Das ist für mich noch eine Stufe davor. Ich meine wirkliche Selbstliebe, wobei ich hier schon daran hänge, mir diesen Zustand überhaupt konkreter vorstellen zu können.

      Wie definiert sich Selbstliebe, wie fühlt es sich an und wie kommt man da hin, konkret. Über die Emotionen (na toll :irony: ), über die Veränderung der Sicht auf sich selbst, über Einstellungsänderung zu sich selbst, zum Leben an sich, über Achtsamkeit- und dann? Dann hat man viel erfühlt und viel verstanden- bestenfalls.

      Dann muss man ins Tun kommen. Veränderung erschaffen. Sein Leben, seine Umgebung, seine Mitmenschen so aussuchen, dass man seiner Selbstliebe gerecht wird. Geht das für jeden? Ich glaube, das Tun hört sich einfacher an, als es ist. In der Welt der Abhängigkeiten.

      Ich kann vieles an mir akzeptieren, anderes sehe ich eher kritisch. Ich würde nicht sagen, dass ich mich nicht mag, aber Selbstliebe? Was ist der Unterschied zwischen Selbstliebe und "ich mache, was ich will!?, also Egoismus? Kann wirklich jeder das Leben leben, von dem er meint, dass es seiner Selbstliebe gerecht wird? Traumjob, Traumwohnung- hm. Woher nehmen und nicht stehlen? (RW)
      Was ist mit Selbstkritik? Ein gesundes Maß davon braucht man doch, um sich zu entwickeln. Wenn Selbstliebe volle Selbstakzeptanz bedeutet, was ist mit den Seiten an mir, die verbesserungswürdig sind- die gibt es immer und bei jedem, meiner Meinung nach.

      Was sind Eure Gedanken dazu?
    • Über Selbstliebe hab ich zwar auch schon einiges gelesen, aber ich kann damit irgendwie nichts anfangen, liegt vielleicht am Begriff. Ich lerne gerade erstmal, mich nicht mehr selbst abzulehnen, weil ich nicht so bin, wie andere mich haben wollen. Das lerne ich darüber, dass ich mich selbst besser kennenlerne (unter anderem durch vieles Lesen über AD(H)S und AS).

      Wenn ich in einer konkreten Situation "zu mir stehe", merke ich, dass ich mich sicher innerlich fühle. Standhaft, nicht umzupusten von der Rückmeldung der anderen Person. Ich stehe mir selbst zur Seite. Das erlebe ich jetzt hin und wieder, ist ziemlich neu für mich. Wenn das irgendwann der Normalzustand würde, damit hätte ich schon viel erreicht. Vielleicht ist das ja auch "Selbstliebe".

      The post was edited 1 time, last by Lefty ().

    • Nach meiner Diagnose habe ich gerade mal aufgehört mich selbst zu hassen. Das habe ich sehr lange getan, weil ich mich für eine Versagerin gehalten habe. :(

      Seitdem ich weiß, dass ich für die Voraussetzungen, unter denen ich angetreten bin, doch einiges geleistet habe, bin ich wesentlich gnädiger zu mir selbst, und ich arbeite daran, mich selbst so zu akzeptieren wie ich bin, und mein Leben so zu gestalten, dass es mir gut geht!

      Von Selbstliebe bin ich da noch ziemlich weit entfernt, aber ich hoffe da eines Tages hinzukommen! :)
    • Das stellt sich für mich als erstes die Frage : Was ist liebe ? Wie definiere ich das für mich ...
      mich selbst zu akzeptieren und respektieren ist schon viel ...
      Es war ein langer Weg ( 12 Jahre ) bis jetzt um mich so annehmen zu können wie ich bin.
      Meine Formel mit der ich arbeite ist :
      Ich bin die ich bin , so wie ich bin , dann wenn ich es bin .
      Das schließt alles mit ein.Von schön bis hässlich und gut bis böse . Ich bin Mensch und damit nicht vollkommen.
      Das alles gestehe ich auch anderen Menschen zu.
      ja ... ich denke ich liebe mich
    • Ich finde das Thema ziemlich schwierig, weil es sehr in die Emotionen geht und für mich somit irgendwie schwer zu fassen ist.

      Ich muss immer eine Art "missing link" überbrücken, wenn ich vom Kopf ins Herz will, also vom Denken ins Fühlen. Ich muss erstmal verstehen, was gemeint ist, dann kann ich in mir nach einer Emotion suchen. Manchmal geht das, manchmal nicht.

      Angst erkenne ich ohne Überbrückungshilfe, Liebe (für andere) auch, alles dazwischen wird kompliziert. Ich habe zum Glück viel Liebe bekommen. Ich kenne aber -bewusst- wie gesagt eher die Liebe für die Menschen, die mir sehr nahe sind. Die, die von anderen zu mir kommt, spüre ich auch sehr intensiv- naja meistens. Als ich jünger war, habe ich mich da durchaus auch mal geirrt.

      Aber zu mir selbst? Darüber habe ich bis vor einiger Zeit nicht mal nachgedacht. Der Bezug zu mir selbst ist eher rational. Ich stelle fest, dies oder jenes an mir oder in mir oder in meinem Leben ist ok, anderes eher suboptimal. Wenn mich das, was suboptimal ist, stört, überlege ich mir eine Strategie, wie ich es ändern könnte.
    • Ani wrote:

      Ich finde das Thema ziemlich schwierig, weil es sehr in die Emotionen geht und für mich somit irgendwie schwer zu fassen ist.

      Ich muss immer eine Art "missing link" überbrücken, wenn ich vom Kopf ins Herz will, also vom Denken ins Fühlen. Ich muss erstmal verstehen, was gemeint ist, dann kann ich in mir nach einer Emotion suchen. Manchmal geht das, manchmal nicht.

      Angst erkenne ich ohne Überbrückungshilfe, Liebe (für andere) auch, alles dazwischen wird kompliziert. Ich habe zum Glück viel Liebe bekommen. Ich kenne aber -bewusst- wie gesagt eher die Liebe für die Menschen, die mir sehr nahe sind. Die, die von anderen zu mir kommt, spüre ich auch sehr intensiv- naja meistens. Als ich jünger war, habe ich mich da durchaus auch mal geirrt.

      Aber zu mir selbst? Darüber habe ich bis vor einiger Zeit nicht mal nachgedacht. Der Bezug zu mir selbst ist eher rational. Ich stelle fest, dies oder jenes an mir oder in mir oder in meinem Leben ist ok, anderes eher suboptimal. Wenn mich das, was suboptimal ist, stört, überlege ich mir eine Strategie, wie ich es ändern könnte.
      das wichtigste aus meiner Sicht ist sich erst mal selbst kennen zu lernen ... mit allen was da ist ... dann kommt die selbst Akzeptanz... danach respektiere ich mich wie ich bin ... dann kommt die Liebe zu einem selbst ... Was ist den das selbst ? ... das bin ich !
      @Ani ... ich verstehe gerade nicht wieso liebe eine Emotion für dich ist ...oder sind Emotionen = Gefühl für dich ?

      The post was edited 1 time, last by faithira ().

    • Bei Selbstliebe denke ich zuerst an Narzissmus. Desweiteren finde ich ist Liebe ein tiefgehendes Gefühl. Für mich ist das einzigste tiefgehende Gefühl Wut, Ärger, Meltdown.
      Liebe setzt Interesse und Zuneigung voraus. Das kommt eher selten vor bei mir.
      Wenn dann müsste die Geschichte übern Kopf laufen.
    • Selbstliebe .... ein ganz schwieriges Thema für mich. Ich befinde mich hier fast immer in einem Konflikt mit mir selbst.
      D.h. Wenn man mich fragt, was magst du selbst am meisten an Dir, dann antworte ich, meinen Kopf ... mein logisches Denkvermögen, meine Wahrheitsliebe ... doch dieses sind die Dinge die mich in meinem sozialen Umfeld so oft zu einer ausgestoßenen machen. Ich kann es nicht wirklich erfassen.... ich will mich hier nicht ändern und bin sogar stolz auf viele Dinge die ich gesagt oder getan habe, einfach weil ich weiß, das sie meinem moralischem Verständnis nach richtig und gut waren... weh tut die Ablehnung trotzdem...

      The post was edited 2 times, last by WhyWhyWhy ().

    • faithira wrote:

      ich verstehe gerade nicht wieso liebe eine Emotion für dich ist ...oder sind Emotionen = Gefühl für dich ?
      Ich habe gelernt, dass ein Gefühl etwas ist, was man nur spürt (irgendwo im Körper). Das, was man benennen kann, nennt man Emotion. Also nehmen wir Liebe: ich spüre ein warmes Gefühl in der ganzen Brust, das ist ein Gefühl. Die Emotion dazu heißt Liebe.
      Oder Wut: dieser Knoten im Bauchraum ist ein Gefühl, die Emotion dazu ist Wut. Manchmal kann man rein über das Gefühl eine Emotion identifizieren, wenn man in sich hineinspürt.
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      Ani wrote:

      faithira wrote:

      ich verstehe gerade nicht wieso liebe eine Emotion für dich ist ...oder sind Emotionen = Gefühl für dich ?
      Ich habe gelernt, dass ein Gefühl etwas ist, was man nur spürt (irgendwo im Körper). Das, was man benennen kann, nennt man Emotion. Also nehmen wir Liebe: ich spüre ein warmes Gefühl in der ganzen Brust, das ist ein Gefühl. Die Emotion dazu heißt Liebe.Oder Wut: dieser Knoten im Bauchraum ist ein Gefühl, die Emotion dazu ist Wut. Manchmal kann man rein über das Gefühl eine Emotion identifizieren, wenn man in sich hineinspürt.
      @Ani danke für deine Antwort...
      das möchte ich jetzt gerne in mir überprüfen
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      Ani wrote:

      Was ist eigentlich Selbstliebe für Euch?
      ganz einfach wenn mann kein anderer mensch sein will

      viele leute wollen ein anderer mensch sein nich sie selber die können sich selber nich leiden

      also ich mag mich auch wenn mir nich alles gefällt
      aber von Emotionen hab ich keine ahnung :?
      ich denke das nur so
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      Seltsamerweise mag ich mich nicht in allem, noch nicht, aber ich will dennoch nicht x oder y sein. Ich möchte in meiner Haut bleiben trotz allem.
      Manchmal will ich so viel Glück wie x oder y, aber nicht er oder sie ganz sein.
      "Wie kann es sein, dass ein solch subjektives Element wie ein Beobachter (Mensch) die Wirklichkeit definiert?"
      (Schrödinger lässt grüßen :) )
      ‚Der häufigste Fehler liegt in der Annahme, dass die Grenzen unserer Wahrnehmung auch die Grenzen des Wahrzunehmenden sind.’
      C.W. Leadbeater

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      Selbstliebe - - - Selbst... Liebe.

      Ich habe zwar viel in meinem Leben einigermaßen / gut / sehr gut hinbekommen, jedoch habe ich mich selbst immer als Versager betitelt.
      Andere bekommen Dinge zwar nicht immer besser hin, jedoch ganz einfach Ressourcen schonender, um einiges sogar.
      Da ich mir gegenüber absolut Fehler intolerant bin habe ich sogar angefangen mich selbst abzustoßen, weil ich viele Dinge einfach gar nicht kann und auch nicht erlernen werde.

      Selbstakzeptanz habe ich seit meinem Verdacht Richtung AS, wenn es sich denn bestätigt.
      Das schreiende Kind hat also einen Namen bekommen (RW), welchen ist dabei zweitrangig.

      Aber ich kann wirklich nicht von Liebe ausgehen.


      Wobei ich jedoch absolut NIE jemand anderes sein möchte in meiner Person. Fähigkeit von A gefällt mir zwar. B kann dies gut. Aber ein anderes Sein? Nein.

      Emsherr :idea:

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      Zur Ausgangsfrage:

      Mmh...das ist wirklich schwierig zu erklären finde ich. Ich habe schon phasenweise Zustände die ich darunter fassen würde. Das ist das Gefühl des einfachen Seins, alles ist ok so wie es ist...an/in mir und auch bezüglich anderer. Es ist so eine gefühlte Verbundenheit mit mir selbst, meinem Körper, anderen Lebenwesen und der ganzen Welt. Es ist Ruhe in mir, Wohlfühlen, Akzeptanz...ja, schwierig zu erklären. :d

      Liebe ist sowieso ein gedankenbeladenes Konstrukt...ich würde die Grundemotion Freude darin sehen...etwas genießen und in diesem Fall sich selbst, das Leben, Fühlen, Wahrnehmen, Tun.

      Ich denke, dass es gewisse Bausteine auf dem Weg dorthin gibt. Der eine sehr wichtige ist die Selbstakzeptanz...oder auch die Akzeptanz aller Eigenschaften an sich. Das Ablegen von allgemeingültigen Bewertungen und Beurteilungen (außer dem, was mir gerade gut tut). So wie Tolle schreibt auch eine Beendigung der Identifizierung mit dem Verstand (das kann man ja unterschiedlich ausdrücken). Die Aufgabe eines Selbstbildes vielleicht und ein Wahrnehmen der Grundemotionen (im Gegensatz zu den Gefühlen, die an eine Beurteilung gekoppelt sind...wie zB Liebe :d ). Das Loslassen des Skriptes. Wenn man Liebe für sich selbst spürt so hat man Verständnis für sich...dann kann einen nichts von außen mehr angreifen...also man fühlt es nicht mehr tief in sich sich verteidigen zu müssen, etwas richtig zu stellen, man braucht kein Verständnis mehr zwingend vom Außen. Dann kann ich mit einem Lächeln sagen, dass ich gerne etwas anders hinbekommen hätte, mir etwas leid tut, der andere den besseren Weg im Kopf hat...ich lehne mich nicht mehr ab nur weil ich ein Mensch und nicht perfekt bin.

      Eines ist für mich eine Tatsache: wenn ich mich selbst liebe so fühle ich auch Liebe, Verständnis für andere...dann ist keine Abwehr mehr nötig, keine Beurteilung, kein Kampf. Dann darf alles einfach so sein und ich kann entstehende zwischenmenschliche Probleme zwar noch mit dem Verstand analysieren und lösen...aber es ist nicht tief in mir ein Kampf, es ist, als würde das nur an einer Oberfläche statt finden und tief in mir ist alles gut und verbunden. Mmh...wirklich schwer zu beschreiben. :d

      Ich finde, dass die Rede von Charlie Chaplin zu seinem Geburtstag es ganz gut trifft...jedenfalls so, wie ich sie verstehe. :)
      „Jenseits von richtig und falsch liegt ein Ort. Dort treffen wir uns.“
      Rumi

      The post was edited 1 time, last by kikilino ().