ständige Angst als Kompensation für exekutive Dysfunktion, Unachtsamkeit und für das Fehlen funktionaler Routinen/Rituale

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    • ständige Angst als Kompensation für exekutive Dysfunktion, Unachtsamkeit und für das Fehlen funktionaler Routinen/Rituale

      Ich zitiere mich mal aus dem anderen Thread:

      Ich fürchte ja langsam, bei mir liegt wirklich die Wurzel fast allen Übels in den Exekutivfunktionen...
      Ich habe nämlich festgestellt, dass die Angst bei mir die Funktion eines Aufpassers einnimmt und auch für die Handlungssteuerung sorgt, diesonst GAR nicht funktionieren würde.


      Ein paar Beispiele:
      • Ich mag morgens nicht aufstehen, weil ich müde bin. Ich habe Angst, an der Arbeit Ärger zu bekommen => Ich stehe auf. Ich habe keine Angst => Ich bleibe endlos, endlos, endlos im Bett, obwohl ich auf Toilette müsste. Keine Angst, keine Handlung.
      • Ich denke mir "Oh Gott, habe ich meinen Geldbeutel?" => Angst führt zur Handlung, zu überprüfen, ob ich noch alle Dinge habe. Früher hatte ich weniger Angst, daher habe ich fast wöchentlich Dinge verloren. Dann ein sehr negatives Ereingnis, wo ich recht viel verloren habe, seitdem verliere ich weniger, das Angstlevel ist aber gestiegen.
      • Ich mag nicht aufräumen. Ich habe Angst, dass der Besuch denkt, es sei unaufgeräumt => Ich räume auf.
      • Jemand sagt mir, ich solle mehr auf die Straße achten => Ich entwickle die Angst, überfahren zu werden, also habe ich bei jedem Überqueren der Straße Angst, passe aber dadurch auch auf.
      Leider ist in meinem Gehirn "Ich muss auf xy achten" das gleiche wie "Ich muss vor xy achten", diese Erkenntnis kam mir vor ein paar Tagen. Ich habe nicht gelernt, meine Handlungen anders zu steuern als über Angst.
    • seven_of_nine wrote:

      Ich denke mir "Oh Gott, habe ich meinen Geldbeutel?" => Angst führt zur Handlung, zu überprüfen, ob ich noch alle Dinge habe. Früher hatte ich weniger Angst, daher habe ich fast wöchentlich Dinge verloren. Dann ein sehr negatives Ereingnis, wo ich recht viel verloren habe, seitdem verliere ich weniger, das Angstlevel ist aber gestiegen.
      ist bei mir genauso : Schlüssel und Geldbeutel. Mein Iphone nehme ich nicht mit, weil ich Angst habe, es zu verlieren.

      Rudy Simone schreibt dazu:

      Rudy Simone wrote:

      Last but not least, Angst ist unsere überwiegende Emotion. Füge dem die post-traumatische Belastungsstörung, die aus der Einsamkeit, Verwirrung und dem Mobbing, die wir ertragen haben, hinzu und ein Schulterklopfer kann uns aus unserer Haut fahren lassen. Oder wir wirken vielleicht die ganze Zeit besorgt und kontrollierend. Mit der Kontrolle versuchen wir nur Ordnung in dem Chaos zu bewahren, versuchen uns auf diesem verrückten Planeten sicher zu fühlen.
      beingapart.blogsport.eu/2010/1…dig-unter-anderen-wirken/

      Es geht allerdings nicht um Angst wie ein Phobiker das empfindet, in seinem Fall stört die Angst die Harmonie der Welt und hindert ihn , zu tun, was er will. In meinem Fall bringt die Angst Ordnung in das Chaos der Welt und macht mich überhaupt handlungsfähig.

      Es ist enorm schwierig, die Balance zwischen "lähmender Angst" und "handlungsfähig machender Angst" zu finden, es gelingt mir ganz oft nicht . :nerved:
      "Autismusdiagnose - Potius sero quam numquam.
      ( Lieber spät als nie.) "
      :irony:
    • Ganz genau: Routinen. Wenn ich für etwas einen bestimmten Ablauf entwickelt und diesen als Routine etabliert habe, dann KANN ich gar nicht mehr anders, als es immer auf diese Weise durchzuführen.

      Ich lege mir vor dem nächsten Arbeitstag zum Beispiel immer abends die Kleidung zurecht. Ich brauche also morgens nicht mehr den Motivator Angst (zu spät loszukommen, weil ich erst noch überlegen muss, was ich anziehe), sondern stattdessen läuft das automatisch ab.

      Eine neue Routine zu etablieren, ist aber nicht so einfach. Man muss es erstmal schaffen, eine gewisse Anzahl an Wiederholungen durchzuführen, sonst fällt man wieder zurück in das alte Verhalten/nicht-Tun.
    • Lefty wrote:

      Eine neue Routine zu etablieren, ist aber nicht so einfach. Man muss es erstmal schaffen, eine gewisse Anzahl an Wiederholungen durchzuführen, sonst fällt man wieder zurück in das alte Verhalten/nicht-Tun.
      Ich habe es geschafft, genau EINE Routine zu etablieren bis jetzt :nerved:

      Und ich weiß nicht mal, ob das eine richtige Routine ist, denn ein oder zwei mal habe ich aus Eile nicht gemacht? (und ich habe mich auch nicht wirklich schlecht gefühlt durch das Versäumnis, sollte es nicht Stress hervorrufen, wenn man eine Routine nicht befolgt?).
    • seven_of_nine wrote:

      Es muss doch noch andere Mechanismen der Handlungssteuerung geben? Routinen?
      ja , sicher. Das ist das, was dann zwanghaft wirkt.

      Ein anderer Mechanismus wäre Einsicht. ich mache es, weil es mir einsichtig/richtig /korrekt/ sinnvoll /logisch erscheint.

      Ein Beispiel: Ich war in den 80ern bei den Grünen und dort habe ich mich für die Arbeitsgruppe "Müll" gemeldet. Nicht weil es mich interessiert, tut es gar nicht, sondern weil es für mich einsichtig war, dass das gemacht werden muss.
      (leider hat unser Müllminimierungskonzept gegen den Grünen Punkt verloren)
      "Autismusdiagnose - Potius sero quam numquam.
      ( Lieber spät als nie.) "
      :irony:
    • seven_of_nine wrote:

      Frage mich, ob nicht häufiger exekutive Dysfunktion als Depression fehldiagnostiziert wird.
      Das kann ich mir gut vorstellen.

      Ich habe in der Vergangenheit an Depressionen gelitten und habe heute immer noch hin und wieder Episoden, die zwar sehr belastend für mich sind, aber höchstens als "leicht" oder "mittelgradig" deklariert werden könnten.
      Dennoch ist es sehr häufig so, dass mich die Anforderungen des Alltags komplett überfordern.....bei mir ist es dann so ähnlich wie hier beschrieben: Entweder ich tue Dinge gar nicht oder ich tue sie fast schon zwanghaft und mit Angst/großem Stress verbunden.....

      In der Autismus-Beratung wurde ich gefragt, ob ich denn überhaupt Depressionen hätte oder ob es nicht viel eher einfach diese Anforderungen seien, die mich überfordern. Mittlerweile glaube ich, dass ich hauptsächlich deshalb an Depressionen leide, WEIL mich alles ständig überfordert.



      Routinen (also sinnvolle Routinen, nicht zwanghafte) würde ich gerne etablieren. Einfach Prozesse, die ich immer wieder ohne großes Nachdenken abspulen kann, wenn eine bestimmte Aufgabe ansteht.
      Ich schaffe es nur irgendwie nicht....selbst, wenn ich ganz genau WEIß, dass die Spüle z.B. gesäubert werden muss und es mir auch sinnvoll erscheint, fehlt da dann einfach der nötige Impuls.
      Es gibt Tage, da denke ich dann den ganzen Tag sogar immer wieder über die Spüle nach und schaffe es trotzdem nicht, sie zu säubern (die Spüle ist jetzt nur ein Beispiel. Das könnte genauso gut Einkaufen oder Duschen sein).

      Die Spüle würde ich dann erst säubern, wenn Besuch ansteht und bei mir die Sicherung durchknallt, weil die Wohnung aufgeräumt werden MUSS (=Angst). Es gibt auch Tage, an denen das mit der Spüle klappt aber dafür etwas anderes nicht.

      Im Grunde kämpfe ich im Alltag immer gegen meine eigene Handlungsunfähigkeit, meine Ängste und den daraus entstandenen Zwängen an.
    • Tintenherz wrote:

      Ich schaffe es nur irgendwie nicht....selbst, wenn ich ganz genau WEIß, dass die Spüle z.B. gesäubert werden muss und es mir auch sinnvoll erscheint, fehlt da dann einfach der nötige Impuls.
      Also was ich dir sagen kann (hab ich von FlyLady):
      Erst mal eine einzige Routine vornehmen (z.B. jeden Abend Küchenspüle leeren und säubern) und dann üben, üben, üben. Jeden Tag stur machen, nur diese eine Routine, nicht mehr. Einfach dran bleiben und das mindestens sagen wir 3-4 Wochen. Es ist auch nicht so schlimm, wenn man es mal vergisst oder nicht dazu kommt, einfach weitermachen. Wenn man sich auf eine Routine fokussiert, fühlt man sich auch weniger überfordert, denn es ist ja wirklich nur diese EINE Sache.
    • seven_of_nine wrote:

      Also ich habe definitiv die Einsicht, dass ich bei Hunger was essen sollte, aber ich bin dann einfach wie gelähmt, die Handlungssteuerung versagt.
      offen gesagt kann ich mir nicht vorstellen, wie sich das anfühlt.

      Weißt du nicht, wo anfangen? ist alles ein einziges Chaos? Was ist dann bei Angst bei dir anders?
      Bei mir würde Angst das innere Chaos verstärken, bei dir ist es - wenn ich das richtig verstanden habe - so , dass das Chaos gedämmt wird und sie dich handlungsfähig macht .


      ich hatte schon schwere Depressionen, war aber immer eine agitierte Depressive ( Bemerkung vom Arzt).
      ich stand auf, machte den Haushalt, habe mich und das Kind fertiggemacht und wartete , bis alle aus dem Haus waren. Dann hatte ich den Moment für meine Depressionen als weitere Routine. Das hat aber auch kein Arzt nachvollziehen können, wenn ich das erklärt habe.
      "Autismusdiagnose - Potius sero quam numquam.
      ( Lieber spät als nie.) "
      :irony:
    • seven_of_nine wrote:

      Also was ich dir sagen kann (hab ich von FlyLady):
      Erst mal eine einzige Routine vornehmen (z.B. jeden Abend Küchenspüle leeren und säubern) und dann üben, üben, üben. Jeden Tag stur machen, nur diese eine Routine, nicht mehr. Einfach dran bleiben und das mindestens sagen wir 3-4 Wochen. Es ist auch nicht so schlimm, wenn man es mal vergisst oder nicht dazu kommt, einfach weitermachen. Wenn man sich auf eine Routine fokussiert, fühlt man sich auch weniger überfordert, denn es ist ja wirklich nur diese EINE Sache.
      Ich habe mir auch schon überlegt, mich mit FlyLady auseinanderzusetzen.
      Momentan bin ich schon stolz auf mich, weil ich es seit ein paar Wochen schaffe, morgens das Bett zu machen :oops:
      Ich hoffe, das noch auf andere Dinge ausweiten zu können.
    • Rhianonn wrote:

      ich hatte schon schwere Depressionen, war aber immer eine agitierte Depressive ( Bemerkung vom Arzt).
      sollte das heißen, dass der arzt der meinung war, du benutzt die depressionen nur, um andere menschen damit zu beeinflussen?
      ein ehemaliger betreuer von mir meinte mal, depressionen seien nur durch beziehung möglich. ohne beziehung gäbe es keine depressionen (war mir nicht wirklich verständlich).
    • seven_of_nine wrote:

      Es muss doch noch andere Mechanismen der Handlungssteuerung geben? Routinen?
      Hallo @seven_of_nine,
      Kann mir gut vorstellen, dass Probleme mit Steuerung von Aufmerksamkeit, Probleme mit dem Arbeitsgedächtnis etc, mit Routine entgegengegangen werden kann.
      So mehr ich automatisch abspulen kann, so weniger brauche ich sicherlich die Steuerung der Aufmerksamkeit etc.
      Spreche natürlich nur fuer Tätigkeiten ohne Verletzungsgefahr.
      Bis sich Routinen eingespielt haben und sich dadurch die Stressbelastung reduziert, dauert es sicherlich.

      L. G. Daniel :thumbup:

      de.m.wikipedia.org/wiki/Exekutive_Funktionen
      Zu den exekutiven Funktionen zählen unter anderem:
      • das Setzen von Zielen,
      • strategische Handlungsplanung zur Erreichung dieser Ziele,
      • Einkalkulieren von Hindernissen auf dem Weg dahin,
      • Entscheidung für Prioritäten,
      • Selbstkontrolle (Impulskontrolle und Emotionsregulation),
      • das Arbeitsgedächtnis
      • bewusste Aufmerksamkeitssteuerung,
      • zielgerichtetes Beginnen, Koordinieren und Sequenzieren von Handlungen,

      • motorische Umsetzung, Beobachtung der Handlungsergebnisse und Selbstkorrektur.
      Es handelt sich also um die höheren mentalen und kognitiven Prozesse, die der Selbstregulation und zielgerichteten Handlungssteuerung des Individuums in seiner Umwelt dienen. Die EF können zusammenfassend als diejenigen psychischen Fähigkeiten verstanden werden, „die der Ausführung von Handlungen unmittelbar vorangehen oder sie begleiten.[3]Auch Selbstmotivation, die Willensbildung (Volition) und der Anstoß zum Beginnen einer Handlung (Initiative) werden den exekutiven Funktionen zugerechnet.

      The post was edited 1 time, last by Daniel1 ().

    • kastenfrosch wrote:

      sollte das heißen, dass der arzt der meinung war, du benutzt die depressionen nur, um andere menschen damit zu beeinflussen?
      ein ehemaliger betreuer von mir meinte mal, depressionen seien nur durch beziehung möglich. ohne beziehung gäbe es keine depressionen (war mir nicht wirklich verständlich).
      nein, agitiert kommt von lat. jagen, hetzen, umhertreiben, :prof: also eine "bewegte Depression" - anstatt gar keinen Antrieb zu haben, ist der Betreffende ruhelos, bei mir war es so, dass ich nur in der Wohnung herumgelaufen bin , wie ein Tiger im Käfig, keinen Moment sitzen konnte und keine Konzentration hatte.
      "Autismusdiagnose - Potius sero quam numquam.
      ( Lieber spät als nie.) "
      :irony:
    • Rhianonn wrote:

      offen gesagt kann ich mir nicht vorstellen, wie sich das anfühlt.
      Hm, so wie eine innere Lähmung. Man bleibt einfach sitzen und prokrastiniert. Es ist unangenehm, weil man weiß, dass man gerade seine körperlichen Bedürfnisse ignoriert und man bekommt dadurch ein schlechtes Gewissen, wodurch der Stresspegel immer weiter ansteigt. Häufige Gefühle und Gedanken, die mit der Lähmung verbunden sind:
      • Angst (Mensch, du wolltest doch noch das und das und das erledigen und jetzt schaffst du es nicht mal, dir was zu essen zu holen?)
      • Schlechtes Gewissen (Oh man, ich müsste doch mal...)
      • Selbsthass (Oh man, wie kann man so unfähig sein? Kriegst du es nicht mal hin, kurz runter zum Bäcker zu gehen und dir eine Semmel zu holen? Nicht mal dafür reicht es?)
      • innere Unruhe/man kann sich nicht entspannen
      • ständiges Aufschieben (So, in 5 Minuten gehe ich WIRKLICH los und mache den Rechner aus...)
      • Schönreden/rationalisieren (Naja, jetzt hast du mal frei, jetzt kannst du dir auch gönnen, dich gehen zu lassen, strengst dich ja sonst immer an...)
      • Überforderung (Was soll ich als nächstes tun? Mir was vom Bäcker holen? Aber dann ess ich wieder so viel Weißmehl, muss mich doch gesünder ernähren... oder soll ich was kochen? Aber was?)
    • seven_of_nine wrote:

      Es muss doch noch andere Mechanismen der Handlungssteuerung geben? Routinen?
      Ich kenne das auch total, was du sagst. Es denken immer alle, ich sei überängstlich. Aber wenn ich versuche, mich zu entspannen, geht alles drunter und drüber.

      Was noch helfen kann:

      Also für manche Sachen habe ich ein festes System, z.B. liegt mein Schlüssel seit Jahren immer am selben Platz. Das hat zwar ewig gedauert, das zu etablieren, aber seitdem vergesse ich meinen Schlüssel vielleicht 1 x im Jahr.

      Einen Terminkalender zu nutzen kann auch sehr erleichtern. Sobald etwas ansteht, schreibe ich es auf. Im Smartphone kann man es sogar so einstellen, dass man vor dem Ereignis nochmal automatisch daran erinnert wird.

      Und, noch etwas: Vielleicht kannst du die Angst an manchen Stellen durch positive Gedanken ersetzen, z.B.:

      seven_of_nine wrote:

      Ich mag morgens nicht aufstehen, weil ich müde bin. Ich habe Angst, an der Arbeit Ärger zu bekommen => Ich stehe auf. Ich habe keine Angst => Ich bleibe endlos, endlos, endlos im Bett, obwohl ich auf Toilette müsste. Keine Angst, keine Handlung.
      Denke doch daran, warum du arbeiten gehen möchtest. Sei es aus dem Spaß daran oder aus finanziellen Gründen.
      Versuche, daran zu denken, wie viel besser du dich fühlen wirst, wenn deine Blase nicht mehr drückt.

      Sonst ist noch zu sagen, dass manche Ängste tatsächlich normal sind. Natürlich achtet man auf den Verkehr, um nicht überfahren zu werden. Natürlich will man, dass andere gut von einem denken. Da führt leider kein Weg dran vorbei, glaube ich.

      Also zusammenfassend:

      - manche Ängste sind unausweichlich
      - Kalender helfen
      - feste Plätze helfen
      - Struktur, Planung, Ordnung etc.
      - positive Gedanken, nicht: "Wovor habe ich Angst?" Sondern: "Was möchte ich damit erreichen?"
      Das Leben ist unendlich viel seltsamer als irgendetwas, das der menschliche Geist erfinden könnte. Wir würden nicht wagen, die Dinge auszudenken, die in Wirklichkeit bloße Selbstverständlichkeiten unseres Lebens sind. - Sir Arthur Conan Doyle
    • Ah, nochwas:

      Manchen Leuten helfen auch Checklisten. Du könntest eine "Bevor ich das Haus verlasse, muss ich dabeihaben..."-Liste haben, auf der du dann abhakst, was du hast. Oder du sprichst laut mit, wenn du etwas einpackst. Manchen Menschen hilft das.

      Das kann man natürlich auch auf andere Bereiche anwenden.
      Das Leben ist unendlich viel seltsamer als irgendetwas, das der menschliche Geist erfinden könnte. Wir würden nicht wagen, die Dinge auszudenken, die in Wirklichkeit bloße Selbstverständlichkeiten unseres Lebens sind. - Sir Arthur Conan Doyle
    • Tintenherz wrote:

      Momentan bin ich schon stolz auf mich, weil ich es seit ein paar Wochen schaffe, morgens das Bett zu machen :oops:
      Das ist eines der Dinge, die ich noch nie auf meine Liste gesetzt habe. Ich finde das dermaßen unwichtig. Ich schlage das Bett mogens beim Verlassen auf, damit es lüften kann, und gut. Den Rest des Tages betrete ich das Schlafzimmer ja nur, wenn ich mal Wäsche in den Schrank räumen will. Mein Bett ist nur gemacht, wenn ich es frisch bezogen habe. Manchmal mache ich das aber auch erst direkt vor dem Zubettgehen... Ich wäre dagegen froh, wenn ich es schaffen würde, regelmäßig die Fenster zu putzen. Die Katze sabbert die immer voll, also sehen sie schon spätestens einen halben Tag danach wieder dreckig aus. Da ich da aber öfter draufschaue am Tag als auf mein Bett, stört mich das wirklich, es würde sich also lohnen.... aber... nun ja... es gibt ja auch noch zig andere Dinge der selben Prioritätenkategorie. Ich schaffe es dann nicht, mich zu entscheiden, prokrastiniere stattdessen.. also muss das noch Plan fest eingeteilt sein, was ich wann mache, so dass ich nicht entscheiden muss. Aber wenn es mir nicht gut geht oder sonstwas dazwischen kommt, ist der Plan kaputt, und dann muss ich wieder einen komplett neuen machen, und das steht dann auf der Liste und wird verschoben, und damit auch das Saubermachen generell, notgedrungenermaßen. Weil ohne Plan geht es ja nicht :nerved: :nerved: :nerved:
      Good bye :)