Erwerbsminderungsrente bei Asperger-Autismus?

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    • Guten Morgen, falls ich nochmal in die Reha muss.

      Für Ängste und Alltagsprobleme nteressieren sie sich doch nicht.
      Wenn ich dort im geschützten reizarmen Rahmen einigermaßen klarkommen, bin ich doch fuer die arbeitsfähig?

      L.G. Daniel :thumbup:
    • Wo kommt das Geld her, dass als Rente gezahlt werden kann?
      Es wird erarbeitet von Menschen, die arbeiten gehen und einen Teil ihres Lohnes in 'Gemeinschaftskassen' zahlen. Nicht unbedingt freiwillig, sondern weil wir in einem Sozialstaat leben. Dieser sorgt dafür, dass Menschen, die nicht oder nicht mehr in der Lage sind, für sich zu sorgen, abgesichert werden.
      Das ist wunderbar.

      Grundsätzlich hat niemand einen Anspruch darauf, dass er von oder durch einen anderen versorgt wird.
      Dieser Anspruch entsteht in einem Sozialstaat durch bestimmte Gesetze.
      Es werden beide Seiten geschützt. Die, die Geld geben, möchten auch sicher sein, dass das Geld denjenigen zukommt, die es wirklich brauchen. Auch Menschen, die arbeiten, sind nicht grundsätzlich gesund oder haben eine Arbeit, die ihnen Freude macht und gut tut. Oft arbeiten Menschen sogar unter Bedingungen, die sie krank machen.

      Leider gibt es überall "schwarze Schafe". Menschen, die es ausnutzen, dass es Möglichkeiten gibt, ohne etwas zu tun, Unterstützung zu bekommen. Diejenigen, die feststellen sollen, ob jemand wirklich etwas nicht kann, haben eine schwierige Aufgabe. Und da es natürlich auch unter diesen Menschen welche gibt, die ihre Aufgabe nicht ordnungsgemäß erfüllen, entstehen Streitigkeiten.

      Wenn ein Antrag abgelehnt wurde, kann das Unwissenheit, Willkür, Irrtum, Missverständnis, aber auch rechtmäßig sein.
      Da es eben auch nicht rechtmäßig sein kann, darf man Widerspruch einlegen. Nun wird nochmals geprüft. Hat man seinen Antrag evtl. nicht gut genug begründet, kann man das nun nachholen.
      Wird der Antrag wieder abgelehnt, bekommt man sogar die Möglichkeit, dass ein Gericht prüft, ob ein Anspruch des Antragstellers besteht.

      Aus meiner Sicht, wird sehr viel getan, damit das Geld demjenigen zukommt, der es braucht und das Geld, das von anderen erarbeitet wurde, nicht verschwendet wird.

      Ja, es ist anstrengend, die Anträge auszufüllen, Gutachten zu besorgen, Fristen einzuhalten, ggf. Klage einzureichen.
      Aber auch hierfür bekommt man Hilfe, wenn man das allein nicht schafft.

      Wie soll es anders organisiert werden?

      Man kann auch das Soziale sein lassen und darauf hoffen, dass freiwillig gespendet wird.
      Dann sitzen alle, die sich nicht selbst versorgen können, mit aufgehaltener Hand auf der Straße und hoffen, dass ihnen jemand etwas gibt.
      Da finde ich Anträge abgeben als die bessere Alternative.
    • tip wrote:

      Übersetzt heißt "Amen" : "So soll es sein."

      Wie meinst du das?
      Nein, liebe @tip! Mach dir bitte keine Gedanken!

      Ich meine es genau so!

      Ich stimme dir absolut zu, mit dem, was du geschrieben hast. Ich fand, dass es keiner weiteren Worte mehr bedarf und hab wirklich nur zugestimmt!
      Mein Mac ärgert mich mit seiner Autokorrektur und er macht auch vor euch nicht halt! :prof:

      Leute ohne Macke sind kacke!! :nod:
    • tip wrote:

      Aus meiner Sicht, wird sehr viel getan, damit das Geld demjenigen zukommt, der es braucht und das Geld, das von anderen erarbeitet wurde, nicht verschwendet wird.
      So formuliert klingt das erst einmal sinnvoll. In der Praxis führt es jedoch oft dazu, dass diejenigen nicht ernst genommen werden, deren Beeinträchtigungen unsichtbar sind, die kein unterstützendes Netzwerk und/oder nicht die Kraft für längere Rechtsstreitigkeiten haben und die sich selbst und ihre Probleme nicht so überzeugend und eloquent darstellen können. Das betrifft nicht nur Autisten, aber Autisten überdurchschnittlich oft, meiner Vermutung nach. Geht ja in dieselbe Richtung wie das häufige Problem, Ärzten seine Beschwerden nicht vermitteln zu können und von ihnen nicht ernst genommen zu werden. Das führt dann dazu, dass die Autisten bis zum völligen Zusammenbruch weiter machen, was sich bei rechtzeitiger Unterstützung nicht selten verhindern ließe.
      From my youth upwards my spirit walk'd not with the souls of men. (...)
      My joys, my griefs, my passions, and my powers, made me a stranger.
    • Leonora wrote:

      tip wrote:

      Aus meiner Sicht, wird sehr viel getan, damit das Geld demjenigen zukommt, der es braucht und das Geld, das von anderen erarbeitet wurde, nicht verschwendet wird.
      So formuliert klingt das erst einmal sinnvoll. In der Praxis führt es jedoch oft dazu, dass diejenigen nicht ernst genommen werden, deren Beeinträchtigungen unsichtbar sind,
      Ja, es ist schwierig.
      Auch alte Menschen sind oft nicht in der Lage, sich die Hilfe zu holen, die sie bekommen können.
    • tip wrote:

      Auch alte Menschen sind oft nicht in der Lage, sich die Hilfe zu holen, die sie bekommen können.
      Ja, das stimmt. Auch bei Ärzten kommt da manchmal noch das Problem dazu, dass bei Beschwerden gar nicht mehr wirklich gründlich untersucht, sondern sie pauschal dem Alter zugeschrieben werden. Obwohl sie sich vielleicht gut behandeln ließen.
      From my youth upwards my spirit walk'd not with the souls of men. (...)
      My joys, my griefs, my passions, and my powers, made me a stranger.
    • Ich hatte meine Rente ursprünglich auch wegen, Depression und Persönlickeitsstörung. Beim Verlängerungsantrag habe ich das Diagnoseschreiben begelgt und erneut eine Volleerwerbsminderungsrente auf Zeit erhalten und ich musste bisher zu keiner Rehamaßnahme.
      Mit Freude im Leben udn Freunden an der Hand ist schnell jeder Kummer im Leben gebannt.
    • ob die Verlängert wird, entscheidest eigentlich du denn du weißt am besten wie es dir geht. Das weiß kein anderer
      ADHS & Autismus.
      and I'm an eurasian Crossbreed

      Dummheit ist nicht "Nicht Wissen" oder "Nicht Wissen Wollen", Dummheit ist "Glauben genug zu Wissen"
    • Ich bin seit 2014 in EU Rente.
      Die Rente war erstmalig auf ein Jahr befristet. Für den ersten Antrag musste ich mich von einem Neurologen begutachten lassen.
      Nach Ablauf meiner ersten Befristung, ist die Rente als Dauerrente ohne weitere Begutachtung, weiter gewährt worden.
      Rot Orange Gelb Grün Blau Violett
    • Ich hatte Ende August den Termin. 1 Jahr nach Antragstellung. Erwerbsminderung von Agentur für Arbeit angenommen nach Aussteuerung aus Krankengeld, Nahtlosigkeit §145.
      Krankgeschrieben seit 05\18
      Depressive Episoden Schwere Episode
      Verdacht auf PTBS, kurz vor Termin Verdacht auf Autismus

      So, die Begutachtung fand statt, ca 1:45.

      Ich habe gleich zuerst gesagt dass ich von Autismus ausgehe, ich deshalb Kommunikationsprobleme habe, damit er keinen falschen Eindruck bekommt - kommen wir noch zu sagte er.



      Der Gutachter wollte nichts wirklich hören, jede Antwort die eine Erklärung sein sollte hat er geblockt.

      Also er hat dann jede geschilderte Einschränkung abgefragt.

      Zb doppelbilder, er fragt wie das aktuell ist.

      Ich sage dass ich als Kind eine Operation hatte eben, jetzt eine Prismenbrille habe.

      Dann kam der Standardsatz : "darf ich eine Frage stellen" und eben wieder wie das mit den Doppelbildern ist.

      Er war die meiste Zeit nicht bereit auf irgendetwas anderes einzugehen.

      Ich habe das dann alles versucht zu schildern.

      Leider habe ich bei jedem Thema das eben alles mit meiner Situation (meinem Sohn usw) in Verbindung gebracht, was ihm nicht gefallen hat. Zuerst hat er das mehrmals gestresst angemerkt, dann aber gemerkt dass ich das nicht kontrollieren kann und der Druck nicht hilft.

      Also ich habe auch geweint, hatte 2 Panikattacken.

      Auch bei dem Rechentest konnte ich nicht mehr.

      Also ich habe mich eben bei 100-7 Kette bis zum Rest mehrmals im Kopf verrechnet, da ich teilweise bei einer einzigen "-7" Rechnung 3,4 mal in Gedanken eben zu dem Gespräch und den Themen zurück bin.

      War dann auch wieder selbst geschockt und fertig.


      Er hat dann gefragt wie hoch meine Rente ist, ich habe gesagt dass ich das nicht beantworten will, jedoch dass ich bereits jetzt Probleme habe dass ich Rentenanteile an meine Exfrau geben musste, die aber zb eine Pfändung wegen Steuer bei mir zuließ, Umgang und Sorgerecht blockiert, mich beleidigt und verleumdet etc.

      Das wäre laut Gutachter nicht so, also er behauptet die Rente Punkte werden nur für Altersrente benutzt etc.

      Das stimmt nicht, hat er dann aber auch gelassen.

      Ich habe ihm dann gesagt dass es dann weniger ist als aktuell hartz iv mit der überhöhten Miete ist.



      Die körperliche Untersuchung war sehr kurz, ich konnte überraschend nicht mit geschlossenen Augen auf einer Linie gehen und wäre 2 mal fast gestürzt beim ersten Schritt.

      Die Knie hat er nicht rausspringen lassen zum Glück, aber ich habe es generell mehrmals gesagt dass ich nicht wirklich behandelt werden kann usw.

      Also er hat immer wieder gefragt, warum ich keine Bandage etc habe, dann habe ich ihn mal gefragt, was er tun würde wenn ich so bei ihm in der Praxis auftauchen würde..



      Rücken hat er gar nicht mehr wirklich angesehen. Bzw, schon beim gehen auf der Stelle gemerkt dass da was nicht passt.

      Ich habe ihm dann nochmal von den Terminen bei den Spezialisten erzählt, er meinte nur ich solle auf jeden Fall weiter zu meinem Psychiater.

      Er meinte dann am Schluss dass ich einen Anspruch auf Hartz IV, Grundsicherung oder Rente habe, man merkt mir das an dass ich leide usw.

      Arztbriefe wollte er nicht sehen, auch nicht das vom Versorgungsamt. Nur 2 Zettel hat er kopiert, einmal ein Zettel dass ich aufgrund der psychosozialen Belastung nicht behandelt werden kann bzw ich immer wieder damit anfange, und das andere ein 24h EKG.

      Also ich kann es leider nicht einschätzen.

      Er hat gesagt er wird das Gutachten am selben Tag beenden.

      Achso, er hat dann gefragt Garten, ob ich den Pflege, habe dann erzählt dass mein Vater letzte Woche nur wegen dem Vorgarten eine Heckenschere mitbringen wollte, was ich abgelehnt habe. Ich kann nichtmal mich pflegen.


      Er hat dann gefragt ob ich einen Betreuer habe.

      Ich habe dann gesagt dass ich schon darüber nachgedacht habe, allerdings Angst habe wegen Jugendamt, auch eben wegen dem Verdacht den ich habe.


      Dies hat er dann hinterfragt, ich konnte ihm das dann auch kurz erklären, mit der Begutachtung dort usw.


      Also er hat sich dann doch sehr viel angehört irgendwann hat er das zugelassen.

      Ich habe leider auch geweint, fast die Maske inhaliert auch.


      Bei einem kurzen Breakdown ganz am Anfang hat mein bein so gezittert bzw gebebt dass ein Blech am Schreibtisch vom Knie ca 30 mal in 2 Sekunden getroffen wurde, dadurch war das sehr laut hörbar, habe mich dann entschuldigt, aber das hat mich dann eben noch fertiger gemacht.


      Nachdem ich eben nicht Fuß an an Fuß mit geschlossenen Augen gehen konnte, habe ich dann gesagt dass ich dann evtl was machen muss, also ich habe eben zuvor schon Angst wegen Führerschein geäußert, dass ich Angst habe das alles mit Schwindel usw zu erzählen.

      Er wäre ja nicht die Polizei usw..

      Ich habe dann gesagt dass sie aber ja solche Test evtl machen usw bzw ich ja auch niemanden gefährden will. Wahrscheinlich oder hoffentlich heißt das auch nichts.

      ich war echt perplex dass ich das nicht konnte.

      Danach habe ich dann nicht mehr so viel mitbekommen

      Dann hat er noch kurz Lunge abgehört und die Wirbel angesehen, aber nicht abgeklopft, obwohl er das zuvor noch angekündigt hatte.

      Die Knie konnte ich eben nicht locker lassen, als er die Unterschenkel angehoben hat, ich glaube er hat das aber schon gespürt.

      Als er sie dann ganz durchstrecken wollte habe ich ihn gebeten das nicht zu tun, ich habe es auch nicht erklärt.


      Zuvor als ich auf seine Frage nach den Knieproblemen die Knorpelschäden erwähnt habe, hat er gesagt er will eine Frage stellen, was ist mit den Knien.

      Dann hat er noch so ein Zackenrad an armen, Beinen, Oberkörper und so eine Vibrationsteil an den Knöcheln benutzt.

      Das war die körperliche Untersuchung.

      Er Fragte auch wegen schlaf, bettgehzeit, Wochenende, Suizid bzw Todessehnsucht usw.

      Hab ihm dann von den Alptraumflashbacks

      erzählt, durch die ich wach werde mit Herz auf Anschlag, Wochenende wie sonst, also kein Unterschied zu anderen Tagen.

      Nur zuhause, außer Termine beim Arzt oder mit den Kids.



      Ich habe dann gesagt dass er die Aussagen genauer erklären muss, da das Gutachten öffentlich werden kann.

      Er meinte das wird nicht öffentlich usw, ich habe ihm das dann erklärt bzw genauer gesagt, bei Widerspruch bzw Klage eben.



      Er sagte dann so weit wären wir ja nicht, ich meinte dass ich aber daran denken muss, dass das so sein könnte.

      Er hat das dann aber kurz noch notiert.


      Er fragte dann noch nach Kontakten, keiner bzw fast keiner zu meiner Familie eben.

      Keine Freunde usw, also die Sozialprobleme.

      Er hat öfter gesagt ihn interessieren eben keine Diagnosen sondern Einschränkungen.

      Ich hoffe wirklich dass befristet bewilligt wird, eigentlich denke ich aber dass das im ersten Schritt sicher abgelehnt wird.

      Einzige Hoffnung ist dass er das alles für so ausreichend hält, dass er die anderen Unterlagen nicht braucht.

      Man muss sich darauf vorbereiten, mach Fragenkatalog abgearbeitet zu werden.

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    • @Alle

      Ich kann nichts wirklich Erhellendes beitragen zur Frage nach der Bewilligung oder Weiterbewilligung einer Erwerbsminderungsrente. In meinem Fall konnte ich nämlich gar nicht so schnell gucken, wie die ARGE mich von ihren Gutachtern allein auf Basis meiner Krankenakte aus dem Erwerbsleben ausgesteuert hat. Einfach so, ohne mich zu fragen. Ich hab dann damals auf einen Termin bei meinem "Fallmanager" bestanden. Dieser teilte mir mit, der deutsche Staat an sich und das Arbeitsamt speziell seien kein Teil einer unmenschlichen Maschinerie, weshalb ich einfach nach Hause gehen und mein Leben ohne Arbeit planen sollte. Das tat ich zwei Monate lang, dann reichte ich Klage vor dem Sozialgericht ein. Ich wollte unbedingt eine Umschulung, die mir nach 14 Monaten in der Hauptverhandlung vom vorsitzenden Richter gewährt wurde. Was soll ich sagen, danach kam die ARGE um die Ecke, ignorierte das Urteil und ließ mich erneut von einem Gutachter auf Basis der Aktenlage als voll erwerbsgemindert einstufen. Das bin ich heute noch gegen meinen Willen.

      Warum ich das alles schreibe? Weil offensichtlich in Deutschland irgendwas schief läuft, wenn manchen die Erwerbsminderungsrente erschwert oder sogar verweigert wird, aber andere dagegen die Verrentung gegen ihren Willen akzeptieren müssen.
      How you gonna win, when you ain't right within? - Lauryn Hill
    • Ich wurde auch vom Arbeitsamt Erwerbsgemindert geschrieben, also 0h für mehr als 6 Monate Arbeitsfähig.
      Das ist aber nicht endgültig, diese Entscheidung trifft die Rentenversicherung.
      Solange kann man dann Alg 1 beziehen, muss aber Rentenantrag stellen.
      Das war bei mir aber noch ein Problem, ich hatte 9 Tage Restanspruch (durch vorherige Trickserei der,Krankenkasse), Hartz IV wurde dann eben mit dem "Gutachten" der Agentur für Arbeit (auf Aktenlage, ohne Termin) und wegen Behinderung verweigert.
      Selbst Antragstellen nicht möglich, Ich musste auch monatelang überhaupt das Existenzminimum einklagen.

      Eine Umschulung (während Ausbildung bereits Berufsunfähig) hatte ich schon gemacht übrigens, und dann über 10 Jahre gearbeitet.
      Seit 4 Jahren bin ich jetzt fast durchgehend krankgeschrieben mit zwischendurch Alg1 als Unterbrechung.
      Also die Krankenkasse hat mich im Krankengeldbezug gekickt nach Erreichen der Höchstdauer (was auch nicht ganz korrekt ist und vor Gericht läuft), ich war aber weiterhin krank.
      Dann kam die Prüfung nach §145 vom Arbeitsamt, seitdem musste ich schon 3 mal gegen das Jobcenter vor Gericht.

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    • Diagnose 2015 wrote:

      Was soll ich sagen, danach kam die ARGE um die Ecke, ignorierte das Urteil und ließ mich erneut von einem Gutachter auf Basis der Aktenlage als voll erwerbsgemindert einstufen. Das bin ich heute noch gegen meinen Willen.
      Ich kenne mich bei dem Thema kein bisschen aus, deshalb meine Frage: Was wäre denn, wenn Du Dir "einfach" einen Job suchen und arbeiten würdest?
      Würde dann die ARGE (oder sonstwer) um die Ecke kommen und sagen: "Nein, das geht aber jetzt mal gar nicht!"?
    • zaph wrote:

      Diagnose 2015 wrote:

      Was soll ich sagen, danach kam die ARGE um die Ecke, ignorierte das Urteil und ließ mich erneut von einem Gutachter auf Basis der Aktenlage als voll erwerbsgemindert einstufen. Das bin ich heute noch gegen meinen Willen.
      Ich kenne mich bei dem Thema kein bisschen aus, deshalb meine Frage: Was wäre denn, wenn Du Dir "einfach" einen Job suchen und arbeiten würdest?Würde dann die ARGE (oder sonstwer) um die Ecke kommen und sagen: "Nein, das geht aber jetzt mal gar nicht!"?
      Die würden sagen, der Typ kann ja noch immerhin als Spüler arbeiten oder Müll aufsammeln. So ein Aspie passt da schon dafür.

      Würde ich mich gegen meine Diagnose verhalten, wäre ich nicht behindert und somit auch nicht förderungswert. Ein-Euro-Jobber für immer.

      Jemand ohne Job wie alle anderen, die nicht vermittelbar sind.

      Ich habe Jahrzehnte in dieses System einbezahlt. Es schuldet mir etwas.
      How you gonna win, when you ain't right within? - Lauryn Hill

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    • Ich glaube, Du hast mich falsch verstanden.
      Angenommen, Du bewirbst Dich irgendwo als Bäcker, Lagerist, Taxifahrer (oder was auch immer) und bekommst den Job.
      Was würde dann passieren? Verbot der Arbeitsaufnahme durch die ARGE?

      Edit (nachdem Du Deinen Beitrag erweitert hast):
      Ich verstehe das immer noch nicht.
      Du sagst, Du hast Jahrzehnte ins System einbezahlt.
      Daraus folgere ich, dass Du gearbeitet hast und vielleicht sogar einen Beruf erlernt hast.
      Was hält Dich jetzt davon ab, Dir einen Job in Deinem Beruf (oder in einem anderen Bereich, der Deinen Neigungen entspricht und den Du ausüben kannst) zu suchen?

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