Sein Leben nach Tief und Diagnose verbessern?

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    • Sein Leben nach Tief und Diagnose verbessern?

      Hallo,

      ist hier jemand, der sich zum Zeitpunkt der Diagnose an einem richtigen Tiefpunkt seines Lebens befand (schon "älter", keinen Job, ziemlich isoliert) und es durch
      Therapie schaffte, noch etwas zum Guten zu verbessern?

      Ich kann mir momentan gar nicht vorstellen, dass ich mal eine bessere Zukunft haben werde, also, dass ich noch etwas in meinem Leben ändern kann,
      da ich ja auch schon Ende 30 bin, ziemlich alleine (zu meinen Eltern habe ich ein sehr gutes Verhältnis, aber die sterben ja wahrscheinlich vor mir) und gerade auch keine Arbeit finde.
      Ich frage mich, ob die Diagnose nicht zu spät kam und ich mich jetzt einfach damit abfinden muss, dass in meinem Leben nichts mehr möglich ist und ich es für immer alleine
      verbringen muss (abgesehen von ein paar sporadischen Kontakten) und ohne Arbeit, obwohl mir arbeiten Spaß macht und ich auch denke, dass mein letztes Arbeitszeugnis sehr
      gut ist.

      Seit der Dianose grüble ich auch viel über die ganzen traurigen Erlebnisse, die ich hatte, weil ich eigentlich nie zurecht kam, aber ja alle dachten, ich könne zurechtkommen,
      wenn ich mich nur anstrenge. Irgenwie habe ich das Gefühl, dass ich zurzeit wieder autistischer bin und von allem überfordert. Ich scheine meine Energie die letzten 30
      Jahre verbraucht zu haben, um mir und den anderen den Schein zu geben, mithalten zu können.
    • Ich habe meine Diagnose auch mit Ende 30 bekommen. Da hatte ich allerdings einen Job (habe ihn noch). Ich hatte da aber erstmal ein Tief, so rund ein Jahr lang. Das ist von alleine "vernarbt".

      Ich denke, man kann das als Trauerphase beschreiben, und man darf/muss sich die Zeit auch geben. Aber vielleicht ist auch die Trauerphase um einen selbst (genauer: um das nicht-behinderte Selbst) wie beim Ehepartner auf ein Jahr zu begrenzen?
    • Mir geht es ähnlich wie dir @Fidoline. Ich habe meine Diagnose vor 10 Tagen erhalten. Außer meiner Arbeit habe ich nichts. Seit rund drei Jahren funktioniere ich nicht mehr richtig, meine Kraft lässt nach und es ist fraglich, ob ich meine Arbeit noch in dieser Form weitermachen kann. Ich weiß nicht, wie es weitergeht. Ein Perspektivwechsel scheint mir nicht so einfach von jetzt auf gleich zu gelingen.
    • Fidoline wrote:


      ist hier jemand, der sich zum Zeitpunkt der Diagnose an einem richtigen Tiefpunkt seines Lebens befand (schon "älter", keinen Job, ziemlich
      isoliert) und es durch Therapie schaffte, noch etwas zum Guten zu verbessern?

      Fidoline wrote:


      Ich scheine meine Energie die letzten 30 Jahre verbraucht zu haben, um mir und den anderen den Schein zu geben, mithalten zu können.

      Ich habe es zwar bis jetzt nicht durch Therapie geschafft, mein Leben zum Besseren zu verändern (die Therapien gingen eher nach hinten los, aber die Therapeuten kannten sich auch mit Autismus alle nicht aus und jetzt bin ich am Warten auf eine Therapie im Autismustherapiezentrum, worauf ich einige Hoffnungen setze), aber ich habe die Hoffnung, dass ich zukünftig besser mit meiner Energie haushalten werde, weil ich seit der Autismusdiagnose besser verstehe, was mich überlastet und weil ich zukünftig mehr darauf achten möchte, mich zu 'entlasten'.
      Dafür (für andere Dinge halte ich eine Therapie aber für hilfreich) braucht es meiner Meinung nach nicht unbedingt einer Therapie, sondern man kann versuchen, sebst gütig mit sich selbst umzugehen und sich zuzugestehen, dass man Probleme hat, die man nicht "mit Absicht" hat und dass es legitim und sogar wichtig ist, darauf zu achten, dass man mit sich selbst gut umgeht, also nicht mehr von sich abverlangt, als man mit der 'Erkrankung' unter Berücksichtigung der seelischen Gesundheit zu leisten imstande ist.

      Ich denke nicht, dass die Diagnose eine Art "Todesurteil" (RW) ist (deine Fragen lesen sich für mich etwas resigniert). Ich glaube, dass die Diagnose eine Möglichkeit ist, das Ruder sozusagen rumzureisen und eben nicht mehr die eigene Energie für Dinge zu verbraten, die einem nicht gut tun.
      Vielleicht bieten sich neue Möglichkeiten im Beruflichen, auch wenn das vielleicht ganz andere Wege sind, als die, die man sich früher vorstellte oder als die, die man glaubt, gehen zu müssen, um zu beweisen, was man alles schafft. Vielleicht ergibt sich auch ein ganz anderes Leben als ursprünglich gedacht.

      Ich glaube, dass man ein (ganz großes) Stück weit loslassen muss, von ehemaligen bewussten oder unterschwelligen Wünschen und dass dazu auch sehr viel Trauerarbeit gehört. Ich finde nicht, dass diese Trauerarbeit beschränkt werden sollte, auch wenn man damit verhindern könnte, dass sie überhand nimmt. Aber was nutzt es, wennn man sich nach einem Jahr verbietet, zu trauern, obwohl in einem noch ganz viel Schmerz und Trauer stecken? Ich habe mal gelesen, dass man sich im Alltag auch Zeiten der Trauer nehmen soll, aber die dann begrenzt, also z. B. an einem Tag trauern, aber das zeitlich begrenzen und eben auch schöne Dinge tun. Aber insgesamt würde ich nicht nach einem bestimmten Zeitraum (z. B. nach einem Jahr) sagen: "So, nun ist gut, entweder du hast es jetzt gepackt oder halt nicht." Das fände ich sehr uneinfühlsam mit einem selbst, auch wenn ich die gute Absicht dahinter auch sehen kann. :|

      Für mich ist die Hauptbotschaft, dass ich lernen will, das zu akzeptieren, was ist. Lernen zu akzeptieren, dass ich mit meinen ganzen Bestandteilen bestimmte Dinge nicht tun kann, die ich gerne tun möchte. Dass ich nicht das Leben führen kann, dass ich gerne führen würde. Aber hoffentlich dann auch irgendwann erkennen, dass man auch mit einer anderen Art von Leben zufrieden sein kann.

      Insofern sehe ich es positiv und würde sagen: Keine Ahnung, ob man das Leben "verbessern kann", aber ich glaube auf jeden Fall, dass man zu einem lebenswerten Leben zurückfinden kann. Für mich ist es ein täglicher Kampf, weil es mir immer noch schwer fällt, Dinge loszulassen und Dinge zu akzeptieren. Weil mich meine Probleme manchmal handlungsunfähig machen und ich wieder in alte Muster zurückfalle. Aber mich tröstet die Erfahrung, dass es weitergeht. Dass ich weiterlebe, obwohl ich ins Nichts abgestürzt bin. Dass mich nichts dort rausgeholt hat, außer mein eigener Glaube an mich selbst. Ich denke, dass ist das, was am Ende zählt. Der eigene Glaube an einen selbst. Nichts kann einen retten, wenn man den nicht hat.
    • Ich habe meine Diagnose mit 57 bekommen - und kann auf ein ziemlich verpfuschtes Leben zurück blicken. Die Diagnose und die Therapie haben mir sehr geholfen, mich selbst anzunehmen wie ich bin. Und mich nicht mehr selbst unter Druck zu setzen, um 'normal' zu sein.

      Einen Job habe ich zwar nicht, aber trotzdem geht es mir sehr viel besser als vorher.
      ~ What the fuck is real life and where can I download it? ~
    • Mir fällt Nicole Schuster ein, die Autismus nicht mehr als Behinderung sieht, sondern als ihre Art zu sein. Da möchte ich auch hinkommen. Weg von der Diagnose und dem Gefühl behindert zu sein. Peter Schmidt lässt sich ebenso von keinem Arzt den Autismus Stempel aufdrücken. Nun, beide haben Jobs. Davon bin ich weit entfernt.
    • FruchtigBunt wrote:

      aber ich glaube auf jeden Fall, dass man zu einem lebenswerten Leben zurückfinden kann
      Es ist halt schwierig, wenn man seit der ersten Klasse Probleme hatte. Ich muss ein "lebenswertes" Leben für mich neu definieren, da es ja
      bisher noch keinen erträglichen Zustand gab. Wobei lebenswert etwas hart ist, da es natürlich noch viele Lebewesen gibt, denen es viel
      schlechter geht. Aber dieser Gedanke hilft mir nicht immer.

      Slim wrote:

      Mir fällt Nicole Schuster ein, die Autismus nicht mehr als Behinderung sieht, sondern als ihre Art zu sein.
      Die war aber auch etwas jünger, als sie davon erfuhr. Mit fast 40 hat man ja eigentlich die Festigung seines Ichs abgeschlossen,
      wenn man aber nicht wusste, was los ist, konnte das nicht geschehen.
    • Leseratte wrote:

      und kann auf ein ziemlich verpfuschtes Leben zurück blicken. Die Diagnose und die Therapie haben mir sehr geholfen, mich selbst anzunehmen wie ich bin.
      Du musst natürlich nicht antworten, aber wie genau hat sich das sich selber annehmen auf den Leben ausgewirkt, kommst du mit anderen besser klar?
    • Ich meine auch, dass es ein sehr großer Unterschied ist, ob man die Diagnose mit 20 oder 40 erhält. Nach der Diagnose finde ich es wichtig die neurotypischen Erwartungshaltungen abzulegen und in seinem autistischen Leben anzukommen und dann sich Arbeit und Partner zu suchen. Es ist möglich, wenn man es wirklich will und kompetente Begleitung hat. Wenn aber 40 Jahre Leid noch mit dranhängen könnte es sehr schwer werden sich da rauszuziehen. Da fehlt dann die Motivation und Zuversicht. Ich kann dir nur raten die Phasen, wo die positive Energie für Veränderungen da ist, zu nutzen.

      The post was edited 1 time, last by Slim ().

    • (Gelöscht. Wenn ich die Diskussion zu Verdachtsautisten so verfolge, lösche ich meinen Beitrag doch lieber wieder. Ich fühle mich derzeit nicht stark genug, mich womöglich einer solchen Diskussion aussetzen zu müssen.)
      Es darf genau so sein.

      The post was edited 4 times, last by Platypus ().

    • Slim wrote:

      Partner zu suchen
      Wenn man den noch findet :( ...

      emjay2812 wrote:

      Es gibt in meiner Region eine Maßnahme des Arbeitsamtes " unterstützte Beschäftigung". Seit kurzem auch extra für Autisten in Zusammenarbeit mit dem Autismus-Therapie-Zentrum.

      Vielleicht ist das bei dir auch möglich?
      Ich müsste einfach wieder eine Arbeit wie die letzte finden, dann klappt das. Im Job komme ich besser zurecht als im Privatleben. Aber da sieht
      es momentan ziemlich Mau aus.
    • Ich bin nach der Diagnose am absoluten Nullpunkt gelandet und bin nach 'nem Selbstmordversuch in 'ner Klinik gelandet (und später auch noch in der EM-Rente). Damals dachte ich, in meinem Leben wird sich nie mehr irgendwas verbessern. Hat's aber doch. Ich bin von der Kleinstadt aufs Dorf gezogen und hab mich so in meinem Leben eingerichtet, wie's mir gut tut. Und ich hab hier dann auch meine Freundin gefunden. Mein jetziges Leben würde ich für kein Geld der Welt gegen mein damaliges Leben eintauschen. Es kann sich also doch noch was verbessern. Auch, wenn's einem manchmal ganz anders vorkommt. Also nie die Hoffnung aufgeben. Immer wenn man denkt, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo doch noch ein kleines Lichtlein her. ;)
      "Je weniger wir Trugbilder bewundern, desto mehr vermögen wir die Wahrheit aufzunehmen."
      Erasmus von Rotterdam
    • FruchtigBunt wrote:

      Dafür (für andere Dinge halte ich eine Therapie aber für hilfreich) braucht es meiner Meinung nach nicht unbedingt einer Therapie, sondern man kann versuchen, sebst gütig mit sich selbst umzugehen und sich zuzugestehen, dass man Probleme hat, die man nicht "mit Absicht" hat und dass es legitim und sogar wichtig ist, darauf zu achten, dass man mit sich selbst gut umgeht, also nicht mehr von sich abverlangt, als man mit der 'Erkrankung' unter Berücksichtigung der seelischen Gesundheit zu leisten imstande ist
      Ich bin auch schon älter und habe die Diagnose vor einem Monat bekommen. Ich hätte nicht damit gerechnet, dass die Diagnose so einen kräftezehrenden Verarbeitungsprozeß auslöst, da ich mir auch schon längere Zeit ziemlich sicher war, dass ich die Dagnose bekomme.

      Ich hatte auch vor der Diagnose schon das Gefühl, dass mein Akku völlig leer ist von den ganzen Jahren (Ich bin 59 Jahre alt), in denen ich versucht habe mich anzupassen, was mit ein Grund war, die offizielle Diagnose anzu streben. Nun kommt zu der Belastung im Beruf auch noch die Verarbeitung hinzu, die ständig nebenher läuft, bei der sich Trauer und der Versuch sich selbst endlich zu akzeptieren phasenweise abwechseln.

      Ständig fallen mir Ereignisse und Situationen aus meinem Leben ein, von der Kindheit bis heute, die mir nun in einem ganz anderen Licht erscheinen. Manche bringen mich zum Lächeln oder Lachen, manche machen mich traurig oder gar hoffnungslos. Ich weiß, dass ich nach einem Monat noch keine Wunder erwarten darf, was die Verarbeitung anbelangt. Ich muss lernen gütig mit mir selbser zu sein und mir Zeit zu geben.

      @Fidoline Ich schreibe das, weil ich mich gerade auch nicht wirklich hoffnungsvoll fühle und nicht weiß, ob ich das ohne Therapie schaffe, und ob ich das schaffe, bis zu meiner Verrentung arbeitsfähig zu bleiben, was ich sehr hoffe! Ich glaube, dass es direkt nach der Diagnose nicht so schnell besser werden kann, das braucht Zeit, aber ich hoffe sehr für Dich und mich und die anderen Spätdiagnostizierten (und auch alle anderen...), dass in unserem Leben auch wieder eine bessere Phase kommt! :)

      The post was edited 1 time, last by Schneckentanz ().

    • Fidoline wrote:

      Wenn man den noch findet
      Nicht die Hoffnung sinken lassen. Ich war auch 43, als es endlich etwas wurde - weil ich aufgehört habe zu warten und per Kontaktanzeige tätig geworden bin (und dann natürlich auch noch Glück hatte, das gehört immer dazu). Da hatte ich (noch weit vor jedem AS-Verdacht) mich mittlerweile zwar als "Sozialkrüppel" eingestuft, aber begriffen, dass ich eben einen Weg finden muss, die sozialen Defizite so gut es geht auszugleichen, wenn ich nicht vollends in Resignation und Depression abstürzen will, und habe für das Problemfeld Partnersuche dann einen letztlich erfolgreichen gewählt.
    • Slim wrote:

      Mir fällt Nicole Schuster ein, die Autismus nicht mehr als Behinderung sieht, sondern als ihre Art zu sein.
      Frau Schuster sieht sich schon länger nicht mehr als Autistin.


      Slim wrote:

      Peter Schmidt lässt sich ebenso von keinem Arzt den Autismus Stempel aufdrücken.
      Wie meinst du das? Was soll in Bezug auf ihn der Autismusstempel sein?
    • Rusty Mike wrote:

      Ich bin nach der Diagnose am absoluten Nullpunkt gelandet und bin nach 'nem Selbstmordversuch in 'ner Klinik gelandet (und später auch noch in der EM-Rente). Damals dachte ich, in meinem Leben wird sich nie mehr irgendwas verbessern. Hat's aber doch. Ich bin von der Kleinstadt aufs Dorf gezogen und hab mich so in meinem Leben eingerichtet, wie's mir gut tut. Und ich hab hier dann auch meine Freundin gefunden. Mein jetziges Leben würde ich für kein Geld der Welt gegen mein damaliges Leben eintauschen. Es kann sich also doch noch was verbessern. Auch, wenn's einem manchmal ganz anders vorkommt. Also nie die Hoffnung aufgeben. Immer wenn man denkt, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo doch noch ein kleines Lichtlein her.
      Das kann einem doch Hoffnung geben :) .

      HCS wrote:

      ch war auch 43, als es endlich etwas wurde - weil ich aufgehört habe zu warten und per Kontaktanzeige tätig geworden bin (und dann natürlich auch noch Glück hatte, das gehört immer dazu).
      Per Online-Dating finde ich halt auch schwer. Ich weiß nicht, nach welchen Kriterien man da auswählen soll und dann sind mir Menschen, die ich gar
      nicht kenne, so fremd und ich fühle mich nicht wohl mit ihnen.
    • Fidoline wrote:

      Per Online-Dating finde ich halt auch schwer.
      Ja, das kann ich gut verstehen - ich kann es nicht begründen, aber per Anzeige (das war halt vor 19 Jahren, da war online noch kein Thema) fiel es mir leichter, als ich es mir online vorstelle. Und auch das hat lange gedauert, da musste der Leidensdruck schon recht hoch werden. Erst habe ich es mit Antworten auf Anzeigen versucht, aber gab es zu wenige potenziell Passende, dann mit eigener Anzeige - und das war auch erst im zweiten Anlauf erfolgreich. Der Nachteil gegenüber online - man muss relativ bald zum Telefon greifen. Ich war deshalb froh, wenn beim ersten Versuch der AB dran war, da konnte ich mir die Stimme schon mal anhören.

      Fidoline wrote:

      Ich weiß nicht, nach welchen Kriterien man da auswählen soll
      Das ist der Vorteil der eigenen Anzeige - da müssen die potenziellen Partner schon mal eine Vorauswahl nach passenden Kriterien treffen. Grundsätzlich ist auf jeden Fall wichtig, dass man sich über ein paar Punkte im klaren ist, die so wichtig sind, dass ein Partner sie annehmbar finden muss. Deshalb ist die Formulierung der eigenen Anzeige nichts, was man an einem Nachmittag machen sollte, das muss reifen.

      Fidoline wrote:

      dann sind mir Menschen, die ich gar
      nicht kenne, so fremd und ich fühle mich nicht wohl mit ihnen.
      Das ist das Problem dabei - aber irgendwann war mir das egal, dieses Hindernis musste eben überwunden werden, wenn es noch etwas werden sollte. Alles eine Frage des Leidensdrucks. Immerhin kann ich immer noch sagen: es hat sich gelohnt.
    • FruchtigBunt wrote:

      Aber was nutzt es, wennn man sich nach einem Jahr verbietet, zu trauern, obwohl in einem noch ganz viel Schmerz und Trauer stecken?
      Oweh, so als strenge Regel habe ich das nicht gemeint. Meine Intention war eher, dass man schon mit einem Jahr rechnen muss. Aber man muss es eben auch "machen", Sichwort Trauerarbeit.