Diagnostik ohne Facharzt, nur durch Psychotherapeuten?

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    • @Lefty

      Meines Wissens nach reicht es aus, wenn zwar die Untersuchungen nicht von einem Facharzt für Psychiatrie gemacht werden, der aber am Ende trotzdem auf dem Zettel als Klinikleiter oder Abteilungsleiter mit draufsteht bzw. unterschreibt.

      Soweit ich weiß, will das Versorgungsamt die Diagnose (also nicht das Durchführen der Diagnose, sondern das 'quittieren' der Diagnose) von einem Facharzt für Psychiatrie. Ob ein Allgemeinarzt mit psychotherapeutischer Fortbildung ausreicht, weiß ich nicht. Ich denke eher nicht.

      Dass die Untersuchungen nicht von einem FA für Psychiatrie gemacht werden, heißt somit nicht, dass der Wisch dann nicht von einem solchen ausgestellt wird.
    • Eismensch schrieb:

      Linnea schrieb:

      Komisch..meine Psychologin/Psychotherapeutin sagte, obwohl sie fortgebildet ist und sich auskennt mit Asprger und co,
      und seit Jahren Autisten jeglicher Couleur begleitet,
      darf sie keine Diagnose stellen, de anerkannt würde.
      Sonst hätte ich sie schon von ihr, da sie mich so lange schon kennt.
      Sie dürfen. Nur wenn von einer Stelle wie dem Versorgungsamt eine fachärztliche Diagnose verlangt wird, wird diese dann nicht anerkannt. Aber grundsätzlich darf deine Psychologin eine ASS diagnostizieren.
      @Eismensch
      Die Psychologische Psychotherapeutin meinte damals zu mir, sie dürfe nicht. Sie dürfe nur "Verdacht auf" aber keine gesicherten Diagnosen in Hinblick auf ASS vergeben. Dazu habe ich hier irgendwo im Forum auch eine Diskussion damals geöffnet mit offenem Ausgang (die Frage konnte damals nicht wirklich geklärt werden).
    • FruchtigBunt schrieb:

      Die Psychologische Psychotherapeutin meinte damals zu mir, sie dürfe nicht. Sie dürfe nur "Verdacht auf" aber keine gesicherten Diagnosen in Hinblick auf ASS vergeben. Dazu habe ich hier irgendwo im Forum auch eine Diskussion damals geöffnet mit offenem Ausgang (die Frage konnte damals nicht wirklich geklärt werden).
      Also ich habe eine wirkliche Diagnose nach ICD, nicht nur Verdacht auf.
    • Rhianonn schrieb:

      FruchtigBunt schrieb:

      Die Psychologische Psychotherapeutin meinte damals zu mir, sie dürfe nicht. Sie dürfe nur "Verdacht auf" aber keine gesicherten Diagnosen in Hinblick auf ASS vergeben. Dazu habe ich hier irgendwo im Forum auch eine Diskussion damals geöffnet mit offenem Ausgang (die Frage konnte damals nicht wirklich geklärt werden).
      Also ich habe eine wirkliche Diagnose nach ICD, nicht nur Verdacht auf.
      Ja, manche Psychologischen Psychotherapeuten stellen es wohl aus, aber wie es korrekt ist, konnte bislang niemand rausfinden.
      Siehe mein Thread hier:

      aspies.de/selbsthilfeforum/ind…osen-bzgl-ass-ausstellen/
    • FruchtigBunt schrieb:

      Ja, manche Psychologischen Psychotherapeuten stellen es wohl aus, aber wie es korrekt ist, konnte bislang niemand rausfinden.
      Siehe mein Thread hier:

      aspies.de/selbsthilfeforum/ind…osen-bzgl-ass-ausstellen/
      Danke für den thread.
      Die Diagnostikerin war allerdings vom Psychologischen Institut der Uniklinik Kiel und das steht auch auf dem Briefkopf. Sie hat einen Doctortitel., allerdings nicht in Psychiatrie. Weißt du , wie es in diesem Fall aussieht ?
      Man hatte mir dort gesagt, ich könne mit meiner Dianose einen Schwerbehindertenausweis beantragen.


      Tuvok schrieb:

      Und PsychThG ergänzt: Im Rahmen einer psychotherapeutischen Behandlung ist eine somatische Abklärung herbeizuführen.
      Ich musste zuvor zum Hausarzt zur somatischen Voruntersuchung.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Rhianonn ()

    • Ich denke, dass man das Versorgungsamt mit "Uniklinik Kiel" beeindrucken kann. Dass da "psychologisches Institut" und nicht "psychiatrisches Institut" (also nicht Dr. der Psychiatrie) dabeisteht werden die vom Versorgungsamt vermutlich gar nicht checken (meine Vermutung) ;)

      Wie es aber rein rechtlicht gesehen ist, weiß ich nicht (also ob das Versorgungsamt nur Gutachten von Ärzten anerkennt, die Ärzte in der Fachrichtung PSychiatrie sind.

      Vielleicht ist das irgendwo in der VersorgungsmediziinVO festgeschrieben. Da müsste man mal schauen. Ich denke aber, dass eine Uniklinik dem Versorgungsamt "wichtig genug" erscheint.
    • Hallo @FruchtigBunt, In deinem thread habe ich folgende Auskunft von @Necroghoul7 gefunden:

      Necroghoul7 schrieb:

      Es gibt davon eine Ausnahme, und zwar, wenn die Psychologen bei einer anerkannten Fachstelle/Ambulanz/Klinik tätig sind. Die ADS-Diagnostik meiner Tochter wurde von einer Psychologin, einer Ergotherapeutin und einer Logopädin durchgeführt, lediglich der Leiter des Klinikinstitutes war Psychiater, und der hat meine Tochter nicht einmal zu Gesicht bekommen.
      Wenn das Versorgungsamt Probleme hat, gehe ich nochmal zur Klinik und lasse mir vom Chef unterschreiben - danke dass ich vorgewarnt bin, dass das passieren kann.
    • Also, der Psychologe muss aber schon eine richtige Testung durchführen und nicht nur therapieren.
      Wahrscheinlich liegt da der Knackpunkt.
      „Kein Mensch sollte sich dafür schämen müssen, wer er ist."
      - CSI - Den Tätern auf der Spur S4E6
    • Rhianonn schrieb:

      Hallo @FruchtigBunt, In deinem thread habe ich folgende Auskunft von @Necroghoul7 gefunden:

      Necroghoul7 schrieb:

      Es gibt davon eine Ausnahme, und zwar, wenn die Psychologen bei einer anerkannten Fachstelle/Ambulanz/Klinik tätig sind. Die ADS-Diagnostik meiner Tochter wurde von einer Psychologin, einer Ergotherapeutin und einer Logopädin durchgeführt, lediglich der Leiter des Klinikinstitutes war Psychiater, und der hat meine Tochter nicht einmal zu Gesicht bekommen.
      Wenn das Versorgungsamt Probleme hat, gehe ich nochmal zur Klinik und lasse mir vom Chef unterschreiben - danke dass ich vorgewarnt bin, dass das passieren kann.
      Das ist ja das was ich meinte, dass es für das Versorgungsamt wichtig ist, wer auf dem Wisch untesrchrieben hat bzw. mit draufsteht und weniger, wer die Diagnostik tatsächlich durchgeführt hat.

      Wenn es an der Uni Kiel jemanden gibt, der den Diagnostikzettel unterschreibt und diejenige Person Dr. der Psychiatrie ist, wäre ja alles paletti.
    • Gluon schrieb:

      Ich wurde von meiner Psychiaterin zur Psychologin geschickt, weil sie selber nicht das nötige Testwerkzeug zur Verfügung hatte. Das Ergebnis habe ich dann wiederum meiner Psychiaterin vorgelegt und sie hat es so übernommen.
      Ich könnte mir vorstellen, diesen Weg zu gehen.-...die Thera schreibt ihren Bericht, mit dem ich zur Psychiaterin gehen werde.


      zu den Fragen:
      unglaubwürdig fühlen gegenüber dem Aussen...meinte ich damit.
      Nicht mir selbst gegenüber oder der Thera gegenüber.
      "Wie kann es sein, dass ein solch subjektives Element wie ein Beobachter (Mensch) die Wirklichkeit definiert?"
      (Schrödinger lässt grüßen :) )
      ‚Der häufigste Fehler liegt in der Annahme, dass die Grenzen unserer Wahrnehmung auch die Grenzen des Wahrzunehmenden sind.’
      C.W. Leadbeater

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Linnea ()

    • FruchtigBunt schrieb:

      Dazu habe ich hier irgendwo im Forum auch eine Diskussion damals geöffnet mit offenem Ausgang (die Frage konnte damals nicht wirklich geklärt werden).
      Ich kann mich erinnern. Die Frage konnte meines Erachtens deshalb nicht geklärt werden, weil es dir nicht plausibel erschien, dass deine Therapeutin nicht Recht hatte.
      What doesn't kill me makes me stranger.
    • Eismensch schrieb:

      FruchtigBunt schrieb:

      Dazu habe ich hier irgendwo im Forum auch eine Diskussion damals geöffnet mit offenem Ausgang (die Frage konnte damals nicht wirklich geklärt werden).
      Ich kann mich erinnern. Die Frage konnte meines Erachtens deshalb nicht geklärt werden, weil es dir nicht plausibel erschien, dass deine Therapeutin nicht Recht hatte.
      Der Thread ist oben verlinkt, da kannst du es nachlesen.

      Die Frage war für mich nicht klärbar, weil Therapeut A das eine gesagt und gemacht hat (gesicherte Diagnose für Asperger vergeben) und es für richtig befand und Therapeut B das gerade nicht gemacht hat (nur Verdachtsdiagnose für Asperger vergeben) und es auch für richtig befand (als allgemeine Regel formuliert, dass Psychotherapeuten Asperger nicht gesichert diagnostizieren dürften) und nirgends eine Regelung zu finden war, wie es denn sein darf und wie nicht. Also gab es Beispiel und Gegenbeispiel aber keiner hatte begründet, WIESO sie glauben, dass es so gehandhabt werden müsse.

      Meine Therapeutin nannte für die Handhabung, generell nur Verdachtsdiagnosen vergeben zu dürfen (!) die Begründung, dass es sich bei Asperger um eine Behinderung handele, die sie nicht diagnostizieren könne und das nur Psychiater können, woraufhin wieder die altbekannte Diskussion im Thread ausgebrochen war, ob Asperger eine Krankheit ist oder nicht. x(

      Insofern hast du recht. Es erschien mir weder nachvollziehbar, warum meine Therapeutin Recht haben könnte, noch warum die Gegenseite Recht haben könnte, weil die Begründung, warum sie Recht haben wollen, fehlte.
      Wenn du die Begründungen nachliefern kannst und mit Fakten dienen kannst: Gerne her damit :nod:
    • Die Asperger-Diagnose kann von ärztlichen oder psychologischen Fachkräften gestellt werden. Kinder- und Jugend-Psychologen bieten Diagnose und Therapie nur für Kinder und Jugendliche bis zu einer Altersgrenze von (variierend) 18 bis 25 Jahren an.
      Wichtig ist, dass die Person sich mit dem Asperger-Syndrom und insbesondere der Asperger-Diagnose auskennt.
      autismus-kultur.de/autismus/au…html#asperger-diagnose-wo
      What doesn't kill me makes me stranger.
    • Neu

      Lefty schrieb:

      Meine Frage: ist das ausreichend? Mich wundert, dass kein Neurologe oder Psychiater dabei ist.
      Meine erste Diagnostik war ein neuropsychologisches Gutachten von einem klinischen Psychologen der auf ASS und ADHS Kinder + Erwachsene "spezialisiert" ist.
      Meine zweite Diagnostik war ein Sachverständigengutachten bei einem Psychiater
      Meine dritte Diagnostik war ein neuropsychiatrisches Gutachten beim Chefarzt einer psychiatrischen Klinik (mit Autismusambulanz)

      Ein "Neurologe" ist dafür nicht zuständig. Neurologen behandeln Nervenerkrankungen im physischen Sinne.

      Eine ärztliche Diagnose braucht es dann wenn man Nachteilausgleiche jeder Art beantragt und für mich sind sie auch aussagekräftiger.
    • Neu

      filipendula schrieb:

      Lefty schrieb:

      aus psychologischen Psychotherapeutinnen und einer ärztlichen Psychotherapeutin
      Ein Dr. sollte dabei sein, damit die Diagnose offiziell (Versorgungsamt etc.) anerkannt wird - das ist mit der ärztlichen PT ja bei dir gegeben. Oft ist es auch so, dass Psychotherapeuten die Diagnostik durchführen und z.B. der Oberarzt dann mitunterschreibt.
      Ich bekam meine Diagnose von einer Psychologin und die wurde bei jeder Behörde anerkannt. Ich wohne in Berlin. Ich gehe nachdem ich hier gelesen habe davon aus, dass es in einigen anderen Bundesländern anders ist. Was mich interessiert sind Fakten. Auf welche Gesetze und Arbeitsrichtweisen welcher Behörde beziehst du dich? Also welche Behörde etc. hat wann, wie, wo, was gesagt, auf der Grundlage welchen Gesetzes?