Acetylcystein bei Autismus und Begleiterkrankungen?

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    • ACC ist eigentlich nicht so sehr ein Wirkstoff sondern ein Schwefelliferant, es ist eine Aminosäure, also ähnlich wie in Eiweissen. Man könnte es auch als Nahrungsergänzungsmittel bezeichnen.
      Gifte werden in der Leber z.T. mit Schwefel verbunden und können dann über die Niere ausgeschieden werden.
      Ob es wirklich Schleim verlfüssigen kann ist umstritten, die Anwendung daher etwas spekulativ. Es wird empfohlen dass Patienten mit COPD den ganzen Winter durch ACC 600 nehmen um die Zahl der eitrigen bakteriellen Bronchitiden zu reduzieren, dazu empfehle ich es auch.
      Bei Paracetamolvergiftung werden Erwachsenen in der ersten Stunde ca. 10.000 mg intravenos verabreicht, die LD50 (Dosis bei der 50% der Ratten sterben) liegt bei über 5 g/kg, das wären bei einem 80 kg-Menschen (sofern übertragbar) also 400 Gramm. Die hohe Konzentration in der Lösung kann den Magen ärgern aber keine Geschwüre verursachen, man sollte also ein großes Glas Wasser nehmen.
      Wirkungen könnten überall kommen wo Schwefel gebraucht wird, unter anderem bei Oxytocin im Gehirn. Ist aber alles noch wenig erforscht.
      Angesichts der fehlenden Toxizität kann man ruhig Selbstversuche machen.

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    • Danke @aphylla.

      Bist du Arzt o.ä.? Du klingst so gut informiert.

      Genau, ACC ist wohl eine Aminosäure; ich werde es mir demnächst auch als Nahrungsergänzungsmittel kaufen, da günstiger als als "Medikament" gegen Schleimverfestigung.

      Dass es entgiftend wirkt, wusste ich gar nicht. Ich dachte, es wirke entzündungshemmend?


      aphylla wrote:

      Wirkungen könnten überall kommen wo Schwefel gebraucht wird, unter anderem bei Oxytocin im Gehirn.
      Jetzt, wo du es sagst... Ich kenne ja die Wirkung von Oxytocin und auch das Gefühl, wenn dessen Wirkung nachlässt. Das ist schon der Wirkung von ACC recht ähnlich.

      aphylla wrote:

      Ist aber alles noch wenig erforscht.
      Angesichts der fehlenden Toxizität kann man ruhig Selbstversuche machen.
      Cool, sehe ich auch so.
      Das Leben ist unendlich viel seltsamer als irgendetwas, das der menschliche Geist erfinden könnte. Wir würden nicht wagen, die Dinge auszudenken, die in Wirklichkeit bloße Selbstverständlichkeiten unseres Lebens sind. - Sir Arthur Conan Doyle

      The post was edited 1 time, last by seinn ().

    • Linnea wrote:

      Ohnee, das würde ich mich nicht trauen, einmal wegen des Absturzes, dann, weil ich nicht um die Langzeitwirkungen weiss.
      a) Ja, das kann schon recht heftig sein. Also der Absturz. Deswegen habe ich es auch geschrieben, damit man darauf vorbereitet ist, falls man es probieren will.

      b) Also, wie gesagt, sind keine negativen Langzeitwirkungen bekannt. Heißt nicht, dass es sie nicht gibt, aber das Risiko sollte gering sein. Psychopharmaka zu nehmen ist ziemlich sicher riskanter.
      Das Leben ist unendlich viel seltsamer als irgendetwas, das der menschliche Geist erfinden könnte. Wir würden nicht wagen, die Dinge auszudenken, die in Wirklichkeit bloße Selbstverständlichkeiten unseres Lebens sind. - Sir Arthur Conan Doyle
    • Oh, gerade eben hatte ich 777 Beiträge :o ! Jetzt sind es natürlich 778 :fun: .
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    • Ach ja...
      wer es in größerer Menge nehmen will lässt sich besser ein grünes Rezept über 100 Brtbl. NAC 600 ausstellen, da kostet die Tbl. etwa 21 ct., bei den "akut"-Präparaten ca. 50 ct.

      Ich habe noch keinen gesehen der es nicht vertragen hätte aber in den Brausetablette sind natürlich auch noch einige Hilfsstoffe die vllt nicht jeder mag.
    • Ein Bekannter nimmt jetzt seit längerem msm SchwefelPulver, scheinbar, auch für aussenstehende sicht-und spürbar, mit Erfolg.


      Hat es jemand von euch schon erprobt?
      “The mind is like tofu. It tastes like whatever you marinate it in.”

      (Sylvia Boorstein)
    • Schwefelpulver wird schwer gehyped momentan. Es soll gegen alles mögliche helfen (was per se schon verdächtig ist). Eine Nachbarin von mir meint, es hilft bei ihrer MS, sie könne wieder besser stehen und ein oder zwei Schritte gehen.
      Ich weiß nicht, ob das sein kann, denn ich habe auch gelesen, dass der Körper gar keinen Schwefelmangel kennt und deshalb die Einnahme von Schwefel auch gar nichts bewirken kann.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Interessant, das mit ACC.

      Ich bin oft erkältet mit zähem Schleim und nehme dann gleich ACC, weil ich sonst eine Bronchitis entwickle (Etagenwechsel).

      Seit einiger Zeit merke ich, dass es mir psychisch+physisch besser geht nach der ACC-Einnahme.
      Habe aber auch gemerkt, dass jede banale Erkältung die depressiven Anteile in mir verstärkt.

      Autismus ist zwar keine anerkannte Autoimmunerkrankung, aber viele Menschen mit Autoimmunerkrankungen haben autistische Anteile/Verhaltensweisen.
      Was mir die These näher bringt, dass Stress einen hohen Anteil an mehreren Geschehen hat, die scheinbar rein psychisch ablaufen (aber doch nicht ausschließlich psychisch sind-geht ja auch nicht, da Menschen aus verschiedenen Komponenten bestehen;)....).

      So, jetzt weiß ich auch, warum mir dieses Thema so bekannt vorkommt. Dazu haben wir im Frühjahr schon mal geschrieben.
      Und jetzt habe ich auch eine Perle (hoffentlich in der Mediathek verfügbar) der TV-Dokus gefunden, die dazu passt:
      programm.ard.de/TV/Programm/De…_id%5B%5D=28108&sort=auto
      Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie verboten :evil:

      The post was edited 1 time, last by Capricorn ().

    • Shenya wrote:

      Schwefelpulver wird schwer gehyped momentan. Es soll gegen alles mögliche helfen (was per se schon verdächtig ist). Eine Nachbarin von mir meint, es hilft bei ihrer MS, sie könne wieder besser stehen und ein oder zwei Schritte gehen.
      Ich weiß nicht, ob das sein kann, denn ich habe auch gelesen, dass der Körper gar keinen Schwefelmangel kennt und deshalb die Einnahme von Schwefel auch gar nichts bewirken kann.
      las ich auch.
      Aber 2 Leuten geht es extrem besser..daher versuch ich es auch mal.
      Noch tut sich nix.
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      (Sylvia Boorstein)
    • Ich habe gerade ein Buch über Hochsensibilität gelesen. Da werden Zusammenhänge zwischen Hochsensiblität, Stresszuständen und einem angegriffenen Immunsystem hergestellt. Zwischen HS und ASS sehe ich inzwischen ziemlich viele Zusammenhänge, unter anderem Reizoffenheit und demzufolge sehr hohes Stresslevel.

      Von daher kann ich mir vorstellen, dass ACC auch bei ASS gegen Stress helfen könnte, weil dadurch indirekt das Immunsystem gestärkt wird. Man kann das Immunsystem aber sicher auch über nicht-medikamentöse Mittel stärken, also z. B. über Nahrungsmittel mit einem hohen Vitamin-C-Gehalt.
    • Vielleicht werden oxidativer Stress und sozialer Stress miteinander verwechselt?
      Möglicherweise gibt es aber auch Wechselwirkungen. Vieles hängt ja von anderen Abläufen ab.

      Vitamin C, wenn es in hohen Dosierungen eingenommen wird, scheidet der Körper mit dem Urin und den Faeces wieder aus.

      ACC soll besonders bei oxidativem Stress helfen (rauchen-"schlechte Ernährung" - zu wenig Schlaf...)
      Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie verboten :evil:
    • Capricorn wrote:

      Vielleicht werden oxidativer Stress und sozialer Stress miteinander verwechselt?
      Führt sozialer Stress (bei dafür stressanfälligen Personen) nicht zu oxidativem Stress bzw. zu den entsprechenden Vorgängen (oxidative Prozesse) im Körper?

      Wegen dem Acetylcystein: Hat da jemand noch nähere Infos zu, wieso das entzündungshemmend wirkt bzw. welche Funktion es als Aminosäure erfüllt? Ich wüsste gerne mehr über die Prozesse. Könnte man das nicht mit pflanzlichen Mitteln auch hinbekommen? Dazu müsste man aber wissen, was genau an Acetylcystein diese positive Wirkung erzielt (also chemisch-biologisch betrachtet).

      In dieser gelben Liste steht dazu nur

      Gelbe Liste wrote:

      Darüber hinaus werden Acetylcystein antioxidative Effekte zugesprochen. Es soll dazu beitragen, oxidativen Stress durch einen Überschuss an freien Radikalen zu lindern, indem es freie Radikale bindet. Freie Radikale sind aggressive und reaktionsfreudige Sauerstoffverbindungen im Organismus, die Krankheitserreger bekämpfen, aber auch körpereigene Zellen angreifen und schädigen können.
      Dann müsste man doch eigentlich nur etwas finden, was freie Radikale genauso gut bindet oder kann das Acetylcystein das am Besten? Ich habe einen grünen Matcha-Tee da, der relativ teuer war. Auch wegen dem antioxidativen Effekt gekauft. Ich trank den nur zweimal und kann mich nicht entsinnen, dass da mein Stress-Level zurückging. Vielleicht sollte ich das nochmal probieren. Oder gezielt nach Mitteln suchen, die freie Radikale binden.

      Nun überlege ich aber, das Acetylcystein doch auch mal auszuprobieren. Ich glaube, dass bei mir der oxidative Stress aufgrund freier Radikale extrem hoch ist.

      Kennt jemand eine Art "Messwert" für die Fähigkeit, freie Radikale zu binden? Ich las jetzt von Schwarzkümmelöl und Curcumin aber wüsste gerne, wie "gut" die im Vergleich zu Acetylcystein freie Radikale binden oder im Vergleich zu Matcha-Tee. Oder muss man das einfach alles durchprobieren? :roll: Also woher weiß man z. B. dass Schwarzkümmelöl antioxidativ wirkt? Hat sich da mal jemand hingesetzt und das im Labor "gemessen"? Falls ja, muss man das doch irgendwie vergleicihen können, oder?

      The post was edited 4 times, last by FruchtigBunt ().

    • Linnea wrote:

      Ein Bekannter nimmt jetzt seit längerem msm SchwefelPulver, scheinbar, auch für aussenstehende sicht-und spürbar, mit Erfolg.
      Nein, ich nehme das nicht und halte bis jetzt nicht super viel davon, da damit eine Überdosierung zu Atrophien von Organen führen kann und mir das etwas heikel ist und ich nachweislich meine Elektrolytwerte selbst stabil halten kann. Über eine geeignete Ernährung kann man seinen Bedarf da voll decken und eine stärkere antientzündliche Wirkung erzielen. Wenn man sich einseitig ernährt und geringe Dosen zu sich nimmt kann es aber durchaus ein sinnvolles NEM sein.
      Die Verbraucherzentrale hat auch aufgrund der aktuellen Studienlage dazu ein Statement abgegeben, dass langfristige Nebenwirkungen bisher nicht untersucht sind, dagegen aber ein Schwefelmangel beim Menschen nicht bekannt ist, da er in guten Mengen sowohl in pflanzlicher als auch tierischer Nahrung vorkommt. Aussagen zur Linderung und Behandlung von Erkrankungen werden deshalb als nicht zulässig eingestuft.
      Der Kurzfristige Effekt wird meist durch zugesetztes Vitamin C und Clucosamin oder Chondroitin (Mittel gegen Gelenkbeschwerden) erreicht und nur weil das drin ist darf eine gesundheitsfördernde Wirkung draufstehen.

      Ich persönlich habe gute Erfahrungen mit der Einnahme von Vitamin C gemacht und mit L-Carnitin L-Tarat, ob das auf andere übertragbar ist, weiß ich allerdings nicht.


      Capricorn wrote:

      oxidativer Stress
      Zum Thema Autismus und oxidativer Stress kann ich folgenden Vortrag von Dr. Frye sehr empfehlen "Metabolic Disorders associated with Autism" er spricht dort u. a. über eine Metastudie und die Erkenntnisse seines Teams zum Stoffwechsel bei Autisten und, wie sich die Auswirkungen oxidativen Stresses bei seinen autistischen von denen bei seinen nicht autistischen Patienten unterschieden haben. Für alle, die Englisch verstehen, ein interessanter Vortrag.
      youtube.com/watch?v=gVXyIxW2BwU&t=3s
    • Es kan auch sein, dass die größere Achtsamkeit, die man sich selbst, dem eigenen Körper, den eigenen Gefühlen und der eigenen Wahrnehmung schenkt, diesen positiven Effekt auslöst. bzw falls er da sein sollte, deutlich verstärkt.

      Es macht einfach einen Unterschied ob als erstes gedacht wird "omg, nicht schon wieder das", oder "hey, da ist ja dieses bekannt, mal neugierig nachsehen, ist es stärker als gestern, leichter, irgendwie anders, spannend".
      "AS? Sie wirken gar nicht so" -"Danke für die Bestätigung und Anerkennung all der geleisteten Arbeit, die dahinter steckt :) ".
    • Happy to be wrote:

      Es kan auch sein, dass die größere Achtsamkeit, die man sich selbst, dem eigenen Körper, den eigenen Gefühlen und der eigenen Wahrnehmung schenkt, diesen positiven Effekt auslöst. bzw falls er da sein sollte, deutlich verstärkt.
      Da stimme ich dir vollkommen zu, da ich in den letzten Jahren viele NEM probiert habe, die meisten auf ärztlichen Rat, habe ich meist nicht mehr allzu große Hoffnung. Die beiden genannten haben mich dann positiv überrascht, aber wie gesagt, ich kann dazu nicht sagen, wie weit das überhaupt übertragbar ist und warum genau das funktioniert und anderes dann eher nicht. Ich persönlich vermute tatsächlich einen Einfluss auf den oxidativen Stress bei mir, aber das ist nur eine Idee von mir. Wenn jemand irgendwelche Artikel oder Studien zu dem Thema kennt, bin ich interessiert.

      Capricorn wrote:

      Und nochmal Daumen hoch, weil du im Beitrag oben sehr schön zwischen subjektiver Betrachtungsweise und allgemeinen Empfehlungen unterscheidest (das fällt vielen schwer... )
      Danke, das ist mir sehr wichtig. Freut mich, dass es verständlich war.