ambulante Psychotherapie

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    • Ani wrote:

      Matou wrote:

      Anschreien: Das habe ich mit Ärzten erlebt, Therapeuten wurden nur mittel-laut.
      Wow, ich habe schon viel erleben müssen, aber angeschrien wurde ich noch nie. Darf ich mal fragen, was der Auslöser dafür war, dass ihr angeschrien wurdet?

      "Mit mir wird nicht geschrien." Das ist eine sehr gute Reaktion. Ich weiß nicht, wie ich reagiert hätte, ich schätze mal, ich wäre sprachlos geworden.
      Hallo liebe@'Ani'

      Die meisten sind einfach zu arrogant um in den Dialog zu gehen.
      Hörte meistens, ich hätte keine Ahnung und das Team wuerde ausser Profis bestehen.
      Sie sagen mir immer was richtig oder falsch ist und was ich tun soll, statt Probleme, welche sie nicht haben zu akzeptieren, um mir zu helfen damit umzugehen.


      Wenn ich die Probleme welche sie nicht akzeptierten trotz Versuch weiterhin hatte, war ich angeblich bockig und man wollte mich erziehen.
      Spätestens wenn ich gar nicht mehr konnte und jemand brauchte wurde ich regelmäßig angeschrien. Dann kamen noch Sätze wie, ich solle Vertrauen, während ich hyperventilierte, Krampfte und mir Hilfe verwehrt würde, da ich Zähne zusammenbauen sollte.

      Da kann man auch auf einen Hasen einschlagen, da er nicht fliegt, da es Vögel auch koennen.
      Nichts anderes machen viele Profis, da sie jedes Krankheitsbild gleicbbehandeln und Überforderung als Bockigkeit sehen.

      Stattdessen waere es sinnvoller gewesen, wenn ich jemand haette, der die Problematik akzeptiert und mir hilft damit umzugehen.
      Selbst meine aktuelle Therapeutin, will mich pushen, da sie Fortschritte sehen will.
      Deswegen bekommt sie die eine Hälfte der Therapiestunden und ich die Andere, was schon ein Fortschritt ist.
      Da ihr es zu wenig ist, wollt sie meinen Teil auch noch, was nicht geht,
      da ich nachts immer noch durchdrehe, wenn Grenzueberschreitungen hochkommen, wobei sie auf meine Thematik so wenig eingeht wie die meisten davor.
      Bräuchte jemand, der mir bei den Problemen hilft die ich habe, mich nicht erziehen will und mir nicht nur erzählt was ich falsch mache.

      Die meisten 'Profis' die ich kenne erzählen nur, wie das Leben ist, ohne zu helfen damit umzugehen.

      Ich habe kein Vertrauen mehr in diese Profis.
      Im Grunde sind alle gleich
      In der Therapie verlernt man zu vertrauen.

      Ganz L. G. Daniel. :thumbup: :thumbup:

      The post was edited 2 times, last by Daniel1 ().

    • Lieber Daniel,

      es tut mir sehr leid, was Du da durchmachst. Ich kenne es auch, dass mich insb. "Fachleute" nicht verstehen, weil sie nicht über ihre gelernten Schemata hinaus denken können oder wollen.

      Akzeptanz von allen Seiten ist Voraussetzung dafür, dass man a: helfen kann und b: geholfen bekommt.

      Ich habe gelernt, dass man sehr klar kommunizieren muss, was man vom anderen braucht, wenn man Hilfe möchte. Eindeutig zu kommunizieren ist ja nicht immer so ganz unsere Stärke, gell
      Aber schriftlich sind doch die meisten von uns recht fit- Du ja auch.

      Als ich in Therapie war, habe ich mich also mal hingesetzt und habe mir folgendes aufgeschrieben:

      Welche Probleme habe ich konkret?
      Warum glaube ich, dass ich diese Probleme habe?
      Was würde mir helfen?
      Was hilft mir erfahrungsgemäß überhaupt nicht und warum nicht?

      Und:
      Was wünsche ich mir von meiner Therapeutin? Ganz konkret. Ich hatte dann am Ende zu jedem meiner Probleme ein Ergebnis. nach o.g. Schema.

      Das hat mir sehr geholfen, mir selbst klar darüber zu werden, was ich eigentlich konkret brauche und es hat in der Kommunikation mit meiner Therapeutin sehr geholfen, weil sie dann auch wusste, wie sie mir helfen kann.

      LG
    • Ich bin jetzt seit insgesamt 2,5 Jahren in Therapie und war im Sommer 10 Wochen in der Psychiatrie. Ob Therapie was bringt oder nicht, hing beim mir echt viel am Therapeuten, hab auch eine Therapie abgebrochen und bin jetzt wieder kurz davor. Gegen die Depression hat es zumindest geholfen. Und auch fürs Reden üben war es gut. Vor meiner ersten Therapie konnte ich gar kaum reden (schon gar nicht über Gefühle und so) und jetzt hab ich zumindest eine gewisse Grundkompetenz erworben, mit der ich mich im Alltag kommunikativ einigermaßen durchschlagen kann. Besonders gut kam ich mit den Therapeuten klar, die sich mit AS ein bisschen auskannten.

      Meine jetzige Therapeutin tut das leider gar nicht. Dauerstreit ist zwischen uns aktuell, ob meine permanente Anspannung von der Depression kommt (sagt sie) oder die Depression von der permanenten Anspannung (sage ich). Zur AS-Verdachtsdiagnose meiner Kinder- und Jugendlichentherapeutin und meines Hausarztes sagt sie einfach nur "Quatsch". Ich glaube sie hält mich immer noch für einen Storch, der einfach nur bisschen kaputt ist. Und übt mit mir positives Denken. Aber ein Pinguin kann sich hundert mal sagen: "Heute schaffe ich das mit dem Fliegen bestimmt." Er wird trotzdem jeden Tag kläglich abstürzen. Es sei denn, er hört endlich mit diesen halsbrecherischen Flugversuchen auf und geht schwimmen... Eine Therapie kann halt nur ändern, was verändert werden kann.

      Wenn einer ohne Arme auf die Welt kommt, dann kann der in der Krankengymnastik lernen damit klar zu kommen und das irgendwie auszugleichen. Aber auch nach 20 Jahren Krankengymnastik wachsen da keine neuen Arme! Ich werde nie so wie meine Schwester oder der neurotypische Rest meiner Familie. Da kann ich den Rest meines Lebens in Therapie gehen und es bringt nichts...